DE19719681A1 - Infrarotmikroskop - Google Patents
InfrarotmikroskopInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Infrarotmikroskop, das eine
Spektralanalyse eines begrenzten Bereiches einer Probenober
fläche unter Verwendung von Infrarotlicht durchführt.
In einem Infrarotmikroskop wird Infrarotlicht auf eine
Probe geworfen und wird das Infrarotlicht spektral gemessen,
das durch die Probe hindurchgegangen oder von der Proben
oberfläche reflektiert worden ist, wodurch die Probe analy
siert wird. Üblicherweise muß nur ein begrenzter Bereich der
Probe analysiert werden. In einem derartigen Fall wird der
Umfang des Infrarotlichtes, der durch die Probe hindurchgeht
oder durch die Probenoberfläche reflektiert wird, mittels
einer Blende begrenzt. Dabei ist es notwendig, die Blenden
öffnung in passender Weise in Bezug auf die Probe vorher
festzulegen, um einen gewünschten Bereich der Probe richtig
zu messen.
Fig. 8 der zugehörigen Zeichnung zeigt das optische
System eines herkömmlichen Infrarotmikroskops, wie es bei
spielsweise in der JP-OS H05-181066 beschrieben ist. Wenn
der Meßbereich einer Probe 16 im Infrarotmikroskop festge
legt wird, werden ein erster beweglicher Spiegel 50 und ein
zweiter beweglicher Spiegel 52 in den optischen Weg ge
bracht, wie es durch eine ausgezogene Linie dargestellt ist,
und wird sichtbares Licht von einer Übertragungslichtquelle
12 auf die Probe 16 und von einer Blendenlampe 54 auf eine
Blendenplatte 56 geworfen. Das Licht von der Übertragungs
lichtquelle 12 wird über eine Kondensorlinse 14 auf die
Probe 16 konvergiert. Nachdem das Licht durch die Probe 16
hindurchgegangen ist, geht es über ein Objektiv 18, den
ersten beweglichen Spiegel 50, einen festen Spiegel 58 und
einen festen Halbspiegel 60 zu einem nicht dargestellten
Betrachter. Das Licht von der Blendenlampe 54 geht anderer
seits durch die Blendenöffnung 56a der Blendenplatte 56,
wird durch den zweiten beweglichen Spiegel 52 reflektiert,
geht durch den Halbspiegel 60 hindurch und tritt gleichfalls
in den Betrachter ein. Die Bilder der Probe 16 und der Blen
denöffnung 56a werden im Betrachter daher zu einem Gesamt
bild überlagert, wodurch die Position der Blendenöffnung 56a
in Bezug auf die Probe 16 sichtbar wird. Durch die Betrach
tung des überlagerten Bildes im Betrachter kann die Bedie
nungsperson die Position und die Größe der Blendenöffnung
56a festlegen.
Eine Messung zur Infrarotanalyse der Probe 16 wird in
der folgenden Weise durchgeführt. Der erste bewegliche Spie
gel 50 und der zweite bewegliche Spiegel 52 werden aus dem
optischen Weg abgezogen, wie es durch eine unterbrochene
Linie dargestellt ist. Dann wird Infrarotlicht von der Über
tragungslichtquelle 12 über die Kondensorlinse 14 auf die
Probe 16 geworfen. Nach dem Durchgang durch die Probe 16
wird das Infrarotlicht durch das Objektiv 18 so konvergiert,
daß es ein vergrößert es Infrarotbild der Probe 16 in der
Ebene der Blendenöffnung 56a bildet. Infrarotlicht eines
Teils des Infrarotbildes geht durch die Blendenöffnung 56a
hindurch und weiter in einen Infrarotmeßteil, der in der
Zeichnung nicht dargestellt ist. Die Arbeitsabläufe sind
sehr ähnlich, wenn eine Reflexionsbetrachtung erfolgt, bei
der das von der Probenoberfläche reflektierte Infrarotlicht
analysiert wird.
Das optische System eines herkömmlichen Infrarotmikro
skops enthält den Halbspiegel 60 zur Überlagerung der Bilder
von der Probe 16 und von der Blendenöffnung 56a und einige
Linseneinheiten, die im Betrachter zur Bildung eines sicht
baren Bildes benutzt werden, was mit hohen Kosten verbunden
ist. Die beweglichen Spiegel 50 und 52 benötigen präzise
Anordnungsmechanismen, um die Bilder der Probe und der Blen
denöffnung an den richtigen Stellen fehlerfrei zu überla
gern. Diese mit hohen Kosten verbundenen Bauteile und Präzi
sionsmechanismen treiben die Kosten eines herkömmlichen
Infrarotmikroskops in die Höhe.
