DE19722368A1 - Künstlicher Köderfisch - Google Patents
Künstlicher KöderfischInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen künstlichen Köderfisch, der beim Ködern
eines Fisches die anlockende Bewegung eines lebenden Fisches nachahmt, mit
einer beweglichen, mit dem Köderfischkörper fest verbundenen Schwanzflosse.
Beim Angeln auf größere Raubfische haben sich lebende Fische als bester
Köder erwiesen. Der Tierschutzgedanke verhindert aber weitgehend den
Einsatz lebender Köderfische. Darüberhinaus sind diese nicht immer und überall
erhältlich, außerdem sind sie dem Streß am Haken durch Verletzung bei der
Befestigung und schnelles Wechseln der Wassertiefe oft nur sehr kurze Zeit
gewachsen.
Deshalb wurden wiederverwendbare künstliche Köder in Fischgestalt in
verschiedenen Ausführungsformen entwickelt, beispielsweise als Wobbler
Blinker oder Pilker. Diese können ohne Probleme in großer Tiefe verwendet
werden und ahmen beim Zug durch das Wasser die Bewegung eines echten
Fisches nach. Durch eine spezielle Körperwölbung erzeugen dazu bestimmte
Pilker-Köderfische eine Taumelbewegung. Außerdem ist bei diesen Ködern die
Schwanzflosse über eine Öse mit dem Fischkörper verbunden, so daß sie beim
Ködern durch den Wasserwiderstand bewegbar ist. Trotzdem ist der Fangreiz,
den derartige Köderfische auf den Beutefisch ausüben, nur begrenzt. Die
ausgeführte Bewegung ist nicht ausreichend naturgetreu. Gerade beim Angeln
auf größere Raubfische, wie beispielsweise Hechte, ist deren
Erkennungsvermögen deshalb nur schwer zu überlisten.
Das technische Problem, mit dem sich die Erfindung befaßt, besteht daher
darin, einen künstlichen Köderfisch der eingangs beschrieben Art anzugeben,
dessen Bewegungsnachahmung so naturgetreu ist, daß auch schwerer zu
angelnde Fische eine optimale Fängigkeit zeigen. Dabei soll die
Kostengünstigkeit eines solchen Köders beachtet werden. Außerdem sollen
auch andere, an sich bekannte Lockmerkmale, wie Fischgröße und -aussehen
ebenfalls mit dem Köderfisch realisierbar sein.
Die erfindungsgemäße Lösung hierfür sieht für einen künstlichen Köderfisch
deshalb vor, daß die Schwanzflosse im Innern ein an ihren beiden
gegenüberliegenden Flanken angreifendes Zugelement aufweist, das über
einen Antrieb flankenseitig abwechselnd anziehbar ist, und daß der Antrieb
zusammen mit seiner Energieversorgung im Köderfischkörper angeordnet ist.
Von wesentlicher Bedeutung für die Erfindung ist die gezielte Bewegbarkeit der
Schwanzflosse durch das flankenseitig abwechselnde Anziehen des
Zugelements über den Antrieb. Da der Hauptantrieb bei den meisten Fischen
über die Schwanzflosse erfolgt, ist es absolut ausreichend, den Schwanz des
Fisches in einer Schlagbewegung hin- und herzubewegen. Auf diese Weise
kann eine täuschend echte Fischbewegung nachgeahmt werden, die ihre
Wirkung auf den Beutefisch nicht verfehlt. Dabei wird diese Bewegung aktiv,
d. h. unabhängig von der Wasserströmung, der Sinkgeschwindigkeit, des
Ködereinzuges sowie der Köderform, und damit zuverlässig erzeugt. Die Mittel
zur Erzeugung der Schwanzbewegung in Form eines Zugelements -und eines
Antriebs mit Energieversorgung sind einfach und damit kostengünstig. Gerade
im Hinblick auf die Wiederverwendbarkeit eines solchen Köderfisches sind
damit die anzusetzenden Kosten relativ gering.
