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DE19723682A1 - Verfahren zur Reinigung und Beize von Oberflächen mit Regeneration des Reinigungs- und Beizmittels - Google Patents

Verfahren zur Reinigung und Beize von Oberflächen mit Regeneration des Reinigungs- und Beizmittels

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DE19723682A1
DE19723682A1 DE19723682A DE19723682A DE19723682A1 DE 19723682 A1 DE19723682 A1 DE 19723682A1 DE 19723682 A DE19723682 A DE 19723682A DE 19723682 A DE19723682 A DE 19723682A DE 19723682 A1 DE19723682 A1 DE 19723682A1
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cleaning
pickling
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precipitation
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23GCLEANING OR DE-GREASING OF METALLIC MATERIAL BY CHEMICAL METHODS OTHER THAN ELECTROLYSIS
    • C23G1/00Cleaning or pickling metallic material with solutions or molten salts
    • C23G1/36Regeneration of waste pickling liquors
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D17/00Separation of liquids, not provided for elsewhere, e.g. by thermal diffusion
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
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    • B01D17/02Separation of non-miscible liquids
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    • B01D17/02Separation of non-miscible liquids
    • B01D17/04Breaking emulsions
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B01DSEPARATION
    • B01D17/00Separation of liquids, not provided for elsewhere, e.g. by thermal diffusion
    • B01D17/12Auxiliary equipment particularly adapted for use with liquid-separating apparatus, e.g. control circuits
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B08CLEANING
    • B08BCLEANING IN GENERAL; PREVENTION OF FOULING IN GENERAL
    • B08B3/00Cleaning by methods involving the use or presence of liquid or steam
    • B08B3/04Cleaning involving contact with liquid
    • B08B3/10Cleaning involving contact with liquid with additional treatment of the liquid or of the object being cleaned, e.g. by heat, by electricity or by vibration
    • B08B3/14Removing waste, e.g. labels, from cleaning liquid

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  • Cleaning And De-Greasing Of Metallic Materials By Chemical Methods (AREA)

Description

1. Stand der Technik
Die Reinigung und Beize von Oberflächen, vorzugsweise Metallober­ flächen hat das Ziel, diese Oberflächen für nachfolgende Bear­ beitungsschritte, vorzugsweise galvanochemischer Art, vorzu­ bereiten. Das Beizen von Metalloberflächen wird nach dem Stand der Technik mit anorganische Säuren oder - in Ausnahmefällen - mit starken Laugen durchgeführt.
Die nach dem Stand der Technik übliche Anwendung anorganischer Säuren bringt die bekannte Gefahr der Wasserstoffversprödung und damit des wasserstoffinduzierten, verzögerten Sprödbruches mit sich.
2. Aufgabe der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zu beschreiben, welches die Nachteile der nach dem Stand der Technik bekannten Verfahren hinsichtlich der Wasserstoffversprödung - wie unter 1. beschrieben - nicht aufweist und in dem gleichzeitig Regene­ rierung und Entsorgung der verwendeten Reinigungs- und Beizchemikalien und des bei der Regeneration der Säurebäder freigesetzten Schwefelwasserstoffes erfolgen.
Durch die Reinigung und Beize von Metalloberflächen mit organischen Säuren unter Ultraschalleinwirkung wird das Grundmaterial nicht angegriffen, die gefürchtete Wasserstoff­ versprödung tritt nicht auf.
Organische Säuren allein sind jedoch nicht in der Lage, den benötigten Reinigungs- und Beizegrad innerhalb vertretbarer technischer und wirtschaftlicher Grenzen zu erzielen.
Durch den gleichzeitigen Einsatz von Ultraschall wird die wäßrige Lösung organischer Säuren so angeregt, daß Metalloxide gelöst und sonstige Verunreinigungen von der Oberfläche abgesprengt werden. Es entsteht eine metallisch blanke, saubere Oberfläche, die der Qualität der mit herkömmlichen Beizsäuren erzielten Oberflächenqualität entspricht und die jede Form der Weiterbearbeitung ermöglicht.
