[go: up one dir, main page]

DE19720120C2 - Rührorgan - Google Patents

Rührorgan

Info

Publication number
DE19720120C2
DE19720120C2 DE19720120A DE19720120A DE19720120C2 DE 19720120 C2 DE19720120 C2 DE 19720120C2 DE 19720120 A DE19720120 A DE 19720120A DE 19720120 A DE19720120 A DE 19720120A DE 19720120 C2 DE19720120 C2 DE 19720120C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
stirrer
blade
main
trapezoid
sheet
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Fee Related
Application number
DE19720120A
Other languages
English (en)
Other versions
DE19720120A1 (de
Inventor
Rainer Haupt
Christian Gillessen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Eberhard Hoesch and Soehne GmbH and Co
Eberhard Hoesch and Soehne GmbH Verfahrens und Anlagentechnik
Original Assignee
Eberhard Hoesch and Soehne GmbH and Co
Eberhard Hoesch and Soehne GmbH Verfahrens und Anlagentechnik
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Eberhard Hoesch and Soehne GmbH and Co, Eberhard Hoesch and Soehne GmbH Verfahrens und Anlagentechnik filed Critical Eberhard Hoesch and Soehne GmbH and Co
Priority to DE19720120A priority Critical patent/DE19720120C2/de
Publication of DE19720120A1 publication Critical patent/DE19720120A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE19720120C2 publication Critical patent/DE19720120C2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Fee Related legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01FMIXING, e.g. DISSOLVING, EMULSIFYING OR DISPERSING
    • B01F27/00Mixers with rotary stirring devices in fixed receptacles; Kneaders
    • B01F27/05Stirrers
    • B01F27/11Stirrers characterised by the configuration of the stirrers
    • B01F27/113Propeller-shaped stirrers for producing an axial flow, e.g. shaped like a ship or aircraft propeller

