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DE19726772C2 - Mehrzweckschlafhülle in zwei verschiedenen Ausführungen - Google Patents

Mehrzweckschlafhülle in zwei verschiedenen Ausführungen

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DE19726772C2
DE19726772C2 DE19726772A DE19726772A DE19726772C2 DE 19726772 C2 DE19726772 C2 DE 19726772C2 DE 19726772 A DE19726772 A DE 19726772A DE 19726772 A DE19726772 A DE 19726772A DE 19726772 C2 DE19726772 C2 DE 19726772C2
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Franz Schmidt
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
    • A41DOUTERWEAR; PROTECTIVE GARMENTS; ACCESSORIES
    • A41D15/00Convertible garments
    • A41D15/04Garments convertible into other articles
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47GHOUSEHOLD OR TABLE EQUIPMENT
    • A47G9/00Bed-covers; Counterpanes; Travelling rugs; Sleeping rugs; Sleeping bags; Pillows
    • A47G9/08Sleeping bags
    • A47G9/086Sleeping bags for outdoor sleeping

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Professional, Industrial, Or Sporting Protective Garments (AREA)

Abstract

Mehrzweckschlafhülle in zwei Ausführungen: DOLLAR A - zum Aufenthalt und zur Übernachtung im Freien aus dickem, wasserdichtem, wärmeisolierendem Material, DOLLAR A - zum Aufenthalt und zur Übernachtung in Räumen aus entsprechend leichterem Material. DOLLAR A Die derzeitigen Schlafsäcke sind geschlossene Röhren, die die Arme einengen und keine Mobilität zulassen. Die neuen Mehrzweckschlafhüllen bieten dagegen Armfreiheit und erlauben das Umhergehen. DOLLAR A Technisches Merkmal beider Ausführungen ist ein ausgeklügeltes Reißverschluss- und Hakensystem, wodurch schnell mit wenigen Handgriffen Beinfreiheit zum Gehen erlangt wird, das im Wachpostenbereich wichtig ist. Ärmel ermöglichen Armfreiheit. Mit der dicken, wasserdichten, wärmeisolierenden Ausführung kamm man auch bei leichtem Frost und Regen draußen übernachten. DOLLAR A Die Mehrzweckschlafhüllen in zwei Ausführungen, d. h. für draußen oder drinnen, sind jeweils variable Hüllen zum Liegen, Schlafen und Umhergehen, verwendbar in Haus, Garten, Auto, auf dem Balkon, für Großeinsätze bei Katastrophen, in Wachstationen der Feuerwehr, Polizei und im Militär, Großveranstaltungen, Jugendtreffs, in Gefängnissen, besonders aber für Obdachlose.

Description

Gegenstand der Erfindung ist eine Mehrzweckschlafhülle in zwei verschiedenen Ausführungen:
  • a) eine zur Übernachtung im Freien - auch bei leichtem Frost und Regen - bestehend aus drei Teilen:
    • - einem schlafsackähnlichen Unterteil,
    • - einer langen Jacke mit langen Ärmeln und
    • - einem Kopfschutz,
    wobei alle drei Teile aus mindestens zwei Stoffschichten bestehen:
    • - innen aus einer dicken, sehr warmen lodenartigen Schicht und
    • - aussen aus einer starken wind- und wasserdichten Kunststoffschicht;
  • b) eine zweite Ausführung für die Übernachtung in geschlossenen Räumen, bestehend aus zwei Teilen in Wolldeckenqualität:
    • - Unterteil und
    • - Jacke, jedoch ohne Kopfschutz.
Die technischen Merkmale der beiden Ausführungen dieser Mehrzweckschlafhülle sind die gleichen, nämlich dass man bei beiden mittels eines ausgeklügelten Reissverschluss- und Hakensystems problemlos Beinfreiheit erlangen kann, um kurze Strecken zu Fuss zurückzulegen, ohne die Schlafhüllen dafür ausziehen zu müssen. Es werden lediglich in geöffnetem Zustand nach dem Heraussteigen die seitlichen Teile des Unterteils 1 an den seitlichen Haken 8 befestigt.
