DE19716375A1 - Verfahren zur galvanischen Abscheidung von haftfesten, gegenüber Zug und Druck unempfindlichen, harten Zink-Schutzschichten mit relativ gleichmäßiger Zing-Verteilung auf Gegenständen aus Stahl und Metallegierungen - Google Patents
Verfahren zur galvanischen Abscheidung von haftfesten, gegenüber Zug und Druck unempfindlichen, harten Zink-Schutzschichten mit relativ gleichmäßiger Zing-Verteilung auf Gegenständen aus Stahl und MetallegierungenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur galvanischen Abscheidung von haftfe
sten, zug- und druckunempfindlichen, harten Zinkschichten auf Gegenständen aus Stahl
und Metallegierungen, die insbesondere bei der weiteren Verwendung verformt werden.
Diese nach dem erfindungsgemäßen Verfahren verzinkten Gegenstände sind nach der
Chromatierung auch besonders kratzfest.
Es gehört zum allgemeinen Stand der Technik, daß auf metallischen Werkstücken
Zinküberzüge durch galvanische Abscheidung aufgebracht werden können. Zu diesem
Zweck werden entweder wäßrige saure oder wäßrige alkalische Bäder zur galvanischen
Abscheidung von Zink verwendet. Üblicherweise werden dabei die mit Zink zu galvani
sierenden Gegenstände vorher gereinigt und entfettet, um eine einwandfreie Haftungs
oberfläche zu erzielen. Die saure Badverzinkung führt zu einer sehr gut auf der Oberflä
che der zu galvanisierenden Gegenstände haftenden relativ duktilen Zinkschicht, die zwar
verformungsfähig, d. h. biege-, bördel- und stauchfähig ist, jedoch auf der Oberfläche eine
makroskopisch bereits sichtbare zeilenrissige Säulenstruktur aufweist. Gegenstände mit
diesem äußeren Erscheinungsbild sind bereits aus diesem Grund nicht beliebig technisch
und gewerblich verwendbar bzw. verkaufsfähig. Demgegenüber besitzen die in basisch
oder alkalisch zugestellten Zinkbädern hergestellten Zink-Schutzüberzüge eine makro
skopisch und mikroskopisch einwandfreie quasiamorphe Oberflächenbeschaffenheit, die
sich durch hohe Härte auszeichnet. Außerdem zeigen diese nach der alkalischen bzw.
basischen Verfahrensweise abgeschiedenen Zink-Schichten ein gutes optisches Aussehen.
Werden jedoch diese verzinkten Gegenstände verformt, d. h. auf Druck oder Zug bei
spielsweise durch Abbiegen oder Umbördeln beansprucht, so erweist sich diese in einem
alkalisch bzw. basisch zugestelltem Galvanisierungsbad abgeschiedene Zink-Schutz
schicht als nicht ausreichend haftfest auf der Oberfläche des galvanisierten Gegenstandes,
d. h. auf dem Substrat. Im Verformungsbereich des verzinkten Gegenstandes reißt näm
lich die Zink-Schutzschicht bis zur Oberfläche des Substrates ein und löst sich von dem
Substrat ab. Im Laufe der Zeit platzen die betroffenen Zink-Schichtbereiche ab. Der me
tallische Träger beginnt an diesen Stellen zu oxidieren, im Falle der Verwendung von
Gegenständen aus Stahl setzt Rostbildung ein.
Werden verzinkte Rohrabschnitte beispielsweise als Gehäuse für Benzinpumpen verwen
det, wobei die Ränder der Rohrabschnitte an den Pumpenkörper angeformt werden müs
sen, verursachen die als Zinkflitter zu bezeichnenden Zink-Schichtablösungen Pumpen
störungen.