Durch die Erfindung soll daher ein Infrarotmikroskop
geschaffen werden, das mit einem Mechanismus zum Festlegen
des Meßbereiches auf der Probe ausgerüstet ist, der mit
Einrichtungen auskommt, die mit geringeren Kosten verbunden
sind.
Dazu umfaßt das erfindungsgemäße Infrarotmikroskop
- a) ein optisches System zur Ausbildung eines Bildes einer Probe in einer Brennebene,
- b) eine Blende, die in der Brennebene angeordnet ist, wobei der Öffnungsbereich der Blende variabel ist,
- c) eine Kamera zur Aufnahme des Bildes der Probe und zur Erzeugung eines Probenbildsignals, das das Bild der Probe wiedergibt,
- d) eine Anzeigeeinrichtung, die auf das Probenbildsig nal anspricht und das Bild der Probe anzeigt,
- e) eine Bedienungseinrichtung, die es einer Bedienungs person erlaubt, den Öffnungsbereich der Blende festzulegen,
- f) einen Blendensignalgenerator, der ein Blendenöff nungssignal erzeugt, das dem Öffnungsbereich der Blende entspricht, der durch die Bedienungseinrichtung festgelegt wurde, und
- g) einen Blendenbildsignalgenerator, der auf das Blen denöffnungssignal anspricht und ein Blendenbildsignal er zeugt, daß das Bild der Blende wiedergibt, deren Öffnungs bereich durch die Bedienungseinrichtung festgelegt wurde, und der das Blendenbildsignal mit dem Probenbildsignal über lagert.
Bevor die Messung zur Infrarotanalyse einer Probe
durchgeführt wird, wird der Meßbereich der Probe festgelegt.
Bei der Festlegung des Meßbereiches nimmt eine Kamera das
Bild der gesamten Probe auf, und wird dieses Bild an der
Anzeigeeinrichtung angezeigt. Mittels des Blendenbildsig
nalgenerators wird ein Bild der Blende gleichfalls an der
Anzeigeeinrichtung dem Bild der Probe überlagert angezeigt.
Wenn die Bedienungsperson die Bedienungseinrichtung wie
beispielsweise eine Maus, die mit einem Computer zum Steuern
der Blende des Infrarotmikroskops verbunden ist, oder einen
Knopf zum Drehen einer Kurvenscheibe zwischen zwei Blenden
platten benutzt, deren Einzelheiten später beschrieben wer
den, um den Öffnungsbereich oder die Breite des Bildes der
Blende an der Anzeige zu verändern, erzeugt der Blendensi
gnalgenerator ein Blendenöffnungssignal, das dieser Breite
entspricht. Der Blendensignalgenerator empfängt das Blenden
öffnungssignal und erzeugt ein Blendenbildsignal, um ein
Bild der Blende mit dieser Breite an der Anzeigeeinrichtung
anzuzeigen. Das Bild der Probe, das dem Bild der Blende an
der Anzeigeeinrichtung überlagert ist, ändert sich dement
sprechend, wodurch die Bedienungsperson den Meßbereich, d. h.
die Position und die Breite der Blende an der Probe fest
legt.
Da das Bild der Blende elektronisch erzeugt wird, sind
Hardware-Einrichtungen wie mit hohen Kosten verbundene Lin
sen oder Präzisionsspiegelbewegungsmechanismen nicht notwen
dig. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß die Festlegung
des Meßbereiches leichter ist, da der Öffnungsbereich der
Blende an der Anzeige in verschiedener Weise, beispielsweise
unter Verwendung einer Maus oder einer Tastatur unabhängig
von dem tatsächlichen Mechanismus zum Einstellen der Blende
verändert werden kann.
Das Infrarotmikroskop kann weiterhin einen Steuerteil
zum Steuern der Blende und des Blendenbildsignalgenerators
enthalten. Bei der Festlegung des Meßbereiches erlaubt es
der Steuerteil dem Blendenbildsignalgenerator das Blenden
bildsignal dem Probenbildsignal zu überlagern, erlaubt es
jedoch der Blende nicht, tatsächlich den Öffnungsbereich der
Blende zu ändern. Bei der Messung erlaubt es der Steuerteil
der Blende, tatsächlich den Öffnungsbereich der Blende zu
ändern. Wenn die Blende im optischen Weg zwischen der Probe
und der Kamera angeordnet ist, erleichtert das die Festle
gung des Meßbereiches, da das Bild der Probe durch die Blen
de beim Festlegen des Meßbereiches nicht verdeckt ist.
