DE19721392C2 - Tankdeckelerkennungssystem - Google Patents
TankdeckelerkennungssystemInfo
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- Cooling, Air Intake And Gas Exhaust, And Fuel Tank Arrangements In Propulsion Units (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft Vorrichtung zur Erkennung eines
Schließzustandes eines Tankdeckels, mit dem ein
Tankrohrstutzen zu verschließen ist, bei der der Tank
deckel wenigstens eine Stellungsgebereinheit und der Tan
krohrstutzen wenigstens eine berührungslos signalisie
rende Tankdeckelstellungsempfängereinheit aufweist, die
über ein Kabel mit einer Auswerte- oder Anzeigeeinheit
verbunden ist.
Eine derartige Vorrichtung zum Überwachen der Schließ
stellung ist der DE-OS 44 04 014 zu entnehmen. Nachtei
lig bei der bekannten Vorrichtung ist, daß ein mit der
Auswerteeinheit verbundener Reed-Kontakt außen am Tank
stutzen angebracht ist, so daß bei der Montage des Fahr
zeuges sehr sorgfältig darauf geachtet werden muß, ihn
nicht zu beschädigen. Außerdem erfolgt eine weitgehende
Abschirmung des Magnetfeldes durch den Tankstutzen, da
dieser üblicherweise aus Eisenblech, also aus einem fer
romagnetischen Material hergestellt ist.
Es stellt sich damit die Aufgabe, eine vereinfachte Vor
richtung zur Erkennung eines Schließzustandes eines Tank
deckels anzugeben, bei der ein Sensor ohne Gefahr von Be
schädigungen untergebracht werden kann und bei dem die
Montage insgesamt vereinfacht ist.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß
- - die Tankdeckelstellungsempfängereinheit in das Mate rial eines Tankrohrkörpers des Tankrohrstutzens einge lassen ist,
- - sowohl der Tankrohrkörper, als auch der Tankrohrstut zen wenigstens teilweise von einem Stutzendkörper umge ben ist,
- - und daß die Tankdeckelstellungsempfängereinheit hinter wenigstens einem Ansprechfenster des Stutzenendkörpers angeordnet ist.
Dabei ist insbesondere anzumerken, daß die Tankdeckel
stellungsempfängereinheit im Tankstutzen integriert ist
und grundsätzlich keinen Magneten oder eine andere nacht
rägliche Änderung am Tankdeckel mehr benötigt. Der Tank
deckel besteht üblicherweise aus Stahlblech, so daß er
für die Vorrichtung einzusetzen ist.
Um zu erkennen, ob der Tankdeckel nach dem Tanken wirk
sam den Tankrohrstutzen verschließt und so ein Auswei
chen von Treibstoffdämpfen verhindert, ist die Signali
sierung dieses Zustandes ausreichend. Von besonderem Vor
teil ist dabei, daß diese Signalisierung berührungslos
und ohne Lichtbogen erzeugende Kontakte erfolgt. Hier
durch werden die Maßnahmen, die ungewollte Entzündungen
insbesondere während des Tankens vermeiden, sehr wirksam
unterstützt.
Dadurch, daß die Tankdeckelstellungsempfängereinheit hin
ter einem Ansprechfenster des Stutzenendkörpers des Tan
krohrstutzens angeordnet ist, ist die Schließstellung
des Tankdeckels genau feststellbar.
Die Tankdeckelstellungsempfängereinheit kann in einem
Tankrohrkörper des Tankrohrstutzens angeordnet sein, der
von dem Stutzenendkörper wenigstens teilweise umgeben
ist. Hierdurch wird die empfindliche Tankdeckelstellungs
empfängereinheit beim Betanken vor Zerstörungen wirksam
geschützt.
Am Tankdeckelkörper und am Stutzenendkörper können
Ausgangsstellungsgeberelemente angeordnet sein. Diese
Ausgangsstellungselemente erzwingen beim Verschließen
des Rohrstutzens mit dem Tankdeckel immer eine einzuneh
mende Ausgangsstellung. Die von dieser Ausgangsstellung
ausgehende Bewegung zum endgültigen Verschließen des
Tankstutzens mit dem Tankdeckel meldet dann die Tankdec
kelstellungsempfängereinheit bei der in dieser Stellung
über ihr liegenden Stellungsgebereinheit.
