DE19721583A1 - Verfahren zum Steuern der Herstellung von Tonerbildern mit zwei verschiedenen Tonern - Google Patents
Verfahren zum Steuern der Herstellung von Tonerbildern mit zwei verschiedenen TonernInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Bilderzeugungsverfahren mit:
gleichmäßigem Aufladen eines lichtleitenden Bildträgers auf eine Ladung einer ersten Polarität und eines ersten Potentials V₀;
bildweisem Belichten des Bildträgers zum Erzeugen eines ersten elektrostati schen Bildes, wobei das erste elektrostatische Bild ein minimales Potential von Ve hat;
Aufbringen eines ersten Toners einer ersten Polarität mit Hilfe einer ersten Tonerstation auf das erste elektrostatische Bild derart, daß ein erstes Tonerbild einer ersten Polarität bei Vorhandensein eines elektrischen Feldes erzeugt wird, das von einer der ersten Tonerstation zugeordneten Vorspannung Vb ge steuert wird, wobei das erste Tonerbild ein maximales Potential Vd hat;
bildweisem Belichten des Bildträgers zum Erzeugen eines zweiten elektrostati schen Bildes einer ersten Polarität;
Aufbringen eines zweiten Toners mit Hilfe einer zweiten Tonerstation auf das zweite elektrostatische Bild bei Vorhandensein eines elektrischen Feldes, das von einer der zweiten Tonerstation zugeordneten Vorspannung V′b gesteuert wird, wobei der zweite Toner eine der Polarität des ersten Toners entgegen gesetzte Polarität aufweist, um ein zweites Tonerbild zu erzeugen, das bei sei ner maximalen Dichte ein Potential von V′d hat.
gleichmäßigem Aufladen eines lichtleitenden Bildträgers auf eine Ladung einer ersten Polarität und eines ersten Potentials V₀;
bildweisem Belichten des Bildträgers zum Erzeugen eines ersten elektrostati schen Bildes, wobei das erste elektrostatische Bild ein minimales Potential von Ve hat;
Aufbringen eines ersten Toners einer ersten Polarität mit Hilfe einer ersten Tonerstation auf das erste elektrostatische Bild derart, daß ein erstes Tonerbild einer ersten Polarität bei Vorhandensein eines elektrischen Feldes erzeugt wird, das von einer der ersten Tonerstation zugeordneten Vorspannung Vb ge steuert wird, wobei das erste Tonerbild ein maximales Potential Vd hat;
bildweisem Belichten des Bildträgers zum Erzeugen eines zweiten elektrostati schen Bildes einer ersten Polarität;
Aufbringen eines zweiten Toners mit Hilfe einer zweiten Tonerstation auf das zweite elektrostatische Bild bei Vorhandensein eines elektrischen Feldes, das von einer der zweiten Tonerstation zugeordneten Vorspannung V′b gesteuert wird, wobei der zweite Toner eine der Polarität des ersten Toners entgegen gesetzte Polarität aufweist, um ein zweites Tonerbild zu erzeugen, das bei sei ner maximalen Dichte ein Potential von V′d hat.
US-A-5,001,028 ist für eine große Anzahl von Patenten repräsentativ, die das
Erzeugen mehrfarbiger Tonerbilder durch Erzeugen von zwei unfixierten Bil
dern auf einem einzelnen Bildfeld eines lichtleitenden Bildträgers beschreiben.
Nach diesem allgemeinen Ansatz wurden Farbdrucker vermarktet, die mit der
Entwicklung in nicht geladenen Bereichen (DAD) und elektronischer Entwick
lung für jedes Bild arbeiten.
In dem genannten Patent wird das zweite und die darauf folgenden Bilder mit
einem besonderen Tonerverfahren getonert, bei dem ein Träger mit hoher Ko
erzitivfeldstärke und ein rotierender Magnetkern verwendet werden. Dieser
Prozeß erzeugt eine sehr weiche Magnetbürste, die die frühen Tonerbilder
weniger als eine herkömmliche Magnetbürste stört, obwohl die Bürstensträh
nen den Bildträger eventuell berühren.
Einige Patente sehen eine Mischung der Verfahren "Entwicklung in nicht gela
denen Bereichen/Entwicklung in geladenen Bereichen" vor (DAD und CAD). In
US-A-5, 045,893 wird beispielsweise beschrieben, wie ein lichtleitender Bildträ
ger gleichmäßig auf ein negatives Potential geladen und mit einem Bild, bei
dem die Entwicklung in nicht geladenen Bereichen stattfindet, belichtet wird.
Das Bild, bei dem die Entwicklung in nicht geladenen Bereichen stattfindet,
wird dann mit einem Toner mit negativem Potential entwickelt sowie mit einem
"hochauflösenden Entwicklungssystem", das ca. 50 Prozent der ursprünglichen
Spannung des Fotoleiters nutzt. Der Bildträger wird anschließend erneut mit
einem Bild belichtet, bei dem die Entwicklung in geladenen Bereichen stattfin
det, wobei die Hintergrundbereiche des Bildes, bei dem die Entwicklung in ge
ladenen Bereichen stattfindet, mit etwa dem Spannungspegel des ersten
Tonerbildes belichtet werden. Das Bild, bei dem die Entwicklung in geladenen
Bereichen stattfindet, wird dann mit positiv geladenen Teilchen unter Einsatz
eines weniger kostspieligen Tonersystems entwickelt. Andere Mischungen der
Verfahren "Entwicklung in nicht geladenen Bereichen/Entwicklung in gelade
nen Bereichen" werden in US-A-5,208,636, 5,241 ,3561, 5,049,949 und
5,258,820 beschrieben.
Das "Abklingen" der Spannung eines Toners eines ersten Bildes beim Eintritt in
eine zweite Entwicklungsstation ist ein Problem, das in Bilderzeugungssyste
men, die in den nach dem bisherigen Stand der Technik arbeitenden Verfahren
"Entwicklung in nicht geladenen Bereichen/Entwicklung in nicht geladenen Be
reichen" gut dokumentiert ist. Eine erhebliche Minderung des Abklingens in
einem Prozeß nach dem Verfahren "Entwicklung in nicht geladenen Berei
chen/Entwicklung in geladenen Bereichen" wird erreicht, indem die zweite Sta
tion die gleiche Magnetbürsten-Tonerstation benutzt, die in US-A-5,001,028
beschrieben wurde. In einem Verfahren "Entwicklung in nicht geladenen Berei
chen/Entwicklung in geladenen Bereichen" besteht zudem das Problem, daß
Strichbilder zu einer verschlechterten Auflösung neigen. Dieses Problem kann
gelöst werden, indem die zweite Belichtung von der Seite des Bildträgers er
folgt, die der das erste Tonerbild tragenden gegenüber liegt, damit das erste
Tonerbild auf einen Pegel entladen wird, der wesentlich niedriger als der der
nicht getonerten Bereiche ist (auch dadurch wird die Gefahr des Abklingens
verringert). Dieses Auflösungsproblem kann als "Unterbrechung" des ersten
Tonerbildes durch die zweite Belichtung bezeichnet werden.
Neben den Problemen des Abklingens und der Unterbrechung muß bei der
Konstruktion eines allgemein einsetzbaren, erfolgreichen Systems, das nach
dem Verfahren "Entwicklung in nicht geladenen Bereichen/Entwicklung in gela
denen Bereichen" arbeitet, auch das Problem gelöst werden, das der Einsatz
von zwei verschiedenen Tonern mit unterschiedlichem Ansprechverhalten auf
wechselnde Umgebungsbedingungen mit sich bringt. Es ist bekannt, daß das
Ladungs-/Masse-Verhältnis (auch als "Ladung" oder "relative Ladung" be
zeichnet) vieler Tonerteilchen in Zweikomponenten-Mischungen, je nach relati
ver Luftfeuchtigkeit, Temperatur und sonstigen Bedingungen, erheblichen
Schwankungen unterworfen ist. Ein höheres Ladungs-/Masse-Verhältnis ergibt
während der Entwicklung eines elektrostatischen Bildes für ein gegebenes
Oberflächenpotential eine geringere Dichte. Problematisch ist die Tatsache,
daß Feuchtigkeitsschwankungen nicht nur jahreszeitlich, sondern täglich auf
treten. Eine große Bilderzeugungsvorrichtung erreicht möglicherweise erst zwei
oder drei Stunden nach dem Einschalten eine konstante Temperatur. Innerhalb
eines Zeitraums, in dem normalerweise viele Bilder erzeugt werden, kam dies
eine 30prozentige Änderung der relativen Luftfeuchtigkeit bedeuten. Bekann
termaßen kann ein entwickeltes Tonerfeld mit einem Densitometer gemessen
werden, um die Bilddichte bei einem bestimmten Spannungspegel zu ermitteln,
was wiederum benutzt werden kann, um daraus die Ladung des Toners abzu
leiten.