Die bisherigen Bemühungen nach dem Stand der Technik zur Lösung dieses Problems
bestanden in der Anwendung kostspieliger Vorbehandlungsmaßnahmen und in der Ver
wendung ebenso kostspieliger Badzusammensetzungen, die jedoch nur zu unbefriedigen
den technischen Kompromissen führen, aber keine zuverlässige Problemlösung darstell
en. Diese Nachteile des Standes der Technik sollen mit der Erfindung überwunden wer
den.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur galvanischen Ab
scheidung von Zink auf Gegenständen aus Stahl oder Metallegierungen zu schaffen, das
Zink-Schutzschichten mit relativ gleichmäßiger Zink-Verteilung auf diesen Gegenständen
liefert, die bei elastischer und/oder plastischer Verformung der verzinkten, später zu
verwendenden Gegenstände sowohl fest auf dem Untergrund des Substrates haften wie
auch eine harte Oberflächenschicht mit gutem optischen Aussehen aufweisen.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung mit den Merkmalen des Patentanspruches 1 ge
löst. Die Merkmale der Unteransprüche gestalten die Erfindung in vorteilhafter Weise
weiter aus.
Mit der Erfindung wird ein überraschend einfaches und zuverlässiges Verfahren zur Lö
sung dieses Problems vorgeschlagen. Es besteht darin, daß die zu galvanisierenden Ge
genstände zunächst wie nach dem Stand der Technik gereinigt, entfettet und sauber ge
spült werden. Danach wird der zu galvanisierende Gegenstand aus Stahl zunächst in ei
nem sauren Bad bis zu einer Schicht mit einer Stärke von 0,5 bis 3 µm, vorzugsweise
von 0,8 bis 2 µm, insbesondere von 0,5 bis 1,5 µm vorverzinkt, danach sauber gespült
und anschließend in einem alkalischen bzw. basischem Zinkbad bis zu einer Schicht mit
einer Stärke von 3 bis 8 µm, vorzugsweise von 3 bis 6 µm, insbesondere von 4 bis 6 µm,
fertig verzinkt bzw. endverzinkt. Abschließend werden die galvanisch fertig verzinkten
bzw. endverzinkten Gegenstände sauber gespült, ggf. chromatiert, gespült und blasge
trocknet.
In der ersten sauren Badverzinkungsstufe wird zunächst die Grundlage für die optimale
Haftfestigkeit der gesamten Zink-Schutzschicht auf der Oberfläche der zu galvanisieren
den Gegenstände aus Stahl und Metallegierungen durch Abscheidung einer primären
relativ weichen bzw. duktilen Zink-Schicht geschaffen. Durch die Begrenzung dieser er
sten Zink-Schicht auf eine Stärke von 0,5 bis 3 µm, vorzugsweise auf 0,8 bis 2 µm, ins
besondere 0,5 bis 1,5 µm, ist es möglich, daß sich der bei größeren Schichtstärken ein
stellenden Nachteil der kristallinen, oberflächenrissig erscheinenden Säulenstruktur der
primär in einem sauren Bad abgeschiedenen Zink-Schicht nicht auf die gesamte Zink-
Schutzschicht auswirkt. In der zweiten alkalischen bzw. basischen Badverzinkungsstufe
wird auf der zuerst abgeschiedenen relativ weichen bzw. duktilen Zink-Schicht die end
gültige Zink-Schicht mit feinstrahligem bis feinstengeligem, quasiamorph erscheinenden
Gefüge in homogener, egalisierender, gleichmäßiger Verteilung abgeschieden, die auf der
primär abgeschiedenen Zink-Schicht optimal haften und hart ist. Die in der zweiten
Badverzinkungsstufe abgeschiedene Zink-Schutzschicht ist auf eine Stärke von 3 bis 8
µm, vorzugsweise von 3 bis 6 µm, insbesondere 4 bis 6 µm, begrenzt, damit die gesamte
Zink-Schutzschicht ihr optimales Eigenschaftsspektrum in Sinne eines nicht voraussehba
ren Synergieeffektes entfalten kann. Diese zweistufig abgeschiedene Zink-Schutzschicht,
deren optisches Aussehen glänzend und dekorativ ist, weist eine ausgezeichnete gleich
mäßige Zink-Verteilung auf. Diese erfindungsgemäß verzinkten Gegenstände, die ggf.
anschließend noch chromatiert werden, besitzen in diesem Oberflächenzustand eine rela
tiv hohe Kratzfestigkeit.
