DE19720420A1 - Verfahren zur Herstellung eines Metalls aus einem Metalloxid - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Metalls aus einem MetalloxidInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Me
tallen in reduzierter Form aus Metalloxiden. Die Erfindung be
trifft insbesondere ein Verfahren, bei dem ein Metalloxid pul
verisiert wird und die resultierenden Teilchen mittels einer
Hochtemperaturflamme erhitzt und aufgeschmolzen werden, um Re
duktionsreaktionen durchzuführen.
Bei der herkömmlichen Stahlherstellung unter Verwendung eines
Elektroofens wird der Abfallstaub des Ofens mittels eines
Staubkollektors gesammelt, um eine Luftverschmutzung zu ver
hindern.
Der als Abfall der Stahlherstellung anfallende Staub stellt
ein sehr feines Pulver dar, so daß seine Verwertbarkeit
schwierig ist. Trotz der Tatsache, daß dieser FeO und Fe₂O₃
enthält, wird der Staub so wie er ist verworfen.
Bei der Stahlherstellung unter Verwendung eines Elektroofens
werden auch Oxidationsschlacken und Reduktionsschlacken je
nach den Raffinierungsstufen als Abfälle ausgestoßen.
Von den Abfällen werden die Oxidationsschlacken als Straßen
bettmaterialien für die Herstellung von Asphaltstraßen verwen
det. Andererseits findet sich keine besondere Verwendung von
Reduktionsschlacken, so daß diese unvermeidbar als Abfall de
poniert werden müssen.
Die Reduktionsschlacke enthält auch als eine der Komponenten
erheblich freies CaO, das unter Bildung von Ca(OH)₂ Wasser ab
sorbiert. Die zum Zeitpunkt dieser Hydratisierung auftretende
Volumenexpandierung erschwert die Verwendung der Reduktions
schlacke so wie sie ist als Straßenbettmaterial.
Die Beseitigung dieser Stäube ist naturgemäß sehr teuer, und
die Beseitigungskosten erhöhen die Kosten der Stahlherstel
lung.
In der JP-OS 6-11208 ist bereits ein Verfahren zum Vermischen
von Stäuben der Stahlherstellung mit der Reduktionsschlacke
vorgeschlagen worden, bei dem diese Materialien von den Düsen
eines Brenners in eine Hochtemperaturflamme zum Aufschmelzen
eingespritzt werden.
Dieses Verfahren verleiht der Reduktionsschlacke ähnliche phy
sikalische und chemische Eigenschaften, wie diejenigen der
Oxidationsschlacke, so daß es hierdurch ermöglicht wird, diese
Abfallmaterialien als Straßenbettmaterialien zu verwenden.
Aufgabe der Erfindung ist die Bereitstellung eines Verfahrens
zur Herstellung von Metallen aus einem Metalloxid in reduzier
ter Form. Das Verfahren baut sich auf der Tatsache auf, daß
der Staub der Stahlherstellung, der hauptsächlich Eisenoxide
enthält, leicht geschmolzen werden kann, wenn er in Teilchen
form in eine Hochtemperaturflamme eingeführt wird.
Gegenstand der Erfindung ist daher ein Verfahren zur Herstel
lung eines Metalls aus einem Metalloxid, das dadurch gekenn
zeichnet ist, daß das Metalloxid in Teilchenform in eine
Hochtemperaturflamme eines Brenners in einem Ofenreaktor ein
geführt wird, um die Metalloxidteilchen zu erhitzen und zu
schmelzen, daß auch ein Reduktionsmittel in den Ofenreaktor
eingeführt wird, um eine Reduktionsreaktion des Metalloxids zu
bewirken, und daß das resultierende Metall in reduziertem Zu
stand gewonnen wird.
Die Erfindung wird in den beigefügten Zeichnungen erläutert;
es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Ansicht einer Anlage, die in einem
erfindungsgemäßen Beispiel verwendet wurde;
Fig. 2 wesentliche Teile des in Fig. 1 gezeigten Sauer
stoffbrenners;
Fig. 3 eine schematische Ansicht einer weiteren Anlage, die
in einem anderen erfindungsgemäßen Beispiel verwendet worden
ist;
Fig. 4 eine schematische Ansicht einer weiteren Anlage, die
bei einem weiteren erfindungsgemäßen Beispiel verwendet worden
ist; und
Fig. 5 eine schematische Ansicht einer weiteren Anlage, die
in einem weiteren erfindungsgemäßen Beispiel verwendet worden
ist.
