DE19719669A1 - Applikator - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Applikator zum Verabreichen von Medikamenten
an Tiere.
Aus dem U.S. Patent 4,673,395 ist ein Injektor mit zwei Zylindern und zwei
zusammenwirkenden Kolben bekannt, wobei die Zylinder zu einem gemeinsamen
Auslaß führen, der sich in einer Düse oder Nadel fortsetzt. Die beiden Zylinder er
halten getrennte Flüssigkeiten, die von der Abgabe vermischt werden sollen. Dieser
Injektor ist nicht geeignet, die Abgabe der Flüssigkeiten getrennt voneinander vor
zunehmen, wenn dies gewünscht werden sollte.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, den vorgenannten Nachteil
zu vermeiden, und damit einen Applikator zu schaffen, mit dem es möglich ist, zwei
Flüssigkeiten getrennt voneinander zu applizieren.
Die Aufgabe ist erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Patentanspruchs I
gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnun
gen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines Applikators;
Fig. 2 einen Schnitt durch das vordere Ende des Applikators der Fig. 1;
Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie A-A in Fig. 2 und
Fig. 4 eine Unteransicht eines Teils des in Fig. 2 dargestellten Applikators.
In der Zeichnung ist ein Applikator 10 schematisch dargestellt, der in der Lage
ist, zwei Flüssigkeiten abzugeben. Beispielsweise kann die erste Flüssigkeit ein
Medikament sein, das einem Tier verabreicht werden soll. Dieses Medikament wird
beispielsweise "aufgesprüht". Die zweite Flüssigkeit kann entweder ein weiteres
Medikament sein oder in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel eine Markierung,
die auf das Tier aufgebracht wird, so daß erkennbar ist, daß das Tier mit dem Medi
kament behandelt worden ist.
Der Applikator 10 besitzt ein Gehäuse 11 mit einer Basis 12, aus der ein Griff
13 vorsteht. Wie üblich ist am unteren Ende des Griffes 13 ein Auslösehebel 14 mit
Hilfe eines Schwenkzapfens befestigt. So nimmt ein Benutzer des Geräts den Ap
plikator 10 so in die Hand, daß der Griff 13 und der Auslösehebel 14 in der Hand
fläche liegen. Bewegt man den Auslösehebel 14 zum Griff 13 hin, so wird der Ap
plikator 10 betätigt.
Die Basis 12 enthält einen ersten Zylinder 15, der mit einem Kolben 16 zu
sammenwirkt und einen ersten Raum 17 von veränderlichem Volumen abteilt. Am
Kolben 16 ist eine Kolbenstange 18 befestigt, die einen mittleren Kanal 19 aufweist,
der in den Raum 17 mündet.
Das Gehäuse 12 besitzt einen zweiten Zylinder 20, in dem ein zweiter Kolben
21 verschiebbar ist, der einen zweiten Raum 22 veränderlichen Volumens abteilt.
Am Kolben 21 ist eine Kolbenstange 13 befestigt, die bis in den Raum 17 hinein
vorsteht und so von dem Kolben 16 erfaßt werden kann. Auf der anderen Seite der
Kolbenstange 23 liegt ein Abgabebauteil 24, das in dieser Ausführungsform mit
einer Auslaßdüse 25 in Verbindung steht. In der Auslaßdüse 25 ist ein Einwegventil
29 mit einem beweglichen Ventilglied 27 angeordnet, das von einer Ventilfeder 28
beaufschlagt ist. Das Ventilglied 27 wirkt mit einem Ventilsitz 29 zusammen. Damit
verhindert das Ventil 26, daß Flüssigkeit in den Applikator 10 zurückgesaugt wer
den kann.
Das Abgabebauteil 24 liegt in einer Bohrung 30 der Basis 12 und ist gegen
über dem Gehäuse 12 mit einer Dichtung 31 abgedichtet. Die Dichtung 31 läßt eine
Verschiebung von Abgabebauteil 24 und Basis 12 zu.
Der Kolben 21 ist im Zylinder 20 verschiebbar mit Hilfe einer Dichtung 32
angeordnet, wohingegen der Kolben 16 im Zylinder 15 mit Hilfe einer Dichtung 33
angeordnet ist. Der Zylinder 15 besitzt einen Abschnitt 34, der im Durchmesser
verkleinert ist, wobei der Abschnitt 34 eine Dichtung 35 aufweist, an der die
Außenseite der Stange 23 verschiebbar anliegt.
Ein Kanal 36 verläuft in Längsrichtung durch die Stange 23 und das Bauteil
24.
