DE19724785C2 - Verfahren und Vorrichtung zum Bau von Dämmen und Trassen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Bau von Dämmen und TrassenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Bau von Dämmen und
Trassen gemäß den Oberbegriffen der Ansprüch 1 bzw. 4 und findet insbesondere beim
Bahnbau, Straßenbau, Flugplatzbau, beim Bau hydrotechnischer und energetischer Anla
gen Anwendung.
Es sind Verfahren und Vorrichtung zum Errichten von Dämmen bekannt. So wird in der
RU 2022105 C1 ein Verfahren zum Bau von Dämmen beschrieben, bei dem in einem
ersten Verfahrensschritt ein Transportgleis verlegt, das Gleisbett in einem zweiten Ver
fahrensschritt mit Dammbaumaterial (Sand, Schotter) aufgefüllt, danach das Transport
gleis aufgenommen und der Damm verdichtet und planiert wird. Diese Verfahrensschritte
werden so oft wiederholt, bis die notwendige Höhe des Dammes erreicht ist. Der Nach
teil dieser Lösung besteht darin, daß die Menge und damit die Höhe des auszubringenden
Dammbaumaterials begrenzt ist, denn die Schienen dürfen nicht mit Dammbaumaterial
bedeckt werden. Sie müssen weiter befahrbar bleiben. Weiterhin ist es von Nachteil, daß
das Transportgleis mehrmals verlegt und wieder aufgenommen werden muß.
Das Problem des Ausbringens größerer Mengen von Dammbaumaterial wird mit der DE
297 02 719 U1 teilweise gelöst, indem bei verlegten Transportgleisen rechts und links
von jeder Schiene im wesentlichen senkrecht stehende Wandelemente angeordnet wer
den. Das Dammbaumaterial wird dann zwischen den inneren Wandelementen der ein
Gleis bildenden Schienen und außerhalb der äußeren Wandelemente ausgebracht. So
wird verhindert, daß bei größeren Mengen ausgebrachten Dammbaumaterials dieser auf
die Schienen fällt. Aber auch dieser Technik haftet der Nachteil an, daß das Transport
gleis mehrmals verlegt und wieder aufgenommen werden muß.
Weiterhin sind aus dem Stand der Technik sogenannte Gleisaufheber bekannt
(DD 73 052).
Aufgabe der Erfindung ist es, die Technologie des Baus von Trassen und Dämmen, bei
denen Baustoffe aus Schienenfahrzeugen von einem Transportgleis ausgebracht werden
und der ausgebrachte Baustoff nach dem Aufnehmen der Gleise geglättet und verdichtet
wird, dahingehend rationeller zu gestalten, daß auf die mehrmalige Montage und Demon
tage des Transportgleises verzichtet werden kann.
Gelöst wird diese Aufgabe mit den erfindungsgemäßen Merkmalen des Verfahrensan
spruchs 1 sowie den Merkmalen des Vorrichtungsanspruchs 4. Vorteilhafte Ausgestal
tungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
Das erfindungsgemäße Verfahren zum Bau von Dämmen und Trassen geht davon aus,
daß ein Transportgleis verlegt wird, von diesem Transportgleis Dammbaumaterial ausge
bracht wird und nach dem Ausbringen einer gewollten Menge an Dammbaumaterial das
Transportgleis wieder demontiert wird. Dieses an sich bekannte Verfahren wird erfin
dungsgemäß dadurch verbessert, daß ein spezielles Transportgleis montiert wird, nach
dem Ausbringen einer Dammbaumaterialschicht ein am Transportgleis geführter Gleis
heber unterhalb des Transportgleises, zwischen dem Gleis und dem Dammbaumaterial,
entlang bewegt wird, oder sich selber entlang bewegt, der das ausgebrachte Dammbau
material bedarfsgerecht formt, mittels einer Verdichtungseinrichtung verdichtet und diese
Verfahrensschritte: Ausbringen von Dammbaumaterial, Verdichten von Dammbaumate
rial und Formen von Dammbaumaterial einzeln oder nacheinander so oft wiederholt wer
den, bis die gewünschte Dammform und -höhe erreicht ist. Dabei wird der Gleisheber in
bekannter Weise durch ein auf dem Transportgleis fahrendes Fahrzeug gezogen oder er
verfügt über einen eigenen Antrieb. Der Gleisheber ist so ausgelegt, daß er, ohne gedreht
werden zu müssen, in beide Richtungen des Transportgleises bewegbar ist. Dazu weist er
vorzugsweise vorn und hinten eine Keilform auf.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung besteht aus einem Transportgleis, das als ein Spezi
algleis ausgeführt ist und das mit dem Gleisheber eine funktionale Einheit bildet, wobei
der Gleisheber eine Verdichtungseinrichtung für das Dammbaumaterial aufweist sowie
über Mittel zur Formgebung des ausgebrachten Dammbaumaterials, vorzugsweise eine
entsprechend ausgebildete Grundplatte, verfügt. Die funktionale Einheit zwischen Trans
portgleis und Gleisheber wird durch Führungselemente hergestellt.
