DE19716816C2 - Verfahren und Vorrichtung zum Trennen eines nach dem Innenhochdruck-Umformverfahren hergestellten Hohlkörpers - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Trennen eines nach dem Innenhochdruck-Umformverfahren hergestellten HohlkörpersInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum Trennen eines nach dem Innenhochdruck-Umformverfahren
hergestellten Hohlkörpers.
Das Innenhochdruck-Umformverfahren beruht darauf, einen
Rohling, z. B. ein Rohr, in ein Werkzeug einzulegen, den
Rohling beidseitig abzudichten und derart mit Druck zu
beaufschlagen, daß sich der Rohling an die vom ihm
beabstandeten Bereiche des Werkzeugs anschmiegt und so
dessen Formkonturen annimmt. Auf diese Weise lassen sich
Hohlkörper herstellen, die einerseits eine komplizierte
Form aufweisen können, andererseits aber bei hoher
Festigkeit eine geringe Wandstärke und damit ein geringes
Gewicht besitzen. Aus Gründen der Ökonomie, aber auch der
Genauigkeit werden in einem Umformwerkzeug oft eine
Vielzahl gleicher Bauteile oder unterschiedliche Abschnitte
eines später zu fügenden Gesamtbauteils gefertigt. Eine
Vorrichtung zum gleichzeitigen Herstellen mehrerer Teil
hohlkörper besteht gem. DE 43 22 061 C1 aus einer Umform
presse mit mehreren Werkzeuganordnungen, denen jeweils ein
von einer gemeinsamen Hochdruckquelle gespeister Druckzu
führungsstößel zugeordnet ist. Dieser Vorrichtung kann man
nach dem Umformen mehrere verschiedene Teilhohlkörper
entnehmen, um diese anschließend zu einem Gesamthohlkörper
zusammenzufügen. Die Vielzahl der Werkzeuganordnungen macht
die Vorrichtung störungsanfällig und teuer. Dagegen sieht
ein Verfahren zum Herstellen eines aus zwei Gehäuseteilen
bestehenden rohrförmigen Gehäuses, insbesondere eines
Ventilgehäuses (DE 195 12 657 A1), nur ein einziges
Innenhochdruck-Umformwerkzeug vor. Die beiden Gehäuseteile
werden darin zusammenhängend gefertigt, nach der Entnahme
getrennt und schließlich mit korrespondierenden Gewinden
versehen. Nach einem Herstellungsverfahren gemäß DE 4103
083 C1 werden in einem Innenhochdruck-Umformwerkzeug zwei
gleiche Metallrohrabzweige gefertigt und nach der Entnahme
voneinander und von Rohrendabschnitten getrennt. Beiden
Herstellungsverfahren ist gemeinsam, die Zwischenprodukte
nach dem Innenhochdruck-Umformen handhaben und in einer
weiteren Vorrichtung zu Endprodukten trennen zu müssen. Das
Handhaben erfordert Zeit, verschiedene Vorrichtungen
beeinträchtigen die Genauigkeit, beides verkörpert einen
hohen Aufwand.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und
eine Vorrichtung zum Trennen eines nach dem Innenhochdruck-
Umformverfahren hergestellten Hohlkörpers zu schaffen, die
den Handhabungs- und Vorrichtungsaufwand verringert.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bezüglich des Verfahrens durch die
Merkmale des ersten Patentanspruchs und bezüglich der Vorrichtung
durch die Merkmale des Patentanspruchs 6 gelöst. Ausgestaltungen sind in den jeweiligen Unteransprüchen angegeben.
Der Hohlkörper verbleibt also nach dem Innenhochdruck-Umformen im Umformwerk
zeug und wird durch mindestens eine in einer Trennebene
umlaufende und zum Trennen aktivierbare Schneidkante
getrennt. Dadurch entfallen sowohl zusätzliche Handhabungs
vorgänge als auch zusätzliche Trennvorrichtungen außerhalb
des Werkzeuges. Die Schneidkante ist während des Innen
hochdruckumformens unwirksam und muß zum Trennen aktiviert
werden. Dazu besteht die Möglichkeit, die am Umformwerkzeug
ausgebildete Schneidkante oder deren Umgebung mit einem
Hilfsmaterial zu umgeben, das dem Umformdruck standhält,
einem höheren Druck aber ausweicht, so daß der Hohlkörper
unter dem Einfluß des Innenhochdrucks an der freiliegenden
Schneidkante getrennt wird.
