DE19714851C1 - Abgasreinigungsvorrichtung - Google Patents
AbgasreinigungsvorrichtungInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Abgas
reinigungsvorrichtung für ein verbrennungsmotorisch
angetriebenes Kraftfahrzeug, umfassend ein Gehäuse
und mindestens einem darin unter Zwischenschaltung
mindestens eines nachgiebigen Lagerelements gela
gerten, im wesentlichen zylindrischen Abgas
reinigungskörper, wobei das Gehäuse einen rohr
förmigen Lagerabschnitt und zwei hieran endseitig
angeschlossene Übergangskonen umfaßt und mindestens
in einer sich im wesentlichen senkrecht zur
Längsachse erstreckenden Ebene geteilt ist.
Derartige Abgasreinigungsvorrichtungen sind unter
anderem aus der deutschen Patentschrift 43 22 062 sowie
der japanischen Offenlegungsschrift 1-280614 bekannt.
Des weiteren beschäftigen sich mit Abgasreinigungs
vorrichtungen der gattungsgemäßen Art sowie insbe
sondere deren Herstellung von die europäischen
Patentanmeldungen 06 81 095 und 07 03 354.
Ein zentrales Problem bei der Herstellung gattungs
gemäßer Abgasreinigungsvorrichtungen hängt damit
zusammen, daß die aus keramischem Material gefer
tigten Abgasreinigungskörper hinsichtlich ihrer
Abmessungen einer beträchtlichen Toleranz unter
liegen. Um trotz der unterschiedlichen Abmessungen
der Abgasreinigungkörper deren zuverlässige Lagerung
in dem rohrförmigen Lagerabschnitt des Gehäuses
sicherzustellen, wird in den beiden genannten euro
päischen Patentanmeldungen vorgeschlagen, jeden
einzelnen Abgasreinigungskörper vor seiner Montage zu
vermessen und den rohrförmigen Lagerabschnitt -
insbesondere durch Aufweiten - an die tatsächlichen
Abmessungen des jeweiligen Katalysatorkörpers anzu
passen. Unabhängig davon, ob diese Vorgehensweise zu
dem angestrebten Erfolg führt, ist sie mit einem
immensen Aufwand verbunden, der die Herstellung der
entsprechenden Abgasreinigungsvorrichtungen in einer
nicht zu akzeptierenden Weise verteuern würde.
Der vorliegenden Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe
zugrunde, eine Abgasreinigungsvorrichtung der
eingangs genannten Art zu schaffen, die sich bei
einer ausreichend sicheren Lagerung toleranz
behafteter Abgasreinigungkörper in dem Gehäuse durch
geringe Fertigungskosten auszeichnet.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird diese Aufgabe
dadurch gelöst, daß der rohrförmige Lagerabschnitt
des Gehäuses zumindest bereichweise sich in Richtung
auf die Teilungsebene hin konisch erweiternd ausge
bildet ist und daß sich der zwischen dem mindestens
einen Abgasreinigungskörper und dem Lagerabschnitt
des Gehäuses bestehende, zumindest teilweise von dem
Lagerelement ausgefüllte Ringraum zumindest bereichs
weise in Richtung auf die Teilungsebene hin
erweitert. Die erfindungsgemäße Abgasreinigungs
vorrichtung unterscheidet sich somit maßgeblich
dadurch vom Stand der Technik, daß der rohrförmige
Lagerabschnitt nicht entsprechend der Gestalt des
Abgasreinigungskörpers zylindrisch ausgebildet ist,
sondern sich vielmehr - zumindest bereichsweise - zur
Teilungsebene hin konisch erweitert. Dementsprechend
hat der zwischen dem mindestens einen Abgas
reinigungskörper und dem diesen umgebenden Lager
abschnitt des Gehäuses bestehende Ringraum nicht über
die axiale Erstreckung des Abgasreinigungskörpers
denselben Querschnitt; vielmehr erweitert sich jener
Ringraum - zumindest bereichsweise - in Richtung auf
die Teilungsebene hin. Dies gestattet auf einfachste
Weise eine Kompensation der toleranzbedingt unter
schiedlichen Abmessungen der einzelnen Abgas
reinigungskörper in der Weise, daß das mindestens
eine Lagerelement je nach den tatsächlichen Abmes
sungen des jeweiligen Abgasreinigungskörpers unter
