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DE19722770A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Bekämpfung der Entstehung von Lawinen und dgl. Fließschnee-Phänomenen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Bekämpfung der Entstehung von Lawinen und dgl. Fließschnee-Phänomenen

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Publication number
DE19722770A1
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
snow
slope
buoyancy
buoyancy body
avalanches
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19722770A
Other languages
English (en)
Inventor
Friedolf Mutschler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE19722770A priority Critical patent/DE19722770A1/de
Priority to CA002292493A priority patent/CA2292493C/en
Priority to EP98937431A priority patent/EP0986675B1/de
Priority to AT98937431T priority patent/ATE215642T1/de
Priority to PCT/EP1998/003233 priority patent/WO1998055698A1/de
Priority to ES98937431T priority patent/ES2175743T3/es
Priority to US09/445,039 priority patent/US6382597B1/en
Priority to DE59803624T priority patent/DE59803624D1/de
Priority to JP50146199A priority patent/JP3652709B2/ja
Publication of DE19722770A1 publication Critical patent/DE19722770A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E01CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
    • E01FADDITIONAL WORK, SUCH AS EQUIPPING ROADS OR THE CONSTRUCTION OF PLATFORMS, HELICOPTER LANDING STAGES, SIGNS, SNOW FENCES, OR THE LIKE
    • E01F7/00Devices affording protection against snow, sand drifts, side-wind effects, snowslides, avalanches or falling rocks; Anti-dazzle arrangements ; Sight-screens for roads, e.g. to mask accident site
    • E01F7/04Devices affording protection against snowslides, avalanches or falling rocks, e.g. avalanche preventing structures, galleries

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Devices Affording Protection Of Roads Or Walls For Sound Insulation (AREA)
  • Control Of Position, Course, Altitude, Or Attitude Of Moving Bodies (AREA)

Description

Gegenstand der Erfindung sind ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Bekämpfung der Entstehung von Lawinen und anderen Fließschnee-Phänomenen.
Die Erfindung wird im folgenden der Einfachheit halber lediglich im Hinblick auf die Bekämpfung von Lawinen geschildert, obwohl sie nicht darauf beschränkt ist. Die Erfindung betrifft demzufolge auch die Bekämpfung anderer Fließschnee-Phänomenen, wie z. B. die Bekämpfung der Entstehung von Schneebrettern, von Schließschneeabgängen, zur Bekämpfung von Lockerschneelawinen, Neuschneebrüchen, Altschneebrüchen, Naßschneelawinen, Grundlawinen und jegliche andere Form von bekannten Lawinen und anderen Kriech- und Gleitschneebewegungen.
Schneeablagerungen auf hangartigen Strukturen sind kein in sich ruhendes Medium, sondern eine sich permanent talwärts bewegende Masse. Natürliche Ursachen, wie aber auch Fremdeinwirkung von außen, können diesen Bewegungsablauf sehr wesentlich verändern. Die Gewalt einer sich talwärts ausbreitenden Lawine kann dabei als extreme Variante dieser Veränderung betrachtet werden.
Will man der Bedrohung durch eine solche Naturgewalt entgegenwirken, ist wohl zuerst die Voraussetzung eines möglichen Lawinenabganges zu definieren als:
Herabgesetzte Haftung partieller oder globaler Schneemassen bei Ablagerung auf Hängen und steil abfallenden Formationen.
Ursache für diese reduzierte Haftung kann sein:
  • a) Extrem steile Hangneigung
  • b) Luftkisseneffekt durch polsterartigen Pflanzenwuchs auf abgedeckten Bodenbereichen
  • c) Starkes "Kriechen" und "Gleiten" einbezogener Schneemassen d) Überlagerung unterschiedlicher Schneeschichten mit unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften
  • e) Überdurchschnittliche Anhäufung von Schneemassen als Folge von Niederschlägen oder windbedingter Verfrachtung
  • f) Strukturschwächen durch Schneemetamorphose (Veränderung der kristallinen Strukturen)
  • g) Mechanische Zusatzbelastung durch Fremdeinwirkung (z. B. Wintersportler, Wildwechsel, Schallwellen).
Bisher war es lediglich bekannt, dem Bewegungsablauf einer Lawine dadurch entgegenzuwirken, daß eine sogenannte passive Bewegungskorrektur stattfand.
Eine derartige Bewegungskorrektur kann nach dem Stand der Technik entweder durch eine massive Verbauung quer zum Hang erfolgen, wobei dabei die talwärts wandernden Schneemassen aufgehalten werden oder es kann eine gezielte Umlenkung globaler Bewegungsabläufe durch massive Hindernisse stattfinden. Letzteres wird vor allem vorrangig in talnahen Bereichen angewandt. Zu dieser Thematik wird unter anderem auf die EP 0 484 563, die EP 0 346 326, die DE 28 07 536 und der EP 0 359 704 verwiesen.
