DE19718514C1 - Verfahren zum Betreiben von in untertägigen Grubenbetrieben verfahrbaren Transportzügen - Google Patents
Verfahren zum Betreiben von in untertägigen Grubenbetrieben verfahrbaren TransportzügenInfo
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- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21F—SAFETY DEVICES, TRANSPORT, FILLING-UP, RESCUE, VENTILATION, OR DRAINING IN OR OF MINES OR TUNNELS
- E21F13/00—Transport specially adapted to underground conditions
- E21F13/02—Transport of mined mineral in galleries
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Description
In untertägigen Grubenbetrieben ist es bis lang üblich,
die hängend oder söhlig betriebenen Transportzüge hin
sichtlich ihrer diversen Zugglieder, das heißt der
Fahrerkabinen, der Antriebseinheiten sowie der Lastge
hänge verschiedener Bauart, in Abhängigkeit von den ört
lichen Anforderungen bedarfsgerecht zusammenzustellen.
Insbesondere bei hängend verfahrbaren Transportzügen mit
als Diesel- oder Batteriekatzen ausgebildeten An
triebseinheiten setzen sich die Transportzüge in der Re
gel aus zwei endseitigen Fahrerkabinen, einer An
triebseinheit sowie zwei bis fünf zwischen die Fahrerka
binen eingegliederten Lastgehängen, wie Hubbalken oder
Schwerlastgehängen, zusammen. Diese Zugkonfigurationen
bleiben dann so erhalten, das heißt, daß der jeweilige
Transportzug in seiner Zusammensetzung der einzelnen Zug
glieder nicht mehr geändert wird. Ursache hierfür sind in
der Hauptsache die Schwierigkeiten beim Kuppeln und Ent
kuppeln der diversen Zugglieder hinsichtlich der elektri
schen, hydraulischen und ggf. pneumatischen Energielei
tungen. Einzelne nicht im Einsatz befindliche Zugglieder
müßten nämlich bezüglich ihrer Energieleitungen gezielt
geschützt werden, um den untertägigen Gegebenheiten, wie
z. B. Staub und Feuchtigkeit gerecht zu werden.
Die Zusammenstellung der Transportzüge erfolgt unter Be
achtung der Streckenführung sowie der Art und der Größe
der Transportgüter bzw. in Abhängigkeit davon, ob Berg
leute transportiert werden müssen. Das jeweilige Gesamt
gewicht der Transportzüge ist hierbei durch bergbehördli
che Vorschriften festgelegt. Dabei obliegt es aber den
untertägigen Aufsichtspersonen, wie beispielsweise den
Steigern oder auch den Fahrern der Transportzüge, daß sie
diese Vorschriften einhalten und keine Streckenabschnitte
befahren, für welche das Gesamtgewicht der Transportzüge
nicht zugelassen ist.
Trotz der bergbehördlichen Vorschriften kann es jedoch
aufgrund der schwierigen untertägigen Verhältnisse dazu
kommen, daß Streckenabschnitte, insbesondere Gefälle- und
Steigungsstrecken mit größerer Neigung, mit Transportzü
gen befahren werden, die hinsichtlich ihres Gesamtge
wichts für diese Streckenabschnitte nicht zugelassen
sind. Grund hierfür sind die nie zu vermeidenden
menschlichen Unzulänglichkeiten sowie Unaufmerksamkeiten
oder Mängel in der Koordination bzw. Übermittlung von
Anweisungen. Die Folge hiervon können jedoch Unfälle mit
schwerwiegenden materiellen und körperlichen Beschädigun
gen bzw. Schäden sein.
Ausgehend vom Stand der Technik liegt der Erfindung die
Aufgabe zugrunde, dem untertägigen Grubenbetrieb ein Ver
fahren zum Betreiben von Transportzügen bereitzustellen,
bei dessen Anwendung der Fahrer jedes Transportzugs stets
über die Konfiguration des bezüglich der einzelnen Zug
glieder beliebig zusammenstellbaren und variierbaren
Transportzugs informiert und außerstande ist, Streckenab
schnitte mit unzulässig hohen Gesamtgewichten befahren zu
können.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht nach der Erfindung in
den Merkmalen des Anspruchs 1.
