DE19725645A1 - Pumpstützdrossel - Google Patents
PumpstützdrosselInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schaltung zum Betreiben einer Last,
insbesondere eine Betriebsschaltung für eine Niederdruckentladungslampe.
Sie bezieht sich dabei vor allem auf eine Betriebsschaltung, bei der eine
gleichgerichtete Versorgungswechselspannung zum Betrieb eines Halbbrüc
kenoszillators als Frequenzgenerator für den Lampenbetrieb verwendet
wird. Die Erfindung ist gleichwohl weder auf eine Lampe als Last, noch auf
einen Halbbrückenoszillator eingeschränkt.
Ein wesentliches Kriterium für die praktische Anwendung solcher Schaltun
gen ist die elektromagnetische Verträglichkeit im Hinblick auf Einstreuun
gen ins Netz bzw. den Oberwellengehalt der Versorgungsstromentnahme.
Eine dahingehend sehr wirksame Weiterentwicklung einer solchen Schal
tung besteht in der Einführung zumindest eines Pumpzweiges zwischen der
Lastkreisseite und der Leistungsversorgungsseite der Frequenzgenerator
struktur. Die Pumpzweige enthalten als Impedanzen im allgemeinen Kon
densatoren - jedoch nicht zwangsläufig oder zwangsläufig ausschließlich.
Zum Stand der Technik wird verwiesen auf die europäischen Patente
0 244 644 B1, 0 253 224 B1 sowie 0 372 303 B1. Solche Pumpzweige dienen zur
Ladungsverschiebung innerhalb der Schaltung mit dem Ziel der Verbesse
rung der Oberwellenstruktur der Versorgungsstromaufnahme. Hinsichtlich
der elektromagnetischen Verträglichkeit wird im Rahmen dieser Erfindung
insbesondere die Norm IEC 61000/3/2, Klasse C und Klasse D, in Betracht
gezogen.
Die Beschreibung geht der Übersichtlichkeit halber von einer relativ einfa
chen Pumpzweigstruktur aus, die Fig. 1 in der EP 0 244 644 B1 entspricht.
Der genannte Stand der Technik zeigt darüber hinaus verschiedene, auch
kompliziertere Pumpzweigstrukturen. Diese und auch weitere denkbare Va
riationen sind im Gegenstand des Hauptanspruchs enthalten.
Dementsprechend geht die Erfindung aus von einer Schaltung zum Betrei
ben einer Last, insbesondere einer Niederdruckentladungslampe, mit einer
Frequenzgeneratorstruktur zur Wechselstromversorgung der Last und ei
nem Pumpzweig zur Verbesserung der elektromagnetischen Verträglichkeit
der Schaltung, der den Lastkreis mit einer Leistungsversorgungsseite der
Frequenzgeneratorstruktur verbindet.
Der Erfindung liegt dabei das Problem zugrunde, eine gattungsgemäße
Schaltung in einfacher Weise in ihren Betriebseigenschaften zu verbessern.
Dieses Problem wird dadurch gelöst, daß auf der Leistungsversorgungsseite
der Frequenzgeneratorstruktur in einem Gleichstrombereich vor dem An
schlußpunkt des Pumpzweiges in Serie zu dem Pumpzweig und zu einem
Zweig der Leistungsversorgung eine Pumpstützspule liegt, die dazu ausge
legt ist, in jedem Wechselstromzyklus der Last geladen und im wesentlichen
voll entladen zu werden.
Bevorzugte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprü
che.
