DE19725453C2 - Verfahren zur Herstellung einer Hohlwelle - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer HohlwelleInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer
Hohlwelle gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Derartige Hohlwellen werden insbesondere bei Getrieben ein
gesetzt, bei denen ein möglichst geringes Trägheitsmoment
verlangt wird. Es ist bekannt, derartige Hohlwellen durch
Rundkneten herzustellen. Dieses bekannte Verfahren ist al
lerdings auf Hohlwellen mit relativ geringen Änderungen am
Außendurchmesser begrenzt. Bei der Fertigung von mehreren
Wellenabsätzen mit unterschiedlichen Durchmessern muß für
jeden Durchmesser ein entsprechender Knetbackensatz einge
baut werden. Für Hohlwellen mit mehreren Wellenabsätzen ist
dieses Fertigungsverfahren daher kaum wirtschaftlich.
Ferner gibt es das Verfahren des Querwalzens zur Herstellung
von Hohlwellen. Hier ist der Nachteil gegeben, daß aufgrund
des Verfahrens ungleichmäßige Wanddicken während der Umfor
mung entstehen können. Die hierdurch verursachte Unwucht
kann, wenn überhaupt, nur unter einem erhöhten Aufwand be
seitigt werden. In manchen Fällen beispielsweise bei für
hohe Drehzahlen vorgesehenen Hohlwellen, ist dieses Ver
fahren grundsätzlich nicht geeignet.
Aus der DE 195 11 963 A1 geht ein Verfharen zur Herstellung
rotationssymmetrischer metallischer Werkstücke, insbesonde
re von Riemenscheiben hervor. Das Verfahren verwendet als
Ausgangswerkstück einen rohrförmigen Rohling. Dieser rohr
förmige Rohling wird an seinen Endbereichen abgestützt,
während er in seinem mittleren Bereich durch aufeinander
folgende Umformschritte in seinem Durchmesser reduziert
wird. Es entsteht ein Zwischenerzeugnis, welches im umge
formten mittleren Bereich zum Bilden von zwei Riemenschei
ben halbiert wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein
Verfahren anzugeben, mit dem Hohlwellen bei einer großen
Gestaltungsfreiheit und hoher Formgenauigkeit wirtschaft
lich gefertigt werden können.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren mit
den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Mit diesen Verfahren kann auf einem Drückwalzzentrum in
einfacher Weise aus einem Rohr eine Hohlwelle mit einer
gewünschten Wanddicke und einer definierten Außenkontur
hergestellt werden. Die Oberflächengüte der geformten Hohl
welle wird dabei durch die Qualität und Struktur der Pro
filwalzenoberfläche beeinflußt. Durch die Verformung des
Materials während des Walzvorganges wird eine verfestigte
Oberfläche geschaffen. Durch Abstützung der Hohlwelle von
mehreren Seiten können zudem enge Toleranzbereiche erreicht
werden, so daß keine oder kaum mehr eine Nachbearbeitung
der Wellenkontur notwendig ist. Selbst komplexe Wellenkon
turen können mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren schnell und materialsparend und somit
umweltschonend hergestellt werden. Da insgesamt eine Festigkeits
erhöhung bei der Umformung stattfindet, können günstigere Werk
stoffe mit einer geringeren Ausgangsfestigkeit verwendet werden.
Hinsichtlich einer gezielten Wanddickeneinstellung ist es nach der
Erfindung vorteilhaft, daß vor dem Einziehen die Profilrolle an
das Rohr angedrückt und definiert axial verfahren wird und dabei
die Wanddicke des Rohres lokal verändert wird. Nachdem das einge
spannte Rohr in Drehung versetzt worden ist, fahren die Supporte
mit den Walzeneinheiten gleichzeitig vor. Das Vorfahren kann mit
unterschiedlichen Vorschubgeschwindigkeiten der einzelnen Profil
walzen zueinander in bestimmten Bereichen des Vorschubweges erfol
gen. Während dieser Phase kann unabhängig von beiden Seiten des
Werkzeuges eine definierte axiale Bewegung relativ zu den Profil
walzen durchgeführt werden. Als Bezugspunkt für diese Bewegung
gilt die Profilwalze mit dem Fertigprofil der zu formenden Hohl
welle. Dadurch wird axial dem Umformbereich links und rechts neben
dem größten Durchmesser der Fertigprofilwalze Material zugeschoben
oder entzogen, je nach Art der Formgebung und der gewünschten Ma
terialverdickung oder Materialausdünnung im Bereich der Hohlwelle.