Die Tankdeckelstellungsempfängereinheit kann ein Stanz
gitter aufweisen, das an ein Kabel anschließbar ist. Das
Stanzgitter erlaubt es, daß die als Empfängereinheiten
wirkenden Teile der Tankdeckelstellungsempfängereinheit
steckbar mit diesem Stanzgitter zu verbinden sind. Hier
durch läßt sich die Tankdeckelstellungsemfpängereinheit
auf einfache Art und Weise montieren bzw. bei auftreten
den Defekten auf einfache Art und Weise durch eine neue
ersetzen. Anstelle eines Kabelabgangs ist auch ein Stec
kerabgang (Steckverbinder) einsetzbar.
Für die Ausbildung der Stellungsgebereinheit und der zu
ihr passenden Tankstellungsempfängereinheit bieten sich
zwei Varianten an.
Zum einen kann die Tankdeckelstellungsempfängereinheit
als Empfängereinheit einen Hall-IC-Baustein mit einem
gegenüberliegend angeordneten Magnetkörper aufweisen.
Der Hall-IC-Baustein und der Magnetkörper können sich
gegenüberliegend auf einer Platine angeordnet sein.
Diese Platine kann dann, wie bereits erwähnt, steckbar
mit dem Stanzgitter verbunden sein.
Die hierzu passende Stellungsgebereinheit kann eine an
einem Tankdeckelkörper des Tankdeckels angeordnete und
wenigstens teilweise aus einem magnetisch leitenden Mate
rial bestehende Tankdeckelnase sein.
Die Vorteile dieser Variante bestehen insbesondere
darin, daß die Tankdeckelnase mechanisch fest mit dem
Tankdeckelkörper des Tankdeckels verbunden ist. Die ei
gentlichen empfindlichen Teile dieser Variante liegen
unter dem schützenden Mantel des Stutzensendkörpers. Im
geschlossenen Zustand liegt die Tankdeckelnase über dem
Ansprechfenster und ermöglicht so eine berührungslose
Signalisierung des Schließzustandes. Das Ansprechfenster
sorgt dafür, daß davor und dahinter liegende Stellungen
nicht als endgültige Schließstellung anerkannt werden.
Die Anordnung des Hall-IC-Bausteins und des Magnetkör
pers auf der Platine erlauben, daß die Platine steckbar
im Tankrohrstutzen angeordnet ist. Die als Steckeinheit
ausgebildete Platine ermöglicht es darüber hinaus, be
reits vor dem Einbau den Magnetkörper gegenüber dem
Hall-IC-Baustein genauestens zu justieren.
In einer weiteren Variante kann die Tankdeckelstellungs
empfängereinheit als Empfängereinheit einen Hall-Schal
ter aufweisen. Hierzu passend kann die Stellungsgeberein
heit ein an einem weiteren Tankdeckelkörper des Tankdec
kels gehaltener weiterer Magnetkörper sein. Der Magnet
körper wird dabei durch einen speziell ausgebildeten Mag
nethalter am Tankdeckelkörper gehalten. Hierdurch wird
gewährleistet, daß dieser weitere Magnetkörper so posi
tioniert wird, daß er eine genaue Schließstellung des
Tankdeckels angibt. Der Hall-Schalter ist auch hier
schützend vom Stutzenkörper so umgeben, daß er frei ge
genüber dem Ansprechfenster liegt. Hierdurch wird gesi
chert, daß der Hall-Schalter nicht bereits bei Stellun
gen anspricht, die weit vor der Schließstellung liegen.
Der Stutzenendkörper und der Tankdeckelkörper können je
weils Festlegeelemente aufweisen. Bei aneinander festge
legten Festlegeelementen ist dann der Tankrohrstutzen
und der Tankdeckel verschlossen. Eines dieser Festlegee
lemente kann wenigstens die Tankdeckelnase sein. Hier
wird der endgültige mechanische Verschluß mit der anzu
zeigenden Schließstellung in vorteilhafter Weise verein
igt.
Die Tankdeckelnase, der am Tankdeckel gehaltene weitere
Magnetkörper und eine im Stutzenendkörper angeordnete
Nasendurchführungsausnehmung können hierbei als Ausgangs
elemente dienen. So übernehmen die Teile, die als
Stellungsgebereinheit fungieren, zugleich die Funktion
des Ausgangsstellungselements. Hierdurch wird gesichert,
daß die Tankdeckelnase und der am Tankdeckel gehaltene
weitere Magnetkörper bei der Verschlußstellung des Tank
deckels signalisierungssicher einstellbar ist.