schiedlich positioniert wird. Bei solchen Abgas
reinigungskörpern, deren Abmessungen von dem Nennmaß
nach oben abweichen, werden die Lagerelemente -
verglichen mit ihrer Anordnung bei Nennmaß des Abgas
reinigungskörpers - je nach dem Ausmaß der tatsäch
lichen Abweichung der Abmessungen vom Nennmaß mehr
oder weniger weit in Richtung auf die Teilungsebene
hin verschoben; umgekehrt werden bei solchen Abgas
reinigungskörpern, deren Abmessungen vom Nennmaß nach
unten abweichen, die Lagerelemente - gegenüber ihrer
Position bei Nennmaß des Abgasreinigungskörpers - je
nach dem Ausmaß der tatsächlichen Abweichung vom
Nennmaß mehr oder weniger weit von der Teilungsebene
weg in den sich verjüngenden Ringraum hinein ver
schoben. Allein durch die Veränderung der Plazierung
des mindestens einen Lagerelements innerhalb des
zwischen dem Abgasreinigungskörper und dem Lager
abschnitt des Gehäuses bestehenden Ringraumes läßt
sich somit in Anwendung der Erfindung eine toleranz
bedingte Abweichung der Abmessungen des jeweils zu
montierenden Abgasreinigungskörpers vom Nennmaß
kompensieren, so daß im Ergebnis unabhängig von den
tatsächlichen Abmessungen des jeweiligen Abgas
reinigungskörpers bei gleich dimensionierten Gehäusen
das Lagerelement (die Lagerelemente) stets dieselbe
Haltekraft auf den Abgasreinigungskörper ausübt
(ausüben).
Nur vorsorglich sei klargestellt, daß unter
"rohrförmig" im Sinne der vorliegenden Erfindung
keineswegs nur Rohre mit kreisförmigem Querschnitt
verstanden werden. In gleicher Weise bezieht sich die
Erfindung auf Gehäuse, deren rohrförmiger Lager
abschnitt einen elliptischen, ovalen, polygonalen
oder sonstigen geeigneten Querschnitt aufweist. Des
weiteren sei klargestellt, daß die Übergangskonen im
Rahmen der vorliegenden Erfindung in gleicher Weise
symmetrisch und asymmetrisch ausgebildet sein können.
Der Öffnungswinkel des (der) konischen Bereichs
(Bereiche) des Lagerabschnitts richtet sich insbe
sondere nach der Art des verwendeten Lagerelements
sowie der Oberflächenrauhigkeit der Innenwand des
Gehäuses und der Mantelfläche des Abgasreinigungs
körpers. Bei Verwendung derzeit gebräuchlicher Kompo
nenten ist ein doppelter Kegelwinkel zwischen 3° und
8° besonders günstig.
Im Rahmen der Erfindung kann jeder Abgasreinigungs
körper mittels einer einzigen ihn umgebenden
Lagerungsmatte in dem Gehäuse gelagert sein. In
diesem Falle erstreckt sich die Lagerungsmatte zweck
mäßigerweise über ca. 40 bis 60% der axialen Länge
des Abgasreinigungskörpers. Dies stellt sicher, daß
die Lagerungsmatte zur oben beschriebenen Kompen
sation von Abweichungen der Abmessungen des Abgas
reinigungskörpers vom Nennmaß in erheblichem Umfang
auf diesem in axialer Richtung verschoben werden
kann, wobei zugleich noch eine ausreichende Halte
kraft sichergestellt ist. In gleicher Weise ist es
jedoch auch möglich, pro Abgasreinigungskörper zwei
in axialer Richtung zueinander versetzt angeordnete,
den Abgasreinigungskörper ringförmig umgebende Lager
elemente vorzusehen, wobei zweckmäßigerweise jedem
jener beiden ringförmigen Lagerelemente ein eigner
sich konisch erweiternder Lagerbereich des Gehäuses
zugeordnet ist, zwischen denen sich das Gehäuse im
wesentlichen zylindrisch erstreckt. Die beiden ring
förmigen Lagerelemente weisen dabei, sofern nicht
zwischen ihnen die Teilungsebene des Gehäuses
verläuft, zweckmäßigerweise vor ihrer Montage eine
unterschiedliche radiale Erstreckung auf, die an die
unterschiedliche mittlere Weite des zwischen dem
(idealen) Abgasreinigungskörper und dem Gehäuse
bestehenden Ringraum angepaßt ist. Auf diese Weise
lassen sich über die einzelnen ringförmigen Lager
elemente gleiche Haltekräfte auf den jeweiligen
Abgasreinigungskörper aufbringen.