Da erfindungsgemäß das Metalloxid in Form von feinen Teilchen
mit großer spezifischer Oberfläche in die Flamme eingeführt
wird, ist es leicht, sie mit der Flamme zu erhitzen und zu
schmelzen. Daher schreitet die Reduktion mit dem Reduktions
mittel fort. Als Ergebnis können Metalle oder die Entoxida
tionsprodukte mit hoher Ausbeute erhalten werden.
Anlagen zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens mit
Einschluß der oben beschriebenen Reduktionsreaktion sind ein
fach und können daher mit niedrigen Kosten erstellt werden.
Auch die Betriebskosten sind niedrig, so daß Metalle im redu
zierten Zustand aus Metalloxiden mit verminderten Kosten er
halten werden können.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird Ei
senoxid als ein Metalloxid verwendet, so daß durch das oben
beschriebene Verfahren metallisches Eisen erhalten wird.
Eisenerz kann als Eisenoxid verwendet werden, so daß metalli
sches Eisen im reduzierten Zustand durch die obige Reaktion
erhalten wird.
Bei dieser Ausführungsform wird das Eisenerz pulverisiert, und
die resultierenden Eisenerzteilchen werden in den Ofenreaktor
eingeführt. Das Erhitzen und Schmelzen der Teilchen kann
leicht mit der Flamme des Brenners durchgeführt werden, und
die oben beschriebene Reduktionsreaktion läuft glatt ab.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren können nicht nur pulveri
sierte Eisenoxidklumpen, sondern auch Eisenerz in Pulverform
verwendet werden. Durch Verwendung von pulverförmigem Eisenerz
werden die Kosten für das Pulverisieren vermindert, und es
wird weiterhin ermöglicht, pulverförmiges oder feinpulverför
miges Erz, das den Hauptteil des Eisenerzes stellt, einzuset
zen.
Erfindungsgemäß können Abfallstäube der Stahlherstellung als
Eisenoxid eingesetzt werden. Somit kann leichtverwendbares Ei
senmetall aus Stäuben erhalten werden, die bislang als unnütz
angesehen und verworfen wurden.
Es ist weiterhin möglich, Eisenoxid mit anderen Formen, wie
schuppenförmige Ablagerung von Walzen, Schlämme u. dgl. einzu
setzen.
Zusätzlich zu dem oben beschriebenen Fall der Verwendung von
Eisenoxid als Metalloxid ist es auch möglich, ein Chromerz als
Metalloxid einzusetzen. Das Erz wird pulverisiert und der
Hochtemperaturflamme des Brenners zugeführt, damit eine Reduk
tionsreaktion mit dem Reduktionsmittel unter Bildung von Me
tall im reduzierten Zustand bewirkt wird.
In diesem Fall können nicht nur Teilchen von gepulverten
Chromerzklumpen, sondern auch pulverförmiges Chromerz verwen
det werden. Die Verwendung von Eisenerz in Pulverform vermin
dert die Kosten für die Pulverisierung und ermöglicht weiter
hin die wirksame Verwertung von pulverförmigem oder feinpul
verförmigem Erz, das den Hauptteil des Eisenerzes darstellt.
Die Erfindung ist auch auf die Herstellung von anderen Metal
len aus den entsprechenden Metalloxiden mit Einschluß auf die
Herstellung von Nickelmetall unter Verwendung von Nickelerz
als Metalloxid anwendbar.
Als Brenner kann ein Sauerstoffbrenner oder ein Brenner, der
mit Sauerstoffangereichert betrieben wird, verwendet werden.
Weiterhin können erfindungsgemäß die Teilchen des Metalloxids
in der Weise zugeführt werden, daß sie von den Düsen des Bren
ners in die Hochtemperaturflamme entlang der Achse der Flamme
zum Erhitzen und Schmelzen eingespritzt bzw. injiziert werden.
Bei dieser Ausführungsform wird ein Brenner als Einrichtung
für die Einführung des Metalloxids in den Ofenreaktor verwen
det. Die Verwendung des Brenners ermöglicht es, die Metall
oxidteilchen mit Sicherheit und direkt in die Flamme frei zu
setzen und die Metalloxidteilchen über eine lange Zeitspanne
zu halten, da die Metalloxidteilchen in Richtung der Flammach
se eingespritzt werden. Daher benötigt dieses Verfahren erheb
lich einfachere Anlagen, und es wird ermöglicht, die Metall
oxide wirksam aufzuschmelzen.
