DE19722183A1 - Binärinformationsanzeigevorrichtung - Google Patents
BinärinformationsanzeigevorrichtungInfo
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- G09B21/001—Teaching or communicating with blind persons
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- G—PHYSICS
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Binärinformationsanzeigevorrichtung,
welche Informationen angibt oder anzeigt, ausgedrückt als Binärcodes, wie z. B.
Braille-Buchstaben, und zwar mittels eines Feldes bzw. eines Bereiches einer
Vielzahl von parallelen Stiften, welche über einen Bereich bzw. ein Feld an
geordnet sind unter einer vorbestimmten Beabstandung, und welche unabhängig
vorspringbar von und zurückziehbar hinter einer Anzeigefläche sind. Somit ist die
erfindungsgemäße Vorrichtung geeignet, obwohl nicht ausschließlich, zur Ver
wendung als eine Braille-Anzeigevorrichtung.
Ein typisches Beispiel von diesem Typ von Binärinformationsvorrichtung ist eine
Braille-Anzeigevorrichtung, welche offenbart ist in der japanischen ungeprüften
Patentveröffentlichung Nr. 7-36376. Diese Vorrichtung hat einen einfachen
Aufbau, beruhend auf elektrischer Stift- bzw. Pinbewegungssteuerung, während
der elektrische Strom- bzw. Leistungsverbrauch reduziert ist.
Insbesondere, wie es in Fig. 6 gezeigt ist, weist diese Vorrichtung eine Vielzahl
von Bereichen bzw. Feldern von parallelen Stiften 32 auf, welche Felder jeweils
drei Braille-Stifte aufweisen, jeweils einem erhöhten Braille-Punkt entsprechend.
Die Stifte 32 sind gleitfähig aufgenommen in Durchgangsbohrungen 34, welche
in einem tafelartigen Stützlied 33 gebildet sind, so daß sie unabhängig gleitfähig
bzw. gleitbar sind in der Richtung ihrer Achsen. Eine zylindrische Nocke 35 mit
einer Achse senkrecht zu der Achse der Stifte 32 ist derart angeordnet, daß sie
in Eingriff bringbar ist mit einem Ende von jedem der Stifte bzw. Pins 32. Die
Anordnung ist derart, daß die Stifte 32 selektiv vorspringbar von und rückziehbar
hinter eine Fläche des Stützgliedes sind, da die oben erwähnten Enden der Stifte
32 einem konkaven Abschnitt 35a und einem konvexen Abschnitt 35b der
Fläche bzw. Oberfläche der Nocke 35 folgen, und zwar entsprechend der Rota
tion der Nocke 35 bezüglich ihrer Achse.
Bei dieser Braille-Anzeigevorrichtung 31 wird die Nocke 35 durch einen Schritt
motor 36 angetrieben, welcher direkt damit verbunden ist, so daß die unter
schiedlichen Phasen oder Schritte der Rotation des Schrittmotors 36 unter
schiedliche Kombinationsmuster der konkaven und konvexen Abschnitte der
Nocke 35 entlang des Feldes bzw. Bereiches der Stifte bereitstellen, wodurch
unterschiedliche Muster von vorspringenden Stiften 32 erhalten werden, um
somit verschiedene Typen von Braille-Buchstaben anzuzeigen.
Somit inkorporiert bzw. umfaßt die typische Buchstabenanzeige (Tastanzeige) für
Sehbehinderte als Mittel zur selektiven und unabhängigen Betätigung der Stifte
bzw. Pins 32 nach oben und unten den Schrittmotor 36 und die Stiftbetätigungs
nocke 35, welche mit der Welle des Motors 36 verbunden ist. Der einzelne
Schrittmotor 36 betätigt drei Stifte bzw. Pins 32, wobei acht (2³ = 8) Kombina
tionsmuster von Zuständen der Stifte 32 verfügbar sind. Der Schrittmotor 36
wird bei 45° Schrittintervallen betrieben, so daß acht Schrittpositionen in einer
vollen Rotation bzw. Umdrehung der Motorwelle vorliegen. Zur Zuordnung eines
Musters der Braille-Stiftzustände zu jedem der acht Schritte des Motorbetriebes
ist es somit möglich, acht Typen von Stift- bzw. Pinmustern während einer
Umdrehung bzw. Rotation der Motorwelle zu erhalten. Aktuell wird ein Einheiten
paar in Kombination verwendet, und zwar Seite an Seite, wobei jede Einheit die
oben beschriebenen Elemente enthält, so daß sechs Stifte verwendet werden,
um selektiv vorspringbar und zurückziehbar zu sein, wodurch unterschiedliche
Buchstaben dargestellt werden.
Jedoch verwendet die Braille-Anzeigevorrichtung gemäß dem Stand der Technik
üblicherweise eine 8-Punkt-Braille-Anzeige, in welcher jeder Buchstabe dar
gestellt wird durch ein spezifisches Muster aus einer Kombination von acht
Braille-Punkten. Die 8-Punkt-Braille-Darstellung kann erreicht werden unter
Verwendung der oben beschriebenen typischen Braille-Anzeigevorrichtung,
vorausgesetzt, daß jeder Motor selektiv vier Braille-Stifte nach oben und unten
betätigt, da solch eine Anordnung 16 (2⁴ = 16) unterschiedliche Kombinations
muster von Zuständen der Braille-Stifte bzw. -Pins bereitstellt. Somit ist die 8-
Punkt-Braille-Anzeige möglich durch eine Anordnung, in welcher der
Schritt- bzw. Stufenmotor betrieben wird bei einem Schrittintervall von 22,50, so daß 16
Schrittpositionen während einer Vollumdrehung bzw. -rotation der Motorwelle
vorliegen.
Die 8-Punkt-Braille-Darstellung mittels der bekannten Vorrichtung mit vier Braille-Stiften
führt jedoch zu dem folgenden Problem.