Durchdringt die Trennebene einen zylindrischen Hohlkörper
abschnitt, übernimmt diese Hilfsmaterialfunktion ein neben
der Schneidkante umlaufender und mit Hochdruck beaufschlag
barer nachgiebig ausgebildeter Ring, der auch als
Einwegring ausgebildet sein kann, z. B. als geteilter oder
voller Elastomerring. Eine hinsichtlich der Vorrichtung
aufwendigere Möglichkeit besteht darin, den Ring aus
starren Segmenten zu bilden, die beispielsweise federnd
angeordnet sind. Außerdem kann ein in der Trennebene
schwingfähiger Ring vorgesehen werden, der die Schneidkante
im Rhythmus der Schwingungen unter Innenhochdruck
abschnittsweise freigibt. Es ist weiterhin möglich, den
Ring selbst mit einer Schneidkante zu versehen und in der
Trennebene separat oder in bezug auf eine feststehende
Schneidkante zu bewegen, z. B. in zwei zueinander senkrecht
liegenden Achsen oder mittels einer exzentrischen
Rotationsbewegung. Eine weitere Möglichkeit besteht darin,
anstelle eines Ringes eine Trennscheibe einzusetzen, die
nach dem Innenhochdruckumformen eine Relativbewegung im
Verhältnis zum Werkzeug in einer zur Achse des Werkstückes
senkrecht liegenden Ebene vollführt. Als weitere Variante
kann auch eine Hälfte des Werkzeuges diese Relativbewegung
ausführen und dadurch die Schneidkante in der Trennebene
aktivieren. Vorzugsweise sollte der Trennvorgang jedoch
auch in diesem Fall unter Innenhochdruck erfolgen, zum
einen, damit sich der von einer bewegten Schneidkante
belastete Hohlkörperbereich am Innenhochdruck abstützten
kann, und zum anderen, damit sich der an einer
freiliegenden festen Schneidkante anliegende Hohlkörper
bereich unter dem Einfluß des Innenhochdruckes an dieser
Schneidkante auftrennen kann. Neben zylindrischen
Hohlkörpern sind auch andere Hohlprofile und unregelmäßig
geformte Hohlkörper erfaßt. Weiterhin besteht auch die
Möglichkeit, blechförmige Teile durch entsprechende
Relativbewegungen der Werkzeugelemente unter Beibehaltung
der Lage im Innenhochdruck-Werkzeug zu trennen.
Insbesondere ist es möglich, den Ziehrand von Blechteilen
abzutrennen. Hierzu wird beispielsweise statt eines in
einer Ringnut aufgenommenen nachgiebigen Ringes ein
nachgiebiges Band verwendet, das in einer Nut aufgenommen
ist, die sich entlang einer Trennspur erstreckt, wobei
diese in Abhängigkeit von der gewünschten Randkontur des
Werkstücks einen beliebigen Verlauf nehmen kann wie z. B.
den einer Geraden, eines Kreisbogens oder einer Wellen
linie. Selbstverständlich ist das Trennen entlang einer den
Hohlkörper umgebenden Trennspur auch durch die anderen
erfindungsgemäßen Relativbewegungen möglich.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungs
beispielen und zugehörigen Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1a: Werkzeug mit einem verdrängbaren Elastomerring,
Fig. 1b: einen Ausschnitt aus Fig. 1a nach dem Umformen,
Fig. 1c: den entsprechenden Ausschnitt nach dem Trennen,
Fig. 1d: einen Querschnitt durch einen verdrängbaren
segmentierten Ring,
Fig. 2a: Werkzeug mit Trennscheiben vor dem Trennen,
Fig. 2b: Werkzeug mit Trennscheiben nach dem Trennen,
Fig. 3a: Geteiltes Werkzeug mit Relativbewegung einer
Werkzeughälfte, vor dem Trennen,
Fig. 3b: Geteiltes Werkzeug mit Relativbewegung einer
Werkzeughälfte, nach dem Trennen,
Fig. 4a: Werkzeug, ähnlich wie in Fig. 3, jedoch zum
Abtrennen eines Rohrendes, vor dem Trennen,
Fig. 4b: Werkzeug, ähnlich wie in Fig. 3, jedoch zum
Abtrennen eines Rohrendes, nach dem Trennen,
Fig. 5: Trennen des umlaufenden Blechrandes nach dem
Innenhochdruckumformen.