Die in Fig. 1 der EP 0 244 644 B1 gezeigte Schaltung wird erfindungsgemäß
also dadurch ergänzt, daß auf der gleichgerichteten Leistungsversorgungs
seite der Frequenzgeneratorstruktur eine Pumpstützspule eingefügt wird,
und zwar leistungsversorgungsseitig vor dem Anschlußpunkt (M2) des
Pumpzweigs. Die Anspruchsformulierung ist dabei so zu verstehen, daß die
Pumpstützdrossel in jedem Bereich einer Versorgungsspannungs- oder
stromperiode, d. h. auch im Bereich der Maxima, auf sehr kleine Spulen
stromwerte entladen wird im Vergleich zum Spulenstrommaximum. D.h. die
Stromverlaufskurve ist eine immer wieder auf Null oder einen sehr kleinen
Wert (mit Lastkreisfrequenz) zurückoszillierende Kurve, wobei die Ampli
tude mit dem Zeitverlauf der gleichgerichteten (pulsierenden) Leistungsver
sorgungsspannung moduliert ist. Diese Stromeinprägungs- bzw. Ladevor
gänge der Pumpstützdrossel sorgen für eine optimale Unterstützung der
Pumpwirkung des Pumpzweiges zugunsten einer verbesserten elektroma
gnetischen Verträglichkeit. Insbesondere ergibt sich daraus auch der Vorteil,
den Pumpzweig hinsichtlich seiner Impedanz kleiner dimensionieren und
damit Kosten einsparen zu können.
Die Lage der Pumpstützdrossel in einem "Gleichstrombereich" bedeutet bei
Netz- bzw. Wechselstromleistungsversorgung eine Lage auf der gleichge
richteten Seite (pulsierender Gleichstrom) einer Gleichrichterstruktur im Un
terschied zu reinen Glättungsdrosseln auf der Wechselstromseite.
Ein wesentlicher weiterer Vorteil für die Betriebseigenschaften der Schaltung
beruht auf der Frequenzabhängigkeit der Pumpwirkung des Pumpzweiges
durch die bei steigender Arbeitsfrequenz erhöhte Pumpzykluszahl. Konven
tionell wird die Pumpwirkung dadurch nämlich verstärkt, was für den Be
trieb der Schaltung zu Schwierigkeiten führt. Insbesondere kann es durch
eine überhöhte Pumpwirkung zu übermäßigen Spannungserhöhungen an
einem mit dem Pumpzweig zusammenwirkenden Speicherelement kommen,
im allgemeinen und auch in der folgenden Beschreibung an einem
Speicher-Elektrolytkondensator (Elko).
Solche Frequenzerhöhungen treten z. B. auf, wenn der Lastkreis über die Fre
quenz des Frequenzgenerators geregelt wird, oder infolge anderer äußerer
Einflüsse. Es kommt dabei aber im allgemeinen nicht zu einem erhöhten
Verbrauch im Lastkreis, der der genannten Spannungserhöhung entgegen
wirken könnte. Vor allem im frequenzerhöhten Vorheizbetrieb eines fre
quenzgeregelten Entladungslampenlastkreises oder bei einer anderweitigen
Wirkleistungsreduktion bei Dimmbetrieb, Netzüberspannungen usw. steht
der verstärkten Pumpwirkung im Gegenteil sogar ein erniedrigter Lei
stungsverbrauch gegenüber.
Die mit zunehmender Frequenz abnehmende und mit abnehmender Fre
quenz zunehmende Pumpwirkung der Pumpstützspule wirkt dem obigen
Effekt entgegen und stützt darüber hinaus die Pumpwirkung des Pump
zweiges bei abfallender Frequenz, bei der z. B. bei Annäherung an eine Reso
nanz des Lastkreises (frequenzgeregelte Entladungslampe) die Leistungs
nachfrage steigen kann.
Die obigen Zusammenhänge gelten erst recht für zumindest in der Gesam
timpedanz kapazitive Pumpzweige wegen der Frequenzabhängigkeit ihrer
Impedanz. Zudem können die Kapazitäten wegen der Unterstützung durch
die Pumpwirkung der Pumpstützdrossel von vornherein klein ausgelegt
werden. Dies verstärkt die beschriebene Beeinflussung des Frequenzgangs
des Pumpzweiges zusätzlich.
Ein bevorzugter Anwendungsfall ist ein Halbbrückenoszillator mit zwei
Schaltelementen, etwa Feldeffekt- oder Bipolartransistoren, die das Potential
eines Mittenabgriffs zwischen zwei Zweigen einer gleichgerichteten Lei
stungsversorgung hin und her oszillieren lassen. Die Einzelheiten zu Start
vorrichtungen und Frequenzregelungen solcher Halbbrückenoszillatoren
sind Stand der Technik und dem Fachmann bekannt. Sie werden im folgen
den nicht beschrieben. Wie oben bereits erläutert, stellen dabei die lastkreis
frequenzgeregelten Halbbrückenoszillatoren Anwendungsschaltungen dar,
bei denen die Erfindung besonders wirksam eingesetzt werden kann.
