DE19722770A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Bekämpfung der Entstehung von Lawinen und dgl. Fließschnee-Phänomenen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Bekämpfung der Entstehung von Lawinen und dgl. Fließschnee-PhänomenenInfo
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Description
Gegenstand der Erfindung sind ein Verfahren und eine
Vorrichtung zur Bekämpfung der Entstehung von Lawinen und
anderen Fließschnee-Phänomenen.
Die Erfindung wird im folgenden der Einfachheit halber
lediglich im Hinblick auf die Bekämpfung von Lawinen
geschildert, obwohl sie nicht darauf beschränkt ist. Die
Erfindung betrifft demzufolge auch die Bekämpfung anderer
Fließschnee-Phänomenen, wie z. B. die Bekämpfung der
Entstehung von Schneebrettern, von Schließschneeabgängen, zur
Bekämpfung von Lockerschneelawinen, Neuschneebrüchen,
Altschneebrüchen, Naßschneelawinen, Grundlawinen und jegliche
andere Form von bekannten Lawinen und anderen Kriech- und
Gleitschneebewegungen.
Schneeablagerungen auf hangartigen Strukturen sind kein in
sich ruhendes Medium, sondern eine sich permanent talwärts
bewegende Masse. Natürliche Ursachen, wie aber auch
Fremdeinwirkung von außen, können diesen Bewegungsablauf sehr
wesentlich verändern. Die Gewalt einer sich talwärts
ausbreitenden Lawine kann dabei als extreme Variante dieser
Veränderung betrachtet werden.
Will man der Bedrohung durch eine solche Naturgewalt
entgegenwirken, ist wohl zuerst die Voraussetzung eines
möglichen Lawinenabganges zu definieren als:
Herabgesetzte Haftung partieller oder globaler Schneemassen bei Ablagerung auf Hängen und steil abfallenden Formationen.
Herabgesetzte Haftung partieller oder globaler Schneemassen bei Ablagerung auf Hängen und steil abfallenden Formationen.
Ursache für diese reduzierte Haftung kann sein:
- a) Extrem steile Hangneigung
- b) Luftkisseneffekt durch polsterartigen Pflanzenwuchs auf abgedeckten Bodenbereichen
- c) Starkes "Kriechen" und "Gleiten" einbezogener Schneemassen d) Überlagerung unterschiedlicher Schneeschichten mit unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften
- e) Überdurchschnittliche Anhäufung von Schneemassen als Folge von Niederschlägen oder windbedingter Verfrachtung
- f) Strukturschwächen durch Schneemetamorphose (Veränderung der kristallinen Strukturen)
- g) Mechanische Zusatzbelastung durch Fremdeinwirkung (z. B. Wintersportler, Wildwechsel, Schallwellen).
Bisher war es lediglich bekannt, dem Bewegungsablauf einer
Lawine dadurch entgegenzuwirken, daß eine sogenannte passive
Bewegungskorrektur stattfand.
Eine derartige Bewegungskorrektur kann nach dem Stand der
Technik entweder durch eine massive Verbauung quer zum Hang
erfolgen, wobei dabei die talwärts wandernden Schneemassen
aufgehalten werden oder es kann eine gezielte Umlenkung
globaler Bewegungsabläufe durch massive Hindernisse
stattfinden. Letzteres wird vor allem vorrangig in talnahen
Bereichen angewandt. Zu dieser Thematik wird unter anderem
auf die EP 0 484 563, die EP 0 346 326, die DE 28 07 536 und
der EP 0 359 704 verwiesen.
Die bekannte massive Verbauung oder die bekannte gezielte
Umlenkung in talnahen Lagen hat aber den Nachteil, daß ein
schwerwiegender Eingriff in die Natur stattfinden muß. Es
müssen massive Hindernisse in aufwendiger Konstruktion in
Hochlagen unter schwierigen Bauverhältnissen errichtet
werden, was mit dementsprechenden hohen Herstellungskosten
verbunden ist. Der höchste Kostenaufwand muß im Hinblick auf
die notwendige Verankerung derartiger Verbauungen im Hang
aufgewendet werden, weil es muß die hangabwärtstreibende
Kraft der sich bewegenden Schneemassen, welche auf die
Hindernisse einwirken, etwa senkrecht zum Hang in die
dazugehörenden Befestigungen eingeleitet werden. Hierzu
bedarf es großer Baumaßnahmen, um die notwendigen Kräfte zu
beherrschen, die im Sinne einer Abreißbewegung auf die
Hindernisse wirken.
Nachteil der bekannten Lawinenverbauung sind also der hohe
Herstellungsaufwand, der hohe Unterhaltsaufwand und der
schwerwiegende Eingriff in die Natur, um die erforderlichen
Kräfte auf den vorhandenen Erdboden und Fels zu übertragen.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein
Verfahren und eine Vorrichtung zur Verhinderung der
Entstehung von Lawinen vorzuschlagen, bei dem bei wesentlich
geringeren Herstellungskosten bereits die Entstehung der
Lawine als solche verhindert wird und welche wesentlich
kostengünstiger herstellbar ist und einen geringeren Eingriff
in die vorhandene Natur erfordert.
Zur Lösung der gestellten Aufgabe ist die Erfindung durch die
technische Lehre nach den Verfahrensmerkmalen des Anspruches
1 gekennzeichnet.
