DE19715284A1 - Unterwasser-Mineralgewinnungsgerät - Google Patents
Unterwasser-MineralgewinnungsgerätInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Unterwasser-Mine
ralgewinnungsgerät der dem Oberbegriff des Anspruchs 1
entsprechenden Art.
Bekannte derartige Geräte weisen eine Saugdüse auf
und saugen auf dem Meeresboden befindliches Material ab,
um es durch die Förderleitung dem oberhalb der Abbaustelle
befindlichen Gewinnungsschiff zuzuleiten.
Ausgangspunkt für die Erfindung ist die Diamantgewin
nung vom Meeresboden gewesen. Die Erfindung ist jedoch in
ihrem Anwendungsbereich darauf nicht beschränkt. Die vom
Meeresboden zu gewinnenden Diamanten sind von Wasserläufen
aus dem Landes inneren zusammen mit Sand und Geröll ins
Meer gespült worden, wo sich auf dem Meeresboden entspre
chende Sedimentschichten ablagern. Der Diamantgehalt die
ser Sedimentschichten ist zwar nicht hoch, bei geeigneter
Abbautechnik jedoch abbauwürdig. Das Problem ist die rela
tiv große Tiefe von 200 m und mehr unter dem Meeresspie
gel, in der sich die Fundstellen befinden. Diese Abbausi
tuation erfordert besonders Abbautechniken.
Bekannt ist das Absaugen von Material vom Meeresboden
mittels Absaugdüsen. Dies ist keine wirklich zufriedens
tellende Methode, weil die förderbaren Mengen begrenzt
sind und insbesondere größere Gesteinsstücke nur schwer
erfaßt werden können. Bei verfestigten und tonigen Lagen
erfolgt kein wirksames Abtragen.
Eine andere bekannte Methode nutzt dicht beieinander
gesetzte Bohrungen großen Durchmessers und geringer Tiefe,
um die Sedimentschichten abzutragen. Auch hierbei ist die
Abbauleistung beschränkt.
Schließlich sind sogenannte "dredger" bekannt, d. h.
mit im wesentlichen vertikaler Drehrichtung umlaufende
Abbauräder, die an der Förderleitung von einer Schwimm
plattform aus über den Meeresboden geführt werden. Diese
Geräte können wegen ihrer Bauart nur in einem begrenzten
Bereich eingesetzt werden und nur in flachen Gewässern.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gat
tungsgemäße Vorrichtung dahingehend weiterzuentwickeln,
daß sie sich leichter an unterschiedliche Abbausituationen
anpassen kann und insbesondere eine größere Abbauleistung
aufweist.
Diese Aufgabe wird durch die in Anspruch l wiederge
gebene Erfindung gelöst.
Mit einem Abbaurad, welches um eine horizontale Achse
umläuft, lassen sich relativ dicke Sedimentschichten wirk
sam abtragen. Durch die Anbringung des Abbaurades an einem
Fahrzeug kann sich das Abbaurad auf dem Meeresboden gut
abstützen und mit einer entsprechenden Vorschubkraft ar
beiten. Durch die Fahrbarkeit kann das Abbaurad auf dem
Meeresboden gezielt hin- und herbewegt werden und ist
nicht wie beim einfachen Absaugen auf mehr oder weniger
zufällige Erfassung von Abbaumaterial angewiesen. Das
Abbaurad zerkleinert auch beim Abbau das mineralhaltige
Material und macht auf diese Weise größere Anteile förder
bar und gewinnbar.
Das Abbaurad ist bei der bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung gemäß Anspruch 2 ein Schaufelrad, und es ist
dabei das Fahrzeug ein Schaufelradbagger mit an einem um
eine zum Meeresboden im wesentlichen senkrechte Achse
schwenkbaren Ausleger heb- und senkbaren Schaufelrad (An
spruch 3), wobei das Fahrzeug ein Raupenfahrwerk (Anspruch
4) bzw. ein hydraulisch betätigtes Schreitwerk (Anspruch
5) aufweisen kann.
Ein wichtiges Merkmal ist Gegenstand des Anspruchs 6,
wonach die Förderleitung Bestandteil einer von dem Gewin
nungsschiff aus betriebenen Lufthebeeinrichtung ist.
