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DE19718514C1 - Verfahren zum Betreiben von in untertägigen Grubenbetrieben verfahrbaren Transportzügen - Google Patents

Verfahren zum Betreiben von in untertägigen Grubenbetrieben verfahrbaren Transportzügen

Info

Publication number
DE19718514C1
DE19718514C1 DE19718514A DE19718514A DE19718514C1 DE 19718514 C1 DE19718514 C1 DE 19718514C1 DE 19718514 A DE19718514 A DE 19718514A DE 19718514 A DE19718514 A DE 19718514A DE 19718514 C1 DE19718514 C1 DE 19718514C1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
trains
driver
drive units
train
rails
Prior art date
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Expired - Fee Related
Application number
DE19718514A
Other languages
English (en)
Inventor
Ulrich Bellgardt
Andreas Guse
Heinrich Schulze-Buxloh
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
DBT Maschinenfabrik Scharf GmbH
Original Assignee
Maschinenfabrik Scharf GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Maschinenfabrik Scharf GmbH filed Critical Maschinenfabrik Scharf GmbH
Application granted granted Critical
Publication of DE19718514C1 publication Critical patent/DE19718514C1/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Fee Related legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21FSAFETY DEVICES, TRANSPORT, FILLING-UP, RESCUE, VENTILATION, OR DRAINING IN OR OF MINES OR TUNNELS
    • E21F13/00Transport specially adapted to underground conditions
    • E21F13/02Transport of mined mineral in galleries

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)