Die in Fig. 1a gezeigte Vorrichtung zum Trennen eines nach
dem Innenhochdruck-Umformverfahren hergestellten Hohlkör
pers geht von einem Umformwerkzeug 1 aus, welches bekannter
Weise aus einem Werkzeugoberteil 2 und einem Werkzeug
unterteil 3 besteht. Im Umformwerkzeug 1 sind Stößel 6
geführt, die an den Stirnseiten des Rohres 4 anliegen und
dieses längs der Rohrachse A in das Werkzeuginnere schieben
können. Sie sind gegenüber dem Umformwerkzeug 2 mit
Dichtungsringen 8 abgedichtet. Ihre axial verlaufenden
Druckmittelkanäle 10 führen über eine Steuereinrichtung 12
an eine Hochdruckquelle 14. Das Umformwerkzeug 1 weist in
seiner Längsausdehnung drei Umformbereiche U1, U2, U3 auf,
in denen sein Innendurchmesser größer als der Rohr
durchmesser ist. Dementsprechend besteht das Werkzeugober
teil 2 aus den Bereichen 2a, 2b, 2c und das
Werkzeugunterteil aus den dazu fluchtenden Bereichen 3a,
3b, 3c. Zwischen diesen Bereichen befinden sich Ringnuten
16. In jeder Ringnut 16 wird ein Elastomerring 18
aufgenommen. Diese liegen mit ihren Innenmänteln am Rohr 4
an, während ihre Außenmäntel an die Ringnuten 16 in Form
von Druckräumen führen, die über die Steuereinrichtung 12
mit der Hochdruckquelle 14 verbunden sind. Die umlaufenden
Kanten 22 der Ringnuten 16 sind als Schneidkanten
ausgebildet. Sie bilden insgesamt vier Trennebenen T.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Zunächst wird das rohrförmige Werkstück (Hohlkörper 4) auf
bekannte Weise durch Innenhochdruckumformen umgeformt,
wobei die Steuereinrichtung 12 das Innere des Hohlkörpers 4
mit Hochdruck beaufschlagt, so daß sich der Hohlkörper 4 in
den drei Werkzeugbereichen größeren Innendurchmessers, d. h.
in den Umformbereichen U1, U2, U3 aufweitet und schließlich
an das Werkzeug anlegt. Gleichzeitig mit der Druckbeauf
schlagung werden die Stößel 6 betätigt, um das Rohr
(Hohlkörper 4) axial nachzuführen. Nach dem Umformvorgang
(Fig. 1b) wird das im Werkzeug 1 verbleibende Werkstück 4
getrennt, wobei die Steuereinrichtung 12 zunächst den Druck
im Hohlkörperinneren erhöht. Dadurch weiten sich die
Elastomerringe 18, die dem durch den Hohlkörper 4
vermittelten Hochdruck während des Umformens noch
standgehalten haben, unter dem erhöhten Innendruck auf und
die Schneidkanten 22 werden freigeben, wodurch das
Werkstück 4 in drei Werkstückelemente getrennt wird. Nach
abgeschlossenem Trennvorgang (Fig. 1c) können dem Werkzeug
1 drei umgeformte und voneinander getrennte Hohlkörper 4.1,
4.2 und 4.3 entnommen werden. Zuvor beaufschlagt die
Steuereinrichtung 12 noch die Druckräume mit Druck, um die
Elastomerringe 18 zusammen mit den abgetrennten Rohr
abschnitten aus den Ringnuten 16 auszustoßen. In diesem
Ausführungsbeispiel wurden Hohlkörperbereiche 4.1, 4.2, 4.3
voneinander getrennt, die als Einzelbauteile Verwendung
finden. Es ist jedoch auch vorgesehen, nach dem Umformen
beispielsweise Endbereiche abzutrennen, die nicht mehr
verwendet werden (s. auch Fig. 4a und 4b). In diesem Fall
ist es ausreichend, nur die bauteilzugewandte Innennutkante
als Schneidkante 22 auszubilden. Ebenso ist es möglich, in
der Ringnut 16 statt eines nachgiebigen Einwegringes einen
(vorzugsweise geteilten) wiederverwendbaren elastischen
Ring 18 aufzunehmen, oder einen Ring 18 einzusetzen, der
aus starren Ringsegmenten besteht, die mittels
Federelementen 19 federnd angeordnet sind (Fig. 1d). In
diesen Fällen kann die Druckbeaufschlagung an den
Außenmänteln der Ringe entfallen (Fig. 1b und 1c), sofern
deren Aufweitung wie beschrieben durch einen über dem
Umformdruck liegenden Trenndruck erfolgt.