Das Problem dieser sehr vorteilhaften Behandlung durch die Kombination aus Ultraschall und organischen Säuren besteht im chemischen Wirkprinzip organischer Säuren als Komplexbildner und dem damit verbundenen stöchiometrisch - schnellen Verbrauch der organischen Säure und daraus folgenden möglichen raschen Unwirksamkeit der Reinigungs- oder Beizlösung. Die Folgen sind neben einem hohen Qualitätssicherungsaufwand hohe Kosten für frische organische Säuren und die Entsorgung großer Mengen verbrauchter Säuren.
Aus diesem Grunde wird ein Verfahren vorgeschlagen, welches die Regeneration verbrauchter organischer Säuren und deren Wiederverwendung ermöglicht. Dieses Verfahren basiert auf der Fällung der durch die organischen Säuren komplex gebundenen Metalle als Sulfide. Die so entstandenen Metallsulfide werden aus der wäßrigen Säure abgetrennt. Die Säure erhält auf diesem Wege ihre Komplexbildungsfähigkeit zurück und ist somit wieder­ verwendbar.
Freigesetzter oder überschüssiger Schwefelwasserstoff wird im Kreislauf geführt und wiederverwendet oder durch Oxidation entsorgt.
Die Entsorgung verbrauchter Reinigungs- und Beizlösung kann ebenfalls durch Oxidation erfolgen.
3. Erfindungsbeschreibung
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe der Erfindung durch ein Verfahren gelöst, die folgende Verfahrensschritte beinhaltet (Abb. 1):
1. Entfettungsbad mit Standzeitverlängerung
Das Entfettungsbad, vorzugsweise als Ultraschall- oder Abkochentfettung gestaltet, besteht aus einer üblicherweise verwendeten zweistufigen Ultraschall- oder Abkochentfettung (1) mit nachgeschalteter Dreifachkaskade (2).
Die Ultraschall- oder Abkochentfettung wird abwasserfrei betrieben, indem ein demulgierender Reiniger eingesetzt wird, der das Öl von der zu reinigenden Oberfläche ablöst, jedoch ein schlechtes Tragevermögen für das Öl hat. Das auf schwimmende Öl wird in einem öl- oder Koaleszenzabscheider (3) bekannter Bauart abgetrennt und das ölfreie Entfettungsbad zurückgeführt. Die Verdunstungsverluste im Entfettungsbad werden aus der nachfol­ genden Dreifachkaskade ausgeglichen.
3. Ultraschall-Reinigungs- und Beizbad
Das Ultraschall-Reinigungs- und Beizbad (4) ist mit Ultra­ schall-Schwingelementen (5) und einer Thermostatiereinrichtung (6) ausgerüstet. Die Beschallung des zu reinigenden Gutes kann in verschiedenen Intensitäten wahlweise von sechs Seiten erfolgen. Die Überwachung der Ultraschallreinigung erfolgt durch Prozeßvisualisierung (7). Als Reiniger wird eine wäßrige Lösung einer oder mehrerer organischer Säuren mit den Prozeß unterstützenden Zusätzen verwendet. Der Reinigungs- und Beizprozeß wird abwasserfrei gestaltet.
Je nach der Art der Säureregeneration ist der Reinigungs- und Beizbehälter offen oder geschlossen.
4. Säureregeneration
Die Säureregeneration (8) ist der Prozeßschritt, welcher Qualität und Wirtschaftlichkeit der Reinigung bzw. der Beize bestimmt. Die Säureregeneration besteht aus folgenden Teilschritten:
4.1. Feststoffabtrennung
Die Feststoffabtrennung (9) hat die Aufgabe, von der Oberfläche abgetrennte Partikel, die nicht in gelöster Form vorliegen, aus der Reinigungs- oder Beizlösung zu entfernen. Diese Feststoff­ abtrennung kann durch jedes dafür geeignete System der Fest- Flüssig-Trennung erfolgen. Vorzugsweise wird hier die statische Filtration vorgeschlagen.