Eine weitere Schwierigkeit, der derartige Systeme unterworfen sein können,
kommt mit Forderung nach Erzeugung sehr hochwertiger Bilder durch Belich
tung bei unterschiedlichen Graustufen auf, die auch als
"Graustufenentwicklung" oder "Graustufenbilderzeugung" bezeichnet wird. Die
Graustufenbilderzeugung setzt einen größeren Spannungsraum voraus, in dem
die verschiedenen Pegel bereitgestellt werden können, als dies bei der binären
Bilderzeugung der Fall ist. Dies trägt zu einer Verschärfung der Problematik mit
Blick auf die Gefahr des Abklingens der Spannung und der Unterbrechung bei.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Steuerungsverfahren für derar
tige Bilderzeugungssysteme des Standes der Technik mit mehreren Tonern
bereitzustellen. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist es die Aufgabe
der Erfindung, die Dichte unter wechselnden Ladungs-/Masse-Verhältnissen
des Toners zu optimieren, während gleichzeitig die Gefahr des Abklingens der
Spannung und der Unterbrechung in einem System, das nach der Methode
"Entwicklung in nicht geladenen Bereichen/Entwicklung in geladenen Berei
chen" arbeitet, minimiert wird.
Diese und weitere Aufgaben der Erfindung werden durch ein Steuerungsver
fahren gelöst, das den Abschluß der Entwicklung oder des Tonerns jedes Bil
des, das Einstellen der ersten Ladung auf einem Bildträger, das Einstellen der
Entwicklungsvorspannung und/oder das Einstellen des Potentials der Belich
tung zwischen den Bildern optimiert. Jeder dieser Aspekte kann separat vor
teilhaft eingesetzt werden, wobei jedoch eine höhere Wirkung bei gemein
samer Nutzung aller Aspekte erreicht wird.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform sieht das Verfahren in einem
System, das nach der Methode "Entwicklung in nicht geladenen Berei
chen/Entwicklung in geladenen Bereichen" arbeitet, die Beendigung der Ent
wicklung des ersten Bildes bei einem geringeren Wert vor als bei dem zweiten
Bild. Vorzugsweise wird die Entwicklung des ersten elektrostatischen Bildes bei
einem Wert von weniger als 0,4 beendet, möglichst sogar bei einem Wert
unterhalb von 0,3. Dadurch entsteht ein größerer Spannungsraum zum Entwickeln
des zweiten Tonerbildes und zum Aufbau eines Potentials gegen das Ab
klingen der Spannung. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform wird die
Entwicklung in erster Linie dadurch beendet, daß eine unterschiedliche
Polübergangsrate bei der Entwicklung der beiden elektrostatischen Bilder vor
gesehen ist, und zwar durch Einsatz eines Entwicklungssystems, das ähnlich
dem in US-A-5,001,028 ist. Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungs
form wird die Entwicklung variabel beendet, indem eine auf ein Entwicklungs
feld wirkende Wechselstromkomponente verändert wird.
In einer anderen bevorzugten Ausführungsform wird die Originalladung auf
dem Bildträger verändert, um hauptsächlich die Dichte im ersten Tonerbild, bei
dem die Entwicklung in nicht geladenen Bereichen stattfindet, unter wechseln
den Ladungs-/Masse-Verhältnissen zu steuern.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform steht eine Abgleichs
belichtung nach Beenden der Entwicklung des ersten Bildes zur weiteren
Steuerung des Prozesses zur Verfügung. Die Abgleichsbelichtung ist insbe
sondere dann nützlich, wenn die Originalladung auf dem Fotoleiter unter einer
hohen ersten Tonerladung erhöht wurde. Die Abgleichsbelichtung entfernt
diese hohe Ladung vor der zweiten Entwicklung. Sie kann auch dann einge
setzt werden, wenn die Ladung auf dem zweiten Toner sehr niedrig ist. In bei
den Fällen verhindert die Abgleichsbelichtung eine übermäßige Dichte im
zweiten Tonerbild. Die Abgleichsbelichtung kann durch eine separate Licht
quelle erreicht werden, etwa durch eine Elektrolumineszenztafel oder durch
eine zweite Belichtungsvorrichtung.
Zwar kann die Abgleichsbelichtung benutzt werden, um einen Bilderzeugungs
raum mit einer konstanten Vorspannung der zweiten Entwicklerstation bereit
zustellen, aber sie ist in einer bevorzugten Ausführungsform wirksamer, in der
die Vorspannung der zweiten Station ebenfalls nach der abgeglichenen Span
nung eingestellt wird, um die Gefahr des Abklingens und der Unterbrechung zu
reduzieren.
Wie nachfolgend anhand dieser verfügbaren Einstellungen ausführlicher er
läutert wird, lassen sich "Abklingen" und "Unterbrechung" auf ein Minimum be
schränken, während gleichzeitig die Dichte über einen relativ großen Bereich
von Umgebungsbedingungen, denen der erste und der zweite Toner unter
worfen sind, auf einer gewünschten Stufe gehalten wird.
Die Erfindung wird im folgenden anhand in der Zeichnung dargestellter Ausfüh
rungsbeispiele näher erläutert.
Es zeigen
Fig. 1 eine schematische Ansicht einer Bilderzeugungsvorrichtung.
Fig. 2-12 Diagramme zur Darstellung verschiedener Ausführungsformen
der Erfindung, die die Spannung auf dem lichtleitenden Bildträ
ger zeigen, sowie zugehörige Tabellen zur Erläuterung der
Diagramme.
Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Bilderzeugungsvorrichtung,
die nach der Methode "Entwicklung in nicht geladenen Bereichen/Entwicklung
in geladenen Bereichen" arbeitet. Bezugnehmend auf Fig. 1 wird ein lichtlei
tender Bildträger 20 mit einer Ladeeinrichtung 1 gleichmäßig auf ein erstes
Potential V₀ geladen. Für einige Ausführungsformen ist der lichtleitende
Bildträger 20 vorzugsweise für aktinisches Licht transparent. Zwar könnte die
Ladung zur Veranschaulichung negativ oder positiv sein, aber die vorliegende
Beschreibung bezieht sich auf negative Ladung. Der geladene Bildträger wird
bildweise an einer Belichtungsvorrichtung belichtet, beispielsweise an einem
LED-Druckkopf 2, so daß ein erstes elektronisches Bild mit einem minimalen
Potential Ve entsteht. Ein Toner einer ersten Polarität, in diesem Fall der nega
tiv geladene Toner 4, wird durch eine Entwickler- oder Tonerstation 3 in Anwe
senheit eines elektrischen Feldes, das zwischen der Station 3 und dem Bildträ
ger 20 erzeugt und über eine durch eine erste Potentialquelle 13 angelegte
Vorspannung gesteuert wird, auf das erste elektrostatische Bild aufgebracht.
Die Potentialquelle 13 umfaßt vorzugsweise Gleichspannungs- und Wechsel
stromkomponenten, wobei die Gleichspannungskomponente für die erste
Tonerstation 3 eine Entwicklungsvorspannung Vb einstellt. Eine geregelte
Lichtquelle, beispielsweise eine Elektrolumineszenztafel 5, befindet sich hinter
dem Bildträger 20 (auf der dem Tonerbild gegenüberliegenden Seite) und kann
dazu benutzt werden, die Ladung auf dem Bildträger abzugleichen, nachdem
der Bildträger die erste Tonerstation 3 verlassen hat. Der Bildträger unterläuft
zudem eine herkömmliche Zwischenbild- und Formatlöscheinrichtung 6, die an
der Vorderseite des Bildträgers 20 angeordnet ist.
