DE19715312C1 - Schnürverschlußsystem - Google Patents
SchnürverschlußsystemInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Schnürverschlußsystem,
umfassend mindestens einen Zugmit
telspeicher, wobei der Zugmittelspeicher ein Einzugs- und
Straffungssystem umfaßt, und wobei der Zugmittelspeicher
an einem Verschlußteil festlegbar ist, und Zugmittelfüh
rungen, welche einander gegenüberliegend an den Ver
schlußteilen angeordnet sind und über welche das Zugmit
tel derart geführt wird, daß das Zugmittel wechselweise
zwischen den Zugmittelführungen an den Verschlußteilen
hin- und hergeführt wird.
Um Verschlußteile lösbar miteinander zu verbinden, können
auch Schnürverschlußsysteme vorgesehen werden. Dabei wer
den die Zugmittel wie Schnüre, Senkel, Bänder und der
gleichen durch Ösen, Schlaufen oder Haken geführt und die
beiden freien Enden des Zugmittels anschließend miteinan
der verknotet oder in sonstiger Weise lösbar miteinander
verbunden. Schnürverschlußsysteme dieser Art werden bei
Bekleidungsstücken und Schuhen, aber auch bei Zelten,
Planen, beispielsweise für Lastkraftwagen, oder für Ver
packungszwecke verwendet. Diese wohlbekannten Schnürver
schlußsysteme weisen eine Reihe von erheblichen Nachtei
len auf.
Derartige Schnürverschlußsysteme sind beispielsweise be
schreiben in US-4,261,081, DE-GM 17 53 153, IT
695 395. DE 84 36 859 U1 beschreibt eine Öse für Leder-
und Kunststoffwaren, DE 39 20 266 A1 eine Klemmvorrich
tung für Schnürsenkel und CH 260 841 Schnürbänder aus
teilweise thermoplastischem Material.
Insbesondere die Schuhe zu schnüren ist eine Aufgabe, die
bereits für kleine Kinder, oder zumindest deren Mütter
und Väter, zur täglichen Pflichtübung wird. Dabei ist
diese "steinalte" Methode die Schuhe an den Fuß des Trä
gers anzupassen, zu fixieren, mit viel Mühe, Nachteilen
und manchmal auch Ärger verbunden. Es fängt beim Einstieg
in den Schuh an, der selbst bei Verwendung eines Schuh
löffels nur dann einigermaßen geht, wenn vorher die
Schnürsenkel in den Ösen Stück für Stück gelöst wurden.
Nach dem Einstieg sind dann die Schnürsenkel zu straffen,
allerdings auch hier Stück für Stück, unten beginnend,
nach oben hin fortsetzend. Dann ist der jedem Schuhträger
angelernte Spezialknoten anzuwenden. Allerdings hält die
ser nicht immer, löst sich im Lauf des Tages gegebenen
falls öfter und wenn er sich dann lösen soll, kann es
passieren, daß er sich verknotet. Ein weiterer Nachteil
ist, daß die Schnürsenkel aufgrund der benötigten Länge
trotz gutem Knoten sich z. B. in einer Fahrradkette ver
fangen können, oder daß man darauf tritt und der Knoten
dabei gelöst wird.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein
Schnürverschlußsystem zu schaffen, welches universell
verwendbar ist und die bekannten Nachteile herkömmlicher
Schnürverschlußsysteme überwindet.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des
Hauptanspruchs gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der
Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen gekennzeich
net.
Das erfindungsgemäße Schnürverschlußsystem umfaßt
mindestens einen Zugmittelspeicher, wobei der Zugmit
telspeicher ein Einzugs- und Straffungssystem umfaßt, und
wobei der Zugmittelspeicher an einem Verschlußteil fest
legbar ist, und Zugmittelführungen, welche einander ge
genüberliegend an den Verschlußteilen angeordnet sind und
über welche das Zugmittel derart geführt wird, daß das
Zugmittel wechselweise zwischen den Zugmittelführungen an
den Verschlußteilen hin- und hergeführt wird und wobei
der Zugmittelspeicher das Zugmittel mittels eines
Federsystems einzieht und strafft, welches mit Zug-
und/oder Druckfedern arbeitet, und bei dem die Federn
abwechselnd an einander gegenüberliegenden Seiten des
Zugmittelspeichers im Inneren desselben befestigt
sind und wobei das Zugmittel auf der anderen Seite
der Federn aufliegt und beim Entspannen der Federn zwi
schen diesen hindurch in Form einer Zick-Zack-Linie ge
führt wird.