Das Zusammenwirken eines Abbaurades mit seiner wirk
samen Abbaueigenschaft mit einer Lufthebeeinrichtung er
möglicht es, große Mengen mineralhaltigen Materials an die
Oberfläche bzw. auf das Gewinnungsschiff zu bringen, wo
eine Sichtung und Konzentration des Materials an den ge
suchten Mineralien erfolgt.
Gemäß Anspruch 7 kann an dem Schaufelrad eine Aus
schleusvorrichtung vorgesehen sein, die einen Trichter
umfaßt, in den das bei der Drehung des Schaufelrades aus
gekippte Material hineinfällt und der an seiner Engstelle
an die Förderleitung angeschlossen ist.
Das abgebaute mineralhaltige Material wird praktisch
sogleich nach der Abtrennung in ein geschlossenes Förder
system überführt, welches es auf das Gewinnungsschiff
bringt.
Die konstruktive Ausbildung eines solchen Schaufelra
des kann nach Anspruch 8 getroffen sein.
Eine weitere Ausgestaltung des Gedankens des geschlo
ssenen Systems ist Gegenstand des Anspruchs 9. Das innere
Schürzensegment verhindert, daß das mineralhaltige Materi
al vorzeitig aus den Schaufeln heraus fällt, und bewirkt,
daß es praktisch vollständig in den Trichter und damit das
Fördersystem gelangt.
Damit nicht zu große Brocken in das System eindringen
und dieses möglicherweise verstopfen können, ist ein Git
ter nach Anspruch 10 zweckmäßig, welches die genannten
großen Brocken fernhält. Zusätzlich erfolgt hierdurch eine
Vorabscheidung von grobem Geröll, das keine Diamanten
enthält. Dadurch ist die nach oben zu führende Masse ge
ringer und wird die auf dem Schiff befindliche Abscheide
anlage entlastet.
Zusätzlich kann bei stark tonhaltigen Meeresablage
rungen mit eingeschlossenem gröberen Geröll im oberen
Bereich des Schaufelrades mindestens eine Hochdruckdüse
angeordnet sein (Anspruch 11), z. B. feststehend und auf
beiden Seiten.
Hiermit sollen die an den nicht in die Förderleitung
der Lufthebeeinrichtung über führten groben Steinen fest
klebenden Tonklumpen, die auch Diamanten enthalten können,
von den Steinen abgespült werden und in die Schaufeln
gelangen, um dann mit dem übrigen abgebaggerten Material
nach oben zum Gewinnungsschiff gefördert zu werden.
An dem Fahrzeug kann gemäß Anspruch 12 eine zusätzli
che Saugdüse zur Aufnahme auf dem Meeresboden liegenge
bliebenen Restmaterials vorgesehen sein.
Gemäß Anspruch 13 kann in der in der Saugdüse enden
den Leitung eine Pumpe angeordnet sein, die das von der
Saugdüse erfaßte Material unter Druck in die Förderleitung
einspeist, die auch das von dem Abbaurad abgebaute Materi
al führt.
An der Abbaubrust wird das Gestein brockenweise los
gerissen. Die gröberen Brocken werden von den Gittern an
den Schaufeln zurückgehalten und fallen auf den Meeres
boden zurück. Damit das Fahrzeug derartige Brocken oder
Anhäufungen von Material nicht überklettern muß, empfiehlt
sich die Anbringung von Räumschilden gemäß Anspruch 11,
die starke Unebenheiten bei der Vorwärtsbewegung des Fahr
zeugs zur Seite räumen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der
Erfindung dargestellt.
Fig. 1 zeigt schematisch das Abbauprinzip;
Fig. 2 zeigt schematisch das Fördersystem;
Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht eines Unterwasser-
Schaufelradbaggers;
Fig. 4 zeigt eine Ansicht gemäß Fig. 3 von oben,
wobei der Oberbau des Schaufelradbaggers verschwenkt ist
und das Hubgeschirr und die Lufthebevorrichtung weggelas
sen sind;
Fig. 5 zeigt eine Ansicht des Schaufelrades in einem
Schnitt V-V in Fig. 6;
Fig. 6 zeigt eine Schnittdarstellung nach der Linie
VI-VI in Fig. 5.
