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DE19717514A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Aufbereitung von getrockneten Kräutern - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Aufbereitung von getrockneten Kräutern

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Publication number
DE19717514A1
DE19717514A1 DE1997117514 DE19717514A DE19717514A1 DE 19717514 A1 DE19717514 A1 DE 19717514A1 DE 1997117514 DE1997117514 DE 1997117514 DE 19717514 A DE19717514 A DE 19717514A DE 19717514 A1 DE19717514 A1 DE 19717514A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sieve
fraction
openings
vibrating
herbs
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE1997117514
Other languages
English (en)
Inventor
Peter Dieckmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
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Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE1997117514 priority Critical patent/DE19717514A1/de
Publication of DE19717514A1 publication Critical patent/DE19717514A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B07SEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS; SORTING
    • B07BSEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS BY SIEVING, SCREENING, SIFTING OR BY USING GAS CURRENTS; SEPARATING BY OTHER DRY METHODS APPLICABLE TO BULK MATERIAL, e.g. LOOSE ARTICLES FIT TO BE HANDLED LIKE BULK MATERIAL
    • B07B4/00Separating solids from solids by subjecting their mixture to gas currents
    • B07B4/08Separating solids from solids by subjecting their mixture to gas currents while the mixtures are supported by sieves, screens, or like mechanical elements

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Combined Means For Separation Of Solids (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Aufbereitung von getrockneten Kräutern, um die Kräuter von Verunreinigungen und/oder unerwünschten Bestandteilen zu trennen.
Für die Herstellung von Kräutertees benötigte Kräuterpflanzen, wie beispielsweise Pfefferminze, werden üblicherweise auf Feldern im Freiland angebaut. Zur Verarbeitung werden die Kräuterpflanzen abgemäht und getrocknet und dann zur Erzeugung hochwertiger, z. B. lose verpackter Tees, gedroschen oder gerebelt, d. h. die Kräuterpflanzen werden zum Lösen der Blätter von den Stielen schonend zerkleinert, bevor das Produkt nach einer anschließenden Größenklassierung in den Verkauf gelangt.
Auf den angebauten Kräuterpflanzen leben jedoch viele Insekten, wie Käfer, Schlupfwespen, kleine Spinnen und dergleichen, die bei der Ernte der Kräuterpflanzen nicht alle zu Boden fallen, so daß sie teilweise mit eingebracht werden. Neben ausgewachsenen Insekten finden sich je nach Jahreszeit bzw. Erntezeit der Kräuterpflanzen Insekten im Eier- oder Larvenstadium, die teilweise fest an den Blattunterseiten der Kräuterpflanzen anhaften oder in deren Blättern eingerollt sind und insbesondere im Larvenstadium für das bloße Auge bereits gut sichtbar sind. Diese Insekten oder Insektenlarven müssen vor dem Verkauf entfernt werden, da die Verbraucher immer reinere Produkte fordern, in denen keine derartigen Verunreinigungen enthalten sind. Dies gilt in gleicher Weise auch für andere Verunreinigungen oder Fremdkörper, wie beispielsweise kleine Kunststoff- oder Metallteilchen, Glas, Mäusekot, kleine Steinchen oder dergleichen, die während der Ernte oder beim Transport zwischen die Kräuterpflanzen gelangen. Daneben sollen insbesondere bei sehr hochwertigen Tees auch keine dicken Stengelteile, Stiele, Wurzeln oder dergleichen unerwünschte Bestandteile der Kräuterpflanzen enthalten sein.
Da ein Teil der Insektenlarven, insbesondere Puppenkokons, oder der ausgewachsenen Insekten eine von den Kräutern abweichende Färbung aufweist, hat man Versuche unternommen, die Kräuter mit Farbsortierern zu reinigen. Dies stößt jedoch auf Schwierigkeiten, weil die getrockneten Kräuter sehr leicht sind und bei ihrer Vereinzelung auf einem schnell laufenden Förderband durch den Luftwiderstand zu stark aufgewirbelt werden. Außerdem können die verhältnismäßig voluminösen Kräuter aufgrund ihres Schattenwurfs einen Teil der Fremdkörper verdecken, so daß diese nicht aussortiert werden.
Weiter wurden Reinigungsversuche mit herkömmlichen Windsichtern durchgeführt, die jedoch bei getrockneten Kräutern nur bei sehr niedrigen Strömungsgeschwindigkeiten mäßig erfolgreich waren, wodurch zum einen bei einer Anlage mit einem größeren Mengendurchsatz sehr große Querschnittsabmessungen und damit übermäßige Baugrößen erforderlich sind, und zum anderen mehrere Reinigungsstufen benötigt werden, die neben einer Verteuerung auch zu einer unerwünschten Zerkleinerung der sehr empfindlichen Blatteile und damit zu einem unerwünscht hohen Staubanteil führen.