Die Erfindung sieht vor, die Schneemassen, die sich den Hang
herabbewegen, nicht einfach wie aus dem Stand der Technik
bekannt, aufzuhalten, sondern in einzelne Schichten zu
unterteilen bzw. eine bereits vorhandene Unterteilung zu
nutzen und die Schichten miteinander zu vermischen. Diese
Teilung sowie die Mischung können in horizontaler und/oder in
vertikaler Richtung erfolgen. Gleichzeitig kann eine
Verdichtung der Schneemassen erfolgen.
Es geschieht also nach der technischen Lehre der Erfindung
eine Umwandlung instabiler Schneestrukturen in stabile
Verdichtungen. Ein unkontrollierter Bewegungsablauf wird
nicht aufgehalten, sondern er kann gar nicht erst entstehen.
Das "Kriechen" und "Gleiten" der Schneefelder sowie die
Kombination dieser permanenten Bewegungsabläufe liefert das
Kräftepotential, das notwendig ist, einbezogene Schneemassen
in ihrer Grundstruktur zu verändern. Die dabei auftretenden
Kräfte transportieren nicht nur, sondern korrigieren
(transformieren) bestehende Fließrichtungen. Gleichzeitig
wird das mangelnde Haftungspotential ursprünglicher
Schichtungen aufgehoben, in dem diese Schichten untereinander
vermengt werden.
Eine entsprechende Vorrichtung sieht vor, daß die mechanische
Umsetzung (Transformation) durch den Einsatz eines
sogenannten Schnee-Transformers erreicht wird.
Keilartig geformte Grundelemente oder variable ausgestaltete
geometrische Hohlkörper, im folgenden auch als
Teilungselement oder Auftriebskörper bezeichnet, werden dabei
an elastische Haltestangen montiert, die ihrerseits im Boden
verankert werden. Die Bodenmontage selbst erfolgt dabei nicht
in einer vertikalen Einpflanzung des Stangenendes, sondern
parallel zur vorgegebenen Neigung des Hanges. Die Haltestange
selbst ist jedoch derart ausgebildet, daß sie nach ca. 1/3
ihrer Länge in abgerundeter Form in eine vertikale Position
aufrichtet.
Vorteil dieser besonderen Befestigung ist es, daß die Kräfte
der talwärts wandernden Schneemassen über die eigentliche
Bodenfixierung hinweggleiten, die Haltestange durch seitliche
Krafteinwirkung nicht abgeknickt werden kann. Vertikale
Zugkräfte, wie man sie bei der Befestigung traditioneller
Lawinenverbauung kennt, werden dabei in eine horizontale
Belastung umgewandelt.
Um eine solche Haltestange flach am Boden (Fels) zu fixieren
reicht schon die Montage eines einfachen "Erd"- oder
"Felsankers" aus. Auftretende Belastungen werden dabei an
seinem oberen Ende in rechtwinkeliger Form umgelenkt.
Maximaler Widerstand ist die Folge.
Die Transformation selbst wird jedoch durch die an den
Haltestangen montierten Teilungselemente herbeigeführt. Dabei
kommt es zu vier ganz unterschiedlichen Auswirkungen:
Parallel fließende Schneemassen werden dabei zu einem
seitlichen Ausweichen gezwungen. Einbezogene Schneemassen
verdichten sich dabei, erhalten dadurch ein stärkeres
Haftungspotential und finden in den dafür vorgesehenen
Abständen zu einem staubedingten Stillstand.
Funktioneller Ablauf wie bei der horizontalen Umlenkung; die
Verdichtung findet jedoch über mehrere Schichtungsebenen
statt.
Hier findet die weitreichendste Umarbeitung einbezogener
Schneestrukturen statt.
Die einbezogenen Teilungselemente ändern nicht nur den
Bewegungsablauf vorbeifließender Schneeschichten sondern
stellen auch ein der Fließrichtung entgegenwirkendes
Hindernis dar.
Speziell die Funktion der vertikalen Verdichtung garantiert
neben ihrer eigentlichen Wirkung auch eine optimale Funktion
des Transformers bei unterschiedlichen Schneehöhen. Dabei
wird ja nicht nur der vorbeifließende Schnee umgelenkt, auch
das Teilungselement selbst weicht den einwirkenden Kräften
aus und richtet dabei den gesamten Schneetransformer
(Haltestange und Teilungselement) auf.
Von wichtiger Bedeutung sind dabei die unterschiedlichen
Einstellwinkel, mit denen die vertikalen Teilungselemente an
den Haltestangen befestigt sind. In dem der Winkel alpha
zwischen Haltestange und vertikalem Teilungselement sich zum
oberen Stangenende hin zunehmend einem rechten Winkel nähert,
wird bei niedriger Schneehöhe einer unkontrollierten
Auftriebsbewegung entgegengewirkt. Ein Herauswandern des
Transformers aus dem Schnee ist damit unterbunden.
In welcher Art Schneetransformer bei der Sicherung eines
Lawinenhanges ihre Anordnung finden, richtet sich jeweils
nach den individuellen Landschaftsstrukturen. Dabei wird sich
die Richtung auszuwählender Verdichtungsabläufe auf die
Besonderheiten einbezogener Bodenprofile beziehen. Denkbar
dabei ist auch eine funktionelle Koppelung benachbarter
Transformer zu einer lippenartig ausgearbeiteten neuen
Funktionseinheit. Sinnvoll können von Fall zu Fall auch
fächerartige oder baumähnliche Bündelungen von Hackstangen
sein.