Die schematische Darstellung der Fig. 1 läßt ein auf
dem Meer 2 oberhalb einer Abbaustelle A schwimmendes Ge
winnungsschiff 1 erkennen, welches über die Förderleitung
3 eines Lufthebesystems mit einem kleinen, in das Meer 2
abgesenkten Schaufelradbagger 4 verbunden ist. Die Dar
stellung ist nicht maßstäblich. Es versteht sich, daß der
Schaufelradbagger 4 im Verhältnis zu dem Gewinnungsschiff
1 viel kleiner ist.
Der Schaufelradbagger 4 besitzt ein Raupenfahrwerk 5,
auf dem über einen Drehkranz 6 ein Aufbau 7 um eine zum
Meeresboden 10 etwa senkrechte Achse schwenkbar angeordnet
ist. Anstelle des Raupenfahrwerks 5 könnte auch ein
Schreitwerk 48 vorgesehen sein, wie es in Fig. 1 rechts
gestrichelt angedeutet ist. In einer Steuer- und Antriebs
zentrale 8 finden sich ein Hydrauliksystem und Steuersy
steme für den Antrieb des Raupenfahrwerks und für den
Drehantrieb und die Hubbewegung des Schaufelrades 12,
welches an der Abbaubrust 9 arbeitet und über einen heb- und
senkbaren Ausleger 11 an dem Aufbau 7 gelagert ist.
Das von dem Schaufelrad 12 abgebaute mineralhaltige Mate
rial wird in einer anhand der Fig. 5 und 6 noch zu be
schreibenden Weise in eine Leitung 15 überführt, die in
die Förderleitung 3 des Lufthebesystems übergeht. 13 be
zeichnet die Druckluftzuführung, 14 die Einspeisedüse des
Lufthebesystems, an der die Druckluft in die Förderleitung
3 eingepreßt wird, um den Inhalt der Förderleitung 3 unter
dem Druck des außen anstehenden Wassers nach oben in Bewe
gung zu setzen.
In Fig. 2 sind die geförderten Körner oder Brocken
des mineralhaltigen Materials mit 19 bezeichnet und durch
geschlossene Kringel dargestellt, während die eingepreßten
Luftblasen durch die Punkte 20 wiedergegeben sein sollen.
Gemäß Fig. 2 gelangt das mineralhaltige Material im
Sinne des Pfeiles 21 in einen zu der Ausschleuseinrichtung
50 gehörenden Trichter 30 und passiert dann eine in die
Förderleitung 3 mündende Leitung 15, die entlang des Aus
legers 11 verläuft.
Aus Fig. 2 ist noch eine Saugdüse 16 erkennbar, die
über den Meeresboden 10 "schnüffelt", um vom Schaufelrad
12 abgebautes aber nicht aufgenommenes, auf dem Meeres
boden 10 liegengebliebenes Restmaterial zu erfassen. Das
Material wird mittels einer Pumpe 17 und einer Leitung 18
eingesaugt, die kurz vor der Einspeisedüse 14 für die
Hebeluft in die Förderleitung 3 mündet.
In den Fig. 3 und 4 ist der Unterwasser-Schaufelrad
bagger 4 größer dargestellt. Die Saugdüse 16 ist mittels
Stützen 22 am rückwärtigen Ende des schwenkbaren Aufbaus
7 angeordnet, um das liegengebliebene Material aufnehmen
zu können. Nahe dem Steuer- und Antriebszentrum 8 ist der
Ausleger 11 an von dem Aufbau 7 hochragenden Pylonen 23 um
eine horizontale Achse 24 auf- und niederschwenkbar an
geordnet. Die Schwenkung wird durch Hydraulikzylinder 25
bewirkt, die am vorderen Ende des Aufbaus 7 angreifen. Der
Ausleger 11 ragt nach vorne über den Aufbau 7 und das
Raupenfahrwerk 5 hinaus und trägt am freien Ende das
Schaufelrad 12. Dieses Schaufelrad 12 kann im Sinne des
Pfeiles B in Fig. 3 auf- und niederbewegt werden, durch
Verschwenken des Aufbaus 7 um die vertikale Achse 26 des
Drehkranzes 6 auf einem horizontalen Kreisbogen C ver
schwenkt und schließlich durch das Raupenfahrwerk 5 im
Sinne des Pfeiles D vor- und zurückbewegt werden. Das
Ganze erfolgt ferngesteuert, wobei die Steuerkabel 27 und
die Kabel 28 für die elektrische Energie von dem Gewin
nungsschiff 1 hinab in die Steuer- und Antriebszentrale 8
verlaufen. Durch einen Korb 29 ist dafür gesorgt, daß die
Kabel 27, 28 nicht abknicken können.