Der Nockenumriß ist derart, daß konkave und konvexe Abschnitte für jeden Stift
bzw. jeden Pin bei 22,5°-Intervallen erscheinen, so daß der Umriß der gesamten
Nocke kompliziert ist, wobei gleichzeitig der Neigungsgradient der Nockenfläche
bzw. -oberfläche unvermeidbar erhöht ist. Demzufolge muß jeder Braille-Stift
entlang einer tiefen bzw. steilen Neigung der Nockenfläche gleiten, wodurch die
Widerstandskraft bzw. -last erhöht ist, welche an der Nocke und somit an dem
Schrittmotor bewirkt ist. Als eine Folge ist das Risiko erhöht, daß der Schritt
motor außer Phase tritt, was zu einer Verschlechterung in der Genauigkeit der
Braille-Anzeige resultiert.
Ein weiteres Problem besteht darin, daß die mechanische Stärke bzw. Festigkeit
des Stiftes, den der Finger des Benutzers berührt, bei reduziertem Pindurch
messer entsprechend reduziert ist, was zu einer Verschlechterung der Zuverläs
sigkeit der Braille-Anzeigevorrichtung als ein kommerziell verfügbares Produkt
führt.
Währenddessen wurde vorgeschlagen, obwohl in den Zeichnungen nicht dar
gestellt, eine Braille-Anzeigevorrichtung, bei welcher anstelle des oben erwähn
ten Schrittmotors ein Betätiger verwendet wird, gebildet aus piezoelektrischen
Elementen des bimorphen Types, welche auf die unteren Enden der jeweiligen
Stifte bzw. Pins wirken. Dieser Typ von Braille-Anzeigevorrichtung zeigt nicht
das oben erwähnte Problem, angetroffen durch die Vorrichtung unter Verwen
dung eines Schrittmotors, wobei gleichzeitig die Abmessungen in der Richtung
senkrecht zu dem Bereich bzw. Feld von Stiften bzw. Pins gewissermaßen
reduziert ist.
Jedoch erfordert das Antreiben eines Betätigers, gebildet aus bimorphen piezo
elektrischen Elementen, generell eine hohe Spannung. Es ist nämlich notwendig,
eine Hochspannungserzeugungsschaltung neben dem Hauptteil der
Braille-Anzeigevorrichtung zu verwenden. Es ist daher schwierig, die Größe und das
Gewicht der gesamten Vorrichtung zu reduzieren. Ein weiteres Problem besteht
darin, daß es aus denselben Gründen, wie oben aufgeführt, unmöglich ist, einen
Bedarf zu decken für Einfachheit des Transportes der Vorrichtung.
Dementsprechend ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine kleine
und einfache Binärinformationsanzeigevorrichtung anzugeben, welche einen
hohen Grad an Genauigkeit von Braille-Informationsanzeige bereitstellt und
welche nicht das Problem bezüglich der mechanischen Stärke bzw. Festigkeit der
Stifte bzw. Pins zeigt.
Erfindungsgemäß ist zu diesem Zweck eine Binärinformationsanzeigevorrichtung
bereitgestellt, umfassend: ein Feld bzw. Bereich einer Vielzahl von Stiften bzw.
Pins, welche angeordnet bzw. feldartig angeordnet sind bei einer konstanten
Aufteilung parallel zueinander; ein Stützglied zum Stützen der Stifte derart, daß
die Stifte unabhängig und linear bewegbar entlang ihrer Achsen sind; eine erste
Rotationsnocke, welche in Eingriff bringbar ist mit Enden der Stifte einer Gruppe
ausschließlich eines Endstiftes, welcher sich an einem Ende des Feldes bzw.
Bereiches befindet, um somit die Stifte der Gruppe axialwärts derart zu drängen
bzw. zu beaufschlagen, daß die Stifte unabhängig betätigt werden durch die
erste Rotationsnocke, mit dem Ergebnis, daß die anderen Enden der unabhängi
gen Stifte der Gruppe selektiv vortreten bzw. erscheinen von einer Anzeigefläche
bzw. -oberfläche des Stützgliedes; einen Motor zum Stützen der ersten Rota
tionsnocke, so daß die erste Nocke um ihre Achse gedreht wird; eine zweite
Rotationsnocke zum Betätigen des Endstiftes, wobei die zweite Rotationsnocke
drehbar montiert ist, um der ersten Rotationsnocke gegenüberzuliegen; einen
Antriebseingriffsabschnitt, bereitgestellt an einer Seitenfläche der ersten Rota
tionsnocke, gegenüberliegend der zweiten Rotationsnocke; einen angetriebenen
Eingriffsabschnitt, bereitgestellt an einer Seitenfläche der zweiten Rotations
nocke, um somit in Eingriff bringbar zu sein durch den Antriebseingriffsabschnitt,
entsprechend der Rotation bzw. Drehung der ersten Rotationsnocke, wodurch
die zweite Rotationsnocke gedreht wird; und einen rotationseinschränkenden
Vorsprung, bereitgestellt an der anderen Seitenfläche bzw. -oberfläche der
zweiten Rotationsnocke, wobei der rotationseinschränkende Vorsprung in
Eingriff bringbar ist mit einem Stopp- bzw. Anschlagabschnitt des Stützgliedes,
um somit die zweite Rotationsnocke an einer ersten Anschlag- bzw. Stopp- bzw.
Anlageposition oder an einer zweiten Anschlagposition zu halten; wobei der
Nockenumriß der zweiten Rotationsnocke derart ist, daß der Endstift von der
Anzeigefläche bzw. -oberfläche vorspringt, wenn die zweite Rotationsnocke zu
einer der Anschlagpositionen gedreht wurde, als ein Ergebnis der Rotation der
Welle des Motors in einer Richtung, und daß der Endstift zurückgezogen von der
Anzeigefläche ist, wenn die zweite Rotationsnocke zu der anderen Anlage- bzw.
Anschlagposition gedreht wurde als ein Ergebnis der Drehung bzw. Rotation der
Welle des Motors in der anderen Richtung.
Die Vielzahl von Stiften kann vier Stifte umfassen, wobei der Motor ausgelegt
sein kann zum Halten der ersten Rotationsnocke an einer von acht Schrittpositio
nen, welche angeordnet sind bei 45°-Intervallen.
Der Motor kann ein Schrittmotor sein.