Die vorliegende Erfindung eignet sich in gleicher
Weise für katalytische Abgasreinigungsvorrichtungen
wie für Rußfilter. Die jeweilige Abgasreinigungs
vorrichtung kann ein, zwei oder mehr Abgasreinigungs
körper umfassen. Des weiteren ist die vorliegende
Erfindung sowohl anwendbar auf solche Abgasreini
gungsvorrichtungen, bei denen die Übergangskonen
eigenständige, erst später mit dem Lagerabschnitt
zusammengefügte Komponenten sind, als auch auf solche
Abgasreinigungsvorrichtungen, bei denen mindestens
ein Übergangskonus einstückig mit dem benachbarten
Bereich des Lagerabschnitts verbunden ist und in
diesen übergeht.
Die mindestens eine Teilungsebene kann somit im
Bereich des Übergangs des rohrförmigen Lager
abschnitts zu einem Übergangskonus verlaufen. Dies
ist insbesondere bei Abgasreinigungsvorrichtungen mit
nur einem Abgasreinigungskörper eine sinnvolle Anord
nung der Teilungsebene; jedoch läßt sich ein entspre
chender Aufbau des Gehäuses, wie weiter unten näher
erläutert wird, mit Vorteil auch bei Abgas
reinigungsvorrichtungen mit zwei Abgasreinigungs
körpern einsetzen. Die Teilungsebene kann jedoch in
gleicher Weise auch durch den Lagerabschnitt des
Gehäuses hindurch verlaufen. Dies bietet sich insbe
sondere dann an, wenn im Gehäuse zwei Abgas
reinigungskörper zu lagern sind. Weiter unten wird
jedoch auch verdeutlicht werden, daß die Anordnung
der Teilungsebene durch den Lagerabschnitt des
Gehäuses hindurch verlaufend auch bei Abgas
reinigungsvorrichtungen mit nur einem Abgas
reinigungskörper sinnvoll sein kann. In dem zuletzt
genannten Fall kann insbesondere vorgesehen sein, daß
sich der Abgasreinigungskörper über jeweils ein
ringförmiges Lagerelement in jeder der beiden durch
die Teilungsebene definierten Hälften des Lager
abschnitts abstützt.
Die herkömmlicherweise zur Lagerung von Abgas
reinigungskörpern eingesetzten Quellmatten sind in
Richtung des Faserverlaufs nur in einem geringen
Umfang dehn- bzw. stauchfähig. Auf der anderen Seite
weisen Abgasreinigungskörper einer Serie, wie sich
aus Vorstehendem ergibt, toleranzbedingt starke
Abweichungen hinsichtlich ihrer Umfangsabmessungen
auf. Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der
Erfindung umfaßt die Lagerungsmatte bzw. jedes
einzelne ringförmige Lagerelement mindestens zwei
axial aneinander anliegende Streifen, wobei die Stöße
der beiden Streifen zueinander versetzt sind. Auf
diese Weise wird mit einfachen Mitteln verhindert,
daß sich bei Abgasreinigungskörpern mit Größtmaß im
Bereich des Stoßes der Lagerungsmatte bzw. des
ringförmigen Lagerelements ein durchgehender Spalt
bildet, durch den hindurch Abgas an dem Abgas
reinigungskörper vorbeiströmen kann. Entsprechendes
gilt bei einem aus einem einzigen Streifen aufge
bauten ringförmigen Lagerelement, wenn der Stoß ge
stuft ausgebildet ist in dem Sinne, daß eine aus drei
Abschnitten bestehende Fuge gebildet ist; zwei der
beiden Abschnitte der Fuge, nämlich die beiden äuße
ren Abschnitte, erstrecken sich dabei zueinander in
Umfangsrichtung versetzt in axialer Richtung, während
sich der dritte Abschnitt, die beiden übrigen
Abschnitte miteinander verbindend, in Umfangsrichtung
erstreckt.