Eine andere vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung besteht
darin, daß ein zweiteiliges Drückwerkzeug verwendet wird und daß
beim Spannen ein erstes Teil des Drückwerkzeuges an einem Ende des
Rohres und ein zweites Teil des Drückwerkzeuges am anderen Ende
des Rohres eingebracht wird. Die beiden Teile des stabförmigen
Drückwerkzeuges können gestuft ausgebildet sein, wobei die jeweils
weiter innenliegende Stufe einen geringeren Durchmesser als eine
außenliegende Stufe hat, so daß die beiden Teile des Drückwerkzeu
ges hinterschneidungsfrei sind und nach dem Umformen problemlos
aus dem umgeformten Rohr gezogen werden können. Auf diese Weise
kann eine Innenkontur an der Hohlwelle erzeugt werden, welche in
einem mittleren Bereich den kleinsten Durchmesser und nach außen
hin einen zunehmenden Durchmesser aufweist.
Um möglichst enge Maßtoleranzbereiche an der zu fertigenden Hohl
welle zu erzielen, ist es erfindungsgemäß vorgesehen, daß zum Um
formen mehrere Profilwalzen eingesetzt werden, welche gleichmäßig
um das Rohr verteilt radial zugestellt werden. Die Profilwalzen
können dabei mit unterschiedlichen Profilen ausgebildet sein. Alle
Profilwalzen haben gemeinsam einen Durchmesserbereich, der den
Fertigdurchmesser in einem bestimmten Bereich der fertigen Hohl
welle kontaktiert. Damit ist sichergestellt, daß während der ge
samten Umformung das umzuformende Rohr durch mindestens zwei oder
vorzugsweise drei Profilwalzen gestützt und damit stets auf Rund
lauf vom Innen- zum Außendurchmesser gehalten wird. Die einzelnen
Profile werden auf den für diese Profilwalze vorgesehenen Um
formanteil abgestimmt und sind entlang der nahezu gesamten Werk
stücklänge ausgebildet. Damit wird eine gleichmäßig verteilte Um
formung auf dem Umfang des zu bearbeitenden Rohres während der ge
samten Umformung bei gleichzeitiger Abstützung des Rohrkörpers
hergestellt. Der Umformanteil der einzelnen Profilwalzen richtet
sich dabei nach der Wanddicke oder dem Volumen des umzuformenden
Rohres im Umformbereich. Der Umformanteil kann je nach Werkstück
art unterschiedlich sein.
Die Erfindung ist dadurch weitergebildet, daß beim Umformen die
Profilwalzen jeweils durch mindestens eine Stützwalze abgestützt
werden und daß die Profilwalzen durch die Stützwalzen radial
und/oder axial geführt werden. Um das eingespannte Rohr herum sind
verschiedene Profilwalzen angeordnet, die auf einzelnen, unabhän
gig voneinander verfahrbaren Supporten gelagert sind. Aufgrund der
großen Durchmesserunterschiede an der zu formenden Hohlwelle wer
den die Profilwalzen durch Stützwalzen unterstützt. Dies ermög
licht, geführte Profilwalzen in kleinen Durchmesserbereichen mit
einer für den Durchmesserbereich großen Walzensteifigkeit einzu
setzen. Je nach Größe der Profilwalze kann die Stützwalze sowohl
die axiale als auch die radiale Lagerung oder Führung übernehmen.
Damit ein tragfähiger Kontakt zwischen Profil- und Stützwalze ge
geben ist, kann die Aufhängung der Profilwalze mit der Möglichkeit
einer in beiden Richtungen begrenzten radialen Verschiebung von
wenigen Millimetern ausgerüstet sein.