Eine weitere Verbesserung des Bewegungsablaufes ohne den Köder sichtbar
verändernde Maßnahmen kann erzielt werden, wenn nach einer vorteilhaften
Ausgestaltung der Erfindung der Antrieb zeitlich einstellbar ansteuerbar ist und
die Steuerelektronik ebenfalls im Köderfischkörper angeordnet ist. Durch
Pausen unterschiedlicher Länge und unterschiedlichen Abstands läßt sich der
Bewegungsablauf einstellen. Dieser darf nicht zu regulär sein, um den Eindruck
der Schwanzbewegung eines lebenden Fisches nicht zu vermindern.
Unregelmäßige Schwanzbewegungen erzielen einen besonders großen
Täuschungseffekt. Um also eine eintönige Bewegung zu vermeiden, können die
Pausenabschnitte variiert werden. So kann durch den Ansteuermodus des
Antriebs beispielsweise nach mehreren Hin- und Herbewegungen des
Schwanzes eine Pause eingelegt werden. Dabei ist die Anzahl der
aufeinanderfolgenden Schwanzschläge und die Pausenlänge beliebig
einstellbar, so daß eine besonders naturgetreue Schwanzflossenbewegung mit
dem erfindungsgemäßen künstlichen Köderfisch erzielbar ist. Eine Pausen
aufweisende Schwanzbewegung benötigt außerdem gegenüber einer
andauernden Bewegung einen geringeren Energieeinsatz. Dadurch kann die im
Köderfischkörper angeordnete Energieversorgung mit ihrer begrenzten
Ressource relativ klein dimensioniert werden. Trotzdem ist ein ausreichend
langer Betrieb des Köderfisches beim Ködern gewährleistet. Durch die
Anordnung der Steuerelektronik im Köderfischkörper wird dieser in seiner
statischen Lockwirkung nicht verändert. Dabei ist aufgrund der geringen Größe
des entsprechenden Bauelements eine platzsparende Integration im Köder ohne
weiteres möglich.
Die Befestigung des Zugelements im Innern des Köderfisches an seinen beiden
Flankenseiten kann direkt beispielsweise über entsprechend vorgesehene Ösen
erfolgen. Vorteilhaft ist es aber, wenn gemäß einer nächsten
Erfindungsausgestaltung zwischen den beiden Flanken eine Verstrebung in
Höhe der Angriffspunkte des Zugelements angeordnet ist. Diese kann dann
einfach direkt an der Verstrebung angreifen. Diese bietet eine ausreichende
mechanische Stabilität sowohl für die Übertragung der erforderlichen Zugkräfte
als auch für den Köderfisch selbst. Weiterhin ist bei der Herstellung des
Köderfisches eine weitgehende Vorfertigung des gesamten Innenapparates
möglich, der dann nur noch von der Fischhaut überzogen oder eingegossen
werden muß. Nachträglicher Montageaufwand entfällt.
Weiter vereinfacht wird diese Vormontagefähigkeit noch, wenn nach einer
weiteren Erfindungsfortbildung die Verstrebung an einem elastischen Stab
angeordnet ist, der mit dem Gehäuse des Antriebs verbunden ist. Die Elastizität
des Stabes ermöglicht dabei eine starre, rechtwinklige Verbindung mit der
Verstrebung und unterstützt die erforderliche Rückstellkraft bei der
Schwanzbewegung. Zusätzliche Verbesserungen bei der Herstellung der
eigentlichen Köderfischform ergeben sich, wenn darüberhinaus
erfindungsausgestaltend die Verstrebung zusammen mit weiteren Spanten
unterschiedlicher Breite, die ebenfalls mit dem elastischen Stab verbunden sind
die äußere Form der Schwanzflosse ähnlich wie beim Bau eines Schiffsrumpfs
bereits festlegen. Dabei kann die räumliche Abfolge der Verstrebung mit den
Spanten in der Schwanzflosse nahezu beliebig sein.