In einer ersten Ausführungsform ist das Transportgleis mit Schienenstützen versehen, die
Führungselemente enthalten, und der Gleisheber seinerseits Führungselemente aufweist,
die in die in Gleislängsrichtung und am Schienenstützenboden angeordneten Führungse
lemente des Transportgleises eingreifen. Die Schienenstützen sind quer zur Transport
gleislängsrichtung als Schwellen oder in Transportgleislängsrichtung angeordnet.
In einer zweiten Ausführungsform ist das Transportgleis normal abgestützt, die beiden
Schienen des Gleises sind aber mit Schienenverbindern verbunden und diese enthalten
Führungselemente, die in Gleislängsrichtung und an der Unterseite der Schienenverbin
der angeordnet sind. In diese greifen dann die Führungselemente der Gleisheber.
Die Führungselemente am Schienenstützenboden oder an der Unterseite der Schienen
verbinder sind bevorzugt Führungsnute und die Führungselemente am Gleisheber, die in
die Führungsnute eingreifen, Führungsräder. Diese Führungsräder werden bei den selbst
fahrenden Gleishebern durch einen Antrieb, der Bestandteil des Gleishebers ist, angetrie
ben.
Durch den Eingriff der Führungsräder in die in Gleislängsrichtung und am Schienenstüt
zenboden oder den Schienenverbindern angeordneten Führungsnute ist eine sichere Füh
rung des Gleishebers gewährleistet, so daß der Damm exakt dem Gleis folgt. Die Höhen
anordnung der Führungsräder ist vorzugsweise so bemessen, daß nur die Führungsräder
die Schienenstützen oder Schienenverbinder kontaktieren.
In weiterer Ausgestaltung sieht die Erfindung vor, daß mindestens zwei in Gleislängsrich
tung hintereinander angeordnete und sich in der gleichen Führungsnut bewegende Füh
rungsräder eine um diese beiden Führungsräder gemeinsam umlaufende Gliederkette
aufweisen und diese Gliederkette die Schienenstützen oder Schienenverbinder kontak
tiert.
Um die benötigten Kräfte bei einer Fremdbewegung des Gleishebers unterhalb des
Transportgleises zu minimieren, sieht die Erfindung in einer bevorzugten Ausführung
vor, daß in die Führungsnute drehbar gelagerte Rollenkörper angeordnet werden, über die
die Führungsräder oder die Gliederketten abrollen können.
Weiterhin sieht die Erfindung für das exakte Funktionieren des Unterfahrens bei als
Schwellen ausgebildeten Schienenstützen vor, jede Schwelle mit zwei Führungsnute zu
versehen, die jeweils in Gleislängsrichtung weisen und kongruent angeordnet sind.
Die Länge des Gleishebers und die Anordnung der Führungsräder darauf ist bei der Ver
wendung von Schwellen oder Schienenverbindern zweckmäßigerweise so zu bemessen,
daß bei der Bewegung des Gleishebers unterhalb des Transportgleises, zwischen den
Schwellen bzw. Schienenverbindern und dem Dammbaumaterial, mindestens zwei in
Gleislängsrichtung hintereinander angeordnete Führungsräder in Führungsnute unter
schiedlicher Schwellen oder Schienenverbinder Eingriff haben. Dadurch wird ein Ver
kanten des Gleishebers in jedem Falle verhindert.
