DE19722302A1 - Vorrichtung und Verfahren zur Taktrückgewinnung und Datenregeneration - Google Patents
Vorrichtung und Verfahren zur Taktrückgewinnung und DatenregenerationInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Tak
trückgewinnung und Datenregeneration von HDB3-co
dierten Datensignalen, mit einer Einrichtung zur
Aufteilung des Datensignals auf zwei Kanäle, einer
Schwellwert-Entscheidereinrichtung, der die Daten
signale der beiden Kanäle zugeführt sind und Daten
signale mit zwei logischen Zuständen erzeugt, einer
Abtasteinrichtung zur Abtastung der Datensignale
der Schwellwert-Entscheidereinrichtung mit einem
Systemtakt, und mit einer Decodiereinrichtung zum
Umsetzen des Datensignals in ein codiertes binäres
Signal. Die Erfindung betrifft darüber hinaus ein
Verfahren zur Taktrückgewinnung und Datenregenera
tion von HDB3-codierten Datensignalen.
Insbesondere im Bereich der Kommunikationstechnik
werden zur Datenübertragung Datensignale einge
setzt, die nach dem HDB3-Verfahren codiert sind. Es
handelt sich bei diesem HDB3-Code um einen ternären
Code, der die Werte +1,0 -1 zuläßt und nach maximal
drei aufeinanderfolgenden Nullbits einen Wert +1
oder -1 liefert. Das HDB3-Datensignal selbst be
sitzt eine RZ(Return to Zero)-Signalform, das
heißt, die logische Eins wird in zeitlicher Hin
sicht kürzer codiert als die logische Null. Eine
genaue Definition des HDB3-Codes findet sich in ITU
G.703, Annex A.
Bei der aus dem Stand der Technik bekannten Vor
richtung zur Taktrückgewinnung und Datenregenera
tion werden aus dem ternären Datensignal zwei
binäre Datensignale mit den Werten 0 und 1 erzeugt.
Darüber hinaus werden die beiden binären Datensi
gnale mit einem Systemtakt abgetastet, um eine Syn
chronisation mit dem Systemtakt zu erreichen.
Zur Taktrückgewinnung werden die beiden binären Da
tensignale verknüpft und auf ansteigende Signal
flanken geprüft. Im Falle einer Detektion einer Si
gnalflanke wird ein sogenanntes Enable-Signal gene
riert, das als rückgewonnenes Taktsignal dient.
Folgen dieser Signalflanke, das heißt der logischen
1, eine, zwei oder drei logische Nullen, kann in
diesem Zeitraum keine Signalflanke detektiert wer
den, die die Erzeugung eines Enable-Signals auslö
sen könnte. Statt dessen wird in einem fest vorgege
benen Zeitrahmen, ausgehend von der letzten detek
tierten Signalflanke, ein, zwei oder drei Enable-
Signale erzeugt.
Diese Enable-Signale werden bei der bekannten Vor
richtung einer Abtastvorrichtung zugeführt, die die
beiden binären Datensignale abtastet und die sich
daraus ergebenden Datensignale einem nachgeordneten
Decodierer zur Erzeugung des decodierten binären
Datensignals zuführt.
Diese Vorrichtung hat den Nachteil, daß sie eine
sehr geringe Jitterverträglichkeit aufweist. Dies
liegt daran, daß das Zeitfenster innerhalb dem eine
fehlerfreie Abtastung durch die Abtastvorrichtung
möglich ist, insbesondere bei drei aufeinanderfol
genden logischen Nullen schon bei geringem Jitter
sehr schmal ist.
Der Vorteil der Vorrichtung zur Taktrückgewinnung
und Datenregeneration mit den Merkmalen des An
spruchs 1 und des Verfahrens mit den Merkmalen des
Anspruchs 7 liegt darin, daß sich eine deutlich hö
here Jitterverträglichkeit, die um den Faktor 2,4
höher ist, erzielen läßt.
Eine erfindungsgemäße Taktableitungseinrichtung er
zeugt ein Enable-Signal bei einer logischen Null
dann, wenn eine vorgegebene Anzahl an Takten seit
der letzten detektierten Signalflanke erfaßt wurde.