Wenn vier Stifte verwendet werden und ein Schrittmotor zum Einsatz kommt als
Betätiger, veranlaßt die Rotationsbewegung der Motorwelle die Rotation der
ersten Nocke, welche eine Tripletnocke bzw. eine Dreifach- bzw. eine Dreiflä
chennocke ist.
Die Tripletnocke weist einen spezifischen Nockenumriß auf, gebildet aus konka
ven und konvexen Abschnitten, angeordnet bei einem spezifischen Muster, so
daß die Rotation der Tripletnocke zugeordnete Enden der Braille-Stifte derart
drängt bzw. beaufschlagt, daß unabhängige axiale Versetzungen bzw. Bewegun
gen der Stifte veranlaßt sind. Demzufolge werden die Enden der Stifte, gestützt
durch das Stützglied, selektiv veranlaßt, vorzuspringen von und zurückgezogen
zu werden hinter die Anzeigefläche, wodurch eine 3-Bit-Binärinformation verfüg
bar ist an der Anzeigefläche bzw. -oberfläche.
Wenn ein vierter Nockenabschnitt, d. h. die zweite Rotationsnocke, sich an einer
der ersten und zweiten Anschlagpositionen befindet, kann der Schrittmotor 7
Schritte bei 45°-Intervallen durchführen, ohne die Rotation bzw. Drehung des
vierten Nockenabschnittes (zweite Rotationsnocke) zu veranlassen, wenn die
Richtung bzw. der Sinn der Rotation bzw. Drehung der Schrittmotorwelle derart
ist, daß die Drehung bzw. Rotation des vierten Nockenabschnittes nicht einge
schränkt bzw. beschränkt ist, da die Eingriffsabschnitte an den ersten und
zweiten Rotationsnocken nicht miteinander in Eingriff treten. Demzufolge wird
keine Veränderung in dem Zustand des Endstiftes (vierten Stiftes) veranlaßt, so
daß der vierte Stift z. B. in der vorspringenden Position gehalten wird. Es ist
somit möglich, 8 Kombinationsmuster von Pinzuständen zu realisieren, wobei der
vierte Stift in dem vorspringenden Zustand gehalten wird, und zwar aus den 16
Mustern, welche mit den vier Stiften erhaltbar sind.
In ähnlicher Weise, wenn der vierte Nockenabschnitt, d. h. die zweite Rotations
nocke, sich an der anderen der Anschlag- bzw. Stopp- bzw. Anlagepositionen
befindet, kann der Schrittmotor 7 Schritte von 45°-Intervallen durchführen, ohne
eine Rotation des vierten Nockenabschnittes (der zweiten Rotationsnocke) zu
veranlassen, wenn die Rotationsrichtung bzw. der Drehsinn der Schrittmotorwel
le derart ist, daß die Rotation des vierten Nockenabschnittes nicht eingeschränkt
ist, da die Eingriffsabschnitte an den ersten und zweiten Rotationsnocken nicht
miteinander in Eingriff treten. Demzufolge wird keine Veränderung in dem Zu
stand des Endstiftes (vierten Stiftes) veranlaßt, so daß der vierte Stift z. B. in der
zurückgezogenen Position gehalten bzw. beibehalten wird. Es ist somit möglich,
weitere acht Kombinationsmuster von Pinzuständen zu erreichen, wobei der
vierte Stift in dem zurückgezogenen Zustand vorliegt, und zwar aus den 16
Mustern, welche erhaltbar sind mit den vier Stiften.
Es ist somit möglich, 16 unterschiedliche Kombinationsmuster von Zuständen
der vier Stifte wiederzugeben bzw. zu repräsentieren, d. h. 4-Bit-Informationen zu
zeigen, und zwar durch schrittweise 45° Inkremental- bzw. zunehmende Rota
tion bzw. Drehung der Welle des Schrittmotors.
Eine Initialisierung des Schrittmotors kann bewirkt werden, indem der Schritt
motor veranlaßt wird, mehrere Schritte in der Richtung durchzuführen, in wel
cher die vierte Nocke angehalten bzw. anschlagend bzw. anliegend bzw. ge
stoppt ist, wenn die vierte Nocke sich an einer der Stopp- bzw. Anschlag- bzw.
Anlagepositionen befindet. Nämlich veranlaßt das schrittweise Bewegen des
Motors in solch einer Richtung ebenfalls zwangsweise, daß die Welle des Schritt
motors stoppt, da der Antriebseingriffsabschnitt an der Tripletnocke, verbunden
mit der Motorwelle, in Eingriff tritt mit dem angetriebenen Eingriffsabschnitt an
dem vierten Nockenabschnitt, um somit von dem letzteren gestoppt bzw. an
gehalten zu werden. Wenn die Antriebspulse bzw. -takte der Spannung nachfol
gend angelegt werden an dem Schrittmotor in diesem Zustand, wird der Motor,
welcher bezüglich der Rotation eingeschränkt ist, natürlich außer Phase ge
bracht, so daß die ursprüngliche Beziehung zwischen den Nockenpositionen und
der Phase des Schrittmotors wiederhergestellt wird, wodurch die Vorrichtung zu
der anfänglichen Bedingung zurückgesetzt ist.
Diese und weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden
deutlich aus der folgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform,
wenn dieselbe gelesen wird unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen.
Fig. 1 ist eine Längsschnittansicht einer Ausführungsform der Binärinfor
mationsanzeigevorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung.
Fig. 2(a), 2(b), 2(c) und 2(d) sind Darstellungen von Nockenabschnitten, wenn gesehen in der
Richtung eines Pfeiles X in Fig. 1.
Fig. 3 ist eine schematische perspektivische Ansicht einer Braille-Anzeige
vorrichtung, umfassend die in Fig. 1 gezeigte Binärinformations
anzeigevorrichtung.
Fig. 4(a) bis 4(i) zeigen gemeinsam die positionsmäßige Beziehung zwischen dem
ersten Nockenabschnitt und dem vierten Nockenabschnitt.
Fig. 5 ist ein Flußdiagramm, welches den Ablauf der Steuerung eines
Schrittmotors zeigt.
Fig. 6 ist eine Vertikalschnittansicht einer herkömmlichen Braille-Anzeige
zelle.
Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird nun beschrieben unter
Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen.