Description

In untertägigen Grubenbetrieben ist es bis lang üblich, die hängend oder söhlig betriebenen Transportzüge hin­ sichtlich ihrer diversen Zugglieder, das heißt der Fahrerkabinen, der Antriebseinheiten sowie der Lastge­ hänge verschiedener Bauart, in Abhängigkeit von den ört­ lichen Anforderungen bedarfsgerecht zusammenzustellen. Insbesondere bei hängend verfahrbaren Transportzügen mit als Diesel- oder Batteriekatzen ausgebildeten An­ triebseinheiten setzen sich die Transportzüge in der Re­ gel aus zwei endseitigen Fahrerkabinen, einer An­ triebseinheit sowie zwei bis fünf zwischen die Fahrerka­ binen eingegliederten Lastgehängen, wie Hubbalken oder Schwerlastgehängen, zusammen. Diese Zugkonfigurationen bleiben dann so erhalten, das heißt, daß der jeweilige Transportzug in seiner Zusammensetzung der einzelnen Zug­ glieder nicht mehr geändert wird. Ursache hierfür sind in der Hauptsache die Schwierigkeiten beim Kuppeln und Ent­ kuppeln der diversen Zugglieder hinsichtlich der elektri­ schen, hydraulischen und ggf. pneumatischen Energielei­ tungen. Einzelne nicht im Einsatz befindliche Zugglieder müßten nämlich bezüglich ihrer Energieleitungen gezielt geschützt werden, um den untertägigen Gegebenheiten, wie z. B. Staub und Feuchtigkeit gerecht zu werden.
Die Zusammenstellung der Transportzüge erfolgt unter Be­ achtung der Streckenführung sowie der Art und der Größe der Transportgüter bzw. in Abhängigkeit davon, ob Berg­ leute transportiert werden müssen. Das jeweilige Gesamt­ gewicht der Transportzüge ist hierbei durch bergbehördli­ che Vorschriften festgelegt. Dabei obliegt es aber den untertägigen Aufsichtspersonen, wie beispielsweise den Steigern oder auch den Fahrern der Transportzüge, daß sie diese Vorschriften einhalten und keine Streckenabschnitte befahren, für welche das Gesamtgewicht der Transportzüge nicht zugelassen ist.
Trotz der bergbehördlichen Vorschriften kann es jedoch aufgrund der schwierigen untertägigen Verhältnisse dazu kommen, daß Streckenabschnitte, insbesondere Gefälle- und Steigungsstrecken mit größerer Neigung, mit Transportzü­ gen befahren werden, die hinsichtlich ihres Gesamtge­ wichts für diese Streckenabschnitte nicht zugelassen sind. Grund hierfür sind die nie zu vermeidenden menschlichen Unzulänglichkeiten sowie Unaufmerksamkeiten oder Mängel in der Koordination bzw. Übermittlung von Anweisungen. Die Folge hiervon können jedoch Unfälle mit schwerwiegenden materiellen und körperlichen Beschädigun­ gen bzw. Schäden sein.
Ausgehend vom Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, dem untertägigen Grubenbetrieb ein Ver­ fahren zum Betreiben von Transportzügen bereitzustellen, bei dessen Anwendung der Fahrer jedes Transportzugs stets über die Konfiguration des bezüglich der einzelnen Zug­ glieder beliebig zusammenstellbaren und variierbaren Transportzugs informiert und außerstande ist, Streckenab­ schnitte mit unzulässig hohen Gesamtgewichten befahren zu können.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht nach der Erfindung in den Merkmalen des Anspruchs 1.
Bei diesem Verfahren wird gezielt die elektrische Energie zur Beaufschlagung der Antriebseinheiten der Transport­ züge eingesetzt. Folglich brauchen neben den obligatori­ schen mechanischen Kupplungen zwischen den diversen Zug­ gliedern der Transportzüge nur noch elektrische Kabel verlegt zu werden, deren Kupplung und Entkupplung keine besonderen Schwierigkeiten bereiten. Lediglich zwischen den Antriebseinheiten und den jeweils benachbarten Fahrerkabinen sind auch noch Hydraulikleitungen zu kop­ peln, welche die in den Antriebseinheiten erzeugten hydraulischen Druckmedien zu den Bremsaggregaten der An­ triebseinheiten bzw. der Fahrerkabinen fördern. Die Fahrerkabinen und die Antriebseinheiten bleiben aber in aller Regel miteinander verbunden. Lediglich die Anzahl der Lastgehänge wird verändert.
Mit den elektrischen Verbindungen zwischen den Zugglie­ dern der Transportzüge werden auch Steuerleitungen gekop­ pelt, die einen seriellen Datenverkehr zwischen den den Zuggliedern zugeordneten Identifikationsmodulen und den Steuerungen in den Antriebseinheiten gewährleisten.
Besteht ein Transportzug beispielsweise aus zwei Fahrer­ kabinen, einer Antriebseinheit und einem Lastgehänge, so erscheint diese Zugkonfiguration unterstützt durch die Interbus-Kopplung sowie über die in die Steuerung einge­ gebene Software auf dem Display in den Fahrerkabinen. Der Fahrer ist also zu jedem Zeitpunkt über die augenblick­ liche Konfiguration des Transportzugs informiert. Besteht der Transportzug z. B. aus zwei Fahrerkabinen, zwei An­ triebseinheiten und drei Lastgehängen, erscheint diese Konfiguration ebenfalls auf dem Display.
Der Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens ist die freie Konfigurierbarkeit der Transportzüge. Hierbei spielt es keine Rolle, wo sich die Antriebseinheiten oder die Lastgehänge im Verband der Transportzüge befinden. Die freie Konfigurierbarkeit wird einfach durch Zusammen­ stecken der Steuerleitungen ermöglicht. Die sich daran anschließende automatisch ablaufende "start-up" Routine bewirkt, daß die speicherprogrammierbaren Steuerungen die Zugglieder physikalisch und logisch zuordnen können.
Die Fahrer sind jetzt darüberhinaus in der Lage, aus den Fahrerkabinen z. B. ein bestimmtes Lastgehänge zu bedienen oder andere Funktionen durchzuführen, ohne daß hierfür zusätzliche Kabelleitungen und Verbindungen erforderlich wären.
Möchte ein Fahrer mit einem Transportzug z. B. aus einem söhligen Bereich in einen Steigungsabschnitt hineinfah­ ren, für den das augenblickliche Gesamtgewicht nicht zu­ gelassen ist, so sorgt die Erfindung dafür, daß der Fah­ rer zunächst gewarnt und bei Nichtbefolgung der Warnung der Transportzug anschließend stillgesetzt wird.
Die Erfindung ermöglicht es ferner, daß Transportzüge durch Funk- oder Infrarotfernsteuerung automatisch be­ trieben werden können. Die Überwachung kann dann von einer untertägigen oder übertägigen Warte aus erfolgen.
Eine bevorzugte Anwendung der Erfindung wird bei Ein­ schienenhängebahnen in nicht schlagwettergefährdeten un­ tertägigen Grubenbetrieben gesehen, da dann die elektri­ sche Ausrüstung sehr einfach gestaltet werden kann.
Nach Anspruch 2 können die Fahrer nicht nur über die Kon­ figurationen der Transportzüge informiert werden, sondern auch über die maximal möglichen Gesamtgewichte der Trans­ portzüge, bestehend aus Totlast und Nutzlast. Darüber­ hinaus werden ihnen auf den Displays die mit den Trans­ portzügen maximal möglich zu befahrenden Neigungen und Geschwindigkeiten angezeigt. Reagieren die Fahrer nicht auf die streckenspezifisch vorgegebenen Anweisungen auf den Displays, wird ihnen die Führung der Transportzüge nach voraufgehender Warnung automatisch entzogen und die Transportzüge werden zum Stillstand gebracht.
Entsprechend den Merkmalen des Anspruchs 3 werden paral­ lel zu den digitalen Signalverarbeitungen unabhängige Not-Halt-Leitungen über die gesamten Zugverbände der Transportzüge geführt und über Not-Aus-Relais ausgewer­ tet. Sofern keine beabsichtigte oder unbeabsichtigte Lei­ tungsunterbrechung vorliegt, werden die Ansteuerungen von Umrichtern und Bremsaggregaten freigegeben.
Als weitere Sicherheitseinrichtungen können neigungsab­ hängige Geschwindigkeitsüberwachungen betrieben werden. Aufgrund des weiten Einsatzbereichs der Erfindung bei Transportzügen auf söhligen Strecken mit bis zu 4 m/s Fahrgeschwindigkeit und Neigungsstrecken bis zu 30 grd. und 1 m/s ergeben sich sehr unterschiedliche Anforderun­ gen an die maximal zulässigen Geschwindigkeiten und den Anpreßdrücken der den Antriebseinheiten zugeordneten und mit den Fahrschienen in Kontakt gelangenden Reibrädern. Mittels Neigungswächtern und unabhängigen Geschwindig­ keitserfassungen werden die Antriebssteuerungen beein­ flußt und bei Überschreiten bestimmter Kennwerte die Transportzüge mittels mechanischer Bremsaggregate still­ gesetzt.