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Mixers Of The Rotary Stirring Type (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Rührorgan, das verdrehfest mit einer antreibbaren Rührerwelle verbindbar ist, mit mindestens zwei Flügeln, wobei jeder Flügel aus einem Hauptblatt und einem seitlich daran angeordneten Seitenblatt besteht, wobei die Grundlinie G jedes Haupt­ blattes der Rührerwelle zugewandt ist und unter einem Anstellwinkel α zu einer Rotations­ ebene E um die Rührerwelle ausgerichtet ist, wobei jedes Seitenblatt an einem in Drehrich­ tung nachlaufenden Schenkel des Hauptblattes an dessen Kopfende anschließt und wobei das Seitenblatt unter einem größeren Anstellwinkel (α + β) als der Anstellwinkel α des Hauptblattes zu der Rotationsebene E ausgerichtet ist. Das Rührorgan ist dabei insbesondere zum Rühren von niedrig- und mittelviskosen, ein- oder mehrphasigen Fluiden und Suspensionen vorgesehen. Das Rührorgan eignet sich sowohl für einen einstufigen als auch für einen mehrstufigen Einsatz.
Ein Rührorgan der eingangs beschriebenen Art ist beispielsweise aus der DE 94 18 136 U1 bekannt. Dieses Rührorgan weist ebenfalls zwei Flügel auf, die jeweils aus einem Hauptblatt und einem Nebenblatt bestehen. Sowohl die Hauptblätter als auch die Nebenblätter weisen die Form von spitzwinkligen Dreiecken auf, die mit ihren Spitzen in entgegengesetzte Rich­ tungen weisen. Hieraus resultiert insbesondere in radial außenliegenden Randbereichen der Blätter eine quasi einstufige Umlenkung nur durch das Nebenblatt. Dies ist aus energetischer Sicht ungünstig, da die Flüssigkeit in diesem Bereich großen Scherkräften ausgesetzt ist, woraus sich wiederum Verwirbelungen ergeben.
Zum Stand der Technik zählt des weiteren das in der DE 44 01 596 A1 offenbarte Rührorgan, das mit Blättern ausgestattet ist, die jeweils aus einem Hauptblatt und einem Seitenblatt be­ stehen. Je nach Ausführungsform ist das Hauptblatt entweder fünfeckförmig oder sechseck­ förmig oder mit fünf abgerundeten Ecken versehen. Das Seitenblatt schließt sich bei allen Ausführungsformen stets in radiale Richtung an das Hauptblatt an. Um eine Kurzschlußströ­ mung zu vermeiden und eine Art Leitrohreffekt zu erzielen, befindet sich im Übergangsbe­ reich zwischen dem Hauptblatt und dem Seitenblatt eine Biegelinie, um die das Seitenblatt aus der Drehebene des Rührorgans heraus nach oben bzw. nach unten um einen konstanten Winkel bzw. sukzessive um mehrere Einzelwinkel abgelenkt ist.
Ferner ist aus der AT 358 537 eine Vorrichtung zum Vermischen von Stoffen bekannt, bei der jeder Flügel des Rührorgans innerhalb seiner Radialerstreckung zumindest zwei Ebenen - mit entgegengesetzten Anstellwinkeln zur Achse der Rührerwelle aufweist. Die Anstellung der Flügel in zumindest zwei entgegengesetzten Ebenen erzeugt dabei einen Strömungsver­ lauf, der in der Nähe der Rührerwelle beispielsweise abwärts gerichtet ist und in radial weiter außenliegenden Bereichen des Rührorgans axial nach oben gerichtet ist. Auch ohne die Um­ lenkungswirkung beispielsweise einer Behälterwand zu nutzen, können mit diesem für spezi­ elle Anwendungsfälle vorgesehenen Rührorgan je nach Entfernung von der Rührerwelle Axi­ alströmungen mit entgegengesetzten Richtungen erzeugt werden.
Der Stand der Technik umfaßt des weiteren ein Rührorgan, wie es aus der US 5,297,938 be­ kannt ist. Dieses Rührorgan besitzt ein Hauptblatt und ein Nebenblatt, die im Bereich einer Biegelinie aneinander angrenzen. Die Biegelinie verläuft schräg zu einer Tangentialrichtung von der Blattvorderkante zu der Blatthinterkante. Die Breite des Blatts nimmt - abgesehen von einem Befestigungsbereich - radial nach außen betrachtet ab, weshalb die radial außen­ liegenden Bereiche eine vergleichsweise geringe Fläche besitzen, weshalb der Axialschub in diesen Bereichen, in denen die Umfangsgeschwindigkeit am größten ist, vergleichsweise klein ist.