Fig. 1 ist eine Längsschnittansicht einer Ausführungsform der Binärinforma
tionsanzeigevorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung; Fig. 2(a), 2(b),
2(c) und 2(d) sind Darstellungen von Nockenabschnitten 8, 5, 6, 7, wenn
gesehen in der Richtung eines Pfeiles X von Fig. 1; Fig. 3 ist eine schemati
sche perspektivische Ansicht einer Braille-Anzeigevorrichtung, umfassend die in
Fig. 1 gezeigte Binärinformationsanzeigevorrichtung; und Fig. 4(a) bis 4(i)
sind Darstellungen, welche illustrativ sind für die positionsmäßige Beziehung
zwischen dem ersten Nockenabschnitt und dem vierten Nockenabschnitt.
Unter Bezugnahme auf die Fig. 1 und 2 ist die Binärinformationsanzeige
vorrichtung dieser Ausführungsform ausgelegt zum Anzeigen von 4-Bit-Informationen
und weist auf eine Vielzahl von parallelen Stiften (4 Braille-Stifte bzw. -Pins,
verwendet in diesem Fall) 11, 12, 13, 14, ein Stützglied 2, welches diese
Stifte 11, 12, 13, 14 derart stützt, daß die Stifte unabhängig gleitbar bzw.
gleitfähig in vertikalen Richtungen sind, und einen Betätigungsmechanismus 21,
welcher auf die unteren Enden der Stifte 11, 12, 13, 14 wirkt, um somit diese
Stifte nach oben zu drängen bzw. zu beaufschlagen, wodurch unabhängige
vertikale Bewegungen der Stifte veranlaßt werden.
Das Stützglied 2 dient ebenfalls als ein Gehäuse zum Montieren bzw. Halten
eines später aufgeführten Schrittmotors 3, welcher einen Teil des Betätigungs
mechanismus 21 bildet. Parallele Durchgangsbohrungen 20 sind in diesem
Gehäuse gebildet, um in der Decke bzw. an der Oberseite des Gehäuses bei
einem vorbestimmten Intervall zu öffnen bzw. zu münden. Die Durchgangs
bohrungen 20 sind ausgelegt zum jeweiligen Aufnehmen der zuvor erwähnten
Stifte 11, 12, 13, 14. Die Durchgangsbohrungen 20 weisen einen leicht größe
ren Durchmesser auf als die Stifte 11, 12, 13, 14, so daß die Stifte gestützt sind
zur gleitfähigen Bewegung lediglich in der Richtung ihrer Achsen. Die Anordnung
kann derart sein, daß die Stifte 11, 12, 13, 14 nach unten gedrängt bzw.
beaufschlagt bzw. vorgespannt sind durch Federn, wie es in der herkömmlichen
Vorrichtung, wie in Fig. 6 gezeigt, der Fall ist.
Beispielhaft wird ein 4-Bit-Wert "1111" dargestellt bzw. repräsentiert, wenn
sämtliche der Stifte 11, 12, 13, 14 nach oben vorspringen von der Anzeigeflä
che bzw. -oberfläche 2a, dargestellt durch die obere Fläche des Stützgliedes 2.
Somit, wenn sämtliche der Stifte zurückgezogen oder abgesenkt werden, so daß
ihre oberen Enden sich hinter der Anzeigefläche bzw. -oberfläche 2a befinden,
wird ein 4-Bit-Wert "0000" angezeigt an der Anzeigefläche 2a.
Der Betätigungsmechanismus 21 ist maßgeblich gebildet aus den folgenden
Komponenten: einem kleinen Schrittmotor von etwa 4 mm Durchmesser, einer
Triplet- bzw. Dreiphasen- bzw. Dreiflächennocke 4, ebenfalls bezeichnet als "erste
Rotationsnocke", verbunden mit der Welle 3a des Schrittmotors 3, und auf
weisend erste, zweite und dritte Nockenabschnitte 5, 6, 7, einem später zu
erwähnenden Antriebsvorsprung 17, einstückig bzw. integral ausgebildet an
einer Seitenfläche des ersten Nockenabschnittes 5 der Tripletnocke 4, um davon
vorzuspringen, und einem vierten Nockenabschnitt 8 (ebenfalls bezeichnet als
"zweite Rotationsnocke" oder "vierte Nocke"), welcher drehbar montiert ist an
dem Stützglied 2, um dem ersten Nockenabschnitt 5 der Tripletnocke 4 gegen
überzuliegen, wobei der vierte Nockenabschnitt 8 bereitgestellt ist an beiden
Seiten mit einem angetriebenen Vorsprung 18 und einem rotationseinschränken
den bzw. -hemmenden bzw. -begrenzenden Vorsprung 19.
Insbesondere weist die an der Welle 3a des Schrittmotors 3 befestigte Triplet
nocke 4 den ersten Nockenabschnitt 5 auf, den zweiten Nockenabschnitt 6 und
den dritten Nockenabschnitt 7, welche ausgelegt sind zum unabhängigen Be
tätigen des ersten Stiftes 11, des zweiten Stiftes 12 bzw. des dritten Stiftes 13.
Jeder der Stifte 11, 12 und 13 ist wählbar bzw. selektiv bewegbar zwischen
einer erhöhten bzw. angehobenen Position und einer abgesenkten Position. Die
Nockenabschnitte 5, 6 und 7 sind so ausgebildet bzw. konfiguriert, daß sie 8 (=
2³) Muster bezüglich der Positionen dieser drei Stifte 11, 12 und 13 bereit
stellen. Sozusagen ist die Tripletnocke 4 gebildet aus den ersten, zweiten und
dritten Nockenabschnitten 5, 6 und 7, welche zugeordnet bzw. zuzuordnen sind
den drei Stiften 11, 12 und 13 von den vier Stiften bzw. Pins 11, 12, 13 bzw.
14, um somit die unteren Enden der zugeordneten Stifte axialwärts zu beauf
schlagen bzw. zu drängen, so daß die anderen Enden der Stifte unabhängig
voneinander über und unter die Anzeigefläche 2a des Stützgliedes 2 vorspringbar
und davon zurückziehbar sind.
