DE19717741A1 - Verstellbarer Anschlag - Google Patents
Verstellbarer AnschlagInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen verstellbaren Anschlag für eine in einem
Werkzeuggrundkörper justierbar angeordnete Schneidplatte gemäß dem Oberbe
griff des Anspruchs 1.
Ein derartiger verstellbarer Anschlag ist z. B. aus der deutschen Offenlegungs
schrift DE 42 43 586 A1 bekannt. Der Anschlag dient zur Justierung eines in ei
nem Führungsschlitz eines Grundkörpers geführten Schneidkörpers in Form eines
Messers. Er umfaßt einen über seine gesamte Länge hohlzylindrischen Anschlag
körper, dessen geschlitzter Kopf mittels einer Justierschraube zur Verschiebung
des Schneidkörpers radial aufgeweitet werden kann. Dazu ist der Anschlagkörper
in eine im Grundkörper vorgesehene Stufenbohrung eingesetzt, wobei der sich bis
zur Stirnfläche des Grundkörpers erstreckende und geschlossen umlaufende wei
tere Bereich der Stufenbohrung den Justierhub vorgibt.
Aufgrund der unterschiedlichen Krümmungsradien des Anschlagkörpers einerseits
und der Stufenbohrung in dessen weiteren Bereich andererseits wird lediglich eine
Punktberührung sowohl an der dem Schneidkörper zugewandten Anschlagseite
als auch an der dieser gegenüberliegenden und dem Grundkörper zugewandten
Anlageseite erreicht. Dies hat den Nachteil, daß bereits bei niedrigen Klemm- oder
Zerspankräften aufgrund einer hohen örtlichen Spannungskonzentration eine
Überlastung des Anschlags eintritt. Dies wiederum kann zu einem Verlust der
Positioniergenauigkeit und/oder der Stabilität führen. Da zudem das die Justier
schraube führende Innengewinde entlang des geschlitzten Bereichs einer für die
jeweilige Justierung erforderlichen Verstellbewegung folgt und demzufolge in die
sem Bereich kein schlüssiger Gewindeeingriff mehr vorliegt, ist die Belastbarkeit
dieser geschraubten Verbindung, insbesondere bei maximaler Verstellung, nur
begrenzt.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen verstellbaren Anschlag für
eine in einem Werkzeuggrundkörper justierbar angeordnete Schneidplatte anzu
geben, bei dem die Belastbarkeit der Verbindung zwischen einer Jusiterschraube
und einem diese führenden Gewinde besonders hoch ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die Merkmale des Anspruchs
1. Dabei ist ein in eine Längsbohrung des Anschlagkörpers einsetzbarer Hülsen
körper vorgesehen, der ein mit der Justierschraube in Eingriff bringbares Innen
gewinde trägt.
In zweckmäßiger Ausgestaltung ist die Längsbohrung des Anschlagkörpers am
stirnseitigen Anschlagende mit einer kegelförmigen Innenfläche (Innenkonus) ver
sehen, an die sich ein Aufnahmebereich für den Hülsenkörper anschließt. Durch
diese kegelförmige Ausgestaltung des Kopfbereichs des Anschlagkörpers ist eine
besonders feinjustierbare Verstellung der Schneidplatte möglich. Durch die An
ordnung mehrerer Querschlitze, die die Querschnittsfläche des Anschlagkörpers
vorzugsweise gleichmäßig in Segmente unterteilen, kann die Wirkrichtung des
Aufspreizens gesteuert werden. So können z. B. bei drei Querschlitzen an der
dem Schneidkörper zugewandten Anschlagseite des Anschlagkörpers zwei zu
einander im spitzen Winkel stehende Wirkrichtungen realisiert werden. Jeder
Querschlitz weist dabei zweckmäßigerweise an dessen innerem Endbereich eine
Erweiterungsbohrung auf.