Als Brennstoff für den Brenner können verschiedene Arten von
Brennstoffen, wie Schweröl, Feinkohlepulver und Naturgas, ver
wendet werden. Zweckmäßigerweise kann als Kohlepulver übliches
Kohlepulver, das in großen Mengen produziert wird und das er
hebliche Mengen an flüchtigen Komponenten enthält, eingesetzt
werden.
Das Reduktionsmittel kann durch die Seitenwand des Ofenreak
tors getrennt von den Metalloxidteilchen eingeführt werden.
Als Alternative kann das Reduktionsmittel in Pulverform direkt
in die Flamme vom Brennerkopf eingeführt werden.
Bei der letztgenannten Ausführungsform ist es nicht erforder
lich, Zuführungseinrichtungen an der Ofenwand vorzusehen, und
der Brenner selbst kann als Einrichtung zur Zuführung des Re
duktionsmittels verwendet werden. Die Anlagen werden daher
einfacher, und das eingespritzte Reduktionsmittel kontaktiert
wirksam das Metalloxid in der Hochtemperaturflamme, so daß die
Reduktionsreaktion ablaufen kann.
Bei der obigen Ausführungsform der direkten Einspritzung des
Reduktionsmittels sollten die Teilchen des Reduktionsmittels
solche Größen haben, daß sie in der Hochtemperaturflamme nicht
vollständig verbrennen.
Als Alternative kann erfindungsgemäß das Reduktionsmittel zu
vor mit dem geschmolzenen Metall vermischt werden. Das ge
schmolzene Gemisch wird in den Ofenreaktor eingebracht, wo
durch das Reduktionsmittel ebenfalls in den Ofen eingeführt
wird.
Gemäß einer weiteren Alternative kann ein Reduktionsmittel
mittels eines Trägergases direkt in das geschmolzene Metall
oxidbad eingeblasen werden. Dies ermöglicht nicht nur, daß ein
Zerstreuen des Reduktionsmittels in die Gasphase verhindert
wird, sondern daß auch das geschmolzene Metalloxidbad mit dem
Trägergas gerührt wird, so daß die Reduktionsreaktion wirksam
durchgeführt werden kann.
Die oben beschriebenen Methoden der Zuführung des Reduktions
mittels können in jeder beliebigen Kombination davon durchge
führt werden.
Das erfindungsgemäß verwendete Reduktionsmittel kann nicht nur
aus festen Teilchen, wie gepulvertem Koks, gepulverter Kohle
und Aluminiumasche bestehen, sondern auch aus einem flüssigen
Brennstoff wie Schweröl.
Gemäß einer Ausführungsform wird bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren das Verhältnis von Sauerstoff zu dem Brenner zuge
führten Brennstoff so eingestellt, daß die Sauerstoffmenge für
die vollständige Verbrennung des Brennstoffs ungenügend ist,
so daß eine reduzierende Flamme gebildet wird, die reich an CO
ist, wodurch die Reduktionsreaktion in der reduzierenden Atmo
sphäre beschleunigt wird. In diesem Falle kann die Reduktions
reaktion der Metalloxide glatter durchgeführt werden, und wei
terhin kann die Menge des in den Ofen eingebrachten Reduk
tionsmittels vermindert werden, wodurch die Produktionskosten
gesenkt werden können.
Es wird bevorzugt, ein Rührgas in das geschmolzene Bad in dem
Ofenreaktor einzublasen, um die Reduktionsreaktion zu be
schleunigen und eine höhere Ausbeute des Metallprodukts zu er
zielen. Als Rührgas können zusätzlich zu Inertgasen wie N₂ und
Ar reduzierende Gase wie CH₄, H₂ und CO verwendet werden. Die
Verwendung eines reduzierenden Gases als Rührgas beschleunigt
die oben beschriebene Reduktionsreaktion.
Erfindungsgemäß wird die für die Reduktionsreaktion erforder
liche Wärme hauptsächlich durch die Flamme des Brenners zuge
führt. Gegebenenfalls können jedoch auch andere Erhitzungsmaß
nahmen, wie ein Bogenerhitzen, Induktionserhitzen und Reak
tionserhitzen von CO in dem geschmolzenen Bad zusätzlich zu
dem Erhitzen mittels des Brenners eingesetzt werden.