Eine andere bevorzugte Weiterbildung der Erfindung
zeichnet sich dadurch aus, daß das Lagerelement aus
einer mindestens einfach, bevorzugt allerdings mehr
fach um den Abgasreinigungskörper herumgelegten
Schnur aufgebaut ist. Durch mehrfaches Umwickeln des
Abgasreinigungskörpers mit Schnur wird auch zuver
lässig die Bildung eines das Umströmen des Abgas
reinigungskörpers ermöglichenden Axialspalts
verhindert. Die Schnur wird dabei von der Teilungs
ebene her in den ringförmigen Spalt zwischen dem
Abgasreinigungskörper und dem Lagerabschnitt des
Gehäuses eingebracht und lagenweise mittels eines
über den Abgasreinigungskörper geschobenen Montage
ringes verdichtet. Der Durchmesser der Schnur ist
dabei in der Weise auf die Abmessungen der Kompo
nenten der Abgasreinigungsvorrichtung abgestimmt, daß
sich selbst bei einem Abgasreinigungskörper mit
Kleinstmaß die Schnur in dem sich verjüngenden ring
förmigen Hohlraum verkeilt und somit verdichten läßt.
Der Montage- und Verdichtungsring, der in diesem
Falle zur Montage der Abgasreinigungsvorrichtung
eingesetzt wird, weist zweckmäßigerweise einen
Zuführkanal für die Schnur auf, welcher sich zu der
dem Verdichten dienenden Stirnseite des Ringes hin
öffnet. Dies ermöglicht die sukzessive Zuführung
weiterer Schnur, die in mehreren Wicklungen um den
Katalysatorkörper herumgelegt und verdichtet wird.
Unabhängig davon, ob als Lagerelemente herkömmliche
Lagerungsmatten, die weiter oben beschrieben ring
förmigen Lagerelemente oder aber die vorstehend
erläuterte Schnur gewählt wird, läßt sich jeweils
durch kraftgesteuertes axiales Einschieben der Lager
elemente in den sich verjüngenden radialen Spalt
zwischen Abgasreinigungskörper und Lagerabschnitt des
Gehäuses die gewünschte Haltekraft sehr genau
einstellen. Jeweils nimmt das Lagerelement unabhängig
von den tatsächlichen Abmessungen des Abgas
reinigungskörpers bei gleicher axialer Einpreßkraft
eine solche Position ein, daß sich dieselbe radiale
Anpreßkraft ergibt. Unter anderem von der Rauhigkeit
der Außenfläche des Abgasreinigungskörpers einerseits
und der Innenwand des Lagerabschnitts des Gehäuses
andererseits hängt ab, ob der Abgasreinigungskörper,
während das Lagerelement axial in den ringförmigen
Hohlraum eingepreßt wird, sich bereits in seiner
endgültigen Stellung befindet, oder aber ob das
Lagerelement (die Lagerelemente) in den ringförmigen
Hohlraum eingepreßt werden, während sich der Abgas
reinigungskörper in einer sich von seiner endgültigen
Position unterscheidenden Montageposition befindet.
In dem zuletztgenannten Sinne kann es insbesondere
bei Abgasreinigungskörpern mit einer besonders rauhen
Oberfläche zweckmäßig sein, wenn der Abgasreinigungs
körper sich während des axialen Einpressens der
Lagerelemente in einer Montagestellung befindet,
welche gegenüber der endgültigen Position in Richtung
auf die Teilungsebene hin versetzt ist. Erst nachdem
das Lagerelement (die Lagerelemente) bei in der
Montagestellung gehaltenem Abgasreinigungskörper
kraftgesteuert in den ringförmigen Hohlraum einge
preßt worden sind, wird in diesem Falle der Abgas
reinigungskörper mitsamt den Lagerelementen, die
aufgrund der Rauhigkeit der Oberfläche des Abgas
reinigungskörpers an diesem haften, in dem Lager
abschnitt des Gehäuses in Richtung der Verjüngung
verschoben, bis er seine endgültige Position
erreicht. Durch die Verjüngung des Gehäuses wird das
Lagerelement entsprechend radial vorgespannt, was die
spätere Haltekraft entsprechend steigert.
Soll umgekehrt das Lagerelement in den ringförmigen
Hohlraum eingepreßt werden, während sich der Abgas
reinigungskörper bereits in seiner endgültigen
Position befindet, so kann es unter Umständen zweck
mäßig sein, dessen Oberfläche zuvor einer die Rauhig
keit verringernden Behandlung zu unterziehen, bspw.
zu beschichten.