Claims (3)

1. Verfahren zum Betreiben von in untertägigen Grubenbe­ trieben an Fahrschienen hängend verfahrbaren und mit von parallel zu den Fahrschienen verlegten Strom­ schienen abgenommener elektrischer Energie angetrie­ benen, aus endseitigen Fahrerkabinen, elektrisch be­ aufschlagbaren Antriebseinheiten mit speicherprogram­ mierbaren Steuerungen und Lastgehängen zusammenstell­ baren Transportzügen, in dem durch Zuordnung von Identifikationsmodulen zu den Fahrerkabinen, den An­ triebseinheiten und den Lastgehängen sowie durch Interbus-Kopplung der Steuerungen in den Antriebsein­ heiten mit den Identifikationsmodulen auf in den Fahrerkabinen angeordneten Displays die Zugkonfigura­ tionen angezeigt und beim Befahren von Streckenab­ schnitten mit unzulässig hohen Gesamtgewichten die Transportzüge stillgesetzt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fahrer an den Displays über die maximal möglichen Zuggesamtge­ wichte, die hiermit befahrbaren Neigungen der Fahr­ schienen und die Höchstgeschwindigkeiten informiert werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Fahrer­ kabinen Not-Halt-Leitungen verlegt werden.
DE19718514A 1996-09-18 1997-05-02 Verfahren zum Betreiben von in untertägigen Grubenbetrieben verfahrbaren Transportzügen Expired - Fee Related DE19718514C1 (de)

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ZA967895A ZA967895B (en) 1996-09-18 1996-09-18 Method of operating transportation trains working in under-ground mines

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE19718514C1 true DE19718514C1 (de) 1998-05-07

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DE19718514A Expired - Fee Related DE19718514C1 (de) 1996-09-18 1997-05-02 Verfahren zum Betreiben von in untertägigen Grubenbetrieben verfahrbaren Transportzügen

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DE (1) DE19718514C1 (de)
PL (1) PL183784B1 (de)
ZA (1) ZA967895B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN114516354A (zh) * 2022-04-21 2022-05-20 太原矿机电气股份有限公司 一种基于二进制拓扑和边缘算法的单轨吊离线调度系统

Non-Patent Citations (1)

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Title
Landesoberbergamt Nordrhein-Westfalen, Bauvor- schriften für Dieselkatzen von 8.6.1976 *

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CN114516354A (zh) * 2022-04-21 2022-05-20 太原矿机电气股份有限公司 一种基于二进制拓扑和边缘算法的单轨吊离线调度系统
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Publication number Publication date
PL183784B1 (pl) 2002-07-31
ZA967895B (en) 1997-08-27
PL322078A1 (en) 1998-03-30

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