4.2. Metallsulfid-Fällung 4.2.1 Fällungsreaktoren
Der wahlweise vorab von Feststoffen befreiten Reinigungs- oder Beizlösung werden im Fällungsreaktor (10) unter Durchmischung (11) Sulfide oder Schwefelwasserstoff aus entsprechenden Bevorratungs- und Dosiereinrichtungen bekannter Bauart (12) solange zugesetzt, bis die Regeneration der organischen Säure durch Ausfällung der Metallsulfide in dem gewünschten Maße abgeschlossen ist.
Die Zugabe der Sulfide kann in fester, flüssiger oder gasförmiger Form erfolgen. Die Reaktionsbehälter (10) sind offen oder ge­ schlossen und mit einer Schwefelwasserstoff- Absaugung (13) versehen. Die Reaktion der Sulfidfällung kann auch im Reinigungs- und Beizbehälter selbst durchgeführt werden.
Wird die Fällung im Reinigungs- und Beizbehälter selbst durch­ geführt, so ist dieser wahlweise offen oder geschlossen und wahlweise mit einer Vorrichtung zur Entfernung freien Schwefel­ wasserstoffs (13) versehen und kann mit einer Durchmischungs­ einrichtung (11) bekannter Bauart versehen sein.
4.2.1. Dosiersysteme
Für die Zugabe der flüssigen oder festen Sulfide oder des Schwefelwasserstoffes werden Dosiersysteme (12) bekannter Bauart verwendet.
4.2.2. Regelung der Metallsulfidfällung
Die Steuerung der Metallsulfidfällung (14) kann wahlweise manuell, volumendosiert oder durch Anwendung verschiedener Meßverfahren und deren Kenngrößen, vorzugsweise Metall­ konzentration, pH-Wert, rH-Wert, elektrische Leitfähigkeit, Trübung oder alle weiteren für diesen Zweck geeigneten Parameter beurteilt und die Sulfiddosierung entsprechend geregelt werden.
4.2. 3. Durchmischung
Die für die Reaktion von Beizbadflüssigkeit und Fällungsmittel notwendige Durchmischung wird mit Durchmischungssystemen (11) bekannter Bauart durchgeführt.
4.3. Schwefelwasserstoffentsorgung 4.3.1. Sulfidrecycling (23)
Gasförmiger Schwefelwasserstoff wird mittels eines Abzugssystems (13) bekannter Bauart und eines Injektorsystems (15) in ein Aufnahmemedium (16), in dem dieser löslich ist, überführt. Wird Natronlauge als Aufnahmemedium (16) für den Schwefelwasserstoff verwendet, so kann diese nach Sättigung als Natriumsulfidlösung bei der Säureregeneration eingesetzt werden.
4.3.2. Schwefelwasserstoffoxidation
Überschüssiger Schwefelwasserstoff kann in der Reinigungs- und Beizlösung durch Zugabe von Wasserstoffperoxid zum löslichen Sulfat oxidiert werden. Die Oxidation von freigesetzten oder überschüssigem Schwefelwasserstoff kann sowohl im Reinigungs- und Beizbehälter als auch im Fällungsreaktor oder einem nachgeschalteten Reaktor (Oxidator) (17) bekannter Bauart erfolgen.
4.3.3. Kreislaufführung des Schwefelwasserstoffes
Wird die Fällung mit gasförmigem Schwefelwasserstoff im geschlos­ senen Fällungsreaktor oder dem geschlossenen Reinigungs- und Beizbehälter durchgeführt, so kann aus der zu behandelnden Flüs­ sigkeit austretender Schwefelwasserstoff mittels eines Absaug­ (13)- und Injektorsystems (15) in dieselbe zurückgeführt werden oder aus dem dem Fällungsreaktor wahlweise nachgeschalteten Entgasungsreaktor (18) in den Fällungsreaktor (10) zurückgeführt werden.