Vergleicht man die Produktions- und Montagekosten
herkömmlicher Lawinenverbauung mit flächengleicher
Transformer-Sicherung erreicht sich für eine aktive
Transformation eine überdurchschnittliche Kostenreduzierung.
Neben diesem funktionellen und kostenmäßigen Vorteil
beinhaltet der Einsatz von Schneetransformern wichtige
Zusatzfunktionen, die bei der traditionellen Lawinensicherung
als scheinbar unlösbarer Mangel als Nebenwirkung hingenommen
werden mußte:
- 1. Optimierung der optischen Umweltverträglichkeit durch transparente Eingliederung in die Natur.
- 2. Minimale Einschränkung einbezogener Lebensräume der landschaftseigenen Tierwelt.
- 3. Optimale Zwischensicherung bei der Rekultivierung erosionsbelasteter Freiflächen.
- 4. Lawinensicherung auch dort, wo diese etwa wegen lockerer Bodenstrukturen bislang nur mit überdurchschnittlichem finanziellen Aufwand durchgeführt werden konnte. Die Aufteilung großer Kräfte in viele kleine Teilkräfte wird damit zur Grundlage für eine wirtschaftliche Gesamtlogistik.
Der Erfindungsgegenstand der vorliegenden Erfindung ergibt
sich nicht nur aus dem Gegenstand der einzelnen
Patentansprüche, sondern auch aus der Kombination der
einzelnen Patentansprüche untereinander.
Alle in den Unterlagen, einschließlich der Zusammenfassung,
offenbarten Angaben und Merkmale, insbesondere die in den
Zeichnungen dargestellte räumliche Ausbildung werden als
erfindungswesentlich beansprucht, soweit sie einzeln oder in
Kombination gegenüber dem Stand der Technik neu sind.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von mehrere
Ausführungswege darstellenden Zeichnungen näher erläutert.
Hierbei gehen aus den Zeichnungen und ihrer Beschreibung
weitere erfindungswesentliche Merkmale und Vorteile der
Erfindung hervor.
Es zeigen:
Fig. 1 Schematisiert eine perspektivische Seitenan
sicht einer Haltevorrichtung (ohne Auftriebs
körper);
Fig. 1a-1c Verschiedene mögliche Profilformen für
eine Haltestange nach Fig. 1;
Fig. 2 Schematisiert einen Schnitt durch einen Hang
mit der erfindungsgemäßen Verbauung;
Fig. 3 Die Kräfteverhältnisse beim Umfließen der
Auftriebskörper durch die Schneemassen;
Fig. 4 Einen Schnitt durch einen Hang mit Darstellung
der Kräfteverhältnisse auf die vertikal
übereinandergeschichteten Schneeschichten;
Fig. 5 Schematisiert das Bewegungsdiagramm der
hangabwärtsfließenden Schneeschichten;
Fig. 6 Eine weitere Ausführungsform für die
Ausbildung eines Auftriebskörpers;
Fig. 7 Eine dritte Ausführungsform für die
Ausbildung eines Auftriebskörpers;
Fig. 8 Die Draufsicht auf den Auftriebskörpers nach
Fig. 6;
Fig. 9 Die Seitenansicht des Auftriebskörpers nach
Fig. 6 und Fig. 8;
Fig. 10 Eine weitere Ausführungsform eines Auftriebs
körpers;
Fig. 10a-10d Weitere Beispiele für die Ausbildung von
Auftriebskörpern;
Fig. 11 Perspektivisch eine weitere Ausbildung von
Auftriebskörpern;
Fig. 11a-11d Weitere Beispiele für die Ausbildung von
Auftriebskörpern nach Fig. 11;
Fig. 12 Eine weitere Ausführungsform der Ausbildung
von Auftriebskörpern;
Fig. 12-12d Die Darstellung weiterer möglicher
Auftriebskörper im Vergleich zu Fig. 12;
Fig. 13 Eine weitere Ausführungsform der Ausgestaltung
von Auftriebskörpern;
Fig. 13a, 13b Weitere Ausgestaltungsmöglichkeiten von
Auftriebskörpern nach Fig. 13;
Fig. 14 Eine abgewandelte Ausführungsform einer
Lawinenverbauung;
Fig. 15 Eine gegenüber Fig. 14 abgewandelte Aus
führungsform;
Fig. 16 Die Gegenüberstellung einer Lawinenverbauung
nach der Erfindung im Vergleich zu einer nach
dem Stand der Technik.
Die Lawinenverbauung nach der Erfindung besteht in einer
bevorzugten Ausgestaltung aus einer Haltevorrichtung 1, die
ihrerseits aus einer im Hang verankerten Montageplatte 2
besteht, auf welcher mittels einer Befestigung 4 eine
Haltestange 3 montiert ist. Die Haltestange ist hierbei als
rundprofilierte, elastische Stange ausgebildet, die z. B. aus
einem Kunststoffmaterial, aus Stahl, aus Holz, aus
Aluminiumlegierungen, aus Glasfaser, Karbonkunststoffen oder
dgl. besteht. Wichtig ist, daß die Haltestange 3 einen
unteren, etwa parallel zur Hangneigung ausgerichteten unteren
Teil 7 aufweist, mit dem diese Haltestange 3 in der
Befestigung 4 der Montageplatte 2 aufgenommen ist, während
sich der an den unteren Teil 7 anschließende Teil obere Teil
8 nach oben vom Hang weggeneigt ist und z. B. schräg
hangabwärts geneigt sein kann.