Der zum axialen Einschieben bzw. Einpressen des Lage
relements verwendete Druckring weist stirnseitig
zweckmäßigerweise einen Elastomerring auf, der sich
entsprechend der sich verringernden lichten Weite des
ringförmigen Spaltes zwischen Abgasreinigungskörper
und Gehäuse verformen kann. Dies verhindert, daß das
Lagerelement beim Einpressen in den ringförmigen
Hohlraum beschädigt wird. Das gleiche Ergebnis läßt
sich alternativ dadurch erreichen, daß der Druckring
mehrere Segmente umfaßt, die eine Relativbewegung
zueinander derart ausführen können, daß sich die
Außenabmessungen des Druckringes an den sich
ändernden Innendurchmesser des Gehäuses anpassen
können. Auch die Ausgestaltung des Druckringes mit
einem pneumatisch oder hydraulisch aufblähbaren Ring
kissen wirkt sich in gleicher Weise aus.
Im Folgenden wird die Erfindung anhand verschiedener
in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele
näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine erste bevor
zugte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Abgasreinigungsvorrichtung,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch eine zweite bevor
zugte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Abgasreinigungsvorrichtung,
Fig. 3 einen Längsschnitt durch eine dritte bevor
zugte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
und
Fig. 4 einen Längsschnitt durch eine vierte bevor
zugte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Abgasreinigungsvorrichtung.
Fig. 5 veranschaulicht schematisch einen zweck
mäßigen Aufbau eines im Rahmen der Erfindung
zur Lagerung des Abgasreinigungskörpers
einsetzbaren Lagerelements und
Fig. 6 veranschaulicht ebenfalls schematisch einen
Montage- und Verdichtungsring, wie er bei der
Herstellung einer bevorzugten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Abgasreinigungs
vorrichtung eingesetzt werden kann.
Bevor die einzelnen Figuren der Zeichnung im Detail
erläutert werden, sei darauf hingewiesen, daß es sich
um schematische Darstellungen handelt. Details, die
mit der vorliegenden Erfindung nicht in unmittelbarem
Zusammenhang stehen, sind daher nicht dargestellt.
Dies betrifft bspw. einen möglichen doppelwandigen
Aufbau der zuström- und/oder abströmseitigen
Trichter, den Einsatz von Dicht- bzw. Schutzringen
zum Schutz der Lagerelemente gegen Erosion durch
pulsierendes Abgas, Zwischenringe zwischen mehreren
hintereinander angeordneten Abgasreinigungskörpern,
Montagestützringe und sonstige Montagehilfen und dgl.
Die in Fig. 1 dargestellte Abgasreinigungsvorrichtung
umfaßt einen Abgasreinigungskörper 1, der mittels
zweier im wesentlichen endseitig angeordneter ring
förmiger Lagerelemente 2 in einem Gehäuse 3 gelagert
ist. Das Gehäuse umfaßt einen rohrförmigen Lager
abschnitt 4 für den Abgasreinigungskörper 1 und zwei
sich endseitig an den Lagerabschnitt anschließende
Übergangskonen 5. Diese enden in Stutzen 6 zum
Anschluß eines Abgasrohres.
Das Gehäuse 3 ist etwa mittig quer zur Längsachse 7
geteilt. Die Teilungsebene unterteilt den Lager
abschnitt 4 somit in zwei Hälften, die in einem Über
lappungsbereich 8 ineinandergesteckt und mittels
einer Kehlschweißnaht 9 miteinander verbunden sind.
Die mittige Teilung des Gehäuses ermöglicht es, daß
jeder der beiden Übergangskonen 5 einstückig mit der
benachbarten Hälfte des Lagerabschnitts 4 hergestellt
ist und in diesen übergeht.
Der rohrförmige Lagerabschnitt ist in seinem
zentralen Bereich zylindrisch ausgeführt. Die beiden
äußeren Bereiche 10 des Lagerabschnitts 4 hingegen
verjüngen sich konisch in Richtung auf die Übergangs
konen 5 zu, oder mit anderen Worten, sie sind sich in
Richtung auf die Teilungsebene hin konisch erweiternd
ausgebildet. Dementsprechend erweitert sich im
Bereich der beiden konischen Lagerbereiche 10 der
zwischen dem Gehäuse 3 und dem Abgasreinigungskörper
1 jeweils bestehende Ringraum 11 in Richtung auf die
Teilungsebene hin. Durch Wahl der axialen Position
der ringförmigen Lagerelemente 2 auf dem Abgas
reinigungskörper 1 (vgl. Doppelpfeil A) lassen sich
toleranzbedingte unterschiedliche Abmessungen des
Abgasreinigungskörpers 1 derart kompensieren, daß
unabhängig von den jeweiligen Abmessungen zwischen
dem Gehäuse und dem Abgasreinigungskörper dieselbe
Haltekraft wirkt.