Gemäß einer nichtdargestellten Variante kann sich in der
Ringnut auch ein Ring 18 befinden, der die als
Schneidkanten 22 ausgebildeten Ringnutkanten unter dem
Einfluß einer hochfrequenten Schwingung freigibt. Der
Innenhochdruck bewirkt dann das Auftrennen des Hohlkörpers 4
im Rhythmus dieser Schwingungen. Allen Varianten ist
gemeinsam, daß die Schneidkanten um einen Weg freigegeben
werden müssen, der größer ist als die Wandstärke des zu
trennenden Hohlkörpers. Die Schwingungsamplitude kann
jedoch kleiner als die Wandstärke sein. Der Ring 18 kann
auch eine Bewegung in zwei um 90° versetzten oder drei um
60° versetzten Ebenen oder eine exzentrische Rotations
bewegung durchführen, wobei eine insgesamt umlaufende
Schneidkante erzeugt wird.
Eine weitere Ausbildung der Erfindung ist in den Fig. 2a
und 2b gezeigt. Hier sind die Schneidkanten 22 in ein und
derselben Trennebene T sowohl am Werkzeug 1 als auch an
einer bezüglich der Achse A des Hohlkörpers 4 auf
Werkzeugelementen 25 exzentrisch gelagerten Trennscheibe 26
ausgebildet. Dreht sich diese durch den nicht dargestellten
Antrieb um die Achse B, dringen die an der Trennscheibe 26
ausgebildeten Schneidkanten 28 in den Hohlkörper 4 ein,
während der Werkstückwerkstoff an den am Werkzeug 1
ausgebildeten feststehenden Schneidkanten 30 getrennt wird.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung (Fig. 3a
und 3b) ist das in der Werkzeug 1 in der Trennebene T
geteilt, wobei die Bereiche 2b und 2b des Werkzeugoberteils
2 und die Bereiche 3a und 3b des Werkzeugunterteils 3 mit
Schneidkanten 36 bzw. 38 versehen sind. Durch einen nicht
dargestellten Antrieb wird das Werkzeugteil mit den
Werkzeughälften 2b und 3b relativ zum feststehenden
Werkzeugteil mit den Werkzeughälften 2a und 3a senkrecht
zur Achse des Hohlkörpers 4 entweder in zwei zueinander
senkrecht stehenden Ebenen oder durch eine exzentrische
Drehbewegung bewegt, so daß dessen Schneidkante 38 in den
Hohlkörper 4 eindringt, und das Werkstück 4 durch die
zusätzliche Schneidwirkung der Schneidkante des
feststehenden Werkzeugteils 32 in der Trennebene T getrennt
wird. Es entstehen zwei Hohlkörper 4.1 und 4.2, die nun aus
dem geöffneten Werkzeug 1 entnommen werden können.
In Fig. 4a und Fig. 4b wird das Trennen eines Rohrendes E
vom umgeformten Hohlkörper 4 gezeigt, wobei die Trennebene
T im Bereich des umgeformten Werkstückbereiches des
Hohlkörpers 4 liegt.
Eine weitere, nicht dargestellte Ausbildung der Erfindung
besteht in der radialen Zustellung einer sich in der
Trennebene um die Hohlkörperachse drehenden Einzelschneide.
