DE19723785A1 - Vorrichtung zum Spielausgleich eines elektromagnetischen Ventils - Google Patents
Vorrichtung zum Spielausgleich eines elektromagnetischen VentilsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur elektromagnetischen
Betätigung eines Gaswechselventils für Brennkraftmaschinen mit
den Merkmalen nach dem Oberbegriff von Anspruch 1.
Eine Vorrichtung dieser Art ist aus der DE 43 36 287 C1 be
kannt. Bei dieser Vorrichtung werden Längenänderungen im
Ventiltrieb während des Betriebs mit Klemmelementen ausgegli
chen, die einen Schaltmagneten fixieren. Werden die Klemmele
mente bei einem geschlossenen Ventil gelöst, zieht sich der
Schaltmagnet über einen Anker entsprechend an. Der Schaltmagnet
stellt sich damit nach, wodurch der Anker stets exakt an der
Auflagefläche bzw. Polfläche des Schaltmagneten anliegt.
Aus einer älteren Anmeldung, DE 196 47 305.5, ist eine weitere
Vorrichtung bekannt, bei der ein Aktuator schwimmend in einem
Zylinderkopf gelagert ist. Der Aktuator öffnet und schließt
über einen Anker und zwei beidseitig in Bewegungsrichtung des
Ankers angeordnete Elektromagnete ein Gaswechselventil. Auf der
dem Gaswechselventil abgewandten Seite befindet sich zwischen
einer Deckplatte und dem Aktuator eine Spielausgleichseinrich
tung, die sowohl positives als auch negatives Ventilspiel
ausgleicht.
Die Spielausgleichseinrichtung weist als zentrales Teil einen
Spielausgleichskolben und einen diesen umgebenden Zylinder auf.
Der Spielausgleichskolben hat einen ersten dem Gaswechselventil
abgewandten, brennkraftmaschinenabhängig gesteuerten und einen
zweiten dem Gaswechselventil zugewandten Druckraum. Zwischen
den beiden Druckräumen befindet sich ein Rückschlagventil, das
durch eine Rückhaltefeder in Schließstellung gehalten wird. Das
Rückschlagventil öffnet bei Überdruck im ersten Druckraum in
Richtung zum zweiten Druckraum. Die Rückhaltefeder ist so
ausgelegt, daß das Rückschlagventil nicht öffnen kann, wenn
kein Spiel vorhanden ist. Das Rückschlagventil verschließt
damit die Verbindung zwischen den beiden Druckräumen.
Zwischen dem Spielausgleichskolben und dem Zylinder liegt ein
gewolltes Spiel als Drosselverbindung vor, durch die Druckmit
tel aus dem zweiten Druckraum nach außen entweichen kann.
Die Spielausgleichseinrichtung stützt sich an der oberen
Deckplatte ab, die mit dem Zylinderkopf fest verbunden ist. Die
Spielausgleichseinrichtung kann somit nur Druckkräfte übertra
gen.
Schließt das Gaswechselventil nicht richtig, der Aktuator ist
zu weit in Richtung des Gaswechselventil verschoben, d. h. es
liegt ein negatives Spiel vor, so stellt sich eine Druckerhö
hung in dem zweiten Druckraum durch eine Feder des Gaswechsel
ventils ein, die in Richtung Schließstellung wirkt. Diese
Druckerhöhung bewirkt, daß das Druckmittel aus dem zweiten
Druckraum über die Drosselverbindung entweichen kann, und zwar
solange bis das Gaswechselventil wieder vollständig schließt.
Schließt das Gaswechselventil korrekt, jedoch liegt Spiel
zwischen dem Anker und dem Gaswechselventil vor, wirkt die
Feder des Gaswechselventils nicht mehr auf den zweiten Druck
raum. Der Druck im zweiten Druckraum sinkt dadurch unter den
des ersten Druckraums, so daß das Rückschlagventil gegen die
Rückhaltefeder öffnet. Druckmedium strömt solange vom ersten in
den zweiten Druckraum, bis das Spiel ausgeglichen ist. Dieser
Ausgleich vollzieht sich über mehrere Zyklen bzw. Arbeitsspiele
der Brennkraftmaschine.