Die bekannte massive Verbauung oder die bekannte gezielte Umlenkung in talnahen Lagen hat aber den Nachteil, daß ein schwerwiegender Eingriff in die Natur stattfinden muß. Es müssen massive Hindernisse in aufwendiger Konstruktion in Hochlagen unter schwierigen Bauverhältnissen errichtet werden, was mit dementsprechenden hohen Herstellungskosten verbunden ist. Der höchste Kostenaufwand muß im Hinblick auf die notwendige Verankerung derartiger Verbauungen im Hang aufgewendet werden, weil es muß die hangabwärtstreibende Kraft der sich bewegenden Schneemassen, welche auf die Hindernisse einwirken, etwa senkrecht zum Hang in die dazugehörenden Befestigungen eingeleitet werden. Hierzu bedarf es großer Baumaßnahmen, um die notwendigen Kräfte zu beherrschen, die im Sinne einer Abreißbewegung auf die Hindernisse wirken.
Nachteil der bekannten Lawinenverbauung sind also der hohe Herstellungsaufwand, der hohe Unterhaltsaufwand und der schwerwiegende Eingriff in die Natur, um die erforderlichen Kräfte auf den vorhandenen Erdboden und Fels zu übertragen.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Verhinderung der Entstehung von Lawinen vorzuschlagen, bei dem bei wesentlich geringeren Herstellungskosten bereits die Entstehung der Lawine als solche verhindert wird und welche wesentlich kostengünstiger herstellbar ist und einen geringeren Eingriff in die vorhandene Natur erfordert.
Zur Lösung der gestellten Aufgabe ist die Erfindung durch die technische Lehre nach den Verfahrensmerkmalen des Anspruches 1 gekennzeichnet.
Die Erfindung sieht vor, die Schneemassen, die sich den Hang herabbewegen, nicht einfach wie aus dem Stand der Technik bekannt, aufzuhalten, sondern in einzelne Schichten zu unterteilen bzw. eine bereits vorhandene Unterteilung zu nutzen und die Schichten miteinander zu vermischen. Diese Teilung sowie die Mischung können in horizontaler und/oder in vertikaler Richtung erfolgen. Gleichzeitig kann eine Verdichtung der Schneemassen erfolgen.
Es geschieht also nach der technischen Lehre der Erfindung eine Umwandlung instabiler Schneestrukturen in stabile Verdichtungen. Ein unkontrollierter Bewegungsablauf wird nicht aufgehalten, sondern er kann gar nicht erst entstehen.
Das "Kriechen" und "Gleiten" der Schneefelder sowie die Kombination dieser permanenten Bewegungsabläufe liefert das Kräftepotential, das notwendig ist, einbezogene Schneemassen in ihrer Grundstruktur zu verändern. Die dabei auftretenden Kräfte transportieren nicht nur, sondern korrigieren (transformieren) bestehende Fließrichtungen. Gleichzeitig wird das mangelnde Haftungspotential ursprünglicher Schichtungen aufgehoben, in dem diese Schichten untereinander vermengt werden.
Eine entsprechende Vorrichtung sieht vor, daß die mechanische Umsetzung (Transformation) durch den Einsatz eines sogenannten Schnee-Transformers erreicht wird.
Keilartig geformte Grundelemente oder variable ausgestaltete geometrische Hohlkörper, im folgenden auch als Teilungselement oder Auftriebskörper bezeichnet, werden dabei an elastische Haltestangen montiert, die ihrerseits im Boden verankert werden. Die Bodenmontage selbst erfolgt dabei nicht in einer vertikalen Einpflanzung des Stangenendes, sondern parallel zur vorgegebenen Neigung des Hanges. Die Haltestange selbst ist jedoch derart ausgebildet, daß sie nach ca. 1/3 ihrer Länge in abgerundeter Form in eine vertikale Position aufrichtet.
Vorteil dieser besonderen Befestigung ist es, daß die Kräfte der talwärts wandernden Schneemassen über die eigentliche Bodenfixierung hinweggleiten, die Haltestange durch seitliche Krafteinwirkung nicht abgeknickt werden kann. Vertikale Zugkräfte, wie man sie bei der Befestigung traditioneller Lawinenverbauung kennt, werden dabei in eine horizontale Belastung umgewandelt.
Um eine solche Haltestange flach am Boden (Fels) zu fixieren reicht schon die Montage eines einfachen "Erd"- oder "Felsankers" aus. Auftretende Belastungen werden dabei an seinem oberen Ende in rechtwinkeliger Form umgelenkt.
Maximaler Widerstand ist die Folge.
Die Transformation selbst wird jedoch durch die an den Haltestangen montierten Teilungselemente herbeigeführt. Dabei kommt es zu vier ganz unterschiedlichen Auswirkungen:
1. Horizontale Verdichtung
Parallel fließende Schneemassen werden dabei zu einem seitlichen Ausweichen gezwungen. Einbezogene Schneemassen verdichten sich dabei, erhalten dadurch ein stärkeres Haftungspotential und finden in den dafür vorgesehenen Abständen zu einem staubedingten Stillstand.
2. Vertikale Verdichtung
Funktioneller Ablauf wie bei der horizontalen Umlenkung; die Verdichtung findet jedoch über mehrere Schichtungsebenen statt.
3. Kombination aus horizontaler und vertikaler Verdichtung
Hier findet die weitreichendste Umarbeitung einbezogener Schneestrukturen statt.
4. Rückhaltefunktion
Die einbezogenen Teilungselemente ändern nicht nur den Bewegungsablauf vorbeifließender Schneeschichten sondern stellen auch ein der Fließrichtung entgegenwirkendes Hindernis dar.
Speziell die Funktion der vertikalen Verdichtung garantiert neben ihrer eigentlichen Wirkung auch eine optimale Funktion des Transformers bei unterschiedlichen Schneehöhen. Dabei wird ja nicht nur der vorbeifließende Schnee umgelenkt, auch das Teilungselement selbst weicht den einwirkenden Kräften aus und richtet dabei den gesamten Schneetransformer (Haltestange und Teilungselement) auf.
Von wichtiger Bedeutung sind dabei die unterschiedlichen Einstellwinkel, mit denen die vertikalen Teilungselemente an den Haltestangen befestigt sind. In dem der Winkel alpha zwischen Haltestange und vertikalem Teilungselement sich zum oberen Stangenende hin zunehmend einem rechten Winkel nähert, wird bei niedriger Schneehöhe einer unkontrollierten Auftriebsbewegung entgegengewirkt. Ein Herauswandern des Transformers aus dem Schnee ist damit unterbunden.
In welcher Art Schneetransformer bei der Sicherung eines Lawinenhanges ihre Anordnung finden, richtet sich jeweils nach den individuellen Landschaftsstrukturen. Dabei wird sich die Richtung auszuwählender Verdichtungsabläufe auf die Besonderheiten einbezogener Bodenprofile beziehen. Denkbar dabei ist auch eine funktionelle Koppelung benachbarter Transformer zu einer lippenartig ausgearbeiteten neuen Funktionseinheit. Sinnvoll können von Fall zu Fall auch fächerartige oder baumähnliche Bündelungen von Hackstangen sein.
Vergleicht man die Produktions- und Montagekosten herkömmlicher Lawinenverbauung mit flächengleicher Transformer-Sicherung erreicht sich für eine aktive Transformation eine überdurchschnittliche Kostenreduzierung.
Neben diesem funktionellen und kostenmäßigen Vorteil beinhaltet der Einsatz von Schneetransformern wichtige Zusatzfunktionen, die bei der traditionellen Lawinensicherung als scheinbar unlösbarer Mangel als Nebenwirkung hingenommen werden mußte:
  • 1. Optimierung der optischen Umweltverträglichkeit durch transparente Eingliederung in die Natur.
  • 2. Minimale Einschränkung einbezogener Lebensräume der landschaftseigenen Tierwelt.
  • 3. Optimale Zwischensicherung bei der Rekultivierung erosionsbelasteter Freiflächen.
  • 4. Lawinensicherung auch dort, wo diese etwa wegen lockerer Bodenstrukturen bislang nur mit überdurchschnittlichem finanziellen Aufwand durchgeführt werden konnte. Die Aufteilung großer Kräfte in viele kleine Teilkräfte wird damit zur Grundlage für eine wirtschaftliche Gesamtlogistik.
Der Erfindungsgegenstand der vorliegenden Erfindung ergibt sich nicht nur aus dem Gegenstand der einzelnen Patentansprüche, sondern auch aus der Kombination der einzelnen Patentansprüche untereinander.
Alle in den Unterlagen, einschließlich der Zusammenfassung, offenbarten Angaben und Merkmale, insbesondere die in den Zeichnungen dargestellte räumliche Ausbildung werden als erfindungswesentlich beansprucht, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik neu sind.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von mehrere Ausführungswege darstellenden Zeichnungen näher erläutert. Hierbei gehen aus den Zeichnungen und ihrer Beschreibung weitere erfindungswesentliche Merkmale und Vorteile der Erfindung hervor.
Es zeigen:
Fig. 1 Schematisiert eine perspektivische Seitenan­ sicht einer Haltevorrichtung (ohne Auftriebs­ körper);
Fig. 1a-1c Verschiedene mögliche Profilformen für eine Haltestange nach Fig. 1;
Fig. 2 Schematisiert einen Schnitt durch einen Hang mit der erfindungsgemäßen Verbauung;
Fig. 3 Die Kräfteverhältnisse beim Umfließen der Auftriebskörper durch die Schneemassen;
Fig. 4 Einen Schnitt durch einen Hang mit Darstellung der Kräfteverhältnisse auf die vertikal übereinandergeschichteten Schneeschichten;
Fig. 5 Schematisiert das Bewegungsdiagramm der hangabwärtsfließenden Schneeschichten;
Fig. 6 Eine weitere Ausführungsform für die Ausbildung eines Auftriebskörpers;
Fig. 7 Eine dritte Ausführungsform für die Ausbildung eines Auftriebskörpers;
Fig. 8 Die Draufsicht auf den Auftriebskörpers nach Fig. 6;
Fig. 9 Die Seitenansicht des Auftriebskörpers nach Fig. 6 und Fig. 8;
Fig. 10 Eine weitere Ausführungsform eines Auftriebs­ körpers;
Fig. 10a-10d Weitere Beispiele für die Ausbildung von Auftriebskörpern;
Fig. 11 Perspektivisch eine weitere Ausbildung von Auftriebskörpern;
Fig. 11a-11d Weitere Beispiele für die Ausbildung von Auftriebskörpern nach Fig. 11;
Fig. 12 Eine weitere Ausführungsform der Ausbildung von Auftriebskörpern;
Fig. 12-12d Die Darstellung weiterer möglicher Auftriebskörper im Vergleich zu Fig. 12;
Fig. 13 Eine weitere Ausführungsform der Ausgestaltung von Auftriebskörpern;
Fig. 13a, 13b Weitere Ausgestaltungsmöglichkeiten von Auftriebskörpern nach Fig. 13;
Fig. 14 Eine abgewandelte Ausführungsform einer Lawinenverbauung;
Fig. 15 Eine gegenüber Fig. 14 abgewandelte Aus­ führungsform;
Fig. 16 Die Gegenüberstellung einer Lawinenverbauung nach der Erfindung im Vergleich zu einer nach dem Stand der Technik.
Die Lawinenverbauung nach der Erfindung besteht in einer bevorzugten Ausgestaltung aus einer Haltevorrichtung 1, die ihrerseits aus einer im Hang verankerten Montageplatte 2 besteht, auf welcher mittels einer Befestigung 4 eine Haltestange 3 montiert ist. Die Haltestange ist hierbei als rundprofilierte, elastische Stange ausgebildet, die z. B. aus einem Kunststoffmaterial, aus Stahl, aus Holz, aus Aluminiumlegierungen, aus Glasfaser, Karbonkunststoffen oder dgl. besteht. Wichtig ist, daß die Haltestange 3 einen unteren, etwa parallel zur Hangneigung ausgerichteten unteren Teil 7 aufweist, mit dem diese Haltestange 3 in der Befestigung 4 der Montageplatte 2 aufgenommen ist, während sich der an den unteren Teil 7 anschließende Teil obere Teil 8 nach oben vom Hang weggeneigt ist und z. B. schräg hangabwärts geneigt sein kann.
Die Fließrichtung 6 der Schneemassen ist hierbei so gerichtet, daß bei einer Zugeinwirkung auf die Haltestange 3 bevorzugt in axialer Richtung diese Zugkraft über den unteren Teil 7 auf die Befestigung 4 eingeleitet wird, um so eine große Haltekraft zu erzeugen.
Diese Krafteinleitung einer auf die Haltestange 3 in Pfeilrichtung 6 ausgeübten Zugkraft ist deshalb günstig, weil ein Abscheren der Haltestange 3 in der Befestigung 4 dadurch sicher vermieden wird. Dies ist ein wesentlicher Vorteil gegenüber den herkömmlichen Lawinenverbauungen, die in der Regel etwa senkrecht oder winkelgeneigt zum Hang ausgerichtet werden und bei denen große Schwierigkeiten bestehen, überhaupt die auf die Lawinenverbauung einwirkende Kraft in das Bodenlager zu übertragen.
Die Übertragung auf das Bodenlager erfolgt nach der Erfindung durch eine Montageplatte 2, die mittels nicht näher dargestellter Erdanker 13 in dem Hang verankert wird.
Hierbei können die Erdanker 13 gleichzeitig die Befestigung für die Haltestange 3 übernehmen; es ist aber auch möglich, daß eigene Schrauben 5 vorhanden sind, welche die schellenartige Befestigung 4 auf der Montageplatte 2 befestigen.
Die Fig. 1a-1c zeigen im übrigen, daß anstelle des Rundprofils der Haltestange 3 auch andersprofilierte Haltestangen 3a, 3b, 3c verwendet werden können, nämlich Fig. 1a zeigt ein elliptisches Profil, Fig. 1b ein Dreiecksprofil und Fig. 1c ein Quadrat- oder ein Rechteckprofil.
Wichtig bei allen Profilformen ist, daß eine ausreichend gute Kraftübertragung auf das Bodenlager erfolgen kann, wenn eine entsprechende Kraft in Pfeilrichtung 6 auf die Haltestange 3, 3a-3c wirkt.
Im übrigen ist es nicht lösungsnotwendig, daß der Kopf 9 der Haltestange 3 aus dem Schnee herausschaut; er kann auch vollständig vom Schnee bedeckt sein.
Die Fig. 2 zeigt schematisiert einen Schnitt durch einen Hang, bei dem die Entstehung einer Lawine aus einer hangabwärts gerichteten Schneeschicht 14 vermieden werden soll.
Der Hang besteht hierbei - schematisiert dargestellt - aus Fels 10, der von einer Schotterschicht 11 überdeckt ist, der wiederum eine dünne Humusschicht 12 zeigt.
Hierbei wird es bevorzugt, wenn die der Montageplatte 2 zugeordneten Erdanker 13 bis in den Fels 10 reichen.
Versuche des Anmelders haben jedoch gezeigt, daß die Erdanker nicht notwendigerweise bis in den Fels 10 reichen müssen; es reicht - wegen der günstigen Kraftübertragung und wegen der gegebenen technischen Lehre - diese Erdanker auch nur im Schotter 11 zu verankern.
Wichtig ist nämlich, daß die Zugkraft auf die Haltestangen nicht eine Komponente weg von der Befestigungsfläche in Richtung auf die Schneeschicht aufweist - wie dies bei üblichen Lawinenverbauungen der Fall ist - sondern die Haltekraft wird direkt von der Montageplatte 2 über die etwa senkrecht hierzu angeordneten Erdanker 13 in den Hang übertragen.
Selbstverständlich ist es nicht lösungsnotwendig, daß die Erdanker 13 mit ihren Längsachse senkrecht zur Montageplatte 2 gerichtet sind. Es kann auch vorgesehen sein, daß die Erdanker schräg nach unten (hangabwärts) in die Schotterschicht oder in die Felsschicht eingetrieben werden.