Eine qualitativ gute Werkstückoberfläche wird erfindungsgemäß da
durch erreicht, daß zum Einformen von Bereichen starker Durchmes
seränderungen geteilte Profilwalzen eingesetzt werden, die beim
Umformen mit unterschiedlicher Geschwindigkeit rotieren. Die Pro
filwalze kann dabei je nach Größe des Durchmesserunterschiedes der
einzelnen Werkstückbereiche in ihrer Länge unterteilt sein. Die
einzelnen Teile der Profilwalze sind unabhängig voneinander an ei
nem gemeinsamen Drehbolzen gelagert. Damit wird die Möglichkeit
unterschiedlicher Drehzahlen einzelner Teile der Profilwalze in
verschiedenen Durchmesserbereichen geschaffen, wodurch eine uner
wünschte Relativbewegung im Kontaktbereich von Werkstück und Pro
filwalze reduziert wird. Damit die einzelnen Profilwalzen sich den
Stützwalzen axial anpassen können, sind die Profilwalzen selbst
ohne Stützwalzenkontakt axial begrenzt verschiebbar.
Eine erfindungsgemäße Verfahrensvariante ist dadurch gekennzeich
net, daß nach dem Entfernen des Drückwerkzeuges zumindest ein Ende
des Rohres weiter eingezogen und geschlossen wird. Das Ende oder
die Enden der geformten Hohlwelle können nach bekannten Drück- und
Drückwalzverfahren geschlossen werden. Bei Verschließen beider En
den kann eine Welle geschaffen werden, in die keine Fremdstoffe
eindringen können, welche jedoch gegenüber Vollmaterialwellen ein
deutlich verringertes Trägheitsmoment besitzt.
Eine andere Weiterbildung des Verfahrens besteht darin, daß an der
Hohlwelle eine Verzahnung ausgebildet wird. Die Verzahnung kann
sowohl spanabhebend als auch spanlos gefertigt werden. Im letzte
ren Fall kann die Verzahnung ebenfalls auf dem Drückwalzzentrum
durch radiales Zustellen einer Profilrolle mit einer Innen- oder
Außenverzahnung oder durch Andrücken an einen außenverzahnten
Drückdorn durchgeführt werden. Die Verzahnung wird insbesondere an
den Wellenabsätzen eingeformt, an welchen vorausgehend zu diesem
Zweck eine Materialverdickung beim Umformen erzeugt wurde.
Bei einer anderen Ausführungsform ist es von Vorteil, daß die
Hohlwelle auf ein vorgesehenes Maß abgelängt und spanabhebend end
bearbeitet wird. Hierbei können insbesondere Lagersitze an der
Hohlwelle durch Drehen oder Schleifen gefertigt werden.
Die Erfindung wird weiter anhand von bevorzugten Ausführungsbei
spielen erläutert, welche schematisch in den Zeichnungen gezeigt
sind. In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine Querschnittsansicht durch eine erfindungs
gemäß hergestellte Hohlwelle;
Fig. 2 bis 7 Querschnittsansichten durch ein Werkstück nach
Durchführung einzelner Verfahrensschritte gemäß
der Erfindung;
Fig. 8 eine Querschnittsansicht durch eine Vorrichtung
zur Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
und
Fig. 9 eine schematische Vorderansicht zu der Vorrich
tung von Fig. 8.
Eine erfindungsgemäß gefertigte Hohlwelle 20 ist in Fig. 1 im
Querschnitt dargestellt. In die Hohlwelle 20 ist eine Außenkontur
21 mit einem ersten Wellenabsatz 23, einem zweiten Wellenabsatz 24
und einem dritten Wellenabsatz 25 eingeformt, zwischen denen ein
erste Durchmesserverengung 26 bzw. eine zweite Durchmesserveren
gung 27 angeordnet sind. Um ein möglichst geringes Trägheitsmoment
der Hohlwelle 20 zu erreichen, verläuft eine Innenkontur 22 weit
gehend parallel zu der Außenkontur 21. So sind an der Innenkontur
22 in den Bereichen der Wellenabsätze 23, 24, 25 eine erste Hin
terschneidung 28, eine zweite Hinterschneidung 29 bzw. eine dritte
Hinterschneidung 30 ausgebildet. Auf der in der Fig. 1 linken Seite
der Hohlwelle 20 ist ein geschlossenes Ende 31 geformt, während
auf der anderen Seite ein offenes Ende 32 gebildet ist, durch wel
ches ein Zugang zu dem Hohlraum der Hohlwelle 20 besteht. Die
Hohlwelle 20 ist insgesamt rotationssymmetrisch zu einer Mit
tenachse 37 ausgebildet.