Der Bildträger 20 wird erneut bildweise belichtet, so daß ein zweites elektro
statisches Bild an einer Belichtungsstation, beispielsweise an einem
LED-Druckkopf 7, erzeugt wird, der an der Seite des Bildträgers gegenüber dem
ersten Tonerbild angeordnet ist. (Alle Funktionen der Komponenten 5 und 6
könnten alternativ von Druckkopf 7 wahrgenommen werden. Aus Gründen der
höheren Zuverlässigkeit empfiehlt es sich jedoch, diese Funktionen zu tren
nen.) Das zweite elektrostatische Bild weist ein minimales Potential auf, das
außerhalb dessen des ersten Tonerbildes V′e liegt. Es wird von Entwickler-
oder Tonerstation 8 in Anwesenheit eines zwischen der Tonerstation 8 und
dem Bildträger von einer zweiten Potentialquelle 14 erzeugten elektrischen
Feldes durch Auftragen eines zweiten Toners 9 getonert, der eine zweite
(positive) Polarität aufweist, die der ersten Polarität entgegengesetzt ist. Das
elektrische Feld umfaßt eine Gleichspannungskomponente oder eine zweite
Vorspannung V′b und kann, wie gezeigt, eine Wechselstromkomponente um
fassen. Ein zweites Tonerbild wird somit erzeugt, das eine zweite Polarität und
ein minimales Potential V′d aufweist.
Wenn der Bildträger 20 die zweite Tonerstation 8 verläßt, enthält er ein Toner
bild aus zwei verschiedenen Tonern. Normalerweise handelt es sich bei die
sem Bild um ein zweifarbiges Bild, in dem der erste Toner schwarz und der
zweite Toner eine Akzentfarbe ist, beispielsweise rot, gelb oder blau. Allerdings
kann der Prozeß vorteilhaft mit jeder beliebigen Farbe oder jedem Toner in
jeder der beiden Stationen oder sogar mit zwei Tonern der gleichen Farbe ein
gesetzt werden. Beispielsweise könnte der erste Toner ein schwarzer, nicht
magnetischer Toner und der zweite Toner ein schwarzer, magnetischer Toner
zum Einsatz in MICR-Systemen (Systeme zur magnetischen Zeichenerken
nung) sein.
Das Tonerbild enthält Toner entgegengesetzter Polarität. Ein Coronabauteil 10
und Löschlampen 11 werden benutzt, um den Tonern, soweit wie möglich, eine
einheitliche Polarität zu verleihen, so daß sie an einer Transferstation 19
mittels normaler elektrostatischer Übertragungskräfte auf ein Empfangsblatt
übertragen werden können. Das Empfangsblatt wird von dem Bildträger ge
trennt, zu einem (nicht gezeigten) Fixierer transportiert und von dort weiter in
ein (nicht gezeigtes) Ausgabefach. Der Bildträger wird mit Hilfe einer Vorlade-
und Reinigungsvorrichtung 12 zur Wiederverwendung in dem System gesäu
bert.
Die Tonerstationen 3 und 8 sind gemäß einer Technologie konstruiert, die de
tailliert in US-A-5,001,028 beschrieben ist. Kurz gesagt, umfaßt jede Tonersta
tion einen Applikator 31 mit einem drehbaren Magnetkern 33 in einem Ge
häuse 35, das ebenfalls drehbar sein kann. Die Toner 4 und 9 sind Teil einer
Zweikomponentenmischung (Entwickler), die (harte) magnetische Teilchen mit
hoher Koerzitivfeldstärke enthält. Durch Drehen des Kerns und des Gehäuses
wird der Entwickler durch eine Entwicklungszone unter Anliegen eines von
Potentialquelle 13 und 14 erzeugten elektrischen Feldes bewegt. Der Abschluß
der Entwicklung der sich auf dem Bildträger 20 mit einer gegebenen Ge
schwindigkeit bewegenden elektrostatischen Bilder ist von der Anzahl der
Polübergänge in der Entwicklungszone abhängig, die durch den sich drehen
den Kern verursacht werden. Dieser ist wiederum eine Funktion der Anzahl der
Pole in dem Kern sowie der Drehzahl. Wie nachfolgend besprochen wird, kann
ein Abschluß der Entwicklung mit einem niedrigen Wert in der ersten Station
und ein Abschluß der Entwicklung mit einem hohen Wert in der zweiten Station
erzielt werden, indem der zweite Kern schneller als der erste gedreht wird, oder
indem mehr Pole auf dem zweiten Kern bereitgestellt werden. Eine Einstellung
der Gehäusedrehzahl ist sinnvoll, um den Entwickler in beiden Fällen mit der
Geschwindigkeit des Bildträgers zu bewegen. Das System wird von einer
Steuerung 100 gesteuert, wie nachfolgend detaillierter beschrieben wird.
Fig. 2-12 beinhalten sowohl Diagramme als auch Tabellen zur Darstellung der
Erfindung. Fig. 2 wird benutzt, um die verwendeten Begriffe sowie die Pro
bleme detailliert zu erläutern, die sich mit der Steuerung des Bilderzeugungs
verfahrens ergeben, das durch die Bilderzeugungsvorrichtung aus Fig. 1
durchführbar ist. In den Fig. 2-12 wird jeweils die Spannung auf dem Bildträger
(in den Diagrammen als Vfilm bezeichnet) gegen eine Position quer zum
Bildträger abgetragen. In der Ausführungsform aus Fig. 2 ist ein schwarzer
Toner mit einem Ladungs-/Masse-Verhältnis (Q/m) von -22,7 µC/g der erste
Toner. Dieser befindet sich in der Tonerstation 3. Ein farbiger Toner mit einem
Ladungs-/Masse-Verhältnis (Q/m) von 9,2 µC/g befindet sich in der zweiten
Tonerstation 8. Beide Toner werden mit einem Träger hoher Koerzitivfeldstärke
gemischt, wodurch ein Zweikomponentenentwickler entsteht. Die von der
Ladeeinrichtung 1 aufgebrachte Originalspannung V₀ beträgt -450 Volt. Die
dunkelsten Bereiche des Bildes werden mit einer Minimalspannung Ve von ca.
50 Volt mit Hilfe des Druckkopfs 2 belichtet. Das Tonern (die Entwicklung)
erfolgt mittels einer Magnetbürste mit einem rotierenden Kern, wie zuvor
beschrieben. Der Kern wird bei einer Drehzahl gedreht, die 250 Polübergänge
pro Sekunde in der Entwicklungszone ergibt. Die Magnetbürste wird von der
Potentialquelle 13 auf einen Gleichspannungspegel Vb von ca. -340 Volt ohne
Wechselspannungskomponente vorgespannt. Mit diesen Parametern hat die
erste Tonerstation 3 ein gesamtes Tonerpotential Ve - Vb von -290 Volt. Wäh
rend sich der Bildträger mit einer Geschwindigkeit von 0,4375 Meter pro
Sekunde bewegt, werden die Minimalspannungsbereiche des Bildes auf ein
Potential Vd von ca. -150 Volt getonert. Das Tonern oder die Entwicklung wird
bei einem Wert von abgeschlossen, in diesem Fall 0,35. Dies ergibt
eine Übertragungsdichte Dt (schwarz) für die verwendeten Materialien von
1,15. Dies wird in der oberen Kurve in Fig. 2 gezeigt (mit "Schwarzentwicklung"
bezeichnet). Einige der Werte werden in Fig. 2 in der mit "schwarz" gekenn
zeichneten Tabelle ausgewiesen. Die mittlere Kurve in Fig. 2 zeigt die Span
nungsposition des Bildträgers vor dem zweiten Belichtungsschritt. Sie ist
wegen eines in den späteren Beispielen durchgeführten Abgleichschrittes mit
"EL-Abgleich" bezeichnet.