Im oben zitierten Stand der Technik ist zu sehen, daß der Pumpzweig lei
stungsversorgungsseitig zwischen zwei Dioden in einem Leistungsversor
gungszweig angeschlossen sein kann. Diese Dioden sind dabei in Durchlaß
richtung im Sinn des Stromflusses der Leistungsversorgung gepolt und er
füllen somit sozusagen die Funktion eines Ventils für den Pumpzweig. D.h.
sie verbinden den Pumpzweig zu seiner Aufladung mit der Leistungsver
sorgung und zu seiner Entladung mit dem Frequenzgenerator bzw. einem
Speicherelement desselben.
Diese Ventilfunktion kann, zumindest teilweise, auch in anderer Art als mit
den beschriebenen Dioden realisiert werden. Beispielsweise kann die lei
stungsversorgungsseitige Diode durch die Wirkung eines Gleichrichters,
etwa einer Diodenbrücke, ersetzt sein. Die beschriebenen Dioden stellen je
doch in vielen Fällen eine vorteilhafte Ausführungsform dar. Aufgrund der
Tatsache, daß eine Diode zwischen der Pumpstützdrossel und dem Fre
quenzgenerator liegt und der Pumpzweig zwischen der Pumpstutzdrossel
und der Diode angeschlossen ist, kann die Erfindung dadurch weiter verbes
sert werden, daß der Pumpzweig mit einem Anschluß auf der anderen Seite
dieser Diode über einen Überbrückungskondensator verbunden wird, die
Diode also mit dem Überbrückungskondensator überbrückt wird.
Daraus ergibt sich ein erster Vorteil im Hinblick auf das bereits erwähnte
"Überpumpen" des Speicherelements, namentlich des Elkos. Durch die Fre
quenzabhängigkeit der Impedanz des hinzugefügten Überbrückungskon
densators kommt es mit steigender Frequenz zu einem zunehmenden Kurz
schließen der genannten Diode. Dadurch wird die bei niedrigerer Frequenz
und höherem Wechselstromwiderstand des Überbrückungskondensators
dem Netz entnommene Ladungsmenge für das Pumpen des Pumpzweiges
nun zwischen dem Pumpzweig, z. B. seinen Pumpkondensatoren, und dem
Speicherelement, etwa dem Elko, hin und her gepumpt. Dadurch wird die
Zunahme der dem Netz entnommenen Ladungsmenge und damit das Über
pumpen des Elkos eingeschränkt.
Ein weiterer Vorteil ergibt sich daraus, daß dieser zusätzliche Überbrüc
kungskondensator zwischen Pumpzweig und Versorgungszweig zusammen
mit kapazitiven Elementen des Pumpzweiges als Schaltentlastungskondensa
tor bzw. als sog. "Trapezkondensator" für den Frequenzgenerator, insbeson
dere für ein Schaltelement eines Halbbrücken- oder Brückenoszillators, wir
ken kann. Ein solcher Trapezkondensator wird im Stand der Technik zur
Dämpfung der Potentialsprünge des vom Frequenzgenerator erzeugten Po
tentials verwendet, also beispielsweise des Mittenabgriffpotentials eines
Halbbrückenoszillators. Dies ergibt sich anschaulich gesagt daraus, daß das
genannte oszillierende Potential nach einem Schaltpunkt nicht im wesentli
chen "ungebremst" steigen oder fallen kann, sondern durch den notwendi
gen Umladevorgang des Trapezkondensators gebremst wird. Damit wird die
Flankensteilheit eines angenäherten Rechteckpotentials verringert und ein
trapezförmiger Potentialverlauf erreicht, was der elektromagnetischen Ver
träglichkeit der Gesamtschaltung zugute kommt.