In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß bei
mindestens einem Gleisjoch des Transportgleises, vorzugsweise ein am Transportglei
sende und/oder -anfang angeordnetes Joch, die Führungsnuttiefe der jeweiligen Füh
rungsnute gemessen über eine bestimmte Gleislänge linear bis zu einer Standardfüh
rungsnuttiefe abnimmt und die Schienenstützen bzw. Schienenverbinder in diesem Ab
schnitt auf der Unterseite weitere Aussparungen aufweisen, so daß außer den Führungs
rädern oder den auf ihnen laufenden Gliederketten keine anderen Teile des Gleishebers
beim Unterfahren dieses Abschnitts das Gleis kontaktieren.
Diese Gestaltung der Führungsnute und Schienenstützen bzw. Schienenverbinder gewähr
leistet, daß der Gleisheber in einer Anfangsphase leicht unter das Gleis zu bewegen ist.
Die Führungsräder bzw. die mit einer Gliederkette versehenen Führungsräder bewegen
sich so auf einer keilförmigen Ebene, was das Aufheben der Gleise wesentlich erleich
tert.
Weiterhin sieht die Erfindung vor, daß die Führungsnuttiefe und die Schienenstützen-
bzw. Schienenverbinderaussparungen über einen Bereich mit der Größe mindestens einer
Länge des Gleishebers so ausgelegt sind, daß der unter das Joch gefahrene Gleisheber mit
seiner Grundplatte und die Gleisgrundfläche nahezu auf einer Ebene zusammenfallen
und von diesem Bereich nach einer oder beiden Seiten in Gleislängsrichtung die lineare
Abnahme der Führungsnuttiefe erfolgt. Damit werden die Voraussetzungen geschaffen,
daß der/die Gleisheber direkt im Joch angeordnet werden können und so kein Hindernis
beim Transport des Transportgleises bilden.
Um ständig eine exakte Gleisheberführung zu gewährleisten, sieht die Erfindung weiter
hin vor, daß der Gleisheber in bestimmten Gleisabschnitten zusätzlich seitlich geführt
wird, wozu die Schienenstützen bzw. Schienenverbinder hier seitliche Führungsnute
aufweisen, in die Führungselemente des Gleishebers eingreifen.
Die Erfindung soll an einem Ausführungsbeispiel, bei dem die Schienenstützen Schwel
len sind, erläutert werden. Es zeigen:
Fig. 1 die Wirkungsweise des Verfahrens,
Fig. 2 die Anordnung des Gleishebers unterhalb des Gleises,
Fig. 3 eine Führungsnut mit Rollenkörper,
Fig. 4 einen Gleisheber mit seitlicher Führung,
Fig. 5 die Ausbildung der Führungsnuttiefe und
Fig. 6 eine Grundplatte zur Formgebung.
Fig. 1 zeigt im vorderen Abschnitt ein verlegtes Transportgleis, über das Dammbaumate
rial ausgebracht worden ist, so daß das Transportgleis nahezu bedeckt ist. Mittig ist der
Gleisheber 1 zwischen Dammbaumaterial und Schwellen angeordnet. Er hebt das Gleis
hoch, verdichtet gleichzeitig das Dammbaumaterial und gibt dem Damm die gewünschte
Form. Im hinteren Teil der Fig. 1 ist der bearbeitete Damm mit dem nunmehr darauf lie
genden Gleis mit den Schwellen 7 dargestellt.
Fig. 2 zeigt die Anordnung des Gleishebers 1 unterhalb der Schwellen 7 in einer Seiten
ansicht und im Schnitt II durch das Gleis und den Gleisheber in Arbeitsposition. Der
Gleisheber 1 verfügt über Führungsräder 2, die in Führungsnute 3 der Schwellen 7 ein
greifen. Weiterhin ist der Gleisheber 1 mit einer Bodenplatte 5 versehen, die die Aufgabe
erfüllt, das Dammbaumaterial wunschgerecht zu formen und über die der Verdichter 4
auf das Dammbaumaterial verdichtend wirkt. In der dargestellten Ausführungsform sind
die in Gleislängsrichtung hintereinander angeordneten und sich in der gleichen Füh
rungsnut 3 bewegenden Führungsräder 2 mit einer umlaufenden Gliederkette 6 verbun
den, so daß diese Gliederkette 6 die Schwellen 7 kontaktiert.
