DE19721340A1 - Leuchte - Google Patents
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Description
Die Erfindung geht aus von einer Leuchte nach der Gattung des
Hauptanspruchs.
Aus der EP 0 609 482 ist eine gattungsgemäße Leuchte bekannt.
Eine der Abdeckung des Leuchtmittels dienende flexible
Kunststoffolie ist in einen Spalt zwischen den rechtwinklig
angeordneten Rändern eines Basisteils und einem Aufsatz zur
Aufnahme elektrischer Einrichtungen eingeschoben und wird
durch die auf die Enden der Leuchte aufgeschobenen Endstücke
in seiner Position festgelegt. Zusätzlich können an der
Kunststoffolie stufenartige Prägungen vorgesehen sein, mit
welchen die Folie in den Spalt eingreift. Als nachteilig erweist
sich bei dieser bekannten Leuchte die Halterung der Folie. Das
Einschieben in den zwischen Basisteil und Aufsatz vorhandenen
Spalt reicht alleine nicht aus, um die Folie in ihrer Position
festzulegen. Zur Formgebung und Halterung der Folie sind
zusätzlich Endstücke notwendig. Diese zusätzlichen Teile
gestalten die Herstellung und Montage der Leuchte aufwendig,
erschweren das Zusammenbauen mehrerer Leuchten zu einem
Leuchtenstrang oder sonstigen Leuchtenanordnungen und
beeinflussen nicht zuletzt auch das Aussehen der Leuchte.
Demgegenüber hat die erfindungsgemäße Leuchte mit den
kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs den Vorteil,
daß die flexible Kunststoffolie allein durch das Einschieben in
eine durch Flachelemente gebildete Nut am Träger gehalten
wird. Hierzu sind die Flachelemente zur Lichtquelle hin geneigt,
so daß die Kunststoffolie in ihrer in die Nuten eingeschobenen
Position diejenige natürliche Form einnimmt, die ihr auch
zukäme, wenn man sie der Länge nach nach Art einer Blattfeder
zusammendrücken würde. Daher sind keine zusätzlichen Mittel
zur Formgebung notwendig. Insbesondere braucht die
Kunststoffolie vor dem Einbau in den Träger nicht vorgeformt zu
sein. Ferner verursacht die nach Art einer Blattfeder
zusammengedrückte Kunststoffolie eine Kraft, die dazu tendiert,
die Kunststoffolie wieder in ihre entspannte Position
zurückzuführen. Diese Kraft wirkt auf die die Nut begrenzenden
Flachelemente und reicht aus, um die Kunststoffolie an dem
Leuchtenträger zu halten. Zusätzliche Teile sind damit weder zur
Formgebung der Kunststoffolie noch zu deren Halterung
notwendig. Die Leuchte kann an ihren Enden offen sein oder zur
Blendenbegrenzung durch eine Abdeckung verschlossen werden.