Dadurch, daß das Enable-Signal nicht mehr zur Abta
stung der binären einem Decodierer direkt zugeführ
ten Datensignale eingesetzt wird, lassen sich die
Zeitfenster, das heißt die minimale und maximale
Anzahl der Takte, innerhalb der ein Enable-Signal
generiert wird, spürbar vergrößern und damit die
Jitterverträglichkeit verbessern.
Weitere vorteilhafte Ausführungsformen ergeben sich
aus den Unteransprüchen.
In einer vorteilhaften Ausführungsform weist die
Taktableitungseinrichtung eine Speichereinheit auf,
die zur Aufnahme von drei Taktanzahl-Werten ausge
legt ist.
Vorzugsweise ist dieser Speichereinheit eine Aus
wahleinheit zugeordnet, die der Reihe nach einen
der drei Taktanzahl-Werte ausgibt.
In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform um
faßt die Taktableitungseinrichtung eine Flankende
tektionseinheit, der die beiden binären Datensi
gnale zugeführt sind und die bei Detektion einer
aufsteigenden Flanke ein Flankendetektionssignal er
zeugt.
In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform
weist die Taktableitungseinrichtung eine Zählein
richtung auf, die abhängig von einem Systemtakt
einen Zähler inkrementiert, und die einen Rück
setzeingang umfaßt, der mit dem Ausgang des Ver
knüpfungsglieds verbunden ist.
In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform um
faßt die Taktableitungseinrichtung einen Verglei
cher, dem das Ausgangssignal der Zählereinrichtung
und das Ausgangssignal der Speichereinheit zuge
führt ist und die bei Übereinstimmung ein Enable-
Signal generiert.
Zeichnung
Die Erfindung wird nun anhand eines Ausführungsbei
spiels mit Bezug auf die Zeichnungen näher erläu
tert. Dabei zeigen:
Fig. 1 ein Blockschaltdiagramm einer Vorrichtung
zur Taktrückgewinnung und Datenregenera
tion,
Fig. 2 ein Blockschaltdiagramm einer Abtastein
richtung, die Teil der in Fig. 1 gezeig
ten Vorrichtung ist, und
Fig. 3 verschiedene zeitliche Signalverläufe,
die der Erläuterung der Vorrichtung gemäß
Fig. 1 dienen, wobei ein Teildiagramm
die Erzeugung eines Enable-Signals nach
dem Stand der Technik betrifft.
Fig. 1 zeigt eine Vorrichtung 1 zur Taktrückgewin
nung und Datenregeneration von HDB3-codierten Da
tensignalen. Eine solche Vorrichtung wird bei
spielsweise in Kommunikationssystemen eingesetzt,
die beispielsweise mit Datenströmen von zwei Mega
bit pro Sekunde arbeiten. Sie liefert einerseits
das in ein binäres Signal decodierte Datensignal
und andererseits ein sogenanntes Enable-Signal, bei
dem es sich um den aus dem Datenstrom extrahierten
Systemtakt des Senders handelt. Aufgrund von Über
tragungsverlusten oder Störeinwirkungen verliert
der Datensignalstrom seine Synchronität zu dem
sendeseitigen Systemtakt, was auch als Jitter
bezeichnet wird. Diese Synchronisationsstörungen
erschweren die Datenregeneration, da die zeitliche
Lage eines erwarteten Datensignals nicht exakt,
sondern lediglich als Zeitbereich angebbar ist.
Die in Fig. 1 gezeigte Vorrichtung 1 umfaßt eine
Trenneinrichtung 3, beispielsweise in Form eines
Übertragers, die ein ternäres an einem Eingang 5
der Vorrichtung 1 anliegendes Datensignal DS in
zwei binäre Datensignale DS1, DS2 auftrennt. Aus
dem ternären Datensignal DS mit den logischen Wer
ten -1,0 +1 wird somit das Datensignal DS1 mit den
Werten 0 und 1 und das Datensignal DS2 mit den Wer
ten 0 und -1 erzeugt. Diese beiden Signale DS1, DS2
werden einem analogen Schwellwert-Entscheider 7 zu
geführt. Dieser setzt die beiden Signale DS1, DS2
in zwei Signale DS1' und DS2' um, die lediglich
noch die Werte 1 und 0 aufweisen.