Der Aufbau des Zugelements im Innern des Köderfischkörpers kann
unterschiedlich gestaltet sein. Prinzipiell eignen sich die folgenden Varianten für
Köderkörper mit ohne ohne innere Verstrebung. Da diese jedoch besonders
vorteilhaft ist, soll nur auf Ausführungsformen mit Verstrebung näher
eingegangen werden. Gemäß einer nächsten Ausgestaltung der Erfindung kann
das Zugelement zwei Zugseile aufweisen, die mit ihren einen Enden jeweils an
den Enden der Verstrebung angreifen und mit ihren anderen Enden auf eine
Achse eines drehrichtungsansteuerbaren Servomotors als Antrieb aufgewickelt
sind. Die direkte Verbindung der beiden Zugseile mit der Achse des
Servomotors ist eine einfache und kostengünstige Lösung. Durch die
gegenläufige Aufwicklung der beiden Zugseile wird bei der Motordrehung immer
ein Seil auf- und ein Seil abgewickelt, so daß ein Seil gespannt und die
Schwanzflosse in die entsprechende Richtung gezogen wird. Für diese Art der
Bewegungserzeugung ist es jedoch erforderlich, daß der Motor drehrichtungs
ansteuerbar ist und seine Drehrichtung entsprechend dem Schwanzschlag
ständig umkehrbar ist.
Deshalb ist es nach einer weiteren Erfindungsausgestaltung besonders
vorteilhaft, wenn das Zugelement ein über zwei Umlenkungen geführtes Zugseil
aufweist, dessen beide Enden jeweils an den Enden der Verstrebung angreifen
und das zwischen den beiden Umlenkungen ein Befestigungselement aufweist
in das eine Seilführung eingreift, die auf einer Exzenterscheibe eines
Gleichstrommotors als Antrieb angeordnet ist. Bei dem hierbei verwendeten
Gleichstrommotor handelt es sich um ein herkömmliches Bauelement noch
einfacherer und damit preiswerterer Art. Er muß keine Drehrichtungsumkehr
ausführen. Die Hin- und Herbewegung des Schwanzes wird vielmehr durch die
Drehbewegung der Exzenterscheibe bewirkt, an der das eine Zugseil über ein
Befestigungselement, beispielsweise in Form eines einfachen Schlitzes im Seil
mit einer Seilführung so befestigt ist, das es sich nicht aufwickeln kann. Hierzu
dient z. B. ein kleiner T-förmiger Dorn auf der Exzenterscheibe, der durch den
Seilschlitz hindurchgreift. Die beiden Umlenkungen, über die das eine Zugseil
zweimal um 90° umgelenkt wird, so daß es in seiner Funktionsweise den
beiden oben beschriebenen Zugseilen entspricht, werden beispielsweise von
einfachen, im Fischkörper befestigten Achsen gebildet.
Das Zugelement kann gemäß einer weiteren Erfindungsausgestaltung auch
anstelle eines oder zweier Zugseile eine starre Stange aufweisen. Hierbei ist es
dann vorteilhaft, wenn diese mit ihrem einen Ende an einem Ende der
Verstrebung angreift und mit ihrem anderen Ende mit einer Exzenterscheibe
eines Gleichstrommotors als Antrieb verbunden ist. Der Motor mit der
Exzenterscheibe könnte beispielsweise mit dem für das Zugseil identisch sein.
Er müßte hierbei lediglich um 90° verdreht angeordnet werden, so daß die
Exzenterscheibe parallel zu der Zugstange verläuft. Die Verbindung zwischen
beiden ist entsprechend drehfähig. Über eine starre Stange kann sowohl Zug
als auch Druck übertagen werden. Dadurch wird die Anzahl der erforderliche
Bauelemente verringert. Außerdem besitzt ein starres Element eine geringere
Empfindlichkeit gegen etwaige mechanische Hindernisse im Inneren des
Fischköders während der Herstellung und der Nutzung.
Die Verbindung zwischen Schwanzflosse und Fischkörper kann unterschiedlich
realisiert werden; hierbei handelt es sich beispielsweise um eine gelenkige
Verbindung mit Ösen. Ist der Köderkörper dabei von hinten offen, müssen der
Antrieb, die Energieversorgung und die Steuerelektronik gegen Eindringen von
Wasser geschützt sein, beispielsweise durch ein einfaches Gehäuse. Bei einer
gelenkigen Verbindung von Körper und Schwanzflosse kann die Schwanzflosse
aus einem harten Material, beispielsweise aus einem Blech, hergestellt sein.