Ferner sind sogenannte Schrägblattrührer bekannt, die am Ende einer Rührerwelle mit mehreren schräg angestellten, rechteckigen, geraden Blättern versehen sind. Als Sonderformen werden auch gebogene Blätter verwendet. Die Rührwerkwirkung der Schrägblattrührer beruht auf einer axial/radial gerichteten Strömung, die am gekrümmten Boden eines Rührbehälters zunächst radial nach außen umgelenkt wird und sodann an den Wandungen des zumeist zylindrischen Rührbehälters nach oben abgelenkt wird, um an der Oberfläche des zu rührenden Fluids bzw. der Suspension im Bereich der Rührerwelle wieder in eine axial nach unten gerichtete Strömung umgelenkt zu werden.
Während eine Umkehr der Strömungsrichtung bei Schrägblattrührern in der Regel einfach durch Änderung der Schrägstellung der Blätter oder durch Umkehr der Drehrichtung der Rührerwelle realisierbar ist, weist diese Art von Rührorganen den Nachteil auf, daß die Rührwirkung mit einer erhöhten Scherung des Fluids bzw. der Suspension verbunden ist.
Des weiteren sind sogenannte Mehrstufen-Impuls-Gegenstrom- Rührer bekannt. Bei diesen Rührern werden die Rührorgane von in der Regel zwei Flü­ geln gebildet. Jeder dieser Flügel besteht aus einem trapezförmigen, sich von der Rührwelle wegverjüngenden Hauptblatt, an das über einen Verbindungsbolzen ein ebenfalls trapezför­ miges und sich von der Rührerwelle weg verjüngendes Zusatzblatt angeschlossen ist. Das Hauptblatt und das Zusatzblatt sind jeweils zu einer Rotationsebene um die Rührerwelle ge­ neigt angeordnet, wobei die Anstellwinkel von Haupt- und Zusatzblatt jedoch entgegenge­ setzt gerichtet sind. Die Rührwirkung eines Mehrstufen-Impuls-Gegenstrom-Rührers beruht auf einer axialen Strömung (mit einem geringen Radialanteil) in Wellennähe und einer ent­ gegengesetzt gerichteten Axialströmung in einem Bereich des zu rührenden Fluids radial au­ ßerhalb der Hauptblätter.
Die Mehrstufen-Impuls-Gegenstrom-Rührer sind in ihrem Aufbau jedoch kompliziert und müssen an die spezielle Rühraufgabe ganz besonders sorgfältig angepaßt werden. Zudem ist ihr hydraulischer Wirkungsgrad eher gering, weshalb der spezifische Leistungsbedarf hoch ist.
Zum Stand der Technik gehört auch ein sogenannter Zetarührer, bei dem es sich um ein Spezialrühror­ gan für Einsätze in der Nahrungsmittelindustrie handelt. Der mehrstufig ausgebildete Zeta­ rührer besitzt zwei gegenüberliegende Flügel pro Rührorgan. Die Flügel bestehen aus einem rechteckförmigen, unter einem Anstellwinkel geneigt angeordneten Hauptblatt und einem ebenfalls rechtwinkligen, am Ende jedes Hauptblattes angeordneten Seitenblatt. Das Seiten­ blatt besitzt in bezug auf eine Rotationsebene um die Rührerachse denselben Anstellwinkel wie das Hauptblatt und weist auch ungefähr dieselbe Länge wie das Hauptblatt auf.
Bei dem bekannten Zetarührer handelt es sich jedoch um eine vergleichsweise labile Kon­ struktion, die sich nur für bestimmte Viskositätsbereiche eignet und nur mäßige Umfangsge­ schwindigkeiten zuläßt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Rührorgan vorzuschlagen, das im turbulenten Strömungsbereich sowohl zum Suspendieren als auch zum Homogenisieren eingesetzt wer­ den kann und sich zwecks Energieeinsparung durch einen hohen hydraulischen Wirkungs­ grad auszeichnet. Des weiteren soll sich das Rührorgan ohne großen Fertigungsaufwand ko­ stengünstig herstellen lassen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß das Hauptblatt und das Seitenblatt trapezförmig sind und daß das Seitenblatt mit seiner Grundlinie G an das Hauptblatt an­ schließt.
Das erfindungsgemäße Rührorgan zeichnet sich durch einen sehr hohen hydraulischen Wir­ kungsgrad aus, der deutlich oberhalb des Wirkungsgrades der bekannten Schrägblattrührer, Mehrstufen-Impuls-Gegenstrom-Rührer und Zetarührer liegt. Daraus resultiert für eine gege­ bene Rühraufgabe ein sehr geringer Leistungsbedarf des Antriebsmotors, d. h. auch ein sehr geringer Energieverbrauch.