Zur Synchronisation mit einem Systemtakt ST, der an
einem Eingang 9 der Vorrichtung 1 anliegt, werden
die beiden Signale DS1' und DS2' mit dem Systemtakt
ST mittels einer Abtasteinrichtung 11 zu Signalen
DS1*, DS2* abgetastet. Zur Erzielung einer mög
lichst hohen Jitterverträglichkeit wird der Sy
stemtakt möglichst groß gewählt, so daß eine Si
gnalabtastung in feinem Raster erzielbar ist. Bei
einer Signalfrequenz von 2 MHz des Datensignals DS
wird beispielsweise ein Systemtakt ST von 20 MHz
verwendet. Der Systemtakt sollte mindestens jedoch
die doppelte Frequenz des Datensignals DS besitzen.
Die beiden abgetasteten Datensignale DS1*, DS2*
werden einem Enable-Signal-Generator 13 (im folgen
den kurz ES-Generator genannt) zugeführt, der ei
nerseits in den beiden Eingangssignalen DS1*, DS2*
aufsteigende Signalflanken detektiert und ein
Flankendetektionssignal FL generiert, und anderer
seits ein Enable-Signal ES aus den beiden Eingangs
datensignalen erzeugt, wobei zur Synchronisation
ebenfalls der Systemtakt ST dem ES-Generator 13 zu
geführt wird.
Zur Decodierung des Datensignals DS1*, DS2* weist
die Vorrichtung 1 schließlich einen HDB3-BIN-Deco
dierer 15 auf, dem neben den beiden zu decodieren
den Signalen DS1*, DS2* das Enable-Signal ES, das
Flankendetektionssignal FL und der Systemtakt ST
zugeführt werden. An einem Ausgang 17 der Vorrich
tung 1 stellt der Decodierer 15 dann das decodierte
binäre Datensignal zur Verfügung, während das zur
Weiterverarbeitung ebenfalls notwendige Enable-Si
gnal ES an einem Ausgang 19 abgreifbar ist.
Der ES-Generator 13 umfaßt, wie in Fig. 2 darge
stellt, eine Flankendetektionseinheit 21, dem die
beiden Signale DS1* und DS2* zusammen mit dem
Systemtakt ST zugeführt sind und die bei Detektion
einer aufsteigenden Flanke in einem der beiden
Signale DS1* und DS2* das Flankendetektionssignal
FL generiert.
Desweiteren umfaßt der ES-Generator 13 eine Spei
chereinrichtung 23, die zumindest drei Speicherzel
len 25.1 bis 25.3 aufweist sowie ein Auswahlelement
27, das in der Art eines Multiplexers eine der
Speicherzellen 25 mit einem Ausgang 29 der Spei
chereinrichtung 23 verbindet. Die Speicherzellen
25.1 bis 25.3 dienen jeweils zur Speicherung eines
Werts, der eine Anzahl von Takten und damit eine
Zeitperiode repräsentiert. Diese Werte sind über
eine angedeutete Leitung 31 von außen vorgebbar.
Das am Ausgang 29 der Speichereinrichtung 23 anlie
gende Signal einer der Speicherzellen 25 wird einem
Vergleicher 33 als Eingangssignal zugeführt, wobei
ein weiterer Eingang des Vergleichers mit einem Si
gnal beaufschlagt ist, das von einer Zähleinrich
tung 35, die einen Zähler im Systemtakt ST inkre
mentiert, erzeugt wird. Die Zähleinrichtung 35 wird
durch eine aufsteigende Signalflanke im Signal FL
der Flankendetektionseinheit 21 auf einen Wert 0
zurückgesetzt.
Der Vergleicher 33 erzeugt bei Übereinstimmung der
beiden Eingangssignale, das heißt einer Überein
stimmung des Zählerwerts und des in einem der
Speicherzellen 25 abgelegten Werts, ein Signal, das
von einer Schaltung 37, beispielsweise einem Flip-
Flop, synchronisiert mit dem Systemtakt ST zu dem
Enable-Signal ES verarbeitet wird.