Der Stutzenendkörper kann aus folgenden Teilen bestehen:
- - einen Rohrauskleidungskörper, der wenigstens ein Sensorfenster als erstes Ansprechfenster hat und der in den Tankrohrkörper mit dem Sensorfenster gegenüber dem Hall-IC-Baustein oder dem Hall-Schalter liegend eingesetzt ist,
- - einen Rohreinsatzkörper, der wenigstens ein Freigabefenster als zweites Ansprechfenster hat und der in den Rohrauskleidungskörper mit dem Freigabefen ster über dem Sensorfenster liegend eingesetzt ist und
- - einen Rohrüberwurfkörper, der eine Tank deckeleinführungsausnehmung mit der eingebrachten Nasendurchführungsausnehmung umfaßt, der zum Außenre lief des Tankrohrkörpers kompatibel und auf ihn auf setzbar ist und mit dem der Rohrauskleidungskörper und der Rohreinsatzkörper im Tankhohlkörper gehalten sind.
Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird
im folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 ein Tankdeckelerkennungssystem in einer
auseinandergezogenen, schematischen, perspektivi
schen und teilweise geschnittenen Darstellung,
Fig. 2 einen Tankrohrkörper eines
Tankentdeckelerkennungssystems gemäß Fig. 1 in
einer vergrößerten perspektivischen Darstellung,
Fig. 3a bis 3c eine Platine eines
Tankdeckelerkennungssystem gemäß Fig. 1 in einer
vergrößerten Darstellung und
Fig. 4 eine weitere Ausführungsform eines
Tankdeckelerkennungssystems in einer auseinander
gezogenen, schematischen, perspektivischen und
teilweise geschnittenen Darstellung.
Ein Tankdeckelerkennungssystem gemäß Fig. 1 besteht aus
folgenden Teilen:
- - einem Tankdeckel 1 und
- - einem Tankrohrstutzen 2.
Der Tankdeckel 1 besteht aus einem Tankdeckelkörper 11.
Der Tankdeckelkörper 11 kann aus Kunststoff, Metall oder
kunststoffüberzogen mit Metall hergestellt sein. An den
seinem Drehknauf gegenüberliegenden Ende ist eine Tank
deckelnase 12 angeordnet. Die Tankdeckelnase 12 ist aus
einem magnetisch leitenden Material, insbesondere Metall
geformt.
Der Tankrohrstutzen 2 ist das Teil, das bei einem Fahr
zeug, insbesondere bei einem Personenkraftwagen an der
Außenhaut der Karosserie endet. In der Regel liegt er
unter einer Verschlußklappe im rechten hinteren Kotflü
gel. Eine freiliegende oder auch andere Lage des Tan
krohrstutzens ist möglich.
Der Tankrohrstutzen 2 besteht aus folgenden Teilen:
- - einem Tankrohrkörper 21,
- - einem Rohrauskleidungskörper 22,
- - einem Rohreinsatzkörper 23 und
- - einem Rohrüberwurfkörper 24.
Der Tankrohrkörper 21 kann als Endteil oder als Anschluß
teil eines Rohrs ausgebildet sein, das zu wenigstens
einem Tank des Fahrzeuges führt. Der Tankrohrkörper 21
kann aus Kunststoff, Metall oder dergleichen hergestellt
sein.
Der Tankrohrkörper 21, der aus in Fig. 2 dargestellt
ist, weist ein Tankrohrende 211 auf, das eine reliefför
mige Außenhaut aufweist. In den Tankrohrkörper 21 ist
eine Platine 3 gesetzt, die detailliert in den Fig. 3a
bis 3b dargestellt ist. Auf der Platine 3 sind sich ge
genüberliegend ein Hall-IC-Baustein 5 und ein Magnetkör
per 4 angeordnet. Zu beiden Seiten der Platine sind sich
gegenüberliegend Verrastelemente 32 angeordnet. An ihrer
Unterseite weist die Platine 3, wie Fig. 3c zeigt, Steck
buchsen 31 auf. Die Steckbuchsen haben eine quadratische
Konfiguration. In sie hineingeführt ist ein Stanzgitter
6, das im Tankrohrkörper 21 gehalten ist. Besteht der
Tankrohrkörper aus Metall, wird das Stanzgitter isoliert
geführt. Durch die Ausbildung der Steckerbuchsen und der
Stanzgitter ist es möglich, die Platine 3 steckbar im
Tankrohrkörper 21 anzuordnen. Das Anordnen des
Hall-IC-Bausteins 5 und des Magnetkörpers 4 auf der Pla
tine 3 ermöglichen, daß die Elemente 4 und 5 vorjustiert
beabstandet auf der Platine aufgebracht werden können.