Die Spielausgleichseinrichtung ist nur in eine Bohrung des
Aktuators eingeschoben, so daß sich beide Teile gegeneinander
verschieben lassen und damit leicht zu montieren sind. Dadurch
tritt jedoch der Effekt auf, daß sich der gesamte Aktuator
während der Zeit, in der der obere Magnet betätigt wird, um das
Gaswechselventil zu schließen, durch eine Reaktionskraft in
Richtung Gaswechselventil verschiebt. In dieser Zeit dehnt sich
die Spielausgleichseinrichtung aus. Wird durch den Aktuator das
Ventil wieder geöffnet, entsteht eine entgegengesetzte Reakti
onskraft, gegen die die Spielausgleichseinrichtung sperrt und
nur langsam nachgeben kann. Dies hat zur Folge, daß sich die
Spielausgleichseinrichtung immer mehr ausdehnt und das Gaswech
selventil nicht mehr vollständig schließt. Es entsteht eine Art
Aufpumpeffekt.
Dieses Problem wird durch eine weitere Variante aus dem Stand
der Technik gelöst, bei der die Spielausgleichseinrichtung fest
mit dem Aktuator verbunden ist und damit Zug- und Druckkräfte
aufnehmen kann. Die Spielausgleichseinrichtung dieser zweiten
Variante besitzt zusätzlich zu der ersten einen zweiten Zylin
der, in dem der erste Zylinder mit einer ringartigen Erweite
rung geführt ist. Die ringartige Erweiterung dient gleichzeitig
als Trennkolben zwischen einer oberen und einer unteren Druck
kammer, die über einen ringförmigen Drosselspalt verbunden
sind. Ansonsten ist die Spielausgleichseinrichtung aufgebaut
wie die zuvor beschriebene Variante.
Wird über den Aktuator das Gaswechselventil geschlossen-, wird
die Reaktionskraft über den ersten Zylinder auf die untere
Druckkammer übertragen. Da die Reaktionskraft nur eine kurze
Zeit andauert, findet kein wesentlicher Druckmittelausgleich
zwischen der oberen und der unteren Druckkammer statt. Der
Aktuator bewegt sich nicht. Positives und negatives Spiel
können jedoch über mehrere Brennkraftmaschinenumdrehungen
ausgeglichen werden.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde die
eingangs erwähnten Vorrichtungen weiter zu vereinfachen.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des An
spruchs l gelöst, während vorteilhafte Ausgestaltungen und
Weiterbildungen der Erfindung den Unteransprüchen entnommen
werden können.
Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß die Ventilquer
schnitte möglichst groß pro Zylinder gewählt werden und daher
nahezu den gesamten Zylinderquerschnitt abdecken. Ferner sind
die Aktuatoren im Querschnitt senkrecht zu einer Ventilachse
größer als die Ventilquerschnitte selbst. Daher müssen aus
Platzgründen sämtliche Gaswechselventile und Aktuatoren eines
Zylinder in der Art angeordnet werden, daß ihre Mittellinien
zueinander windschief stehen, d. h. die Mittellinien besitzen
von den Gaswechselventilen zu den Aktuatoren hin einen größer
werdenden Abstand. Bei Spielausgleichseinrichtungen, die auf
Zug und Druck beansprucht werden, und damit quasi an einer
Deckplatte hängen, müssen Aktuatoren, Spielausgleichseinrich
tungen und Deckplatte gemeinsam vormontiert werden. Da die
Mittellinien aller Aktuatoren pro Zylinder aus Platzgründen
windschief sind, können jedoch nicht mehrere vormontierte
Spielausgleichseinrichtungen und Aktuatoren gemeinsam mit einer
Deckplatte montiert werden. Es muß pro Gaswechselventil und
Aktuator eine Deckplatte mit Dichtungen und Schraubensatz
vorgesehen werden.