Die Zink-Schutzschichten, die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren auf den Gegen
ständen aus Stahl und Metallegierungen abgeschieden werden, sind zug- und druck
unempfindlich, so daß die Zink-Schutzschicht bei einer späteren elastischen und/oder
plastischen Verformungen in dem zugbeanspruchten Oberflächenbereich nicht bis zu der
Substratoberfläche durchreißt und von dem druckbeanspruchten Oberflächenbereichen
nicht abplatzt oder sich davon ablöst.
Nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung enthält das saure Bad gemäß der ersten
Badverzinkungsstufe folgende Bestandteile:
Zink: 10 bis 60 g/l,vorzugsweise 30 bis 40 g/l,
Chlorid: 80 bis 200 g/l, vorzugsweise 120 bis 160 g/l,
Borsäure: 10 bis 40 g/l, vorzugsweise 20 bis 25 g/l,
Organischer Glanzzusatz: 0,8 bis 1,5 ml/l,
Organische Tenside: 30 bis 50 ml/l.
Zink: 10 bis 60 g/l,vorzugsweise 30 bis 40 g/l,
Chlorid: 80 bis 200 g/l, vorzugsweise 120 bis 160 g/l,
Borsäure: 10 bis 40 g/l, vorzugsweise 20 bis 25 g/l,
Organischer Glanzzusatz: 0,8 bis 1,5 ml/l,
Organische Tenside: 30 bis 50 ml/l.
Der pH-Wert des Bades ist dabei auf 4,9 bis 5,5, insbesondere auf 5,2, einzustellen.
In dieser ersten galvanischen Badverzinkungsstufe wird auf den zu verzinkenden Gegen
ständen, insbesondere Stahlgegenständen, eine Zinkschicht in der Stärke von 0,5-3 µm,
vorzugsweise von 0,8 bis 2 µm, insbesondere von 0,5 bis 1,5 µm aufgebracht. Diese er
ste, unmittelbar auf der Stahloberfläche abgeschiedene Zink-Schicht besitzt eine Härte
von 40 bis 90 HV.
Danach werden die vorverzinkten Gegenstände aus Stahl oder Metallegierungen in ei
nem Reinigungsbad, bestehend aus Wasser, gereinigt. Anschließend werden die vorver
zinkten Gegenstände aus Stahl in der zweiten Badverzinkungsstufe fertig bzw. endver
zinkt. Dieses alkalische bzw. basische Bad enthält folgende Bestandteile:
Zink: 5 bis 20 g/l, vorzugsweise 10 bis 14 g/l,
Alkalischer Zusatz, z. B. NaOH: 50 bis 200 g/l, vorzugsweise 100 bis 140 g/l,
Organischer Glanzträger: 10 bis 20 ml/l,
Organische Glanzverstärker: 0,5 bis 2 ml/l.
Zink: 5 bis 20 g/l, vorzugsweise 10 bis 14 g/l,
Alkalischer Zusatz, z. B. NaOH: 50 bis 200 g/l, vorzugsweise 100 bis 140 g/l,
Organischer Glanzträger: 10 bis 20 ml/l,
Organische Glanzverstärker: 0,5 bis 2 ml/l.
Der pH-Wert des Bades ist dabei auf 12 bis 14, insbesondere auf 14, einzustellen.
In dieser zweiten alkalisch bzw. basischen Badverzinkungsstufe wird auf den vorverzink
ten Gegenständen eine Zinkschicht in der Stärke von 3 bis 8 µm, vorzugsweise von 3 bis
6 µm, insbesondere 4 bis 6, abgeschieden. Danach werden die fertig verzinkten Gegen
stände in einer Reinigungsstufe gespült und blasgetrocknet. Die zweite im alkalischen
bzw. basischen Bad abgeschiedene Zinkschicht weist eine Härte von 90 bis 160 HV auf.
Diese erfindungsgemäß zweistufig verzinkten Gegenstände aus Stahl und Metallegierun
gen können ohne weiteres elastisch und/oder plastisch verformt werden, beispielsweise
abgebogen, gebördelt oder gestaucht werden, ohne daß die Zink-Schutzschicht in den
Verformungsbereichen in der zugbeanspruchten Phase bis zur Substratoberfläche durch
reißt und von der druckbeanspruchten Substratoberfläche abplatzt oder sich davon ab
löst.