Die in Fig. 2 dargestellte Abgasreinigungsvorrichtung
unterscheidet sich im wesentlichen durch die
folgenden Merkmale von der Abgasreinigungsvorrichtung
gemäß Fig. 1: Statt mittels zweier axial versetzter
ringförmiger Lagerelemente ist der Abgasreinigungs
körper 1 in dem Gehäuse 3 mittels einer Lagerungs
matte 12 gelagert, deren axiale Erstreckung etwa 50%
der axialen Länge des Abgasreinigungskörpers 1
beträgt. Des weiteren ist das Gehäuse nicht im
wesentlichen mittig geteilt; die Teilungsebene liegt
vielmehr im Bereich des Übergangs eines der beiden
Übergangskonen 5 zum Lagerabschnitt 4. Hier überlappt
ein an dem entsprechenden Übergangskonus angeformter
zylindrischer Kragen 13 einen ebenfalls zylindrischen
Endbereich 14, in welchen der konische Lagerbereich
10 des Lagerabschnitts 4 des Gehäuses ausläuft.
Mittels einer Kehlschweißnaht 9 sind die beiden Teile
des Gehäuses fest miteinander verbunden.
Die Lagerungsmatte 12 kann, zur Kompensation
toleranzbedingter Abweichungen der Abmessungen des
Abgasreinigungskörpers 1 vom Nennmaß, in dem sich die
zur Teilungsebene hin konisch erweiternden Ringraum
11 verschiedene Stellungen einnehmen (vgl. Doppel
pfeil B).
Es läßt sich anhand der Fig. 2 unschwer vorstellen,
daß sich eine zwei Abgasreinigungskörper umfassende
Abgasreinigungsvorrichtung dadurch herstellen läßt,
daß der rechte Übergangskonus durch eine Baugruppe
ersetzt wird, die im wesentlichen spiegelsymmetrisch
aufgebaut ist zu dem verbleibenden Rest der Abgas
reinigungsvorrichtung. Auf diese Weise entsteht eine
Abgasreinigungsvorrichtung mit einem im wesentlichen
symmetrischen Aufbau mit einem etwa mittig geteilten
Gehäuse, wobei sich das Gehäuse aus lediglich zwei
Bauteilen zusammensetzt.
Die in Fig. 3 dargestellte Abgasreinigungsvorrichtung
unterscheidet sich von derjenigen gemäß Fig. 2 im
wesentlichen allein dadurch, daß der Abgasreinigungs
körper 1 nicht mittels einer einzigen Lagerungsmatte
in dem Gehäuse gelagert ist, sondern vielmehr mittels
zweier axial beabstandeter ringförmiger Lagerelemente
2. Der Lagerabschnitt des Gehäuses weist zwei axial
beabstandete konische Lagerbereiche auf, zwischen
denen das Gehäuse zylindrisch ausgebildet ist.
Entsprechend der unterschiedlichen radialen Weite der
beiden sich konisch erweiternden Ringräume 11' und
11'' weisen die beiden entsprechenden ringförmigen
Lagerelemente 2' und 2'' vor ihrer Montage eine
unterschiedliche radiale Erstreckung auf. Auf diese
Weise ist eine Angleichung der von den beiden ring
förmigen Lagerelementen auf den Abgasreinigungskörper
übertragenen Haltekräfte aneinander möglich. Der
zwischen den beiden Lagerelementen bestehende
Ringraum kann mit einer Isolation ausgefüllt werden,
wie dies als solches bekannt ist.
Für die Abgasreinigungsvorrichtung gemäß Fig. 3 gilt
das weiter oben zu Fig. 2 Gesagte in entsprechender
Weise, daß nämlich zur Herstellung einer Abgas
reinigungsvorrichtung mit zwei Abgasreinigungskörpern
der rechte Übergangskonus 5 gegen eine zu dem
verbleibenden Rest im wesentlichen spiegelsymmetrisch
aufgebaute Einheit ausgetauscht werden kann.