Wie bereits erwähnt, dient das Auswahlelement 27
zum Auswählen einer der Speicherzellen 25, wobei
das Signal zum Wechseln von einer Speicherzelle zur
nächsten die Schaltung 37 in Form des Signals ES
liefert. Desweiteren wird das Auswahlelement 27
durch das Signal FL auf einen bekannten Zustand
zurückgesetzt, so daß beispielsweise die Speicher
zelle 25.1 mit dem Ausgang 29 verbunden ist.
Die Funktion der Vorrichtung 1 soll nun anhand der
Diagramme gemäß Fig. 3 erläutert werden. So zeigt
das Diagramm gemäß Fig. 3a das Originaldatensignal
OS in Form von Datenfenstern ohne Jitter, wobei im
vorliegenden Ausführungsbeispiel eine Bitfolge
"10001" zugrundegelegt wird.
In der Fig. 3b ist der zeitliche Verlauf der zu
sammengefaßten Signale DS1*, DS2* erkennbar, wobei
in einem mit U gekennzeichneten zeitlichen Ab
schnitt statt der 0-Bit-Signale 1-Bit-Signale mit
minimalem, maximalem und ohne Jitter eingezeichnet
sind.
In Fig. 3c ist der Systemtakt ST dargestellt, der
erkennbar ein Vielfaches des Takts des Datensignals
aufweist.
In Fig. 3e ist dann das von dem ES-Generator 13
erzeugte Enable-Signal ES dargestellt, während zur
Erläuterung und Verdeutlichung des Unterschieds zum
Stand der Technik in Fig. 3d ein Enable-Signal
dargestellt ist, wie es bisher erzeugt wurde.
Zur Rückgewinnung des Taktes aus den beiden binären
Datensignalen DS1* DS2* wird im vorliegenden
Ausführungsbeispiel die ansteigende Flanke benutzt.
Sie sorgt dafür, daß ein Enable-Signal ES erzeugt
wird. Dies ist in der Fig. 3e im Zeitabschnitt I
als Signal ES1 dargestellt. Durch die Nutzung der
aufsteigenden Signalflanke läßt sich also ein
zeitlich definiertes Enable-Signal erzeugen.
Anders verhält es sich dann, wenn die eingehenden
Datensignale den Wert logisch Null aufweisen. Dann
nämlich ist keine zu detektierende Signalflanke
vorhanden. In diesem Fall muß das Enable-Signal
vielmehr geschätzt werden. Vorteilhaft bei dem ver
wendeten HDB3-Code ist, daß maximal drei aufeinan
derfolgende logische Nullen im Datensignal auftre
ten können.
Der ES-Generator 13 erzeugt nun innerhalb der in
Fig. 3 mit II bis IV angedeuteten Zeitbereiche ein
ES-Signal wie folgt: Mit der Detektion einer auf
steigenden Signalflanke werden zumindest der Zähler
35 sowie das Auswahlelement 27 zurückgesetzt. Damit
liegen am Vergleicher 33 der in der Speicherzelle
25.1 abgelegte Wert und der Wert des Zählers 35,
der zunächst 0 ist, an. Sobald die am Vergleicher
33 anliegenden beiden Werte übereinstimmen, das
heißt nach Detektion der aufsteigenden Signalflanke
ist eine dem Wert der Speicherzelle 25.1 entspre
chende Anzahl an Takten ohne Detektion einer auf
steigenden Signalflanke abgelaufen, wird durch die
Schaltung 37 ein Enable-Signal ES erzeugt. Aus der
Fig. 3 ergibt sich, daß zwischen dem Signal ES1
und dem ersten geschätzten Signal ES2 dreizehn
Takte liegen.
Sofern keine aufsteigende Signalflanke detektiert
wird, zählt der Zähler 35 weiter. Durch das Enable-
Signal ES2 wird das Auswahlelement so angesteuert,
daß es auf die nächste Speicherzelle 25.2 schaltet.
Erreicht der Zähler 35 den in der Speicherzelle
25.2 abgelegten höheren Wert, so wird das nächste
Enable-Signal ES3 erzeugt. Im vorliegenden Ausfüh
rungsbeispiel beträgt der in der Speicherzelle 25.2
abgelegte Wert 23.