Die saure Vorverzinkung in der ersten Verzinkungsstufe dauert 2 bis 5, insbesondere ca.
3 Minuten, während die alkalische Fertigverzinkung 20 bis 30, insbesondere ca. 26 Minu
ten beansprucht. Sowohl die saure Badverzinkung wie auch die alkalische Badverzin
kung wird bei einer erhöhten Raumtemperatur, d. h. zwischen 20 und 30°C, durchge
führt. In der sauren ersten Badstufe beträgt die Stromdichte 0,5-1,5 A/dm2 und in der
zweiten alkalischen Badstufe bei 1,5-3,5 A/dm2. Das erfindungsgemäßen zweistufigen
Galvanisierungsverfahren wird mit einer angelegte Spannung durchschnittlich zwischen 3
bis 6 V betrieben. Sowohl in dem sauren wie auch in dem alkalischen Galvanisierungsbad
werden die Elektrolyt und die zu galvanisierenden Gegenstände bewegt.
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren zweistufig verzinkten Gegenstände besitzen
eine harte Zink-Schutzschicht und eine auf dem Substrat festhaftende, zug- und druck
unempfindliche Haftungsschicht, die einer nachfolgenden elastischen und/oder plasti
schen Verformung wie Biegen, Bördeln, Stauchen, Federn u. dgl. standhält, d. h. die erfin
dungsgemäß verzinkten Gegenstand aus Stahl oder Metallegierungen erweisen sich ge
genüber Zug- und Druckbeanspruchungen durch entsprechende Verformungsmaßnah
men als unempfindlich, weil die Zink-Schutzschicht in dem auf Zug beanspruchten Be
reich werden bis zur Stahloberfläche einreißt noch von dem auf Druck beanspruchten
Bereich abplatzt oder sich davon ablöst. Damit ist auch eine der wesentlichen Vorausset
zungen geschaffen, daß auf der Oberfläche der erfindungsgemäß zweistufig abgeschiede
nen Zink-Schutzschicht gut haftende Chromatisierungsschichten aufgebracht werden
können, die ebenfalls ein einwandfreies optisches Aussehen bieten. Diese Gegenstände
sind nach entsprechender Chromatierung relativ kratzunempfindlich und können daher
automatisch in Rüttelförderern sortiert und mechanisch weiter transportiert werden, ohne
dabei oberflächlich beschädigt zu werden.
Die beigefügten Figur zeigt ein Schliffbild einer erfindungsgemäß auf einem Stahlgegen
stand zweistufig abgeschiedenen Zink-Schutzschicht nach elastischer und/oder plasti
scher Verformung, wobei der auf Druck beanspruchte Bereich dargestellt ist. In dem
Schliffbild ist die Stahlbasis mit 1 bezeichnet, auf der die erste feinkristalline Zink-Schicht
2 mit einer Stärke von 1,5 µm in dem sauren Bad abgeschieden ist. Darauf ist die zweite
feistrahlig bis feinstengelige, quasiamorphe Zink-Schicht 3 mit einer Stärke von 6 µm in
dem alkalischen bzw. basischen Bad abgeschieden. Der verformte Bereich belegt die
nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erzielte optimal gute Haftfestigkeit der zweistu
fig unter pH-Wertwechsel von sauer nach basisch abgeschiedenen Zink-Schutzschicht,
die keine Abplatzungen aufweist.
Das erfindungsgemäße Galvanisierungsverfahren eignet sich insbesondere zum Verzin
ken von Pumpengehäusen für Kraftstoffpumpen, die in aller Regel als Rohrabschnitte
vorliegen. Diese Pumpengehäuse werden nach dem erfindungsgemäßen Verfahren so
wohl innen- wie auch außenwandig verzinkt. Nach dem Einbau der Benzinpumpe werden
die Randbereiche des rohrförmigen Pumpengehäuses an den Pumpenkörper formschlüs
sig angeformt. Diese Maßnahme ist mit einer Verformung durch Bördeln vergleichbar.
Benzinpumpen, deren rohrförmige Gehäuse nach dem erfindungsgemäßen zweistufigen
Badverzinkungsverfahren verzinkt sind, zeigen in diesen Verformungsbereichen keine
Abplatzungen oder Ablösungen der Zinkschichten, die als sogenannte Zinkflitter den
Ausfall der Benzinpumpe verursachen können.