Erfindungsgemäß kann der Zugmittelspeicher mittels einer
Klammer lösbar am Verschlußteil festgelegt werden. Die
Klammer wird dabei an dem Verschlußteil befestigt. Die
Festlegung des Zugmittelspeichers am Verschlußteil kann
erfindungsgemäß auch mittels eines Klettverschlusses er
folgen. Dazu werden am Zugmittelspeicher und an der ent
sprechenden Stelle des Verschlußteiles die entsprechenden
Klettbänder aufgeklebt, aufgenäht oder in sonstiger Weise
befestigt. Die Fixierung des Zugmittelspeichers kann
durch das Vorsehen von Fixierstiften erleichtert wer
den.
Vorteilhafterweise kann der Zugmittelspeicher das Zugmit
tel mittels eines gummielastischen Mittels aus Naturkau
tschuk, elastomerem Material oder elastomerem Polymer
einziehen und straffen.
Die Zugmittelführungen weisen vorteilhafterweise glatte
und/oder reibungsarme Oberflächen auf. Bevorzugt ist es,
wenn die Zugmittelführungen das Zugmittel über Walzen
oder Rollen führen.
Die Zugmittelführungen werden erfindungsgemäß an den Ver
schlußteilen angenietet, angeklammert, angeschraubt, an
genäht und/oder angeklebt.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn mindestens eine Zug
mittelführung derart ausgebildet ist, daß diese das Zug
mittel festlegt. Bevorzugterweise erfolgt die Festlegung
mittels eines Klemmverschlusses.
Das Zugmittel ist erfindungsgemäß ein zugfestes Material
aus Natur- und/oder Kunstfasern, welches gegebenenfalls
mittels einer Beschichtung geschützt ist, wobei die Be
schichtung aus einem thermoplastischen oder elastomerem
Kunststoff gebildet ist. Diese Beschichtung kann auch
durch eine Oberflächenbehandlung beispielsweise mit Wachs
erfolgen. Geeignet sind auch Zugmittel, welche naturgemäß
bereits glatte Oberflächen besitzen wie beispielsweise
Nylon, Perlon und dergleichen.
Der erfindungsgemäße Zugmittelspeicher kann auch an bei
den Enden des Zugmittels vorgesehen sein. Die beiden Zug
mittelspeicher werden dann auf den Verschlußteilen fest
gelegt, wobei diese auf demselben oder auf unterschiedli
chen Verschlußteilen festgelegt werden können. In diesem
Falle kann dann auf die Festlegung des freien Endes des
Zugmittels an einer Zugmittelführung verzichtet werden.
Besonders vorteilhaft ist die Verwendung des erfindungs
gemäßen Schnürverschlußsystems bei Schuhen. Gegenüber den
herkömmlichen Schnürsystemen ermöglicht das erfindungsge
mäße System den leichten und schnellen Einstieg in den
Schuh, paßt die Schnürung während des Laufens der jewei
ligen Fußstellung an und erhöht dadurch den Tragekomfort
und verhindert unbeabsichtigtes Lösen oder Verknoten der
Schnürung. Ferner speichert das System den Schnürsenkel
und verhindert, daß auf den Schnürsenkel getreten werden
kann und daß er sich beispielsweise in der Fahrradkette
verfängt.
Auch der Einsatz des Schnürverschlußsystems bei Hosen ist
erfindungsgemäß bevorzugt. Derart ausgestatte Hosen haben
den Vorteil, daß sie sich der jeweiligen Körperhaltung
anpassen. Insbesondere beim Sitzen und beim Autofahren
wird der Tragekomfort durch das erfindungsgemäß Schnür
verschlußsystem erhöht, da der Hosenbund nachgibt und
beim Nachlassen der Belastung in seine ursprüngliche Lage
zurückkehrt.
Zur näheren Erläuterung der Erfindung ihrer weiteren
Merkmale und Vorteile dient die nachfolgende Beschreibung
von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die ange
fügten Zeichnungen.