In seiner noch unveröffentlichten deutschen Patentanmeldung 195 42 688.6 hat der Anmelder bereits ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Trennung eines aus Feststoffpartikeln unterschiedlicher Gestalt, Größe und/oder Dichte bestehenden Gutes in mindestens zwei Komponenten vorgeschlagen, bei dem das zu trennende Gut über einen gegenüber der Horizontalen geneigten Siebboden eines Schwingsiebs nach unten transportiert wird, wobei Partikel der einen Komponente am unteren Ende des Siebbodens ausgetragen werden und Partikel der anderen Komponente durch Sieböffnungen des Siebbodens hindurchtreten. Das Schwingsieb wird gegenläufig erregt, um die Partikel wiederholt vor die Sieböffnungen zu bringen, die von unten her mit einem Luftstrom beaufschlagt werden können, so daß die Partikel in den Sieböffnungen einer Windsichtung unterzogen werden. Dieses Verfahren und diese Vorrichtung eignen sich besonders gut, wenn die eine Komponente aus in Scheiben geschnittenen getrockneten Früchten, Pilzen, Gemüse oder Gewürzpflanzen besteht und die andere Komponente aus Fremdstoffteilchen ähnlicher Größe und/oder Dichte, wie beispielsweise Stengel anderer Pflanzen, Steinchen oder Glassplitter, die in geringem Umfang im Gut enthalten sind. Weiter ist ein abgewandeltes Verfahren offenbart, das sich zur Trennung von trockenem Siebgut mit Korngrößen unter 200 Mikrometern, beispielsweise zur Trennung von Sand und pulverförmigem Trockengemüse eignet, wobei die den Sieböffnungen von unten zugeführte Luftmenge so eingestellt wird, daß eine Leichtfraktion vom Luftstrom nach oben mitgerissen wird, während eine Schwerfraktion entgegen dem Luftstrom durch die Sieböffnungen hindurchtritt.
Aus der DE 195 15 349 A1 des Anmelders sind weiter ein Trennverfahren und eine Trennvorrichtung bekannt, bei denen jedoch das Aufgabegut am unteren Ende eines Schwingsiebs aufgegeben und durch dessen Schwingungen zu einem am oberen Ende angeordneten Austrag befördert wird. Die Siebboden ist dort auf seiner Oberseite bzw. auf seiner Unterseite mit einem Unter- bzw. Überdruck beaufschlagbar, der zweckmäßig so eingestellt wird, daß die Sieböffnungen im wesentlichen von Verstopfungen freigehalten und die abzutrennenden Partikel nicht am Hindurchtritt durch die Sieböffnungen gehindert werden.
Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu entwickeln, die sich gut zur Aufbereitung von getrockneten Kräutern eignen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Patentanspruch 1 für das Verfahren bzw. im Patentanspruch 10 für die Vorrichtung charakterisierten Merkmale gelöst.
Versuche des Anmelders mit getrockneter Pfefferminze haben gezeigt, daß sich ein ausgezeichnetes, von Verunreinigungen, wie Insekten oder Insektenlarven, kleinen Steinchen, Sandkörnern oder dergleichen, sowie von unerwünschten Bestandteilen, wie Stielen, Stengeln oder Wurzelteilen völlig freies Produkt erhalten läßt, wenn man die Kräuter auf einem Schwingsieb einer Windsichtung unterwirft und die Strömungsgeschwindigkeit des Luftstroms in den Sieböffnungen und oberhalb derselben durch entsprechend gewählte Strömungsquerschnitte so einstellt, daß der Luftstrom kleinere und mittelgroße Blatteile, d. h. Blattbruchstücke bis zu einer Größe von 1 bis 2 cm2, vom Siebboden weg nach oben mit sich trägt, und die vom Luftstrom mitgeführten Blattbruchstücke danach wieder aus dem Luftstrom abscheidet. Unter diesen Bedingungen werden selbst kleinere und spezifisch leichte Insektenpuppen vom Luftstrom nicht mit ausgetragen, so daß sich im Leichtgut keinerlei unerwünschte Verunreinigungen mehr befinden.