Die Tätigkeit des Schaufelrades 12 wird über eine
Fernsehkamera mit Scheinwerfern 31 vom Gewinnungsschiff 1
aus beobachtet und der Schaufelradbagger 4 entsprechend
ferngesteuert.
Zum Hinablassen des Schaufelradbaggers 4 auf den
Meeresboden 10 von dem Gewinnungsschiff 1 aus dient ein
entsprechendes Hubgeschirr 32 mit einem Kranseil 34.
In Fig. 5 ist das Schaufelrad 12 noch einmal vergrö
ßert herausgezeichnet. Es ist auf einem Wellenzapfen 35 um
eine horizontale, zur Abbaubrust 9 parallele Achse 36
drehbar und umfaßt zwei einander parallele zur Achse 36
koaxiale Schaufelringe 37, zwischen denen die als Ganzes
mit 40 bezeichneten Schaufeln, von denen in dem Ausfüh
rungsbeispiel neun über den Umfang verteilt angeordnet
sind, befestigt sind und die an radialen speichenartigen
Stützen 38 auf einem auf dem Wellenzapfen 35 gelagerten
Lagerrohr 39 gehalten sind. Die Stützen 38 weisen in einer
durch die Achse 36 gehenden Ebene eine etwa dreieckige
Umrißgestalt auf. Ihre obere Begrenzung 38' weicht radial
nach außen axial gesehen auf eine Seite, in Fig. 6 die
linke Seite des Schaufelrades 12 zurück. Die Schaufeln 40
sind also nur auf einer Seite gehalten, während der radial
innerhalb der Schaufeln gelegene Bereich 53 (Fig. 6) über
den ganzen Umfang von Stützen oder dergleichen frei ist,
damit sich das Schaufelrad 12 um den später noch erläuter
ten feststehenden Trichter 30 frei drehen kann.
Die Schaufeln 40 erstrecken sich radial nach innen
bis an den Innenumfang 37' der Schaufelradringe 37 und
sind dort offen. Radial außen stehen die Schaufeln 40 über
den Außenumfang 37'' der Schaufelradringe 37 über und
besitzen an der äußeren voreilenden Kante Reißzähne, die
das Material an der Abbauschulter 9 ausbrechen und lockern.
Die in Drehrichtung gelegenen ebenfalls offenen
Seiten der Schaufeln 40 sind durch ein Gitter 42 abge
deckt, welches ganz grobe Gesteinsbrocken 19' davon ab
hält, in das Innere der Schaufeln 40 und damit in die
Förderleitung einzutreten. Damit die Gesteinsbrocken 19'
nicht in den Trichter 30 hineinfallen können, wenn das
Schaufelrad 12 den Bereich des oberen Scheitels passiert,
sind Abdeckungen 51 aus Gittermaterial oder Blech vorgese
hen, die diese Gesteinsbrocken 19' zurückhalten, wie aus
Fig. 5 ersichtlich ist. Die Abdeckungen 51 erstrecken sich
in Umfangsrichtung radial in Höhe des Innenumfangs 37' der
Schaufelradringe 37 von der, in Richtung 52 der Drehung
des Schaufelrades 12 gesehen, voreilenden Kante einer
Schaufel bis zu der nacheilenden Kante der in Drehrichtung
52 folgenden Schaufel 40 und über die Breite der Schaufeln
40. Das "gute" Material fällt durch die offene Innenseite
der Schaufeln 40, wo sich also keine Abdeckungen befinden,
in den Trichter, sobald das obere Ende 43' des Schürzen
segments 43 bzw. der Rand des Trichters 30 erreicht sind.