Die an ihren Enden offene Leuchte erleichtert das
Zusammenbauen mehrerer Leuchten zu einer
Leuchtenanordnung.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die
Lichtquelle eine Leuchtstoffröhre. Aufgrund ihrer Ausdehnung
in eine Längsrichtung eignet sich die erfindungsgemäße Leuchte
insbesondere für die eine längliche Form aufweisenden
Leuchtstoffröhren.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
sind in die Nut mehrere Blenden einsteckbar. So können bei der
erfindungsgemäßen Leuchte beispielsweise zusätzliche Schilder
oder Symbole, wie Hinweistafeln auf Fluchtwege, auf den
Leuchtenträger aufgesteckt werden.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
umfassen die Mittel zur Befestigung der Lichtquelle ein Halteteil,
an dem die Fassung für die Lichtquelle anbringbar ist, und das
in die der Befestigung der Blende dienende Nut einsteckbar ist.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
weisen die Flachelemente auf der der Lichtquelle zu gewandten
Seite eine Nut auf, in die ein der Befestigung der Lichtquelle
dienendes Halteteil einsteckbar ist. An diesem Halteteil kann die
Fassung für die Lichtquelle befestigt werden. Auf diese Weise
wird eine besonders einfache und kostengünstige Halterung der
Lichtquelle erreicht. Halteteil und Träger können jedoch auch
aus einen Stück gefertigt sein.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
sind die Mittel zur Energieversorgung der Lichtquelle ebenfalls
an dem Halteteil anbringbar.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
ist die Kunststoffolie lichtdurchlässig, was eine gute
Transmission garantiert und eine gleichmäßige Lichtverteilung
bewirkt.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
ist die Kunststoffolie zumindest teilweise lichtundurchlässig und
dient als Reflektor. Das Licht wird von der Kunststoffolie
reflektiert und in Richtung der Lichtquelle abgestrahlt. In
diesem Fall müssen Träger und Aufhängung der Leuchte so
geartet sein, daß eine Abstrahlung ungehindert möglich ist.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
ist die Kunststoffolie UV-unempfindlich. Dies ist von Vorteil, da
viele Lichtquellen im UV-Bereich Licht ab strahlen und dies bei
UV-empfindlichen Folien und längeren Betriebszeiten der
Leuchte zu einer Beschädigung der Folie führen kann.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
besteht die Kunststoffolie aus Polymethylmethacrylat. Dieses
Material eignet sich besonders als Blende.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
ist die Kunststoffolie bedruckt oder bedampft. Auf diese Weise
lassen sich die Reflektions- und Transmissionseigenschaften der
Blende beeinflussen. Außerdem kann das Aussehen der Blende
gestaltet werden. Hierzu sind beispielsweise spezielle Muster
oder werbewirksame Aufschriften denkbar.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
weist der Leuchtenträger Vorrichtungen auf, über die er mit
einem weiteren Leuchtenträger verbindbar ist. So können
beispielsweise mehrere längliche Leuchten zu einem
Leuchtenstrang zusammengesetzt werden. Über ein Winkelteil
können auch mehrere Leuchten über Eck zusammengesetzt
werden, so daß beispielsweise eine polyedrische
Leuchtenanordnung entsteht. In diesem Fall können Träger und
Blende an den aufeinanderstoßenden Enden auf Gehrung
zugeschnitten werden, was den Zusammenbau erleichtert und
der Leuchtenanordnung ein homogenes Aussehen verschafft.
Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der
Erfindung sind der nachfolgenden Beschreibung, der Zeichnung
und den Ansprüchen entnehmbar.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung
dargestellt und im folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 erfindungsgemäße Leuchte in perspektivischer
Darstellung,
Fig. 2 Leuchte aus Fig. I im Querschnitt,
Fig. 3 Aufbau der Leuchte in zeitlicher Abfolge,
Fig. 4 Vorrichtung zum Verbinden von Leuchtenträgern,
Fig. 5 weitere Vorrichtung zum Verbinden von
Leuchtenträgern,
Fig. 6 Leuchtenstrang,
Fig. 7 Leuchte in einer Eckanordnung,
Fig. 8 quadratische Leuchtenanordnung,
Fig. 9 weitere quadratische Leuchtenanordnung,
Fig. 10 Hängeleuchte,
Fig. 11 weitere Hängeleuchte,
Fig. 12 Hängeleuchte mit einer Kombination aus zwei
erfindungsgemäßen Leuchten.
In Fig. 1 ist eine erfindungsgemäße Leuchte mit einem Träger 1
und einer aus Kunststoffolie bestehenden Blende 2 in
perspektivischer Ansicht dargestellt. Der Träger 1 kann mit
seiner nach oben weisenden flachen Seite beispielsweise an
einer Decke befestigt werden.