Da die Stiele und Stengel der Kräuter nur in ihrer Längsrichtung durch die Sieböffnungen hindurchpassen, müssen die Kräuter und insbesondere die Abfallfraktion, welche die Stiele und Stengel enthält, ausreichend lange auf dem Siebboden gehalten werden, um die Stiele und Stengel mit ihren Schmalseiten voran vor einer der Sieböffnungen auszurichten. Dies erfolgt vorzugsweise dadurch, daß das Schwingsieb zum einen gegenläufig erregt wird, um die Abwärtsbewegung von schwereren Partikeln, wie Stengelteilen oder Insekten, zu verlangsamen und die Partikel mehrmals vor die Sieböffnungen zu bringen, bis sie den Sieböffnungen ihre kleineren Stirnseiten zuwenden und hindurchfallen. Auch der Luftstrom selbst trägt zur Verlangsamung der Abwärtsbewegung bei, da sich oberhalb des Siebbodens ein Wirbelbetts ausbildet. Die Abbremsung durch den Luftstrom kann darüberhinaus gesteuert werden, indem er gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung schräg nach oben, d. h. mit einer der Abwärtsbewegung der Partikel auf dem Siebboden entgegenwirkenden Komponente durch die Sieböffnungen gelenkt wird.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird die unter den Siebboden zugeführte Luftmenge und der Gesamtquerschnitt der Sieböffnungen so aufeinander abgestimmt, daß die resultierende Strömungsgeschwindigkeit in den Sieböffnungen bewirkt, daß nicht nur spezifisch schwerere Verunreinigungen, wie Glasbruch oder Metallteilchen durch die Sieböffnungen fallen, sondern auch Insekten, Insektenpuppen, Kunststoffteilchen und Stengelteile. Dies ist dann der Fall, wenn die genannten Partikel den Sieböffnungen ihre kleineren Stirnseitenflächen zuwenden und die durch die Schwerkraft verursachte, nach unten gerichtete Bewegungskomponente die durch die Anströmung mit Luft in den Sieböffnungen hervorgerufene, nach oben gerichtete Bewegungskomponente überwiegt.
Neben der Windsichtung in den Sieböffnungen erfolgt eine weitere Windsichtung in einem oberhalb des Siebbodens angeordneten Sichtungsraum, in dem die durch die Sieböffnungen nach oben strömende Luft die von oben entlang des Siebbodens zugeführten Partikel verwirbelt, so daß insbesondere die schwereren Partikel den Sieböffnungen mehrmals unterschiedliche Flächen zuwenden und schließlich nach unten hindurchfallen, wenn ihre kleinen Stirnseiten entgegen dem Luftstrom nach unten weisen und die Schwerkraft den Luftwiderstand überwiegt.
Infolge der Luftzufuhr bildet sich im Sichtungsraum oberhalb des Siebbodens ein Wirbelbett aus, in dem sich die Aufenthaltsdauer der Partikel vergrößern läßt, indem man das Schwingsieb gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung gegenläufig erregt, so daß mindestens ein Teil der Partikel entgegen der Richtung der Abwärtsbewegung auf dem Siebboden nach oben beschleunigt wird. Dadurch kann die erforderliche Länge der Siebböden stark verringert werden.
Die Abscheidung der Kräuterfeinfraktion aus dem Luftstrom erfolgt vorzugsweise mit Hilfe mindestens eines Produktabscheiders, beispielsweise eines Zyklons, dem bei einem hohen Feinstaubanteil ein Filter nachgeschaltet sein kann.
Da eine Zerkleinerung der getrockneten Kräuter vor der Windsichtung auf dem Schwingsieb selbst bei schonender Behandlung eine gleichzeitige Zerstückelung eines Teils der Insekten zur Folge hat, was deren Abtrennung von den Kräutern erschwert, da beispielsweise Insektenflügel ähnliche Strömungswiderstände wie Blatteile aufweisen, sieht eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung vor, daß die Abtrennung von Verunreinigungen und/oder unerwünschten Bestandteilen in zwei Schritten erfolgt, wobei beim ersten Schritt neben der vom Luftstrom mitgerissenen Kräuterfeinfraktion, d. h. kleinen bis mittelgroßen Blattbruchstücken, und der durch die Sieböffnungen hindurchgetretenen Abfallfraktion, d. h. eine größere Menge schwerere Stiel- oder Stengelteile und größere oder schwerere Insekten oder Insektenlarven, die nicht an den Kräutern anhaften und deshalb durch die entsprechend gewählten Sieböffnungen hindurchpassen, am unteren Ende des Schwingsiebs weiter eine Kräutergrobfraktion ausgetragen wird. Diese Kräutergrobfraktion wird beim zweiten Schritt nach einer schonenden Zerkleinerung erneut einer Windsichtung auf einem Schwingsieb unterzogen, wobei vorzugsweise die Strömungsgeschwindigkeit der Luft in den Sieböffnungen und oberhalb derselben zweckmäßig wieder so eingestellt wird, daß der Luftstrom kleinere und mittelgroße Blatteile mit sich trägt, während der Rest der Verunreinigungen und unerwünschten Bestandteile durch die Sieböffnungen hindurchfällt.