Die gegenwärtig bekannten Schlafsäcke sind einteilige geschlossene Röhren, die aufgrund ihrer Konstruktion ausschliesslich zum Liegen und Schlafen geeignet sind und in denen man nicht - wie es bei der vorliegenden Erfindung der Fall ist - herumgehen kann. Da bei ihnen die Arme mit eingeschlossen sind, verursachen sie bei vielen Menschen ein unangenehmes Engegefühl in der Schultergegend, was das Einschlafen behindern kann.
Zum gegenwärtigen Stand der Technik gehört ein "Mantel als Schlafsack umwandelbar" (DE 32 23 964 A1). Im Zustand eines Mantels ist dieser ein normaler Mantel und im Zustand eines Schlafsacks ähnlich konstruiert wie die bekannten Schlafsäcke, nämlich als eine bis über die Schultern geschlossene Röhre, die wenig Bewegungsfreiheit für die Arme bietet. Ausserdem ist dieser weder als Mantel noch als Schlafsack für die Übernachtung im Freien bei kalten Temperaturen geeignet.
Für den Aufenthalt im Freien gibt es gegenwärtig eine "Hülle für Personen, vorzugsweise zur Benutzung im Freien" (DE 29 10 639 A1), die jedoch keine Schlafhülle sondern eine ausschliesslich auf Jagdzwecke ausgerichtete Hülle für den Ansitz ist.
Desweiteren gehört zum gegenwärtigen Stand der Technik ein "Schlauchförmiges Gebilde aus Textilmaterial" (DE 72 30 508 U), bei dem die Befestigung des Unterteils mittels Befestigungsgurten und Schnallen - am Rücken des Trägers - nur sehr mühsam für den Träger zu bewerkstelligen ist. Die - seitliche - Aufhängung bei beiden Ausführungen der Mehrzweckschlafhülle, die Gegenstand der gegenwärtigen Patentanmeldung ist, geht wesentlich schneller und einfacher vonstatten, was z. B. gerade bei der Verwendung im Katastrophen- oder Wachpostenbereich und auch ganz allgemein ein grosser Vorteil ist. In der Ausführungsform als Schlafsack ("Mumiensack") bietet das "schlauchförmige Gebilde aus Textil" des bestehenden Gebrauchsmusters DE 72 30 508 U ebenso wie die herkömmlichen Schlafsäcke keine Armfreiheit, da hier keine Ärmel existieren.
Weiterhin gibt es eine "Biwakausrüstung" (DE 19 44 302 U). Der Biwaksack wird hier mittels Knopfleiste und ca. zwölf Knöpfen an- bzw. abgeknöpft, was viel mühsamer und zeitaufwendiger ist als die technische Lösung beider Ausführungsformen der hier angemeldeten Mehrzweckschlafhülle. Ausserdem ist der Biwaksack im abgeknöpften Zustand ein Extragepäckstück.
Das US-Patent "Knapsack-Parka Sleeping Bag" (US 4 103 377) ist eine äusserst komplizierte Konstruktion: Hier müssen mit vielen Handgriffen Teile auseinandergenommen und anders zusammengefügt werden, um einen Schlafsack zu konstruieren, der wie die herkömmlichen Schlafsäcke die Arme einengt.
Das Patent DE 195 10 518 A1 ist eine Erfindung, die zwar sehr vielseitig ist, aber durch die vielen Möglichkeiten mittels Reissver­ schlüssen Anpassungen vorzunehmen sehr benutzerunfreundlich ist. Es ist sicherlich ein Problem, nachts oder bei schlechter Sicht die vielen einzelnen Reissverschlüsse miteinander zu verbinden.
Problemstellung für den Erfinder der gegenwärtigen Patentanmeldung war die Entwicklung bequemer, vielseitig verwendbarer, preiswerter Schlafhüllen, bei denen man durch nur wenige Handgriffe mühelos Fussfreiheit erlangt, um kurze Wegstrecken beispielsweise zur Toilette etc. zu Fuss zurücklegen zu können, ohne die Hüllen ausziehen zu müssen.