Es zeigt:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Schnürschuhs
mit einem erfindungsgemäßen Schnürverschlußsystem,
Fig. 2a eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausfüh
rungsform eines erfindungsgemäßen Zugmittelspeichers,
Fig. 2b eine perspektivische Ansicht auf die Unterseite
des Zugmittelspeichers aus Fig. 2a,
Fig. 2c einen Zugmittelspeicher nach Fig. 2a in einer
Schnittdarstellung im Zustand des ausgezogenen Zugmit
tels,
Fig. 2d einen Zugmittelspeicher nach Fig. 2c in einer
Schnittdarstellung im Zustand des gestrafften Zugmittels,
Fig. 3a eine erste Ausführungsform einer Zugmittelführung
und
Fig. 3b eine zweite Ausführungsform einer Zugmittelfüh
rung.
In Fig. 1 ist eine bevorzugte Ausführungsform eines er
findungsgemäßen Schnürverschlußsystems am Beispiel eines
Schuhs 1 dargestellt. Der Schuh 1 trägt an den Stellen,
an denen üblicherweise Ösen oder Haken angebracht sind,
Zugmittelführungen 2. Um diese Zugmittelführungen 2 herum
ist das Zugmittel 3 in Form eines Schnürsenkels gelegt.
Das eine freie Ende des Schnürsenkels 3 wird am Klemmver
schluß 7 festgelegt. An dieser Stelle kann der Schnürsen
kel 3 auch mit einem Knoten an der Zugmittelführung 2 festge
legt werden. Das freie Ende des Schnürsenkels 3 ist in ei
nem Zugmittelspeicher 4 festgelegt, wobei überschüssiges
Zugmittel 3 durch elastische Mittel in den Speicher 4 hinein
gezogen werden und dadurch das Zugmittel 3 verkürzt und
gestrafft wird. Da das Zugmittel 3 im Zugmittelspeicher 4
elastisch verkürzt und festgelegt ist, wirkt das Zugmit
tel 3 selbst auch elastisch. Dadurch kann sich die
Schnürung der Belastung anpassen und führt nicht zum Ein
kneifen oder Einschneiden in den Fuß.
Der Zugmittelspeicher 4 stellt die wesentliche Komponente
der Erfindung dar. Der Zugmittelspeicher 4 wird am Schuh
1 vorzugsweise mit einer Klammer angebracht (optional
geschützt in einer Art Tasche oder taschenartiger Ver
kleidung). Der Zugmittelspeicher 4 wird derart positio
niert, daß während des Einstiegs in den Schuh der Schnür
senkel 3 aus dem Speicher 4 gezogen wird, und nach dem
Einstieg sich der Schnürsenkel 3 wieder gestrafft im Spei
cher 4 befindet. Nach dem erstmaligen Einstellen ist der
weitere Ein- und Ausstieg in den Schuh 1 einfach möglich,
in dem man nur die Zunge des Schuhs 1 anhebt, dadurch den
Schuh 1 öffnet und den Senkel 3 aus dem Speicher 4 zieht, und
nach dem Einstieg sich der Schuh 1 automatisch schließt und
wieder wie voreingestellt sich dem Fuß anpaßt. Dieser
"Memory-Effekt" ist ein besondere Vorteil des erfindungs
gemäßen Schnürverschlußsystems. Die Zugkraft des Straf
fungssystems ist so bemessen, daß sich der Schuh 1 beim
Einstieg leicht öffnen läßt, und nach dem Einstieg der
Schnürsenkel 3 sicher eingezogen wird. Durch richtiges
Positionieren des Schnürsenkelspeichers 4 am Schuh 1 ist
nach dem Einzug der Schnürsenkel 3 zugfrei. Die richtige
Positionierung erfolgt individuell durch den jeweiligen
Schuhträger. Beim Reinigen und Pflegen des Schuhs 1 kann
der Schnürsenkelspeicher 4 leicht vom Schuh 1 gelöst und in
den Schuh 1 gelegt werden, danach wieder an derselben Stel
le angebracht werden. Gemäß Fig. 1 wird der Zugmit
telspeicher 4 mittels der Fixierstifte 5 an der gewünsch
ten Position gehalten. Festgelegt wird der Zugmittelspei
cher 4 dann mittels der oben beschriebenen Klettbänder 6
oder Halteklammern.
Der Zugmittelspeicher 4 gemäß einem Ausführungsbeispiel
nach den Fig. 2a-d kann ein System sein, das Federn 8
enthält die zusammengedrückt oder auseinandergezogen wer
den und dadurch das Entstehen einer Zug- bzw. Druckkraft
bewirken. Zur besseren Kraftübertragung und Kraftvertei
lung sind an den Kopfenden der Federn 8 Umlenkelemente 9
vorgesehen, welche die Reibung vermindern und das Zugmit
tel 3 vor Beschädigungen schützen.