Der Hülsenkörper ist zweckmäßigerweise von der der Einschraubseite für die Ju
stierschraube gegenüberliegenden Stirnseite her in die Längsbohrung des An
schlagkörpers einsetzbar. Der Hülsenkörper ist an dessen dortigem Freiende
vorteilhafterweise kragenförmig ausgestellt, wobei mindestens ein Kragenteil ei
nes entsprechenden Haltekragens mit einer in der Verlängerung des Querschlit
zes des Anschlagkörpers vorgesehenen Stützschulter in Form einer Ausnehmung
in Eingriff bringbar ist. Dadurch wird in einfacher Weise sowohl eine axiale Halte
rung als auch eine Verdrehsicherung des Hülsenkörpers gegenüber dem An
schlagkörper erzielt.
Unterhalb des Kopfendes des Anschlagkörpers ist zwischen diesem und dem
Hülsenkörper ein Freistellbereich vorgesehen, so daß das Innengewinde einer
Verstellbewegung besonders gut folgen kann. Dabei ist eine entsprechende Aus
sparung zur Realisierung des Freistellbereichs am innenliegenden Hülsenende
vorgesehen, so daß dort der Außendurchmesser des Hülsenkörpers um den
Freistellbetrag kleiner ist als der Innendurchmesser des Anschlagkörpers.
Analog ist in zweckmäßiger Weiterbildung des Anschlagkörpers in dessen
Außenmantel eine den Justierhub begrenzende oder diesen vorgebende Aussparung
vorgesehen. Diese Aussparung bestimmt wiederum den Freistellbetrag für eine
maximale Verstellung. Der Anschlagkörper ist weiterhin zweckmäßigerweise an
dessen dem Grundkörper zugewandten Anlageseite abgerundet, wobei diese
Anlage der Rundform zumindest angenähert ist. Durch diese abgerundete oder
halbrunde Anlageseite ist zusätzlich zu einer einfachen Herstellbarkeit ein beson
ders genaues Positionieren und radiales Ausrichten der Berührungsfläche zwi
schen dem Anschlagkörper und dem Werkzeuggrundkörper beim Justieren oder
Festsetzen ermöglicht.
Dem gegenüber ist die der Schneidplatte zugewandte Anschlagseite des An
schlagkörpers geradlinig ausgebildet, so daß eine flächige Berührung zwischen
Schneidplatte und Anschlagkopf des Anschlagkörpers erzielt wird. Die Anschlag
seite ist dabei vorteilhafterweise kragenförmig ausgestellt, wobei die mit der
Schneidplatte in Berührung bringbare Anschlagfläche zur kopfseitigen Stirnfläche
des Anschlagkörpers hin geneigt ist. Dadurch ist die Anschlag- oder Berührungs
fläche mit der Schneidplatte gegenüber einer senkrechten Flächenausrichtung
vergrößert. Außerdem ergibt sich ein zusätzlicher Halt zwischen Schneidplatte
und Anschlagkörper in der Art einer Verkeilung.
Zur Halterung des Anschlagkörpers im Werkzeuggrundkörper kann dieser ver
schraubt, verstiftet oder geklemmt sein. Auch kann der Anschlagkörper mit dem
Werkzeuggrundkörper stoffschlüssig verbunden sein. Zweckmäßigerweise ist zur
Fixierung des Anschlagkörpers im Werkzeuggrundkörper jedoch ein Rastkörper in
Form einer Kugel vorgesehen. Dazu weist der Anschlagkörper mindestens eine
Querbohrung zur Aufnahme eines solchen Rastkörpers auf. Ebenso weist der
Hülsenkörper zweckmäßigerweise eine mit der Querbohrung des Anschlagkörpers
in Überdeckung bringbare korrespondierende Querbohrung auf.