Mit diesen Schlafhüllen kann man bei vielen Anlässen, besonders auch bei Massenunterbringung, mit der leichten Ausführung in geschlossenen Räumen und mit der dicken Ausführung im Freien bei leichten Minustemperaturen übernachten, was besonders auch für die vielen Obdachlosen eine grosse Hilfe darstellen würde. Ferner ging es dem Erfinder darum, während des Tragens dieser Schlafhüllen eine gewisse Mobilität aufrechtzuerhalten, wobei die Hüllen nicht als Extragepäckstücke mitzutragen sein sollten. Bei der Verwendung als Schlafsack war es dem Erfinder wichtig, dass die Arme nicht eingeengt sind, was viele Menschen als hinderlich beim Einschlafen empfinden. Bei der leichten Ausführung ohne Jacke sind sowieso keine Ärmel vorhanden. Bei der leichten und dicken Ausführung mit Jacke sind Ärmel vorhanden, die jedoch nicht extra angebracht werden müssen.
Erfindungsgemäß wird dies durch eine Mehrzweckschlafhülle mit den im Patentanspruch 1 enthaltenen Merkmalen erreicht. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprü­ chen 2-7 enthalten.
In der nachfolgenden Beschreibung werden an Hand der Zeich­ nungen zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben.
In ihrer dicken, wärmeisolierenden und wasserdichten Ausführung für die Übernachtung im Freien besteht die Schlafhülle aus drei Teilen, die jeweils aus zwei Materialschichten bestehen: innen aus einer dicken, sehr warmen Stoffschicht aus Naturfaser wie Loden und aussen aus einer wind- und wasserdichten Kunststoffschicht. (Fig. 1 und Fig. 2)
Das Unterteil 1 ist ein schlafsackähnliches Teil, das sich von den Füssen bis zum unteren Brustbereich erstreckt, mit längenverstellbaren Schulterträgern 10, die auf der Brust und dem Rücken über Kreuz verlaufen. Es ist von der Gesamtgrösse her so grosszügig bemessen, dass es Erwachsenen (Frauen als auch Männern) passt, selbst wenn noch eigene Kleidung inklusive Mantel darunter getragen wird. Als Schlafsack verwendet ist es im Fussbereich geschlossen. Auf der Vorderseite kann die Hülle wahlweise durch einen von zwei in der Mitte angesetzten Reissverschlüssen 12 von oben nach unten geöffnet werden. Dickere Personen verwenden dann die äussere Reissverschlussschiene, dünnere haken den Verschluss in die weiter innen liegende Schiene ein. (Ausser den Reissverschlüssen wären auch andere Verschlussarten wie zwei Reihen Klettverschlüsse oder Druckknöpfe möglich.) In geöffnetem Zustand werden die Seitenteile nach hinten geklappt und an seitlich befindlichen Haken 8 befestigt. Somit entsteht Fussfreiheit und die Möglichkeit, kurze Strecken zu gehen, beispielsweise zur Toilette.
Es gibt noch einen zusätzlichen Reissverschluss 11 mitten unter den Füssen, der jedoch nicht geöffnet werden muss, um wie oben beschrieben Beinfreiheit zum Gehen zu erhalten, da man, wenn der vordere Reissverschluss 12 offen ist, das geschlossene Fussteil nach hinten klappen kann. Dieser untere Reissverschluss 11 wird hauptsächlich nur dann geöffnet getragen, wenn man beim Auto- oder LKW-Fahren während langer Staus die Fahrzeugpedale zum gelegentlichen Weiterfahren bedienen muss.
Die Reissverschlüsse haben einen Überhang 16, um das Eindringen von Regenwasser zu vermeiden.