Durch das Signal ES3 wird das Auswahlelement 27
weitergeschaltet, so daß nunmehr die Speicherzelle 25.3
mit dem Vergleicher 33 verbunden ist. Erreicht
der Zähler 35 den in der Speicherzelle 25.3 gespei
cherten Wert, im vorliegenden Fall 33, so wird ein
weiteres Enable-Signal ES4 erzeugt.
Der nächste Wert des Datensignals OS muß eine lo
gische 1 sein, da bereits drei logische O-Werte
vorausgingen, so daß wiederum ein definierter Zeit
punkt zur Erzeugung eines Enable-Signals ES5 vor
liegt. Der Zähler 35 sowie das Auswahlelement 27
werden damit zurückgesetzt und der zuvor beschrie
bene Ablauf beginnt von neuem.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind in den
Speicherzellen 25.1 bis 25.3, also die Werte 13,
23, 33 abgespeichert. Diese Werte lassen sich wie
folgt berechnen:
In dem Diagramm gemäß Fig. 3b sind in den Zeitab
schnitten II bis IV Signale S1, S2 und S3 mit dem
jeweiligen logischen Wert 1 dargestellt. Es handelt
sich dabei um ideale Signale, die ohne Jitter bei
einer logischen 1 im Datensignal OS vorlägen. Zu
jedem dieser Signale S1 bis S3 sind jeweils zwei
zeitlich versetzt liegende, gestrichelt darge
stellte Signale eingezeichnet, von denen jeweils
ein Signal zeitlich vorauseilt und das andere Si
gnal zeitlich nacheilt. Diese Signale sind also
nicht mehr synchronisiert mit den Datensignalen OS,
weisen also einen Jitter auf. Anhand dieser Jitter
signale lassen sich Zeitbereiche tE1n-tE3n berech
nen, innerhalb denen ein Enable-Signal fehlerfrei
erzeugt werden könnte. Jeder der Zeitbereiche tE1n
bis tE3n erstreckt sich von dem Ende der aufstei
genden Signalflanke des nacheilenden Signals bis
zum Beginn der Signalflanke des vorauseilenden Si
gnals des nachfolgenden Zeitbereichs. Im vorliegen
den Ausführungsbeispiel wurde als Zeitpunkt zur Er
zeugung eines Enable-Signals ES jeweils die Mitte
der Zeitbereiche ausgewählt.
Dadurch, daß das Enable-Signal ES nicht zum Abta
sten der Datensignale DS1*, DS2* eingesetzt wird,
lassen sich die Zeitbereiche in Abschnitte ausdeh
nen, in denen - auch bei maximalem Jitter - kein Da
tensignal vorliegen kann, beispielsweise zwischen
dem nacheilenden Signal S1 und dem vorauseilenden
Signal S2 in den Zeitbereichen II und III.
Demgegenüber wird das Enable-Signal in herkömmli
chen Systemen - wie in Fig. 3d gezeigt - üblicher
weise so erzeugt, daß es jeweils in der Mitte des
Datensignals DS1*, DS2* liegt. Auch die in den
Zeitabschnitten II bis IV geschätzten Enable-Si
gnale orientieren sich streng an der Mitte der
nicht mit Jitter behafteten Signale S1 bis S3. Da
das Enable-Signal gemäß Stand der Technik zur Abta
stung der Datensignale DS1*, DS2* eingesetzt wird,
wird der Zeitbereich, innerhalb dem das Enable-
Signal erzeugt werden könnte, vorgegeben durch den
Überlappungsbereich der beiden einem Signal S1 bis
S3 zugehörigen Jittersignale. Die entsprechenden
Bereiche sind mit tE1a bis tE3a gekennzeichnet.
Deutlich zu erkennen ist, daß im Zeitabschnitt IV
der Zeitbereich tE3a gegenüber dem möglichen Zeit
bereich tE3n der Erfindung deutlich geringer ist,
was die Jitterverträglichkeit der Vorrichtung ne
gativ beeinflußt.
Die Zeitbereiche tE1n bis tE3n gemäß Fig. 3b las
sen sich - wie bereits erwähnt - aus der maximalen
Flankenbewegung des Datensignals bei vorgegebenem
Jitter, zum Beispiel ITU G. 823, berechnen.
Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung ist
darin zu sehen, daß sie unempfindlich gegenüber der
Pulsbreite der zu regenerierenden HDB3-codierten
Daten bei maximaler Jitterverträglichkeit ist.