Darüber hinaus sichern die Steckbuchsen 31 und das fest
verlegte Stanzgitter 6 im Tankrohrkörper 21, daß der
Hall-IC-Baustein 5 in einer gedachten Hallfläche 51 ge
nauestens zu positionieren ist.
Das Stanzgitter 6 ist mit einem Kabel 7 verbunden, das
zu einer Auswerte- bzw. Anzeigeeinheit führt.
Der Rohrauskleidungskörper 22 ist im wesentlichen topf
förmig ausgebildet. An seinem Boden befindet sich eine
Tankpistolenausnehmung 223. Am offenen Rand des Rohraus
stellungskörpers 22 befinden sich beabstandet zueinander
Bajonettsegmente 222.
Der Rohreinsatzkörper 23 ist ebenfalls topfförmig
ausgebildet. An seinem Boden ist ein Pistolenführungskör
per 233 angeordnet. An der freien Umrandung sind eben
falls Bajonettsegmente 232 angeordnet.
Der Rohrüberwurfkörper 24 ist hohlzylinderförmig
ausgebildet. Der Hohlzylinder hat ein Relief, das zu dem
des Tankhohlkörpers 21 kompatibel ist. An einem freien
Ende geht er in einen Haltekragen 241 über, der einen
Tankdeckelring 242 aufweist. Der Tankdeckelring 242 um
schließt eine Tankdeckeleinführungsausnehmung 244 und
weist eine Nasendurchführungsausnehmung 243 auf.
Die Montage und die Wirkungsweise des anhand der Fig. 1
bis 3c beschriebenen Tankdeckelerkennungssystems sei er
läutert:
In den vorgefertigten Rohrendkörper 21 wird die Platine
3 mit dem Magnetkörper 4 und dem Hall-IC-Baustein 5
eingesetzt. Der Hall-IC-Baustein 5 zeigt dabei in das In
nere des Tankrohrkörpers 21 in Richtung der gedachten
Hallfläche 51. Anschließend wird in den Tankhohlkörper
21 der Rohrauskleidungskörper 22 eingeschoben. Hierbei
befindet sich sein Sensorfenster 221 gegenüber dem
Hall-IC-Baustein 5. Anschließend wird der Rohreinsatzkör
per 23 in den Rohrauskleidungskörper 22 eingesetzt. Die
Bajonettsegmente 222 und 232 sorgen dafür, daß der Rohr
einsatzkörper 23 im Rohrauskleidungskörper 22 gehalten
wird. Hierbei legt sich dessen Freigabefenster 231 über
das Sensorfenster 221, so daß der Hall-IC-Baustein 5
durch zwei Fenster frei in das Innere des Tankrohrkör
pers 21 "blicken" kann.
Abschließend wird dann der Rohrüberwurfskörper 21 über
diese Konfiguration gesetzt. Dadurch, daß sein Relief zu
dem des Tankkörpers 21 kompatibel ist, wird ein guter
Sitz gewährleistet. Der Haltekragen 241 des Rohrüberwurf
körpers 24 sorgt insbesondere dafür, daß ein fest zusam
menhängender Tankrohrstutzen 2 entsteht.
Fährt nun ein Fahrzeug, das mit dem beschriebenen Tank
deckelverbindungssystem ausgerüstet ist, an eine Tank
stelle, wird nach dem Halt des Fahrzeuges vor der ent
sprechenden Tanksäule der Tankdeckel 1 aus dem Tankrohr
stutzen 2 herausgenommen und somit der Tankrohrstutzen 2
geöffnet. Danach wird die Tankpistole von der Säule abge
nommen und in die Tankdeckeleinführungsausnehmung 244 ge
schoben. Der Bereich des Pisolenführungskörpers 233 bis
hin zur Tankpistolenausnehmung 223 ist mit den üblichen
Filtersystemen ausgerüstet, die ein Eindringen von
Schmutzkörpern beim Tanken verhindert. Beim Tanken
fließt so über den Rohreinsatzkörper 23 und den Rohr
auskleidungskörper 22 der Treibstoff ungehindert in den
Tankhohlkörper 21 bis hin zum Tank des Fahrzeuges. Ist
der Tank gefüllt, wird die Tankpistole aus der
Tankdeckeleinführungsausnehmung 244 herausgezogen.