Bei diesem Verfahren wird gezielt die elektrische Energie
zur Beaufschlagung der Antriebseinheiten der Transport
züge eingesetzt. Folglich brauchen neben den obligatori
schen mechanischen Kupplungen zwischen den diversen Zug
gliedern der Transportzüge nur noch elektrische Kabel
verlegt zu werden, deren Kupplung und Entkupplung keine
besonderen Schwierigkeiten bereiten. Lediglich zwischen
den Antriebseinheiten und den jeweils benachbarten
Fahrerkabinen sind auch noch Hydraulikleitungen zu kop
peln, welche die in den Antriebseinheiten erzeugten
hydraulischen Druckmedien zu den Bremsaggregaten der An
triebseinheiten bzw. der Fahrerkabinen fördern. Die
Fahrerkabinen und die Antriebseinheiten bleiben aber in
aller Regel miteinander verbunden. Lediglich die Anzahl
der Lastgehänge wird verändert.
Mit den elektrischen Verbindungen zwischen den Zugglie
dern der Transportzüge werden auch Steuerleitungen gekop
pelt, die einen seriellen Datenverkehr zwischen den den
Zuggliedern zugeordneten Identifikationsmodulen und den
Steuerungen in den Antriebseinheiten gewährleisten.
Besteht ein Transportzug beispielsweise aus zwei Fahrer
kabinen, einer Antriebseinheit und einem Lastgehänge, so
erscheint diese Zugkonfiguration unterstützt durch die
Interbus-Kopplung sowie über die in die Steuerung einge
gebene Software auf dem Display in den Fahrerkabinen. Der
Fahrer ist also zu jedem Zeitpunkt über die augenblick
liche Konfiguration des Transportzugs informiert. Besteht
der Transportzug z. B. aus zwei Fahrerkabinen, zwei An
triebseinheiten und drei Lastgehängen, erscheint diese
Konfiguration ebenfalls auf dem Display.
Der Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens ist die
freie Konfigurierbarkeit der Transportzüge. Hierbei
spielt es keine Rolle, wo sich die Antriebseinheiten oder
die Lastgehänge im Verband der Transportzüge befinden.
Die freie Konfigurierbarkeit wird einfach durch Zusammen
stecken der Steuerleitungen ermöglicht. Die sich daran
anschließende automatisch ablaufende "start-up" Routine
bewirkt, daß die speicherprogrammierbaren Steuerungen die
Zugglieder physikalisch und logisch zuordnen können.
Die Fahrer sind jetzt darüberhinaus in der Lage, aus den
Fahrerkabinen z. B. ein bestimmtes Lastgehänge zu bedienen
oder andere Funktionen durchzuführen, ohne daß hierfür
zusätzliche Kabelleitungen und Verbindungen erforderlich
wären.
Möchte ein Fahrer mit einem Transportzug z. B. aus einem
söhligen Bereich in einen Steigungsabschnitt hineinfah
ren, für den das augenblickliche Gesamtgewicht nicht zu
gelassen ist, so sorgt die Erfindung dafür, daß der Fah
rer zunächst gewarnt und bei Nichtbefolgung der Warnung
der Transportzug anschließend stillgesetzt wird.
Die Erfindung ermöglicht es ferner, daß Transportzüge
durch Funk- oder Infrarotfernsteuerung automatisch be
trieben werden können. Die Überwachung kann dann von
einer untertägigen oder übertägigen Warte aus erfolgen.
Eine bevorzugte Anwendung der Erfindung wird bei Ein
schienenhängebahnen in nicht schlagwettergefährdeten un
tertägigen Grubenbetrieben gesehen, da dann die elektri
sche Ausrüstung sehr einfach gestaltet werden kann.
Nach Anspruch 2 können die Fahrer nicht nur über die Kon
figurationen der Transportzüge informiert werden, sondern
auch über die maximal möglichen Gesamtgewichte der Trans
portzüge, bestehend aus Totlast und Nutzlast. Darüber
hinaus werden ihnen auf den Displays die mit den Trans
portzügen maximal möglich zu befahrenden Neigungen und
Geschwindigkeiten angezeigt. Reagieren die Fahrer nicht
auf die streckenspezifisch vorgegebenen Anweisungen auf
den Displays, wird ihnen die Führung der Transportzüge
nach voraufgehender Warnung automatisch entzogen und die
Transportzüge werden zum Stillstand gebracht.