Fig. 3 zeigt in einer bevorzugten Ausführung, daß in die Führungsnute 3 drehbar gelager
te Rollenkörper 8 angeordnet werden, deren Achsen mit den Schwellen 7 verbunden sind
und deren Achsrichtung parallel zur jeweiligen Schwellenlängsrichtung verläuft. Die
Reibung zwischen Schwellen 7 und Führungsrädern 2 bzw. Gliederkette 6 verringert sich
so beträchtlich. Das macht aber nur Sinn, wenn der Gleisheber nicht selbstfahrend ist.
Gemäß Fig. 4 sieht die Erfindung vor, daß der Gleisheber 1 in bestimmten Gleisabschnit
ten zusätzlich seitlich an den Schwellen 7 geführt wird. Dazu weisen die Schwellen 7
hier seitliche Führungsnute 9 auf, in die hier von außen Führungselemente 10 des Gleis
hebers 1 eingreifen.
Fig. 5 zeigt in einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ein Gleisjoch mit Schwel
len 7, wobei die in den Schwellen 7 angeordneten Führungsnute 3 eine unterschiedliche
Führungsnuttiefe aufweisen. In dem auf der rechten Seite dargestellten Gleisjoch weist
die Führungsnuttiefe über einen Bereich mit der Größe mindestens einer Länge des
Gleishebers mit der Gliederkette 6 eine solche Größe auf, daß der unter das Joch gefah
rene Gleisheber 1 mit seiner Grundplatte und die Gleisgrundfläche auf eine Ebene zu
sammenfallen. Von diesem Bereich erfolgt eine lineare Abnahme der Führungsnuttiefe
von Schwelle zu Schwelle, wobei die lineare Abnahme auch innerhalb der Schwellen 7
fortgesetzt wird. Die lineare Abnahme der Führungsnuttiefe endet mit Erreichen der
normalen Führungsnuttiefe a.
Der Vorteil dieser Anordnung besteht darin, daß der Gleisheber für Transportzwecke in
tegraler Bestandteil des Gleisjoches ist, nicht über dessen Außenmaße hinausragt, und
daß Einfahren des Gleishebers auf einer keilförmigen Ebene erfolgt, was die benötigten
Kräfte zum Anheben des Gleises deutlich minimiert.
Nach dem Montieren des Transportgleises auf dem mit einer Dammaufschüttung zu ver
sehenden Bauabschnitt, wird von Schienenfahrzeugen Dammbaumaterial auf das Trans
portgleis ausgebracht, ohne dabei die Schienen unmittelbar zu bedecken. Vorteilhafter
weise befindet sich der Gleisheber 1 bereits unterhalb des verlegten Transportgleises in
dem Abschnitt, wo seine Grundplatte mit der Gleisgrundfläche eine Einheit bildet.
Nach dem Ausbringen einer ersten Schicht Dammbaumaterials, wird der Gleisheber 1
mittels eines sich auf den Schienen bewegenden Fahrzeugs unterhalb des Gleises, begin
nend in dem Abschnitt mit der sich lineare verjüngenden Führungsnuttiefe unter das
Gleis gezogen. Dabei greifen mindestens zwei in Gleislängsrichtung hintereinander an
geordnete Führungsräder 2 in die Führungsnut 3 unterschiedlicher Schwellen 7. Dadurch
wird erreicht, daß der Gleisheber nicht seitlich ausbrechen kann. Er wird stabil in der
Führungsnut 3 geführt. Dies kann noch verstärkt werden, wenn mindestens zwei hinter
einander laufende Führungsräder 2 mittels einer Gleiskette 6, die um sich umläuft, ver
bunden sind.
Es versteht sich, um ein gleichmäßiges Anheben des Gleises zu erreichen, daß die Füh
rungsnuttiefe unterschiedlicher Führungsnute 3 innerhalb einer Schwelle 7 jeweils gleich
ist.
Bei der Bewegung des Gleishebers 1 unterhalb des Gleisjoches erfolgt eine Verdichtung
des Dammbaumaterials und mittels der Grundplatte 5 eine Formgebung des Dammes.
Die Grundplatte 5 weist dazu unterschiedliche Formen auf.
Fig. 6 zeigt eine derartige Grundplatte 5 zur Ausbildung des Schotterbettes für Beton
schwellen. Aus der Mitte wird hier Schotter durch die Grundplattenform nach außen be
wegt.