Bei eingesetztem Hülsenkörper in den Anschlaggrundkörper erfolgt die Ver
rastung des oder jedes Rastkörpers zweckmäßigerweise mittels eines Schrau
benschaftes in Form einer sogenannten Madenschraube, die in einem Fortsatz
des Innengewindes des Hülsenkörpers vorgesehen ist. Der Schraubenschaft dient
zur radialen Auslenkung des Rastkörpers in eine Wandausnehmung der Längs
bohrung des Anschlagkörpers. Dabei wird der oder jeder Rastkörper beim Eindre
hen des Schraubenschaftes aus dem Zentrum in Richtung der Bohrungswand
gedrückt. Der Rastkörper greift dabei derart in die Wandausnehmung ein, daß ein
form- und kraftschlüssiger Verbund entsteht.
Die Justierschraube weist zweckmäßigerweise einen konisch ausgebildeten
Senkkopf auf, an den sich ein taillierter Schraubenhals anschließt. Die Gesamt
länge der Schraube ist dabei zweckmäßigerweise kleiner als die Tiefe des oder
jedes Querschlitzes. Dabei liegt vorteilhafterweise auch bei eingeschraubter Ju
stierschraube deren Kegelansatz am Gewindeende stets oberhalb der Erweite
rungsbohrung des Querschlitzes. Die taillierte Ausgestaltung des Schraubenhal
ses ermöglicht eine bei der Verstellung sich besonders vorteilhaft auswirkende
elastische Verformung des konischen Schraubenkopfes gegenüber dem Gewin
deschaft. Der Justierschraubenkopf kann somit der Verstellbewegung besonders
gut folgen. Darüber hinaus erfolgt auch eine Bewegung des Gewindeschaftes und
des Hülsenkörpers in Richtung der radialen Auslenkung, wodurch eine geforderte
Verstellung besonders zuverlässig erzielt wird. Der Hülsenkörper kann somit zu
sammen mit der Justierschraube der Verstellbewegung folgen. Dadurch ist si
chergestellt, daß das Gewinde der Justierschraube unabhängig vom Justierhub
stets mit dem korrespondierenden Innengewinde des Hülsenkörpers in Eingriff ist.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß durch
den Einsatz eines in den Anschlagkörper einschiebbaren und das Innengewinde
für die Justierschraube tragenden Hülsenkörpers eine besonders sichere und zu
verlässige Befestigung der Justierschraube gewährleistet ist. Zudem ist die Be
lastbarkeit dieser Verbindung, insbesondere bei maximaler Verstellung der
Schneidplatte, deutlich verbessert. Weiter wird mit der im Vergleich zur Schrau
benlänge großen Querschlitztiefe eine besonders große Biegelänge und eine sehr
gut steuerbare Biegefestigkeit (Biegequerschnitt) erzielt. Ferner wird aufgrund der
Querschnittsform des Anschlagkörpers mit einer abgerundeten Anlageseite und
einer geradlinigen Anschlagseite eine flächige Anlage am Schneidkörper erzielt.
Außerdem ist durch den in Bewegungsrichtung mitwandernden Hülsenkörper die
Biegebeanspruchung der als Senkkopfschraube ausgebildeten Justierschraube
reduziert, so daß ein besonders großer Verstellhub möglich ist.
Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand einer Zeichnung
näher erläutert. Darin zeigen:
Fig. 1 in perspektivischer Explosionsdarstellung einen verstellbaren An
schlag mit einem Anschlagkörper und einem Hülsenkörper,
Fig. 2 im Längsschnitt den Anschlag gemäß Fig. 1 mit eingesetztem Hül
senkörper,
Fig. 3 im Ausschnitt einen Werkzeuggrundkörper mit eingesetztem An
schlag und eingesetzter Justierschraube,
Fig. 4 im Längsschnitt den Anschlag mit zwei eingerasteten Kugeln und
Fig. 5 und 6 in Draufsicht zwei Ausführungsvarianten des Anschlags mit zwei
bzw. drei Querschlitzen.
Einander entsprechende Teile sind in allen Figuren mit den gleichen Bezugszei
chen versehen.
