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DE19722368A1 - Künstlicher Köderfisch - Google Patents

Künstlicher Köderfisch

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Publication number
DE19722368A1
DE19722368A1 DE19722368A DE19722368A DE19722368A1 DE 19722368 A1 DE19722368 A1 DE 19722368A1 DE 19722368 A DE19722368 A DE 19722368A DE 19722368 A DE19722368 A DE 19722368A DE 19722368 A1 DE19722368 A1 DE 19722368A1
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DE
Germany
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bait fish
artificial bait
drive
fish
strut
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Withdrawn
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DE19722368A
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English (en)
Inventor
Karl-Ludwig Paap
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GMD GmbH
Original Assignee
GMD GmbH
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Publication date
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01KANIMAL HUSBANDRY; AVICULTURE; APICULTURE; PISCICULTURE; FISHING; REARING OR BREEDING ANIMALS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NEW BREEDS OF ANIMALS
    • A01K85/00Artificial bait for fishing
    • A01K85/16Artificial bait for fishing with other than flat, or substantially flat, undulating bodies, e.g. plugs
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01KANIMAL HUSBANDRY; AVICULTURE; APICULTURE; PISCICULTURE; FISHING; REARING OR BREEDING ANIMALS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NEW BREEDS OF ANIMALS
    • A01K85/00Artificial bait for fishing
    • A01K85/01Artificial bait for fishing with light emission, sound emission, scent dispersal or the like

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Marine Sciences & Fisheries (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Biodiversity & Conservation Biology (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf einen künstlichen Köderfisch, der beim Ködern eines Fisches die anlockende Bewegung eines lebenden Fisches nachahmt, mit einer beweglichen, mit dem Köderfischkörper fest verbundenen Schwanzflosse.
Beim Angeln auf größere Raubfische haben sich lebende Fische als bester Köder erwiesen. Der Tierschutzgedanke verhindert aber weitgehend den Einsatz lebender Köderfische. Darüberhinaus sind diese nicht immer und überall erhältlich, außerdem sind sie dem Streß am Haken durch Verletzung bei der Befestigung und schnelles Wechseln der Wassertiefe oft nur sehr kurze Zeit gewachsen.
Deshalb wurden wiederverwendbare künstliche Köder in Fischgestalt in verschiedenen Ausführungsformen entwickelt, beispielsweise als Wobbler Blinker oder Pilker. Diese können ohne Probleme in großer Tiefe verwendet werden und ahmen beim Zug durch das Wasser die Bewegung eines echten Fisches nach. Durch eine spezielle Körperwölbung erzeugen dazu bestimmte Pilker-Köderfische eine Taumelbewegung. Außerdem ist bei diesen Ködern die Schwanzflosse über eine Öse mit dem Fischkörper verbunden, so daß sie beim Ködern durch den Wasserwiderstand bewegbar ist. Trotzdem ist der Fangreiz, den derartige Köderfische auf den Beutefisch ausüben, nur begrenzt. Die ausgeführte Bewegung ist nicht ausreichend naturgetreu. Gerade beim Angeln auf größere Raubfische, wie beispielsweise Hechte, ist deren Erkennungsvermögen deshalb nur schwer zu überlisten.
Das technische Problem, mit dem sich die Erfindung befaßt, besteht daher darin, einen künstlichen Köderfisch der eingangs beschrieben Art anzugeben, dessen Bewegungsnachahmung so naturgetreu ist, daß auch schwerer zu angelnde Fische eine optimale Fängigkeit zeigen. Dabei soll die Kostengünstigkeit eines solchen Köders beachtet werden. Außerdem sollen auch andere, an sich bekannte Lockmerkmale, wie Fischgröße und -aussehen ebenfalls mit dem Köderfisch realisierbar sein.
Die erfindungsgemäße Lösung hierfür sieht für einen künstlichen Köderfisch deshalb vor, daß die Schwanzflosse im Innern ein an ihren beiden gegenüberliegenden Flanken angreifendes Zugelement aufweist, das über einen Antrieb flankenseitig abwechselnd anziehbar ist, und daß der Antrieb zusammen mit seiner Energieversorgung im Köderfischkörper angeordnet ist.