Das Oberteil 2 ist eine lange Jacke mit langen Ärmeln. Auch dieses ist so grosszügig bemessen, dass es Erwachsenen unterschiedlichster Grössen (ausgenommen starker Über- und Untergrössen) passt, selbst wenn man sogar noch den eigenen Wintermantel darunter trägt. Die Jacke ist lang und reicht weit über das Unterteil hinaus zwecks Längenausgleich für verschieden grosse Menschen und gutem Regenschutz. So werden ausserdem wichtige Körperteile besonders vor Kälte geschützt. Auf der Brust sind jeweils Brusttaschen 5 angebracht und an beiden Seiten der Jacke Seitentaschen 7. Über allen Taschen befinden sich kleine wasserdichte Laschen 16, die vor dem Eindringen von Regenwasser schützen.
Das dritte Teil ist ein Kopfschutz 3. Dieser besteht aus den gleichen Materialien wie der ganze Anzug. Jedoch ist im Gesichtsbereich eine bewegliche Plexiglasscheibe 13 angebracht, die man wahlweise je nach Witterung zum Schutz über das Gesicht ziehen oder wieder hochziehen kann. Der Kopfschutz steht im Halsbereich über, so dass er regendicht abschliesst. Er wird mittels Ösen 14 an Haken 15, die sich auf den jeweiligen Schultern in Halsnähe befinden, angehakt. Er ist weit genug bemessen, dass er für jede Kopfgrösse und Halsdicke geeignet ist und dass ausserdem noch ein wärmender Schal und eine warme Mütze darunter passen.
Eine zweite Variante dieser Erfindung für die Verwendung in geschlossenen Räumen ist eine leichtere Ausführung (Wolldeckenqualität, ohne äussere Kunststoffschicht und ohne Kopfschutz) zum Schlafen, Ruhen und Herumgehen. Sie weist die gleichen technischen Merkmale auf wie die dicke, wärmeisolierende Ausführung mit Ausnahme der Überhänge zum Regenschutz an den einzelnen Verschlüssen und Taschen. Das gleiche Reissverschluss- und Hakensystem ermöglicht auch bei dieser Ausführung durch wenige Handgriffe Mobilität zum Herumgehen. Auch diese Variante der gleichen Erfindung hat eine grosszügig bemessene Einheitsgrösse für Männer und Frauen, die es ermöglicht, je nach Temperatur der Umgebung die normale Tageskleidung oder bei Hitze ggf. nur Unterwäsche darunter anzubehalten. Bei genügend Wärme, wie z. B. unter der Bettdecke etc., kann je nach Bedarf das Jackenteil 2 weggelassen und nur das Unterteil 1 zur Anwendung kommen.
Die hier angemeldete Schlafhülle kann für die unterschiedlichsten Anlässe wahlweise in ihrer dicken, wärmeisolierenden, wasserabweisenden Ausführung zum Aufenthalt und zur Übernachtung im Freien - auch bei leichten Minustemperaturen, leichtem Regen und Wind - oder in ihrer leichten Ausführung für den Aufenthalt oder die Übernachtung in geheizten und ungeheizten Hallen und Räumen zur Anwendung kommen.
Einige der Anwendungsmöglichkeiten sind im nachfolgenden aufgeführt:
Für Obdachlose (hier wäre die dicke, isolierende Ausführung zum Übernachten unter Brücken - auch im Winter - besser geeignet als die grossen Pappkartons, die teilweise von Firmen für diesen Zweck angeboten wurden; der Staat würde viel Geld für erkältungsbedingte Krankheiten dieser Personen sparen);
bei Grossveranstaltungen (Sportveranstaltungen, Musikfestivals, Jugendveranstaltungen, Lehrgängen, Kursen etc.);
in Wachstationen (Feuerwehr, Polizei, Militär); hier kommt es besonders darauf an, dass viele Personen auf engem Raum untergebracht werden und gleichzeitig schnell einsatzbereit sein müssen.
Ferner kann die Schlafhülle im Auto oder Lastkraftwagen mitgeführt werden, was ganz besonders Fernfahrern zu empfehlen ist. Bei langen Staus in kalten Temperaturen könnte die Hülle geschlossen getragen werden, wobei lediglich der untere Reissverschluss unter den Füssen 11 geöffnet wäre, um die Pedale zum gelegentlichen Weiterfahren zu bedienen. Solange der Motor wegen häufigen Stillstandes noch keine Wärme im Fahrerraum erzeugt, hat man durch diese Schlafhülle einen wärmenden Schutz während langer Staus.