Im folgenden werden erfindungsgemäße Arbeitsbeispiele erläu
tert.
In Fig. 1 zeigt das Bezugszeichen 10 den Ofenkörper. Auf die
sem ist ein Sauerstoffbrenner 12 in einer solchen Position in
stalliert, daß die Flamme nach unten gerichtet ist.
Wie in Fig. 2 gezeigt, weist der Sauerstoffbrenner 12 eine Dü
se 14 für den Brennstoff in der Mitte der Kopfseite auf. Wei
terhin ist eine Schlitzdüse 16, die diese zentrale Düse um
gibt, für Primärsauerstoff vorgesehen. Weiterhin sind Düsen 20
für die Einspritzung von Teilchen an äußeren Orten und Düsen
18 für Sekundärsauerstoff weiter außen oder an den äußersten
Umfangspositionen vorgesehen. Alle Düsen sind konzentrisch an
geordnet.
Eisenerz mit der Zusammensetzung gemäß Tabelle 1 wurde zu ei
nem solchen Pulver pulverisiert, daß der Anteil der feinen
Teilchen unter 150 mesh 90% betrug. Die Teilchen wurden dem
Sauerstoffbrenner 12 unter Verwendung von Luft als Trägergas
zugeführt. Koksteilchen mit einem Durchmesser von 2-5 mm wur
den zur gleichen Zeit dem Sauerstoffbrenner zugeführt, wobei
ebenfalls Luft als Trägergas verwendet wurde.
Der Grund, warum derart große Koksteilchen mit 2-5 mm verwen
det wurden, besteht darin, daß, wenn die Koksteilchen in die
Flamme des Sauerstoffbrenners 12 eingespritzt werden, die
Koksteilchen in der Flamme nicht vollständig ausbrennen und
ein Hauptteil davon als Reduktionsmittel verwendet werden
kann.
In den Sauerstoffbrenner 12 wurden Schweröl als Brennstoff und
Sauerstoff O₂ zur gleichen Zeit zugeführt und durch die jewei
ligen Düsen 14, 16 und 18 in den Ofen eingespritzt, so daß ei
ne Hochtemperaturflamme in dem Ofen erzeugt wurde. Weiterhin
wurde ein Gemisch aus Eisenerzpulver (pulverförmigem Erz) und
Koksteilchen in die Flamme eingeführt, um das Eisenerzpulver
zu schmelzen und die Reduktionsreaktion zu bewirken.
Die Mengen der zugeführten Materialien und Brennstoffe sind in
Tabelle 2 zusammengestellt.
Die Mengen an zugeführtem Schweröl und Sauerstoff waren so,
daß eine vollständige Verbrennung des Schweröls auftrat.
Vor dem obigen Vorgang wurden 400 kg CaO und 100 kg CaF₂ in
den Ofen 10 eingegeben, und der Ofen wurde vor dem Einsatz 4
Stunden lang vorerhitzt. Luft als Trägergas für das Eisenerz
pulver wurde mit einer Geschwindigkeit von 100 Nm³/Std. und
Luft als Trägergas für den Koks mit einer Geschwindigkeit von
20 Nm³/Std. zugeführt. Während der Reduktionsreaktion wurde N₂
vom Ofenboden als Rührgas mit einer Geschwindigkeit von 15
Nm³/Std. eingeblasen.
Nach 1 Stunde des obigen Betriebs wurden die geschmolzene
Schlacke und der geschmolzene Stahl gesondert abgestochen. Die
Temperatur des geschmolzenen Stahls war 1540°C, und die Menge
des erhaltenen Stahls war 1,66 t. Der Stahl enthielt 0,4%
Kohlenstoff. Die gemessene Temperatur des Abgases betrug
1580°C. Andererseits war die Schlackenmenge 0,73 t. Die chemi
sche Zusammensetzung wurde analysiert, und sie ist in der Ta
belle 3 angegeben.
Auf der Basis der obigen Ergebnisse errechnet sich die prozen
tuale Gewinnung von Fe aus Fe₂O₃ zu 94%.
Aufgrund der Massenbilanz des geschmolzenen Stahls fehlen 0,08
t Stahl. Diese Menge scheint in dem Staub und in den im Öfen
10 zurückgebliebenen Schlacken enthalten zu sein.
