DE19719667A1 - Hydraulische Spanneinrichtung mit Belüftungskanal - Google Patents
Hydraulische Spanneinrichtung mit BelüftungskanalInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine hydraulische Spanneinrichtung für leistungsüber
tragende Antriebe, insbesondere eine hydraulische Spanneinrichtung mit Gehäuse
und einem in einer Gehäusebohrung verschiebbaren Kolben, der eine Zylinderkam
mer abteilt und mit einem Entlüftungskanal zum Anschluß der Bohrung nach außen.
Eine Spanneinrichtung, auch eine hydraulische Spanneinrichtung, dient zum
Spannen einer Kette oder eines Riemens, der beispielsweise eine Nockenwelle eines
Motors antreibt. Eine solche Spanneinrichtung besitzt typischerweise ein Gehäuse,
in dessen Bohrung ein Kolben mit dem hinteren Stirnende voraus eingesetzt wird.
Der Kolben wird von einer Feder nach außen gedrückt. Eine Zylinderkammer liegt
zwischen der Innenseite der Bohrung und der hinteren Stirnseite des Kolbens. Die
Zylinderkammer wird von einer Druckmittelquelle aus mit Druckmittel über einen
Kanal im Gehäuse beaufschlagt.
Ist Luft, also ein komprimierbares Strömungsmittel in der Zylinderkammer
vorhanden, so kann es sich mit ebenfalls in der Kammer vorhandenem Öl vermi
schen. Erhöht sich die Spannung der Kette bzw. des Riemens, so wird die Luft in
der Kammer komprimiert, was zu einer Kompression des normalerweise nicht kom
primierbaren Öls führt und der Kolben fährt ein. Damit wird die Kette bzw. der
Riemen lose und die Funktion des Spanners ist in Frage gestellt. Es ist deshalb wün
schenswert, die Zylinderkammer zu entlüften.
Es sind bereits verschiedene hydraulische Spanneinrichtungen vorgeschlagen
worden, bei denen die Zylinderkammer nach außen entlüftet wird. Beispielsweise
zeigt die Patentschrift SHOWA 46-28575 einen hydraulischen Spanner mit einem
Filter aus einer gesinterten Legierung zum Entfernen der Luft. Ein anderer hydrauli
scher Spanner mit einem Spiralkanal am Außenumfang zur Entlüftung findet sich in
der Gebrauchsmusterschrift SHOWA 60-30507. Da jedoch diese hydraulischen
Spanner ein eigenes Entlüftungsbauteil erfordern, wie ein gesintertes Filterbauteil
oder ein Bauteil zum Entfernen der Luft, sind zusätzliche Bauteile und zusätzlicher
Aufwand erforderlich.
Die Erfindung zielt auf diese Probleme bei bekannten hydraulischen Span
nern ab und schafft einen hydraulischen Spanner, mit dem sich die Anzahl der Bau
teile verringern läßt und der eine einfache Bauweise aufweist.
So betrifft die Erfindung eine hydraulische Spanneinrichtung mit einem Ge
häuse, in dessen Bohrung ein Kolben verschiebbar aufgenommen ist und eine Zy
linderkammer bildet, sowie einen Entlüftungskanal, der die Bohrung mit dem Äuße
ren des Gehäuses verbindet.
Eine erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen hydraulischen Spanners
besitzt ein Gehäuse mit einer Bohrung und einer Anschlußfläche an der Außenseite.
Die Bohrung besitzt eine innere Wandfläche. In der Bohrung ist ein Kolben ver
schiebbar, der eine Zylinderkammer abteilt. Eine Feder drückt den Kolben nach au
ßen aus der Bohrung heraus. Ein Kanal im Gehäuse verbindet die Kammer mit einer
Druckmittelquelle. Ein Entlüftungskanal ist vorgesehen, der aus der Kammer von
einer Öffnung an der inneren Wandfläche der Bohrung zu einer Öffnung an der An
schlußfläche an der Außenseite des Gehäuses verläuft.
Eine zweite Ausführungsform ähnlich der ersten Ausführungsform bedient
sich eines Entlüftungskanals, der von der Innenwand zur äußeren Anschlußfläche
auf Umwegen verläuft.
In Weiterbildung der zweiten Ausführungsform ist eine dritte Ausführungs
form mit einem gewundenen Kanal versehen, der im Gehäuse ausgebildet ist. In
einer Weiterbildung der ersten Ausführungsform sieht eine vierte Ausführungsform
einen Entlüftungskanal vor, dessen Querschnitt wesentlich geringer ist als der Quer
schnitt für den in die Zylinderkammer mündenden Kanal.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es
zeigt
Fig. 1 einen Schnitt einer erfindungsgemäßen Ausführungsform;
Fig. 2 eine Ansicht einer erfindungsgemäßen Ausführungsform;
Fig. 3 eine Untersicht einer erfindungsgemäßen Ausführungsform und
Fig. 4 eine abgewickelte Ansicht einer Hülse in einer erfindungsge
mäßen Ausführungsform.