Weiterhin könnte diese Schlafhülle in Gefängnissen künftig von sehr grossem Vorteil sein: Durch die ständig steigende Zahl von Delikten sind die Gefängnisse überfüllt. Mit den neuen Schlafhüllen einschliesslich aufblasbarer Gummiunterlagen könnte man in den Gefängnissen drei mal so viel Gefangene wie bisher in den vorhandenen Räumen unterbringen. Dies würde dadurch ermöglicht, dass man tagsüber die Schlafsachen (Gummiunterlagen und Schlafhüllen) in einer Ecke stapeln könnte, wodurch man dann den Raum als Tagesraum zur Verfügung hätte. In diesen "Betten" (Schlafhüllen auf aufblasbaren Gummibetten) schläft man so weich und warm wie in herkömmlichen Betten - und beide Teile zusammen kosten nur ca. 1/7 so viel wie normale Betten inklusive Matratzen und Bettzeug.
Beim Katastropheneinsatz ist es sehr wichtig, mit kleinstem Aufwand ein Optimum an Nutzen zu erreichen. Die kleinen Abmessungen verbunden mit dem geringen Gewicht dieser Schlafhüllen erleichtern den Transport grosser Stückzahlen an die entsprechenden Einsatzorte, wo sie rasch als Übernachtungsmöglichkeit eingesetzt werden können.
Aber auch im häuslichen Bereich kann sowohl die dicke Ausführung dieser Mehrzweckschlafhülle beispielsweise zum Ausruhen nach der Arbeit auf dem Balkon - auch im Winter - oder die leichte Ausführung im Haus zum Ruhen und Schlafen Verwendung finden.
Ein grosser Vorteil der hier angemeldeten Erfindung liegt darin, dass man durch Mitbenutzung der normalen Kleidung die Schlafhülle so unglaublich vielseitig nutzen kann. Durch das Weglassen oder Hinzufügen von Kleidung (bei der dicken Ausführung könnte man Mantel, Schal und Mütze darunter tragen) lässt sich auf preiswerteste Weise der perfekte Wärmeausgleich herstellen. Einer stärkeren Verschmutzung der Schlafhüllen wird dadurch entgegengewirkt, dass der Benutzer ja einen Teil seiner Kleidung darunter anbehält. Bei Einsatz bei häufig wechselnden Benutzern (in Jugendherbergen, Gefängnissen, Obdachlosenasylen) könnte man die Schlafhüllen auf einfache Weise reinigen und sterilisieren.
Der Einsatz dieser neuen Schlafhüllen, je nach Einsatzart verbunden mit der Benutzung einer mit Luft gefüllten Gummiunterlage, hätte enorme volkswirtschaftliche Vorteile. Die Variabilität in Bezug auf Einsatzmöglichkeit und Lagerhaltung, verbunden mit äusserst geringen Gestehungskosten, macht diese Erfindung so revolutionär. Der Staat könnte Millionen sparen.
Hinzu kommt ferner der Arbeitsplätze schaffende Aspekt bei der Herstellung dieser Erfindung in grossen Stückzahlen.