Fig. 1 zeigt einen verstellbaren Anschlag 1 mit einem spreizbaren Anschlagkör
per 2 und mit einem Hülsenkörper 3, der von dessen Freiende 4 her in eine
Längsbohrung 5 des Anschlagkörpers 2 einsteckbar ist. Die Einsteckrichtung ist
durch den Pfeil 6 angedeutet. Der Anschlagkörper 2 ist quergeschlitzt, wobei sich
die gegenüberliegenden Querschlitze 7 und 8 über etwa die Hälfte der axialen
Länge des Anschlagkörpers 2 erstrecken und im Endbereich in eine Erweite
rungsbohrung münden, von denen lediglich die dem Querschlitz 7 zugeordnete
Erweiterungsbohrung 9 sichtbar ist. Die Querschlitze 7 und 8 teilen den Anschlag
körper 2 im Bereich dessen Kopfendes 10 in einen Anlagebereich 11 und einen
Anschlagbereich 12 auf. Während der Anlagebereich 11 abgerundet oder halb
rund ausgebildet ist, ist der Anschlagbereich 12 unter Bildung einer ebenen,
schräg angestellten Anschlag- oder Berührungsfläche 13 kragenförmig ausgebil
det. An das kragenförmige Kopfende 10 des Anschlagkörpers 2 schließt sich eine
mantelseitig umlaufende Aussparung 14 an, die sich bis zum Endbereich der
Querschlitze 7, 8 erstreckt, so daß zwischen dem Kopfende 10 und dem Freien
de 4 im Außenmantel des hohlzylindrischen Anschlagkörpers 2 ein rückversetzter
Mittenbereich gebildet ist. Im Bereich des Freiendes 4 ist eine mit dem Anschlag
bereich 12 fluchtende Querbohrung 15 vorgesehen.
Der ebenfalls hohlzylindrisch ausgebildete Hülsenkörper 3 trägt ein Innengewin
de 16. Der Hülsenkörper 3 ist mantelseitig stufenförmig ausgebildet, wobei sich
entgegen der Einschubrichtung 6 an einen schmalen Freistellabschnitt oder Frei
stellbereich 17 ein mantelseitig an den Innendurchmesser der Längsbohrung 5
angenäherter Paßbereich 18 anschließt. An den Paßbereich 18 schließt sich ein
Haltekragen 19 am Freiende 20 des Hülsenkörpers 3 an. Der Haltekragen 19 ist
derart ausgebildet, daß zwei gegenüberliegende, abgerundete Kragenteile 21 im
eingesetzten Zustand des Hülsenkörpers 3 jeweils mit einer korrespondierenden
Randausnehmung 22 am Freiende 4 des Anschlagkörpers 14 formschlüssig in
Eingriff sind. Dadurch ist im Montagezustand eine Verdrehsicherung des Hülsen
körpers 3 gegenüber dem Anschlagkörper 2 gewährleistet. Der Hülsenkörper 3
weist im Paßbereich 18 eine zur Querbohrung 15 des Anschlagkörpers 14 korre
spondierende Querbohrung 23 auf.
Fig. 2 zeigt den Anschlag 1 im Längsschnitt mit in die Längsbohrung 5 des An
schlagkörpers 2 eingesetztem Hülsenkörper 3. Das Innengewinde 16 des Hülsen
körpers 3 erstreckt sich bis mindestens zur Bohrungsachse 24 der Querbohrun
gen 15 und 23. Der Anschlagkörper 2 und der Hülsenkörper 3 sind zueinander
koaxial angeordnet, wobei entlang des Freistellbereichs 17 zwischen dem Hül
senkörper 3 und dem Anschlagkörper 2 ein Ringraum 25 zur radialen Auslenkung
des Hülsenkörpers 3 gebildet ist. Die Längsbohrung 5 geht im Bereich des Kopf
endes 10 des Anschlagkörpers 2 über in eine kegelförmige Innenoberfläche zur
Bildung eines sich in Richtung der Längsachse 27 des Anschlags 1 verjüngenden
Innenkonus 26. Der Bereich unterhalb dieses Innenkonus 26 der Längsbohrung 5
bildet somit den Aufnahmebereich oder Aufnahmeraum 28 des Anschlagkörpers 2
für den Hülsenkörper 3.