Erfindungsgemäß wird mit zwei gegenläufig wirkenden, den
Aktuator einspannenden, nur auf Druck beanspruchten, hydrauli
schen Spielausgleichseinrichtungen, eine Längenausgleichsein
richtung erreicht, die über der Zeit positives und negatives
Spiel ausgleicht, ohne daß sich der Aktuator durch dynamische
Kräfte bewegt und es zu einem Aufpumpeffekt kommt. Zusätzlich
wird eine besonders einfache Montage ermöglicht, indem kein
Kraftschluß erforderlich ist. Für die rein auf Druck bean
spruchten Spielausgleichseinrichtungen genügt zur Übertragung
der Kräfte Formschluß. Die Bauteile, die Aktuatoren und die
Spielausgleichseinrichtungen, können einzeln nacheinander
eingelegt werden.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sowie die daraus resultie
renden Vorteile sind der nachfolgenden Beschreibung von Ausfüh
rungsbeispielen zu entnehmen.
In der Beschreibung und in den Ansprüchen sind zahlreiche
Merkmale im Zusammenhang dargestellt und beschrieben. Der
Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln
betrachten und zu weiteren sinnvollen Kombinationen zusammen
fassen.
Es zeigt:
Fig. 1 einen Ausschnitt aus einem Zylinderkopf mit zwei durch
Aktuatoren verstellbaren Gaswechselventilen,
Fig. 2 einen Aktuator mit einer Spielausgleichseinrichtung mit
einem Drosselspalt,
Fig. 3 einen Aktuator mit einer Spielausgleichseinrichtung mit
einer Drosselbohrung,
Fig. 4 einen Ausschnitt eines Aktuators im Bereich eines
Druckraums mit einem V-Dichtring und
Fig. 5 einen Schnitt entlang der Linie V-V in Fig. 4.
Fig. 1 zeigt zwei über Aktuatoren 3, 4 betätigte Gaswechselven
tile 1, 2 einer Brennkraftmaschine in einem Zylinderkopf 43,
ein Gasauslaßventil 2 und ein Gaseinlaßventil 1. Die elektroma
gnetischen Aktuatoren 3, 4 sind in dem Zylinderkopf 43 schwim
mend gelagert und weisen jeweils einen Anker 5, 6, bestehend
aus einer Ankerplatte 44, 45 und einem Ankerschaft 46, 47, und
zwei beidseitig in Bewegungsrichtung des Ankers 5, 6 angeordne
te Schaltmagnete 7, 8, 9, 10 auf. Möglich ist auch, daß die
Aktuatoren 3, 4 in einem vom Zylinderkopf 43 getrennten,
separatem Bauteil gelagert sind, beispielsweise in einem
Aktuatorenträger. Die Schaltmagnete 7, 8, 9, 10 sind über einen
nicht näher dargestellten Flußring miteinander verbunden, der
den Magnetfluß leitet und den Abstand zwischen den Schaltmagne
ten 7, 8, 9, 10 und damit den Ventilhub bestimmt.
Der Anker 5, 6 wird durch eine Feder 52, 53 und einem hierzu
auf dem Ankerschaft 46, 47 angeordneten Federteller 50, 51 in
Richtung Gaswechselventil 1, 2 belastet.
Die Gaswechselventile 1, 2 sind im geschlossenen Zustand
anliegend an einem Ventilsitzring 48, 49 dargestellt und werden
jeweils durch eine Feder 54, 55 und einen hierzu auf einem
Ventilschaft 56, 57 angeordneten Federteller 58, 59 in Richtung
Aktuator 3, 4 belastet. Der Ventilschaft 56, 57 wird über eine
Schaftführung 60, 61 geführt und von einem Schaftabstreifer 62,
63 abgestreift und fluchtet bzw. liegt koaxial zu dem Anker
schaft 46, 47. Im Idealzustand befinden sich die Stirnseiten
des Ventilschaftes 56, 57 und des Ankerschaftes 46, 47 ohne
Spiel in Anlage.
Der Aktuator 3, 4 ist erfindungsgemäß zwischen zwei nur auf
Druck beanspruchten Spielausgleichseinrichtungen 12, 13, 14, 15
eingespannt. Indem die Spielausgleichseinrichtungen 12, 13, 14,
15 formschlüssig und damit die Aktuatoren 3, 4 getrennt von den
Spielausgleichseinrichtungen 12, 13, 14, 15 montiert werden
können, wird trotz windschiefer Mittellinien ermöglicht, eine
Deckplatte 11 für mehrere Aktuatoren 3, 4, vorzugsweise für den
gesamten Zylinderkopf 43, zu verwenden. Hierzu wird der Zylin
derkopf 43 und die Deckplatte 11 so gestaltet, daß ihre Trenn
flächen in einer Ebene 41 liegen. Auf diese Weise werden viele
einzelne Bauteile eingespart, die zu höheren Kosten und länge
ren Montagezeiten führen und Fehlerquellen beinhalten könnten.