Der Aufbau der Leuchte ist der Schnittdarstellung in Fig. 2 zu
entnehmen. Der Träger 1 weist auf zwei Seiten Nuten 3 auf, in
die die Blende eingeschoben wird und die die Blende ohne
zusätzliche Hilfsmittel halten. Die Nuten 3 werden gebildet durch
je zwei Flachelemente 4, die parallel verlaufen und einen
Abstand aufweisen. In der vorliegenden Darstellung sind die
Flachelemente 4 Teil des Trägerprofils. Sie können jedoch auch
auf den Träger 1 aufgesetzt sein. Die Flachelemente 4 sind zum
Träger 1 hin geneigt. Auf der Innenseite weisen die
Flachelemente eine weitere Nut 5 auf, in die ein Halteteil 6
eingesteckt wird. An diesem Halteteil sind die Fassung 7 des
Leuchtstoffrohrs 8 sowie der Starter 9 und das Vorschaltgerät
10 befestigt. Weitere Teile zur Halterung oder
Energieversorgung des Leuchtstoffrohrs können ebenfalls an
dem Halteteil befestigt sein.
In Fig. 3 ist der Zusammenbau der Leuchte dargestellt. Zunächst
wird in den Träger 1 das mit Fassung 7, Starter 9 und in der
Zeichnung nicht erkennbaren elektrischen Anschlüssen
ausgestattete Halteteil 6 eingesetzt und das Leuchtstoffrohr 8 in
der Fassung 7 befestigt. Dann wird die Blende 2 aus flexibler
Kunststoffolie in die Nuten 3 eingeschoben.
Mehrere erfindungsgemäße Leuchten können Hilfe von in Fig. 4
und Fig. 5 dargestellten Vorrichtungen miteinander verbunden
werden. Das Verbindungsstück 11 in Fig. 4 ermöglicht das
Zusammensetzen zweier Träger 1 in Längsrichtung. Mit Hilfe des
Winkelverbindungsstücks 12 in Fig. 5 können zwei
Leuchtenträger 1 in einem durch das Winkelverbindungsstück
vorgegebenen Winkel zueinander angeordnet werden.
Die Fig. 6 bis 12 zeigen mögliche Anordnungen von mehreren
erfindungsgemäßen Leuchten. Der Leuchtenträger 1 kann
entweder direkt an einer ebenen Fläche, wie beispielsweise
einer Wand oder einer Decke befestigt werden oder aber, wie in
Fig. 6 und 8 bis 12 dargestellt, mit einem Seil 13 von der Decke
abgehängt werden. Mit Hilfe des Verbindungsstücks 11 können,
wie in Fig. 6 dargestellt, mehrere Leuchten in Längsrichtung
miteinander verbunden werden. Die Fig. 7 und 8 zeigen
Leuchtenanordnungen, die durch ein Winkelverbindungsstück
12 ermöglicht werden. In diesen Fällen sind die Enden der
Träger 1 und der Blenden 2 auf Gehrung zugeschnitten, so daß
ihre Kanten direkt auf diejenigen der benachbarten Leuchte
stoßen. Bei der in Fig. 9 dargestellten Leuchtenanordnung zeigt
die Blende nach außen. In diesem Fall ist das
Winkelverbindungsstück 12 zu modifizieren. Die Fig. 10 und 11
zeigen, daß die erfindungsgemäße Leuchte je nach Anordnung
sowohl nach oben als auch nach unten ab strahlen kann. Bei der
in Fig. 12 dargestellten Leuchtenanordnung wurden die beiden
Träger 1 an ihrer vom Leuchtstoffrohr abgewandten Seite
miteinander verbunden.
Alle in der Beschreibung, den nachfolgenden Ansprüchen und
der Zeichnung dargestellten Merkmale können sowohl einzeln
als auch in beliebiger Kombination miteinander
erfindungswesentlich sein.