Die Nachteile eines solchen Trapezkondensators lassen sich beispielhaft an
der EP 0 244 644 B1 verdeutlichen. Wenn dort (in Fig. 1) einem der beiden
Schalter ein Trapezkondensator parallelgeschaltet würde (zwischen Mitten
abgriff und Versorgungszweig), so würde dieser mit der am Mittenabgriff
angeschlossenen Pumpkapazität des Pumpzweiges parallelgeschaltet wir
ken. D.h. er würde je nach Lage parallel zum pumpzweigseitigen oder zum
anderen Schalter entweder mit auf- bzw. entladen oder gegenläufig bei Auf
ladung des Pumpkondensators entladen und bei Entladung der Pumpkon
densatoren aufgeladen werden. Die resultierende effektive Kapazität führt
zu technischen Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der begrenzten
Blindleistungsspeicherung im Leistungskreis. Dies gilt vor allem für den Be
reich des Maximums einer Netzversorgungsspannung, in dem durch die
frühe Aufladung der Pumpkapazität die frequenzgeneratorseitige Ventildi
ode bereits früh leitend wird.
Auch kommt es bei im Vergleich zur Speicherelementspannung (Elko-Span
nung) geringer Aufladung der Pumpkapazität zu einem entsprechenden
schärferen Potentialsprung des Ausgangspotentials des Frequenzgenerators
(Mittenabgriffpotential des Halbbrückenoszillators), bis die genannte Diode
leitend wird.
Durch die Reihenschaltungswirkung des zusätzlichen Überbrückungskon
densators mit den Kapazitäten des Pumpzweiges, insbesondere der am Mit
tenabgriff angeschlossenen, ergibt sich eine die obigen Schwierigkeiten ver
meidende und einen weiteren Trapezkondensator erübrigende Gesamtfunk
tion, und zwar unabhängig vom Leitungszustand der genannten Diode.
In einer einfachen, aber dennoch wirkungsvollen Ausführungsvariante ist
der Pumpzweig nur über einen Kondensator mit dem Lastkreis verbunden.
Vor allem bei Lampenbetriebsschaltungen ist im allgemeinen im Lastkreis
eine Lampenspule (Resonanzdrossel) vorgesehen. Der Pumpzweig kann re
lativ zu dieser Spule auf unterschiedliche Art angeschlossen sein. Es ist im
übrigen, auch für den Gesamtzusammenhang der Erfindung, festzustellen,
daß natürlich auch zwei oder mehrere Pumpzweige vorhanden sein können,
die jeweils unterschiedlich am Lastkreis angreifen können.
Eine für Stromspitzen aus dem Pumpzweig dämpfende Wirkung ergibt sich
dabei, wenn statt eines bezüglich der Lampenspule lastseitigen Anschlusses
ein Zwischenabgriff der Lampenspule verwendet wird, so daß ein Teil der
Lampenspule als Dämpfungsdrossel für hochfrequente Stromkomponenten
wirkt. Dies gilt natürlich auch bei zwei oder mehr Anschlußpunkten des
oder der Zweige am Lastkreis. Insbesondere kann der Pumpzweig über zwei
parallele Kondensatoren am Lastkreis angeschlossen sein, von denen einer
an dem genannten Zwischenabgriff liegt und der andere frequenzgenerator
seitig an der Spule. Die beschriebene Stromspitzendämpfung macht vor al
lem Sinn, wenn der Wechselstrom im Lastkreis zu einer signaltechnischen
Verwertung erfaßt wird, etwa über einen Widerstand.
Es kann jedoch auch vorteilhaft sein - wie im zitierten Stand der Technik - bei
zwei parallelen Kondensatoren des Pumpzweiges je eine lastseitige und eine
frequenzgeneratorseitige Verbindung bezüglich der Spule mit dem Lastkreis
zu wählen.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann der bereits
angesprochene Überbrückungskondensator beispielsweise mit zwei Dioden
und einem weiteren Kondensator so verschaltet werden, daß der letztere
Kondensator von dem Lade- oder Entladestrom des Überbrückungskonden
sators geladen wird. Aus dem letzteren Kondensator kann dann eine Steu
ereinrichtung für den Frequenzgenerator, etwa eine integrierte Steuerschal
tung für den Halbbrückenoszillator, versorgt werden.