Die Fig. 1 bis 4 zeigen verschiedene Ausführungsformen des erfindungsge
mäßen hydraulischen Spanners mit einem Entlüftungskanal.
So zeigt Fig. 1 eine erfindungsgemäße Ausführungsform eines hydraulischen
Spanners 1 mit einem Gehäuse 2 und einer an einem Ende offener Bohrung 2a. Ein
Kolben 3 ist mit seinem hinteren Ende in die Bohrung 2a eingesetzt. Eine Man
schette 4 lagert den Kolben 3 verschiebbar und ist mit einem Innengewinde 2b in
der Öffnung der Bohrung 2a eingeschraubt. Eine Feder 5 drückt den Kolben 3 nach
außen. Ein Ende der Feder 5 stützt sich an der Stirnseite 4a der Manschette 4 ab.
Das andere Ende der Feder 5 drückt auf die Schulter 6a eines Deckels 6, der an der
Vorderseite des Kolbens befestigt ist. Der Deckel 6 besitzt einen Schuh 7, der an
einem nicht dargestellten Spannarm angreift.
Ein am Außenumfang des Kolbens 3 vorstehender Stift 10 ist am hinteren
Ende des Kolbens befestigt. Innerhalb der Bohrung 2a liegt eine zylindrische Hülse
11, an der verschiebbar der Außenumfang des Kolbens 3 anliegt, um eine rotierende
und axiale Bewegung zu ermöglichen. Eine Eingriffsöffnung 12a für den Stift 10 ist
in der Hülse 11 ausgeformt.
Die Eingriffsöffnung 12, die im einzelnen in Fig. 4 dargestellt ist, besteht aus
einem Langloch, das sich schräg in axialer Richtung (von links nach rechts in Fig.
4) erstreckt. Die Eingriffsöffnung 12 besitzt eine schräge und gerade Seite 12a. An
dem einen Ende der Seite 12a ist ein Ausschnitt 12b vorgesehen, in den der Stift 10
lösbar eingreift. Mehrere Ausschnitte 12c und 12d sind stufenweise auf der anderen
Seite der geraden Seite 12a ausgeformt. Der Stift 10 kann auch in einen dieser Aus
schnitte lösbar eingreifen.
Eine elastische Tellerfeder 15 ruht auf der hinteren Stirnfläche 11b der Hülse
11 in der Bohrung 2a des Gehäuses 2. Anstelle der Tellerfeder 15 kann auch ein
Gummikörper verwendet werden, oder auch eine Federscheibe oder eine wellen
förmige Scheibe, oder auch ein auf der Fläche einer flachen Scheibe angeklebter
Gummikörper. Eine Strömungsmittelkammer 18 liegt im Gehäuse 2 zwischen der
Innenseite der Bohrung 2a und dem hinteren Ende 3a des Kolbens. Druckmittel aus
einer Druckmittelquelle beaufschlagt die Kammer 18 über ein Rückschlagventil 19
im Boden des Gehäuses 2. Die Druckmittelquelle kann ein Reservoir sein, eine Öl
pumpe o. ä.
Ein Ölkanal 3b verläuft axial längs am Kolben 3 und mündet in die Kammer
18. Ein Entlastungsventil 20 öffnet und schließt den Ölkanal 3b und liegt in der
Mündung an der Vorderseite des Ölkanals 3b. Ferner ist ein Ölkanal 7a im Deckel 7
ausgeformt und ist am vorderen und hinteren Ende des Deckels offen.
Ein Ende eines Entlüftungskanals 22, 23 und 24 liegt in einer Öffnung 22 der
Strömungsmittelkammer 18. Das zweite Ende des Entlüftungskanals liegt in einer
Öffnung 24 eines äußeren Anschlußflansches 2c des Gehäuses 2. Wie Fig. 3 zeigt,
kann der Entlüftungskanal einen abgebogenen Umweg Bahn 23 aufweisen, dessen
Richtung sich im Gehäuse 2 ändert. Der Entlüftungskanal hat einen Querschnitt, der
wesentlich kleiner ist als der Querschnitt des in die Strömungsmittelkammer füh
renden Kanals.
Ferner ist eine Anschlußbohrung 25 am Seitenteil 25 des Gehäuses 2 vorge
sehen, so daß der hydraulische Spanner 1 an einem Motor befestigt werden kann,
wie dies die Fig. 2 und 3 zeigen.