Vergißt der Fahrer des Fahrzeuges mit dem Tankdeckel 1
den Tankrohrstutzen 2 zu verschließen, zeigt beim Anfah
ren des Fahrzeuges der nicht aktivierte Hall-IC-Baustein
5 diesen Zustand sofort an. Eine Anzeige kann besonders
durch ein Blinken oder einen Signalton unterstützt wer
den. Hierdurch ist es dem Fahrer des Fahrzeuges möglich,
den Motor sofort abzustellen und nach dem fehlenden Tank
deckel 1 "zu suchen".
Ist der Tankdeckel 1 "gefunden", wird dessen
Tankdeckelkörper 11 in die Tankdeckeleinführungsausneh
mung 244 geschoben. Das Einschieben ist aber nur mög
lich, wenn die Tankdeckelnase 12 durch die Nasendurchfüh
rungsausnehmung hindurchgeführt wird. Hierdurch überneh
men die Tankdeckelnase 12 und die Nasendurchführungsaus
nehmungen 243 die Funktion von Ausgangsstellungsgeberele
menten, die eine Art "Nullstellung" des Tankdeckels 1 im
Tankrohrstutzen 2 erzwingt. Ist die Tankdeckelnase 12
hinter den Tankdeckelhaltering 242 geführt, ist es mög
lich, den Tankdeckel 1 im Tankrohrstutzen 2 zu verdre
hen. Diese Verdrehungsbewegung wird üblicherweise im Uhr
zeigersinn durchgeführt. Hierbei bewegt sich die Tank
deckelnase an der metallenen Innenwandung des
Rohreinsatzkörpers 23 entlang. Erst dann, wenn die Tank
deckelnase 12 dem Freigabefenster 231 und dem Sensorfen
ster 221 und damit dem Hall-IC-Baustein 5 gegenüber
steht, wird dieser Zustand berührungslos signalisiert.
Von besonderem Vorteil ist dabei, daß die berührungslose
Signalisierung den besonderen Bedingungen in diesem Be
reich gerecht wird, herrscht jedoch eine höchste Konzen
tration von explosiven Benzindämpfen. Die Weitergabe die
ses so berührungslos erzeugten Signals kann in der Form
erfolgen, daß die in Gang gesetzte Blink- bzw. Akustik
einheit wieder zurückgesetzt wird. Zum anderen kann die
ser Signalzustand dazu dienen, daß keine Anzeige er
folgt. Eine weitere Auswertungsmöglichkeit besteht
darin, daß der Schließzustand des Tankdeckels 1 ebenso
wie dessen Fehlen zur Anzeige gebracht wird.
In Fig. 4 ist eine weitere Ausführungsform eines
Tankerkennungssystems gezeigt.
Sie besteht aus
- - einem Tankdeckel 101, mit dem
- - ein Tankrohrstutzen 102 zu verschließen ist.
Der Tankdeckel 101 besteht aus einem Deckelkörper 111
aus Kunststoff, Metall oder dergleichen. Ebenso wie der
Tankdeckelkörper 11 ein Tankdeckelringsegment 13 auf
weist, verfügt der Deckelkörper 111 über ein Tankdeckel
ringsegment 113. An einem dem Drehkörper des Tankdeckel
101 gegenüberliegende Ende ist eine Tankdeckelnase 112
positioniert. Sie hält einen Magnetkörper 104, der auf
einem Magnethalter 114 am Tankdeckelkörper 111 gleich
falls gehalten wird.
Der Tankrohrstutzen 102 besteht aus
- - einem Tankrohrkörper 121,
- - einem Rohrauskleidungskörper 122,
- - einem Rohreinsatzkörper 123 und
- - einem Rohrüberwurfkörper 124.
Der Tankrohrkörper 121 ist von der Form her und dem Mate
rial ähnlich dem Tankrohrkörper 21 ausgebildet. In ihm
ist ein Hall-Schalter 105 angeordnet, der an ein Stanz
gitter 106 angeschlossen ist. Das Stanzgitter 106 ist
mit einem Kabel 107 verbunden. Der Hall-Schalter 105
kann entweder in den Tankrohrkörper 21 eingelassen oder
auch eingesteckt werden.