Der zweite Windsichtungsschritt und die vorangehende Zerkleinerung dienen im wesentlichen dazu, einerseits die Ausbeute zu vergrößern, indem zusammenhängende Blatt- und Stengelteile voneinander getrennt und größere verzweigte Stengelteile zerkleinert werdend so daß sie durch die Sieböffnungen passen, und andererseits an den Blättern anhaftende Insektenlarven zu lösen, so daß sie zusammen mit zerkleinerten Stengel- oder Stielteilen durch die Sieböffnungen des zweiten Schwingsiebs hindurchfallen und dort mit der Abfallfraktion ausgetragen werden. Da die größeren Insekten bereits beim ersten Windsichtungsschritt abgetrennt worden sind, sind die Sieböffnungen des zweiten Schwingsiebs zweckmäßig etwas kleiner als diejenigen des ersten Schwingsiebs und sind entweder in größerer Anzahl auf dem Siebboden angeordnet oder werden mit einer kleineren Luftmenge beaufschlagt, um entsprechende Strömungsgeschwindigkeiten wie beim ersten Windsichtungsschritt zu erhalten.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist das zweite Schwingsieb in Bewegungsrichtung der Kräuter hinter und unterhalb des ersten Schwingsiebs angeordnet, so daß beide Windsichtungsschritte hintereinander in einem Zug erfolgen können, wobei die Kräutergrobfraktion vom unteren Ende des ersten Schwingsiebs durch Schwerkraft auf das zweite Schwingsieb gefördert wird, vorzugsweise durch eine dazwischen angeordnete Zerkleinerungseinrichtung.
Die beiden Schwingsiebe können zweckmäßig von einem gemeinsamen Schwingungserreger in Schwingungen versetzt werden und im Gegentakt schwingen.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Aufbereitung von getrockneten Kräutern;
Fig. 2 eine vergrößerte Schnittansicht des oberen der beiden Schwingsiebe der Vorrichtung;
Fig. 3 eine Draufsicht auf einen Abschnitt eines Siebbodens von einem der Schwingsiebe;
Fig. 4 einen Schnitt durch den Siebboden entlang der Linie 4-4 der Fig. 3.
Die in der Zeichnung dargestellte Vorrichtung 1 zur Aufbereitung von getrockneten Kräutern, wie beispielsweise von getrockneter Pfefferminze für die Kräuterteeherstellung, dient dazu, aus den nach der Ernte getrockneten und grob vorzerkleinerten Kräutern unerwünschte Verunreinigungen, wie beispielsweise Insekten oder Insektenpuppen, andere Fremdkörper, wie kleine Glassplitter, Kunststoff- oder Metallteilchen und unerwünschte Bestandteile, wie Stengel oder Stiele abzutrennen und die Kräuter gleichzeitig auf eine für den Verkauf erwünschte Größe schonend zu zerkleinern, d. h. so, daß der Anteil an geringerwertigen staubförmigen Partikeln verhältnismäßig klein bleibt.
Die Vorrichtung 1 umfaßt im wesentlichen zwei hinter- und untereinander angeordnete schräge Schwingsiebe 2, 4, die jeweils einen innerhalb eines geschlossenen Gehäuses 6 angeordneten, mit Sieböffnungen 8 versehenen Siebboden 10 aufweisen. Eine am oberen Ende des oberen Schwingsiebs 2 angeordnete Aufgabe 12 dient zum Zuführen von getrockneten ungereinigten Kräutern 14, welche die oben genannten Verunreinigungen und unerwünschten Bestandteile enthalten. Dieses Aufgabegut 14 soll in eine gereinigte verkaufsfertige Kräuterfraktion und eine die Verunreinigungen und unerwünschten Bestandteile enthaltende, durch die Sieböffnungen 8 der beiden Schwingsiebe 2, 4 hindurchtretende Abfallfraktion 20 getrennt werden. Unter jedem Siebboden 10 befindet sich eine Auffangwanne 22 für die Partikel der Abfallfraktion 20, deren unteres Ende jeweils über ein Fallrohr 24 mit einem Auffangbehälter 26 für die Abfallfraktion 20 verbunden ist. Am unteren Ende jedes Schwingsiebs 2, 4 befindet sich jeweils ein Austrag 28, 30 für eine auf dem Siebboden 10 nach unten transportierte Kräutergrobfraktion 18. Der Austrag 28 des oberen Schwingsiebs 2 ist über eine dahinter angeordnete Zerkleinerungseinrichtung 32 mit einer Aufgabe 34 des unteren Schwingsiebs 4 verbunden, deren Austrag 30 in einen Lagerbehälter 36 mündet.
Die beiden Schwingsiebe 2, 4 sind schwingend auf einem ortsfesten Tragwerk 38 angebracht und mit einem Schwingungserreger 40 gekoppelt, der die beiden Schwingsiebe 2, 4 gemeinsam in Schwingungen versetzt, wobei die Schwingungen der Schwingsiebe 2, 4 eine der Abwärtsbewegung von Kräuter- oder Verunreinigungspartikeln auf den Siebböden 10 entgegenwirkende aufwärtsgerichtete Komponente aufweisen.