Fig. 4 veranschaulicht eine weitere Möglichkeit, eine
zwei Abgasreinigungskörper umfassende Abgas
reinigungsvorrichtung nach der vorliegenden Erfindung
aufzubauen. In Anbetracht der vorstehenden Erläute
rungen zu den Fig. 1 bis 3 sind umfangreiche
Ausführungen zum Aufbau dieser Abgasreinigungs
vorrichtung entbehrlich. Ersichtlich ist das Gehäuse
aus drei Bauteilen zusammengefügt, nämlich einem im
wesentlichen spiegelsymmetrisch aufgebauten, sich zu
beiden Seiten hin konisch erweiternden rohrförmigen
Lagerabschnitt 4 und zwei endseitig an diesem
angeschweißten Übergangskonen 5. Ersichtlich ist
freilich möglich, das gemäß Fig. 4 aus drei Teilen
aufgebaute Gehäuse aus vier Teilen zusammenzufügen,
indem mittig eine Teilung vorgesehen wird.
Für sämtliche der in den Fig. 2 bis 4 dargestellten
Abgasreinigungsvorrichtungen gilt, daß die Herstel
lung auf verschiedene Weise erfolgen kann. Entweder
wird der jeweils zu montierende Abgasreinigungskörper
zunächst vermessen, und das zumindest eine Lager
element wird auf der Umfangsfläche des Abgas
reinigungskörpers in Abhängigkeit von dessen Ist-Maß
mehr oder weniger weit gegenüber einer Mittellage
versetzt positioniert, woraufhin anschließend die
Einheit bestehend aus Abgasreinigungskörper und um
diesen herumgelegten Lagerelement (herumgelegten
Lagerelementen) von der Teilungsebene des Gehäuses
her - im wesentlichen weggesteuert - in dessen
Lagerabschnitt eingeschoben wird, bis der Abgas
reinigungskörper seine endgültige Position erreicht
hat. Eine weitere Möglichkeit der Montage besteht
darin, daß der Abgasreinigungskörper in seine
endgültige Position innerhalb des Gehäuses gebracht
wird, woraufhin anschließend das mindestens eine
Lagerelement in den sich konisch verjüngenden Ring
raum zwischen Abgasreinigungskörper und Gehäuse
eingebracht wird; durch ein kraftgesteuertes
Einpressen des Lagerelements nimmt dieses in Abhän
gigkeit von dem Ist-Maß des jeweiligen Abgas
reinigungskörpers selbsttätig diejenige Position ein,
die eine vorbestimmte Haltekraft sicherstellt. Dieses
Verfahren eignet sich insbesondere dann, wenn das
mindestens eine Lagerelement durch mehrfaches
Umwickeln des Abgasreinigungskörpers mit einer
verdichteten Schnur hergestellt wird. Als weitere
Möglichkeit ist ein kombiniertes Verfahren zu nennen,
bei welchem der jeweilige Abgasreinigungskörper in
das Gehäuse eingesetzt wird, jedoch nicht in seine
endgültige Position, sondern vielmehr zunächst in
eine Montageposition, welche gegenüber der End
position in Richtung auf die Teilungsebene hin
versetzt ist. Sodann wird das Lagerelement kraft
gesteuert in den Ringraum eingebracht und vorver
dichtet, wobei das Lagerelement mit einer Anfangs-
Anpreßkraft an den Abgasreinigungskörper angepreßt
wird. Abschließend werden Abgasreinigungskörper und
Lagerungselement gemeinsam in dem Gehäuse in Richtung
auf dessen konische Verjüngung hin verschoben, bis
der Abgasreinigungskörper seine endgültige Position
einnimmt. Hierdurch erhält das Lagerelement seine
endgültige Vorspannkraft.
Fig. 5 veranschaulicht schematisch den Aufbau eines
Lagerelements aus zwei axial aneinander anliegenden,
den (schematisch angedeuteten) Abgasreinigungskörper
1 nahezu vollständig umgebenden Streifen 15. Die
Stöße 16 der beiden Streifen, an denen sich in Abhän
gigkeit von dem Ist-Maß des Abgasreinigungskörpers 1
ein mehr oder weniger breiter Spalt bildet, sind
gegeneinander versetzt. Eine Umströmung des Abgas
reinigungskörpers ist auf diese Weise ausgeschlossen.
Fig. 6 zeigt einen Montage- und Verdichtungsring, wie
er im Rahmen des weiter oben beschriebenen
Verfahrens, bei dem das Lagerelement aus einer
mehrfach um den Abgasreinigungskörper herumgelegten
Schnur aufgebaut ist, einsetzbar ist. Der Montage-
und Verdichtungsring 17 weist einen Zuführkanal 18
für die Schnur 19 auf. Mit der Stirnkante 20 des
Montage- und Verdichtungsringes 19 wird die in den
Ringraum eingebrachte Schnur kraftgesteuert
verdichtet, so daß sie sich an den konisch erwei
ternden lichten Querschnitt des Ringraums anpaßt. Auf
einer Länge, die zumindest dem Umfang des Abgas
reinigungskörpers mit Größtmaß entspricht, ist die
Schnur 19 mit einem Drahtgewebe 21 überzogen. Auf
diese Weise ist die Schnur gegen Erosion durch pul
sierendes Abgas geschützt, was weitere dem gleichen
Zweck dienende Einrichungen entbehrlich macht.