Im übrigen brauchen auch die Erdanker 13 nicht nagelartig ausgebildet zu sein; sie können entsprechende Schraubenflächen aufweisen, sie können als zeltanker-ähnliche Profilformen ausgebildet sein, als profilierte Stäbe und dgl. mehr.
Die Formgebung derartiger Erdanker (auch Gebirgsanker oder Felsbolzen genannt) ist nicht Gegenstand der Erfindung.
Die erfindungsgemäße Lawinenverbauung besteht nun aus dem vorher anhand der Fig. 1-1c beschriebenen Haltevorrichtungen 1, wobei nun wichtig ist, daß an den Haltestangen 3 entsprechende Auftriebskörper 15 angeordnet sind, welche im gegenseitigen Abstand fest oder verdrehbar, jedoch bevorzugt nicht verschiebbar auf den Haltestangen 3, 3', 3'' angeordnet sind.
Die hier dargestellten Auftriebskörper 15 sind als pfeilähnliche Elemente ausgebildet, welche mit ihrer spitzen Seite hangaufwärts in die Schneeschicht hineingreifen und mit ihrer breiteren Seite hangabwärts gerichtet sind.
Mit der Konstruktion nach Fig. 2 ergibt sich nun der wesentliche Vorteil, daß die hangabwärts gleitende Schneeschicht 14 auf die Auftriebskörper 15 auftrifft, welche aufgrund der Fließrichtung 6 in Pfeilrichtung 16 angehoben werden und hierdurch die Haltestangen in elastischer Weise in Pfeilrichtung 16 ebenfalls mitnehmen.
Es kommt hierbei zu einer Zerteilung der Schneeschicht 14 in horizontaler und auch in vertikaler Richtung, wodurch verschiedene Verdichtungs- und Entlastungszonen in der Schneeschicht 14 gebildet werden, wie nachfolgend anhand der Fig. 3-5 näher erläutert wird.
Die Fig. 3 zeigt, daß zunächst in Fließrichtung 6 die Schneeschichten auch ungehindert seitlich an der erfindungsgemäßen Lawinenverbauung vorbeifließen können, weil die Lawinenverbauung nicht die gesamte Hangbreite der Schneeschicht überdecken kann.
Soweit aber diese Schneeschicht 14 auf die Auftriebskörper 15 trifft, kommt es bei Position 18 zu Stauzonen vor den Auftriebskörpern 15 und zu einer Umlenkung der Schneeschichten in Pfeilrichtung 6a, 6b an den Auftriebskörpern 15 vorbei, so daß neben den Stauzonen 18 auch Verdichtungszonen 17 gebildet werden.
Die in der Regel mehrere vertikal übereinander ausgebildete Schneeschichten 14a-14d aufweisende Schneeschicht 14 wird also durch die gezeigten Auftriebskörper und durch die an den Auftriebskörpern gebildeten Abweisflächen 19 in unterschiedliche Schichten aufgeteilt, wie dies anhand der Fig. 4 dargestellt ist.
In der Vektordarstellung erfolgt hierbei eine Aufteilung der hangabwärts gerichteten Kraft in einen hangaufwärts gerichteten, etwa parallel zur Hangebene weisenden Vektor 20 einen senkrecht zur Hangebene weisenden Vektor 22 und einen daraus resultierenden Vektor 21, der etwa schräg zur Hangebene gerichtet ist.
Hierdurch kommt es gemäß Fig. 5 zu einer willkürlichen und beabsichtigten Durchmischung der einzelnen vertikal übereinandergerichteten Schneeschichten 14a-14d. Die in Pfeilrichtung 6 in Fließrichtung auf die obere Abweisfläche 19 auftreffenden Schneemassen werden an dieser in Pfeilrichtung 24 umgelenkt, so daß die obere Schneeschicht 14a in die mittlere Schneeschicht 14b einfließt und sich mit dieser vermischt und als Mischstrom wieder auf die stromabwärts gerichtete weitere Abweisfläche 19 trifft, wo die mittlere Schneeschicht auf die untere Schneeschicht trifft, in Pfeilrichtung 24 abgelenkt wird, sich mit der unteren Schneeschicht 14c verbindet und in Pfeilrichtung 25 abfließt.
Die hier gezeigte vertikale Durchmischung der Schnee schichten bewirkt eine Verfestigung der Schneeschicht 14 insgesamt, weil die ansonsten voneinander abreißenden, sich möglicherweise trennenden Schneeschichten 14a, 14b, 14c miteinander verzahnt und verbunden werden.
Hierdurch wird also eine Lawinenentstehung von Anfang an unterbunden, weil die ansonsten immer mit langsamer Fließrichtung wandernden Schneemassen durch das erfindungsgemäße Verfahren miteinander verzahnt werden und ein Abreißen einzelner Schneemassen - sei es in horizontaler oder in vertikaler Richtung - vermieden wird.
Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die vorliegende Erfindung nicht beabsichtigt, die bereits mit hoher Fließgeschwindigkeit fließende Lawine zu verlangsamen, sondern daß die vorliegende Erfindung das Entstehen derartiger Lawinen schon im Ansatz bekämpft.