Mit dem Rührorgan gemäß der Erfindung lassen sich insbesondere hervorragende Ergebnisse beim Suspendieren, worunter das Mischen von Feststoffen und Flüssigkeiten verstanden wird, erzielen. Bei der Beurteilung von Suspendierrührwerken spielt der gewünschte und für den verfahrenstechnischen Prozeß erforderliche Suspendierzustand eine wesentliche Rolle. Dabei stellt der Suspendierzustand einer sogenannten "homogenen Suspension" ein geeigne­ tes Suspendierkriterium zur Bestimmung der Qualität des Rührwerkes bzw. des Rührorgans dar. Eine homogene Suspension liegt vor, wenn die lokale Partikelkonzentration der Feststof­ fe über das gesamte Suspensionsvolumen konstant, d. h. unabhängig vom jeweiligen Meß­ punkt ist. In der Regel wird hierbei das sogenannte "Schichthöhenkriterium" herangezogen. Grundlage für das Schichthöhenkriterium bildet das visuell beobachtete Bild der gerührten Suspension. Die mei­ sten Literaturstellen definieren das Schichthöhenkriterium als sogenanntes "90%-Schicht­ höhenkriterium". Hierbei sollen die Feststoffe bis zu einer Schichthöhe von 90% der Flüssig­ keitshöhe suspensiert werden.
Anhand von Versuchsmessungen mit dem erfindungsgemäßen Rührorgan konnte nachgewie­ sen werden, daß das 90%-Schichthöhenkriterium bereits bei einer Drehzahl von 420 l/min erreicht werden konnte, was einen vergleichsweise sehr guten Wert darstellt. Im Vergleich mit einem parallel hierzu untersuchten Schrägblattrührer liegt die erforderliche Drehzahl des erfin­ dungsgemäßen Rührorgans um ca. 5% niedriger. Hierbei ist zu beachten, daß die Drehzahl über die dritte Potenz in die Leistungsberechnung eines Rührorgans einfließt. Auch eine fünf­ prozentige Drehzahlreduzierung führt somit - bei unveränderter Drehmomenteinleitung - zu einer ca. 15%igen Leistungsreduzierung, d. h. Energieeinsparung.
Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Rührorgans besteht darin, daß sich dieses auf fertigungstechnisch einfachem Wege herstellen läßt, da einfache geometrische Grundkörper miteinander kombiniert sind und jeder Flügel aus einem einzigen Werkstück hergestellt werden kann. Hierdurch werden die Produktionskosten gering gehalten.
Eine Weiterbildung des erfindungsgemäßen Rührorgans besteht darin, daß ein Übergangsbe­ reich zwischen jedem Hauptblatt und dem zugeordneten Seitenblatt gekrümmt ist.
Hierdurch kann ein günstigerer Strömungsverlauf und eine Vergrößerung der Axialgeschwin­ digkeit vom Fluid im Bereich des Seitenblatts erzielt werden.
Dieser Effekt Läßt sich noch steigern, wenn jedes Seitenblatt gewölbt ist, wobei seine Quer­ schnittsmittellinie tangential in die Querschnittsmittellinie des Hauptblatts übergeht und an einer Kopfseite des Hauptblattes eine Tangente besitzt, die zur der Rotationsebene um den Anstellwinkel α + β geneigt ist.
Anstelle eines ebenen Seitenblattes liegt somit ein insgesamt in sich gekrümmtes Seitenblatt vor, wodurch das Strömungsverhalten weiter optimiert werden kann.
Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß ein an die Rührerwelle oder eine Rührernabe anschließender und in Drehrichtung des Rührorgans diesem folgenden Eck­ bereich des Hauptblatts einen Anstellwinkel (α + γ) zur Rotationsebene aufweist.
Durch diese Maßnahme kann die Axialgeschwindigkeit im Bereich der Rührerwelle bzw. Rührernabe erhöht werden, obwohl dort nur sehr geringe Umfangsgeschwindigkeiten vorlie­ gen.
Eine fertigungstechnisch sehr vorteilhafte Möglichkeit zur Realisierung des stärker angestell­ ten Eckbereichs besteht darin, daß dieser entlang einer ungefähr radial auf die Rührerwel­ lenmittelachse zulaufenden Biegelinie abgewinkelt wird. Diese umformtechnische Herstel­ lung des abgewinkelten Eckbereichs erlaubt weiterhin eine sehr einfache Herstellung der Rührerflügel.
Vorteilhafterweise beträgt die Länge der Grundlinie des Eckbereichs, die einen ausgelängten Teil des zugeordneten Schenkels des Trapezes des Hauptblatts bildet, ungefähr 15% bis 30% der Länge des Schenkels selbst.
Weiter hat es sich in Versuchen als besonders günstig herausgestellt, daß beide Schenkel des Trapezes jedes Hauptblatts mit der Grundlinie einen gleichgroßen Winkel δ einschließen, der 80° bis 88°, vorzugsweise 84°, beträgt.
Weitere besonders vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Rührorgans hinsicht­ lich seiner speziellen Geometrie sind in den übrigen Unteransprüchen angegeben.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Rührorgans, das in der Zeichnung dargestellt ist, näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1: eine Vorderansicht des Rührorgans
Fig. 2: eine Draufsicht auf das Rührorgan
Fig. 3: eine Seitenansicht des Rührorgans und
Fig. 4: eine vertikale Draufsicht auf einen Flügel des Rührorgans vor Durchführung der umformenden Herstellungsschritte.