Die untere Kurve (mit "Farbentwicklung" bezeichnet) in Fig. 2 zeigt die zweiten
Belichtungs- und Tonerschritte für den zweiten Toner (in diesem Beispiel für
den Farbtoner). Die Spannung V′₀ in den unbelichteten Bereichen bei Eintritt in
die zweite Belichtungsstation verbleibt bei V₀ von -450 Volt (wobei der Einfach
heit halber die Dunkelentladung unberücksichtigt bleibt). Das Farbbild wird für
das Verfahren, bei dem die Entwicklung in geladenen Bereichen stattfindet,
derart belichtet, daß die erwarteten Hintergrund- oder Weißbereiche bis zu
einem Mindestpotential von V′e von ca. -130 Volt belichtet werden. Da die
Belichtung durch den Träger erfolgt, wird auch die Spannung des schwarzen
Bildes auf einen sehr niedrigen Pegel Vde von ca. -30 Volt reduziert. Ein weite
rer Bereich des schwarzen Bildes wird in diesem Schritt aufgrund einer
(normalerweise unbeabsichtigten) Überlagerung der schwarzen und farbigen
Bilder nicht belichtet. Dieser Bereich des schwarzen Bildes verbleibt nach der
Farbbelichtung bei Vd. Eine sehr genaue Passung der Bilder kann diese Über
lagerung ggf. vermeiden, normalerweise muß sie jedoch berücksichtigt werden.
Indem eine Magnetbürste, die im wesentlichen der in der Tonerstation 3 be
nutzten entspricht, mit einer Gleichvorspannung von ca. -220 Volt und einem
positiven Farbtoner mit einem Ladungs-/Masse-Verhältnis von 9,2 benutzt wird,
kann die Entwicklung bei einem Wert von 0,67 abgeschlossen werden, wo
durch die Spannung V′d in den dichtesten Bereichen oder den Bereichen des
Farbbildes mit dem höchsten Potential auf ca. -300 Volt abgesenkt wird.
Der Erfolg der derartigen Steuerung des Systems kann nach der Vermeidung
der zuvor genannten Probleme bemessen werden, einschließlich der Probleme
des Abklingens und der Unterbrechung, sowie nach der Beibehaltung der ge
wünschten Dichte trotz schwankender Ladungs-/Masse-Verhältnisse. Das Ab
klingen wird am besten analysiert, indem die Spannung Vd im Überlagerungs
bereich in der unteren Kurve in Fig. 2 mit der Vorspannung V′b in der zweiten
Entwicklungsstation gemessen wird. Diese Potentialdifferenz V′b - Vd verhindert
das Übertonern und das Abklingen dort, wo dies am wahrscheinlichsten auftritt.
Vorzugsweise sollte sie über 50 Volt betragen, um ein Abklingen wirksam zu
verhindern. Allerdings muß sie immer noch genügend Entwicklungsspielraum
für einen Bereich von Dichten im Farbbild ermöglichen. In Fig. 2 beträgt das
Abklingpotential bei den gezeigten Ladungs-/Masse-Verhältnissen 69 Volt, was
ausreicht, um ein unakzeptables Abklingen zu verhindern. Das Farbtoner
potential (V′₀ - V′b) beträgt 230 Volt, was ebenfalls für eine Graustufenbelich
tung ausreicht, bei der die Entwicklung mit einem hohen Wert im Farbtoner
schritt abgeschlossen wird.
Das Unterbrechungspotential wird als die Differenz zwischen Vde und V′e be
rechnet. Diese Potentialdifferenz verhindert, daß das schwarze Bild in den be
nachbarten weißen Raum wandert oder springt, nachdem die Farbbelichtung
die benachbarten Bereiche auf den Spannungspegel für die schwarze Ent
wicklung heruntergebracht hat. In dem besagten Beispiel beträgt das Unterbre
chungspotential 96 Volt, was ausreicht, um ein unterbrechungsfreies schwar
zes Bild zu erhalten. Gleichzeitig beträgt die Dichte des schwarzen Bildes 1,15
und die des farbigen Bildes 1,05, was eine akzeptable Maximaldichte für die
Bilder in der Graustufenbilderzeugung darstellt.
Fig. 3 zeigt Versuche, bei denen die gleichen Maschineneinstellungen wie in
Fig. 2 verwendet werden, jedoch mit etwas anderen Ladungs-/Masse-Verhält
nissen für die Materialien. Insbesondere in den beiden ersten Spalten der Kur
ven und Tabellen hat der schwarze Toner ein Ladungs-/Masse-Verhältnis von
-20 µC/g und in den beiden letzten Spalten ein Ladungs-/Masse-Verhältnis von
-25,5 µC/g. Die erste und dritte Spalte weist für den Farbtoner ein Ladungs-
/Masse-Verhältnis von 6,4 µC/g aus, während die zweite und vierte Spalte ein
Ladungs-/Masse-Verhältnis von 16,5 µC/g ausweist. Mit diesen Einstellungen
ist das Abkling- und Unterbrechungspotential in etwa gleich dem der Beispiele
aus Fig. 2. Allerdings kommt es zu einem Dichteabfall, wenn höhere Ladungs-
/Masse-Verhältnisse benutzt werden.
Um den Bereich des Systems auf höhere Ladungs-/Masse-Verhältnisse für den
schwarzen Toner zu erweitern, wird V₀ verändert, wie in Fig. 4 gezeigt. Insbe
sondere bei einem Ladungs-/Masse-Verhältnis des schwarzen Toners von
-31,3, wie in der dritten und vierten Spalte in Fig. 4 gezeigt, wird V₀ auf ca. -650
Volt erhöht. Dies schafft ein Tonerpotential von -490 Volt, was wiederum eine
Dichte von ca. 0,95 bei einem Entwicklungsabschlußwert von 0,37 ermöglicht.
Um eine vergleichbare Dichte im Farbtonerschritt zu erhalten (während ein
relativ niedriger Wert V′b beibehalten wird), wird die Spannung auf dem Bildträ
ger nach dem schwarzen Tonern reduziert, indem eine Belichtung durch die
Elektrolumineszenztafel 5 in einer Stärke vorgenommen wird, die im unteren
Bereich der Tabelle aus Fig. 4 mit 2,51 Ergs/cm² ausgewiesen ist. Diese Be
lichtung reduziert die Spannung V₀ von -650 V auf V′₀ von -450 Volt für die
Farbbilderzeugung, was dem Wert von V′₀ in den vorausgehenden Beispielen
entspricht. In den schwarzen Bildbereichen erzeugt die aus der Belichtung des
schwarzen Bildes stammende Restladung Ve auf dem Bildträger plus der von
dem Aufbringen des geladenen Toners stammende Ladung ein Feld Vd, das
weiter verringert wird, wenn es von der Seite des Bildträgers belichtet wird, die
dem ersten Bild gegenüber liegt. Wie in der dritten Spalte von Fig. 4 gezeigt,
wird Vd um die Abgleichsbelichtung auf Vdel reduziert, woraus sich das Potential
in dem Bildüberlagerungsbereich ergibt (vergleichbar mit Vd in Fig. 2). Vde in
Fig. 4 wurde ebenfalls um die Abgleichsbelichtung reduziert.
In Fig. 4 werden mit den aus Fig. 3 vergleichbare Dichten erzielt. Das Abkling-
und Unterbrechungspotential bleibt weiterhin akzeptabel, sogar bei einem
höheren Ladungs-/Masse-Verhältnis für schwarz. Vd in Spalte 3 und 4 bleibt
gleich V′b. Wenn die Elektrolumineszenztafel nicht benutzt würde, käme es in
den Bildüberlagerungsbereichen zu einem unakzeptablen Abklingen. Als ein
Ergebnis der Belichtung mit Hilfe der Elektrolumineszenztafel sind Vdel und Vde
niedriger als in Fig. 3 und ergeben gute Abkling- und Unterbrechungspoten
tiale, auch wenn das Ladungs-/Masse-Verhältnis für schwarz in Fig. 4 höher
ist. Die Dichte der fünften Spalte von 1,15 und 1,05 wird für schwarz und Farbe
mit Ladungs-/Masse-Verhältnissen von -29,55 bzw. 9,2 erreicht. Für eine
höchstwertige Bilderzeugung stellt dies mit diesen Regelungen die Grenze
akzeptabler Ladungs-/Masse-Verhältnisse dar.
Fig. 5 und 6 zeigen eine weitere Einstellung, um die Bandbreite des Systems
zu verbessern. In allen in Fig. 5 und 6 gezeigten Beispielen wurden die
Polübergänge pro Sekunde in der ersten Station auf 150 verringert und in der
zweiten Station auf 350 erhöht. Dadurch wird die Entwicklung in der schwarzen
Station bei einem geringeren Wert beendet, während sie in der Farbstation bei
einem höheren Wert beendet wird. Wie in Fig. 4 wird für ein gegebenes höhe
res Ladungs-/Masse-Verhältnis des schwarzen Toners zur Erzielung einer
Schwarzdichte ein höherer Wert V₀ benutzt. Vd entspricht ungefähr dem Wert in
den vorherigen Beispielen, aber der höhere Elektrolumineszenzwert führt zu
einem niedrigeren Wert Vdel. Die resultierenden niedrigeren Werte Vdel und Vde
tragen dazu bei, das Abkling- und Unterbrechungspotential sowie die Dichte
werte für höhere Ladungs-/Masse-Verhältnisse des Farbtoners im akzeptablen
Bereich zu halten. Dies geht zu Lasten der Fähigkeit, mit sehr hohen Ladungs-
/Masse-Verhältnissen im schwarzen Toner fertig zu werden.
Fig. 5 und 6 zeigen, daß die Elektrolumineszenztafel auch benutzt werden
kann, um V′₀ für wechselnde Ladungs-/Masse-Verhältnisse im Farbtoner einzu
stellen. Die Größe der Abgleichsbelichtung wird hier vorwiegend nach dem
Ladungs-/Masse-Verhältnis des schwarzen Toners verändert, allerdings auch
zu einem gewissen Grad nach dem Ladungs-/Masse-Verhältnis des Farb
toners. Das führt zu einer gewissen Verringerung der Dichte des Farbtoners
bei niedrigeren Ladungs-/Masse-Verhältnissen des Farbtoners. Bei den in
Fig. 6 vorgenommenen Einstellungen ist erkennbar, daß die erzielten Ergeb
nisse bei Schwankungen des Ladungs-/Masse-Verhältnisses des schwarzen
Toners von -19 bis -26,3 µC/g und des Farbtoners von 14 bis 19 µC/g recht
akzeptabel sind.
Diese Ergebnisse sind besser als die in Fig. 4, wo die Magnetbürste in der
zweiten Tonerstation die gleichen Polübergänge pro Sekunde wie die erste
Tonerstation vorsah. Dadurch, daß die Entwicklung mit feststehenden unter
schiedlichen Werten abgeschlossen wird, die durch eine feststehende Diffe
renz in den Polübergängen erzeugt wird, in Verbindung mit einer Veränderung
von V₀ und der Abgleichsbelichtung in Ansprechen auf das Ladungs-/Masse-
Verhältnis, wurde die Bandbreite wesentlich erweitert. Bezugnehmend auf
Fig. 5 ist auch festzustellen, daß die Ergebnisse bei großen Schwankungen
des schwarzen Toners von -16 bis -28,1 µC/g und des Farbtoners von 7,4 bis
25 µC/g abfallen.
Fig. 7 und 8 zeigen die Verwendung einer Wechselvorspannung in den Ent
wicklerstationen, wenn für den Toner in dieser Tonerstation ein hohes
Ladungs-/Masse-Verhältnis besteht, um die Entwicklung bei einem höheren
Wert zu beenden, damit der durch die hohe Ladung bedingte Dichteverlust
zum gewissen Teil ausgeglichen wird. Die Bedingungen in Fig. 7 stellen gute
Dichteergebnisse dar, wobei das Ladungs-/Masse-Verhältnis des schwarzen
Toners von -19 bis -25,8 µC/g und das des Farbtoners von 19 bis 24,4 µC/g
schwankt, ohne V₀ zu verändern und ohne die Elektrolumineszenztafel zu be
nutzen. Dies stellt gegenüber den Ergebnissen in Fig. 2-5 eine Verbesserung
dar, ergibt jedoch nicht eine derartige Bandbreite wie die Veränderung von V₀
in Verbindung mit der Elektrolumineszenztafel. Dies wird weiter in Fig. 8 veran
schaulicht, wo marginale Ergebnisse erzielt werden, wenn das Ladungs-
/Masse-Verhältnis für den schwarzen Toner von -16 bis -29,5 verändert wird,
während das Ladungs-/Masse-Verhältnis für den Farbtoner von 13,2 bis 30,5
verändert wird. Zu beachten ist ferner, daß das Abklingpotential in jedem Fall
kleiner als erwünscht ist, wenn der schwarze Toner stark geladen ist. Aller
dings ist dies eine wichtige Verbesserung gegenüber einer gar nicht vorhande
nen Steuerung, wie in Fig. 2 und 3.
Fig. 9 und 10 zeigen die Verwendung sämtlicher Merkmale der vorausgehen
den Figuren in Kombination. Die Polübergänge pro Sekunde in der schwarzen
Tonerstation werden auf einen Wert festgelegt, der wesentlich kleiner ist als
der Wert der Polübergänge in der Farbstation. Variabler Wert V₀, variable Ab
gleichsbelichtung und variable Wechselvorspannung werden alle gemeinsam
benutzt. Fig. 9 zeigt, daß exzellente Dichteergebnisse für die schwarzen und
farbigen Tonerstationen erzielt werden können, und zwar bei einer Schwan
kung des Ladungs-/Masse-Verhältnisses des schwarzen Toners von -19,4 bis
-33,3 µC/g und einer Schwankung des Ladungs-/Masse-Verhältnisses des far
bigen Toners von 10 bis 25 µC/g. Fig. 10 zeigt marginal akzeptable Ergeb
nisse, wenn das Ladungs-/Masse-Verhältnis für den schwarzen Toner zwi
schen -16,5 und -35,3 liegt, und wenn das Ladungs-/Masse-Verhältnis des far
bigen Toners zwischen 10 und 31 liegt. In beiden Beispielen ist das Unterbre
chungspotential bei den höchsten Ladungs-/Masse-Verhältnissen marginal.
(Dies wird später mit Bezug auf Fig. 11 und 12 besprochen.) Die Daten zeigen
deutlich die Robustheit des verwendeten Steuerungsverfahrens. Jeder der ein
stellbaren Parameter kann separat vorteilhaft eingesetzt werden. In Kombina
tion ist das Ergebnis erheblich besser.
Fig. 9 zeigt exzellente Dichteergebnisse über einen relativ breiten Bereich von
Ladungs-/Masse-Verhältnissen des Toners. Wie zuvor erwähnt, ist das Unter
brechungspotential bei ca. 35 Volt bei einem hohen Ladungs-/Masse-Verhält
nis für schwarzen Toner marginal. Gemäß einer anderen bevorzugten Ausfüh
rungsform ist es möglich, die Abgleichsbelichtung und den Wert V′b einzustel
len, anstatt den akzeptablen Bereich des Ladungs-/Masse-Verhältnisses für
den Toner reduzieren zu müssen. Dies wird mit Bezug auf Fig. 11 und 12
veranschaulicht. Fig. 11 zeigt den gleichen Ladungs-/Masse-Verhältnisbereich
wie Fig. 9, jedoch ohne Einsatz der Elektrolumineszenztafel. In diesem Fall
wird die Intensität der Farbbelichtung benutzt, um V′e zu steuern, und V′b wird
auf eine Spannung eingestellt, die einen konstanten Versatz zu V′e aufweist.
Unter Bezug auf die dritte und vierte Spalte von Fig. 11 wird V′b auf -60 Volt
bzw. -390 Volt eingestellt. Dieser Ansatz ergibt mit denen aus Fig. 9 vergleich
bare Dichten und sehr große Abkling- und Unterbrechungspotentiale. Für das
Farbentwicklungssystem wird dies in Bereichen mit einem schwarzen Bild
allerdings von extrem hohen Hintergrundpotentialen von 380 Volt bzw. 290 Volt
begleitet. Ein derartig hohes Hintergrundpotential kann bei vielen Systemen zu
Problemen mit Trägerablagerungen durch das Farbentwicklungssystem in den
schwarzen Bildbereichen führen.
Fig. 12 zeigt für dieses Problem eine Kompromißlösung, bei der die Größe der
Belichtung durch die Elektrolumineszenztafel bei einem hohen Ladungs-
/Masse-Verhältnis im schwarzen Toner und einem niedrigen Ladungs-/Masse-
Verhältnis im Farbtoner am größten ist und etwas abgesenkt wird, wenn das
Ladungs-/Masse-Verhältnis sowohl im schwarzen Toner als auch im Farbtoner
hoch ist. Gleichzeitig wird V′b gerade soweit angehoben, daß ein Unterbre
chungspotential von 75 Volt entsteht. Diese Zahlen werden aber am besten
empirisch ermittelt. Ein bevorzugter Ansatz besteht darin, mit einem Wert V′b zu
beginnen, der ein zufriedenstellendes Unterbrechungspotential ergibt
(vorzugsweise zwischen 60 und 90 Volt), um dann die Belichtung durch die
Elektrolumineszenztafel gemäß der Dichte abzuleiten, die durch die Materialien
mit diesem V′b bereitgestellt wird.
In allen Fällen geht die Beschreibung davon aus, daß die Abgleichsbelichtung
mit der Elektrolumineszenztafel 5 auf der Rückseite des Bildträgers 20 erfolgt.
Diese Abgleichsbelichtung könnte jedoch auch einfach in die Belichtungswerte
von Druckkopf 7 eingebaut werden, um somit die Elektrolumineszenztafel ent
behrlich zu machen. Ob der Druckkopf 7 diese Funktion übernehmen soll,
hängt von der Zuverlässigkeit des Druckkopfes hinsichtlich dieses zusätzlichen
Verwendungszwecks ab, sowie von den Kosten- und Platzersparnissen, die der
Wegfall der Elektrolumineszenztafel mit sich bringt. Der Einsatz des Druck
kopfes hat den weiteren Vorteil, daß er in einigen Fällen auf das Bild einge
stellt werden kann und somit mehr Flexibilität in der Steuerung ermöglicht. Bei
spielsweise können Abklingen und Unterbrechung mit einer Abgleichsbelich
tung verbessert werden, die in den schwarzen Bildbereichen stärker ist (bis zu
dem durch die Passung zulässigen Maße).
Das System, das nach der Methode "Entwicklung in nicht geladenen Berei
chen/Entwicklung in geladenen Bereichen" arbeitet, gewinnt an Robustheit,
wenn es so konstruiert oder eingerichtet wird, daß die Entwicklung in der
ersten Tonerstation bei einem niedrigen Wert und in der zweiten Tonerstation
bei einem hohen Wert abgeschlossen wird. Um dies zu erreichen, sollte der
Wert für den Abschluß der Entwicklung in der ersten Tonerstation
(schwarzes Bild) kleiner als 0,4 sein und für die meisten Ladungs-/Masse-Ver
hältnisse des schwarzen Toners vorzugsweise kleiner als 0,3. Obwohl in den
bevorzugten Ausführungsformen andere Mittel benutzt werden können, wird
dies dadurch erreicht, daß in der ersten Tonerstation eine feststehende, niedri
gere Übergangsrate benutzt wird als in der zweiten Tonerstation. Dies schafft
in der Potentialkurve für die Farbbilderzeugung sowie für das Widerstands
potential V′b-Vdel gegen das Abklingen Raum. In den Beispielen wird eine
höhere Wechselvorspannung benutzt, um die Entwicklung bei einem höheren
Wert abzuschließen, so daß die Dichte in Fällen mit hohen Ladungs-/Masse-
Verhältnissen gesteuert werden kann. Auf diese Weise wird die Entwicklung
anders abgeschlossen, und birgt die Tendenz in sich, die durch die niedrigen
Polübergänge in der ersten Station bereitgestellte Spannung "einzuengen".
Dies ist allerdings sinnvoll, um die Einsatzfähigkeit des Systems auf schwie
rige, hohe Ladungs-/Masse-Verhältnisse zu erweitern.
Da der Widerstand gegenüber dem Abklingen durch die Vorspannung V′b in
der zweiten Tonerstation 8 beeinflußt wird, sollte V′b relativ hoch sein. Aus die
sem Grund ist es wünschenswert, die Entwicklung in der zweiten Tonerstation
bei einem hohen Wert abzuschließen. Idealerweise sollte der Wert für den Ab
schluß des zweiten Bildes doppelt so hoch wie für das erste Bild sein. Der Wert
für den Abschluß der Entwicklung in der zweiten Tonerstufe ist und
sollte für die meisten Ladungs-/Masse-Verhältnisse von Farbtonern größer als
0,6 sein, vorzugsweise größer als 0,7. Bei Verwendung von Polübergängen
sollte die Anzahl der Polübergänge, denen der Entwickler beim Auftragen des
ersten Toners unterworfen wird, um 60 Prozent kleiner als beim Auftragen des
zweiten Toners sein.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform, die in den Zeichnungen
nicht dargestellt ist, werden die Polübergänge je Sekunde des Magnetkerns in
jeder der Tonerstationen variiert, indem die Drehzahl variiert wird. Beispiels
weise wird die Drehzahl des Kerns 33 in der ersten Tonerstation 3 bei hohen
Ladungs-/Masse-Verhältnissen des schwarzen Toners erhöht. Dies ist zumin
dest teilweise ein Ersatz für den Einsatz der Wechselvorspannung zur Steue
rung des Wertes für den Abschluß der Entwicklung unter wechselnden
Ladungs-/Masse-Verhältnissen. Die in den Zeichnungen gezeigten Beispiele
(unter Verwendung von variabler Wechselvorspannung) werden aber bevor
zugt, weil die elektrischen Einstellungen im Vergleich zur Änderung der Kern
drehzahl einfach und problemlos vorgenommen werden können. Da diese Ent
wicklerstationen am besten arbeiten, wenn der Entwickler sich mit der gleichen
Geschwindigkeit wie der Bildträger bewegt, wird eine Drehzahländerung des
Kerns vorzugsweise mit einer entsprechenden Drehzahländerung des Gehäu
ses kompensiert. Die Verwendung der Kern-/Gehäuse-Drehung in der Prozeß
steuerung wird allgemein in US-A-4,473,029 und 4,531,832 beschrieben.
Es ist zwar möglich, das Ladungs-/Masse-Verhältnis des Toners in einer elek
trofotografischen Vorrichtung direkt zu messen, aber in der Praxis ist dies nicht
unbedingt sinnvoll. Das Ladungs-/Masse-Verhältnis läßt sich jedoch indirekt
durch Beobachten der Tonerbilddichte ermitteln. Diese Art der Prozeßsteue
rung ist daher, wie andere Prozeßsteuerungen auch, recht bekannt und erfolgt
am besten über ein Kontrollfeld. Herkömmlicherweise wird ein Feld des licht
empfindlichen Bildträgers zwischen den Bildfeldern geladen, dann mit einer
bestimmten Stufe belichtet und anschließend getonert. Die Dichte des ge
tonerten Feldes wird mit Hilfe eines Densitometers 21 (siehe Fig. 1) gemessen,
das dann diese Messung in die Steuerung 100 zurückführt und den Dichtewert
mit einem Sollwert vergleicht, worauf die Systemparameter gemäß dieser Diffe
renz eingestellt werden. Die Überwachung des Kontrollfeldes wird so lange
wiederholt, bis die Dichte innerhalb des gewünschten Bereichs liegt. Für
schwarze und farbige Toner werden separate Felder benutzt. Obwohl auch
andere Parameter, wie etwa die Tonerkonzentration, die Felddichte beeinflus
sen können, ist dies in einem sorgfältig gesteuerten System eine zuverlässige
Möglichkeit zur Überwachung des Ladungs-/Masse-Verhältnisses.
Wenn eine Messung im schwarzen Feld beispielsweise ergeben hat, daß die
Dichte zu niedrig ist, würden sowohl der Wert V₀ als auch die Wechselvor
spannung in der ersten oder schwarzen Entwicklerstation angehoben, und es
würde die Abgleichsbelichtung durch die Elektrolumineszenztafel erhöht.
Würde das Farbfeld eine zu niedrige Dichte aufweisen, könnte die Abgleichs
belichtung durch die Elektrolumineszenztafel herabgesetzt und die Wechsel
vorspannung in der Farbentwicklerstation angehoben werden. In diesem Bei
spiel sind die Polübergänge auf den Magnetbürstenkernen zwar konstant, wie
auch in den Figuren dargestellt, aber die Drehzahl des Kerns (und des Gehäu
ses) könnte ebenfalls von den Densitometermessungen abhängig gemacht
werden.