Im folgenden werden konkrete Ausführungsbeispiele für die Erfindung an
hand der Fig. 1 bis 5 erläutert. Dabei beschriebene Merkmale und Einzelhei
ten können natürlich auch für sich oder in anderen als den gezeigten Kombi
nationen erfindungswesentlich sein.
Die Fig. 1 bis 5 zeigen jeweils eigene Ausführungsbeispiele, die sich vonein
ander bezüglich der Anordnung und dem Aufbau des Pumpzweigs unter
scheiden. Die gestrichelt eingezeichneten Linien dienen der Veranschauli
chung erfindungsgemäßer Vorteile, sind aber nicht Bestandteil der Ausfüh
rungsbeispiele.
In Fig. 1 liegt an den links gezeichneten Anschlußpunkten mit UN(t) eine
gleichgerichtete Netzspannung (pulsierende Gleichspannung) an, wobei zu
weiteren Einzelheiten auf den zitierten Stand der Technik verwiesen wird.
Von diesen Anschlußpunkten führen zwei Versorgungszweige zu einem da
zwischengeschalteten Elektrolytkondensator (Elko) als Speicherelement und
einer parallel zum Elko zwischen den Versorgungszweigen liegenden Oszil
latorhalbbrücke mit zwei Schaltern S1 und S2. Vom Mittenabgriff M1 ausge
hend liegt jeweils eine Freilaufdiode D3 bzw. D4 zu jedem der Schalter paral
lel.
Der Mittenabgriff M1 ist ferner über zunächst eine Lampenspule L2 und
dann eine Parallelschaltung aus einer Niederdruckentladungslampe E und
einem Resonanzkondensator C4 sowie einen Gleichstromtrennkondensator
C5 und einen Meßwiderstand R1 für den Lastkreisstrom mit dem unteren
negativen Versorgungszweig verbunden.
Im oberen Bereich des Schaltdiagramms ist ein über zwei parallele Konden
satoren C2 und C3 jeweils mit einem Anschlußpunkt unmittelbar vor bzw.
unmittelbar hinter der mittenabgriffseitigen Lampenspule L2 verbundener
Pumpzweig eingezeichnet, der am positiven Versorgungszweig leistungs
versorgungsseitig, also links, vom Elko angeschlossen ist. Dieser letztere An
schlußpunkt liegt zwischen zwei in Durchlaßrichtung für den Stromfluß der
Leistungsversorgung gepolten Dioden D1 und D2, die ebenfalls leistungs
versorgungsseitig vor dem Elko angeordnet sind. Der Pumpzweig besteht
also aus zwei Pumpkondensatoren C2 und C3 mit den Anschlußleitungen
zum Lastkreis und zum Versorgungszweig.
Zwischen dem genannten Anschlußpunkt des Pumpzweiges und der lei
stungsversorgungsseitigen Diode D1 liegt eine erfindungsgemäße Pump
stützdrossel L1, und zwischen dem Anschlußpunkt des Elkos am positiven
Versorgungszweig und dem Pumpzweig liegt ein erfindungsgemäßer Über
brückungskondensator C1 zur Überbrückung der Diode D2.
Die prinzipielle Funktion des Halbbrückenoszillators besteht darin, daß
durch alternierende Schaltbetätigung der Schalter S1 und S2 das Potential
des Mittenabgriffs M1 zwischen dem des positiven Versorgungszweiges und
dem des negativen Versorgungszweiges hin- und hergeschoben wird. Damit
ergibt sich sozusagen eine "Zerhackeroszillation", die zum Wechselstrombe
trieb des Lastkreises mit der Niederdruckentladungslampe E und über die
Betriebsfrequenz des Halbbrückenoszillators zur Regelung des Betriebszu
standes der Niederdruckentladungslampe E dient. Diese Grundschaltung ist
allgemein bekannt, so daß zu weiteren Einzelheiten auf den zitierten Stand
der Technik und die dort zu findenden Literaturhinweise verwiesen werden
kann.