Aus Fig. 1 ist ersichtlich, daß das Rührorgan 1 eines nicht näher dargestellten Rührwerkes aus zwei Flügeln 2 und einer zentralen Nabe 3 besteht. Die Flügel 2 sind über nicht näher dar­ gestellte Schweißnähte mit der Nabe 3 verbunden. Die Nabe 3 ist ihrerseits über nicht näher dargestellte Verbindungsmittel mit einer Rührerwelle 4 verdrehfest verbunden. Auf diese Wei­ se läßt sich ein von einem Antriebsmotor in die Rührerwelle 4 eingeleitetes Drehmoment über die Nabe 3 in die Flügel 2 des Rührorgans 1 einleiten.
Es ist ebenso möglich, den Rührer als Gußteil herzustellen, bei dem der Flügel 2 und die Nabe 3 direkt zusammengefügt sind.
In einer weiteren Alternativ-Ausführung können die Flügel 2 direkt an die Rührerwelle 4 ge­ schweißt werden, was zur Einsparung der Nabe 3 führt.
Jeder der Flügel 2 besteht aus einem Hauptblatt 5 und einem seitlich daran angeordneten Sei­ tenblatt 6. Jedes Hauptblatt besitzt im wesentlichen die Form eines schlanken Trapezes, dessen gedachte Grundlinie der Rührerwelle 4 zugewandt ist und in den Fig. 1 bis 3 der Deutlich­ keit halber nicht eingezeichnet ist. Die gedachte Grundlinie G des Trapezes ist jedoch in Fig. 4 gestrichelt eingetragen.
Wie insbesondere aus Fig. 3 zu entnehmen ist, ist jedes Hauptblatt 5 unter einem Anstellwin­ kel α zu einer Rotationsebene E um die Rührerwelle 4 ausgerichtet.
Wie aus den Fig. 2 und 4 erkennbar ist, weist jedes Seitenblatt 6 ebenfalls die Form eines Trapezes auf, wobei die Grundlinie G' dieses Trapezes an einen Schenkel 7 des Trapezes des Hauptblatts 5 anschließt. Dieser Schenkel 7 liegt in Drehrichtung des Rührorgans 1, wie durch den Pfeil 8 verdeutlicht ist, hinten. In bezug auf die Kopflinie K des Trapezes des Hauptblatts 5 schließt jedes Seitenblatt am zugeordneten Ende des Schenkels 7 des Hauptblatts 5 an dieses an. Dabei fluchtet die Kopflinie K des Trapezes des Hauptblatts 5 mit dem zugeordneten Schenkel 9 des Trapezes des Seitenblatts 6, so daß sich eine geradlinige und von Knickstellen freie Stirnfläche jedes Flügels ergibt.
Wie wiederum der Fig. 3 entnehmbar ist, ist jedes Seitenblatt 6 gewölbt ausgeführt. Dabei geht seine Querschnittsmittellinie 10 tangential in die Querschnittsmittellinie 11 des Haupt­ blatts 5 über. An einer Stirnseite 12 des Seitenblatts 6 besitzt die Querschnittsmittellinie 10 eine Tangente 13, die zu der Rotationsebene E um den Anstellwinkel α + β geneigt ist. Diese sich stetig vergrößernde Neigung des Seitenblatts 6 bewirkt eine Vergrößerung der Axialströ­ mung in diesem Flügelbereich. Während der Anstellwinkel α im dargestellten Ausführungsbei­ spiel 19° beträgt, beträgt der Anstellwinkel α + β 42°.
Die Fig. 1 und 3 zeigen, daß ein an die Rührerwelle 4 bzw. die Rührernabe 3 anschließen­ der und in Drehrichtung des Rührorgans 1 hinten liegender Eckbereich 14 des Hauptblatts 5 einen Anstellwinkel (α + χ) zur Rotationsebene E aufweist. In fertigungstechnischer Hinsicht läßt sich dieser Eckbereich 14 besonders günstig realisieren, indem der betreffende Teil des Hauptblatts 5 entlang einer gedachten Biegelinie B (Fig. 1 und 4) abgewinkelt wird. Wie des weiteren aus Fig. 4 hervorgeht, beträgt die Länge einer Grundlinie G" des Eckbereichs 14, die einen ausgelängten Teil des zugeordneten Schenkels 7 des Trapezes des Hauptblatts 5 bildet (s. Fig. 1), knapp 30% der Länge des Schenkels 7 des Trapezes des Hauptblatts 5.
Fig. 4 zeigt weiter, daß beide Schenkel 7 und 15 des Trapezes des Hauptblatts 5 mit der Grundlinie G denselben Winkel δ einschließen. Im vorliegenden Fall beträgt der Winkel δ 84°. Die Länge der Grundlinie G des Trapezes des Hauptblatts 5 beträgt 12% des Rührerdurch­ messers D (Fig. 1).
Fig. 4 zeigt ferner, daß die Länge der Kopflinie K' des Trapezes des Seitenblatts 6 12% des Rührerdurchmessers D beträgt. Des weiteren machen die Länge der Kopflinie K des Trapezes des Hauptblatts 5 und die Länge des Schenkels 9 des Trapezes des Seitenblatts 6 zusammen 14% des Rührerdurchmessers D aus. Schließlich läßt sich der Fig. 4 noch entnehmen, daß der Winkel ε zwischen dem in Drehrichtung vorne liegenden Schenkel 15 des Trapezes des Hauptblatts 5 und der zugeordneten Kopflinie K 90° beträgt.