Diese überraschend einfache, aber keineswegs durch den Stand der Technik vorgezeich
nete oder nahegelegte Kombination aus einer ersten sauren und einer zweiten alkalischen
bzw. basischen Badverzinkung führt zu einer stabilen Zink-Schutzschicht, in der die
Vorteile der aus der sauren Badverzinkung resultierenden optimalen Haftfestigkeit und
die Vorteile der aus der basischen Badverzinkung resultierenden optimalen Härte und
Kratzfestigkeit vereinigt sind, ohne die Nachteile dieser unterschiedlichen Methoden bei
deren ausschließlichen Nutzung für die Erzeugung von Zink-Schutzschichten mitzuerben.
Gerade diesen allgemein bekannten Nachteil haben den Fachmann gehindert, das erfin
dungsgemäße Verfahren zu entwickeln, mit dem der dargestellte synergistische Eigen
schaftseffekt erreicht wird. Auch die erfindungsgemäße Abstimmung der jeweils im sau
ren und basischen Bad abgeschiedenen Zink-Schichtstärken beruht auf eigenständigen
erfinderischen Überlegungen, die sich dem Fachmann aus der bloßen Kenntnis der unter
schiedlichen Verfahren nicht erschließen.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist diskontinuierlich durchführbar, aber insbesondere
für eine kontinuierliche Galvanisierungsanlage optimal geeignet.
Claims (6)
1. Verfahren zur galvanischen Abscheidung von haftfesten, gegenüber Zug und
Druck unempfindlichen, harten, ggf. nach Chromatierung relativ kratzfesten Zink-
Schutzschichten mit relativ gleichmäßiger Zink-Verteilung auf Gegenstände aus
Stahl und Metallegierungen,
dadurch gekennzeichnet, daß
die zu galvanisierenden Gegenstände nach dem Reinigen, Entfetten und Spülen in einer ersten sauren Badverzinkungsstufe behandelt werden, danach in Wasser ge spült werden und
in einer zweiten alkalischen bzw. basischen Badverzinkungsstufe fertig verzinkt werden sowie gespült, ggf. chromatiert, gespült und blasgetrocknet werden.
die zu galvanisierenden Gegenstände nach dem Reinigen, Entfetten und Spülen in einer ersten sauren Badverzinkungsstufe behandelt werden, danach in Wasser ge spült werden und
in einer zweiten alkalischen bzw. basischen Badverzinkungsstufe fertig verzinkt werden sowie gespült, ggf. chromatiert, gespült und blasgetrocknet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die zu verzinkenden Gegenstände in der sauren ersten Badverzinkungsstufe, die
10 bis 60, vorzugsweise 30 bis 40 g/l Zink,
80 bis 200, vorzugsweise 120 bis 160 g/l Chlorid,
10 bis 40, vorzugsweise 20 bis 25 g/l Borsäure,
0,8 bis 1,5 ml/l organischen Glanzzusatz,
30 bis 50 ml/l organische Tenside
enthält,
bei erhöhter Badtemperatur von 20 bis 30°C zur Abscheidung einer duktilen, kri stallinen Zink-Schicht mit einer Stärke von 0,5 bis 3 µm, vorzugsweise von 0,5 bis 2 µm, insbesondere 0,5 bis 1,5 µm während der Dauer von 2 bis 5, insbe sondere von ca. 3 Minuten, behandelt werden, und
in der alkalischen bzw. basischen zweiten Badverzinkungsstufe, die
5 bis 20 g/l, vorzugsweise von 10 bis 14 g/l Zink,
50 bis 200 g/l, vorzugsweise von 100 bis 140 g/l alkalischen bzw. basischen Zu satz z. B. NaOH,
10 bis 20 ml/l organischen Glanzträger,
0,5 bis 2 ml/l organischen Glanzverstärker
enthält,
bei erhöhter Badtemperatur von 20 bis 30°C zur Abscheidung einer zweiten Zink-Schicht mit einer Stärke von 3-8 µm, vorzugsweise von 3 bis 6 µm, insbe sondere von 4 bis 6 µm während der Dauer von 20 bis 30, insbesondere von ca. 26 Minuten behandelt wird.