Der Rohrauskleidungskörper 122 ist im wesentlichen
topfförmig ausgebildet und weist an seinem Boden eine
Tankpistolenausnehmung 123 auf und ist am gegenüberlie
genden Ende von zwei Bajonettsegmenten 1222 begrenzt. In
seiner Mantelfläche ist ein Sensorfenster 1221 eingelas
sen.
Der Rohreinsatzkörper 123 ist im wesentlichen zylinder
förmig ausgebildet und geht in einen Pistolenführungskör
per 1233 über. In den Rohreinsatzkörper 123 ist ein Frei
gabefenster 1231 eingelassen. An dem dem Pistolenfüh
rungskörper 1233 gegenüberliegenden Ende sind zwei Bajo
nettsegmente 1232 angeordnet.
Der Rohrüberwurfkörper 124 ist zum Außenrelief des
Tankrohrkörpers 121 im wesentlichen kompatibel. Er ist
von einem Haltekragen 1241 umgeben, der eine
Tankdeckeleinführungsausnehmung 1244 freiläßt. Außerdem
weist er eine Nasendurchführungsäusnehmung 1243 auf.
Die Montage und die Funktionsweise auch dieser in Fig. 4
gezeigten Ausführungsform des Tankdeckelsystems sei er
läutert:
Der Hall-Schalter 105 mit dem daran angeordneten Stanz
gitter 106 und das an das Stanzgitter 106 angeschlossene
Kabel werden als fertige Baugruppe mit dem Tankhohlkör
per 121 gefertigt. Anschließend wird der vorgefertigte
Rohrauskleidungskörper 122 so eingesetzt, daß sich das
Sensorfenster 1221 vor dem Hall-Schalter 105 befindet.
Danach wird in den Rohrauskleidungskörper 122 der Rohr
einsatzkörper 123 eingeschoben. Die Bajonettsegmente
1222 und 1232 sorgen dafür, daß auch hier lagegerecht
das Freigabefenster 1231 vor dem Sensorfenster 1221 posi
tioniert wird. Anschließend wird der Rohrüberwurfstutzen
124 aufgesetzt und entsprechend verklemmt.
Wird für einen Betankungsvorgang der Tankdeckel 101 vom
Tankrohrstutzen 102 abgenommen, zeigt der nicht erregte
Hall-Schalter 105 diesen Zustand als OF-Stellung an.
Diese Stellung kann, wie bereits beschrieben, als Stel
lungs- bzw. Meldesignal weiterverarbeitet werden.
Ist der Tankvorgang beendet, wird der "fehlende" Tankdec
kel 101 dem Fahrer entsprechend signalisiert. Hierdurch
wird auch in diesem Fall ein Fahren des Fahrzeuges ohne
Tankdeckel und damit eine Belastung der Umwelt durch
freiwerdende Benzindämpfe entsprechend angemahnt.
Das Einführen des Tankdeckels 101 in den Tankrohrstutzen
102 ist nur dann möglich, wenn der Magnetkörper 104
durch die Nasendurchführungsausnehmung 1243 geschoben
wird. Hierdurch wird eine erste "Nullstellung" des Tank
deckels 101 erzwungen. Die sich anschließende Verschließ
bewegung des Tankdeckels führt dazu, daß der Magnetkör
per 104 so weit an der Innenwand des Rohreinsatzkörpers
123 vorbeigeführt wird, bis er vor dem Freigabefenster
1231 und dem Sensorfenster 1221 zum Stehen kommt. Diese
Stellung kann im Regelfall die Endstellung des Tankdec
kels 101 im Tankrohrstutzen 102 sein. Dadurch, daß der
Magnetkörper 104 dem Hall-Schalter 105 gegenübersteht,
wird dieser entsprechend angeregt und "schaltet". Dieses
Schalten geschieht aber auch hier berührungs- und damit
lichtbogen- bzw. funkenlos, so daß den besonderen Ein
satzbedingungen auch in diesem Falle besonders Rechnung
getragen wird. Der in der Verschlußstellung stehende
Tankdeckel 101 im Tankrohrstutzen 102 wird damit als ent
sprechendes Signal weitergeleitet, das entsprechend wei
terverarbeitet werden kann.