Der Pumpzweig verbindet die über die Kondensatoren C2 und C3 gelieferte
hochfrequente Wechselspannung aus dem Lastkreis je nach der Differenz
zwischen der Versorgungseingangsspannung UN(t) und der Spannung am
Elko halbwellenalternierend (bezüglich der Lastkreisfrequenz) mit der einen
bzw. der anderen der beiden genannten Spannungen auf der Leistungsver
sorgungsseite des Halbbrückenoszillators. Die Ladungsverschiebung durch
den Pumpzweig verringert insbesondere die Schärfe der Ladungsaufnahme
durch den Elko, die sonst bei Gleichheit der Elko-Spannung mit der momen
tanen Versorgungsspannung plötzlich ein- bzw. aussetzen würde. Daraus
würden vor allem auch starke niedere harmonische Oberwellen der Netzfre
quenz resultieren, die z. B. mit Glättungsdrosseln auf der Wechselstromseite
praktisch nicht ausgefiltert werden können. Mit dem Pumpzweig strebt man
im Gegensatz dazu eine ständige Nachladung des Elkos an - moduliert mit
der Lastkreisfrequenz. Diese lastkreisfrequente Störung ist gut ausfilterbar,
wie im Stand der Technik bekannt, so daß sich insgesamt eine deutliche Ver
besserung des Oberwellengehalts der Netzstromentnahme ergibt. Zu weite
ren Einzelheiten hierzu und zu auch im Rahmen der Erfindung denkbaren
komplizierteren Pumpzweigaufbauten wird auf den zitierten Stand der
Technik verwiesen.
Wie eingangs bereits erläutert, dient die erfindungsgemäße Pumpstützdros
sel L1 einerseits zur Unterstützung der Pumpwirkung, so daß die Kondensa
toren C2 und C3 kleiner ausgelegt sein können. Andererseits beeinflußt sie
die Frequenzabhängigkeit der geschilderten Pumpwirkung und verhindert
damit Überspannungen am Elko. Diese können - wie eingangs erläutert -
durch die mit zunehmender Frequenz steigende Pumpleistung des kapaziti
ven Pumpzweiges bei gleichzeitig verminderter Leistungsaufnahme durch
die zunehmende Phasenverschiebung im Lastkreis entstehen.
Erfindungsgemäß wird ferner die Diode D2 mit dem Überbrückungskon
densator C1 überbrückt, so daß bei steigender Frequenz durch den sinken
den Wechselstromwiderstand des Kondensators C1 mehr und mehr ein Hin- und
Herpumpen von Ladung zwischen dem Elko und dem Lastkreis an die
Stelle einer zusätzlichen Ladungsaufnahme von der Leistungsversorgung
tritt.
Ferner wirkt der Überbrückungskondensator C1 in Serienschaltung mit dem
Kondensator C2 als Trapezkondensator für den Schalter S1, weil die Serien
schaltung diesem parallel liegt. Daher erübrigt sich ein eigener Trapezkon
densator CT, wie er gestrichelt für den Schalter S2 gezeichnet ist, genauso
aber auch parallel zu S1 liegen könnte. Man erkennt in Fig. 1, daß der gestri
chelt gezeichnete Trapezkondensator CT bei einer Potentialverschiebung am
Mittenabgriff M1 mit dem Kondensator C2 und gegenläufig zu diesem gela
den werden muß, d. h. bei Aufladung von C2 entladen und bei Entladung
von C2 aufgeladen werden muß. Damit wirken die Kondensatoren CT und
C2 effektiv parallelgeschaltet. Eine entsprechende Wirkung ergäbe sich bei
gleichsinniger Auf- und Entladung, wenn der Trapezkondensator CT paral
lel zu dem Schalter S1 läge.
Durch das Weglassen des Trapezkondensators CT werden Schwierigkeiten
mit der Entladung des Kondensators C2 und der Aufladung des Trapezkon
densators CT nach dem Ausschalten des Schalters S2 vermieden, die vor al
lem in der zeitlichen Umgebung des Netzspannungsmaximums mit entspre
chend früher Aufladung des Pumpkondensators C2 auf die Elko-Spannung
und entsprechendem Übergang der Diode D2 in den leitenden Zustand auf
treten würden. Ferner ist die Serienschaltung der Kondensatoren C1 und C2
dazu geeignet, "ungebremste" Potentialsprünge am Mittenabgriff M1 abzu
fangen, die die elektromagnetische Verträglichkeit verschlechtern würden.