Fig. 3 zeigt den verstellbaren Anschlag 1 im Montagezustand mit eingesetzter
Verstell- oder Justierschraube 29. Dazu ist der Anschlag 1 in eine Aufnahmeboh
rung 30 eines Werkzeuggrundkörpers 31 eingesetzt. Dabei ist der Anschlagbe
reich 12 am Kopfende 10 des Anschlagkörpers 2 gegen einen in einem Füh
rungsschlitz 32 des Werkzeuggrundkörpers 31 verschiebbar angeordneten
Schneidkörper 33 geführt, so daß die Anschlagfläche 13 am Schneidkörper 33
anliegt. Aufgrund des abgerundeten Anlagebereichs 11 an der Innenwandung der
Aufnahmebohrung 30 des Werkzeuggrundkörpers 31 wird in einfacher Weise eine
radiale Ausrichtung des Anschlagkörpers 2 gegenüber dem Werkzeuggrundkör
per 31 mit im Ergebnis vollflächiger Anlage des Anschlagbereichs 12 des An
schlagkörpers 2 am Schneidkörper 33 erzielt.
Die Justierschraube 29 weist einen kegelförmigen Senkkopf 34 mit an den Innen
konus 26 angepaßter Außenkontur auf. Sie ist im Bereich zwischen dem Senk
kopf 34 und einem Gewindeschaft 35 mit einem gewindefreien, taillierten Schrau
benhals 36 versehen, so daß eine elastische Verformung des Senkkopfes 34 ge
genüber dem Gewindeschaft 35 möglich ist. Dabei übersteigt die Schlitztiefe T der
Querschlitze 7, 8 die gesamte Schraubenlänge L. Dadurch, daß die Querschlit
ze 7, 8 in Richtung der Längsachse 27 über die Gesamtlänge L der Justier
schraube 29 hinausgehen und am Freiende 4 des Anschlagkörpers 2 begrenzt
sind, werden eine große Biegelänge und eine sehr gut steuerbare Biegefestigkeit
mit einem besonders günstigen Biegequerschnitt erzielt.
Die Tiefe der Aussparung 14 im Mittenbereich des Anschlagkörpers 2 gibt den
maximalen Justierhub H des Anschlags 1 im Grundkörper 31 vor. Je tiefer diese
Aussparung 14 ist, desto größer ist auch der Justierhub H. Die fertigungstech
nisch bedingte Weiterführung der umlaufenden Aussparung 14 ist im Anlagebe
reich 11 wirkungslos, da sowohl dieser als auch das Freiende 4 an der Innenwand
der Bohrung 30 des Werkzeuggrundkörpers 31 unmittelbar anliegen. Beim Ein
drehen der Justierschraube 29 Hülsenkörper 3 erfolgt somit lediglich eine Auslen
kung des Kopfendes 10 und des sich daran anschließenden ausgesparten Teils
des Anschlagkörpers 2 in radialer Verstellrichtung 37 quer zur Längsachse 27 des
Anschlags 1.
Das sowohl zur Führung als auch zur Befestigung der Justierschraube 29 dienen
de Innengewinde 16 des Hülsenkörpers 3 bleibt während einer Verstellbewegung
auch bis zum maximalen Justierhub H mit dem Gewindeschaft 35 der Justier
schraube 29 stets in form- und kraftschlüssigem Eingriff. Die Belastbarkeit dieser
Gewindeverbindung ist somit deutlich verbessert. Die Freistellung innerhalb des
Freistellbereichs 17 zwischen dem Hülsenkörper 3 und dem Anschlagkörper 2
bewirkt darüber hinaus, daß das Innengewinde 16 der Verstellbewegung beson
ders gut folgen kann, da sich der Hülsenkörper 3 in Verstellrichtung 37 bewegen
kann.