Die Siebböden 10 beider Schwingsiebe 2, 4 sind von unten her mit einem Luftstrom beaufschlagbar, der mit Hilfe eines Sauggebläses 42 erzeugt wird. Das Sauggebläse 42 saugt von außen her Luft in die Auffangwannen 22, deren Böden luftdurchlässig sind. Die angesaugte Luft tritt als Luftstrom von unten her durch die Sieböffnungen 8 hindurch, wobei sie eine Kräuterfeinfraktion 16 mit sich reißt. Der Luftstrom und die mitgerissene Kräuterfeinfraktion 16 werden von oberhalb der Siebböden 10 angeordneten, nach oben verjüngten Absaughauben 46 aufgefangen, welche die Oberteile der Gehäuse 6 bilden, und über jeweils zwei Leitungen 48 pro Schwingsieb 2, 4 in insgesamt vier Zyklone 50 zugeführt, in denen die Kräuterfeinfraktion 16 aus dem Luftstrom abgeschieden wird. Ein Auslaß 52 am oberen Ende der Zyklone 50 ist über einen nachgeschalteten Luftfilter 54 mit dem Sauggebläse 42 verbunden, während die unteren Enden der Zyklone 50 in Fallrohre 56 münden, die über ein oben geschlossenes Sammelrohr 58 nach unten in den Lagerbehälter 36 führen.
Die unter einem Winkel von etwa 30 Grad gegenüber der Horizontalen geneigten Gehäuse 6 der beiden Schwingsiebe 2, 4 umfassen jeweils einen im wesentlichen quaderförmigen Unterteil, der durch den im Längs- und im Querschnitt trapezförmigen, mit Sichtfenstern 60 versehenen Absaughauben- Oberteil verschlossen ist. Wie in Fig. 2 für das obere Schwingsieb 2 dargestellt, trennt der Siebboden 10 den Unterteil in die unterhalb des Siebbodens 10 angeordnete Auffangwanne 22 und einen oberhalb des Siebbodens angeordneten Sichtungsraum 62, in den am oberen Ende die Aufgabe 12 (bzw. 34) mündet und der sich am unteren Ende zum Austrag 28 (bzw. 30) hin öffnet. Der Siebboden 10 ist durch einen stufenförmigen Absatz in zwei Abschnitte 10a, 10b unterteilt, die beide auf einem Teil ihrer Länge mit den Sieböffnungen 8 versehen sind. Eine oberhalb des Absatzes im Gehäuseoberteil angeordnete und bis in die Nähe des Siebbodens 10 nach unten verlaufende Trennwand 63 unterteilt die Absaughaube 46 und trennt den Sichtungsraum 62 in zwei im wesentlichen gleichgroße Abschnitte 62a, 62b, gestattet jedoch einen ungehinderten Abwärtstransport der Kräuterpartikel auf dem Siebboden 10. Der jeweils untere Abschnitt 10a des Siebbodens 10 und der Austrag 28, 30 sind so angeordnet, daß die auf dem Siebboden 10 nach unten transportierte Kräutergrobfraktion 18 direkt in den Austrag 28, 30 gleitet.
Die beiden Schwingsiebgehäuse 6 sind oberhalb bzw. unterhalb eines zu den Siebböden 10 parallelen schräg nach unten verlaufenden Doppelträgers 64 am oberen Ende des Tragwerks 38 angeordnet, wobei sie jeweils starr auf einem Rahmen 66, 68 befestigt sind, der seitlich über den Doppelträger 64 übersteht. Beide Rahmen 66, 68 sind über mehrere, am Doppelträger 64 drehbar gelagerte Schwingen 70 miteinander gekoppelt, so daß ein Zwei-Massen-Schwingsystem gebildet wird, bei dem der untere Rahmen 68 als Gegenmasse für den oberen Rahmen 66 dient und umgekehrt. Die Bewegung der beiden Rahmen 66, 68 und der beiden Schwingsiebe 2, 4 ist gegenläufig, d. h. bei einer Aufwärtsbewegung des oberen Schwingsiebs 2 bewegt sich das untere Schwingsieb 4 nach unten.
Der Schwingungserreger 40 des Schwingsystems besteht aus einem auf dem Tragwerk 38 montierten Elektromotor 72, dessen Abtriebswelle über einen Riementrieb 74 mit einer drehbar gelagertes Schwungscheibe 76 verbunden ist, über die ein Kurbelzapfen exzentrisch übersteht. Der Kurbelzapfen ist mit dem unteren Ende einer Schubstange 78 verbunden, deren oberes Ende an einem Ausleger 80 des nach oben verlängerten unteren Rahmens 68 angelenkt ist. An Stelle eines Linearschwingers können jedoch auch Wuchtantriebe oder Magnetschwingantriebe zum Einsatz kommen, wobei allen Antrieben gemeinsam ist, daß sie mindestens einem Teil der auf den Siebböden 10 aufliegenden Partikeln eine deren Abwärtsbewegung entgegenwirkende Beschleunigung in Richtung der Aufgabe 12, 34 verleihen.