Im folgenden werden anhand der zugehörigen Zeichnung
besonders bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung
näher beschrieben. Es zeigen
Fig. 1 in einem Diagramm den Aufbau eines ersten Aus
führungsbeispiels der Erfindung,
Fig. 2A und Fig. 2B Draufsichten auf den Blendenein
stellmechanismus des ersten Ausführungsbeispiels,
Fig. 3 eine Erläuterungsansicht einer Anzeigeeinrich
tung, an der die Bilder der Probe und der Blende überlagert
sind,
Fig. 4A und Fig. 4B Draufsichten des Blendeneinstell
mechanismus eines zweiten Ausführungsbeispiels,
Fig. 5 eine Seitenansicht des Blendeneinstellmechanis
mus des zweiten Ausführungsbeispiels,
Fig. 6 eine Draufsicht auf den Blendeneinstellmechanis
mus eines dritten Ausführungsbeispiels,
Fig. 7 in einem Diagramm den Aufbau des dritten Aus
führungsbeispiels und
Fig. 8 in einem Diagramm das optische System eines
herkömmlichen Infrarotmikroskops.
Bei dem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung, das
im folgenden anhand von Fig. 1 beschrieben wird, können die
Übertragungslichtquelle 12, die Kondensorlinse 14, die Probe
16 und das Objektiv 18 gleich denen sein, die in Fig. 8
dargestellt sind. Eine Blende 20 befindet sich an einer
Stelle, an der das Licht durch das Objektiv 18 fokussiert
wird. Der Weg des Lichtes hinter der Blende 20 kann durch
einen beweglichen Spiegel 26 geändert werden, der über einen
Steuerteil 24 angetrieben wird. Eine Kamera 28 in Form eines
ladungsgekoppelten Bauelementes (CCD) ist im Lichtweg vor
gesehen und wird dann betrieben, wenn der bewegliche Spiegel
26 vom optischen Weg abgezogen ist, wie es durch eine ausge
zogene Linie dargestellt ist. Das Bildsignal, d. h. das Pro
benbildsignal von der CCD-Kamera 28 liegt am Steuerteil 24,
der aus einem Mikrocomputer, einem Speicher und anderen
Periphergeräten besteht. Der Steuerteil 24 wandelt das Pro
benbildsignal von der CCD-Kamera 28 in ein anderes Format
um, das zur Anzeige an einer Anzeigeeinrichtung 25 geeignet
ist.
Die Blende 20 hat eine variable Blendenöffnung 22,
wobei die Breite der Blendenöffnung 22 über einen Blenden
einstellmechanismus verändert wird, der einen Impulsmotor
30, der vom Steuerteil 24 gesteuert wird, und eine Kurven
scheibe 32 enthält. Der Blendeneinstellmechanismus ist im
einzelnen in den Fig. 2A und 2B dargestellt. Die Blende 20
besteht aus zwei seitlich beweglichen Blendenplatten 34a und
34b, die den Außenumfang der Blendenöffnung 22 begrenzen.
Eine ovale Kurvenscheibe 32 ist zwischen den beiden Blenden
platten 34a und 34b vorgesehen, und die Blendenplatten 34a
und 34b sind durch eine Feder 36 gegen die Kurvenscheibe 32
vorgespannt. Wenn die ovale Kurvenscheibe 32 durch den Im
pulsmotor 30 gedreht wird, dann wird der Abstand zwischen
den Blendenplatten 34a und 34b, d. h. die Breite der Blenden
öffnung 22 geändert. Fig. 2A zeigt die Blende 20 in der
Position, in der die Breite der Blendenöffnung 22 maximal
ist, und Fig. 2B zeigt die Position, in der die Breite mini
mal ist. Durch eine Steuerung der Drehung des Impulsmotors
30 und somit der Winkelposition der Kurvenscheibe 32 kann
die Breite der Blendenöffnung 22 beliebig eingestellt wer
den. Das Profil der Kurvenscheibe 32 muß nicht genau oval
sein, es kann auch in anderer Weise ausgebildet sein, vor
ausgesetzt, daß der Abstand zwischen den Blendenplatten 34a
und 34b geändert werden kann. Die Blende 20 ist so ausgebil
det, daß das gesamte Bild 21 der Probe 16, das in der Ebene
der Blendenöffnung 22 ausgebildet wird, in der Blendenöff
nung 22 liegt, wenn die Breite der Blendenöffnung 22 maximal
ist, wie es in Fig. 2A dargestellt ist. Wenn beispielsweise
die Vergrößerung des Objektivs 28 auf 15 festgelegt ist,
dann ist die maximale Breite der Blendenöffnung 22 auf mehr
als das Fünf zehnfache der vollen Breite der Probe 16 festge
legt.