Gegebenenfalls kann der Zugmittelspeicher 4 nach außen hin
mit einer Abstreif- und/oder Dichtlippe versehen werden.
Diese Abstreif- und/oder Dichtlippe dient dazu, Schmutz
und/oder Feuchtigkeit vom Zugmittel abzustreifen und so
mit den Mechanismus des Zugmittelspeichers zu schützen.
Weiterhin ist ein System mit gummielastischem Rückzug
(Naturkautschuk oder elastomere Materialien, wie Polyme
re) geeignet.
Alle Arten von Zugmittelspeichern 4 können alternativ zu
der oben genannten Klammer mittels eines Klettbandes 6
am Verschlußteil angebracht werden. Alle Ausführungen ha
ben den Vorteil, daß sie im Bedarfsfall leicht austausch
bar sind, da dies nicht direkt in die Verschlußteile ein
gearbeitet sind.
Die Zugmittelführungen 2 ersetzen die bekannten Ösen oder
Haken. Sie haben die Aufgabe die Reibung des Schnürsen
kels 3 an den Halte-/Umlenkpunkten zu minimieren, so daß
sich der Schnürsenkel 3 gleichmäßig spannen kann. Dies er
möglicht die Zugkraft des Zugmitteleinzugs niedrig zu
halten, und trotzdem einen sicheren Einzug zu gewährlei
sten.
Die Oberfläche der Schnürsenkelführungen 2 ist möglichst
eben, glatt ausgeführt, so daß ein möglichst reibungsar
mes Gleiten des Schnürsenkels 3 an den Umlenkpunkten er
zielt wird.
Gegebenenfalls kann durch zusätzliche Verwendung von sich
drehenden Walzen 16 oder Rollen die Reibung minimiert
werden. Bevorzugte Ausführungsbeispiele sind in den Fig.
3a und Fig. 3b dargestellt.
Die Zugmittelführung 2 gemäß Fig. 3a hat die Form eines
Pollers. Auf dessen Achse kann gegebenenfalls eine Walze
16 angeordnet sein. Die Zugmittelführung 2 wird in an sich
bekannter Weise an dem Verschlußteil 15 befestigt. Dies
kann durch Nieten, Schrauben, Kleben oder Nähen erfolgen.
Fig. 3b zeigt eine weitere bevorzugte Ausführungsform ei
ner Zugmittelführung 2. Dabei wird die Zugmittelführung 2
in Form einer Klammer ausgebildet und an der Schmalseite
des Verschlußteils 15 in an sich bekannter Weise befe
stigt. Dabei wird das Zugmittel 3 durch die gebildete Öse
gefädelt. Dies führt dazu, daß bei bestimmten Anwendungen
das Zugmittel 3 bei extremer Belastung nicht von den Zug
mittelführungen 2 rutschen kann. Eine solche Anordnung
ist beispielsweise bei LKW-Planen angebracht, wo ein un
befugtes Öffnen der Verschlußteile 15 verhindert werden
soll.
Das Zugmittel 3, das für das beschriebene Schnürsystem ver
wendet wird, kann herkömmlich sein, z. B. eine Rundschnur
mit einem Durchmesser von ca. 1,5 mm. Das Zugmittel 3 kann
auch speziell auf eine Anwendung hin optimiert sein, in
dem es aus hochfesten Fasern wie z. B. Aramid hergestellt
ist und zusätzlich mit einer Schutzschicht überzogen wur
de. Als Schutzschicht ist ein extrudierter thermoplasti
scher Werkstoff wie z. B. Polyurethan, Fluorthermoplast,
Polyester, Polyesterelastomer, Nylon geeignet. Die Ober
fläche kann auch mit einer Beschichtung z. B. Wachs, Lack,
etc. überzogen werden. Dadurch werden die Gleiteigen
schaften des Zugmittels 3 verbessert, gleichzeitig ist das
Zugmittel 3 vor Nässe und Verschmutzung geschützt.