Die Innenkontur 22 weist im Bereich der ersten Durchmesserveren
gung 26 einen ersten Innendurchmesser 33 auf, der sich bei einer
Wellenstufe 38 zu einem zweiten Innendurchmesser 34 erweitert. Der
an das geschlossene Ende 31 angrenzende Bereich der Innenkontur 21
weist einen dritten Durchmesser 35 auf, welcher kleiner als der
erste Innendurchmesser 33 und der dazwischen angeordneten ersten
Hinterschneidung 28 ist. Das offene Ende 32 besitzt einen vierten
Innendurchmesser 36, welcher kleiner als der zweite Innendurchmes
ser 34 ist.
Die einzelnen Fertigungsschritte zur Herstellung der Hohlwelle 20
aus einem Rohr 10 gehen aus den Fig. 2 bis 7 hervor. Das auf Maß
abgelängte Rohr 10 wird in ein Drückwalzzentrum eingespannt und um
seine Mittenachse 37 in Rotation versetzt. Über die gesamte Länge
des rotierenden Rohres 10 werden eine oder mehrere Profilwalzen
radial zugestellt, die ein Profil aufweisen, welches an die zu
formende Außenkontur 21 angepaßt ist. Durch das radiale Zustellen
der Profilwalzen wird die Wandung des Rohres 10 entsprechend dem
Profil eingezogen. Dieser Umformschritt ist beendet, wenn die
Rohrwandung in vorgesehenen Bereichen an einem innerhalb des Roh
res 10 angeordneten Drückwerkzeug anliegt und die Außenkontur 21
in dem Mittenbereich der zu formenden Hohlwelle 20 ausgeformt ist.
Die so geformte Außenkontur 21 weist einen zweiten Wellenabsatz 24
und einen dritten Wellenabsatz 25 auf, dessen Außendurchmesser dem
Ausgangsdurchmesser des Rohres 10 entspricht. Da beim Umformen die
angrenzenden Bereiche der Wellenabsätze stärker eingezogen wurden,
hat sich an den Innenseiten des zweiten und dritten Wellenabsatzes
24, 25 eine zweite bzw. dritte Hinterschneidung 29, 30 ausgebil
det.
Anschließend wird das Drückwerkzeug axial zu beiden Seiten aus dem
Werkstück heraus gefahren, so daß die Werkstückenden fertig ge
formt werden können. Der in der Zeichnung linksseitige Abschnitt
des Werkstücks wird weiter radial eingezogen, wobei ein erster
Wellenabsatz 23 mit einer ersten Hinterschneidung 28 ausgeformt
wird. In einem außenliegenden Bereich wird das Werkstück sogar so
weit umgeformt, daß ein geschlossenes Ende 31 entsteht. Das andere
Ende wird bei diesem Ausführungsbeispiel zunächst abgelängt und in
einem darauf folgenden Umformschritt weiter radial eingezogen und
zu einem offenen Ende 32 geformt. Abschließend werden die beiden
Enden 31, 32 in einem Abtrennschritt bearbeitet, so daß die ferti
ge Hohlwelle 20 entsteht, welche bereits im Zusammenhang mit Fig.
1 erläutert ist.
Eine Vorrichtung 50 zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfah
rens ist in den Fig. 8 und 9 dargestellt. Die Vorrichtung 50 weist
ein mit einer Spindel eines Drückwalzzentrums verbundenes Drück
werkzeug 51 und drei, in einem Winkel um 120° zueinander versetzt
angeordnete Walzeneinheiten 60a, 60b, 60c auf.