Der in der Zeichnung, insbesondere in Fig. 4 und 5, dargestellte Siebboden 10 wird von einem im wesentlichen ebenen Blech 82 gebildet, durch das in Draufsicht mehrere hintereinander angeordnete Reihen von kreisförmigen Sieböffnungen 8 gestanzt sind, wobei die Sieböffnungen 8 zweier benachbarter Reihen jeweils gegeneinander versetzt sind. Die Sieböffnungen 8 sind jeweils nur in einem im wesentlichen unterhalb der Einmündungen der Leitungen 48 in die Absaughauben 46 angeordneten Teil des Siebbodens 10 vorgesehen und durch einen glatten Teilbereich 84 ohne Sieböffnungen 8 getrennt. Unterhalb der mit den Sieböffnungen 8 versehenen Teilbereiche des Siebbodens 10 sind quer verlaufende Luftleitbleche 86 angebracht, welche den Luftstrom vor dem Hindurchtritt durch die Sieböffnungen 8 nach oben in Richtung der Aufgabe 12, 34 umlenken, so daß die auf dem Siebboden 10 nach unten transportierten Partikel verlangsamt werden. Die Größe der Sieböffnungen 8 des oberen Schwingsiebs 2 ist so gewählt, daß größere Insekten gut hindurchpassen, d. h. die Sieböffnungen 8 in dessen Siebboden 10 weisen zweckmäßig Öffnungsquerschnitte von etwa 0,5 cm2 auf.
Die Verlangsamung der Partikel kann alternativ auch dadurch erreicht werden, daß die Siebböden 10 Schlitz-, Conidur- oder Nasensiebe umfassen, deren Sieböffnungen unter einem Winkel zur Siebbodenebene E geneigt sind und nach oben in Richtung der Aufgabe 12, 34 weisen, wie in der eingangs genannten deutschen Patentanmeldung 195 42 688.6 des Anmelders beschrieben, deren Offenbarung im Hinblick auf die Ausgestaltung der Siebböden und deren Wirkung in Verbindung mit den Schwingungen des Siebbodens als Teil der vorliegenden Anmeldung betrachtet werden soll. Wie in dieser Anmeldung beschrieben, verleihen die nach oben über die Siebbodenebene E überstehenden, die Sieböffnungen begrenzenden Teile der Siebböden aufgrund der gegenläufigen Schwingung des Siebbodens mit einer schräg nach oben gerichteten Schwingungskomponente den Partikeln eine der Abwärtsbewegung entgegengerichtete Beschleunigung in Richtung der Aufgabe und tragen somit in entsprechender Weise wie die Luftleitbleche 86 dazu bei, die Partikel zu verlangsamen, um sie länger oberhalb der Sieböffnungen zu halten.
Sowohl beim dem in Fig. 2, 4 und 5 dargestellten Siebboden 10 als auch bei Siebböden in Form von Schlitz-, Conidur- oder Nasensieben dient der schräg von unten durch die Sieböffnungen 8 tretende Luftstrom dazu, die Partikel zu verwirbeln, so daß die leichte Kräuterfeinfraktion gut vom Luftstrom erfaßt und mitgerissen und nach oben ausgetragen werden kann, während schwerere langgestreckte Partikel, wie Stiele oder Stengel, früher oder später einer der Sieböffnungen 8 ihre kleinere Stirnseite zuwenden und durch die Sieböffnung hindurchfallen. Der oberhalb des Siebbodens 10 und unterhalb der Absaughaube 46 angeordnete Sichtungsraum 62 weist einen gleichbleibenden rechteckigen Querschnitt auf, in dem sich bei entsprechender Gutbeladung durch den aufwärtsgerichteten Luftstrom ein Wirbelbett ausbildet, das sich aufgrund der gegenläufigen Schwingung langsam über den Siebboden 10 abwärtsbewegt, wobei die Bewegungsgeschwindigkeit durch die Neigung des Siebbodens und die Schwingungen des Schwingungserregers 40 gesteuert werden kann. Durch den gegenüber dem Gesamtquerschnitt des Sieböffnungen 8 erheblich größeren Querschnitt des Sichtungsraums 62 wird weiter bewirkt, daß sich die aus den Sieböffnungen 8 austretende Luft verlangsamt, so daß über den Sieböffnungen 8 mitgerissene schwere Partikel nicht bis in die Absaughaube 46 gelangen. Die Strömungsgeschwindigkeit der Luft vergleichmäßigt sich außerdem bis zum unteren Rand der Absaughaube 46 auf einen Wert, der ausreicht, um die Kräuterfeinfraktion 16 mit in die Absaughaube 46 zu reißen. In der Absaughaube 46 wird der Luftstrom aufgrund der Verjüngung dann wieder beschleunigt, so daß die Sichtung nur darunter erfolgt.
Die Unterteilung des Siebbodens 10 in zwei Abschnitte 10a, 10b dient vor allem dazu, bei Vorrichtungen 1 mit einem hohen Mengendurchsatz über dem zweiten Abschnitt 10b diejenigen Partikel der Kräuterfeinfraktion 16 auszutragen, die z. B. infolge einer großen Gutbeladung des Siebbodens 10 über dem ersten Abschnitt 10a nicht vom Luftstrom mitgerissen worden sind. Bei Vorrichtungen mit kleineren Mengendurchsätzen ist ein einziger, mit Sieböffnungen 8 versehener ebener Siebboden 10 (wie beim Schwingsieb 2 in Fig. 1 in unterbrochenen Linien dargestellt) und nur eine, über dem Siebboden 10 in die Absaughaube 46 mündende Leitung 48 ausreichend.