Das untere Ende von jedem der Stifte 11, 12, 13 und 14 ist sphärisch, um somit
in der Lage zu sein, glatt bzw. weich entlang der konkaven und konvexen Fläche
bzw. oberen Fläche der zugeordneten Nockenabschnitte zu gleiten, wodurch effi
ziente und glatte bzw. weiche Vertikalbewegungen der Stifte bzw. Pins 11, 12,
13 und 14 gesichert wird.
Ein Antriebsvorsprung 17, welcher als Antriebseingriffsabschnitt dient, ist an
einer Seitenfläche bzw. -oberfläche des ersten Nockenabschnittes 5 bereit
gestellt, und zwar nahe dem radialwärts äußeren Ende davon, um somit diesbe
züglich vorzuspringen. Ein angetriebener Vorsprung 18, welcher als angetriebe
ner Eingriffsabschnitt dient, ist einstückig bzw. integral an einer Seitenfläche des
vierten Nockenabschnitts 8 befestigt, und zwar an derselben radialen Position
wie der Antriebsvorsprung 17. Wenn sich die Tripletnocke 4 dreht, wird der
Antriebsvorsprung 17 in Kontakt gebracht mit dem angetriebenen Vorsprung 18,
wobei nachfolgend der vierte Nockenabschnitt 8 zusammen gedreht wird mit der
Tripletnocke 4.
Der vierte Nockenabschnitt 8 weist eine integrale bzw. einstückige Stützwelle
(Mittelwelle) 9 auf, welche drehbar getragen wird durch das Stützglied 2. Ein
rotationshemmender bzw. -einschränkender bzw. -beschränkender Vorsprung 19
ist integral bzw. einstückig vorspringend von der Seitenfläche des vierten
Nockenabschnittes 8 vorgesehen, und zwar gegenüberliegend zu dem angetriebenen
Vorsprung 18, bei derselben radialen Position wie der angetriebene Vorsprung
18. Eine Schritt- bzw. Stufenfläche 10, welche als ein Stopp- bzw.
Anschlag- bzw. Anlageabschnitt dient, ist an einem Abschnitt des Stützgliedes 2 oberhalb
der stützenden bzw. Stützwelle (Mittelwelle) 9 des vierten Nockenabschnittes 8
bereitgestellt. Demzufolge ist der vierte Nockenabschnitt 8 drehbar bezüglich
eines Winkels (dieser Winkel ist in Fig. 2(a) durch Θ angegeben) zwischen einer
ersten Stopposition in Fig. 2(a) und 4(a) gezeigt, bei welcher der rotationsein
schränkende Vorsprung 19 an der Stufen- bzw. Schrittfläche 10 anliegt, als ein
Ergebnis der im Uhrzeigersinn (CW) Drehung des vierten Nockenabschnittes 8,
wenn gesehen in der Richtung des Pfeiles X, und einer zweiten Stopp- bzw.
Anschlag- bzw. Anlageposition, gezeigt in Fig. 4(e), bei welcher der rotations
einschränkende bzw. -hemmende Vorsprung 19 an der Stufenfläche 10 anliegt
bzw. anschlägt, als ein Ergebnis der Drehung entgegen dem Uhrzeigersinn
(CCW) des vierten Nockenabschnittes 8. Obwohl in der dargestellten Aus
führungsform der vierte Nockenabschnitt 8 fest bzw. festgelegt getragen wird
durch die drehbare Stütz- bzw. stützende Welle 9, kann die Anordnung derart
sein, daß der vierte Nockenabschnitt 8 drehbar gestützt bzw. getragen wird
durch eine Stützwelle, welche an dem Stützglied 2 befestigt bzw. festgelegt ist.
Der vierte Nockenabschnitt 8 weist solch einen Nockenumriß auf, daß der vierte
Stift 14 von der Anzeigefläche 2a vorspringt, wenn der vierte Nockenabschnitt
8 die erste Stopp- bzw. Anschlagposition nach Betrieb im Uhrzeigersinn des
Schrittmotors 3 erreicht hat, und daß der vierte Stift 14 zurückgezogen ist von
der Anzeigefläche 2a, wenn der vierte Nockenabschnitt 8 die zweite Stopposi
tion erreicht hat nach Rotation entgegen dem Uhrzeigersinn CCW des Schritt
motors 3.
Es wird nun eine Beschreibung angegeben bezüglich des Betriebes der Binärinfor
mationsanzeigevorrichtung mit der beschriebenen Konstruktion, und zwar le
diglich beispielhaft.
Tabelle 1 zeigt eine Braille-Folge bzw. -Sequenz, welche explanatorisch bezüglich
des Zustandes der Stifte 11, 12, 13, 14 ist, wie erhalten, wenn die Tripletnocke
4 durch den Schrittmotor 3 gedreht bzw. rotiert ist, und zwar mit Bezug auf die
Betriebsrotationsrichtung des Schrittmotors 3, zusammen mit zusätzlichen
Erläuterungen. Fig. 5 ist ein Flußdiagramm, welches das Steuerverfahren des
Schrittmotors 3 zeigt.
Unter Bezugnahme auf Fig. 5 werden im Schritt S1 Braille-Anzeigeanweisungen
bzw. -instruktionen empfangen von einer Steuereinheit (nicht gezeigt). Im Schritt
S2, wenn die Binärinformation, welche durch den vierten Stift 14 anzuzeigen ist
"1" ist (vorspringend), so schreitet das Verfahren bzw. der Ablauf mit Schritt S3
fort, bei welchem der Schrittmotor 3 im Uhrzeigersinn betrieben wird, wie es in
Fig. 4(a) gezeigt ist, so daß der vierte Nockenabschnitt zu der ersten Stopp-
bzw. Anlage- bzw. Anschlagposition gebracht wird. In diesem Zustand wird eine
4-Bit-Binärinformation von "1011" durch die Stifte 11, 12, 13 und 14 angezeigt.
Das Verfahren geht dann über zum Schritt S4, in welchem der Schrittmotor 3
sich entgegen dem Uhrzeigersinn schrittweise bewegt bei einer winkelmäßigen
Zunahme bzw. einem winkelmäßigen Inkrement von 45°, wie es in Fig. 4(b)
gezeigt ist, so daß die drei Stifte 11, 12, 13 selektiv und unabhängig betätigt
werden nach oben und unten. Währenddessen verbleibt der vierte Nocken
abschnitt 8 an der ersten Anlageposition, so daß der vierte Stift 14 in dem
vorspringenden Zustand verbleibt.
Somit veranlassen die nachfolgenden 7 (sieben) Schritte entgegen dem Uhr
zeigersinn bei 45° Inkrement, durchgeführt durch den Schrittmotor 3, ausgehend
von dem Zustand, in welchem die vierte Nocke 8 an der ersten Stopp- bzw.
Anlageposition eingestellt ist, keine Rotation des vierten Nockenabschnittes 8,
so daß der Zustand des vierten Stiftes 14, d. h. vorspringender Zustand in dieser
Ausführungsform, während dieser sieben Schritte entgegen dem Uhrzeigersinn
des Schrittmotors 3 sich nicht verändert. Es ist daher möglich, 8 (acht) Muster
von Informationen darzustellen bzw. anzuzeigen, ausgedrückt durch "1011",
"0011", "0001", "1001", "1101", "0101", "0111" und "1111", und zwar von
den 16 (sechzehn) Mustern, welche verfügbar bzw. möglich sind aus der Kombi
nation der Zustände der vier Braille-Stifte 11, 12, 13 und 14, wie es aus Tabelle
1 folgt.
Ein weiterer Betrieb des Schrittmotors 3 entgegen dem Uhrzeigersinn bringt den
Antriebsvorsprung 17 des ersten Nockenabschnittes 5 in Kontakt mit dem ange
triebenen Vorsprung 18 des vierten Nockenabschnittes 8, wie es in Fig. 4(c)
gezeigt ist. Nachfolgend, wie es in Fig. 4(d) gezeigt ist, wird der vierte Nocken
abschnitt veranlaßt, sich zusammen mit der Tripletnocke 4 zu drehen, um die
zweite Stopp- bzw. Anlageposition zu erreichen, wie es in Fig. 4(e) gezeigt ist.
In diesem Zustand bzw. Stadium wird der vierte Stift 14 in der zurückgezogenen
Position gehalten, somit den Binärwert "0" angebend.
Zur Information wird angegeben, daß eine Initialisierung des Motors 3 möglich
ist, indem der Motor 3 veranlaßt wird, mehrere Schritte entgegen dem Uhrzeiger
sinn durchzuführen, ausgehend von dem in Fig. 4(e) gezeigten Zustand. Solch
eine Schrittgebung entgegen dem Uhrzeigersinn des Schrittmotors 3 bringt den
Antriebsvorsprung 17 der Tripletnocke 4 in Kontakt mit dem angetriebenen Vor
sprung 18 des vierten Nockenabschnittes 8, welcher befestigt bzw. festgelegt
wurde gegen Drehung bzw. Rotation entgegen dem Uhrzeigersinn, wodurch die
Tripletnocke 4 und somit die Motorwelle 3a, befestigt an der Tripletnocke 4,
befestigt bzw. festgelegt sind gegen weitere Drehung bzw. Rotation entgegen
dem Uhrzeigersinn. Wenn weitere Antriebsspannungspulse an den Schrittmotor
3 angelegt werden unter solch einer Bedingung, wird der Schrittmotor 3 außer
Phase gebracht, so daß eine Initialisierung auf die ursprüngliche Position statt
findet. Demzufolge wird der Schrittmotor 3 zu der Original- bzw.
Ausgangs- bzw. ursprünglichen Position zurückgesetzt, ohne Zuhilfenahme von jeglichen
Abtast- oder Erfassungseinrichtungen. Es ist daher möglich, eine kostengünstige
Mehrinformationsanzeigevorrichtung zu erhalten, welche eine einfache Kon
struktion bzw. einen einfachen Aufbau aufweist, und welche klein ist.
Unter erneuter Bezugnahme auf den Schritt S2 des in Fig. 5 gezeigten Fluß
diagrammes, wenn die durch den vierten Stift 14 anzugebende Binärinformation
"0" ist (zurückgezogen), schreitet das Verfahren mit Schritt S5 fort, in welchem
der Schrittmotor 3 entgegen dem Uhrzeigersinn betrieben wird, wie es in Fig.
4(e) gezeigt ist, so daß der vierte Nockenabschnitt 8 zu der zweiten Stopp- bzw.
Anlageposition gebracht wird. In diesem Zustand wird die 4-Bit-Binärinformation
"0000" durch die Stifte 11, 12, 13 und 14 angezeigt.
Das Verfahren geht dann über zum Schritt S6, in welchem der Schrittmotor 3 im
Uhrzeigersinn schrittweise betrieben wird, so daß die drei Stifte 11, 12 und 13
selektiv und unabhängig nach oben und unten betätigt werden. Währenddessen
verbleibt der vierte Nockenabschnitt 8 an der zweiten Stopposition, so daß der
vierte Stift 14 in dem zurückgezogenen Zustand verbleibt.
Somit veranlassen die nachfolgenden 7 (sieben) Schritte im Uhrzeigersinn bei
45° Inkrement bzw. Zuwachs, durchgeführt durch den Schrittmotor 3, ausgehend
von dem Zustand, in welchem der vierte Nockenabschnitt 8 an der zweiten
Stopposition eingestellt ist, keine Rotation bzw. Drehung des vierten Nocken
abschnittes 8, so daß der Zustand des vierten Stiftes, d. h. zurückgezogener
Zustand in dieser Ausführungsform, nicht verändert wird während dieser sieben
Schritte im Uhrzeigersinn des Schrittmotors 3. Es ist daher möglich, weitere 8
(acht) Muster von Informationen anzuzeigen, ausgedrückt durch "0000",
"0010", "1010", "1110", "0110", "0100", "1100" und "1000", und zwar von
den 16 (sechzehn) Mustern, welche verfügbar bzw. möglich sind aus der Kombi
nation der Zustände der vier Braille-Stifte 11, 12, 13 und 14, wie es aus Tabelle
1 folgt.
Ein weiterer Betrieb im Uhrzeigersinn des Schrittmotors 3 bringt den Antriebsvor
sprung 17 des ersten Nockenabschnittes 5 in Kontakt mit dem angetriebenen
Vorsprung 18 des vierten Nockenabschnittes 8, wie es in Fig. 4(g) gezeigt ist.
Nachfolgend, wie es in Fig. 4(h) gezeigt ist, wird der vierte Nockenabschnitt 8
veranlaßt, sich zusammen mit der Tripletnocke 4 zu drehen, um die erste Stopp
position zu erreichen, wie es in Fig. 4(i) gezeigt ist. In diesem Zustand bzw.
Stadium wird der vierte Stift 14 in der vorspringenden Position gehalten, wo
durch der Binärwert "1" angegeben wird.
Zur Information wird angegeben, daß die Initialisierung des Schrittmotors 3 mög
lich ist, indem der Motor 3 veranlaßt wird, mehrere Schritte im Uhrzeigersinn
durchzuführen, ausgehend von dem in Fig. 4(i) gezeigten Zustand. Solch eine
Schrittgebung im Uhrzeigersinn des Schrittmotors 3 bringt den Antriebsvor
sprung 17 der Tripletnocke 4 in Kontakt mit dem angetriebenen Vorsprung 18
des vierten Nockenabschnittes 18, welcher befestigt ist bzw. festgelegt wurde
bzw. ist, gegen Rotation bzw. Drehung im Uhrzeigersinn, wodurch die Triplet
nocke 4 und somit die Motorwelle 3a, befestigt bzw. festgelegt an der Triplet
nocke 4, festgelegt bzw. befestigt sind gegen weitere Drehung im Uhrzeigersinn.
Wenn weitere Antriebsspannungspulse an dem Schrittmotor 3 unter solch einer
Bedingung angelegt werden, wird der Schrittmotor 3 außer Phase gebracht, um
somit initialisiert, um in der ursprünglichen bzw. Original- bzw. Ausgangsposition
vorzuliegen.
Wie es aus der vorangegangenen Beschreibung verstanden wird, ist es in der
beschriebenen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung möglich, eine Binär
informationsanzeigevorrichtung zu erhalten, welche vier Stifte 11, 12, 13 und 14
verwendet, wobei 8 (acht) Informationsmuster bzw. Muster von Informationen,
d. h. die Hälfte von 4-Bit-Informationen, erzeugt werden können durch 7 (sieben)
aufeinanderfolgende Schritte des Schrittmotors 3 in einer Richtung bei 45°
Inkrement, und wobei weitere 8 (acht) Informationsmuster, d. h. der Rest der
4-Bit-Information, erzeugt werden kann durch 7 (sieben) aufeinanderfolgende
Schritte des Schrittmotors 3 in der anderen Richtung bei 45° Inkrement, wo
durch 16 (sechzehn) Muster an Information bzw. Informationsmuster insgesamt
erhaltbar sind über vorwärtigen und rückwärtigen Betrieb des Schrittmotors.
Gemäß dieser Anordnung ist die Widerstandslast, beaufschlagt bzw. bewirkt an
der Nocke beim Anheben der Braille-Stifte, reduziert im Vergleich mit der her
kömmlichen Vorrichtung, in welcher vier Nockenabschnitte integriert bzw.
umfaßt sind, wodurch ein geringeres winkelmäßiges Inkrement der Schrittgebung
und ein demzufolge größeren Neigungsgradienten des Nockenumrisses erforder
lich ist. Die auf den Schrittmotor 3 bewirkte bzw. auferlegte Last ist ebenfalls
entsprechend abgesenkt, so daß die Neigung des Schrittmotors 3, außer Phase
zu treten, reduziert ist, wodurch die Genauigkeit der Braille-Informationsanzeige
verbessert ist.
Des weiteren erfordert die beschriebene Ausführungsform keine Reduktion des
Durchmessers der Stifte, welche die Nocke berühren, so daß die Stifte eine
genügende Steife bzw. Festigkeit zum Stützen bzw. Aushalten der manuellen
Kraft, welche durch die Finger der Benutzer ausgeübt wird, aufweisen können.
Demzufolge kann die Zuverlässigkeit der Braille-Anzeigevorrichtung als kommer
zielles Produkt verbessert werden.
In der beschriebenen Ausführungsform ist der Auflösungs- oder Schrittwinkel
des Schrittmotors eingestellt auf 45°, so daß die 16 Informationsmuster ange
zeigt werden. Dies ist jedoch nicht ausschließlich der Fall, wobei der Schritt
winkel des Schrittmotors bestimmt werden kann entsprechend der Anzahl an
Informationsmustern.
Ferner, obwohl die Binärinformationsanzeigevorrichtung der beschriebenen Aus
führungsform ausgelegt ist zum Anzeigen von 16 Informationsmustern mittels
von vier Stiften, ist dies nicht ausschließlich der Fall, wobei die Erfindung eben
falls ausgeführt werden kann bei einer unterschiedlichen Form. Zum Beispiel
kann die Erfindung ausgeführt werden zum Anzeigen von 16 Informations
mustern unter Verwendung einer geeigneten Anzahl an Stiften, z. B. 6 Stiften.
Somit ist es erfindungsgemäß erforderlich, daß ein Endstift, welcher ein Ende
des Bereiches bzw. Feldes von Stiften bildet, lediglich nicht direkt bzw. nicht
unmittelbar angetrieben wird durch die Rotationsnocke, welche an der Welle des
Motors befestigt ist.
Fig. 3 ist eine schematische perspektivische Ansicht einer Braille-Anzeigevor
richtung, umfassend die Binärinformationsanzeigevorrichtung der beschriebenen
Ausführungsform. In der Braille-Anzeigevorrichtung ist durch das Bezugszeichen
16 ein Paar von Binärinformationsanzeigevorrichtungen 1 angedeutet, jeweils
aufgebaut, wie es in Fig. 1 gezeigt ist, und zwar angeordnet Seite an Seite, um
somit ein Modul 15 zu bilden. Die Braille-Anzeigevorrichtung 16 verwendet ein
einziges solches Modul 15 oder verwendet eine Vielzahl von solchen Modulen 15
zum Bilden einer Matrix bzw. Matrize von Stiften bzw. Pins. Jede Tripletnocke
4 wird in jedem Modul schrittweise gedreht bzw. rotiert bei 45° Inkrement, um
somit 8 (acht) Schrittpositionen aufzuweisen. Die 8 (acht) Stifte von jedem
Modul 15 sind selektiv und unabhängig bewegbar nach oben und unten, so daß
128 Informationsmuster erhaltbar sind, entsprechend den Zuständen der 8 (acht)
Stifte des Modules 15. Die Anzeigefläche bzw. -oberfläche ist durch Finger von
Benutzern berührbar, wie z. B. von Sehbehinderten, so daß die Benutzer Buch
staben, wie z. B. Zahlen oder Buchstaben, lesen können, welche in derselben
Weise angezeigt sind, wie jene in herkömmlichen Braille-Anzeigesystemen, wie
z. B. unter Verwendung von Lochkarten oder Reliefplatten.
Wie es aus der vorangegangenen Beschreibung ersichtlich ist, bietet die vorlie
gende Erfindung die folgenden Vorteile.
Zuerst, gemäß dem prinzipiellen charakteristischen Merkmal der vorliegenden
Erfindung, wird der Endstift, welcher an einem Ende des Feldes von Stiften
vorliegt, nicht unmittelbar bzw. nicht direkt angetrieben durch die Rotations
nocke, welche direkt bzw. unmittelbar mit der Motorwelle verbunden ist. Somit
kann der Neigungsgradient des Nockenumrisses reduziert werden im Vergleich
mit dem Fall, in welchem sämtliche Stifte betätigt werden durch eine integrale
bzw. einstückige Rotationsnocke. Dies reduziert deutlich die Widerstandslast,
bewirkt an der Nocke beim Anheben der Stifte. Die auf dem Motor auferlegte
Last ist ebenfalls entsprechend reduziert, so daß das Risiko, daß der Motor außer
Phase tritt, reduziert ist, mit dem Ergebnis, daß die Genauigkeit der
Braille-Anzeige verbessert ist.
Des weiteren ist es nicht notwendig, den Durchmesser der die Nocke berühren
den Stifte zu reduzieren, im Vergleich zu der herkömmlichen Vorrichtung, so daß
die mechanische Stärke bzw. Festigkeit der Stifte nicht abgesenkt bzw. beein
trächtigt ist. Demzufolge ist die Zuverlässigkeit der Braille-Anzeige als kommer
zielles Produkt ebenfalls verbessert.
Die erfindungsgemäße Binärinformationsanzeigevorrichtung, wenn derart auf
gebaut, daß der Motor schrittweise bei 45° Inkrement gedreht wird, kann 16
Informationsmuster unter Verwendung von vier Stiften anzeigen.
Ferner, wenn ein Schrittmotor verwendet wird als Antriebsmotor, ist es möglich,
einfach den Zustand der Vorrichtung zu initialisieren, ohne spezifische Ein
richtungen zu erfordern, wie z. B. einen Encoder zum Erfassen der Rotations
position. Es ist somit möglich, eine kleine Binärinformationsanzeigevorrichtung
zu erhalten mit einem einfachen Aufbau und einem hohen Grad an Präzision.
Claims (3)
1. Binärinformationsanzeigevorrichtung, umfassend:
- - ein Feld von einer Vielzahl von parallel zueinander verlaufenden Stiften, welche feldartig bei einer konstanten Aufteilung angeordnet sind;
- - ein Stützglied zum Stützen der Stifte, derart, daß die Stifte unabhängig und linear bewegbar sind entlang ihrer Achsen;
- - eine erste Rotationsnocke, in Eingriff bringbar mit Enden der Stifte einer Gruppe ausschließlich eines Endstiftes, welcher an einem Ende des Feldes vorliegt, um somit die Stifte der Gruppe axialwärts derart zu beaufschlagen, daß die Stifte unabhängig betätigbar sind durch die erste Rotationsnocke mit dem Ergebnis, daß die anderen Enden der unabhängigen Stifte der Gruppe selektiv vorspringbar von und zurückziehbar hinter eine Anzeige fläche des Stützgliedes sind;
- - einen Motor zum Stützen der ersten Rotationsnocke und zum Drehen der ersten Nocke um ihre Achse;
- - eine zweite Rotationsnocke zum Betätigen des Endstiftes, wobei die zweite Rotationsnocke drehbar montiert ist, um der ersten Rotationsnocke gegen überzuliegen;
- - einen Antriebseingriffsabschnitt, bereitgestellt an einer Seitenfläche der ersten Rotationsnocke, gegenüberliegend der zweiten Rotationsnocke;
- - einen antreibbaren Eingriffsabschnitt, bereitgestellt an einer Seitenfläche der zweiten Rotationsnocke, um somit in Eingriff bringbar zu sein mit dem Antriebseingriffsabschnitt entsprechend der Rotation der ersten Rotations nocke, wodurch die zweite Rotationsnocke gedreht wird; und
- - einen rotationseinschränkenden Vorsprung, bereitgestellt an der anderen
Seitenfläche der zweiten Rotationsnocke, wobei der rotationseinschränken
de Vorsprung in Eingriff bringbar ist mit einem Stoppabschnitt des Stütz
gliedes, um somit die zweite Rotationsnocke an einer ersten Stopposition
oder einer zweiten Stopposition zu halten;
wobei der Nockenumriß der zweiten Rotationsnocke derart ist, daß der Endstift von der Anzeigefläche vorspringt, wenn die zweite Rotationsnocke zu einer der Stoppositionen gedreht wurde als ein Ergebnis der Rotation der Welle des Motors in einer Richtung, und daß der Endstift zurückgezogen von der Anzeigefläche ist, wenn die zweite Rotationsnocke gedreht wurde zu der anderen Stopposition als ein Ergebnis der Rotation der Welle des Motors in der anderen Richtung.
2. Binärinformationsanzeigevorrichtung nach Anspruch 1, bei welcher die
Vielzahl von Stiften vier Stifte enthält, und bei welcher der Motor die erste
Rotationsnocke bei einer von acht Schrittpositionen hält, welche angeord
net sind bei 45°-Intervallen.
3. Binärinformationsanzeigevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, bei welcher
der Motor ein Schrittmotor ist.
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