Entsprechend den Merkmalen des Anspruchs 3 werden paral
lel zu den digitalen Signalverarbeitungen unabhängige
Not-Halt-Leitungen über die gesamten Zugverbände der
Transportzüge geführt und über Not-Aus-Relais ausgewer
tet. Sofern keine beabsichtigte oder unbeabsichtigte Lei
tungsunterbrechung vorliegt, werden die Ansteuerungen von
Umrichtern und Bremsaggregaten freigegeben.
Als weitere Sicherheitseinrichtungen können neigungsab
hängige Geschwindigkeitsüberwachungen betrieben werden.
Aufgrund des weiten Einsatzbereichs der Erfindung bei
Transportzügen auf söhligen Strecken mit bis zu 4 m/s
Fahrgeschwindigkeit und Neigungsstrecken bis zu 30 grd.
und 1 m/s ergeben sich sehr unterschiedliche Anforderun
gen an die maximal zulässigen Geschwindigkeiten und den
Anpreßdrücken der den Antriebseinheiten zugeordneten und
mit den Fahrschienen in Kontakt gelangenden Reibrädern.
Mittels Neigungswächtern und unabhängigen Geschwindig
keitserfassungen werden die Antriebssteuerungen beein
flußt und bei Überschreiten bestimmter Kennwerte die
Transportzüge mittels mechanischer Bremsaggregate still
gesetzt.
Claims (3)
1. Verfahren zum Betreiben von in untertägigen Grubenbe
trieben an Fahrschienen hängend verfahrbaren und mit
von parallel zu den Fahrschienen verlegten Strom
schienen abgenommener elektrischer Energie angetrie
benen, aus endseitigen Fahrerkabinen, elektrisch be
aufschlagbaren Antriebseinheiten mit speicherprogram
mierbaren Steuerungen und Lastgehängen zusammenstell
baren Transportzügen, in dem durch Zuordnung von
Identifikationsmodulen zu den Fahrerkabinen, den An
triebseinheiten und den Lastgehängen sowie durch
Interbus-Kopplung der Steuerungen in den Antriebsein
heiten mit den Identifikationsmodulen auf in den
Fahrerkabinen angeordneten Displays die Zugkonfigura
tionen angezeigt und beim Befahren von Streckenab
schnitten mit unzulässig hohen Gesamtgewichten die
Transportzüge stillgesetzt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Fahrer an den
Displays über die maximal möglichen Zuggesamtge
wichte, die hiermit befahrbaren Neigungen der Fahr
schienen und die Höchstgeschwindigkeiten informiert
werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen den Fahrer
kabinen Not-Halt-Leitungen verlegt werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| ZA967895A ZA967895B (en) | 1996-09-18 | 1996-09-18 | Method of operating transportation trains working in under-ground mines |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19718514C1 true DE19718514C1 (de) | 1998-05-07 |
Family
ID=25585898
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19718514A Expired - Fee Related DE19718514C1 (de) | 1996-09-18 | 1997-05-02 | Verfahren zum Betreiben von in untertägigen Grubenbetrieben verfahrbaren Transportzügen |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19718514C1 (de) |
| PL (1) | PL183784B1 (de) |
| ZA (1) | ZA967895B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN114516354A (zh) * | 2022-04-21 | 2022-05-20 | 太原矿机电气股份有限公司 | 一种基于二进制拓扑和边缘算法的单轨吊离线调度系统 |
-
1996
- 1996-09-18 ZA ZA967895A patent/ZA967895B/xx unknown
-
1997
- 1997-05-02 DE DE19718514A patent/DE19718514C1/de not_active Expired - Fee Related
- 1997-09-12 PL PL97322078A patent/PL183784B1/pl not_active IP Right Cessation
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| Landesoberbergamt Nordrhein-Westfalen, Bauvor- schriften für Dieselkatzen von 8.6.1976 * |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN114516354A (zh) * | 2022-04-21 | 2022-05-20 | 太原矿机电气股份有限公司 | 一种基于二进制拓扑和边缘算法的单轨吊离线调度系统 |
| CN114516354B (zh) * | 2022-04-21 | 2022-07-12 | 太原矿机电气股份有限公司 | 一种基于二进制拓扑和边缘算法的单轨吊离线调度系统 |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| PL183784B1 (pl) | 2002-07-31 |
| ZA967895B (en) | 1997-08-27 |
| PL322078A1 (en) | 1998-03-30 |
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