Bei der Voreinstellung des Infrarotmikroskops mit dem
oben beschriebenen Aufbau wird die Beziehung zwischen der
Breite des Bildes 29 der Blendenöffnung 22 an der Anzeige
einrichtung 25 (Fig. 3) und der Drehposition (d. h. der An
zahl von Impulsen) des Impulsmotors 30 gebildet und im Spei
cher des Steuerteils 24 gespeichert. Diese Beziehung kann
tatsächlich in der folgenden Weise gebildet werden. Mit vom
optischen Weg abgezogenem beweglichen Spiegel 26 wird sicht
bares Licht von der Übertragungslichtquelle 12 auf den opti
schen Weg gegeben. Ausgehend von der kleinsten Breite der
Blendenöffnung 22 wird ein Impuls oder wird eine vorgegebene
Anzahl von Impulsen einmal an den Impulsmotor 30 gelegt, um
die Kurvenscheibe 32 um einen vorgegebenen kleinen Winkel zu
drehen. Über eine fortschreitende Drehung der Kurvenscheibe
32 bis zur maximalen Breite der Blendenöffnung 22 wird die
Beziehung zwischen jeder Position der Kurvenscheibe 32 und
der Breite der Blendenöffnung 22 an der Anzeigeeinrichtung
25 beobachtet.
Auf der Grundlage der in dieser Weise erhaltenen Bezie
hung wird der Meßbereich der Probe 16 wie folgt festgelegt.
Zunächst wird der bewegliche Spiegel 26 vom optischen Weg
abgezogen, wie es durch eine ausgezogene Linie in Fig. 1
dargestellt ist, und wird die Breite der Blendenöffnung 22
auf den Maximalwert festgelegt. Wenn sichtbares Licht auf
die Probe 16 von der Übertragungslichtquelle 12 geworfen
wird, wird das gesamte Bild 23 der Probe 16 an der Anzeige
einrichtung 25 dargestellt, wie es in Fig. 3 gezeigt ist.
Durch die Betrachtung des Bildes 23 der Probe 16 an der
Anzeigeeinrichtung 25 und unter Verwendung einer Eingabeein
richtung 27 (eine Maus oder eine Tastatur in Fig. 1), die
mit dem Steuerteil 24 verbunden ist, bestimmt die Bedie
nungsperson den Meßbereich der Probe 16 über die Bezeichnung
einer Koordinate. Vorausgesetzt, daß die Bewegung der Blen
denplatten 34a und 34b in Fig. 2a und 2B der Horizontalrich
tung (X-Achse) an der Anzeigeeinrichtung 25 (Fig. 3) ent
spricht, kann der Meßbereich unter Bezeichnung einer X-Koor
dinate bestimmt werden, da sich die beiden Blendenplatten
34a und 34b symmetrisch bezüglich des Mittelpunktes bewegen.
Wenn der Meßbereich durch die Bedienungsperson in dieser
Weise festgelegt ist, erzeugt der Steuerteil 24 ein Signal,
nämlich ein Blendenbildsignal, das ein Bild 29 der Blenden
öffnung 22 wiedergibt, indem die Daten der X-Koordinate
ausgenutzt werden, die durch die Bedienungsperson bezeichnet
wurde. Das Bild 29 der Blendenöffnung 22 wird dem Bild 23
der Probe 16 an der Anzeigeeinrichtung 25 überlagert, wie es
in Fig. 3 dargestellt ist. Über eine Betrachtung der über
lagerten Bilder 23 und 29 an der Anzeigeeinrichtung 25 kann
die Bedienungsperson problemlos den Meßbereich auf der Probe
16 bestimmen oder erneuern, indem sie eine neue X-Koordinate
angibt.