Das erfindungsgemäße Schnürverschlußsystem ist neben
Schuhen auch für Bekleidungstücke geeignet. Insbesondere
bei Hosen, Schlupfanoraks, Pullovern und dergleichen kann
das erfindungsgemäße Schnürverschlußsystem vorteilhaft
verwendet werden. Hierbei werden die herkömmlichen Ver
schlußmittel wie Gürtel, Reißverschlüsse, Knöpfe etc. er
setzt und durch das erfindungsgemäße Schnürverschlußsy
stem ersetzt. Besonders vorteilhaft ist dabei, daß der
oben beschriebene "Memory-Effekt" ausgenutzt werden kann,
um den Sitz und die Paßform der Bekleidung zu gewährlei
sten. Die Verschlußteile können neben Leder, insbesondere
für Schuhe, auch aus Stoffen, Geweben, Gewirken, Planen
oder Folien bestehen. Das erfindungsgemäße Schnürver
schlußsystem eignet sich auch hervorragend für Planen von
Kraftfahrzeugen. Auch eine Verwendung zur Lastensicherung
auf Dachgepäckträgern ist erfindungsgemäß gegeben.
1
Schnürschuh
2
Zugmittelführung
3
Zugmittel
4
Zugmittelspeicher
5
Fixierstifte
6
Klettband
7
Klemmverschluß
8
Federn
9
Umlenkelemente
15
Verschlußteil
16
Walze
Claims (12)
1. Schnürverschlußsystem umfassend
mindestens einen Zugmittelspeicher (4), wobei der
Zugmittelspeicher (4) ein Einzugs- und Straffungssy
stem umfaßt, und wobei der Zugmittelspeicher (4) an
einem Verschlußteil (1, 15) festlegbar ist, und
Zugmittelführungen (2), welche einander gegenüberlie
gend an den Verschlußteilen (1, 15) angeordnet sind
und über welche das Zugmittel (3) derart geführt
wird, daß das Zugmittel (3) wechselweise zwischen den
Zugmittelführungen (2) an den Verschlußteilen (1, 15)
hin- und hergeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß
der Zugmittelspeicher (4) das Zugmittel (3) mittels
eines Federsystems (8) einzieht und strafft, welches
mit Zug- und/oder Druckfedern (8) arbeitet, und bei
dem die Federn (8) abwechselnd an einander gegenüber
liegenden Seiten des Zugmittelspeichers (4) im Inne
ren desselben befestigt sind und wobei das Zugmittel
(3) auf der anderen Seite der Federn (8) aufliegt und
beim Entspannen der Federn (8) zwischen diesen hindurch
in Form einer Zick-Zack-Linie geführt wird.
2. Schnürverschlußsystem gemäß Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Zugmittelspeicher (4) mittels
einer Klammer lösbar am Verschlußteil (1, 15)
festgelegt wird.
3. Schnürverschlußsystem gemäß Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Zugmittelspeicher (4) mittels
eines Klettverschlusses (6) lösbar am Verschlußteil
(1, 15) festgelegt wird.
4. Schnürverschlußsystem gemäß mindestens einem der An
sprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Zug
mittelspeicher (4) das Zugmittel (3) mittels eines
gummielastischen Mittels aus Naturkautschuk, elasto
merem Material oder elastomerem Polymer einzieht und
strafft.
5. Schnürverschlußsystem gemäß mindestens einem der vor
anstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Zugmittelführungen (2) glatte und/oder reibungs
arme Oberflächen aufweisen.
6. Schnürverschlußsystem gemäß mindestens einem der vor
anstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Zugmittelführungen (2) das Zugmittel (3) über
Walzen (16) oder Rollen führen.
7. Schnürverschlußsystem gemäß mindestens einem der vor
anstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Zugmittelführungen (2) an den Verschlußteilen (1,
15) angenietet, angeklammert, angeschraubt, angenäht
und/oder angeklebt sind.
8. Schnürverschlußsystem gemäß mindestens einem der vor
anstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens eine Zugmittelführung (2) derart ausgebil
det ist, daß diese das Zugmittel (3) festlegt.
9. Schnürverschlußsystem gemäß Anspruch 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Festlegung mittels eines Klemm
verschlusses (7) erfolgt.
10. Schnürverschlußsystem gemäß mindestens einem der vor
anstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
das Zugmittel (3) ein zugfestes Material aus Natur-
und/oder Kunstfasern ist, welches gegebenenfalls mit
tels einer Beschichtung geschützt ist, wobei die Be
schichtung aus einem thermoplastischen oder elastome
rem Kunststoff gebildet ist.
11. Schnürverschlußsystem für Schuhe (1),
gemäß mindestens einem der voranstehenden Ansprüche 1 bis 10.
12. Schnürverschlußsystem für Hosen, gemäß
mindestens einem der Ansprüche 1 bis 10.
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