Claims (7)

1. Mehrzweckschlafhülle in zwei verschiedenen Ausführungen:
  • a) zur Übernachtung im Freien - auch bei leichtem Frost und Regen - bestehend aus drei Teilen:
  • - einem schlafsackähnlichen Unterteil (1),
  • - einer langen Jacke (2) und
  • - einem Kopfschutz (3),wobei alle drei Teile aus mindestens zwei Stoffschichten bestehen:
  • - innen aus einer dicken, sehr warmen lodenartigen Schicht und
  • - aussen aus einer starken wind- und wasserdichten Kunststoffschicht
    • a) für die Übernachtung in geschlossenen Räumen, bestehend aus Teil (1) und (2) - ohne Kopfschutz, bestehend aus Wolldecken­ qualität,
beide Ausführungen, (a) und (b), dadurch gekennzeichnet, dass das schlafsackähnliche Unterteil (1) folgende Merkmale aufweist:
  • - dass es sich von den Füssen bis zum Oberbauch erstreckt,
  • - dass es über den Schultern mittels über Kreuz verlaufender, längenverstellbarer Schulterträger (10) gehalten wird,
  • - dass es vorne in der Mitte über die gesamte Länge mittels Reissverschluss (12) (oder ähnlichem Verschluss wie Klett­ verschluss oder starken Druckknöpfen) von oben nach unten geöffnet und von unten nach oben geschlossen werden kann, wobei man wahlweise, je nach Dicke der Person, eine von zwei ca. 15 bis 20 cm auseinander liegenden Reissverschluss- (oder ähnlichen) Schienen zum Schliessen verwenden kann,
  • - dass es an beiden Seiten etwa in Schenkelhöhe Haken (8) aufweist, an denen man die zurückgeklappten unteren Schlaf­ sackteile mittels Ösen (9) befestigen kann, wobei der geschlossene Fussbereich nach hinten geklappt wird, um Fuss­ freiheit zum Gehen zu erzielen
und die Jacke (2) folgende Merkmale aufweist:
  • - dass sie lange Ärmel hat,
  • - dass ihre Gesamtlänge bis über die Hüften reicht,
  • - dass sie vier Aussentaschen aufweist: zwei kleinere Brusttaschen (5) im oberen vorderen Brustbereich und zwei grössere Aussentaschen (7) im unteren vorderen Bereich der Jacke, wobei alle Taschen am oberen Rand mit Laschen (16) bedeckt sind (bei der dicken Ausführung zur Übernachtung im Freien in wasserdichter Qualität),
  • - dass sie vorne mittels Reissverschluss (12) oder ähnlichem Verschluss von unten nach oben geschlossen und von oben nach unten geöffnet werden kann, wobei man wahlweise, je nach Dicke der Person, eine von zwei ca. 15 bis 20 cm auseinanderliegenden Reissverschluss- (oder ähnlichen Schienen) zum Schliessen verwenden kann.
2. Mehrzweckschlafhülle nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, dass sich am Unterteil (1) mitten unter den Füssen ein zusätzlicher Reissverschluss (11) befindet, der jedoch nicht geöffnet werden muss, um Fussfreiheit beim Gehen zu er­ möglichen.
3. Mehrzweckschlafhülle nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, dass alle drei Hauptteile (1), (2) und (3) eine gross­ zügig bemessene Einheitsgrösse für Erwachsene aufweisen, wodurch ermöglicht wird, die eigene Kleidung - auch Winter­ kleidung - darunter anzubehalten und bei dem Kopfschutz einen warmen Schal (4) und eine Mütze darunter zu tragen.
4. Mehrzweckschlafhülle nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, dass die Jacke (2) lang ist, wobei eine Überlappung (6) von mindestens 50 cm über das obere Ende des Unterteils hinausragt, zwecks Längenausgleich bei verschieden grossen Personen und besserem Kälte- und Regenschutz.
5. Mehrzweckschlafhülle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei beiden Ausführungen der Schlafhülle über sämtlichen Reissverschlüssen und Taschen klappenartige Überhänge (16) vorhanden sind, die bei der dicken, isolierenden Ausführung aus wasserdichtem Material besteht, um das Eindringen von Kälte und Regenwasser zu verhindern.
6. Mehrzweckschlafhülle nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, dass auf dem Kopfschutz (3) eine Plexiglasscheibe (13) so am oberen Rand befestigt ist, dass sie bei Bedarf wahlweise über das Gesicht herunter- und wieder hochgezogen werden kann.
7. Mehrzweckschlafhülle nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, dass der Kopfschutz (3) mittels Haken (15) an Ösen (14), die sich im Schulterbereich der Jacke in Halsnähe befinden, befestigt wird.
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