Sind die Aktuatoren 3, 4 in einem Aktuatorenträger gelagert,
wird vorgeschlagen, den Aktuatorenträger und den Zylinderkopf
ebenfalls mit einer planen Trennfläche zusammenzufügen und die
Deckplatte 11, den Aktuatorenträger und den Zylinderkopf mit
einem gemeinsamen Schraubensatz durchgängig zu verschrauben.
Für die sich zwischen der Deckplatte 11 und dem Aktuator 3, 4
befindliche Spielausgleichseinrichtung 12, 13 wird ein für den
Fachmann geläufiges Ausgleichselement verwendet, beispielsweise
die zuvor beschriebene nur auf Druck beanspruchte Spielaus
gleichseinrichtung aus dem Stand der Technik oder geläufige
Spielausgleichseinrichtungen, die zwischen einem Nocken und
einem Tassenstößel angeordnet sind.
Die Spielausgleichseinrichtungen 12, 13 zwischen der Deckplatte
11 und den Aktuatoren 3, 4 sind vorzugsweise hydraulische
Elemente, die über eine Druckölversorgung 65, 66 versorgt
werden. Erfindungsgemäß wird austretendes Lecköl 37, 38 der
Spielausgleichseinrichtung 12, 13 zwischen dem Zylinderkopf 43
und dem Aktuator 3, 4, durch Kanäle 39, 40 in einen Federraum
33, 34 und von dort über weitere Kanäle 35, 36 in ein Brenn
kraftmaschinengehäuse, beispielsweise Kurbelgehäuse, gleitet.
Indem das Lecköl 37, 38 zwischen dem Zylinderkopf 43 und dem
Aktuator 3, 4 durchgeführt wird, werden isolierende Luftspalte
verhindert und der Wärmeübergang an einen Kühlwasserstrom
verbessert.
In Fig. 2, 3, 4 und 5 ist der Aktuator 4 des Gasauslaßventils 2
vergrößert dargestellt, wobei die nachfolgend beschriebenen
Ausgestaltungen der zweiten in Richtung des Gaswechselventil 2
weisenden Spielausgleichseinrichtungen 14, 15 unabhängig von
der Ankerform und Gegenform der Schaltmagnete 7, 8, 9, 10
eingesetzt werden können.
Die zweite Spielausgleichseinrichtung 14, 15 besteht erfin
dungsgemäß aus einem Ölvolumen 16, 17, das in einem durch den
Schaltmagneten 8, 10 und dem Zylinderkopf gebildeten Druckraum
19, 20 eingeschlossen ist. Der Druckraum 19, 20 ist über ein
Rückschlagventil 21 mit einer Druckölversorgung 22, 23 verbun
den. Das Rückschlagventil 21 verhindert, daß das Öl 16, 17 bei
Druckbelastungen in die Druckölversorgung 22, 23 zurückströmen
kann. Ferner weist der Druckraum 19, 20 zu einer Seite eine
Dichtung 27, vorzugsweise einen bewährten Vierkanntgummiring
27, und zu der anderen Seite eine Drosselstelle 24, 25, 26 auf.
Die Dichtung 27 verhindert, daß das Öl 16, 17 in einen Spalt
zwischen dem Aktuator 3, 4 und dem Zylinderkopf 43 verdrängt
wird. In der in Fig. 2 dargestellten Variante wird die Drossel
stelle 24 durch einen Drosselspalt 24 zwischen dem Aktuator 3,
4 und dem Zylinderkopf 43 gebildet. Der Druckraum 19, 20 wird
durch eine zur Mittellinie weisenden Stufe 69 des Zylinderkopfes
43 und dem Schaltmagneten 8, 10 gebildet, der die Stufe 69
mit einer Ausstülpung 70 in Richtung Gaswechselventil 1, 2
überschneidet. Am inneren Querschnitt der Stufe 69 bilden der
Schaltmagnet 8, 10 und der Zylinderkopf 43 den Drosselspalt 24.