Die Fließrichtung 6 der Schneemassen ist hierbei so
gerichtet, daß bei einer Zugeinwirkung auf die Haltestange 3
bevorzugt in axialer Richtung diese Zugkraft über den unteren
Teil 7 auf die Befestigung 4 eingeleitet wird, um so eine
große Haltekraft zu erzeugen.
Diese Krafteinleitung einer auf die Haltestange 3 in
Pfeilrichtung 6 ausgeübten Zugkraft ist deshalb günstig, weil
ein Abscheren der Haltestange 3 in der Befestigung 4 dadurch
sicher vermieden wird. Dies ist ein wesentlicher Vorteil
gegenüber den herkömmlichen Lawinenverbauungen, die in der
Regel etwa senkrecht oder winkelgeneigt zum Hang ausgerichtet
werden und bei denen große Schwierigkeiten bestehen,
überhaupt die auf die Lawinenverbauung einwirkende Kraft in
das Bodenlager zu übertragen.
Die Übertragung auf das Bodenlager erfolgt nach der Erfindung
durch eine Montageplatte 2, die mittels nicht näher
dargestellter Erdanker 13 in dem Hang verankert wird.
Hierbei können die Erdanker 13 gleichzeitig die Befestigung
für die Haltestange 3 übernehmen; es ist aber auch möglich,
daß eigene Schrauben 5 vorhanden sind, welche die
schellenartige Befestigung 4 auf der Montageplatte 2
befestigen.
Die Fig. 1a-1c zeigen im übrigen, daß anstelle des
Rundprofils der Haltestange 3 auch andersprofilierte
Haltestangen 3a, 3b, 3c verwendet werden können, nämlich Fig.
1a zeigt ein elliptisches Profil, Fig. 1b ein Dreiecksprofil
und Fig. 1c ein Quadrat- oder ein Rechteckprofil.
Wichtig bei allen Profilformen ist, daß eine ausreichend gute
Kraftübertragung auf das Bodenlager erfolgen kann, wenn eine
entsprechende Kraft in Pfeilrichtung 6 auf die Haltestange 3,
3a-3c wirkt.
Im übrigen ist es nicht lösungsnotwendig, daß der Kopf 9 der
Haltestange 3 aus dem Schnee herausschaut; er kann auch
vollständig vom Schnee bedeckt sein.
Die Fig. 2 zeigt schematisiert einen Schnitt durch einen
Hang, bei dem die Entstehung einer Lawine aus einer
hangabwärts gerichteten Schneeschicht 14 vermieden werden
soll.
Der Hang besteht hierbei - schematisiert dargestellt - aus
Fels 10, der von einer Schotterschicht 11 überdeckt ist, der
wiederum eine dünne Humusschicht 12 zeigt.
Hierbei wird es bevorzugt, wenn die der Montageplatte 2
zugeordneten Erdanker 13 bis in den Fels 10 reichen.
Versuche des Anmelders haben jedoch gezeigt, daß die Erdanker
nicht notwendigerweise bis in den Fels 10 reichen müssen; es
reicht - wegen der günstigen Kraftübertragung und wegen der
gegebenen technischen Lehre - diese Erdanker auch nur im
Schotter 11 zu verankern.
Wichtig ist nämlich, daß die Zugkraft auf die Haltestangen
nicht eine Komponente weg von der Befestigungsfläche in
Richtung auf die Schneeschicht aufweist - wie dies bei
üblichen Lawinenverbauungen der Fall ist - sondern die
Haltekraft wird direkt von der Montageplatte 2 über die etwa
senkrecht hierzu angeordneten Erdanker 13 in den Hang
übertragen.
Selbstverständlich ist es nicht lösungsnotwendig, daß die
Erdanker 13 mit ihren Längsachse senkrecht zur Montageplatte
2 gerichtet sind. Es kann auch vorgesehen sein, daß die
Erdanker schräg nach unten (hangabwärts) in die
Schotterschicht oder in die Felsschicht eingetrieben werden.
Im übrigen brauchen auch die Erdanker 13 nicht nagelartig
ausgebildet zu sein; sie können entsprechende
Schraubenflächen aufweisen, sie können als zeltanker-ähnliche
Profilformen ausgebildet sein, als profilierte Stäbe und dgl.
mehr.
Die Formgebung derartiger Erdanker (auch Gebirgsanker oder
Felsbolzen genannt) ist nicht Gegenstand der Erfindung.
Die erfindungsgemäße Lawinenverbauung besteht nun aus dem
vorher anhand der Fig. 1-1c beschriebenen
Haltevorrichtungen 1, wobei nun wichtig ist, daß an den
Haltestangen 3 entsprechende Auftriebskörper 15 angeordnet
sind, welche im gegenseitigen Abstand fest oder verdrehbar,
jedoch bevorzugt nicht verschiebbar auf den Haltestangen
3, 3', 3'' angeordnet sind.
Die hier dargestellten Auftriebskörper 15 sind als
pfeilähnliche Elemente ausgebildet, welche mit ihrer spitzen
Seite hangaufwärts in die Schneeschicht hineingreifen und mit
ihrer breiteren Seite hangabwärts gerichtet sind.
Mit der Konstruktion nach Fig. 2 ergibt sich nun der
wesentliche Vorteil, daß die hangabwärts gleitende
Schneeschicht 14 auf die Auftriebskörper 15 auftrifft, welche
aufgrund der Fließrichtung 6 in Pfeilrichtung 16 angehoben
werden und hierdurch die Haltestangen in elastischer Weise in
Pfeilrichtung 16 ebenfalls mitnehmen.
Es kommt hierbei zu einer Zerteilung der Schneeschicht 14 in
horizontaler und auch in vertikaler Richtung, wodurch
verschiedene Verdichtungs- und Entlastungszonen in der
Schneeschicht 14 gebildet werden, wie nachfolgend anhand der
Fig. 3-5 näher erläutert wird.
Die Fig. 3 zeigt, daß zunächst in Fließrichtung 6 die
Schneeschichten auch ungehindert seitlich an der
erfindungsgemäßen Lawinenverbauung vorbeifließen können, weil
die Lawinenverbauung nicht die gesamte Hangbreite der
Schneeschicht überdecken kann.
Soweit aber diese Schneeschicht 14 auf die Auftriebskörper 15
trifft, kommt es bei Position 18 zu Stauzonen vor den
Auftriebskörpern 15 und zu einer Umlenkung der
Schneeschichten in Pfeilrichtung 6a, 6b an den
Auftriebskörpern 15 vorbei, so daß neben den Stauzonen 18
auch Verdichtungszonen 17 gebildet werden.
Die in der Regel mehrere vertikal übereinander ausgebildete
Schneeschichten 14a-14d aufweisende Schneeschicht 14 wird
also durch die gezeigten Auftriebskörper und durch die an den
Auftriebskörpern gebildeten Abweisflächen 19 in
unterschiedliche Schichten aufgeteilt, wie dies anhand der
Fig. 4 dargestellt ist.
In der Vektordarstellung erfolgt hierbei eine Aufteilung der
hangabwärts gerichteten Kraft in einen hangaufwärts
gerichteten, etwa parallel zur Hangebene weisenden Vektor 20
einen senkrecht zur Hangebene weisenden Vektor 22 und einen
daraus resultierenden Vektor 21, der etwa schräg zur
Hangebene gerichtet ist.
Hierdurch kommt es gemäß Fig. 5 zu einer willkürlichen und
beabsichtigten Durchmischung der einzelnen vertikal
übereinandergerichteten Schneeschichten 14a-14d. Die in
Pfeilrichtung 6 in Fließrichtung auf die obere Abweisfläche
19 auftreffenden Schneemassen werden an dieser in
Pfeilrichtung 24 umgelenkt, so daß die obere Schneeschicht
14a in die mittlere Schneeschicht 14b einfließt und sich mit
dieser vermischt und als Mischstrom wieder auf die
stromabwärts gerichtete weitere Abweisfläche 19 trifft, wo
die mittlere Schneeschicht auf die untere Schneeschicht
trifft, in Pfeilrichtung 24 abgelenkt wird, sich mit der
unteren Schneeschicht 14c verbindet und in Pfeilrichtung 25
abfließt.
Die hier gezeigte vertikale Durchmischung der Schnee schichten
bewirkt eine Verfestigung der Schneeschicht 14 insgesamt,
weil die ansonsten voneinander abreißenden, sich
möglicherweise trennenden Schneeschichten 14a, 14b, 14c
miteinander verzahnt und verbunden werden.
Hierdurch wird also eine Lawinenentstehung von Anfang an
unterbunden, weil die ansonsten immer mit langsamer
Fließrichtung wandernden Schneemassen durch das
erfindungsgemäße Verfahren miteinander verzahnt werden und
ein Abreißen einzelner Schneemassen - sei es in horizontaler
oder in vertikaler Richtung - vermieden wird.
Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die vorliegende
Erfindung nicht beabsichtigt, die bereits mit hoher
Fließgeschwindigkeit fließende Lawine zu verlangsamen,
sondern daß die vorliegende Erfindung das Entstehen
derartiger Lawinen schon im Ansatz bekämpft.
Selbstverständlich ist die Erfindung nicht darauf beschränkt,
die vertikale Durchmischung übereinandergeschichteter
Schneeschichten zu erreichen, sondern in analoger Weise
erfolgt dies bei horizontal nebeneinanderliegenden
Schneeschichten, denn die hier gezeigten Abweisflächen wirken
nicht nur in vertikaler Richtung durchmischend, sondern auch
in horizontaler Richtung (nebeneinanderliegend), um so auch
nebeneinanderliegende, etwa strangförmige Schneemassen
miteinander zu verzahnen und zu verketten.