Das Zugelement wird dann einfach an der Gelenkverbindung vorbei in das
Körperinnere geführt. Besonders günstig ist es jedoch, wenn gemäß einer
anderen Ausgestaltung der Erfindung die Schwanzflosse aus einem bißfesten
elastischen Material besteht und starr mit dem Köderfischkörper verbunden ist.
Das Zugelement und die zugehörigen Teile sind dann vollständig geschützt und
liegen in der offenen inneren Verbindung zwischen Körper und Schwanz.
Dessen Elastizität entspricht der einer echten Schwanzflosse und erzeugt eine
noch verbesserte, sehr naturgetreue Schwanzbewegung. Gegenüber dem
Angriff von größeren Beutefischen schützt die Bißfestigkeit des Materials, so
daß die innenliegenden Teile vor Zerstörung geschützt sind und die
Wiederverwendbarkeit des Köderfisches gewährleistet ist.
Zum Schutz des Antriebs mit seiner Energieversorgung und der Steuerelektronik
gegen Eindringen von Wasser können diese beispielsweise wasserdicht
eingekapselt sein. Wenn jedoch Körper und Schwanz bereits starr miteinander
verbunden sind, ist es besonders einfach und günstig, wenn nach einer
Erfindungsweiterbildung die elastische Schwanzflosse wasserdicht mit dem
Köderfischkörper verbunden ist. Alle wasserempfindlichen Teile liegen dann
sicher geschützt im Körperinneren.
Die Herstellung einer solchen wasserdichten Verbindung kann beispielsweise
über die Anordnung einer entsprechenden Dichtung als Ring oder Dichtmasse
erfolgen. So können unterschiedliche Materialien sicher miteinander verbunden
werden. Vorteilhaft ist es jedoch, wenn nach einer nächsten Ausgestaltung der
Erfindung die Schwanzflosse und der Köderfischkörper aus demselben
bißfesten, elastischen Material einteilig ausgeführt sind. Die inneren Teile
können dann beispielsweise in einen kompletten Fischkörper aus Kunststoff
eingegossen sein. Dabei können für die bewegbaren Teile entsprechende
Hohlräume vorgesehen sein. Das Zugelement kann aber auch miteingegossen
sein und durch einmalige Bewegung einfach freigezogen werden. Es wird dann
in dem Kunststoff sicher geführt. Selbst ein Austausch der Energieversorgung
ist durch Entfernen der Kunststoffhülle und erneutes Eingießen möglich.
Hilfreich ist dabei eine Anordnung der Bauteile in einem kleinen Gehäuse, das
jedoch nicht unbedingt wasserdicht sein muß.
Beim Angeln ist die Wahl des einzusetzenden Köderfisches auch abhängig von
der anzulockenden Fischart. Einige Fische reagieren nicht nur auf Bewegung,
sondern auch auf Größe und Aussehen des Köderfisches. Deshalb kann der
erfindungsgemäße künstliche Köderfisch vorteilhaft auch weitere Merkmale zum
Anlocken eines Fisches aufweisen. Er kann in verschiedenen Größen etwa ab
Fingerlänge herstellbar sein. Seine Körperform kann einem weit verbreiteten,
d. h. bevorzugten Beutefisch, wie beispielsweise dem Rotauge ähnlich sein. Er
kann als Pilker mit vier Fanghaken versehen sein oder als Blinker
beispielsweise die unterschiedlichsten Glitterdekore, Reflexfolien, Knicklichter,
Augenmarkierungen und Leuchtfarben aufweisen. Zusammen mit der täuschend
echten Bewegungsfähigkeit des erfindungsgemäßen künstlichen Köderfisches
garantieren derartige zusätzliche Ködermerkmale eine zuverlässige Fängigkeit
nahezu jeder Fischart, gerade auch der größeren Raubfische.