Obwohl die Formeln für bestimmte Vorrichtungen und Materialien ausgearbei
tet werden könnten, werden aus praktischen Erwägungen Transformations
tabellen und ähnliche Mittel, die mit der Prozeßsteuerung in Beziehung stehen,
empirisch aus Daten erstellt, die mit denen in den Figuren gezeigten vergleich
bar sind.
Zwar ist der Betrieb des Systems für eine binäre sowie für eine mehrstufige
Belichtung dem Grundsatz nach gleich, aber die mehrstufige Belichtung ist
wesentlich anspruchsvoller, da in jedem elektrostatischen Bild eines derartigen
Systems ein großer Spannungsbereich erforderlich ist. Dies schränkt die nor
malerweise in einem binären System verfügbare Flexibilität ein, wenn sich die
Ladungs-/Masse-Verhältnisse des Toners verändern.
Die zahlreichen Merkmale und Vorteile der Erfindung sind aus der detaillierten
Beschreibung ersichtlich, wobei die nachstehenden Ansprüche alle diese
Merkmale und Vorteile der Erfindung abdecken, die in den Schutzumfang der
Erfindung fallen. Obwohl einige erfindungsgemäße Ausführungsformen aufge
zeigt und beschrieben wurden, ist die Erfindung natürlich nicht auf diese be
schränkt, sondern kann zahlreichen, Fachleuten bekannten Änderungen und
Abwandlungen unterzogen werden.
Claims (15)
1. Bilderzeugungsverfahren mit:
gleichmäßigem Aufladen eines lichtleitenden Bildträgers (20) auf eine Ladung einer ersten Polarität und eines ersten Potentials V₀;
bildweisem Belichten des Bildträgers (20) derart, daß ein erstes elektro statisches Bild erzeugt wird, wobei das erste elektrostatische Bild ein minimales Potential von Ve hat;
Aufbringen eines ersten Toners einer ersten Polarität mit Hilfe einer ersten Tonerstation auf das erste elektrostatische Bild derart, daß ein erstes Tonerbild einer ersten Polarität bei Vorhandensein eines elektri schen Feldes erzeugt wird, das von einer der ersten Tonerstation zuge ordneten Vorspannung Vb gesteuert wird, wobei das erste Tonerbild ein maximales Potential Vd hat;
bildweisem Belichten des Bildträgers zum Erzeugen eines zweiten elek trostatischen Bildes einer ersten Polarität;
Aufbringen eines zweiten Toners mit Hilfe einer zweiten Tonerstation auf das zweite elektrostatische Bild bei Vorhandensein eines elektrischen Feldes, das von einer der zweiten Tonerstation zugeordneten Vorspan nung V′b gesteuert wird, wobei der zweite Toner eine der Polarität des ersten Toners entgegengesetzte Polarität aufweist, um ein zweites Tonerbild zu erzeugen, das bei seiner maximalen Dichte ein Potential von V′d hat;
dadurch gekennzeichnet, daß das Aufbringen eines ersten Toners unter Bedingungen durchgeführt wird, mit denen die Entwicklung des ersten Tonerbildes bei einem Wert von gleich oder kleiner 0,4 abgeschlossen ist, wobei sich dieser Wert aus der Formel berechnet.
gleichmäßigem Aufladen eines lichtleitenden Bildträgers (20) auf eine Ladung einer ersten Polarität und eines ersten Potentials V₀;
bildweisem Belichten des Bildträgers (20) derart, daß ein erstes elektro statisches Bild erzeugt wird, wobei das erste elektrostatische Bild ein minimales Potential von Ve hat;
Aufbringen eines ersten Toners einer ersten Polarität mit Hilfe einer ersten Tonerstation auf das erste elektrostatische Bild derart, daß ein erstes Tonerbild einer ersten Polarität bei Vorhandensein eines elektri schen Feldes erzeugt wird, das von einer der ersten Tonerstation zuge ordneten Vorspannung Vb gesteuert wird, wobei das erste Tonerbild ein maximales Potential Vd hat;
bildweisem Belichten des Bildträgers zum Erzeugen eines zweiten elek trostatischen Bildes einer ersten Polarität;
Aufbringen eines zweiten Toners mit Hilfe einer zweiten Tonerstation auf das zweite elektrostatische Bild bei Vorhandensein eines elektrischen Feldes, das von einer der zweiten Tonerstation zugeordneten Vorspan nung V′b gesteuert wird, wobei der zweite Toner eine der Polarität des ersten Toners entgegengesetzte Polarität aufweist, um ein zweites Tonerbild zu erzeugen, das bei seiner maximalen Dichte ein Potential von V′d hat;
dadurch gekennzeichnet, daß das Aufbringen eines ersten Toners unter Bedingungen durchgeführt wird, mit denen die Entwicklung des ersten Tonerbildes bei einem Wert von gleich oder kleiner 0,4 abgeschlossen ist, wobei sich dieser Wert aus der Formel berechnet.
2. Bilderzeugungsverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
mit Aufbringen eines ersten Toners die Entwicklung des ersten Tonerbil
des bei einem Wert von 0,3 oder weniger abgeschlossen ist.
3. Bilderzeugungsverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
mit Aufbringen des zweiten Toners die Entwicklung bei einem Wert
von größer als 0,6 abgeschlossen ist, wobei V′₀ die höchste
Spannung in dem zweiten elektrostatischen Bild ist.
4. Bilderzeugungsverfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
mit Aufbringen des zweiten Toners die Entwicklung bei einem Wert von
größer als 0,7 abgeschlossen ist.
5. Bilderzeugungsverfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
mit Aufbringen des zweiten Toners die Entwicklung bei einem Wert
von größer als 0,7 abgeschlossen ist, wobei V′₀ die höchste
Spannung in dem zweiten elektrostatischen Bild ist.
6. Bilderzeugungsverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
jedes Aufbringen des ersten und zweiten Toners das Bewegen eines
Entwicklers aus Toner und harten magnetischen Trägerteilchen durch
eine Entwicklungszone umfaßt, während der Entwickler einer gegebenen
Anzahl magnetischer Polübergänge je Sekunde unterworfen wird, und
daß die Anzahl der Polübergänge je Sekunde für das Aufbringen des
ersten Toners 60 Prozent der Anzahl der Polübergänge je Sekunde für
das Aufbringen des zweiten Toners ausmacht.
7. Bilderzeugungsverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Aufbringen des ersten Toners das Anlegen einer Wechselspan
nungskomponente an das elektrische Feld umfaßt, während der erste
Toner aufgebracht wird, und daß es das Steuern des Abschlusses der
Entwicklung umfaßt, indem der erste Toner unter Veränderung der Wech
selspannungskomponente gemäß einem überwachten Parameter aufge
bracht wird, der mit dem ersten Toner in Beziehung steht.
8. Bilderzeugungsverfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
der überwachte Parameter die Ladung des ersten Toners ist, und daß er
dadurch überwacht wird, daß die Dichte eines für diesen Zweck erzeugten
Tonerfeldes auf dem Bildträger (20) gemessen wird, und daß daraus die
Ladung abgeleitet werden kann.