Gem. Fig. 5 ist es auch möglich, den Ziehrand 4.1 des
jeweils umgeformten Hohlkörpers 4 bei Doppelplatinen (oder
des tiefgezogenen einfachen Bleches bei Einfachplatinen)
unter Beibehaltung seiner Lage im Innenhochdruck-
Umformwerkzeug 1 abzutrennen. Hierzu wird beispielsweise
statt eines in einer Ringnut aufgenommenen nachgiebigen
Ringes ein nachgiebiges Band 18.1 verwendet, das in einer
Nut 16.1 aufgenommen ist, die sich entlang einer Trennspur
im Bereich des Ziehrandes 4.1 erstreckt. Diese kann in
Abhängigkeit von der gewünschten Kontur des Ziehrandes 4.1
einen beliebigen Verlauf nehmen, wie z. B. den einer
Geraden, eines Kreibogens oder einer Wellenlinie. Bei
napfförmigen, rotationssymmetrichen Werkstücken kann die
Trennspur auch kreisförmig sein. Selbstverständlich ist das
Trennen entlang einer den Hohlkörper 4 umgebenden Trennspur
auch durch die anderen erfindungsgemäßen Relativbewegungen
möglich.
Im dargestellten Beispiel befinden sich sowohl im
Werkzeugoberteil 2 als auch im Werkzeugunterteil 3 Nuten
16.1 mit darin angeordneten Bändern 18.1. Die Nuten 16.1
wirken gleichzeitig als Druckräume. Nach dem Umformvorgang
wird einer der Druckräume (in diesem Fall der untere) mit
Druck beaufschlagt, so daß sich die Bänder 18.1 entsprechend
verschieben und der Ziehrand 4.1 in diesem Bereich getrennt
wird. In dem Druckraum des Werkzeugoberteiles 2 kann dabei
bedarfsweise ein hydraulischer Gegendruck erzeugt werden.
Es ist jedoch auch möglich, den Gegendruck mechanisch zu
erzeugen.
Mit der Erfindung wird eine hochgenaue, effektive und
elegante Lösung zum Trennen geschaffen. Der wesentliche
Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung besteht dabei im
Trennen des durch Innenhochdruckumformen hergestellten
Werkstückes unter Beibehaltung seiner Lage im Innen
hochdruck-Werkzeug, vorzugsweise unter Nutzung des
Innenhochdrucks. Zusätzliche Trennvorrichtungen können
dadurch entfallen, wodurch die Gesamtkosten wesentlich
verringert werden.
Claims (18)
1. Verfahren zum Trennen eines nach dem Innenhochdruck-
oder Hydroumformverfahren hergestellten Werkstücks (4),
bei dem das das Werkstück (4)
- 1. nach dem Innenhochdruck- oder Hydroumformen im Umformwerkzeug (1) verbleibt und
- 2. durch wenigstens eine Schneidkante (22, 28, 30, 36, 38) getrennt wird, die in einer das Werkstück (4) durchdringenden Trennfläche (T) wirkt und zum Trennen aktivierbar ist, indem
- 3. das Umformwerkzeug (1) in der Trennfläche (T) geteilt ist und die mindestens zwei Werkzeugteile (2a, 3a und 2b, 3b) in der Trennfläche (T) relativ zueinander und zum Werkstück (4) bewegt werden, so daß die an den Werkzeugteilen (2a, 3a und 2b, 3b) ausgebildeten Schneidkanten (36, 38) das Werkstück (4) trennen, und/oder
- 4. das Umformwerkzeug (1) oder dessen Werkzeugteile (2a, 3a und 2b, 3b) ein weiteres Bauteil (18, 26) aufnehmen, das in der Trennfläche (T) relativ zum Umformwerkzeug (1) oder dessen Werkzeugteilen (2a, 3a, und 2b, 3b) und zum Werkstück (4) bewegt wird, so daß die am Bauteil (26) und/oder am Umformwerkzeug (1) oder dessen Werkzeugteilen (2a, 3a und 2b, 3b) ausgebildeten Schneidkanten (22, 28, 30) das Werkstück (4) trennen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das die Aktivierung der am Umformwerkzeug (1) ausgebildeten
feststehenden Schneidkante (22) dadurch erfolgt, daß ein an
dieser Schneidkante (22) anliegendes Bauteil (18) oder
Hilfsmaterial durch ein unter Hochdruck stehendes
Druckmedium in einer vom Druckraum wegweisenden Richtung
von dieser Schneidkante (22) verdrängt wird, derart, daß
sich das Werkstück (4) unter der Einwirkung eines unter
Hochdruck stehenden Druckmediums an der freigelegten
Schneidkante (22) auftrennt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Aktivierung der am Umformwerkzeug
(1) ausgebildeten feststehenden Schneidkante (22) durch
Schwingungsanregung eines an dieser Schneidkante (22)
anliegenden und in Richtung der Trennfläche (T)
schwingfähigen Bauteils (18) erfolgt, derart, daß sich das
Werkstück (4) unter der Einwirkung eines unter Hochdruck
stehenden Druckmediums an der im Rhythmus der Schwingungen
freigelegten Schneidkante (22) auftrennt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Schwingungsanregung durch das auf das Werkstück (4)
einwirkende Druckmedium erfolgt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche von 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Aktivierung der Schneidkante (28,
36, 38) durch deren Bewegung in der Trennfläche (T)
erfolgt, wobei sich der von der Schneidkante (28, 36, 38)
belastete Werkstückbereich an einem unter Hochdruck
stehenden Druckmedium abstützt.