Von wesentlicher Bedeutung für die Erfindung ist die gezielte Bewegbarkeit der Schwanzflosse durch das flankenseitig abwechselnde Anziehen des Zugelements über den Antrieb. Da der Hauptantrieb bei den meisten Fischen über die Schwanzflosse erfolgt, ist es absolut ausreichend, den Schwanz des Fisches in einer Schlagbewegung hin- und herzubewegen. Auf diese Weise kann eine täuschend echte Fischbewegung nachgeahmt werden, die ihre Wirkung auf den Beutefisch nicht verfehlt. Dabei wird diese Bewegung aktiv, d. h. unabhängig von der Wasserströmung, der Sinkgeschwindigkeit, des Ködereinzuges sowie der Köderform, und damit zuverlässig erzeugt. Die Mittel zur Erzeugung der Schwanzbewegung in Form eines Zugelements -und eines Antriebs mit Energieversorgung sind einfach und damit kostengünstig. Gerade im Hinblick auf die Wiederverwendbarkeit eines solchen Köderfisches sind damit die anzusetzenden Kosten relativ gering.
Eine weitere Verbesserung des Bewegungsablaufes ohne den Köder sichtbar verändernde Maßnahmen kann erzielt werden, wenn nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung der Antrieb zeitlich einstellbar ansteuerbar ist und die Steuerelektronik ebenfalls im Köderfischkörper angeordnet ist. Durch Pausen unterschiedlicher Länge und unterschiedlichen Abstands läßt sich der Bewegungsablauf einstellen. Dieser darf nicht zu regulär sein, um den Eindruck der Schwanzbewegung eines lebenden Fisches nicht zu vermindern. Unregelmäßige Schwanzbewegungen erzielen einen besonders großen Täuschungseffekt. Um also eine eintönige Bewegung zu vermeiden, können die Pausenabschnitte variiert werden. So kann durch den Ansteuermodus des Antriebs beispielsweise nach mehreren Hin- und Herbewegungen des Schwanzes eine Pause eingelegt werden. Dabei ist die Anzahl der aufeinanderfolgenden Schwanzschläge und die Pausenlänge beliebig einstellbar, so daß eine besonders naturgetreue Schwanzflossenbewegung mit dem erfindungsgemäßen künstlichen Köderfisch erzielbar ist. Eine Pausen aufweisende Schwanzbewegung benötigt außerdem gegenüber einer andauernden Bewegung einen geringeren Energieeinsatz. Dadurch kann die im Köderfischkörper angeordnete Energieversorgung mit ihrer begrenzten Ressource relativ klein dimensioniert werden. Trotzdem ist ein ausreichend langer Betrieb des Köderfisches beim Ködern gewährleistet. Durch die Anordnung der Steuerelektronik im Köderfischkörper wird dieser in seiner statischen Lockwirkung nicht verändert. Dabei ist aufgrund der geringen Größe des entsprechenden Bauelements eine platzsparende Integration im Köder ohne weiteres möglich.
Die Befestigung des Zugelements im Innern des Köderfisches an seinen beiden Flankenseiten kann direkt beispielsweise über entsprechend vorgesehene Ösen erfolgen. Vorteilhaft ist es aber, wenn gemäß einer nächsten Erfindungsausgestaltung zwischen den beiden Flanken eine Verstrebung in Höhe der Angriffspunkte des Zugelements angeordnet ist. Diese kann dann einfach direkt an der Verstrebung angreifen. Diese bietet eine ausreichende mechanische Stabilität sowohl für die Übertragung der erforderlichen Zugkräfte als auch für den Köderfisch selbst. Weiterhin ist bei der Herstellung des Köderfisches eine weitgehende Vorfertigung des gesamten Innenapparates möglich, der dann nur noch von der Fischhaut überzogen oder eingegossen werden muß. Nachträglicher Montageaufwand entfällt.