Claims (12)
1. Abgasreinigungsvorrichtung für ein verbrennungs
motorisch angetriebenes Kraftfahrzeug, umfassend
ein Gehäuse (3) und mindestens einen darin unter
Zwischenschaltung mindestens eines nachgiebigen
Lagerelements (2, 2', 2'', 12) gelagerten, im
wesentlichen zylindrischen Abgasreinigungskörper
(1), wobei das Gehäuse einen rohrförmigen
Lagerabschnitt (4) und zwei hieran endseitig
angeschlossene Übergangskonen (5) umfaßt und
mindestens in einer sich im wesentlichen
senkrecht zur Längsachse (7) erstreckenden Ebene
geteilt ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Lagerabschnitt (4) zumindest bereichs
weise (10) sich in Richtung auf die Teilungsebene
hin konisch erweiternd ausgebildet ist und daß
sich der zwischen dem mindestens einen Abgas
reinigungskörper (1) und dem Lagerabschnitt (4)
des Gehäuses (3) bestehende, zumindest teilweise
von dem Lagerelement (2, 2', 2'', 12) ausgefüllte
Ringraum (11) zumindest bereichsweise in Richtung
auf die Teilungsebene hin erweitert.
2. Abgasreinigungvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Lagerelement eine den Abgasreinigungs
körper (1) zumindest nahezu vollständig umgebende
Lagerungsmatte (12) vorgesehen ist, die sich über
40-60% der axialen Länge des Abgasreinigungs
körpers (1) erstreckt.
3. Abgasreinigungvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß pro Abgasreinigungskörper (1) zwei in axialer
Richtung zueinander versetzt angeordnete, den
Abgasreinigungskörper umgebende ringförmige
Lagerelemente (2', 2'') vorgesehen sind, die vor
ihrer Montage eine unterschiedliche radiale
Erstreckung aufweisen.
4. Abgasreinigungvorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der rohrförmige Lagerabschnitt (4) für jeden
Abgasreinigungskörper (1) zwei sich gleichsinnig
konisch erweiternde Lagerbereiche (10', 10'')
aufweist, zwischen denen sich das Gehäuse (3) im
wesentlichen zylindrisch erstreckt.
5. Abgasreinigungvorrichtung nach einem der
Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Teilungsebene durch den Lagerabschnitt
(4) des Gehäuses (3) hindurch verläuft.
6. Abgasreinigungvorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Abgasreinigungskörper (1) vorgesehen ist,
der sich in beiden durch die Teilungsebene
definierten Hälften des Lagerabschnitts (4)
abstützt.
7. Abgasreinigungvorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwei Abgasreinigungskörper (1) vorgesehen
sind, von denen sich jeweils einer in einer der
beiden durch die Teilungsebene definierten
Hälften des Lagerbschnitts (4) abstützt.
8. Abgasreinigungvorrichtung nach einem der
Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest ein Übergangskonus (5) einstückig
mit dem benachbarten Bereich des Lagerabschnitts
(4) verbunden ist und in diesen übergeht.
9. Abgasreinigungvorrichtung nach einem der
Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß das mindestens eine Lagerelement aus einer
mindestens einfach, bevorzugt mehrfach um den
Abgasreinigungskörper (1) herumgelegten Schnur
(19) aufgebaut ist.
10. Abgasreinigungsvorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schnur (19) zumindest bereichsweise mit
einem Drahtgewebe (21) überzogen ist.
11. Abgasreinigungvorrichtung nach einem der
Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß das mindestens eine Lagerelement aus
mindestens zwei axial aneinander anliegenden, den
Abgasreinigungskörper (1) nahezu vollständig
umgebenden Streifen (15) aufgebaut ist, deren
Stöße (16) zueinander versetzt sind.
12. Abgasreinigungvorrichtung nach einem der
Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß das mindestens eine Lagerelement aus einem
den Abgasreinigungskörper (1) umgebenden Streifen
besteht, dessen Stoß gestuft ausgebildet ist.
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