Der oben beschriebene Vorgang wurde mit der Ausnahme wieder
holt, daß die Mengen an Schweröl und Sauerstoff 850 Liter/Std
bzw. 1500 m³/Std. betrugen, d. h., daß das Mengenverhältnis so
war, daß das Schweröl nicht vollständig verbrannte. Auch die
Mengen der zugeführten Koksteilchen wurden auf weniger als im
obigen Beispiel oder 0,65 t/Std. vermindert.
Die Menge des am Schluß erhaltenen geschmolzenen Stahls betrug
1,69 t, wobei 0,07 t Stahl im Staub und der im Ofen 10 zurück
gebliebenen Schlacke verlorengegangen waren.
Die chemische Zusammensetzung der Schlacke war wie folgt: Ge
samt-Fe 2,0%, CaO 66%, SiO₂ 22%, Al₂O₃ 6% und MgO 2%.
In der in Fig. 3 dargestellten Anlage wurde Bogenofenstaub mit
der chemischen Zusammensetzung gemäß Tabelle 4 geschmolzen und
reduziert.
Die Teilchengröße des feinen Pulverstaubs ist in Tabelle 5 ge
zeigt.
Bei diesem Beispiel wurden nach der Einbringung von 400 kg CaO
und 100 kg CaF₂ und nach dem Vorerhitzen des Ofens 10 Schwer
öl, O₂ und Bogenofenstaub unter den Bedingungen gemäß Tabelle
6 durch den Sauerstoffbrenner 12 in den Ofen 10 so einge
spritzt, daß der Bogenofenstaub mit der Hochtemperaturflamme
des Sauerstoffbrenners 12 geschmolzen wurde. Zur gleichen Zeit
wurden Koksteilchen in das Zentrum des Ofens von der in der
Wand des Ofens installierten Düse 22 eingeworfen. Auch wurde
N₂-Gas vom Boden des Ofens eingeblasen, um das Schmelzbad zu
rühren.
Die in diesem Beispiel verwendeten Koksteilchen hatten einen
Durchmesser von 0,1-2 mm. Die Sauerstoffzufuhr erfolgte so,
daß die Sauerstoffmenge 89% derjenigen betrug, die für die
vollständige Verbrennung des Schweröls erforderlich war. Der
Grund für die Verminderung der Sauerstoffzufuhr auf eine ge
ringere Menge als die Menge, die zur vollständigen Verbrennung
des Schweröls erforderlich war, ist wie folgt. Das in dem
Staub in einer Menge von 18% enthaltene ZnO kann bei hoher
Temperatur und in der CO-Gasatmosphäre leicht reduziert wer
den.
Dies wurde durch die nachstehend beschriebenen Vorexperimente
festgestellt.
Bei den Experimenten, bei denen nur ein Schmelzen erfolgte,
ohne daß Kokspulver durch die Düse 22 eingegeben wurde, waren
die Mengen von ZnO in der geschmolzenen Schlacke wie folgt:
Im Falle, daß die Menge an O₂ der Menge an Schweröl äquivalent ist: ZnO% = 9, und
im Falle, daß die Menge an O₂ 89% der Äquivalentmenge betrug: ZnO% = 2.
Im Falle, daß die Menge an O₂ der Menge an Schweröl äquivalent ist: ZnO% = 9, und
im Falle, daß die Menge an O₂ 89% der Äquivalentmenge betrug: ZnO% = 2.
Die Werte zeigen, daß eine erhebliche Menge von ZnO in der
CO-Atmosphäre der Flamme reduziert wird. Das hier reduzierte Zink
liegt bei dieser Temperatur in der Dampfphase vor und wird mit
dem Abgas ausgetragen. Es wird am Ort der Lufteinführung wie
der oxidiert.
Somit ermöglicht es die Verminderung der Sauerstoffzuführung,
die Reduktion von ZnO in der Flamme des Sauerstoffbrenners 12
zu beschleunigen. Als Ergebnis kann daher die Menge des Kok
spulvers für die Reduktionsreaktion, die durch die Düse N₂
eingetragen wird, vermindert werden, und die Kosten können
entsprechend gesenkt werden.
Der obige Vorgang wurde eine Stunde weitergeführt. Dann wurden
die resultierende geschmolzene Schlacke und das geschmolzene
Metall getrennt abgestochen. Die Temperatur des geschmolzenen
Stahls betrug 1580°C, und die Menge des geschmolzenen Stahls
betrug 1,18 t. Der Kohlenstoffgehalt in dem Stahl betrug 0,4%.