6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem
der Ansprüche von 1 bis 5, mit einem geteilten
Umformwerkzeug (1) zur Aufnahme eines Werkstücks (4), mit
Dichtungsmitteln (8) zum Abdichten des Umformbereiches des
Werkstückes (4) und mit Zuführmitteln zum Zuführen des
Druckmittels in den Umformbereich des Werkstücks (4)
hinein, dadurch gekennzeichnet, daß dem Umformwerkzeug (2)
wenigstens eine das Werkstück (4) durchdringende Trenn
fläche (T) zugeordnet ist, in der wenigstens eine
umlaufende Schneidkante (22, 28, 30, 36, 38) vorhanden ist,
die während des Umformens mit der Innenkontur des
Umformwerkzeuges (1) abschließt und zum Trennen durch eine
in der Trennfläche (T) erfolgende Relativbewegung zum
Werkstück (4) aktivierbar ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Trennfläche (T) senkrecht zur Längsachse (A) des als
Hohlprofil ausgebildeten Werkstücks (4) steht.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Umformwerkzeug (2) in der Trennfläche (T)
geteilt ist und in dieser Trennfläche (T) beide
Werkzeugteile (2a, 3a und 2b, 3b) Schneidkanten (36, 38)
aufweisen und relativ zueinander bewegbar sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
wenigstens eines der beiden Werkzeugteile (2a, 3a und 2b,
3b) in der Trennebene (T) in zwei zueinander senkrechten
Achsen verschiebbar ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch
gekennzeichnet, daß wenigstens eines der beiden Werk
zeugteile (2a, 3a und 2b, 3b) in bezug auf die Längsachse
(A) des als Hohlprofil ausgebildeten Werkstücks (4)
exzentrisch gelagert ist und eine exzentrisch umlaufende
Bewegung der Schneidkante (36, 38) bewirkt.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schneidkante (28) an einem in der
Trennfläche (T) des Umformwerkzeuges (2) bewegbaren Ring
(26) ausgebildet ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß der Ring (26) in der Trennebene (T) in zwei zueinander
senkrechten Achsen verschiebbar ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch
gekennzeichnet, daß der Ring (26) in bezug auf die
Längsachse (A) des als Hohlprofil ausgebildeten Werkstücks
(4) exzentrisch gelagert ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß das Umformwerkzeug (1) eine an die
Trennfläche (T) anschließende Nut (16) aufweist, in der ein
mit der Innenkontur fluchtendes dünnes Formteil (18)
umläuft, das durch einen auf das Werkstück (4) wirkenden
Hochdruck derart in die Nut (16) drückbar ist, daß sich das
unter Hochdruck stehende Werkstück (4) an der freigelegten
Schneidkante (22) auftrennt.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
daß das Formteil (18) nachgiebig ausgebildet ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch
gekennzeichnet, daß der Außenmantel des Formteils (18) mit
Druck beaufschlagbar ist.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche von 14 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, daß die Nut (16) und das Formteil
(18) ringförmig ausgebildet sind.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche von 6 bis 17,
dadurch gekennzeichnet, daß das Umformwerkzeug (1) mehrere
Trennflächen (T) aufweist.
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