Das Schaufelrad 12 beginnt im Bereich seines unteren
Scheitels Material von der Abbaubrust 9 aufzunehmen. Damit
dieses Material auf dem Drehweg des Schaufelrades 12 nach
oben nicht unkontrolliert aus der offenen inneren Seite
40' der Schaufeln heraus fällt, ist ein teilzylindrisches
Schürzensegment 43 vorgesehen, das sich vom unteren Schei
tel des Schaufelrades 12 bis an den Rand eines im oberen
Bereichs des Schaufelrades 12 vorgesehenen innerhalb des
Schaufelrades 12 etwa gleichlaufend mit dem oberen Rand
38' der Stützen 38 schräg radial nach innen und axial nach
außen verlaufenden und in der Nähe des Wellenzapfens 35
axial aus dem Schaufelrad 12 herausführenden Trichters 30
erstreckt. Der Außenumfang des Schürzensegments 43 liegt
radial auf gleicher Höhe wie der Innenumfang 37' der
Schaufelradringe 37 und des inneren Randes 40' der Schau
feln 40.
Der obere Rand des Trichters 30 folgt ebenfalls dem
Innenumfang 37'. Der Trichter 30 verjüngt sich nach unten
und hat seine Engstelle 45 etwas oberhalb des Lagerrohrs
39. Der Trichter 30 sitzt im oberen Bereich mittig und
vollführt, wie aus Fig. 6 ersichtlich ist, an seinem unte
ren, gegen die Achse 36 hin gelegenen Ende 30' eine Bie
gung in die Horizontale, um seitlich aus dem Schaufelrad
12 herauszutreten. Außerhalb des Querschnittes des Schau
felrades 12 ist über eine zu der Achse 36 senkrechte
Flanschverbindung 46 und einen im wesentlichen in der
Ebene des Auslegers 11 gelegenen Rohrkrümmer die Leitung
15 angeschlossen, die in die Förderleitung 3 des Lufthebe
systems übergeht.
Der Trichter 30 hat in dem Ausführungsbeispiel in
einer senkrecht zu der Achse 36 gelegenen Ebene einen
Öffnungswinkel von etwa 90°. Wenn eine Schaufel 40 etwa
die in Fig. 5 geschnitten wiedergegebene Position erreicht
hat, fällt das in der Schaufel 40 befindliche Material
über den oberen Rand des Trichters in denselben und ge
langt sofort unter die Wirkung des Saugstroms in die Lei
tung 15. Auf dem Wege in die in Fig. 5 links oben ge
schnitten wiedergegebene Position jedoch wird das mineral
haltige Material durch die Abdeckung 43 in der jeweiligen
Schaufel 40 festgehalten.
Der Trichter 30 ist Bestandteil einer als Ganzes mit
50 bezeichneten Ausschleuseinrichtung für das mineralhal
tige Material.
Damit das Raupenfahrwerk 5 oder das Schreitwerk 48
nicht durch herabgefallene und auf dem Meeresboden 10
lagernde Brocken oder Anhäufungen des mineralhaltigen
Materials behindert werden bzw. diese überklettern müssen,
sind an der Vorderseite des Raupenfahrwerks 5 vor jeder
Raupenkette oder dergleichen Räumschilde 47 angebracht,
die das Material seitlich aus dem Weg drängen.
Claims (14)
1. Unterwasser-Mineralgewinnungsgerät zur Verwen
dung im Zusammenwirken mit einem Gewinnungsschiff (1),
mit einem auf dem Meeresboden (10) ferngesteuert verfahrbaren unbemannten Fahrzeug,
mit an dem Fahrzeug vorgesehenen Mitteln zur Aufnahme im Oberflächenbereich des Meeresbodens (10) befindlichen mineralhaltigen Materials
und mit einer von den Mitteln nach oben zu dem Gewin nungsschiff (1) führenden Förderleitung (3) für das aufge nommene mineralhaltige Material,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Mittel zur Aufnahme des mineralhaltigen Mate rials aus einem um eine horizontale, zur Abbaubrust (9) parallele Achse (36) umlaufenden Abbaurad bestehen.
mit einem auf dem Meeresboden (10) ferngesteuert verfahrbaren unbemannten Fahrzeug,
mit an dem Fahrzeug vorgesehenen Mitteln zur Aufnahme im Oberflächenbereich des Meeresbodens (10) befindlichen mineralhaltigen Materials
und mit einer von den Mitteln nach oben zu dem Gewin nungsschiff (1) führenden Förderleitung (3) für das aufge nommene mineralhaltige Material,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Mittel zur Aufnahme des mineralhaltigen Mate rials aus einem um eine horizontale, zur Abbaubrust (9) parallele Achse (36) umlaufenden Abbaurad bestehen.