Die Gehalte an ZnO und PbO betrugen jeweils bis zu 0,1%.
Die chemische Zusammensetzung der Schlacke ist in Tabelle 7
angegeben. Die Schlackenmenge betrug 1,02 t.
In diesem Beispiel wurde der Sekundärstaub, der mit dem Abgas
des Ofens 10 mitgerissen worden war, dadurch gesammelt, daß
das Gas durch einen Zyklonseparator 24 und sodann einen
Beutelfilter 26 geleitet wurde. Der Grund, warum der Sekundär
staub durch den Zyklonseparator 24 geleitet wurde, bestand
darin, grobe Teilchen in dem Staub abzufangen, so daß das ZnO,
das in Form eines feinen Pulvers vorliegt, in dem Beutelfilter
26 konzentriert werden kann. Die Zinkkonzentration in dem in
dem Beutelfilter 26 gesammelten Sekundärstaub betrug 58%. Es
konnte als wiedergewonnenes ZnO verwendet werden.
Chromerz mit der chemischen Zusammensetzung gemäß Tabelle 8
wurde zu einem Pulver pulverisiert, dessen Anteil an feineren
Teilchen als 200 mesh 92% betrug.
In die in Fig. 4 dargestellte Anlage wurden nach dem Eingeben
von 600 kg CaO und 150 kg CaF₂ und nach dem Vorerhitzen des
Ofens Chromerzteilchen durch den Sauerstoffbrenner 12 einge
spritzt, um diese bei den Bedingungen gemäß Tabelle 9 aufzu
schmelzen. Kokspulver wurde ebenfalls durch die Düse 22 in der
Ofenwand in die Mitte des Ofens eingeworfen. Zur gleichen Zeit
wurde N₂-Gas vom Boden des Ofens einperlen gelassen, um das
geschmolzene Bad zu rühren.
Der pulverförmige Koks hatte einen Durchmesser von 0,1-2 mm.
Das Beschickungsverhältnis von Schweröl zu O₂ war so, daß das
Schweröl vollständig verbrannte.
Der obige Betrieb wurde eine Stunde lang weitergeführt, um das
pulverförmige Erz zu schmelzen und zu reduzieren. Danach wur
den die geschmolzene Schlacke und das geschmolzene Metall ge
trennt abgestochen. Die Temperatur des geschmolzenen Metalls
betrug 1580°C. Die Menge des geschmolzenen Metalls betrug 1,15 t.
Die chemische Zusammensetzung des Metalls ist in Tabelle 10
angegeben.
Die Menge der Schlacke betrug 1,44 t. Die chemische Zusammen
setzung ist in Tabelle 11 angegeben. Die Temperatur des Abga
ses war 1510°C.
In der in Fig. 5 dargestellten Anlage wurden nach dem Eingeben
von 600 kg CaO und 150 kg CaF₂ und nach dem Vorerhitzen 10,5 t
geschmolzener Stahl mit der chemischen Zusammensetzung gemäß
Tabelle 12 in den Ofen 10 eingeben.
Zu dem geschmolzenen Stahl wurde Chromerz mit der chemischen
Zusammensetzung gemäß Tabelle 13 gegeben.
Das Erz wurde zu einem solchen feinen Pulver pulverisiert, daß
92% durch ein 200 mesh-Sieb hindurchgingen. Das Pulver wurde
durch den Sauerstoffbrenner 12 in den Ofen eingespritzt, um es
bei den Bedingungen gemäß Tabelle 14 aufzuschmelzen.
Zur gleichen Zeit wurde N₂-Gas vom Ofenboden einperlen gelas
sen, um das Schmelzbad zu rühren. Die Temperatur des geschmol
zenen Stahls gerade vor dem Einspritzen und dem Schmelzen des
Chromerzes betrug 1480°C.
Der obige Vorgang wurde eine Stunde lang weitergeführt, um das
Chromerz zu schmelzen und zu reduzieren. Danach wurden die ge
schmolzene Schlacke und das geschmolzene Metall getrennt abge
stochen.
Die chemische Zusammensetzung des geschmolzenen Metalls
(Stahl) ist in Tabelle 15 angegeben. Die Menge des geschmolze
nen Metalls betrug 11,7 t. Die Temperatur des geschmolzenen
Metalls betrug 1560°C.
Die Menge der Schlacke betrug etwa 1,9 t. Die chemische Zusam
mensetzung ist in Tabelle 16 angegeben.