Die Spaltbreite 71 ist so ausgelegt, daß bei pulsierenden
dynamischen Belastungen, wie diese beim Öffnen und Schließen
des Gaswechselventils 1, 2 auftreten, und damit verbundenen
hohen Strömungsgeschwindigkeiten im Drosselspalt 24, eine so
große Scherspannung in den Grenzschichten zwischen dem Öl 16,
17, dem Aktuator 3, 4 und dem Zylinderkopf 43 auftritt, daß
keine bzw. eine unwesentliche Menge Öl 16, 17 austritt. Bei
quasistatischer Druckbeanspruchung, wie diese beispielsweise
bei Wärmedehnungen auftritt, und damit verbundenen niedrigen
Strömungsgeschwindigkeiten im Drosselspalt 24, ist die Scher
spannung in den Grenzschichten so klein, daß geringe Mengen an
Öl 16, 17 austreten können und damit ein Spielausgleich ermög
licht wird. Durch die Drosselstelle 24, 25, 26 ausfließendes
Lecköl 31, 32 tritt in den Federraum 33, 34 und fließt von dort
über Kanäle 35, 36 in das Kurbelgehäuse, vorzugsweise gemeinsam
mit dem Lecköl 37, 38 der ersten Spielausgleichseinrichtung 12,
13.
Eine weitere in Fig. 3 dargestellte Ausgestaltung der Erfindung
unterscheidet sich gegenüber der ersten Variante aus Fig. 2
dadurch, daß der Drosselspalt 24 entfällt. Dieser wird durch
eine zweite Dichtung 28, vorzugsweise einen Vierkantgummiring,
abgedichtet. Anstelle des Drosselspalts 24 befindet sich
nunmehr eine Drosselbohrung 25 in der Ausstülpung 70 des
Schaltmagneten 8, 10. Der Durchmesser 74 der Drosselbohrung 25
dient wie auch die Spaltbreite 71 dazu, bestimmte Spannungszu
stände in den Grenzschichten der Strömung zu erzeugen.
In einer dritten Variante in Fig. 4 wird die zweite Dichtung 28
durch einen V-Dichtring 30 ersetzt, der zwischen einer in
Richtung Gaswechselventil 1, 2 weisenden Stirnseite 29 des
Schaltmagneten 8, 10 und einer in Richtung Aktuator 3, 4
weisenden Stirnseite 72 der Stufe 69 des Zylinderkopfes 43
angeordnet ist. Die Ausstülpung 70 des Schaltmagneten 8, 10
kann bei dieser Variante entfallen. Durch den Innendruck im
Druckraum 19, 20 werden die Schenkel des V-Dichtrings 30 an den
Schaltmagneten 8, 10 und an den Zylinderkopf 43 angepreßt und
dichten somit den Druckraum 19, 20 ab. Der V-Dichtring 30 kann
auch eine definierte statische Kraft gewährleisten. Eine
Drosselstelle 26 mit den zuvor beschriebenen Funktionen wird
vorzugsweise im Bereich des V-Dichtrings 30 angeordnet, so daß
zwischen einem Schenkel des V-Dichtrings 30 und dem Aktuator 3,
4 oder dem Zylinderkopf 43 Öl 16, 17 bei statischen Belastungen
austreten kann.
Die zweite und dritte Variante besitzen gegenüber der ersten
Variante den Vorzug, daß die Schaltmagnete 8, 10 und der
Zylinderkopf 43 im Bereich des Druckraums 19, 20 mit größeren
Toleranzen gefertigt werden können. Insgesamt wird mit den
Varianten eine sehr kompakte Anordnung der Bauteile erreicht.
Im wesentlichen werden die ohnehin verbauten Bauteile durch
geringfügige Umgestaltungen verwendet, die entsprechenden
Funktionen zu erfüllen. Ferner wird eine verschleiß- und nahezu
temperaturunabhängige Spielausgleichseinrichtung 14, 15 er
reicht.