Wenn der Meßbereich endgültig festgelegt ist, benutzt
die Bedienungsperson die Eingabeeinrichtung 27 dazu, dem
Steuerteil 24 einen Befehl zu geben, mit der Messung für
eine Infrarotanalyse der Probe 16 zu beginnen. Wenn der
Befehl empfangen ist, bringt der Steuerteil 24 den bewegli
chen Spiegel 26 in den optischen Weg, wie es durch eine
unterbrochene Linie in Fig. 1 dargestellt ist. Dann legt der
Steuerteil 24 eine Anzahl von Impulsen an den Impulsmotor
30, die dem endgültig festgelegten Meßbereich entspricht,
und zwar auf der Grundlage der oben beschriebenen Beziehung,
die im Speicher gespeichert ist. Wenn sich der Impulsmotor
30 dreht, bewegen sich die Blendenplatten 34a und 34b in
eine Position, die dem Bild 29 der Blendenöffnung 22 an der
Endanzeigeeinrichtung 25 entspricht. Nachdem die Breite der
tatsächlichen Blendenöffnung 22 festgelegt ist, wird die
Übertragungslichtquelle 12 mit Energie versorgt, um Infra
rotlicht auf die Probe 16 zu werfen. Das Infrarotlicht, das
durch die Probe 16 hindurchgeht, wird in der Ebene der Blen
denöffnung 22 fokussiert, wodurch ein Infrarotbild der Probe
16 gebildet wird. Ein Teil des Infrarotbildes, der durch die
Blendenöffnung 22 hindurchgeht, tritt in einen Infrarotana
lyseteil, d. h. in einen nicht dargestellten Infrarotanalysa
tor, über den beweglichen Spiegel 26 ein.
Ein zweites Ausführungsbeispiel des Infrarotmikroskopes
wird im folgenden anhand der Fig. 4A, 4B und 5 beschrieben.
Die Blende 120 dieses Ausführungsbeispiels ist in den Fig.
4A und 4B dargestellt. Die beiden Blendenplatten 134a und
134b sind über eine Druckfeder 138 und einen Solenoidkolben
140 verbunden. Auf der Achse der Kurvenscheibe 132, die
zwischen den Blendenplatten 134a und 134b angeordnet ist,
befindet sich ein Codierer 142, der ein Signal ausgibt, das
die Drehposition der Kurvenscheibe 132 wiedergibt. Wenn der
Solenoidkolben 140 auf einen Befehl vom Steuerteil 24 (Fig.
1) mit elektrischem Strom versorgt wird, zieht sich der
Solenoidkolben 140 zusammen und werden die beiden Blenden
platten 134a und 134b nach innen gezogen, bis sie zur Anlage
an die Kurvenscheibe 132 kommen, wie es in Fig. 4B darge
stellt ist.
Wenn der Strom zum Solenoidkolben 140 unterbrochen
wird, kehren die Blendenplatten 134a und 134b in ihre Aus
gangsposition mittels der Druckfeder 138 zurück, wie es in
Fig. 4A dargestellt ist.
Der Blendeneinstellmechanismus bei diesem Ausführungs
beispiel ist in Fig. 5 dargestellt. Das Signal vom Codierer
142, das die Drehposition der Kurvenscheibe 132 wiedergibt,
liegt am Steuerteil 24. Statt einer Steuerung unter Verwen
dung des Impulsmotors 30, wie es beim vorhergehenden Aus
führungsbeispiel der Fall war, wird die Breite der Blenden
öffnung 122 durch die Drehposition der Kurvenscheibe 132
bestimmt, die von Hand über einen Knopf 146 eingestellt
wird. Es kann natürlich irgendein anderer Mechanismus dazu
benutzt werden, die Drehposition der Kurvenscheibe 132 zu
bestimmen.
Bei der Voreinstellung dieses Ausführungsbeispiels
eines Infrarotmikroskops wird die Beziehung zwischen der
Breite des Bildes 29 der Blendenöffnung 122 an der Anzeige
einrichtung 25 und dem Ausgangssignal (Kurvenscheibenposi
tionssignal) des Codierers 142 gebildet und im Speicher des
Steuerteils (24) gespeichert. Diese Beziehung kann tatsäch
lich wie folgt erhalten werden. Bei aus dem optischen Weg
abgezogenen beweglichen Spiegel 26 wird sichtbares Licht von
der Übertragungslichtquelle 12 auf den optischen Weg gege
ben. Die Kurvenscheibe 132 wird in einer Position angeord
net, in der die Breite in Bewegungsrichtung der Blendenplat
ten 134a und 134b am kleinsten ist, wie es in Fig. 4B darge
stellt ist, und wird der Solenoidkolben 140 mit Energie
versorgt. Ausgehend von der kleinsten Breite der Blendenöff
nung 122 wird der Knopf 146 betätigt, um die Kurvenscheibe
132 zu drehen und die Breite der Blendenöffnung 122 einmal
um einen geringen Betrag zu erhöhen. Die Beziehung zwischen
den Ausgangssignalen (Kurvenscheibenpositionssignal) vom
Codierer 142 und den entsprechenden Breiten des Bildes 29
der Blendenöffnung 122 an der Anzeigeeinrichtung 25 wird im
Speicher des Steuerteils 24 gespeichert.