Unterhalb des Siebbodens 10 ist ein mit der Außenluft kommunizierender unterer Teil der Auffangwanne 22 von einem oberen, an den Siebboden 10 angrenzenden Teil durch ein Lochblech 90 mit einer Vielzahl kleiner Luftöffnungen getrennt, das zur Vergleichmäßigung der Strömungsgeschwindigkeit der zugeführten Luft dient. In einem Zwischenraum zwischen dem Lochblech 90 und einem als Boden der Auffangwanne 22 dienenden feinmaschigen Sieb 92 sind Bälle 88 angeordnet, die ein Zusetzen der Öffnungen des Lochblechs 90 verhindern.
Um ein Ausströmen der in die Auffangwannen 22 zugeführten Luft durch die Aufgabe 12 des oberen Schwingsiebs 2 bzw. durch den Austrag 30 des unteren Schwingsiebs 4 zu verhindern, sind jeweils vor der Aufgabe 12 und hinter dem Austrag 30 Zellenradschleusen 94, 96 angeordnet. Zu dem gleichen Zweck sind die Auffangbehälter 26 und der Sammelbehälter 36, in welche die Fallrohre 24 und das Sammelrohr 58 münden, luftdicht verschlossen.
Um eine Übertragung der Schwingungen der Siebgehäuse 6 auf die Zyklone 50 bzw. die zu diesen führenden Leitungen 48, auf die vor der Aufgabe 12 des oberen Schwingsiebs 2 und hinter dem Austrag 30 des unteren Schwingsiebs 4 angeordneten Zellenradschleusen 94, 96, auf die zwischen den beiden Schwingsieben 2, 4 angeordnete ortsfeste Zerkleinerungseinrichtung 32 und auf die Fallrohre 24 zu vermeiden, sind zwischen den Schwingsieben 2, 4 und den genannten Komponenten 48, 94, 96, 32, 24, 26 jeweils Faltenbälge oder elastische Schlauchstücke 98 angeordnet. Alternativ können die Leitungen 48, der Austrag 28, 30 der beiden Schwingsiebe 2, 4 und die Fallrohre 26 auch als flexible Faltenrohre ausgebildet sein.
Die zwischen den beiden Schwingsieben 2, 4 angeordnete Zerkleinerungseinrichtung 32 ist als Messermühle ausgebildet, die eine rotierende Welle mit einer Mehrzahl von überstehenden Messern und einen den Messern gegenüberliegenden Siebkorb aufweist, durch den die mit Hilfe der Messer voneinander getrennten Blatt- und Stielteile hindurchfallen. Eine weitere schonende Zerkleinerung der Kräuter erfolgt automatisch während des Transports über die Schwingsiebe und die dadurch bewirkten Stöße zwischen den Partikeln und dem Siebboden.

Claims (21)

1. Verfahren zur Aufbereitung von getrockneten Kräutern, bei dem die Kräuter zum Abtrennen von Verunreinigungen und/oder unerwünschten Bestandteilen am oberen Ende eines mit Sieböffnungen (8) versehenen, gegenüber der Horizontalen geneigten Siebbodens (10) eines Schwingsiebs (2, 4) aufgegeben und während einer Abwärtsbewegung auf dem Siebboden (10) durch Beaufschlagung der Sieböffnungen (8) von unten mit einem Luftstrom einer Windsichtung unterworfen werden, wobei die Kräuter mindestens in eine vom Luftstrom nach oben mitgerissene, von den Verunreinigungen und/oder unerwünschten Bestandteilen freie Kräuterfeinfraktion (16) und eine durch die Sieböffnungen (8) hindurchgetretene, die Verunreinigungen und/oder unerwünschten Bestandteile enthaltene Abfallfraktion (20) getrennt werden, und wobei die Kräuterfeinfraktion (16) anschließend aus dem Luftstrom abgeschieden wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die auf das Schwingsieb (2, 4) aufgegebenen Kräuter (14) in eine vom Luftstrom mitgerissene, von den Verunreinigungen und/oder unerwünschten Bestandteilen freie Kräuterfeinfraktion (16), eine durch die Sieböffnungen (8) hindurchgetretene, die Verunreinigungen und/oder unerwünschten Bestandteile enthaltene Abfallfraktion (20) und eine am unteren Ende des Siebbodens (10) ausgetragene Kräutergrobfraktion (18) getrennt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Strömungsgeschwindigkeit des Luftstroms in einem oberhalb des Siebbodens (10) angeordneten Sichtungsraum (62) so eingestellt wird, daß kleinere und mittelgroße Blattbruchstücke der Kräuterfeinfraktion (16) vom Luftstrom nach oben ausgetragen werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Strömungsgeschwindigkeit des Luftstroms in den Sieböffnungen (8) so eingestellt wird, daß Insekten und Insektenlarven sowie mit ihren Stirnseiten in Richtung der Sieböffnungen (8) ausgerichtete Stiel- oder Stengelteile der Abfallfraktion (20) durch die Sieböffnungen (8) hindurchfallen.