Hat der Gleisheber - es können auch mehrere Gleisheber in einem bestimmten Bauab
schnitt zum Einsatz kommen - den zu bearbeitenden Abschnitt des Dammes geformt und
verdichtet, gegebenenfalls durch ein mehrmaliges Hin- und Herfahren, wird er oder wer
den sie wieder in einem Abschnitt mit einer vergrößerten Führungsnuttiefe "geparkt" und
es beginnt ein erneutes Aufbringen von Dammbaumaterial. Nunmehr wechseln sich
Dammbaumaterialausbringen und Gleisanheben mit Verdichten und Formgebung solange
ab, bis die gewünschte Dammhöhe erreicht ist. Dann wird das Transportgleis demontiert
und abtransportiert.
Claims (19)
1. Verfahren zum Bau von Dämmen und Trassen, bei dem von einem Transportgleis
Dammbaumaterial ausgebracht wird und danach das Transportgleis wieder demontiert
wird, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Transportgleis, das entweder Schienenstützen oder Schienenverbinder aufweist,
die jeweils Führungselemente in Gleislängsrichtung enthalten, einmalig an der Stelle
des zu bauenden Dammes montiert wird, von dem Transportgleis Dammbaumaterial
ausgebracht wird, nach dem Ausbringen einer Schicht Dammbaumaterial unterhalb
des Transportgleises, nämlich zwischen dem Gleis und dem ausgebrachten Damm
baumaterial, ein Gleisheber (1) entlang bewegt wird oder sich entlang bewegt, der
Führungselemente aufweist, die entweder in die am Schienenstützenboden oder die an
der Unterseite der Schienenverbinder angeordneten Führungselemente des Transport
gleises eingreifen, der Gleisheber (1) in bekannter Weise das ausgebrachte Damm
baumaterial bedarfsgerecht formt und verdichtet, die Verfahrensschritte des Ausbrin
gens von Dammbaumaterial, des Verdichtens von Dammbaumaterial und des Formens
von Dammbaumaterial einzeln oder nacheinander so oft wiederholt werden, bis die
gewünschte Dammform und -höhe erreicht ist, und danach das Transportgleis demon
tiert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Gleisheber (1) selbstfahrend ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Gleisheber (1) in beide Transportgleislängsrichtungen bewegbar ist, ohne gedreht
werden zu müssen.
4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, bestehend aus einem
Transportgleis und einem Gleisheber (1), der unterhalb des Transportgleises und ent
lang des Transportgleises bewegbar ist, bei der der Gleisheber (1) eine Verdichtungs
einrichtung (4) für das Dammbaumaterial aufweist sowie über Mittel zur Formgebung
des ausgebrachten Dammbaumaterials verfügt, dadurch gekennzeichnet, daß
das Transportgleis entweder Schienenstützen oder Schienenverbinder aufweist, die
jeweils Führungselemente in Gleislängsrichtung enthalten, in die Führungselemente
des Gleishebers (1) eingreifen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Führungselemente am Schienenstützenboden oder an der Unterseite der Schienen
verbinder Führungsnute (3) und die Führungselemente am Gleisheber (1), die in die
Führungsnute (3) eingreifen, Führungsräder (2) sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die Führungsräder (2) über einen Antrieb verfügen.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Schienenstützen quer zur Transportgleislängsrichtung als Schwellen (7) oder in
Transportgleislängsrichtung angeordnet sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
jede Schwelle (7) zwei Führungsnute (3) aufweist, die jeweils in Gleislängsrichtung
weisen und bezogen auf diese Richtung vorzugsweise kongruent angeordnet sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der Kontakt zwischen dem Gleisheber (1) und den Schienenstützen oder Schienen
verbindern ausschließlich über die Paarung Führungsnute (3)/Führungsräder (2)
erfolgt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Länge des Gleishebers (1) und die Anordnung der Führungsräder (2) darauf so
bemessen ist, daß beim Gleisheben mindestens zwei in Gleislängsrichtung hinterein
ander angeordnete Führungsräder (2) in Führungsnute (3) unterschiedlicher Schwellen
(7) oder Schienenverbinder Eingriff haben.
11. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
in die Führungsnute (3) bei gezogenem Gleisheber (1) drehbar gelagerte Rollenkörper
(8) angeordnet sind, über die die Führungsräder (2) abrollen.
12. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
in Gleislängsrichtung hintereinander angeordnete und sich in der gleichen Führungs
nut (3) bewegende Führungsräder (2) eine um diese Führungsräder (2) gemeinsam
umlaufende Gliederkette (6) aufweisen und diese Gliederkette (6) die Schienenstützen
oder Schienenverbinder kontaktiert.
13. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der Gleisheber (1) in bestimmten Gleisabschnitten zusätzlich seitlich an den Schie
nenstützen oder Schienenverbindern geführt wird, wozu diese hier seitliche Führungs
nute (9) aufweisen, in die Führungselemente (10) des Gleishebers (1) eingreifen.
14. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der Gleisheber (1) vorn und hinten eine Keilform aufweist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß
bei mindestens einem Gleisjoch des Transportgleises, vorzugsweise einem am Trans
portgleisende und/oder -anfang angeordneten Joch, die Führungsnuttiefe der
jeweiligen Führungsnute (3) nacheinander angeordneter Schwellen (7) oder Schienen
verbinder, gemessen über mehrere Schwellen bzw. Schienenverbinder, linear bis zu
einer Standardführungsnuttiefe (a) abnimmt, wobei die Jochgrundfläche die Bezugs
ebene zum Messen der Führungsnuttiefe bildet und die Schwellen (7) oder Schienen
verbinder in diesem Abschnitt auf der Unterseite weitere Aussparungen aufweisen, so
daß außer den Führungsrädern oder den auf ihnen umlaufenden Gliederketten (6)
keine anderen Gleisheberteile beim Unterfahren dieses Abschnitts das Gleis
kontaktieren.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß
die lineare Führungsnutvertiefung, gemessen über mehrere Schwellen (7), sich auch
innerhalb jeder Schwelle fortsetzt.
17. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß
bei mindestens einem Gleisjoch des Transportgleises, vorzugsweise einem am Trans
portgleisende und/oder -anfang angeordneten Joch, die Führungsnuttiefe bei längs
angeordneten Schienenstützen gemessen über eine gewisse Gleislänge linear bis zu
einer Standardführungsnuttiefe (a) abnimmt, wobei die Jochgrundfläche die Bezugs
ebene zum Messen der Führungsnuttiefe bildet und die Schienenstützen in diesem
Abschnitt auf der Unterseite weitere Aussparungen aufweisen, so daß außer den
Führungsrädern oder den auf ihnen umlaufenden Gliederketten (6) keine anderen
Gleisheberaufbauten beim Unterfahren dieses Abschnitts die Schienenstützen
kontaktieren.
18. Vorrichtung nach Anspruch 15 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß
die Führungsnuttiefe und die weiteren Aussparungen auf der Unterseite der Schienen
stützen oder Schienenverbinder über einen Bereich mit der Größe mindestens einer
Länge des Gleishebers (1) so ausgelegt sind, daß der unter das Joch gefahrene Gleis
heber (1) mit seiner Grundplatte (5) und die Jochgrundfläche nahezu auf einer Ebene
zusammenfallen und von diesem Bereich nach einer oder beiden Seiten in Gleislängs
richtung die lineare Abnahme der Führungsnuttiefe erfolgt.
19. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Führungsnuttiefe unterschiedlicher Führungsnute (3) innerhalb einer Schwelle (7)
oder eines Schienenverbinders gleich ist.
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| DE1997124785 DE19724785C2 (de) | 1997-06-05 | 1997-06-05 | Verfahren und Vorrichtung zum Bau von Dämmen und Trassen |
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| DE1997124785 DE19724785C2 (de) | 1997-06-05 | 1997-06-05 | Verfahren und Vorrichtung zum Bau von Dämmen und Trassen |
Publications (2)
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| DE19724785A1 DE19724785A1 (de) | 1998-12-17 |
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|---|---|
| DE (1) | DE19724785C2 (de) |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10056137C1 (de) * | 2000-11-07 | 2002-05-23 | Felix Kunzewitsch | Vorrichtung und Verfahren zum Verlegen bzw. Aufnehmen eines Gleises |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19724785A1 (de) | 1998-12-17 |
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