Das Drückwerkzeug 51 ist zweiteilig aufgebaut und umfaßt einen in
der Zeichnung linksseitigen ersten Teil 52 mit einem ersten Drück
dorn 54 und ein rechtsseitiges zweites Teil 53 mit einem zweiten
Drückdorn 55 auf. Die beiden Teile 52, 53 sind relativ zueinander
entlang einer Mittenachse 37 axial verfahrbar. Zum Einspannen ei
nes Werkstücks befinden sich die beiden Teile 52, 53 des Drück
werkzeuges 51 in einer auseinandergefahrenen Stellung, aus welcher
die zum Spannen des Werkstücks aufeinanderzu verfahren werden. Der
erste Drückdorn 54 besitzt drei zylindrische Abschnitte mit je
weils zum freien Ende hin abnehmenden Durchmesser. Der zweite
Drückdorn 55 umfaßt zwei zylindrische Abschnitte, wobei an dessen
freiem Ende eine Zentrierbohrung 56 vorgesehen ist. In die Zen
trierbohrung 56 ist das freie Ende des ersten Dorns 54 zum Spannen
des Werkstücks einfahrbar.
Zum Formen einer Hohlwelle 20 sind drei Walzeneinheiten 60a, 60b,
60c vorgesehen, die grundsätzlich gleich aufgebaut sind. In einem
radial zum Drückwerkzeug 51 verfahrbaren Gehäuse 61 sind eine Pro
filwalze 62 und eine Stützwalze 66 angeordnet. Die jeweiligen Mit
tenachsen der Profilwalze 62 und der Stützwalze 66 verlaufen pa
rallel zu einer Rotationsachse des Drückwerkzeugs 51. Die Stütz
walze 66 dient zur Erhöhung der Steifigkeit der Profilwalze 62, so
daß auch größere Umformkräfte aufgebracht werden können.
Die Profilwalze 62 ist bei diesem Ausführungsbeispiel zweiteilig
aufgebaut, wobei eine erste Profilteilwalze 64 und eine zweite
Profilteilwalze 65 jeweils unabhängig voneinander drehbar an der
gemeinsamen Profilwalzenachse 63 gelagert sind. Entsprechend ist
die Stützwalze 66 zweiteilig ausgebildet. Eine erste Stützteilwal
ze 68 und eine zweite Stützteilwalze 69 sind ebenfalls unabhängig
voneinander drehbar an der Stützwalzenachse 67 gelagert. Die Au
ßenkontur der beiden Stützteilwalzen 68, 69 ist so ausgebildet,
daß sie in die Kontur der beiden Profilteilwalzen 64, 65 eingreift
bzw. diese umgreift, so daß die beiden Profilteilwalzen 64, 65
nicht nur gestützt, sondern auch geführt werden.
Der wesentliche Unterschied zwischen den drei Walzeneinheiten 60a,
60b, 60c liegt darin, daß die einzelnen Profilwalzen 62a, 62b, 62c
ein voneinander unterschiedliches Profil besitzen. So ist das Pro
fil der Profilwalze 62a zum Vorformen ausgebildet, während das
Profil der Profilwalze 62c der dritten Walzeneinheit 60c zum Fer
tigformen der Außenkontur 21 der Hohlwelle 20 ausgestaltet ist.
Durch diese unterschiedliche Konturierung der einzelnen Profilwal
zen 62a, 62b, 62b wird eine bessere Materialverteilung in axialer
Richtung des Umformbereiches erreicht, die damit auch zu einer
günstigeren Verteilung der Umformkräfte über den Umfang des Rohres
führt.