In diesem Beispiel wurde, ausgehend von den Mengen und Zusam
mensetzungen des eingegebenen geschmolzenen Stahls und den
ausgetragenen Mengen, festgestellt, daß bei Verwendung von C
in dem geschmolzenen Stahl als Reduktionsmittel 1,2 t ge
schmolzenes Metall erhalten wurden.
Gemäß einer modifizierten Ausführungsform dieses Beispiels,
bei der kohlenstoffhaltiges Material in das Schlackenbad, wie
durch die gestrichelte Linie in Fig. 5 angegeben, eingeblasen
wurde, d. h. unter Zufuhr des Reduktionsmittels, wurde kontinu
ierlich Metall in reduziertem Zustand erhalten. Bei diesen
Ausführungsformen wurde Kohlepulver als kohlenstoffhaltiges
Material verwendet. Verglichen mit dem Fall, daß Kohlepulver
in das geschmolzene Schlackenbad eingeblasen wurde und zu dem
Fall, daß dieses auf die Schlackenoberfläche aufgeblasen wur
de, wurde festgestellt, daß der erstgenannte Fall eine erheb
lich bessere prozentuale Reduktion der Schlacke ergab.
Claims (14)
1. Verfahren zur Herstellung eines Metalls aus einem Me
talloxid, dadurch gekennzeichnet, daß das
Metalloxid in Teilchenform in eine Hochtemperaturflamme eines
Brenners in einem Ofenreaktor eingeführt wird, um die Metal
loxidteilchen zu erhitzen und zu schmelzen, daß gleichfalls
ein Reduktionsmittel in den Ofenreaktor eingeführt wird, um
eine Reduktionsreaktion des Metalloxids zu bewirken, und daß
das resultierende Metall in reduziertem Zustand gewonnen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß Eisenoxid als Metalloxid verwendet
wird und daß durch die Reduktionsreaktion metallisches Eisen
erhalten wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß Eisenerz als Eisenoxid verwendet wird,
welches pulverisiert wird, bevor es in die Hochtemperaturflam
me des Brenners eingeführt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß als Eisenoxid Abfallstaub der Stahl
herstellung verwendet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß Chromerz als Metalloxid verwendet
wird, welches vor dem Einführen in die Hochtemperaturflamme
des Brenners pulverisiert wird und daß metallisches Chrom
durch die Reduktionsreaktion erhalten wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der verwendete Brenner ein
Sauerstoffbrenner oder ein Brenner mit an Sauerstoff angerei
chertem Gas ist.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Teilchen des Metall
oxids in der Weise zugeführt werden, daß sie von den Düsen des
Brenners in die Hochtemperaturflamme entlang der Achse der
Flamme zum Erhitzen und Schmelzen eingespritzt werden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß das Reduktionsmittel in
Form von Teilchen verwendet wird, die eine derartige Größe ha
ben, daß sie in der Hochtemperaturflamme nicht vollständig
verbrennen und daß die Teilchen von Düsen des Brenners in die
Hochtemperaturflamme eingeführt werden.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß das geschmolzene Metall
oxid, das von dem Erhitzen herrührt und das das Reduktionsmit
tel erhält, in den Ofenreaktor zur Vervollständigung der Re
duktionsreaktion eingebracht wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß das Reduktionsmittel in
der Weise eingeführt bzw. aufgebracht wird, daß es mit einem
Trägergas auf das geschmolzene Metalloxid aufprallen gelassen
wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß das Verhältnis des Brenn
stoffs zu dem dem Brenner zugeführten Sauerstoff so einge
stellt wird, daß die Sauerstoffmenge zur vollständigen Ver
brennung des Brennstoffs nicht ausreichend ist, um eine redu
zierende Flamme mit hohem CO-Gehalt zu bilden, damit die Re
duktionsreaktion unter der reduzierenden Atmosphäre beschleu
nigt wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die Reduktionsreaktion
durch Einblasen eines Rührgases in das geschmolzene Metalloxid
in dem Ofenreaktor beschleunigt wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß ein reduzierendes Gas wie
CH₄, H₂ und CO als Rührgas verwendet wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß die zur Reduktionsreaktion
erforderliche Hitze durch andere Erhitzungsmaßnahmen als durch
den Brenner wie Bogenerhitzen, Induktionserhitzen und Reak
tionserhitzen von CO in dem geschmolzenen Bad ergänzt wird.
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