Selbstverständlich ist die Erfindung nicht darauf beschränkt, die vertikale Durchmischung übereinandergeschichteter Schneeschichten zu erreichen, sondern in analoger Weise erfolgt dies bei horizontal nebeneinanderliegenden Schneeschichten, denn die hier gezeigten Abweisflächen wirken nicht nur in vertikaler Richtung durchmischend, sondern auch in horizontaler Richtung (nebeneinanderliegend), um so auch nebeneinanderliegende, etwa strangförmige Schneemassen miteinander zu verzahnen und zu verketten.
In den folgenden Ausführungsbeispielen werden nun verschiedene Auftriebskörper dargestellt, die aber alle dem gleichen Zweck dienen, nämlich daß sie keine starre Verbauung darstellen, sondern an den elastischen Haltestangen angebracht sind und praktisch wie Drachen oder Schwalben in einer langsam wandernden Schneeschicht die Schneemassen so ablenken, daß sie sich gegenseitig durchmischen und miteinander verzahnen.
Wichtig bei allen Ausführungsbeispielen ist, daß die auf die Auftriebskörper wirkenden Kräfte in vorteilhafter Weise in axialer Richtung auf die zugeordnete Haltestange 3 eingeleitet werden und diese wiederum die auf sie wirkende Zugkraft in optimaler Weise in den Hang einleitet, ohne hierbei abzuscheren oder das bodenseitige Lager hoch zu belasten.
Die in den Fig. 6, 8 und 9 dargestellte Struktur eines Auftriebskörpers 26 besteht im wesentlichen aus einer mittig gefalteten Stahlplatte, die in der Art eines Schneepfluges mit einem Pfeilbug 29 auf der Vorderseite der Haltestange 3 befestigt ist. Diese schneepflugartige Struktur weist zwei zueinander im Winkel angeordnete Abweisschaufeln 27, 28 auf, die symmetrisch zur Längsmittenachse ausgebildet sind und fest miteinander verbunden sind.
Im Bereich der beiden Abweisschaufeln 27 ist ein beide Abweisschaufeln 27, 28 durchsetzender Schlitz 30 vorgesehen, in den in eine plattenförmige Abweisfläche 19 eingesetzt und dort verankert ist. Die Abweisfläche 19 ist mit einem Winkel 32 zur Längsachse der Haltestange 3 geneigt ausgebildet und zwar in der Weise, daß die etwa parallel zum Hang wirkenden und in Pfeilrichtung 6 abfließenden Schneemassen schräg zum Hang abgelenkt werden.
Der Winkel alpha (Winkel 32) ist hierbei variabel und kann den entsprechenden Erfordernissen angepaßt werden.
Ebenso ist es hierbei vorgesehen, daß beispielsweise die an der Haltestange 3 angeordneten Abweisflächen 19 einen anderen Winkel 32 zur jeweiligen Haltestange aufweisen als beispielsweise die an den Haltestangen 3', 3'' angeordneten Abweisflächen 19. Dies führt dazu, daß eine unterschiedliche Durchmischung der Schneeschichten 14 erfolgt.
Im übrigen soll die Fig. 2 auch zeigen, daß die im Hang verankerten Verbauungsstrukturen auf Lücke zueinander versetzt angeordnet sind oder sie können auch fluchtend zueinander hangabwärts angeordnet werden.
Wirkt nun die in Fließrichtung 6 abfließende Schneemasse auf die Abweisschaufeln 27, 28, dann werden diese Schneemassen erst einmal zerteilt und in Pfeilrichtung 52 an den Abweisschaufeln 27, 28 abgelenkt, wobei sie gleichzeitig in Fließrichtung 6 auf die Abweisfläche 19 gelangen und dort eine Durchmischung der vertikal übereinanderliegenden Schneeschichten 14a-14d erzeugen, wie es anhand der Fig. 4 und 5 dargestellt wurde.
Die Fig. 7 zeigt als weiteres Ausführungsbeispiel einen Auftriebskörper 31, der die gleichen schneepflugartigen Abweisschaufeln 27, 28 aufweist, wie es anhand der Fig. 6-9 erläutert wurde, wobei aber die schräg nach unten gerichtete Abweisfläche 19 fehlt.
Der in Fig. 10 dargestellte Auftriebskörper 35 weist wiederum zwei Schaufeln 33, 34 auf, die im gezeigten Ausführungsbeispiel in einer Ebene liegen. Hierauf ist jedoch die Ausführungsform nicht beschränkt. Diese Schaufeln könnten auch längs der Befestigungslinie 36 an der Haltestange 3 geknickt sein. Ein derartiger Auftriebskörper 35 ist drachenähnlich ausgebildet und soll wie ein Drachen eine entsprechende Auftriebskraft in abwärts gleitenden Schneemassen erzeugen, um so ebenso eine Durchmischung und ineinandergehende Verzahnung der nebeneinander und übereinander laufenden Schneemassen zu erzeugen.
Die Fig. 10a-10d zeigen im übrigen, daß nicht nur eine rautenförmige Struktur wie nach Fig. 10 möglich ist, sondern daß ebenso eine Platte, eine Ellipse, ein Rechteck oder Quadrat oder eine Pfeilstruktur für die Auftriebskörper 35a-35c verwendet werden kann.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Auftriebskörper 35a-35c fest und nicht verdrehbar mit der Haltestange verbunden. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, daß längs der Befestigungslinie eine Verdrehung stattfindet, die durch entsprechende Anschläge begrenzt sein kann.