1
Träger
2
Blende
3
Nut
4
Flachelement
5
Nut
6
Halteteil
7
Fassung
8
Leuchtstoffrohr
9
Starter
10
Vorschaltgerät
11
Verbindungsstück
12
Winkelverbindungsstück
13
Seil
Claims (12)
1. Leuchte für mindestens eine künstliche Lichtquelle
mit einem sich in einer Längsrichtung erstreckenden zumindest teilweise flach ausgebildeten Träger (1), an dem Mittel (6, 7) zur Befestigung der Lichtquelle (8) und Mittel (7, 9, 10) zur Energieversorgung der Lichtquelle (8) vorgesehen sind und
mit einer am Träger (1) befestigten und die Lichtquelle (8) zumindest teilweise überdeckenden Blende (2) aus flexibler Kunststoffolie dadurch gekennzeichnet,
daß der Träger (1) in Längsrichtung auf zwei Seiten ein Paar sich zumindest teilweise über die gesamte Länge des Trägers ertreckende Flachelemente (4) aufweist, wobei die beiden jeweils ein Paar bildenden Flachelemente parallel in einem eine Nut (3) bildenden Abstand zueinander verlaufen, der etwas größer ist, als die Dicke der Blende (2),
daß die Flachelemente (4) in Richtung der Lichtquelle (8) geneigt sind, und
daß die Blende (2) durch Einschieben in die beiden Nuten (3) an dem Träger (1) gehalten wird.
mit einem sich in einer Längsrichtung erstreckenden zumindest teilweise flach ausgebildeten Träger (1), an dem Mittel (6, 7) zur Befestigung der Lichtquelle (8) und Mittel (7, 9, 10) zur Energieversorgung der Lichtquelle (8) vorgesehen sind und
mit einer am Träger (1) befestigten und die Lichtquelle (8) zumindest teilweise überdeckenden Blende (2) aus flexibler Kunststoffolie dadurch gekennzeichnet,
daß der Träger (1) in Längsrichtung auf zwei Seiten ein Paar sich zumindest teilweise über die gesamte Länge des Trägers ertreckende Flachelemente (4) aufweist, wobei die beiden jeweils ein Paar bildenden Flachelemente parallel in einem eine Nut (3) bildenden Abstand zueinander verlaufen, der etwas größer ist, als die Dicke der Blende (2),
daß die Flachelemente (4) in Richtung der Lichtquelle (8) geneigt sind, und
daß die Blende (2) durch Einschieben in die beiden Nuten (3) an dem Träger (1) gehalten wird.
2. Leuchte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Lichtquelle eine Leuchtstoffröhre (8) ist.
3. Leuchte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß in die Nut (3) mehrere Blenden einsteckbar sind.
4. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zur Befestigung der
Lichtquelle ein Halteteil umfassen, an dem die Fassung der
Lichtquelle anbringbar ist, und das in die der Befestigung
der Blende (2) dienende Nut (3) einsteckbar ist.
5. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Flachelemente (4) auf der der
Lichtquelle (8) zu gewandten Seite eine weitere Nut (5)
aufweisen und daß die Mittel zur Befestigung der Lichtquelle
ein in die Nut (5) einsteckbares Halteteil (6) umfassen, an
dem die Fassung (7) für die Lichtquelle (8) anbringbar ist.
6. Leuchte nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Mittel zur Energieversorgung (7, 9, 10) der
Lichtquelle (8) an dem Halteteil (6) anbringbar sind.
7. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffolie
lichtdurchlässig ist.
8. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kunststoffolie zumindest teilweise
lichtundurchlässig ist und die Blende als Reflektor dient.
9. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffolie UV-un
empfindlich ist.
10. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffolie aus
Polymethylmethacrylat besteht.
11. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffolie bedruckt
oder bedampft ist.
12. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Träger Vorrichtungen (11,
12) aufweist, über die er mit einem weiteren Träger
verbindbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19721340A DE19721340A1 (de) | 1997-05-22 | 1997-05-22 | Leuchte |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19721340A DE19721340A1 (de) | 1997-05-22 | 1997-05-22 | Leuchte |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19721340A1 true DE19721340A1 (de) | 1998-12-17 |
Family
ID=7830128
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19721340A Withdrawn DE19721340A1 (de) | 1997-05-22 | 1997-05-22 | Leuchte |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: FRAENKISCHE LEUCHTEN GMBH, 97486 KOENIGSBERG, DE |
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