Im folgenden wird der Arbeitsvorgang der Festlegung
eines Meßbereichs beschrieben. Bei diesem Arbeitsvorgang
wird der Solenoidkolben 140 nicht mit Energie versorgt, so
daß die Blendenplatten 134a und 134b durch die Druckfeder
138 auf die maximale Breite der Blendenöffnung 122 in Fig.
4A auseinandergedrückt sind. Anschließend wird das gesamte
Bild 23 der Probe 16 an der Anzeigeeinrichtung 25 angezeigt,
wie es bei dem ersten Ausführungsbeispiel beschrieben wurde.
Wenn die Kurvenscheibe 132 von Hand gedreht wird, gibt der
Codierer 142 ein Signal aus, das der Drehposition der Kur
venscheibe 132 entspricht. Auf der Grundlage dieses Posi
tionssignals der Kurvenscheibe 132 und unter Bezug auf die
Beziehung zwischen dem Kurvenscheibenpositionssignal und der
Breite des Bildes 29 der Blendenöffnung 122 an der Anzeige
einrichtung 25, die vorher im Speicher gespeichert worden
ist, erzeugt der Steuerteil 24 Signale für die Anzeige 25,
um das Bild 29 der Blendenöffnung 122 anzuzeigen, dessen
Breite dem Kurvenscheibenpositionssignal entspricht. Das
Bild 29 der Blendenöffnung 122 wird dem Bild 23 der Probe 16
an der Anzeigevorrichtung 25 überlagert. Wenn die Bedie
nungsperson den Knopf 146 dreht, um die Kurvenscheibe 132 zu
drehen, und dabei die überlagerten Bilder 23 und 29 an der
Anzeigeeinrichtung 25 betrachtet, dann ändert sich die Brei
te des Bildes 29 der Blendenöffnung 122 nach Maßgabe des
Bildes 23 der Probe 16 an der Anzeigeeinrichtung 25. Wenn
die Bedienungsperson die Breite des Bildes 29 der Blenden
öffnung 122 abschließend festgelegt hat, befindet sich die
Kurvenscheibe 132 in derjenigen Drehposition, die der Breite
der tatsächlichen Blendenöffnung 122 entspricht, die in
dieser Weise bestimmt wurde, wodurch der Meßbereich der
Probe 16 festgelegt ist.
Wenn die Bedienungsperson die Eingabeeinrichtung 27
dazu benutzt, einen Befehl zum Beginn einer Messung für eine
Infrarotanalyse der Probe 16 aus zugeben, bringt der Steuer
teil 24 den beweglichen Spiegel 26 in den optischen Weg und
versorgt der Steuerteil 24 den Solenoidkolben 140 mit Ener
gie. Die Blendenplatten 134a und 134b werden näher anein
ander gezogen, bis sie an der Kurvenscheibe 132 anliegen,
wodurch die Blendenöffnung 122 tatsächlich auf die vorgege
bene Breite gebracht wird.
Im folgenden wird ein drittes Ausführungsbeispiel an
hand der Fig. 6 und 7 beschrieben. Wie es in Fig. 6 darge
stellt ist, umfaßt die Blende 220 bei diesem Ausführungsbei
spiel zwei Blendenplatten 234a und 234b, die über eine Zug
feder 236 miteinander verbunden sind, sowie eine Kurven
scheibe 232 zwischen den beiden Blendenplatten 234a und
234b. Auf der Achse der Kurvenscheibe 232 befindet sich ein
Codierer 242, wie es bei dem vorhergehenden Ausführungsbei
spiel der Fall ist. Wie es in Fig. 7 dargestellt ist, ist
die Blende 220 in einer derartigen Position angeordnet, daß
das Bild der Probe 16 durch das Objektiv 18 in der Ebene der
Blendenöffnung 222 ausgebildet wird, wenn sich der bewegli
che Spiegel 226 im optischen Weg befindet, was durch eine
ausgezogene Linie dargestellt ist.