Claims (9)
1. Verfahren zur Herstellung einer Hohlwelle (20), bei
welcher zwischen zwei durchmesserkleineren Enden (30,
31) ein durchmessergrößerer Mittenbereich vorgesehen
ist, welcher einen Hohlraum umfaßt und eine Außenkon
tur (21) mit mindestens einem Wellenabsatz (23, 24,
25) und eine Innenkontur (22) aufweist, die im Bereich
des Wellenabsatzes (23, 24, 25) eine Hinterschneidung
(28, 29, 30) in einer axialen Richtung umfaßt,
mit den Verfahrensschritten:
- a) Bereitstellen eines Rohres (10), dessen Außendurch messer zumindest dem Durchmesser des zu formenden Wellenabsatzes (23, 24, 25) entspricht,
- b) koaxiales Einspannen des Rohres (10) um ein stab förmiges Drückwerkzeug (51), welches eine Kontur aufweist, die der Innenkontur (22) der Hohlwelle (20) mit Ausnahme der Hinterschneidung (28, 29, 30) im Bereich des Wellenabsatzes (23, 24, 25) ent spricht,
- c) In-Rotation-Versetzen des Rohres (10),
- d) radiales Zustellen einer Profilwalze (62) an das rotierende Rohr (10), wobei das Rohr (10) radial eingezogen wird, bis das Rohr (10) mit Ausnahme der Bereiche der Hinterschneidung (28, 29, 30) an dem Drückwerkzeug (51) anliegt und die Außenkontur (21) der Hohlwelle (20) geformt ist,
- e) axiales Entfernen des Drückwerkzeuges (51) aus der Hohlwelle (20) und
- f) Durchmesserreduzieren und Endformen der Enden (31, 32) durch radiales Einziehen.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß vor dem Einziehen die Profilwalze (62) an das Rohr (10)
angedrückt und definiert axial verfahren wird und dabei die
Wanddicke des Rohres (10) lokal verändert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein zweiteiliges Drückwerkzeug (51) verwendet wird und
daß beim Spannen ein erstes Teil (52) des Drückwerkzeuges (51) an einem Ende des Rohres (10) und ein zweites Teil (53) des Drückwerkzeuges (51) am anderen Ende des Rohres (10) ein gebracht wird.
daß ein zweiteiliges Drückwerkzeug (51) verwendet wird und
daß beim Spannen ein erstes Teil (52) des Drückwerkzeuges (51) an einem Ende des Rohres (10) und ein zweites Teil (53) des Drückwerkzeuges (51) am anderen Ende des Rohres (10) ein gebracht wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß zum Umformen mehrere Profilwalzen (62a, 62b, 62c) einge
setzt werden, welche gleichmäßig um das Rohr (10) verteilt
radial zugestellt werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß beim Umformen die Profilwalzen (62a, 62b, 62c) jeweils durch mindestens eine Stützwalze (66a, 66b, 66c) abgestützt werden und
daß die Profilwalzen (62a, 62b, 62c) durch die Stützwalzen (66a, 66b, 66c) radial und/oder axial geführt werden.
daß beim Umformen die Profilwalzen (62a, 62b, 62c) jeweils durch mindestens eine Stützwalze (66a, 66b, 66c) abgestützt werden und
daß die Profilwalzen (62a, 62b, 62c) durch die Stützwalzen (66a, 66b, 66c) radial und/oder axial geführt werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß zum Einformen von Bereichen starker Durchmesseränderungen
geteilte Profilwalzen (62a, 62b, 62c) eingesetzt werden, die
beim Umformen mit unterschiedlicher Geschwindigkeit rotieren.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß nach dem Entfernen des Drückwerkzeuges (51) zumin
dest ein Ende (31) des Rohres (10) geschlossen wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß an der Hohlwelle (20) eine Verzahnung ausgebildet wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Hohlwelle (20) auf ein vorgesehenes Maß abgelängt lind
spanabhebend bearbeitet wird.
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1997
- 1997-06-16 DE DE1997125453 patent/DE19725453C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19511963A1 (de) * | 1995-03-31 | 1996-10-02 | Leifeld Gmbh & Co | Verfahren zur Herstellung von rotationssymmetrischen metallischen Werkstücken |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102020200853A1 (de) | 2020-01-24 | 2021-07-29 | Volkswagen Aktiengesellschaft | Verfahren zur umformenden Herstellung einer geschlossenen Hohlwelle |
| DE102020207615A1 (de) | 2020-06-19 | 2021-12-23 | Volkswagen Aktiengesellschaft | Verfahren zur umformenden Herstellung einer geschlossenen Hohlwelle mit reibgeschweißtem Dichtstift |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19725453A1 (de) | 1998-02-05 |
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