Die Fig. 11 zeigt, daß die Verdrehung von Auftriebskörpern 37 um die Haltestange 3 herum in Pfeilrichtung 52 möglich ist. Die dreiecksförmig ausgebildeten Auftriebskörper 37 sind hierbei über entsprechende Befestigungen 38 an der Haltestange 3 befestigt, wobei eine Längsverschiebung längs der Haltestange 3 vermieden werden soll, aber eine Verdrehung in den Pfeilrichtungen 52 möglich ist.
Auch hier ist anhand der Fig. 11a-11d dargestellt, daß anstelle der pfeilähnlichen Strukturen für die Auftriebskörper 37 auch die Auftriebskörper 37a-37d als Scheibe, Ellipse, Quadrat oder Recht oder Pfeilstruktur ausgebildet sein können.
Ebenso ist es nicht lösungsnotwendig, daß die Befestigungsbohrung 38 in der Längs-Symmetrieachse des Auftriebskörpers liegt; es kann auch die Befestigungsbohrung 38' in der Quer-Symmetrieachse angeordnet werden.
Die Fig. 12 zeigt, daß die Auftriebskörper 39 auch als Hohlkörper oder Massivkörper ausgebildet sein können, wobei die Auftriebskörper 39 etwa Eistruktur aufweisen und die Befestigungsbohrung 38 wiederum so ausgebildet sein kann, daß die Auftriebskörper 39 entweder drehbar oder nicht drehbar jedoch immer unverschiebbar auf der Haltestange 3 angeordnet sind.
Mit dem Begriff "unverschiebbar" auf der Haltestange ist selbstverständlich auch gemeint, daß den Auftriebskörpern ein gewisses Bewegungsspiel in Längsrichtung der Haltestange zugeordnet werden kann, welches Bewegungsspiel durch entsprechende Anschläge an der Haltestange begrenzt werden soll. Dieses Bewegungsspiel ist mit den Pfeilrichtungen 53 in Fig. 12 schematisiert dargestellt. Ebenso ist - wie erläutert - die Verdrehung in Pfeilrichtungen 52 um die Befestigungsbohrung 38 möglich.
Die Fig. 12a-12d zeigen wiederum, daß anstelle der eiförmigen Auftriebskörper 39 auch andere Körperstrukturen verwendet werden können, wie z. B. eine Kugel, ein Ei, ein Kubus oder ein mehreckiger gepfeilter Körper.
Selbstverständlich ist es bei diesen Körperstrukturen möglich, noch entsprechende zugeordnete Abweisflächen anzubringen, die dafür sorgen, daß der von der Schneemasse in Pfeilrichtung 6 umspülte Auftriebskörper auch tatsächlich die vorgesehene Funktion nach den Fig. 4 und 5 ausübt.
Die Fig. 13 zeigt Auftriebskörper wie sie anhand der Fig. 12-12d erläutert wurden, nur daß eine andere Befestigungsart verwendet wird. Die dort gezeigten Auftriebskörper 40, 40a, 40d weisen jeweils eine Befestigungsbohrung 43 auf, durch welche ein Ring 41 durchgreift, der seinerseits mittels einer Befestigung 42 die Haltestange 3 umgreift.
Hierbei kann es vorgesehen sein, daß der Ring 41 in der Befestigung 42 drehfest und unverschiebbar mit der Haltestange 3 verbunden ist.
In einer anderen Ausgestaltung kann es jedoch vorgesehen sein, daß der Ring 41 in den Pfeilrichtungen 53 verschiebbar (um einen begrenzten Verschiebungsweg) auf der Haltestange 3 angeordnet ist.
Ebenso kann es vorgesehen sein, daß die Befestigung 42 nicht drehfest mit der Haltestange ausgebildet ist, sondern daß sich der Ring 41 um die Haltestange 3 herumdrehen kann (Richtung 51).
In gleicher Weise kann es vorgesehen sein, daß im Bereich der Befestigungsbohrung 43 der Ring 41 drehfest mit dem Auftriebskörper 40 verbunden ist.
Ebenso kann es jedoch vorgesehen sein, daß die Befestigungsbohrung 43 dem durch sie hindurchgreifenden Ring 41 ein Bewegungsspiel verleiht, so daß also der Auftriebskörper 40 in den Pfeilrichtungen 52 um den Ring 41 herum schwenkbar ausgebildet ist.
Die Fig. 13a-13d zeigen wiederum, daß unterschiedliche Auftriebskörper mit ihren Bohrungen 44 an dem Ring 41 angehängt werden können.
Die Fig. 14 und 15 zeigen verschiedene Kombinationsbeispiele von Haltestangen 3, die in netzartiger oder flächerartiger Struktur miteinander verbunden sind. Die dort dargestellten Auftriebskörper sind jedoch durch die vorher in sämtlichen Figuren dargestellten Auftriebskörper ersetzbar, so daß die Fig. 14 und 15 nicht auf die dargestellten Auftriebskörper beschränkt sind.
Wichtig ist bei Fig. 14, daß mehrere Haltestangen 3 jeweils im Bereich von Manschetten 46 miteinander verbunden sind und etwa flächerartig auseinanderstreben, wobei jede Haltestange 3 die zugeordneten Auftriebskörper 15 trägt. Die Manschetten 46 halten hierbei die wie Zweige von einem Baum abzweigenden Haltestangen an einer gemeinsamen Manschette 46 fest, die wiederum in eine Haltevorrichtung 45 (die nicht näher dargestellt ist) befestigt ist.