Wie beim vorhergehenden Ausführungsbeispiel wird die
Beziehung zwischen der Breite des Bildes 29, der Blendenöff
nung 222 an der Anzeigeeinrichtung 25 und dem Kurvenschei
benpositionssignal des Codierers 242 gebildet und im Spei
cher des Steuerteils 24 vorab gespeichert. Da jedoch das
Bild 29 der Blendenöffnung 222 bei dem vorliegenden Ausfüh
rungsbeispiel von der CCD-Kamera 28 nicht aufgenommen werden
kann, ist der oben beschriebene Einstellungsvorgang nicht
möglich. Statt dessen wird die Bewegungscharakteristik des
Codierers 142 vorab beobachtet, um die Beziehung zwischen
der Drehposition des Codierers 242 und dem Kurvenscheibenpo
sitionssignal vom Codierer 242 zu erhalten. Das Profil der
Kurvenscheibe 232 wird gleichfalls gemessen, um den Durch
messer der Kurvenscheibe 232 bezüglich der Drehposition der
Kurvenscheibe 232 zu erhalten. Nachdem diese Information vom
Codierer 242 und von der Kurvenscheibe 232 erhalten worden
ist, wird die Blende 220 an der passenden Position im In
frarotmikroskop angeordnet, wie es in Fig. 7 dargestellt
ist. Dann wird die Breite der Blendenöffnung 222 auf den
kleinsten Wert gesetzt und wird die Drehposition der Kurven
scheibe 232 zu diesem Zeitpunkt gleich null gesetzt. Durch
eine Korrelation des Kurvenscheibenpositionssignals vom
Codierer 242 an dieser Position der Kurvenscheibe 232 kann
die Beziehung zwischen den Kurvenscheibenpositionssignalen
und den Drehpositionen der Kurvenscheibe 232 oder der Breite
der Blendenöffnung 222 erhalten werden.
Bei der Festlegung eines Meßbereiches wird das gesamte
Bild 23 der Probe 16 an der Anzeigeeinrichtung 25 angezeigt
und wird die Kurvenscheibe 232 von Hand gedreht, wie es bei
den vorhergehenden Ausführungsbeispielen der Fall war. Wenn
sich die Kurvenscheibe 232 dreht, ändert sich die Breite der
Blendenöffnung 222 bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
tatsächlich, das gesamte Bild 23 der Probe 16 bleibt jedoch
an der Anzeige 25 angezeigt, da die Blende 220 sich nicht im
Weg des Lichtes vom Objektiv 18 zur CCD-Kamera 28 befindet.
Wenn das Kurvenscheibenpositionssignal vom Codierer 242
empfangen wird, erzeugt der Steuerteil 24 Signale für die
Anzeigeeinrichtung 25, um das Bild 29 der Blendenöffnung 225
anzuzeigen, deren Breite dem Kurvenscheibenpositionssignal
entspricht. Das Bild 29 der Blendenöffnung 222 wird dem Bild
23 der Probe 16 an der Anzeigeeinrichtung 25 überlagert.
Wenn die Bedienungsperson den Knopf 246 dreht, und die über
lagerten Bilder an der Anzeigeeinrichtung 25 betrachtet,
ändern sich die Breite der tatsächlichen Blendenöffnung 222
sowie des Bildes 29 der Blendenöffnung 222 an der Anzeige
einrichtung 25 entsprechend. Nachdem die Position der Blen
denöffnung 222 bezüglich der Probe 16 endgültig festgelegt
ist, benutzt die Bedienungsperson die Eingabeeinrichtung 27
dazu, den Beginn einer Messung für eine Infrarotanalyse der
Probe 16 zu befehlen. Auf den Startbefehl ansprechend bringt
der Steuerteil 24 den beweglichen Spiegel 226 in den opti
schen Weg und versorgt der Steuerteil 24 die Übertragungs
lichtquelle 12 mit Strom, um Infrarotlicht auf die Probe 16
zu werfen. Das durch die Probe 16 hindurchgegangene Infra
rotlicht wird auf die Ebene der Blendenöffnung 222 fokus
siert, nachdem es vom beweglichen Spiegel 226 reflektiert
worden ist und der Teil des Infrarotlichtes, der der Blen
denöffnung 222 entspricht, liegt an einem Infrarotanalyse
teil, d. h. an einem Infrarotanalysator.
Bei den oben beschriebenen drei Ausführungsbeispielen
sind die Blenden so ausgebildet, daß sich nur die Breite
ändert. Es ist auch möglich, eine Blende zu verwenden, die
sich zweidimensional ändert, indem ein weiteres Paar von
Blendenplatten unter einem rechten Winkel zu den oben be
schriebenen Blendenplatten vorgesehen wird. Indem weiterhin
der Blendeneinstellmechanismus an einer drehbaren Scheibe
vorgesehen wird, kann der Meßbereich an irgendeiner Stelle
auf einem kreisförmigen Bereich der Probe gewählt werden.
Unter Verwendung eines zweidimensional beweglichen Proben
halters, der von Motoren angetrieben wird, und des Blenden
einstellmechanismus des ersten Ausführungsbeispiels kann in
ähnlicher Weise irgendeine Stelle auf der Probe 16 automa
tisch analysiert werden.
Bei der obigen Beschreibung der Ausführungsbeispiele
wurden lediglich lichtdurchlassende Infrarotmikroskope be
schrieben, es versteht sich jedoch, daß die erfindungsgemäße
Ausbildung auch bei reflektierenden Infrarotmikroskopen
angewandt werden kann.