Claims (7)
1. Vorrichtung zur Taktrückgewinnung und Datenrege
neration von HDB3-codierten Datensignalen, mit ei
ner Einrichtung (3) zur Aufteilung des Datensignals
(DS) auf zwei Kanäle (DS1, DS2), eine Schwellwert-
Entscheidereinrichtung (7), der die Datensignale
auf den beiden Kanälen zugeführt sind und Datensi
gnale mit zwei logischen Zuständen (low/high) er
zeugt, eine Abtasteinrichtung (11) zur Abtastung
der Signale der Schwellwert-Entscheidereinrichtung
(7) mit einem Systemtakt (ST) und einer Decodier
einrichtung (15) zur Decodierung des codierten Da
tensignals, dadurch gekennzeichnet, daß eine
Taktableitungseinrichtung (13) vorgesehen ist, die
ein Enable-Signal (ES) bei einer aufsteigenden
Signalflanke des Datensignals erzeugt und die bei
fehlender Signalflanke nach einer von drei
vorgebbaren Taktzahlen ein Enable-Signal (ES)
erzeugt, daß die Ausgangssignale (DS1*, DS2*) der
Abtasteinrichtung (11) zugeführt sind, und daß der
Decodiereinrichtung (15) ein Flankendetektions
signal (FL) zugeführt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Taktableitungseinrichtung (13)
eine Speichereinrichtung (23) umfaßt, die zur Auf
nahme von drei Taktanzahl-Werten ausgelegt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Speichereinheit (23) eine Aus
wahleinheit (27) umfaßt, die drei Taktanzahl-Werte
der Reihe nach ausgibt.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Taktablei
tungseinrichtung (13) eine Flankendetektionseinheit
(21) umfaßt, das die beiden Eingangssignale (DS1*,
DS*) detektiert und bei einer aufsteigenden Flanke
das Flankendetektionssignal (FL) generiert.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Taktableitungseinrichtung (13)
eine Zähleinrichtung (35) umfaßt, die einen Rück
setzeingang aufweist, der mit dem Ausgang der
Flankendetektionseinheit (21) verbunden ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Taktableitungseinrichtung (13)
eine Vergleichereinrichtung (33) umfaßt, der das
Ausgangssignal der Zähleinrichtung (35) und das
Ausgangssignal der Speichereinheit (23) zugeführt
sind.
7. Verfahren zur Taktrückgewinnung und Datenregene
ration von HDB3-codierten Datensignalen, die
zunächst in zwei binäre Datensignalkanäle aufge
teilt und mit einem Systemtakt abgetastet werden,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Datensi
gnalkanäle zur Decodierung an einen Decodierer
geführt werden, daß bei Detektion einer Signal
flanke in den Datensignalen (DS1*, DS2*) ein
Enable-Signal (ES) zur Taktrückgewinnung erzeugt
und ein Zähler (35) initialisiert und aktiviert
wird, daß bei Erreichen eines von drei vorgebbaren
Zählerständen jeweils ein Enable-Signal zur Tak
trückgewinnung erzeugt wird, daß das Enable-Signal
(ES) zur Datenregeneration dem Decodierer zugeführt
wird, und daß dem Decodierer (15) ein Flankendetek
tionssignal (FL) zugeführt wird, daß bei Detektion
einer aufsteigenden Flanke in den Datensignalen er
zeugt wird.
Priority Applications (3)
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|---|---|---|---|
| DE1997122302 DE19722302A1 (de) | 1997-05-28 | 1997-05-28 | Vorrichtung und Verfahren zur Taktrückgewinnung und Datenregeneration |
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE1997122302 DE19722302A1 (de) | 1997-05-28 | 1997-05-28 | Vorrichtung und Verfahren zur Taktrückgewinnung und Datenregeneration |
Publications (1)
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| DE19722302A1 true DE19722302A1 (de) | 1998-12-03 |
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|---|---|---|---|
| DE1997122302 Withdrawn DE19722302A1 (de) | 1997-05-28 | 1997-05-28 | Vorrichtung und Verfahren zur Taktrückgewinnung und Datenregeneration |
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|---|---|
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| DE (1) | DE19722302A1 (de) |
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