Wenn die Diode D2 leitend wird, kann sich C2 seiner Funktion als Pump
kondensator entsprechend und ungestört von dem Kondensator C1 direkt in
den Elko entladen. Entsprechendes gilt für das Ausschalten des anderen
Schalters S1.
Daraus ergibt sich, daß die Pumpe insgesamt so ausgelegt sein muß, daß die
Ladungsentnahme aus dem Elko durch das Aufladen des Kondensators C1
beim Einschalten des Schalters S2 nicht zu groß wird und die Pumpstütz
spule L1 so geladen werden kann (Stromeinprägung), daß sich eine ausrei
chend hohe Elko-Spannung ergibt.
Die geschilderten Funktionen finden sich analog in den Schaltungsbeispielen
in den Fig. 2 und 3. In Fig. 2 ist der Pumpzweig lediglich zur negativen Seite
der Leistungsversorgung gelegt, verbindet also den entsprechenden An
schlußpunkt des negativen Versorgungszweiges mit dem Lastkreis, und
zwar mittenabgriffseitig von der Niederdruckentladungslampe E. Der in
Fig. 2 gestrichelt eingezeichnete Trapezkondensator CT entspricht der im
Zusammenhang mit Fig. 1 geschilderten Situation einer Parallelschaltung des
Trapezkondensators CT zum Schalter S1.
Fig. 3 wiederum zeigt ein Schaltungsbeispiel, das dem aus Fig. 1 bis auf den
lastkreisseitigen Anschluß des Pumpzweiges über den Pumpkondensator C3
entspricht. Dieser ist an einem Mittenabgriff der Lampenspule L2 ange
schlossen, so daß sich der zwischen dem Mittenabgriff und der Niederdruck
entladungslampe E verbleibende Teil der Spule als Dämpfungsdrossel für
Stromspitzen aus dem Pumpzweig ergibt. Im Beispiel aus Fig. 1 gehen diese
Stromspitzen ungefiltert in den Strom durch die Niederdruckentladungs
lampe E und den Resonanzkondensator C4 ein und werden somit bei einer
Messung über den Widerstand R1 mit erfaßt. Dadurch kann es zu erhebli
chen Störungen in der signaltechnischen Verarbeitung kommen. Der Wider
stand R1 kann natürlich auch zwischen dem Gleichstromtrennkondensator
C5 und der Niederdruckentladungslampe E oder zwischen dieser und der
Lampenspule L2 liegen. Selbstverständlich ist auch in dem Schaltungsbei
spiel nach Fig. 2 ein Anschluß des Pumpkondensators C3 an einem Mitten
abgriff der Lampenspule L2 denkbar.
Fig. 4 zeigt ein Schaltungsbeispiel, das sich von dem aus Fig. 3 nur dadurch
unterscheidet, daß der Pumpkondensator C2 weggelassen worden ist. Die
Pumpleistung des Pumpzweiges wird dabei durch die genaue Lage des Mit
tenabgriffs an der Lampenspule eingestellt. Die gezeigte Vereinfachung wird
jedoch durch den Nachteil erkauft, daß die Serienschaltung der Kondensato
ren C1 und C3 nicht mehr direkt parallel zum Schalter S2 liegt bzw. nicht
mehr direkt am Mittenabgriff M1 der Halbbrücke angeschlossen ist. Um die
sen Nachteil zu beheben, müßte anstatt des eingesparten Kondensators ein
zusätzlicher Trapezkondensator CT hinzugeführt werden (gestrichelt einge
zeichnet). Dessen Nachteile sind oben bereits erläutert worden.
Fig. 5 zeigt eine Möglichkeit, dem erfindungsgemäßen Überbrückungskon
densator C1 eine weitere vorteilhafte Funktion zu geben. Er ist über zwei
Dioden D5 und D6 mit einem Kondensator C6 verbunden. Dabei ersetzt die
Schaltung aus den Dioden und dem Kondensator C6 den Anschlußpunkt des
Überbrückungskondensators C1 am Zweig der Leistungsversorgung - vgl.