In Fig. 4 ist der verstellbare Anschlag 1 mit zwei Rastkörpern in Form von Ku
geln 38 dargestellt. Der oder jeder Rastkörper 38 dient zum Festsetzen des An
schlags 1 im Werkzeuggrundkörper 31. Bei diesem Haltemechanismus sind die
Kugeln 38 in den Querbohrungen 15, 23 des Anschlagkörpers 2 bzw. des Hülsen
körpers 3 und damit quer zur Einschubrichtung 6 des Anschlags 1 gelagert. Sie
werden mittels einer Madenschraube in Form eines Gewindeschaftes 39 aus dem
Zentrum in bzw. gegen die Verstellrichtung 37 zur Bohrungswand der Aufnahme
bohrung 30 des Werkzeuggrundkörpers 31 gedrückt, wobei der Gewindeschaft 39
im Fortsatz des Innengewindes 16 des Hülsenkörpers 3 sitzt. Die Bohrungswand
der Bohrung 30 ist dort jeweils mit einer Ausnehmung 40 versehen, in die die Ku
geln 39 derart in Eingriff gelangen, daß ein form- und kraftschlüssiger Verbund
entsteht.
Fig. 5 zeigt in einer Draufsicht den Anschlag 1 im Montagezustand mit am
Schneidkörper 33 anliegendem geradlinigen Anschlagbereich 12 und mit am
Werkzeuggrundkörper 31 anliegendem abgerundeten Anlagebereich 11. Die Ju
stierschraube 29 ist im Ausführungsbeispiel mit einem Sechskantloch 41 verse
hen. Anstelle des Sechskantloches 41 kann auch ein Längsschlitz oder Kreuz
schlitz vorgesehen sein.
Während im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 5 der geschlitzte Anschlagkörper 2
lediglich zwei Querschlitze 7, 8 aufweist, ist dieser im Ausführungsbeispiel gemäß
Fig. 6 mit drei Querschlitzen 42, 43, 44 versehen. Dieser Anschlag 1 ist somit im
Unterschied zum Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 5 nicht nur in zwei Segmen
te 45, 46, sondern in drei Segmente 45a, 45b und 46' unterteilt. Dadurch wird eine
weitere Wirkrichtung realisiert, so daß beim Anschlag 1 gemäß Fig. 6 insgesamt
drei Wirkrichtungen 47a, 47b und 48 realisiert sind. Die Wirkrichtung des Auf
spreizens kann somit über die Anzahl und über die symmetrische (Fig. 5) oder
sternförmige (Fig. 6) Anordnung der Querschlitze 7, 8 bzw. 42 bis 44 gesteuert
werden. Bei z. B. vier Querschlitzen würde dann in nicht näher dargestellter Art
und Weise zweckmäßigerweise eine kreuzförmige Querschlitzanordnung gewählt
werden.