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftstrom unter einem Winkel zur Ebene (E) des Siebbodens (10) schräg nach oben durch die Sieböffnungen (8) gelenkt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Schwingsieb (2, 4) mit Schwingungen beaufschlagt wird, die eine der Abwärtsbewegung von Kräutern, Kräuterteilen, Verunreinigungen und unerwünschten Bestandteilen auf dem Siebboden (10) entgegengerichtete Komponente aufweisen.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die bei einem ersten Sichtungsschritt erzeugte Kräutergrobfraktion (18) anschließend schonend zerkleinert und in einem nachfolgenden zweiten Sichtungsschritt einer erneuten Windsichtung auf einem Schwingsieb (4) unterzogen wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Kräutergrobfraktion (18) für die erneute Windsichtung vom unteren Ende des Schwingsiebs (2) durch Schwerkraft auf ein tieferliegendes zweites Schwingsieb (4) gefördert wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Schwingsiebe (2, 4) von einem gemeinsamen Schwingungserreger (40) in Schwingungen versetzt werden.
10. Vorrichtung zur Aufbereitung von getrockneten Kräutern, in der sich die Kräuter von Verunreinigungen und/oder unerwünschten Bestandteilen trennen lassen, umfassend mindestens ein Schwingsieb (2, 4) mit einem mit Sieböffnungen (8) versehenen und gegenüber der Horizontalen geneigten Siebboden (10), eine am oberen Ende des Siebbodens (10) angeordnete Aufgabe (12, 34) für die getrockneten Kräuter (14), eine unterhalb des Siebbodens (10) angeordnete Auffangvorrichtung (22) für eine durch die Sieböffnungen (8) hindurchgetretene, die Verunreinigungen und/oder unerwünschten Bestandteile enthaltene Abfallfraktion (20), ein Gebläse (42) zum Erzeugen eines von unten durch die Sieböffnungen (8) hindurchtretenden Luftstroms, Einrichtungen (46, 48) zum Auffangen des Luftstroms und einer vom Luftstrom mitgerissenen, von den Verunreinigungen und/oder unerwünschten Bestandteilen freien Kräuterfeinfraktion (16), sowie mindestens einen Abscheider (50) zum Abscheiden der Kräuterfeinfraktion (16) aus dem Luftstrom.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch einen am unteren Ende des Siebbodens (10) angeordneten Austrag (28, 30) für eine auf dem Siebboden (10) abwärtstransportierte Kräutergrobfraktion (18).
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, gekennzeichnet durch eine hinter dem Austrag (28) angeordnete Zerkleinerungseinrichtung (32) für die Kräutergrobfraktion (18).
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Gebläse als ein hinter dem Abscheider und ggf. einem nachgeschalteten Staubfilter (54) angeordnetes Sauggebläse (42) ausgebildet ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Sieböffnungen (8) in der Ebene (E) des Siebbodens (10) angeordnet sind, und daß auf der Unterseite des Siebbodens (10) Luftleitbleche (86) angeordnet sind, welche den Luftstrom unter einem Winkel zur Siebbodenebene (E) schräg nach oben durch die Sieböffnungen (8) lenken.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Sieböffnungen (8) unter einem Winkel zur Siebbodenebene (E) geneigt sind.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Siebboden (10) nach oben überstehende Vorsprünge mit einer in Richtung der Aufgabe weisenden Flanke aufweist, wobei die Sieböffnungen (8) in diesen Flanken angeordnet sind.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß zwei hintereinander angeordnete Schwingsiebe (2, 4) vorgesehen sind, und daß die Zerkleinerungseinrichtung (32) zwischen einem Austrag (28) des ersten Schwingsiebs (2) und einer Aufgabe (34) des zweiten Schwingsiebs (4) angeordnet ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Schwingsiebe (2, 4) unter- und hintereinander angeordnet sind.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 18, gekennzeichnet durch einen Schwingungserreger (40), der mindestens einen Teil der auf dem Siebboden (10) nach unten transportierten Partikel entgegen ihrer abwärts gerichteten Bewegung beschleunigt.
20. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwingungserreger (40) mit beiden Schwingsieben (2, 4) gekoppelt ist.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß der Abscheider (50) für die Kräuterfeinfraktion (16) des ersten Schwingsiebs (2), der Abscheider (50) für die Kräuterfeinfraktion (16) des zweiten Schwingsiebs (4) und der Austrag (30) des zweiten Schwingsiebs (34) in einen Sammelbehälter (36) münden.
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