9. Prozeßsteuerungsverfahren für ein Bilderzeugungsverfahren, wobei das
Bilderzeugungsverfahren folgendes umfaßt:
das gleichmäßige Aufladen eines lichtleitenden Bildträgers (20) auf eine Ladung einer ersten Polarität und eines ersten Potentials V₀;
das bildweise Belichten des Bildträgers (20) derart, daß ein erstes elek trostatisches Bild erzeugt wird;
das Aufbringen eines ersten Toners einer ersten Polarität auf das erste elektrostatische Bild derart, daß ein Tonerbild einer ersten Polarität er zeugt wird;
das bildweise Belichten des Bildträgers (20) derart, daß ein zweites elek trostatisches Bild einer ersten Polarität erzeugt wird;
das Aufbringen eines zweiten Toners auf das zweite elektrostatische Bild, wobei der zweite Toner eine der ersten Polarität entgegengesetzte zweite Polarität aufweist, derart, daß ein zweites Tonerbild erzeugt wird, wobei das zweite Tonerbild die zweite Polarität aufweist;
dadurch gekennzeichnet, daß das Prozeßsteuerungsverfahren folgendes umfaßt:
das Überwachen eines Parameters, der das dem zweiten Toner zugeord nete Ladungs-/Masse-Verhältnis bezeichnet; und
das Verringern der Ladung auf dem Bildträger (20) nach Erzeugen des ersten Tonerbildes um einen Betrag, der durch den überwachten Para meter gesteuert wird.
das gleichmäßige Aufladen eines lichtleitenden Bildträgers (20) auf eine Ladung einer ersten Polarität und eines ersten Potentials V₀;
das bildweise Belichten des Bildträgers (20) derart, daß ein erstes elek trostatisches Bild erzeugt wird;
das Aufbringen eines ersten Toners einer ersten Polarität auf das erste elektrostatische Bild derart, daß ein Tonerbild einer ersten Polarität er zeugt wird;
das bildweise Belichten des Bildträgers (20) derart, daß ein zweites elek trostatisches Bild einer ersten Polarität erzeugt wird;
das Aufbringen eines zweiten Toners auf das zweite elektrostatische Bild, wobei der zweite Toner eine der ersten Polarität entgegengesetzte zweite Polarität aufweist, derart, daß ein zweites Tonerbild erzeugt wird, wobei das zweite Tonerbild die zweite Polarität aufweist;
dadurch gekennzeichnet, daß das Prozeßsteuerungsverfahren folgendes umfaßt:
das Überwachen eines Parameters, der das dem zweiten Toner zugeord nete Ladungs-/Masse-Verhältnis bezeichnet; und
das Verringern der Ladung auf dem Bildträger (20) nach Erzeugen des ersten Tonerbildes um einen Betrag, der durch den überwachten Para meter gesteuert wird.
10. Prozeßsteuerungsverfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ladung nach Erzeugen des ersten Tonerbildes verringert wird,
sobald der überwachte Parameter anzeigt, daß das Ladungs-/Masse-Ver
hältnis des zweiten Toners einen vorgegebenen Pegel unterschreitet.
11. Prozeßsteuerungsverfahren für ein Bilderzeugungsverfahren, wobei das
Bilderzeugungsverfahren folgendes umfaßt:
das gleichmäßige Aufladen eines lichtleitenden Bildträgers (20) auf eine Ladung einer ersten Polarität und eines ersten Potentials V₀;
das bildweise Belichten des Bildträgers (20) derart, daß ein erstes elek trostatisches Bild erzeugt wird, wobei das erste elektrostatische Bild ein minimales Potential von Ve hat;
das Aufbringen eines ersten Toners einer ersten Polarität an einer ersten Tonerstation (3) auf das erste elektrostatische Bild derart, daß ein Toner bild einer ersten Polarität bei Vorhandensein eines elektrischen Feldes erzeugt wird, das von einer der ersten Tonerstation (3) zugeordneten Vorspannung Vb gesteuert wird, wobei das erste Tonerbild in seinen Be reichen höchster Dichte ein maximales Potential Vd hat;
das bildweise Belichten des Bildträgers (20) derart, daß ein zweites elek trostatisches Bild einer ersten Polarität erzeugt wird;
das Aufbringen eines zweiten Toners mit Hilfe einer zweiten Tonerstation (8) auf das zweite elektrostatische Bild bei Vorhandensein eines elektri schen Feldes, das von einer der zweiten Tonerstation (8) zugeordneten Vorspannung V′b gesteuert wird, wobei der zweite Toner eine der ersten Polarität entgegengesetzte zweite Polarität aufweist, derart, daß ein zweites Tonerbild erzeugt wird;
dadurch gekennzeichnet, daß dieses Prozeßsteuerungsverfahren folgen des umfaßt:
das Überwachen eines Parameters, der das dem ersten Toner zugeord nete Ladungs-/Masse-Verhältnis bezeichnet; und
das Steuern dieses Prozesses unter Berücksichtigung des bezeichneten Ladungs-/Masse-Verhältnis des ersten Toners derart, daß die Tonerbild dichte des ersten Tonerbildes weniger schwankt, während die Entwick lung des ersten Tonerbildes bei einem Wert von 0,4 oder weniger been det wird, wobei der Wert für das Abschließen der Entwicklung sich aus der Formel berechnet.
das gleichmäßige Aufladen eines lichtleitenden Bildträgers (20) auf eine Ladung einer ersten Polarität und eines ersten Potentials V₀;
das bildweise Belichten des Bildträgers (20) derart, daß ein erstes elek trostatisches Bild erzeugt wird, wobei das erste elektrostatische Bild ein minimales Potential von Ve hat;
das Aufbringen eines ersten Toners einer ersten Polarität an einer ersten Tonerstation (3) auf das erste elektrostatische Bild derart, daß ein Toner bild einer ersten Polarität bei Vorhandensein eines elektrischen Feldes erzeugt wird, das von einer der ersten Tonerstation (3) zugeordneten Vorspannung Vb gesteuert wird, wobei das erste Tonerbild in seinen Be reichen höchster Dichte ein maximales Potential Vd hat;
das bildweise Belichten des Bildträgers (20) derart, daß ein zweites elek trostatisches Bild einer ersten Polarität erzeugt wird;
das Aufbringen eines zweiten Toners mit Hilfe einer zweiten Tonerstation (8) auf das zweite elektrostatische Bild bei Vorhandensein eines elektri schen Feldes, das von einer der zweiten Tonerstation (8) zugeordneten Vorspannung V′b gesteuert wird, wobei der zweite Toner eine der ersten Polarität entgegengesetzte zweite Polarität aufweist, derart, daß ein zweites Tonerbild erzeugt wird;
dadurch gekennzeichnet, daß dieses Prozeßsteuerungsverfahren folgen des umfaßt:
das Überwachen eines Parameters, der das dem ersten Toner zugeord nete Ladungs-/Masse-Verhältnis bezeichnet; und
das Steuern dieses Prozesses unter Berücksichtigung des bezeichneten Ladungs-/Masse-Verhältnis des ersten Toners derart, daß die Tonerbild dichte des ersten Tonerbildes weniger schwankt, während die Entwick lung des ersten Tonerbildes bei einem Wert von 0,4 oder weniger been det wird, wobei der Wert für das Abschließen der Entwicklung sich aus der Formel berechnet.
12. Der Prozeß nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das bild
weise Belichten des Bildträgers (20) zum Erzeugen eines zweiten elektro
statischen Bildes das Belichten des Bildträgers (20) von einer Seite des
Bildträgers umfaßt, die dem Tonerbild gegenüber liegt.
13. Prozeßsteuerungsverfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß jedes Aufbringen des ersten und zweiten Toners das Bewegen eines
Entwicklers aus Toner und harten magnetischen Trägerteilchen durch
eine Entwicklungszone umfaßt, während der Entwickler einer gegebenen
Anzahl magnetischer Polübergänge je Sekunde unterworfen wird, und
daß die Anzahl der Polübergänge je Sekunde für das Aufbringen des
ersten Toners wesentlich niedriger als die Anzahl der Polübergänge für
das Aufbringen des zweiten Toners ist.
14. Prozeßsteuerungsverfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß das Aufbringen des ersten Toners das Anlegen einer Wechselspan
nungskomponente an das in diesem Schritt benutzte elektrische Feld
umfaßt, und daß das Steuern des Prozesses das Verändern der Wech
selspannungskomponente gemäß dem überwachten Parameter des
ersten Toners umfaßt.
15. Prozeßsteuerungsverfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß das Aufbringen des zweiten Toners das Anlegen einer Wechsel
spannungskomponente an das in diesem Schritt benutzte elektrische Feld
umfaßt, und daß das Steuern des Prozesses das Verändern der Wech
selspannungskomponente gemäß dem überwachten Parameter des
zweiten Toners umfaßt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US08/654,953 US5723240A (en) | 1996-05-29 | 1996-05-29 | Method for controlling the formation of toner images with two distinct toners |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19721583A1 true DE19721583A1 (de) | 1997-12-04 |
Family
ID=24626896
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| 8127 | New person/name/address of the applicant |
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| 8141 | Disposal/no request for examination |