Eine Ausbildungsform der Erfindung wird nachfolgend anhand der
schematischen Figuren näher erläutert. Dabei zeigt:
Fig. 1 einen künstlichen Köderfisch mit einem zwei Zugseile
aufweisenden Zugelement im Schnitt von der Seite und
Fig. 2 diesen künstlichen Köderfisch im Schnitt von oben und
Fig. 3 einen künstlichen Köderfisch mit einem ein umgelenktes Zugseil
aufweisenden Zugelement im Schnitt von oben.
In Fig. 1 ist ein künstlicher Köderfisch 1 dargestellt, der sich aus einem
Köderfischkörper 2 und einer Schwanzflosse 3 zusammensetzt. Dabei soll der
Begriff "Schwanzflosse" auch noch einen sich verdickenden Abschnitt 4 nach
der engsten Stelle in der Schwanzflosse 3 umfassen. Im gewählten
Ausführungsbeispiel sind beide einteilig in einem elastischen, bißfesten
Material in Vollform ausgeführt, d. h. das Innere des Köderfisches 1 ist ebenfalls
mit dem elastischen Material ausgefüllt.
Im Inneren des Köderfischkörpers 2 ist weiterhin ein Gehäuse 5 angeordnet, in
dem sich ein Antrieb 6 in Form eines ansteuerbaren Servomotors, eine
Steuerelektronik 7 und eine Energieversorgung 8 durch eine Batterie befinden.
Schematisch ist dargestellt, daß über den Servomotor 6 ein Zugelement 9
betätigbar ist. Dieses weist dazu ein erstes und ein zweites Zugseil 10,11 auf,
die jeweils an gegenüberliegende Flanken 12,13 in die Schwanzflosse 3 geführt
sind. Dort befindet sich eine Verstrebung 14, an die die beiden Zugseile 10,11
angreifen. Diese sind durch das elastische Material einfach hindurchgeführt und
in nicht weiter dargestellter Weise gegenläufig auf eine Achse des Servomotors
6 aufgewickelt. Durch dessen steuerbare Drehrichtungsumkehr wird abwech
selnd das eine und das andere Zugseil gespannt und die Schwanzflosse 3 hin- und
herbewegt. Die so erzeugten Schwanzschläge wirken aufgrund von Pausen
zeitlich variabler Länge und Abstandes in der Ansteuerung täuschend echt und
bewirken den besonders guten Ködereffekt des erfindungsgemäßen
Köderfisches 1.
Die Fig. 2 zeigt den in Fig. 1 beschriebenen Köderfisch 1 im Schnitt von oben
und bedarf keiner weiteren Erläuterung. Sie weist identische Bezugszeichen auf.
Die beiden Zugseile 10, 11, die beiden gegenüberliegenden Flanken 12, 13 und
die Verstrebung 14 sind hier deutlich zu sehen.
In der Fig. 3 ist ein künstlicher Köderfisch 1 im Schnitt von oben gezeigt, in
dem ein Zugelement 9 angeordnet, das ein einzelnes Zugseil 15 aufweist.
Dieses ist über zwei Umlenkungen 16, 17 geführt. Beide Enden des Zugseils 15
greifen an der Verstrebung 14 an. Diese ist über einen elastischen Stab 18, an
dem weitere Spanten 19 befestigt sind, mit dem Antrieb 6 verbunden. Diese
Spanten 19 bestimmen mit die äußeren Form des Köderfisches 1.
Ungefähr in der Mitte des Zugseils 15 ist ein Befestigungselement 20 in Form
eines einfachen Schlitzes angeordnet, in den eine Seilführung 21 in Form eines
kleinen Dornes mit einer Abrutschsicherung eingreift. Die Seilführung 21 ist auf
einer Exzenterscheibe 22 angeordnet, die über eine Motorachse 23 mit einem
einfachen Gleichstrommotor als Antrieb 6 verbunden ist. Durch die Drehung des
Motors 6 wird eine Auf- und Abbewegung der Seilführung 21 bewirkt, die das
Zugseil 15 abwechselnd an den Flanken 12, 13 zurückzieht und die
Schwanzbewegung hervorruft. Auch hierbei kann deren Naturgetreue noch
durch variable Pausen in der Ansteuerung verbessert werden. Dadurch ergibt
sich ein künstlicher Köderfisch 1, der besonders einfach aufgebaut und äußerst
robust ist und trotzdem eine optimale Fängigkeit, insbesondere für größere
Raubfische, garantiert.