1
Verstellbarer Anschlag
2
Anschlagkörper
3
Hülsenkörper
4
Freiende
5
Längsbohrung
6
Einsteckrichtung
7
,
8
Querschlitz
9
Erweiterungsbohrung
10
Kopfende
11
Anlagebereich
12
Anschlagbereich
13
Anschlag-/Berührungsfläche
14
Aussparung
15
Querbohrung
16
Innengewinde
17
Freistellbereich
18
Paßbereich
19
Haltekragen
20
Freiende
21
Kragenteil
22
Randausnehmung
23
Querbohrung
24
Bohrungsachse
25
Ringraum
26
Innenkonus
27
Längsachse
28
Aufnahmebereich
29
Justierschraube
30
Aufnahmebohrung
31
Werkzeuggrundkörper
32
Führungsschlitz
33
Schneidkörper
34
Senkkopf
35
Gewindeschaft
36
Schraubenhals
37
Verstellrichtung
38
Rastkörper/Kugel
39
Gewindeschaft
40
Ausnehmung
41
Sechskantloch
42-44
Querschlitz
45
,
46
Segment
47
,
48
Wirkrichtung
H Justierhub
L Schraubenlänge
T Schlitztiefe
H Justierhub
L Schraubenlänge
T Schlitztiefe
Claims (14)
1. Verstellbarer Anschlag für einen in einem Werkzeuggrundkörper (31) justier
bar angeordneten Schneidkörper (33), mit einem geschlitzten und mittels einer
Justierschraube (29) aufspreizbaren hohlzylindrischen Anschlagkörper (2),
gekennzeichnet durch
einen in eine Längsbohrung (5) des Anschlagkörpers (2) einsetzbaren Hül
senkörper (3), der ein mit der Justierschraube (29) in Eingriff bringbares In
nengewinde (16) aufweist.
2. Anschlag nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Längsbohrung (5) am stirnseitigen Kopfende (10) des Anschlagkör
pers (2) einen Innenkonus (26) aufweist, an die sich ein Aufnahmebereich (28)
für den Hülsenkörper (3) anschließt.
3. Anschlag nach Anspruch 1 oder 2,
gekennzeichnet durch
mindestens zwei die stirnseitige Querschnittsfläche des Anschlagkörpers (2) in
Segmente (45, 46) unterteilende Querschlitze (7, 8 bzw. 42 bis 44), von denen
jeder an dessen innerem Endbereich eine Erweiterungsbohrung (9) aufweist.
4. Anschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Hülsenkörper (3) am Freiende (20) einen mit einer Randausneh
mung (22) des Anschlagkörpers (2) in Eingriff bringbaren Haltekragen (19, 21)
aufweist.
5. Anschlagkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß unterhalb des Kopfendes (10) des Anschlagkörpers (2) zwischen diesem
und dem Hülsenkörper (3) ein Freistellbereich (17) vorgesehen ist.
6. Anschlag nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Hülsenkörper (3) mantelseitig stufenförmig ausgebildet ist, wobei sich
an den Freistellbereich (17) ein an die Längsbohrung (5) angenäherter Paßbe
reich (18) anschließt.
7. Anschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Anschlagkörper (2) mantelseitig eine den Justierhub (H) vorgebende
Aussparung (14) aufweist.
8. Anschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 7
dadurch gekennzeichnet,
daß der Anschlagkörper (2) einen dem Grundkörper (31) zugewandten abge
rundeten Anlagebereich (11) aufweist.
9. Anschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Anschlagkörper (2) einen kragenförmig ausgestellten und dem
Schneidkörper (33) zugewandten geradlinigen Anschlagbereich (12) aufweist.
10. Anschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Anschlagkörper (2) mindestens eine Querbohrung (15) zur Aufnahme
eines radial verschiebbaren Rastkörpers (38) aufweist.
11. Anschlag nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Hülsenkörper (3) eine mit der Querbohrung (15) des Anschlagkör
pers (2) in Überdeckung bringbare korrespondierende Querbohrung (23) auf
weist.
12. Anschlag nach Anspruch 10 oder 11,
gekennzeichnet durch
einen im Innengewinde (16) vorgesehenen Gewindeschaft (39) zur radialen
Auslenkung des Rastkörpers (38) in eine Wandausnehmung (40) der Längs
bohrung (5) des Anschlagkörpers (2).
13. Anschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Justierschraube (29) einen konisch ausgebildeten Senkkopf (34) und
einen taillierten Schraubenhals (36) aufweist.
14. Anschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Tiefe (T) des Querschlitzes (7, 8; 42 bis 44) die Gesamtlänge (L) der
Justierschraube (29) übersteigt.
Priority Applications (9)
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|---|---|---|---|
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