In den folgenden Ausführungsbeispielen werden nun
verschiedene Auftriebskörper dargestellt, die aber alle dem
gleichen Zweck dienen, nämlich daß sie keine starre Verbauung
darstellen, sondern an den elastischen Haltestangen
angebracht sind und praktisch wie Drachen oder Schwalben in
einer langsam wandernden Schneeschicht die Schneemassen so
ablenken, daß sie sich gegenseitig durchmischen und
miteinander verzahnen.
Wichtig bei allen Ausführungsbeispielen ist, daß die auf die
Auftriebskörper wirkenden Kräfte in vorteilhafter Weise in
axialer Richtung auf die zugeordnete Haltestange 3
eingeleitet werden und diese wiederum die auf sie wirkende
Zugkraft in optimaler Weise in den Hang einleitet, ohne
hierbei abzuscheren oder das bodenseitige Lager hoch zu
belasten.
Die in den Fig. 6, 8 und 9 dargestellte Struktur eines
Auftriebskörpers 26 besteht im wesentlichen aus einer mittig
gefalteten Stahlplatte, die in der Art eines Schneepfluges
mit einem Pfeilbug 29 auf der Vorderseite der Haltestange 3
befestigt ist. Diese schneepflugartige Struktur weist zwei
zueinander im Winkel angeordnete Abweisschaufeln 27, 28 auf,
die symmetrisch zur Längsmittenachse ausgebildet sind und
fest miteinander verbunden sind.
Im Bereich der beiden Abweisschaufeln 27 ist ein beide
Abweisschaufeln 27, 28 durchsetzender Schlitz 30 vorgesehen,
in den in eine plattenförmige Abweisfläche 19 eingesetzt und
dort verankert ist. Die Abweisfläche 19 ist mit einem Winkel
32 zur Längsachse der Haltestange 3 geneigt ausgebildet und
zwar in der Weise, daß die etwa parallel zum Hang wirkenden
und in Pfeilrichtung 6 abfließenden Schneemassen schräg zum
Hang abgelenkt werden.
Der Winkel alpha (Winkel 32) ist hierbei variabel und kann
den entsprechenden Erfordernissen angepaßt werden.
Ebenso ist es hierbei vorgesehen, daß beispielsweise die an
der Haltestange 3 angeordneten Abweisflächen 19 einen anderen
Winkel 32 zur jeweiligen Haltestange aufweisen als
beispielsweise die an den Haltestangen 3', 3'' angeordneten
Abweisflächen 19. Dies führt dazu, daß eine unterschiedliche
Durchmischung der Schneeschichten 14 erfolgt.
Im übrigen soll die Fig. 2 auch zeigen, daß die im Hang
verankerten Verbauungsstrukturen auf Lücke zueinander
versetzt angeordnet sind oder sie können auch fluchtend
zueinander hangabwärts angeordnet werden.
Wirkt nun die in Fließrichtung 6 abfließende Schneemasse auf
die Abweisschaufeln 27, 28, dann werden diese Schneemassen
erst einmal zerteilt und in Pfeilrichtung 52 an den
Abweisschaufeln 27, 28 abgelenkt, wobei sie gleichzeitig in
Fließrichtung 6 auf die Abweisfläche 19 gelangen und dort
eine Durchmischung der vertikal übereinanderliegenden
Schneeschichten 14a-14d erzeugen, wie es anhand der Fig. 4
und 5 dargestellt wurde.
Die Fig. 7 zeigt als weiteres Ausführungsbeispiel einen
Auftriebskörper 31, der die gleichen schneepflugartigen
Abweisschaufeln 27, 28 aufweist, wie es anhand der Fig. 6-9
erläutert wurde, wobei aber die schräg nach unten gerichtete
Abweisfläche 19 fehlt.
Der in Fig. 10 dargestellte Auftriebskörper 35 weist
wiederum zwei Schaufeln 33, 34 auf, die im gezeigten
Ausführungsbeispiel in einer Ebene liegen. Hierauf ist jedoch
die Ausführungsform nicht beschränkt. Diese Schaufeln könnten
auch längs der Befestigungslinie 36 an der Haltestange 3
geknickt sein. Ein derartiger Auftriebskörper 35 ist
drachenähnlich ausgebildet und soll wie ein Drachen eine
entsprechende Auftriebskraft in abwärts gleitenden
Schneemassen erzeugen, um so ebenso eine Durchmischung und
ineinandergehende Verzahnung der nebeneinander und
übereinander laufenden Schneemassen zu erzeugen.
Die Fig. 10a-10d zeigen im übrigen, daß nicht nur eine
rautenförmige Struktur wie nach Fig. 10 möglich ist, sondern
daß ebenso eine Platte, eine Ellipse, ein Rechteck oder
Quadrat oder eine Pfeilstruktur für die Auftriebskörper 35a-35c
verwendet werden kann.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Auftriebskörper 35a-35c
fest und nicht verdrehbar mit der Haltestange verbunden.
Es kann jedoch auch vorgesehen sein, daß längs der
Befestigungslinie eine Verdrehung stattfindet, die durch
entsprechende Anschläge begrenzt sein kann.
Die Fig. 11 zeigt, daß die Verdrehung von Auftriebskörpern
37 um die Haltestange 3 herum in Pfeilrichtung 52 möglich
ist. Die dreiecksförmig ausgebildeten Auftriebskörper 37 sind
hierbei über entsprechende Befestigungen 38 an der
Haltestange 3 befestigt, wobei eine Längsverschiebung längs
der Haltestange 3 vermieden werden soll, aber eine Verdrehung
in den Pfeilrichtungen 52 möglich ist.
Auch hier ist anhand der Fig. 11a-11d dargestellt, daß
anstelle der pfeilähnlichen Strukturen für die
Auftriebskörper 37 auch die Auftriebskörper 37a-37d als
Scheibe, Ellipse, Quadrat oder Recht oder Pfeilstruktur
ausgebildet sein können.
Ebenso ist es nicht lösungsnotwendig, daß die
Befestigungsbohrung 38 in der Längs-Symmetrieachse des
Auftriebskörpers liegt; es kann auch die Befestigungsbohrung
38' in der Quer-Symmetrieachse angeordnet werden.
Die Fig. 12 zeigt, daß die Auftriebskörper 39 auch als
Hohlkörper oder Massivkörper ausgebildet sein können, wobei
die Auftriebskörper 39 etwa Eistruktur aufweisen und die
Befestigungsbohrung 38 wiederum so ausgebildet sein kann, daß
die Auftriebskörper 39 entweder drehbar oder nicht drehbar
jedoch immer unverschiebbar auf der Haltestange 3 angeordnet
sind.
Mit dem Begriff "unverschiebbar" auf der Haltestange ist
selbstverständlich auch gemeint, daß den Auftriebskörpern ein
gewisses Bewegungsspiel in Längsrichtung der Haltestange
zugeordnet werden kann, welches Bewegungsspiel durch
entsprechende Anschläge an der Haltestange begrenzt werden
soll. Dieses Bewegungsspiel ist mit den Pfeilrichtungen 53 in
Fig. 12 schematisiert dargestellt. Ebenso ist - wie
erläutert - die Verdrehung in Pfeilrichtungen 52 um die
Befestigungsbohrung 38 möglich.
Die Fig. 12a-12d zeigen wiederum, daß anstelle der
eiförmigen Auftriebskörper 39 auch andere Körperstrukturen
verwendet werden können, wie z. B. eine Kugel, ein Ei, ein
Kubus oder ein mehreckiger gepfeilter Körper.
Selbstverständlich ist es bei diesen Körperstrukturen
möglich, noch entsprechende zugeordnete Abweisflächen
anzubringen, die dafür sorgen, daß der von der Schneemasse in
Pfeilrichtung 6 umspülte Auftriebskörper auch tatsächlich die
vorgesehene Funktion nach den Fig. 4 und 5 ausübt.
Die Fig. 13 zeigt Auftriebskörper wie sie anhand der Fig.
12-12d erläutert wurden, nur daß eine andere Befestigungsart
verwendet wird. Die dort gezeigten Auftriebskörper 40, 40a, 40d
weisen jeweils eine Befestigungsbohrung 43 auf, durch welche
ein Ring 41 durchgreift, der seinerseits mittels einer
Befestigung 42 die Haltestange 3 umgreift.
Hierbei kann es vorgesehen sein, daß der Ring 41 in der
Befestigung 42 drehfest und unverschiebbar mit der
Haltestange 3 verbunden ist.
In einer anderen Ausgestaltung kann es jedoch vorgesehen
sein, daß der Ring 41 in den Pfeilrichtungen 53 verschiebbar
(um einen begrenzten Verschiebungsweg) auf der Haltestange 3
angeordnet ist.
Ebenso kann es vorgesehen sein, daß die Befestigung 42 nicht
drehfest mit der Haltestange ausgebildet ist, sondern daß
sich der Ring 41 um die Haltestange 3 herumdrehen kann
(Richtung 51).
In gleicher Weise kann es vorgesehen sein, daß im Bereich der
Befestigungsbohrung 43 der Ring 41 drehfest mit dem
Auftriebskörper 40 verbunden ist.
Ebenso kann es jedoch vorgesehen sein, daß die
Befestigungsbohrung 43 dem durch sie hindurchgreifenden Ring
41 ein Bewegungsspiel verleiht, so daß also der
Auftriebskörper 40 in den Pfeilrichtungen 52 um den Ring 41
herum schwenkbar ausgebildet ist.
Die Fig. 13a-13d zeigen wiederum, daß unterschiedliche
Auftriebskörper mit ihren Bohrungen 44 an dem Ring 41
angehängt werden können.
Die Fig. 14 und 15 zeigen verschiedene
Kombinationsbeispiele von Haltestangen 3, die in netzartiger
oder flächerartiger Struktur miteinander verbunden sind. Die
dort dargestellten Auftriebskörper sind jedoch durch die
vorher in sämtlichen Figuren dargestellten Auftriebskörper
ersetzbar, so daß die Fig. 14 und 15 nicht auf die
dargestellten Auftriebskörper beschränkt sind.
Wichtig ist bei Fig. 14, daß mehrere Haltestangen 3 jeweils
im Bereich von Manschetten 46 miteinander verbunden sind und
etwa flächerartig auseinanderstreben, wobei jede Haltestange
3 die zugeordneten Auftriebskörper 15 trägt. Die Manschetten
46 halten hierbei die wie Zweige von einem Baum abzweigenden
Haltestangen an einer gemeinsamen Manschette 46 fest, die
wiederum in eine Haltevorrichtung 45 (die nicht näher
dargestellt ist) befestigt ist.