1
1 künstlicher Köderfisch
2
Köderfischkörper
3
Schwanzflosse
4
sich verdickender Abschnitt
5
Gehäuse
6
Servomotor
7
Steuerelektronik
8
Energieversorgung
9
Zugelement
10
erstes Zugseil
11
zweites Zugseil
12
erste Flanke
13
zweite Flanke
14
Verstrebung
15
einzelnes Zugseil
16
erste Umlenkung
17
zweite Umlenkung
18
elastischer Stab
19
Spante
20
Befestigungselement
21
Seilführung
22
Exzenterscheibe
23
Motorachse
Claims (12)
1. Künstlicher Köderfisch, der beim Ködern eines Fisches die anlockende
Bewegung eines lebenden Fisches nachahmt, mit einer beweglichen, mit dem
Köderfischkörper fest verbundenen Schwanzflosse,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Schwanzflosse (3) im Innern ein an ihren beiden gegenüberliegenden
Flanken (12, 13) angreifendes Zugelement (9) aufweist, das über einen Antrieb
(6) flankenseitig abwechselnd anziehbar ist, und daß der Antrieb (6) zusammen
mit seiner Energieversorgung (8) im Köderfischkörper (2) angeordnet ist.
2. Künstlicher Köderfisch nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Antrieb (6) zeitlich einstellbar ansteuerbar ist und die Steuerelektronik (7)
ebenfalls im Köderfischkörper (2) angeordnet ist.
3. Künstlicher Köderfisch nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen den beiden Flanken (12, 13) eine Verstrebung (14) in Höhe der
Angriffspunkte des Zugelements (9) angeordnet ist.
4. Künstlicher Köderfisch nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Verstrebung (14) an einem elastischen Stab (18) angeordnet ist, der mit dem
Gehäuse des Antriebs (6) verbunden ist.
5. Künstlicher Köderfisch nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Verstrebung (14) zusammen mit weiteren Spanten (19) unterschiedlicher
Breite, die ebenfalls mit dem elastischen Stab (18) verbunden sind, die äußere
Form der Schwanzflosse (3) festlegen.
6. Künstlicher Köderfisch nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Zugelement (9) zwei Zugseile (10, 11) aufweist, die mit ihren einen Enden
jeweils an den Enden der Verstrebung (14) angreifen und mit ihren anderen
Enden auf eine Achse eines drehrichtungsansteuerbaren Servomotors als
Antrieb (6) gegenläufig aufgewickelt sind.
7. Künstlicher Köderfisch nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Zugelement (9) ein über zwei Umlenkungen (16, 17) geführtes Zugseil (15)
aufweist, dessen beide Enden jeweils an den Enden der Verstrebung (14)
angreifen und das zwischen den beiden Umlenkungen (16, 17) ein
Befestigungselement (20) aufweist, in das eine Seilführung (21) eingreift, die auf
einer Exzenterscheibe (22) eines Gleichstrommotors als Antrieb (6) angeordnet
ist.
8. Künstlicher Köderfisch nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Zugelement (9) eine starre Stange aufweist, die mit ihrem einen Ende an
einem Ende der Verstrebung (14) angreift und mit ihrem anderen Ende mit einer
Exzenterscheibe (22) eines Gleichstrommotors als Antrieb (6) verbunden ist.
9. Künstlicher Köderfisch nach einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Schwanzflosse (3) aus einem bißfesten, elastischen Material besteht und
starr mit dem Köderfischkörper (2) verbunden ist.
10. Künstlicher Köderfisch nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Schwanzflosse (3) wasserdicht mit dem Köderfischkörper (2) verbunden ist.
11. Künstlicher Köderfisch nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Schwanzflosse (3) und der Köderfischkörper (2) aus demselben bißfesten,
elastischen Material einteilig ausgeführt sind.
12. Künstlicher Köderfisch nach einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß
dieser weitere Merkmale zum Anlocken eines Fisches aufweist.
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