2. Mineralgewinnungsgerät nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das Abbaurad ein Schaufelrad (12) ist.
3. Mineralgewinnungsgerät nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß das Fahrzeug ein Schaufelrad
bagger (4) mit an einem um eine zum Meeresboden (10) im
wesentlichen senkrechte Achse (26) schwenkbaren Auslegers
(11) heb- und senkbaren Schaufelrad (12) ist.
4. Mineralgewinnungsgerät nach einem der Ansprüche
1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Fahrzeug ein
Raupenfahrwerk (5) aufweist.
5. Mineralgewinnungsgerät nach einem der Ansprüche
1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Fahrzeug ein
hydraulisches Schreitwerk (48) aufweist.
6. Mineralgewinnungsgerät nach einem der Ansprüche
1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderleitung (3)
Bestandteil einer von dem Gewinnungsschiff (1) aus betrie
benen Lufthebeeinrichtung ist.
7. Mineralgewinnungsgerät nach einem der Ansprüche
1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Schaufelrad
(12) eine Ausschleuseinrichtung (50) vorgesehen ist, die
einen in die Förderleitung (3) mündenden, innerhalb des
Drehkreises der Schaufeln (40) angeordneten, feststehen
den, nach oben offenen Trichter (30) für das bei der Dre
hung des Schaufelrades (12) aus den Schaufeln (40) ausge
kippte Material umfaßt, der an seiner Engstelle (45) an
die Förderleitung (15, 3) angeschlossen ist.
8. Mineralgewinnungsgerät nach Anspruch 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schaufeln (40) nur auf einer axia
len Seite an dem Schaufelrad (12) gehalten sind und der
Trichter (44) zur anderen Seite hin axial aus dem Bereich
des Schaufelrades (12) herausführt und in den ersten Teil
(15) der Förderleitung (15, 3) übergeht.
9. Mineralgewinnungsgerät nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, daß auf der Gewinnungsseite des
Schaufelrades (12) ein den Schaufelradkreis (37') im Brei
tenbereich der Schaufeln (40) schließendes, stillstehen
des, zylindrisches Schürzensegment (43) vorgesehen ist,
das vom Bereich des unteren Scheitels des Schaufelrades
(12) nach oben bis an den Trichter (30) reicht.
10. Mineralgewinnungsgerät nach einem der Ansprüche
3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Einfüllseite
jeder Schaufel (40) ein den Einfüllquerschnitt überdecken
des Gitter (42) zum Zurückhalten zu großer Brocken (19')
des mineralhaltigen Material vorgesehen ist.
11. Mineralgewinnungsgerät nach einem der Ansprüche
3 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß am Schaufelrad (12)
mindestens eine Hochdruckdüse (49) zum Abspülen an den
nicht abgeförderten größeren Brocken anhaftenden Materials
und Überführen desselben in das Schaufelrad (12) angeord
net ist.
12. Mineralgewinnungsgerät nach einem der Ansprüche
1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Fahrzeug eine
zusätzliche Saugdüse (16) zur Aufnahme auf dem Meeresboden
(10) liegenden Restmaterial vorgesehen ist.
13. Mineralgewinnungsgerät nach Anspruch 12, dadurch
gekennzeichnet, daß in der in der Saugdüse (16) endenden
Leitung eine Pumpe (17) angeordnet ist, die das von der
Saugdüse (16) erfaßte Material unter Druck in die Förder
leitung (3) einspeist.
14. Mineralgewinnungsgerät nach einem der Ansprüche
1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß auf der dem Abbaurad
zugewandten Vorderseite des Fahrzeugs mindestens ein Räum
schild (47) zum bezüglich der Fahrtrichtung des Fahrzeugs
seitlichen Wegdrängen auf dem Meeresboden (10) liegenden
Materials vorgesehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997115284 DE19715284A1 (de) | 1997-04-11 | 1997-04-11 | Unterwasser-Mineralgewinnungsgerät |
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| DE1997115284 Ceased DE19715284A1 (de) | 1997-04-11 | 1997-04-11 | Unterwasser-Mineralgewinnungsgerät |
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