4.4. Metallsulfidabtrennung
Metallsulfide lassen sich durch die üblichen Verfahren der Fest- Flüssig-Trennung (19) aus der Flüssigkeit abtrennen. Bevorzugt werden Verfahren der Filtration. Als besonders geeignet haben sich Ultrafiltration, Mikrofiltration und Rotorfiltration erwiesen.
4.4. Kationenabtrennung
Um eine Anreicherung nicht fällbarer Kationen im Reinigungs- und Beizbad zu verhindern, kann die Reinigungs- und Beizbad­ flüssigkeit nach der Metallsulfidentfernung im Bedarfsfall über einen Kationenaustauscher (20) bekannter Bauart geführt werden.
5. Dreifachkaskade
Die Dreifachkaskade (21) dient der Spülung der gereinigten und gebeizten Oberflächen. Die hierfür verwendete Technik entspricht dem Stand der Technik für Spülprozesse in der Oberflächentechnik und kann abwasserfrei gestaltet werden, indem die Verdunstungs­ verluste im Ultraschall-Reinigungs- und Beizbad ausgeglichen werden.
6. Trocknung
Die Trocknung (22) der behandelten Oberflächen erfolgt mit üblicher Trocknungstechnik (Umluft- oder Vakuumtrocknung).
7. Entsorgung verbrauchter Beizlösungen
Die Entsorgung verbrauchter Beizbäder kann wegen der noch vorhan­ denen Komplexbildungskapazität nur dann mit dem allgemeinen Ab­ wasserstrom erfolgen, wenn diese Entsorgung mit einer zusätz­ lichen Schwermetallfällung am Ende der Behandlung verbunden ist. Verbrauchte organische Säurebäder werden daher im Oxidator (17) durch Behandlung mit Ozon oder Wasserstoffperoxid und wahlweise UV - Licht oder biologisch in Apparaturen bekannter Bauart soweit oxidiert, bis deren Komplexbildungskapazität abgebaut ist. Sie können dann der allgemeinen Abwasserbehandlung zugeführt werden.
Bezugszeichenliste
1
Ultraschall- oder Abkochentfettung
2
Dreifachkaskade
3
Öl- oder Koaleszenzabscheider
4
Ultraschall-Reinigungs- und Beizbad
5
Ultraschall-Schwingelementen
6
Thermostatiereinrichtung
7
Prozeßvisualisierung
8
Säureregeneration
9
Feststoffabtrennung
10
Fällungsreaktor
11
Durchmischung
12
Bevorratungs- und Dosiereinrichtungen
13
Schwefelwasserstoff-Absaugung
14
Kationenaustauscher
15
Injektorsystem
16
Aufnahmemedium
17
Oxidator
18
Entgasungsreaktor
19
Fest-Flüssig-Trennung
20
Steuerung der Metallsulfidfällung
21
Dreifachkaskade
22
Trocknung
23
Sulfidrecycling
US Ultraschall-Behandlung

Claims (34)

1. Verfahren zur Reinigung und Beize von Oberflächen mit Regeneration des Reinigungs- und Beizmittels, dadurch gekennzeichnet, daß die Reinigung und Beize der Oberflächen nach einer Entfettungsstufe, welche vorzugsweise als Abkoch- oder Ultraschallentfettung geführt wird, durch eine wäßrigen Lösung, zu deren Bestandteilen eine oder mehrere organische Säuren gehören, unter Ultraschall­ einwirkung erfolgt und die verwendete Reinigungs- und Beizlösung durch die Anwendung von Filtrationen und Metallfällungsreaktionen mit anschließenden Fest-Flüssig-Trennverfahren so regeneriert wird, daß diese wiederverwendet werden kann oder deren Reinigungs- und Beizaktivität während des Prozesses erhalten bleibt und daß bei der Metallfällungsreaktion entstehender oder überschüssiger Schwefelwasserstoff durch Kreislaufführung zur Metallfällung wiederverwendet oder mittels eines Oxidations­ mittels oxidiert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die wäßrigen Lösungen zur Reinigung und Beize aus organischen Säuren, vorzugsweise komplexierenden Fruchtsäuren wie z. B. Zitronensäure, Äpfelsäure, Milchsäure sowohl einzeln als auch aus Gemischen derselben und weiteren Zusätzen bestehen.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die wäßrigen Lösungen zur Reinigung und Beize ultraschalltauglich sind.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Behälter, in denen die Reinigung und Beize durchgeführt wird, mit Ultraschall- Übertragungselementen bekannter Bauart ausgerüstet sind und die Ultrabeschallung der zu reinigenden oder zu beizenden Oberflächen wahlweise von einer oder mehreren, vorzugsweise einer bis sechs Seiten erfolgen kann.
5, Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ultraschall-Behandlung mit einer Prozeßvisualisierung hinsichtlich der Leistung der einzelnen Ultraschall-Über­ tragungselemente bekannter Bauart ausgerüstet sein kann.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Regeneration der wäßrigen Reinigungs- und/oder Beizlösung durch Entfernung von Feststoffen aller Art durch Abtrennung, vorzugsweise Filtration, und durch Zugabe von Metallfällungs­ reagentien, vorzugsweise anorganischen und organischen Sulfiden sowie Schwefelwasserstoff oder Gemischen aus denselben und Abtrennung der gefällten Metallsulfide aus der Flüssigkeit erfolgt.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der wahlweise vorab von Feststoffen befreiten Reinigungs- oder Beizlösung im Fällungsreaktor unter Durchmischung Sulfide oder Schwefelwasserstoff solange zugesetzt werden, bis die Regeneration der organischen Säure durch Ausfällung der Metallsulfide in dem gewünschten Maße abgeschlossen ist.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß daß die Regeneration der wäßrigen Reinigungs- und/oder Beizlösung sowohl während des Reinigungs- und Beizprozesses als auch zeitlich und räumlich unabhängig davon ausgeführt werden kann.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß daß die Regeneration der wäßrigen Reinigungs- und/oder Beizlösung sowohl in einem kontinuierlichen oder einem diskontinuierlichen Prozeß durchgeführt werden kann.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Regeneration der Reinigungs- und Beizflüssigkeit auf der Basis organischer Säuren bei allen Temperaturen, bei denen das Reinigungsmedium als Flüssigkeit vorliegt, durchgeführt werden kann.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die wäßrigen Lösungen zur Reinigung und Beize während des Betriebes der Reinigung oder Beize im Kreislauf durch Fest-Flüssig- Trennung, vorzugsweise einer statischen Filtration, von ungelösten Bestandteilen befreit werden.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß den wäßrigen Lösungen zur Reinigung und Beize organische Schwefelwasserstoff­ verbindungen oder anorganische Sulfide oder Gemische aus denselben oder Schwefelwasserstoff zudosiert werden.
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugabe organischer Schwefelwasserstoffverbindungen oder anorganischer Sulfide oder Genische aus denselben sowie von Schwefelwasserstoff sowohl vor als auch nach der Entfernung ungelöster Feststoffe aus der wäßrigen Reinigungs- oder Beizlösung erfolgen kann.
14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Dosierung organischer Schwefelwasserstoffverbindungen oder anorganischer Sulfide oder Gemische aus denselben sowohl in fester als auch in flüssiger Form erfolgen kann.
15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Dosierung von Schwefelwasserstoff als Gas erfolgt.
16. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Metallfällung verwendeten Reaktoren offen oder geschlossen sein können.
17. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Metallfällung verwendeten Reaktoren mit Vorrichtungen zur Entfernung von gasförmigem Schwefelwasserstoff ausgerüstet sein können.
18. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktoren, in denen die Metallfällung erfolgt, in Volumen und Form den Bedingungen der jeweiligen Fällungsart angepaßt sind.
19. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktion der Metallfällung auch im Reinigungs- und Beizbehälter selbst durchgeführt werden kann.
20. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei Durchführung der Metallfällung im Reinigungs- und Beizbehälter selbst dieser wahlweise offen oder geschlossen und mit wahlweise mit einer Vorrichtung zur Entfernung gasförmigen Schwefelwasserstoffs ausgerüstet ist.
21. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Abtrennung der Metallsulfide durch eine Fest-Flüssig-Trennung, vorzugsweise eine Ultra- oder Mikrofiltration, erfolgt.
22. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Abtrennung der Metallsulfide in einem Rotorfilter bekannter Bauart erfolgen kann.
23. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß für die Zugabe der flüssigen oder festen Sulfide oder des Schwefelwasserstoffes Dosiersysteme bekannter Bauart verwendet werden.
24. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Ablauf der Metallsulfidfällung durch bekannte Meßverfahren und deren Kenngrößen, vorzugsweise Metallkonzentration, pH- Wert, rH-Wert, elektrische Leitfähigkeit, Trübung oder alle weiteren für diesen Zweck geeigneten Parameter beurteilt und die Sulfiddosierung entsprechend geregelt wird.
25. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die für die Reaktion von Reinigungs- oder Beizbadflüssigkeit und Fällungsmittel notwendige Durchmischung mit Durchmischungs­ systeme bekannter Bauart durchgeführt wird.
26. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß gasförmiger Schwefelwasserstoff mittels eines Abzugssystems bekannter Bauart und eines Injektorsystems in ein Medium, in dem dieser löslich ist, vorzugsweise Natronlauge, überführt werden kann und diese nach Sättigung als Natriumsulfidlösung eingesetzt werden kann.
27. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Oxidation von freigesetztem oder überschüssigem Schwefelwasserstoff sowohl im Reinigungs- und Beizbehälter als auch im Fällungsreaktor oder einem nachgeschalteten Reaktor (Oxidator) erfolgen kann.
28. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß überschüssiger Schwefelwasserstoff in einem Oxidator bekannter Bauart durch Zugabe von Oxidationsmitteln, vorzugsweise Ozon, Wasserstoffperoxid in Kombination mit ultraviolettem Licht und wahlweise Ultraschall oder biologisch durch Mikroorganismen oder Enzyme oxidiert werden kann.
29. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Oxidation von Schwefelwasserstoff im Oxidator gemeinsam mit dem verbrauchten Säurebad erfolgen kann.
30. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei Durchführung der Fällung mit gasförmigem Schwefelwasserstoff im geschlossenen Fällungsreaktor oder dem geschlossenen Reinigungs- und Beizbehälter der aus der zu behandelnden Flüs­ sigkeit austretender Schwefelwasserstoff mittels eines Absaug- und Injektorsystems in dieselbe oder aus dem dem Fällungsreaktor nachgeschalteten Entgasungsreaktor in den Fällungsreaktor zurückgeführt werden kann.
31. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Reinigungs- und Beizbadflüssigkeit nach der Metallsulfid­ entfernung über einen Kationenaustauscher geführt werden kann.
32. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Spülung der gereinigten und gebeizten Oberflächen in einem kaskadenartigen, abwasserfreien Spülprozeß erfolgen kann, in dem die Verdunstungsverluste im Ultraschall-Reinigungs- und Beizbad ausgeglichen werden.
33. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Trocknung der behandelten Oberflächen mit Trocknungstechnik bekannter Bauart erfolgt.
34. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß verbrauchte organische Säurebäder durch Behandlung mit Ozon oder Wasserstoffperoxid und wahlweise UV-Licht und wahlweise Ultra­ schallbehandlung in Apparaturen bekannter Bauart soweit oxidiert werden, bis die Komplexbildungskapazität abgebaut ist und diese der allgemeinen Abwasserbehandlung zugeführt werden können.
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