Claims (8)
1. Vorrichtung zur Erkennung eines Schließzustandes eines
Tankdeckels (1; 101), mit dem ein Tankrohrstutzen (2;
102) zu verschließen ist, bei der der Tankdeckel (1;
101) wenigstens eine Stellungsgebereinheit (12; 104) und
der Tankrohrstutzen (2; 102) wenigstens eine berührungs
los signalisierende Tankdeckelstellungsempfängereinheit
(3, 4, 5, 6; 105, 106) aufweist, die über ein Kabel (7,
107) mit einer Auswerte- oder Anzeigeeinheit verbunden
ist, dadurch gekennzeichnet, daß
- 1. die Tankdeckelstellungsempfängereinheit (3, 4, 5, 6; 105, 106) in das Material eines Tankrohrkörpers (21; 121) des Tankrohrstutzens (2; 102) eingelassen ist,
- 2. sowohl der Tankrohrkörper (21; 121), als auch der Tankrohrstutzen (2; 102) wenigstens teilweise von einem Stutzenendkörper (22, 23, 24; 122, 123, 124) umgeben ist
- 3. und daß die Tankdeckelstellungsempfängereinheit (3, 4, 5, 6; 105, 106) hinter wenigstens einem An sprechfenster (221, 231; 1221, 1231) des Stutzenendkörpers (22, 23, 24; 122, 123, 124) ange ordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Stellungsgebereinheit ein Stanzgitter (6; 106)
aufweist, das an das Kabel (7; 107) oder an einen
Steckverbinder angeschlossen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Tankdeckelstellungsempfängereinheit
als Empfängereinheit einen Hall-IC-Baustein (5) mit
einem gegenüberliegend angeordneten Magnetkörper (4)
aufweist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Hall-IC-Baustein (5) und der
Magnetkörper (4) sich gegenüberliegend auf einer Platine
(3) angeordnet sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Stellungsgebereinheit eine an
einem Tankdeckelkörper (11) des Tankdeckels (1)
angeordnete und wenigstens teilweise aus einem
magnetisch leitenden Material bestehende Tankdeckelnase
(12) ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Tankdeckelstellungsempfänger
einheit als Empfängereinheit einen Hall-Schalter (105)
aufweist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Stellungsgebereinheit ein
an einem weiteren Tankdeckelkörper (101) des Tankdeckels
(101) gehaltener weiterer Magnetkörper (104) ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß der Stutzenendkörper (22, 23, 24; 122, 123, 124) und der Tankdeckelkörper (11; 111) jeweils Festlegeelemente (12, 13; 241, 242, 243; 112, 113, 1241, 1242, 1243) aufweisen und
- - daß bei aneinander festgelegten Festlegeelementen (12, 13, 241, 242, 243; 112, 113, 1241, 1242, 1243) der Tankrohrstutzen. (2) mit dem Tankdeckel (1) verschlossen ist.
- - Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eines der Festle gungselemente durch die Tankdeckelnase (12) gebildet ist.
- - Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Tankdeckelnase (12), der am Tankdeckel (101) gehaltene weitere Magnetkörper (104) und eine im Stutzenendkörper (22, 23, 24; 122, 123, 124) angeordnete Nasendurchführungsausnehmung (243; 1243) die Ausgangsstellungselemente sind.
- - Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Stutzenendkörper auf
weist
- 1. einen Rohrauskleidungskörper (21; 121), der wenigstens ein Sensorfenster (221; 1221) als erstes Ansprechfenster hat und
- 2. der in den Tankrohrkörper (21; 121) mit dem Sensor fenster (221; 1221) gegenüber dem Hall-IC-Baustein (5) oder dem Hall-Schalter (105) liegend eingesetzt ist,
- 3. einen Rohreinsatzkörper (23; 123), der wenigstens ein Freigabefenster (231; 1231) als zweites Ansprechfenster hat und der in den Rohrausklei dungskörper (21; 121) mit dem Freigabefenster (231; 1231) über dem Sensorfenster (221; 1221) liegend eingesetzt ist und
- 4. einen Rohrüberwurfkörper (24; 124), der eine Tank deckeleinführungsausnehmung (244; 1244) mit der eingebrachten Nasendurchführungsausnehmung (243; 1243) umfaßt, der zum Außenrelief des Tankrohrkörpers (21; 121) kompatibel und auf ihn aufsetzbar ist und mit dem der Rohrauskleidungskörper (21; 121) und der Rohreinsatzkörper im Tankhohlkörper (21; 121) gehalten sind.
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