Claims (6)
1. Infrarotmikroskop, gekennzeichnet durch
- a) ein optisches System zur Ausbildung eines Bildes einer Probe (16) in einer Brennebene,
- b) eine Blende (20, 120, 220), die in der Brennebene angeordnet ist und deren Öffnungsbereich (22, 122, 222) variabel ist,
- c) eine Kamera zur Aufnahme des Bildes der Probe (16) und zum Erzeugen eines Probenbildsignals, das das Bild der Probe (16) wiedergibt,
- d) eine Anzeigeeinrichtung (25), die auf das Proben bildsignal anspricht und das Bild der Probe (16) anzeigt,
- e) eine Bedienungseinrichtung, die es einer Bedienungs person erlaubt, den Öffnungsbereich (22, 122, 222) der Blen de (20, 120, 220) einzustellen,
- f) eine Blendensignalerzeugungseinrichtung, die ein Blendensignal erzeugt, das dem Öffnungsbereich (22, 122, 2222) der Blende (20, 120, 220) entspricht, der durch die Bedienungseinrichtung festgelegt ist, und
- g) eine ein Blendenbildsignal erzeugende Einrichtung, die auf das Blendensignal anspricht und ein Blendenbildsi gnal erzeugt, das das Bild der Blende (20, 120, 220) mit dem durch die Bedienungseinrichtung festgelegten Öffnungsbereich (22, 122, 222) wiedergibt, und die das Blendenbildsignal dem Probenbildsignal überlagert.
2. Infrarotmikroskop nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch einen Steuerteil (24), der es der ein Blendenbildsi
gnal erzeugenden Einrichtung erlaubt, das Blendenbildsignal
dem Probenbildsignal zu überlagern, es der Blende (20, 120,
220) jedoch nicht erlaubt, den Öffnungsbereich (22, 122,
222) der Blende (20, 120, 220) bei der Festlegung des Meßbe
reiches tatsächlich zu ändern, allerdings es der Blende (20,
120, 220) bei der Messung erlaubt, den Öffnungsbereich (22,
122, 222) der Blende (20, 120, 220) tatsächlich zu ändern.
3. Infrarotmikroskop nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch einen Motor (30) zum Ändern des Öffnungsbereiches (22)
der Blende (20) und eine Motorsteuerung zum Steuern des
Motors (30), um den Öffnungsbereich (22) der Blende (20)
nach Maßgabe eines Signals von der Bedienungseinrichtung
festzulegen, wobei die Motorsteuerung die Blendensignaler
zeugungseinrichtung umfaßt.
4. Infrarotmikroskop nach Anspruch 3, gekennzeichnet
durch eine Steuerung, die es der Blendensignalerzeugungsein
richtung erlaubt, das Blendensignal an die ein Blendenbild
signal erzeugende Einrichtung zu legen, jedoch die Motor
steuerung anhält, um ein Motorsteuersignal dem Motor bei der
Festlegung des Meßbereiches zu liefern, und die es der Mo
torsteuerung erlaubt, das Motorsteuersignal bei der Messung
an den Motor zu legen.
5. Infrarotmikroskop nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Blende (132) zwei Blendenplatten (134a,
b), eine Kurvenscheibe (132), die zwischen den beiden Blen
denplatten (134a, b) angeordnet ist, und einen Solenoidkol
ben (140) umfaßt, der die beiden Blendenplatten (134a, b)
miteinander verbindet, wobei der Steuerteil (24) die Kurven
scheibe (132) in eine Position dreht, die dem Öffnungsbe
reich (122) der Blende (120) entspricht, der an der Anzeige
einrichtung angezeigt wird, während er den Solenoidkolben
(140) in der auseinandergezogenen Position hält, um die
beiden Blendenplatten (134a, b) bei der Festlegung des Meß
bereiches auseinanderzuhalten, und den Solenoidkolben (140)
bei der Messung zusammenzieht, bis die beiden Blendenplatten
(134a, b) an die Kurvenscheibe (132) zur Anlage kommen.
6. Infrarotmikroskop nach Anspruch 2, gekennzeichnet
durch einen beweglichen Spiegel (26), der zwischen einer
ersten Position, in der Licht von der Probe die Kamera er
reicht, und einer zweiten Position bewegbar ist, in der
Licht von der Probe an der Blende (20) liegt, wobei der
Steuerteil (24) den beweglichen Spiegel (26) bei der Festle
gung des Meßbereiches in die erste Position und bei der
Messung in die zweite Position bringt.
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