Claims (15)

1. Rührorgan (1), das drehfest mit einer antreibbaren Rührerwelle (4) verbindbar ist, mit mindestens zwei Flügeln (2), wobei jeder Flügel (2) aus einem Hauptblatt (5) und ei­ nem seitlich daran angeordneten Seitenblatt (6) besteht, wobei die Grundlinie (G) jedes Hauptblattes (5) der Rührerwelle (4) zugewandt ist und unter einem Anstellwinkel (α) zu einer Rotationsebene (E) um die Rührerwelle (4) ausgerichtet ist, wobei jedes Sei­ tenblatt (6) an einem in Drehrichtung nachlaufenden Schenkel (7) des Hauptblattes (5) an dessen Kopfende anschließt und wobei das Seitenblatt (6) unter einem größeren An­ stellwinkel (α + β) als der Anstellwinkel (α) des Hauptblattes (5) zu der Rotationsebene (E) ausgerichtet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Hauptblatt (5) und das Seitenblatt (6) trapezförmig sind und daß das Seitenblatt (6) mit seiner Grundlinie (G) an das Hauptblatt (5) anschließt.
2. Rührorgan nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Übergangsbereich zwi­ schen jedem Hauptblatt (5) und dem zugeordneten Seitenblatt (6) gekrümmt ist.
3. Rührorgan nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Seitenblatt (6) ge­ krümmt ist, wobei seine Querschnittsmittellinie (10) tangential in die Querschnittsmit­ tellinie (11) des Hauptblatts (5) übergeht und an einer Stirnseite (12) des Seitenblatts (6) eine Tangente (13) besitzt, die zur der Rotationsebene (E) um den Anstellwinkel (α + β) geneigt ist.
4. Rührorgan nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Krümmungsradius (R) des Seitenblatts (6) 20% bis 32%, vorzugsweise 25%, des Durchmessers (D) des Rühr­ organs (1) beträgt.
5. Rührorgan nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein an die Rührerwelle (4) oder eine Rührernabe (3) anschließender und in Drehrichtung des Rührorgans (1) diesem folgenden Eckbereich (14) des Hauptblatts (5) einen Anstell­ winkel (α + γ) zur Rotationsebene (E) aufweist.
6. Rührorgan nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge einer Grundlinie (G") des Eckbereichs (14), die einen abgelängten Teil des zugeordneten Schenkels (7) des Trapezes des Hauptblatts (5) bildet, ungefähr 15% bis 30% der gesamten Länge des Schenkels (7) beträgt.
7. Rührorgan nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß beide Schenkel (7, 15) des Trapezes jedes Hauptblatts (5) mit der Grundlinie (G) einen gleichgroßen Winkel (δ) einschließen, der 80° bis 88°, vorzugsweise 84°, beträgt.
8. Rührorgan nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der An­ stellwinkel (α) 15° bis 25°, vorzugsweise 19°, beträgt.
9. Rührorgan nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der An­ stellwinkel (α + β) 35° bis 45°, vorzugsweise 42°, beträgt.
10. Rührorgan nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der An­ stellwinkel (α + γ) 25° bis 35°, vorzugsweise 26° beträgt.
11. Rührorgan nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der Grundlinie (G) des Trapezes des Hauptblatts (5) 8% bis 17%, vorzugsweise 12%, des Rührerdurchmessers (D) beträgt.
12. Rührorgan nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der Kopflinie (K') des Trapezes des Seitenblatts (6) 8% bis 15%, vorzugsweise 12%, des Rührerdurchmessers (D) beträgt.
13. Rührorgan nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopf­ linie (K) des Trapezes des Hauptblatts (5) mit dem zugeordneten Schenkel (9) des Tra­ pezes des Seitenblatts (6) fluchtet.
14. Rührorgan nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der Kopflinie (K) und des Schenkels (9) zusammen 10% bis 18%, vorzugsweise 14%, des Rührerdurchmessers (D) betragen.
15. Rührorgan nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Win­ kel (ε) zwischen dem in Drehrichtung vorne liegenden Schenkel (15) des Trapezes des Hauptblatts (5) und der zugeordneten Kopflinie (K) 60° bis 120°, vorzugsweise 90°, beträgt.
DE19720120A 1997-05-14 1997-05-14 Rührorgan Expired - Fee Related DE19720120C2 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19720120A DE19720120C2 (de) 1997-05-14 1997-05-14 Rührorgan