Ist der hydraulische Spanner 1 am Motor angebaut, so greift der Stift 10 in
den Ausschnitt 12b (in Fig. 4 gestrichelt dargestellt) im Boden des Ausschnitts 12,
wenn man den Kolben 3 im Gehäuse 2 verdreht und einschiebt, so daß der Kolben 3
in einer zusammengedrückten Lage gehalten ist. Die äußere Anschlußfläche 2c des
Gehäuses 2 wird dann an einer Seite 35 des Motors befestigt (Fig. 1), wobei man
eine durch die Bohrung 25a gesteckte Schraube benutzt.
Nach Befestigen der Schraube schiebt sich der Stift 10 in dem Ausschnitt 12
nach hinten, wenn der vordere Schuh 7 an der Spitze des Kolbens vom Spannarm
einwärts verschoben wird. Der Stift gelangt dann in Eingriff mit dem Ausschnitt 12c
(durchgezogene Linie in Fig. 4) und die nach außen gerichtete Kraft des Kolbens 3
wird auf den Spannarm ausgeübt.
Steigt die Kettenspannung im Motorbetrieb, so wirkt auf den Kolben 3 eine
Kraft in Einschubrichtung. Die Hülse 11 kann durch Zusammendrücken der Feder
scheibe 15 etwas nachgeben und absorbiert somit die auf die Hülse 11 einwirkenden
schlagartigen Kräfte.
Schiebt sich der Kolben 3 ein und der Strömungsmitteldruck erreicht einen
vorbestimmten maximalen Druck, so strömt Öl aus der Kammer 18 nach außen
durch die Ölkanäle 3b und 7a durch das Entlastungsventil 20 an der Spitze des
Schuhs 7. Damit läßt sich der hohe Druck in der Kammer 18 über das Entlastungs
ventil begrenzen.
Schiebt sich der Kolben 3 zurück, so gelangt in der Strömungsmittelkammer
vorhandene Luft durch die Bohrung 22 zur Öffnung 24 an der äußeren Anschlußflä
che des Gehäuses 2 (Pfeile in Fig. 1). Die eingetretene Luft strömt durch den im
Gehäuse 2 ausgebildeten gewundenen Gang 23 und tritt an der Außenseite der Öff
nung 24 aus (Pfeile in Fig. 3). Infolge des großen Strömungswiderstandes des ge
wundenen Kanals 23 ist die Austrittsmenge von Öl über den Entlüftungskanal mi
nimal, wohingegen der Luftaustritt verbessert wird. Der gewundene Kanal 23 ist
nicht auf einen einzelnen Kanal beschränkt, der die in Fig. 3 dargestellte Form auf
weist. Die Form kann an sich beliebig sein, solange der Kanal in einem Teil des Ge
häuses 2 in gewundener oder abgebogener Form verläuft.
Da der Entlüftungskanal gemäß der Erfindung im bzw. am Gehäuse des
Spanners ausgebildet ist und damit die Luft durch diesen gewundenen Kanal austre
ten kann, sind zusätzliche Bauteile für die Entlüftung unnötig. Damit verringert sich
die Anzahl der Bauteile und vereinfacht sich die Bauweise.
Claims (4)
1. Hydraulische Spanneinrichtung mit einem Gehäuse (2) mit einer Bohrung
(2a) und einer äußeren Anschlußfläche (2c), mit einem in der Bohrung verschiebba
ren Kolben (3), der in der Bohrung eine Strömungsmittelkammer (18) abteilt, wobei
der Kolben (3) von einer Feder (5) nach außen beaufschlagt ist und ein Kanal zum
Anschluß der Strömungsmittelkammer an eine Druckmittelquelle im Gehäuse vor
gesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein Entlüftungskanal (22, 23, 24) vorgese
hen ist, der von der Strömungsmittelkammer (18) von einer Öffnung (22) in der in
neren Wandfläche der Bohrung (2) zu einer Öffnung (24) an der äußeren Anschluß
fläche (2c) des Gehäuses reicht.
2. Hydraulische Spanneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Entlastungskanal (18) zwischen der inneren Wandfläche der Bohrung und
der äußeren Anschlußfläche auf Umwegen verläuft.
3. Hydraulische Spanneinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der auf Umwegen verlaufende Kanal im Gehäuse (2) ausgebildet ist.
4. Hydraulische Spanneinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß der Entlüftungskanal einen Querschnitt besitzt, der we
sentlich kleiner als der Querschnitt des Kanals (19) in die Strömungsmittelkammer
ist.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: BORGWARNER MORSE TEC JAPAN KABUSHIKI KAISHA, NABAR |
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| 8141 | Disposal/no request for examination |