Auf diese Weise werden baumartige Strukturen als
Lawinenverbauung vorgeschlagen, wobei erkennbar ist, daß die
hangabwärts in Fließrichtung 6 wandernden Schneemassen sowohl
in horizontaler Richtung als auch in vertikaler Richtung
durch die erfindungsgemäße Auftriebskörper 15 verteilt und
miteinander vermischt und verzahnt werden.
Die Fig. 15 zeigt eine andere Ausgestaltung der Baumstruktur
der Haltestangen 3, wobei erkennbar ist, daß mehrere
Haltestangen 3 durch zugeordnete Auftriebskörper 48
miteinander verbunden sind, welche in einer gemeinsame
Haltevorrichtung 47 miteinander gekoppelt sind.
Auch hier ist die Erfindung nicht darauf beschränkt, daß zwei
Haltestangen 3 eine derartige Struktur bilden, es können auch
mehrere Haltestangen vorgesehen werden, die durch verbindende
Auftriebskörper 48 miteinander verbunden sind.
Die Fig. 16 zeigt den Vergleich der erfindungsgemäßen
Verbauungsstruktur 49 mit einer zum Stand der Technik
gehörenden Verbauungsstruktur 50.
Aus Fig. 16 wird deutlich, daß die erfindungsgemäße
Verbauungsstruktur 49 eine fragile, transparente Struktur an
einem zu stützenden Hang bildet, wobei die damit verbundenen
Vorteile bereits schon im allgemeinen Beschreibungsteil unter
Ziffer 1-4 erläutert wurden.
Es wird also ein massiver Eingriff in die Natur vermieden, in
dem relativ elastische und dünne und aus der Entfernung kaum
sichtbare Stäbe im Boden verankert werden, die im übrigen im
Winter bevorzugt von Schneeschichten abgedeckt sind.
1
Haltevorrichtung
2
Montageplatte
3
,
3
',
3
'' Haltestange
3
a, b, c
4
Befestigung
5
Schrauben
6
Fließrichtung
7
unterer Teil
8
oberer Teil
9
Kopf
10
Fels
11
Schotter
12
Humusschicht
13
Erdanker
14
Schneeschicht a-d
15
Auftriebskörper
16
Pfeilrichtung
17
Verdichtungszone
18
Stauzone
19
Abweisfläche
20
Vektor
21
Vektor
22
Vektor
23
24
Pfeilrichtung
25
Pfeilrichtung
26
Auftriebskörper
27
Abweisschaufel
28
Abweisschaufel
29
Pfeilbug
30
Schlitz
31
Auftriebskörper
32
Winkel
33
Schaufel
34
Schaufel
35
Auftriebskörper a-c
36
Befestigungslinie
37
Auftriebskörper
37
a-
37
d
38
Befestigungsbohrung
38
'
39
Auftriebskörper
40
Auftriebskörper
41
Ring
42
Befestigung
43
Befestigungsbohrung
44
Bohrung
45
Haltevorrichtung
46
Manschette
47
Haltevorrichtung
48
Auftriebskörper
49
Verbauungsstruktur
50
Verbauungsstruktur (Stand d. Technik)
51
Pfeilrichtung
52
Pfeilrichtung
53
Pfeilrichtungen
Claims (12)
1. Verfahren zur Bekämpfung der Entstehung von Lawinen und
anderen Fließschnee-Phänomenen, dadurch gekennzeichnet, daß
die Schneemassen in einzelne Schneeschichten (14a-14d)
unterteilt und diese Schichten (14a-14d) miteinander
vermischt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Teilung sowie das Vermischen in horizontaler und/oder
vertikaler Richtung erfolgen.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die einzelnen Schneeschichten (14a-14d) zusätzlich
verdichtet werden.
4. Vorrichtung zur Bekämpfung der Entstehung von Lawinen und
anderen Fließschnee-Phänomenen, bestehend aus einer gebogenen
Haltestange (3, 3a-3c), die am Hang verankert ist und
mindestens einen Auftriebskörper (15, 26, 31, 35a-c, 39, 40, 48)
trägt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Auftriebskörper (15, 26, 31, 35a-c, 39, 40, 48) eine
Schrägfläche (19) aufweisen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Auftriebskörper (15, 26, 31, 35a-c,
39, 40, 48) gegenüber der Haltestange (3) beweglich
angeordnet sind, insbesondere verdrehbar, verschwenkbar
und/oder verschieblich.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4-6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Auftriebskörper (5, 26, 31, 35a-c,
39, 40, 48) in einem bestimmten Winkel gegenüber der
Haltestange (3, 3a-3c) angebracht sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4-7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Auftriebskörper (5, 26, 31, 35a-c,
39, 40, 48) im wesentlichen flach, gebogen oder volumenartig
ausgebildet sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4-8, dadurch
gekennzeichnet, daß mehrere Haltestangen (3, 3a-3c)
zusammengefaßt sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Auftriebskörper (48) an mehreren Haltestangen (3)
befestigt ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4-10, dadurch
gekennzeichnet, daß die Haltestange (3, 3a-3c) rund,
elliptisch oder eckig ausgebildet ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-11, dadurch
gekennzeichnet, daß die Haltestange (3, 3a-3c) elastisch
ausgebildet ist.
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| OM8 | Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law | ||
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