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19720120A DE19720120C2 (de) 1997-05-14 1997-05-14 Rührorgan

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE19720120A1 DE19720120A1 (de) 1998-11-19
DE19720120C2 true DE19720120C2 (de) 2001-03-01

Family

ID=7829395

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19720120A Expired - Fee Related DE19720120C2 (de) 1997-05-14 1997-05-14 Rührorgan

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE19720120C2 (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US20150165399A1 (en) * 2013-12-16 2015-06-18 Pall Corporation High turndown impeller
US10105663B2 (en) * 2014-04-04 2018-10-23 Milton Roy Europe Stirring propeller with blades made of sheet bent along two longitudinal bends

Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT358537B (de) * 1976-09-28 1980-09-10 Stelzer Fa Erwin Vorrichtung zum vermischen von stoffen
US5297938A (en) * 1990-03-26 1994-03-29 Philadelphia Mixers Corporation Hydrofoil impeller
DE9418136U1 (de) * 1994-11-11 1994-12-22 Stelzer Rührtechnik GmbH, 34414 Warburg Rührorgan
DE4401596A1 (de) * 1994-01-20 1995-07-27 Ekato Ruehr Mischtechnik Rührorgan

Patent Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT358537B (de) * 1976-09-28 1980-09-10 Stelzer Fa Erwin Vorrichtung zum vermischen von stoffen
US5297938A (en) * 1990-03-26 1994-03-29 Philadelphia Mixers Corporation Hydrofoil impeller
DE4401596A1 (de) * 1994-01-20 1995-07-27 Ekato Ruehr Mischtechnik Rührorgan
DE9418136U1 (de) * 1994-11-11 1994-12-22 Stelzer Rührtechnik GmbH, 34414 Warburg Rührorgan

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US20150165399A1 (en) * 2013-12-16 2015-06-18 Pall Corporation High turndown impeller
US9248420B2 (en) * 2013-12-16 2016-02-02 Pall Corporation High turndown impeller
US10105663B2 (en) * 2014-04-04 2018-10-23 Milton Roy Europe Stirring propeller with blades made of sheet bent along two longitudinal bends

Also Published As

Publication number Publication date
DE19720120A1 (de) 1998-11-19

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE602005001218T2 (de) Gekühlter Rührer
DE3781616T2 (de) Ruehrer.
DE3901894C2 (de) Vorrichtung zum Rühren eines strömungsfähigen Mediums
DE2624991C2 (de) Flügelrührer
DE69108621T2 (de) Mischerlaufrad mit hohem wirkungsgrad.
DE60317772T2 (de) Zweirichtungenmischrotor und verfahren
EP0664155B1 (de) Rührorgan
EP1335790B1 (de) Vorrichtung zum rühren eines strömungsfähigen oder rieselfähigen mediums, insbesondere eines hochviskosen mediums
DE2021731A1 (de) Vertikalachsiger Beluefterkreisel zum Belueften von Fluessigkeiten
DE102015106419A1 (de) Rührwerk und Behälter mit Rührwerk
DE2439683C2 (de)
DE2643560C2 (de) Rührvorrichtung
DE19720120C2 (de) Rührorgan
DE3013663C2 (de) Mischarm
EP2321398A2 (de) Maischgefäss für die bierherstellung und rührer für ein maischgefäss
DE3730423A1 (de) Ruehrvorrichtung
DE102010049034B4 (de) Rührorgan und Rührwerk zum Mischen und/oder Homogenisieren strömungsfähiger Medien
EP2480321B1 (de) Axialwirkendes rührorgan
DE202015004925U1 (de) Propeller
DE102010046121A1 (de) Rührblatt und Rührvorrichtung
DE2803407C2 (de) Rührwerkzeug
EP2080549A2 (de) Rührrorgan und Rührwerk zum Mischen und/oder Homogenisieren strömungsfähiger Medium
DE19952760A1 (de) Rührelement
DE102013202876B3 (de) Mischwerkzeug
DE20214291U1 (de) Rühr-Vorrichtung für hochviskose Medien

Legal Events

Date Code Title Description
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
D2 Grant after examination
8364 No opposition during term of opposition
8339 Ceased/non-payment of the annual fee