Weiter vereinfacht wird diese Vormontagefähigkeit noch, wenn nach einer weiteren Erfindungsfortbildung die Verstrebung an einem elastischen Stab angeordnet ist, der mit dem Gehäuse des Antriebs verbunden ist. Die Elastizität des Stabes ermöglicht dabei eine starre, rechtwinklige Verbindung mit der Verstrebung und unterstützt die erforderliche Rückstellkraft bei der Schwanzbewegung. Zusätzliche Verbesserungen bei der Herstellung der eigentlichen Köderfischform ergeben sich, wenn darüberhinaus erfindungsausgestaltend die Verstrebung zusammen mit weiteren Spanten unterschiedlicher Breite, die ebenfalls mit dem elastischen Stab verbunden sind die äußere Form der Schwanzflosse ähnlich wie beim Bau eines Schiffsrumpfs bereits festlegen. Dabei kann die räumliche Abfolge der Verstrebung mit den Spanten in der Schwanzflosse nahezu beliebig sein.
Der Aufbau des Zugelements im Innern des Köderfischkörpers kann unterschiedlich gestaltet sein. Prinzipiell eignen sich die folgenden Varianten für Köderkörper mit ohne ohne innere Verstrebung. Da diese jedoch besonders vorteilhaft ist, soll nur auf Ausführungsformen mit Verstrebung näher eingegangen werden. Gemäß einer nächsten Ausgestaltung der Erfindung kann das Zugelement zwei Zugseile aufweisen, die mit ihren einen Enden jeweils an den Enden der Verstrebung angreifen und mit ihren anderen Enden auf eine Achse eines drehrichtungsansteuerbaren Servomotors als Antrieb aufgewickelt sind. Die direkte Verbindung der beiden Zugseile mit der Achse des Servomotors ist eine einfache und kostengünstige Lösung. Durch die gegenläufige Aufwicklung der beiden Zugseile wird bei der Motordrehung immer ein Seil auf- und ein Seil abgewickelt, so daß ein Seil gespannt und die Schwanzflosse in die entsprechende Richtung gezogen wird. Für diese Art der Bewegungserzeugung ist es jedoch erforderlich, daß der Motor drehrichtungs­ ansteuerbar ist und seine Drehrichtung entsprechend dem Schwanzschlag ständig umkehrbar ist.
Deshalb ist es nach einer weiteren Erfindungsausgestaltung besonders vorteilhaft, wenn das Zugelement ein über zwei Umlenkungen geführtes Zugseil aufweist, dessen beide Enden jeweils an den Enden der Verstrebung angreifen und das zwischen den beiden Umlenkungen ein Befestigungselement aufweist in das eine Seilführung eingreift, die auf einer Exzenterscheibe eines Gleichstrommotors als Antrieb angeordnet ist. Bei dem hierbei verwendeten Gleichstrommotor handelt es sich um ein herkömmliches Bauelement noch einfacherer und damit preiswerterer Art. Er muß keine Drehrichtungsumkehr ausführen. Die Hin- und Herbewegung des Schwanzes wird vielmehr durch die Drehbewegung der Exzenterscheibe bewirkt, an der das eine Zugseil über ein Befestigungselement, beispielsweise in Form eines einfachen Schlitzes im Seil mit einer Seilführung so befestigt ist, das es sich nicht aufwickeln kann. Hierzu dient z. B. ein kleiner T-förmiger Dorn auf der Exzenterscheibe, der durch den Seilschlitz hindurchgreift. Die beiden Umlenkungen, über die das eine Zugseil zweimal um 90° umgelenkt wird, so daß es in seiner Funktionsweise den beiden oben beschriebenen Zugseilen entspricht, werden beispielsweise von einfachen, im Fischkörper befestigten Achsen gebildet.
Das Zugelement kann gemäß einer weiteren Erfindungsausgestaltung auch anstelle eines oder zweier Zugseile eine starre Stange aufweisen. Hierbei ist es dann vorteilhaft, wenn diese mit ihrem einen Ende an einem Ende der Verstrebung angreift und mit ihrem anderen Ende mit einer Exzenterscheibe eines Gleichstrommotors als Antrieb verbunden ist. Der Motor mit der Exzenterscheibe könnte beispielsweise mit dem für das Zugseil identisch sein. Er müßte hierbei lediglich um 90° verdreht angeordnet werden, so daß die Exzenterscheibe parallel zu der Zugstange verläuft. Die Verbindung zwischen beiden ist entsprechend drehfähig. Über eine starre Stange kann sowohl Zug als auch Druck übertagen werden. Dadurch wird die Anzahl der erforderliche Bauelemente verringert. Außerdem besitzt ein starres Element eine geringere Empfindlichkeit gegen etwaige mechanische Hindernisse im Inneren des Fischköders während der Herstellung und der Nutzung.