Fig. 2.
Die Dioden D5 und D6 sind mit den Kondensatoren C1 und C6 so verschal
tet, daß der Strom aus dem Kondensator C1 durch die Diode D6 den Kon
densator C6 auflädt, der umgekehrte Strom aber über die Diode D5 und
nicht aus dem Kondensator C6 gezogen wird. Dadurch kann dieser als Ener
giequelle für eine andere Einrichtung verwendet werden, z. B. für eine inte
grierte Steuerschaltung für die Schalter S1 und S2 der Halbbrücke. Damit
entfällt die Notwendigkeit einer unabhängigen Leistungsversorgung hierfür.
Durch die Wahl einer Zenerdiode D5 kann die Spannung am Kondensator
C6 eingestellt werden, so daß z. B. Überspannungen an einem Steuerungschip
vermieden werden können.
Claims (8)
1. Schaltung zum Betreiben einer Last, insbesondere einer Niederdruck
entladungslampe (E), mit einer Frequenzgeneratorstruktur zur Wech
selstromversorgung der Last und einem Pumpzweig zur Verbesserung
der elektromagnetischen Verträglichkeit der Schaltung, der den Last
kreis mit einer Leistungsversorgungsseite der Frequenzgeneratorstruk
tur verbindet, dadurch gekennzeichnet, daß
- - auf der Leistungsversorgungsseite der Frequenzgeneratorstruktur in einem Gleichstrombereich vor dem Anschlußpunkt des Pump zweiges in Serie zu dem Pumpzweig und zu einem Zweig der Lei stungsversorgung eine Pumpstützspule (L1) liegt, die dazu ausge legt ist, in jedem Wechselstromzyklus der Last geladen und im we sentlichen voll entladen zu werden,
- - der Anschlußpunkt des Pumpzweiges zwischen der Pumpstütz drossel (L1) und einer in Durchlaßrichtung für die Leistungsver sorgung gepolten Diode (D2) liegt und
- - die Diode (D2) mit einem Überbrückungskondensator (C1) über brückt ist.
2. Schaltung nach Anspruch 1, bei der die Frequenzgeneratorstruktur ein
Halbbrückenoszillator mit zwei Schaltelementen (S1, S2) ist.
3. Schaltung nach Anspruch 1 oder 2, bei der der Betriebszustand der Last
über die Wechselstromfrequenz des Lastkreises geregelt wird.
4. Schaltung nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der auf der
Leistungsversorgungsseite seriell vor der Pumpstützdrossel (L1) eine in
Durchlaßrichtung für die Leistungsversorgung gepolte Diode (D1)
liegt.
5. Schaltung nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der der Pump
zweig nur über einen Kondensator (C3) mit dem Lastkreis verbunden
ist.
6. Schaltung nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der der Pump
zweig an einem Zwischenabgriff einer Lampenspule (L2) angeschlossen
ist, insbesondere wenn der Wechselstrom im Lastkreis über einen Wi
derstand (R1) zur signaltechnischen Verwertung erfaßt wird.
7. Schaltung nach einem der vorstehenden Ansprüche außer Anspruch 5,
bei der der Pumpzweig über zwei parallele Kondensatoren (C2, C3) mit
dem Lastkreis verbunden ist, wobei die eine Verbindung frequenzgene
ratorseitig von der Lampenspule (L2) und die andere Verbindung last
seitig von der Lampenspule (L2) oder an dem Zwischenabgriff der
Lampenspule (L2) angreift.
8. Schaltung nach Anspruch 1, auch in Verbindung mit einem weiteren
der vorstehenden Ansprüche, bei der der Lade- und/oder Entlade
strom des Überbrückungskondensators (C1) zum Laden eines Energie
speichers, etwa eines Kondensators (C6), zur Versorgung einer Steuer
einrichtung für den Frequenzgenerator verwendet wird.
Priority Applications (10)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19725645A DE19725645A1 (de) | 1997-06-18 | 1997-06-18 | Pumpstützdrossel |
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