Die Kolbenstange 18 erstreckt sich nach hinten zu durch einen Einstellmecha
nismus 37 für die Dosierung, die im vorliegenden Ausführungsbeispiel ein Ein
stellglied 38 aufweist, das auf der Stange 18 aufgeschraubt ist und damit mit dieser
verschiebbar ist. Dies erfolgt durch Rotation des Einstellgliedes 38 um die Längs
achse der Stange 18. Die Stange 18 reicht durch eine Gabel am oberen Ende des
Auslösehebels 14, so daß durch Bewegen des Auslösehebels 14 zum Griff 13 hin
die Stange 18 in Richtung des Pfeils 39 verschoben wird. Das Außenende der
Stange 18 ist mit einem Anschluß 40 versehen, über den die Stange 18 mit einem
Schlauch 41 verbunden ist, der zu einem Behälter führt. Im Anschluß 40 ist ein
Einwegventil ähnlich dem Ventil 26 angeordnet, so daß Strömungsmittel nur in
Richtung des Pfeils 39 durch das Ventil strömen kann.
Eine Feder sitzt zwischen dem Griff 13 und dem Auslösehebel 14, um den
Auslösehebel 14 vom Griff 14 wegzudrücken und damit den Kolben 16 so zu ver
schieben, daß der Raum 17 sein maximales Volumen besitzt, das von dem Einstell
mechanismus 37 bestimmt ist.
Zwischen der Basis 12 und dem Kolben 21 befindet sich eine Feder 41, die
den Kolben 21 in eine Richtung beaufschlagt, in der das Volumen des Raums 22
maximal ist.
Der Raum 22 ist mit einem Einlaßkanal 42 und einem Einwegventil 43 verse
hen, um den Eintritt von Flüssigkeit in den Raum 22 zu sperren, sowie mit einem
Auslaßkanal 44 und einem Einwegventil 45, um das Strömen von Flüssigkeit in ei
ner Richtung aus dem Raum 22 heraus zu sperren. Der Kanal 42 ist an eine Leitung
46 angeschlossen, die durch den Griff 13 und den Auslösehebel 14 geht, und von
dort an einen weiteren Behälter, der Flüssigkeit enthält, die über die Düse 47 abge
geben werden soll, die mit dem Auslaßkanal 44 in Verbindung steht.
Der Einstellmechanismus 37 für die Dosierung besitzt ein Einstellteil 48, das
drehbar auf der Basis 12 befestigt ist, um so um die Längsachse 49 der Schubstange
18 verdreht werden zu können. Das Einstellteil 48 hat eine sechseckige, mittige
Öffnung, durch welche das Einstellglied 38 greift, das eine entsprechende Form
aufweist und in die sechseckige Öffnung des Einstellteiles 48 hineinpaßt. Das Ein
stellglied 38 ist im Einstellteil 48 verschiebbar und mit der Stange 18 verschraubt.
Dreht man das Einstellteil 48 um die der Stange 18, so verschiebt sich das Ein
stellglied 38 in Längsrichtung der Stange 18. Seine Lage auf der Stange 18 be
stimmt den Hub des Kolbens 16 und damit das aus der Düse 25 austretende Volu
men.
Im Betrieb des Applikators 10 werden die beiden Kolben 16 und 21 von der
Feder 41 und der Feder zwischen dem Griff 13 und dem Auslösehebel 14 entgegen
der Pfeilrichtung 39 verschoben. Dabei ist im Raum 17 eine erste Flüssigkeit und im
Raum 22 eine zweite Flüssigkeit enthalten. Drückt man den Auslösehebel 14, damit
er sich zum Griff 14 hin bewegt, so verschiebt die Kolbenstange 18 den Kolben 16,
der das Volumen des Raums 17 verringert. Dann tritt Flüssigkeit in den Kanal 36
und verläßt den Applikator 10 über die Düse 25. Die ausgestoßene Flüssigkeits
menge ist von der Position des Einstellgliedes 38 auf der Stange 18 bestimmt. Das
Einstellglied 38 berührt letztendlich eine Fläche am Gehäuse 11, die den Hub des
Kolbens 16 begrenzt. Wandert der Kolben 16 in Richtung des Pfeils 39, so gerät er
letztlich an das Ende der Stange 23. Damit wird der Kolben 21 verschoben, der das
Volumen des Raums 22 verkleinert. Die Flüssigkeit im Raum 22 tritt dann aus der
Düse 47 aus. Die Verschiebung des Kolbens 21 endet, sobald die Verschiebung des
Kolbens 16 beendet ist. Insbesondere berührt der Kolben 16 Endabschnitte 50 an
der Stange 23. Die Endabschnitte 50 sind von Öffnungen 41 unterbrochen, so daß
Flüssigkeit immer noch aus dem Raum 17 austreten und in den Kanal 36 einströmen
kann.
Wird der Auslösehebel 14 losgelassen, so verschieben sich beide Kolben 16
und 21 unter der Wirkung der Feder 41 und der Feder zwischen dem Griff 13 und
dem Auslösehebel 14 entgegengesetzt zur Pfeilrichtung 39. Dann wird erste Flüs
sigkeit in den Raum 17 und zweite Flüssigkeit in den Raum 22 eingesaugt.