Die Verbindung zwischen Schwanzflosse und Fischkörper kann unterschiedlich realisiert werden; hierbei handelt es sich beispielsweise um eine gelenkige Verbindung mit Ösen. Ist der Köderkörper dabei von hinten offen, müssen der Antrieb, die Energieversorgung und die Steuerelektronik gegen Eindringen von Wasser geschützt sein, beispielsweise durch ein einfaches Gehäuse. Bei einer gelenkigen Verbindung von Körper und Schwanzflosse kann die Schwanzflosse aus einem harten Material, beispielsweise aus einem Blech, hergestellt sein. Das Zugelement wird dann einfach an der Gelenkverbindung vorbei in das Körperinnere geführt. Besonders günstig ist es jedoch, wenn gemäß einer anderen Ausgestaltung der Erfindung die Schwanzflosse aus einem bißfesten elastischen Material besteht und starr mit dem Köderfischkörper verbunden ist. Das Zugelement und die zugehörigen Teile sind dann vollständig geschützt und liegen in der offenen inneren Verbindung zwischen Körper und Schwanz. Dessen Elastizität entspricht der einer echten Schwanzflosse und erzeugt eine noch verbesserte, sehr naturgetreue Schwanzbewegung. Gegenüber dem Angriff von größeren Beutefischen schützt die Bißfestigkeit des Materials, so daß die innenliegenden Teile vor Zerstörung geschützt sind und die Wiederverwendbarkeit des Köderfisches gewährleistet ist.
Zum Schutz des Antriebs mit seiner Energieversorgung und der Steuerelektronik gegen Eindringen von Wasser können diese beispielsweise wasserdicht eingekapselt sein. Wenn jedoch Körper und Schwanz bereits starr miteinander verbunden sind, ist es besonders einfach und günstig, wenn nach einer Erfindungsweiterbildung die elastische Schwanzflosse wasserdicht mit dem Köderfischkörper verbunden ist. Alle wasserempfindlichen Teile liegen dann sicher geschützt im Körperinneren.
Die Herstellung einer solchen wasserdichten Verbindung kann beispielsweise über die Anordnung einer entsprechenden Dichtung als Ring oder Dichtmasse erfolgen. So können unterschiedliche Materialien sicher miteinander verbunden werden. Vorteilhaft ist es jedoch, wenn nach einer nächsten Ausgestaltung der Erfindung die Schwanzflosse und der Köderfischkörper aus demselben bißfesten, elastischen Material einteilig ausgeführt sind. Die inneren Teile können dann beispielsweise in einen kompletten Fischkörper aus Kunststoff eingegossen sein. Dabei können für die bewegbaren Teile entsprechende Hohlräume vorgesehen sein. Das Zugelement kann aber auch miteingegossen sein und durch einmalige Bewegung einfach freigezogen werden. Es wird dann in dem Kunststoff sicher geführt. Selbst ein Austausch der Energieversorgung ist durch Entfernen der Kunststoffhülle und erneutes Eingießen möglich. Hilfreich ist dabei eine Anordnung der Bauteile in einem kleinen Gehäuse, das jedoch nicht unbedingt wasserdicht sein muß.
Beim Angeln ist die Wahl des einzusetzenden Köderfisches auch abhängig von der anzulockenden Fischart. Einige Fische reagieren nicht nur auf Bewegung, sondern auch auf Größe und Aussehen des Köderfisches. Deshalb kann der erfindungsgemäße künstliche Köderfisch vorteilhaft auch weitere Merkmale zum Anlocken eines Fisches aufweisen. Er kann in verschiedenen Größen etwa ab Fingerlänge herstellbar sein. Seine Körperform kann einem weit verbreiteten, d. h. bevorzugten Beutefisch, wie beispielsweise dem Rotauge ähnlich sein. Er kann als Pilker mit vier Fanghaken versehen sein oder als Blinker beispielsweise die unterschiedlichsten Glitterdekore, Reflexfolien, Knicklichter, Augenmarkierungen und Leuchtfarben aufweisen. Zusammen mit der täuschend echten Bewegungsfähigkeit des erfindungsgemäßen künstlichen Köderfisches garantieren derartige zusätzliche Ködermerkmale eine zuverlässige Fängigkeit nahezu jeder Fischart, gerade auch der größeren Raubfische.
Eine Ausbildungsform der Erfindung wird nachfolgend anhand der schematischen Figuren näher erläutert. Dabei zeigt:
Fig. 1 einen künstlichen Köderfisch mit einem zwei Zugseile aufweisenden Zugelement im Schnitt von der Seite und
Fig. 2 diesen künstlichen Köderfisch im Schnitt von oben und
Fig. 3 einen künstlichen Köderfisch mit einem ein umgelenktes Zugseil aufweisenden Zugelement im Schnitt von oben.
In Fig. 1 ist ein künstlicher Köderfisch 1 dargestellt, der sich aus einem Köderfischkörper 2 und einer Schwanzflosse 3 zusammensetzt. Dabei soll der Begriff "Schwanzflosse" auch noch einen sich verdickenden Abschnitt 4 nach der engsten Stelle in der Schwanzflosse 3 umfassen. Im gewählten Ausführungsbeispiel sind beide einteilig in einem elastischen, bißfesten Material in Vollform ausgeführt, d. h. das Innere des Köderfisches 1 ist ebenfalls mit dem elastischen Material ausgefüllt.
Im Inneren des Köderfischkörpers 2 ist weiterhin ein Gehäuse 5 angeordnet, in dem sich ein Antrieb 6 in Form eines ansteuerbaren Servomotors, eine Steuerelektronik 7 und eine Energieversorgung 8 durch eine Batterie befinden. Schematisch ist dargestellt, daß über den Servomotor 6 ein Zugelement 9 betätigbar ist. Dieses weist dazu ein erstes und ein zweites Zugseil 10,11 auf, die jeweils an gegenüberliegende Flanken 12,13 in die Schwanzflosse 3 geführt sind. Dort befindet sich eine Verstrebung 14, an die die beiden Zugseile 10,11 angreifen. Diese sind durch das elastische Material einfach hindurchgeführt und in nicht weiter dargestellter Weise gegenläufig auf eine Achse des Servomotors 6 aufgewickelt. Durch dessen steuerbare Drehrichtungsumkehr wird abwech­ selnd das eine und das andere Zugseil gespannt und die Schwanzflosse 3 hin- und herbewegt. Die so erzeugten Schwanzschläge wirken aufgrund von Pausen zeitlich variabler Länge und Abstandes in der Ansteuerung täuschend echt und bewirken den besonders guten Ködereffekt des erfindungsgemäßen Köderfisches 1.
Die Fig. 2 zeigt den in Fig. 1 beschriebenen Köderfisch 1 im Schnitt von oben und bedarf keiner weiteren Erläuterung. Sie weist identische Bezugszeichen auf. Die beiden Zugseile 10, 11, die beiden gegenüberliegenden Flanken 12, 13 und die Verstrebung 14 sind hier deutlich zu sehen.
In der Fig. 3 ist ein künstlicher Köderfisch 1 im Schnitt von oben gezeigt, in dem ein Zugelement 9 angeordnet, das ein einzelnes Zugseil 15 aufweist. Dieses ist über zwei Umlenkungen 16, 17 geführt. Beide Enden des Zugseils 15 greifen an der Verstrebung 14 an. Diese ist über einen elastischen Stab 18, an dem weitere Spanten 19 befestigt sind, mit dem Antrieb 6 verbunden. Diese Spanten 19 bestimmen mit die äußeren Form des Köderfisches 1.
Ungefähr in der Mitte des Zugseils 15 ist ein Befestigungselement 20 in Form eines einfachen Schlitzes angeordnet, in den eine Seilführung 21 in Form eines kleinen Dornes mit einer Abrutschsicherung eingreift. Die Seilführung 21 ist auf einer Exzenterscheibe 22 angeordnet, die über eine Motorachse 23 mit einem einfachen Gleichstrommotor als Antrieb 6 verbunden ist. Durch die Drehung des Motors 6 wird eine Auf- und Abbewegung der Seilführung 21 bewirkt, die das Zugseil 15 abwechselnd an den Flanken 12, 13 zurückzieht und die Schwanzbewegung hervorruft. Auch hierbei kann deren Naturgetreue noch durch variable Pausen in der Ansteuerung verbessert werden. Dadurch ergibt sich ein künstlicher Köderfisch 1, der besonders einfach aufgebaut und äußerst robust ist und trotzdem eine optimale Fängigkeit, insbesondere für größere Raubfische, garantiert.