Claims (11)
1. Vorrichtung zur Betätigung eines Gaswechselventils (1, 2)
für Brennkraftmaschinen, mit einem schwimmend gelagerten,
elektromagnetischen Aktuator (3, 4), der über einen Anker (5,
6) und zwei beidseitig in Bewegungsrichtung des Ankers (5, 6)
angeordnete, miteinander verbundene Schaltmagnete (7, 8, 9, 10)
das Gaswechselventil (1, 2) öffnet und schließt, wobei an der
dem Gaswechselventil (1, 2) abgewandten Seite zwischen einer
Deckplatte (11) und dem Aktuator (3, 4) eine erste nur auf
Druck beanspruchte Spielausgleichseinrichtung (12, 13) angeord
net ist, dadurch gekennzeichnet, daß auf der dem Gaswechselven
til (1, 2) zugewandten Seite des Aktuators (3, 4) eine zweite,
der ersten entgegenwirkende, nur auf Druck beanspruchte Spiel
ausgleichseinrichtung (14, 15) angeordnet ist, die bei dynami
schen Druckbelastungen sperrt und bei quasistatischer Belastung
nachgibt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
zweite Spielausgleichseinrichtung (14, 15) aus einem Ölvolumen
(16, 17) besteht, das in einem durch den Aktuator (3, 4) und
einem angrenzenden Bauteil (43) gebildeten Druckraum (19, 20)
eingeschlossen ist, der über ein Rückschlagventil (21) mit
einer Druckölversorgung (22, 23) verbunden ist und eine Dros
selstelle (24, 25, 26) aufweist, bei der ein Ölaustritt bei
dynamischen Druckbelastungen vernachlässigbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Drosselstelle (24) durch einen Drosselspalt (24) zwischen dem
Aktuator (3, 4) und dem angrenzenden Bauteil (43) gebildet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Drosselstelle (25) durch eine Drosselbohrung (25) im Aktuator
(3, 4) gebildet ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Druckraum (19, 20) zwischen einer dem
Gaswechselventil (1, 2) zugewandten Stirnseite (29) des Aktua
tors (3, 4) und dem angrenzenden Bauteil (43) mit einem V-
Dichtring (30) abgedichtet ist
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Drosselstelle (26) durch eine oder
mehrere Nuten (26) im Bereich des V-Dichtrings (30) gebildet
ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß Lecköl (31, 32) der zweiten Spielausgleich
seinrichtung (14, 15) über einen Federraum (33, 34) des Gas
wechselventils (1, 2) und über einen Kanal (35, 36) in ein
Brennkraftmaschinengehäuse geleitet wird.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß Lecköl (37, 38) der ersten Spielausgleich
seinrichtung (12, 13) zwischen dem Aktuator (3, 4) und dem
angrenzenden Bauteil (43), über einen Kanal (39, 40) in den
Federraum (33, 34) und von dort über den Kanal (35, 36) in das
Brennkraftmaschinengehäuse geleitet wird.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß mehrere Aktuatoren (3, 4) sich an einer
gemeinsamen Deckplatte (11) abstützen.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
Trennflächen zwischen der Deckplatte (11) und dem die Aktuato
ren (3, 4) tragenden Bauteil (43) in einer Ebene liegen.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Aktuatoren (3, 4) in einem
Bauteil (43) schwimmend gelagert sind und dieses gemeinsam mit
der Deckplatte (11) über einen Schraubensatz mit einem Zylin
derkopf (43) verschraubt ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29723683U DE29723683U1 (de) | 1997-06-06 | 1997-06-06 | Vorrichtung zum Spielausgleich eines elektromagnetischen Ventils |
| DE19723785A DE19723785A1 (de) | 1997-06-06 | 1997-06-06 | Vorrichtung zum Spielausgleich eines elektromagnetischen Ventils |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19723785A DE19723785A1 (de) | 1997-06-06 | 1997-06-06 | Vorrichtung zum Spielausgleich eines elektromagnetischen Ventils |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19723785A1 true DE19723785A1 (de) | 1998-12-10 |
Family
ID=7831611
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19723785A Withdrawn DE19723785A1 (de) | 1997-06-06 | 1997-06-06 | Vorrichtung zum Spielausgleich eines elektromagnetischen Ventils |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19723785A1 (de) |
Cited By (3)
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-
1997
- 1997-06-06 DE DE19723785A patent/DE19723785A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (1)
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
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