Auf diese Weise werden baumartige Strukturen als Lawinenverbauung vorgeschlagen, wobei erkennbar ist, daß die hangabwärts in Fließrichtung 6 wandernden Schneemassen sowohl in horizontaler Richtung als auch in vertikaler Richtung durch die erfindungsgemäße Auftriebskörper 15 verteilt und miteinander vermischt und verzahnt werden.
Die Fig. 15 zeigt eine andere Ausgestaltung der Baumstruktur der Haltestangen 3, wobei erkennbar ist, daß mehrere Haltestangen 3 durch zugeordnete Auftriebskörper 48 miteinander verbunden sind, welche in einer gemeinsame Haltevorrichtung 47 miteinander gekoppelt sind.
Auch hier ist die Erfindung nicht darauf beschränkt, daß zwei Haltestangen 3 eine derartige Struktur bilden, es können auch mehrere Haltestangen vorgesehen werden, die durch verbindende Auftriebskörper 48 miteinander verbunden sind.
Die Fig. 16 zeigt den Vergleich der erfindungsgemäßen Verbauungsstruktur 49 mit einer zum Stand der Technik gehörenden Verbauungsstruktur 50.
Aus Fig. 16 wird deutlich, daß die erfindungsgemäße Verbauungsstruktur 49 eine fragile, transparente Struktur an einem zu stützenden Hang bildet, wobei die damit verbundenen Vorteile bereits schon im allgemeinen Beschreibungsteil unter Ziffer 1-4 erläutert wurden.
Es wird also ein massiver Eingriff in die Natur vermieden, in dem relativ elastische und dünne und aus der Entfernung kaum sichtbare Stäbe im Boden verankert werden, die im übrigen im Winter bevorzugt von Schneeschichten abgedeckt sind.
Bezugszeichenliste
1
Haltevorrichtung
2
Montageplatte
3
,
3
',
3
'' Haltestange
3
a, b, c
4
Befestigung
5
Schrauben
6
Fließrichtung
7
unterer Teil
8
oberer Teil
9
Kopf
10
Fels
11
Schotter
12
Humusschicht
13
Erdanker
14
Schneeschicht a-d
15
Auftriebskörper
16
Pfeilrichtung
17
Verdichtungszone
18
Stauzone
19
Abweisfläche
20
Vektor
21
Vektor
22
Vektor
23
24
Pfeilrichtung
25
Pfeilrichtung
26
Auftriebskörper
27
Abweisschaufel
28
Abweisschaufel
29
Pfeilbug
30
Schlitz
31
Auftriebskörper
32
Winkel
33
Schaufel
34
Schaufel
35
Auftriebskörper a-c
36
Befestigungslinie
37
Auftriebskörper
37
a-
37
d
38
Befestigungsbohrung
38
'
39
Auftriebskörper
40
Auftriebskörper
41
Ring
42
Befestigung
43
Befestigungsbohrung
44
Bohrung
45
Haltevorrichtung
46
Manschette
47
Haltevorrichtung
48
Auftriebskörper
49
Verbauungsstruktur
50
Verbauungsstruktur (Stand d. Technik)
51
Pfeilrichtung
52
Pfeilrichtung
53
Pfeilrichtungen

Claims (12)

1. Verfahren zur Bekämpfung der Entstehung von Lawinen und anderen Fließschnee-Phänomenen, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneemassen in einzelne Schneeschichten (14a-14d) unterteilt und diese Schichten (14a-14d) miteinander vermischt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilung sowie das Vermischen in horizontaler und/oder vertikaler Richtung erfolgen.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Schneeschichten (14a-14d) zusätzlich verdichtet werden.
4. Vorrichtung zur Bekämpfung der Entstehung von Lawinen und anderen Fließschnee-Phänomenen, bestehend aus einer gebogenen Haltestange (3, 3a-3c), die am Hang verankert ist und mindestens einen Auftriebskörper (15, 26, 31, 35a-c, 39, 40, 48) trägt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Auftriebskörper (15, 26, 31, 35a-c, 39, 40, 48) eine Schrägfläche (19) aufweisen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Auftriebskörper (15, 26, 31, 35a-c, 39, 40, 48) gegenüber der Haltestange (3) beweglich angeordnet sind, insbesondere verdrehbar, verschwenkbar und/oder verschieblich.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4-6, dadurch gekennzeichnet, daß die Auftriebskörper (5, 26, 31, 35a-c, 39, 40, 48) in einem bestimmten Winkel gegenüber der Haltestange (3, 3a-3c) angebracht sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4-7, dadurch gekennzeichnet, daß die Auftriebskörper (5, 26, 31, 35a-c, 39, 40, 48) im wesentlichen flach, gebogen oder volumenartig ausgebildet sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4-8, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Haltestangen (3, 3a-3c) zusammengefaßt sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß ein Auftriebskörper (48) an mehreren Haltestangen (3) befestigt ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4-10, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltestange (3, 3a-3c) rund, elliptisch oder eckig ausgebildet ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-11, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltestange (3, 3a-3c) elastisch ausgebildet ist.
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