Bezugszeichenliste
1
1 künstlicher Köderfisch
2
Köderfischkörper
3
Schwanzflosse
4
sich verdickender Abschnitt
5
Gehäuse
6
Servomotor
7
Steuerelektronik
8
Energieversorgung
9
Zugelement
10
erstes Zugseil
11
zweites Zugseil
12
erste Flanke
13
zweite Flanke
14
Verstrebung
15
einzelnes Zugseil
16
erste Umlenkung
17
zweite Umlenkung
18
elastischer Stab
19
Spante
20
Befestigungselement
21
Seilführung
22
Exzenterscheibe
23
Motorachse

Claims (12)

1. Künstlicher Köderfisch, der beim Ködern eines Fisches die anlockende Bewegung eines lebenden Fisches nachahmt, mit einer beweglichen, mit dem Köderfischkörper fest verbundenen Schwanzflosse, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwanzflosse (3) im Innern ein an ihren beiden gegenüberliegenden Flanken (12, 13) angreifendes Zugelement (9) aufweist, das über einen Antrieb (6) flankenseitig abwechselnd anziehbar ist, und daß der Antrieb (6) zusammen mit seiner Energieversorgung (8) im Köderfischkörper (2) angeordnet ist.
2. Künstlicher Köderfisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb (6) zeitlich einstellbar ansteuerbar ist und die Steuerelektronik (7) ebenfalls im Köderfischkörper (2) angeordnet ist.
3. Künstlicher Köderfisch nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den beiden Flanken (12, 13) eine Verstrebung (14) in Höhe der Angriffspunkte des Zugelements (9) angeordnet ist.
4. Künstlicher Köderfisch nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstrebung (14) an einem elastischen Stab (18) angeordnet ist, der mit dem Gehäuse des Antriebs (6) verbunden ist.
5. Künstlicher Köderfisch nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstrebung (14) zusammen mit weiteren Spanten (19) unterschiedlicher Breite, die ebenfalls mit dem elastischen Stab (18) verbunden sind, die äußere Form der Schwanzflosse (3) festlegen.
6. Künstlicher Köderfisch nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Zugelement (9) zwei Zugseile (10, 11) aufweist, die mit ihren einen Enden jeweils an den Enden der Verstrebung (14) angreifen und mit ihren anderen Enden auf eine Achse eines drehrichtungsansteuerbaren Servomotors als Antrieb (6) gegenläufig aufgewickelt sind.
7. Künstlicher Köderfisch nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Zugelement (9) ein über zwei Umlenkungen (16, 17) geführtes Zugseil (15) aufweist, dessen beide Enden jeweils an den Enden der Verstrebung (14) angreifen und das zwischen den beiden Umlenkungen (16, 17) ein Befestigungselement (20) aufweist, in das eine Seilführung (21) eingreift, die auf einer Exzenterscheibe (22) eines Gleichstrommotors als Antrieb (6) angeordnet ist.
8. Künstlicher Köderfisch nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Zugelement (9) eine starre Stange aufweist, die mit ihrem einen Ende an einem Ende der Verstrebung (14) angreift und mit ihrem anderen Ende mit einer Exzenterscheibe (22) eines Gleichstrommotors als Antrieb (6) verbunden ist.
9. Künstlicher Köderfisch nach einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwanzflosse (3) aus einem bißfesten, elastischen Material besteht und starr mit dem Köderfischkörper (2) verbunden ist.
10. Künstlicher Köderfisch nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwanzflosse (3) wasserdicht mit dem Köderfischkörper (2) verbunden ist.
11. Künstlicher Köderfisch nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwanzflosse (3) und der Köderfischkörper (2) aus demselben bißfesten, elastischen Material einteilig ausgeführt sind.
12. Künstlicher Köderfisch nach einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß dieser weitere Merkmale zum Anlocken eines Fisches aufweist.
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