10 bis 60, vorzugsweise 30 bis 40 g/l Zink,
80 bis 200, vorzugsweise 120 bis 160 g/l Chlorid,
10 bis 40, vorzugsweise 20 bis 25 g/l Borsäure,
0,8 bis 1,5 ml/l organischen Glanzzusatz,
30 bis 50 ml/l organische Tenside
enthält,
bei erhöhter Badtemperatur von 20 bis 30°C zur Abscheidung einer duktilen, kri stallinen Zink-Schicht mit einer Stärke von 0,5 bis 3 µm, vorzugsweise von 0,5 bis 2 µm, insbesondere 0,5 bis 1,5 µm während der Dauer von 2 bis 5, insbe sondere von ca. 3 Minuten, behandelt werden, und
in der alkalischen bzw. basischen zweiten Badverzinkungsstufe, die
5 bis 20 g/l, vorzugsweise von 10 bis 14 g/l Zink,
50 bis 200 g/l, vorzugsweise von 100 bis 140 g/l alkalischen bzw. basischen Zu satz z. B. NaOH,
10 bis 20 ml/l organischen Glanzträger,
0,5 bis 2 ml/l organischen Glanzverstärker
enthält,
bei erhöhter Badtemperatur von 20 bis 30°C zur Abscheidung einer zweiten Zink-Schicht mit einer Stärke von 3-8 µm, vorzugsweise von 3 bis 6 µm, insbe sondere von 4 bis 6 µm während der Dauer von 20 bis 30, insbesondere von ca. 26 Minuten behandelt wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
das in der sauren ersten Badverzinkungsstufe ein pH-Wert von 4,9 bis 5,5, insbe
sondere von ca. 5,2, und in der zweiten alkalischen bzw. basischen Badverzin
kungsstufe ein pH-Wert von 12 bis 14, insbesondere von 14, eingestellt werden.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die danach verzinkten Stahlgegenstände mit einer
haftfesten, harten Zink-Schutzschicht, die im chromatiertem Zustand relativ
kratzfest ist, elastisch und/oder plastisch verformt werden.
5. Verfahren nach den Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die danach verzinkten Rohrsysteme, Federn, Schel
len, Schrauben, Nieten, Klammern u. dgl. aus Stahl mit einer haftfesten, harten
Zink-Schutzschicht, die im chromatiertem Zustand relativ kratzfest ist, elastisch
und/oder plastisch verformt werden.
6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
danach verzinkte rohrförmige Pumpengehäuse für Kraftstoffpumpen nach der
Pumpenmontage an den Zu- und Abgängen unter Reduktion des Durchmessers
der Randbereiche des Pumpengehäuses formschlüssig angeformt werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19716375A DE19716375A1 (de) | 1997-04-18 | 1997-04-18 | Verfahren zur galvanischen Abscheidung von haftfesten, gegenüber Zug und Druck unempfindlichen, harten Zink-Schutzschichten mit relativ gleichmäßiger Zing-Verteilung auf Gegenständen aus Stahl und Metallegierungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19716375A DE19716375A1 (de) | 1997-04-18 | 1997-04-18 | Verfahren zur galvanischen Abscheidung von haftfesten, gegenüber Zug und Druck unempfindlichen, harten Zink-Schutzschichten mit relativ gleichmäßiger Zing-Verteilung auf Gegenständen aus Stahl und Metallegierungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19716375A1 true DE19716375A1 (de) | 1998-10-22 |
Family
ID=7826995
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19716375A Withdrawn DE19716375A1 (de) | 1997-04-18 | 1997-04-18 | Verfahren zur galvanischen Abscheidung von haftfesten, gegenüber Zug und Druck unempfindlichen, harten Zink-Schutzschichten mit relativ gleichmäßiger Zing-Verteilung auf Gegenständen aus Stahl und Metallegierungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19716375A1 (de) |
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-
1997
- 1997-04-18 DE DE19716375A patent/DE19716375A1/de not_active Withdrawn
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| CN106868506A (zh) * | 2017-02-21 | 2017-06-20 | 江阴韩钢铁有限公司 | 汽车用油管生产工艺 |
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