In der vorbeschriebenen bevorzugten Ausführungsform ist die Flüssigkeit im
Raum 17 eine Medikamentierung und die Flüssigkeit im Raum 22 eine Markierung.
Freilich kann auch die Flüssigkeit im Raum 22 eine weitere Medikamentierung sein.
In einer Abänderung können der Kolben 17 und sein Zylinder 15 weggelassen wer
den und kann die Stange 23 mit dem Bauteil 24 dazu benutzt werden, aus einem
Magazin eine Tablette auszustoßen. In einer weiteren Abänderung können die
Stange 23 und das Bauteil 24 dazu benutzt werden, eine Kapsel abzugeben.
Claims (10)
1. Applikator, bestehend aus einem Gehäuse (11), einem ersten am Gehäuse
(11) verschiebbar angeordneten Abgabeteil (24) zur Abgabe einer ersten Medika
mentierung, mit einem Kolben (21) und einem zugehörigen Zylinder (22) im Ge
häuse (11) zum Abteilen eines Raums (22) veränderlichen Volumens, mit einem
ersten Kanal (42) zur Zufuhr von Flüssigkeit in den Raum (22), einem zweiten Ka
nal (44) für aus dem Raum (22) abströmende und auszustoßende Flüssigkeit, da
durch gekennzeichnet, daß das erste Abgabeteil (24) und der Kolben (21) mit dem
Zylinder (22) einander derart zugeordnet sind, daß die Betätigung des ersten Abga
bebauteils (24) das Volumen des Raums (22) verringert, um die Abgabe von Flüs
sigkeit zu erzielen.
2. Applikator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinder
(20) im Gehäuse (11) angeordnet ist und der Kolben (21) zwischen einer ersten
Lage, in der das Volumen des Raums (22) maximal ist und einer zweiten Lage ver
schiebbar ist, in der das Volumen des Raums (22) verringert ist, und daß das Abga
bebauteil (24) am Kolben (21) befestigt ist.
3. Applikator nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein
zweiter Zylinder (15) mit einem zweiten Kolben (16) vorgesehen ist, der einen
Raum (17) veränderlichen Volumens abteilt und daß das Abgabebauteil (24) einen
Kanal (36) aufweist, der in den Raum (17) des zweiten Kolbens (16) und Zylinders
(15) mündet, so daß Flüssigkeit durch den Kanal (36) austritt, wenn der Raum (17)
vom zweiten Kolben (16) verkleinert wird.
4. Applikator nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite
Zylinder (16) im Gehäuse (11) angeordnet ist und der zweite Kolben (15) zwischen
einer ersten Lage, in der das Volumen des Raums (17) maximal ist und einer zwei
ten Lage verschiebbar ist, in der das Volumen des Raums (17) verkleinert ist.
5. Applikator nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der
zweite Kolben (16) eine Verschiebung des ersten Kolbens (21) bewirkt, wenn der
zweite Kolben (16) aus der ersten Lage verschoben ist.
6. Applikator nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Verlängerung (23) vom ersten Kolben (21) in den Raum (17) zwischen
dem zweiten Kolben und Zylinder (16,15) reicht und an dem zweiten Kolben (16)
anliegt, damit der erste Kolben (21) verschiebbar ist und daß die Verlängerung (23)
einen Kanal (36) aufweist, der mit dem Kanal (36) in dem Abgabebauteil (24) und
mit dem Raum (17) des zweiten Kolbens und Zylinders in Verbindung steht, so daß
Flüssigkeit aus dem Raum (17) über die Verlängerung zu dem Abgabebauteil (24)
strömt.
7. Applikator nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß am zweiten Kolben (16) eine Kolbenstange (18) befestigt ist, und in der Kol
benstange (18) ein Kanal (19) vorgesehen ist, über den Flüssigkeit in den Raum (17)
des zweiten Kolbens und Zylinders übertritt.
8. Applikator nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß am Gehäuse (11) ein Griff (13) vorgesehen ist, an dem ein Auslösehebel (14)
schwenkbar angeordnet ist, der auf die Kolbenstange (18) wirkt, so daß eine Bewe
gung des Auslösehebels (14) zum Griff (13) zu die Kolbenstange (18) verschiebt
und das Volumen des Raums (17) des zweiten Kolbens und Zylinders verkleinert
und dann anschließend das Volumen des Raums (22) des ersten Kolbens und Zylin
ders (21, 20) verkleinert.
9. Applikator nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß von Federmitteln (41) die Kolben (16, 21) und Zylinder (15, 20) in eine Lage
verschiebbar sind, in der die Volumina der beiden Räume (17, 22) maximal sind.
10. Applikator nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß Einstellmittel
(48) vorgesehen sind, mit denen das maximale Volumen des Raums (17) einstellbar
ist.
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |