DE19714812A1 - Magnetspule - Google Patents
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Description
Die Erfindung geht von einer Magnetspule nach der Gattung
des Patentanspruchs 1 aus. Eine solche bekannte Spule findet
Verwendung bei einer Verteilerkraftstoffeinspritzpumpe gemäß
DE-A1-43 39 948. Die dort vorgesehene Magnetspule ist Teil
eines Magnetventils einer Verteilerkraftstoffeinspritzpumpe
und dabei im Betrieb dem Kraftstoff ausgesetzt. Die bekannte
Magnetspule ist dabei auf einem Wicklungskörper aus Isolier
stoff aufgebracht und nachträglich durch eine zusätzliche
Kunststoffauflage geschlossen. Der Wicklungskörper aus
Kunststoff weist Fortsätze aus Isolierstoff auf, innerhalb
denen die Kontaktanschlüsse der Magnetspule geführt sind.
Die somit von Isolierstoff umgebenen Bereiche der Kontakt
anschlüsse sind durch die Öffnungen im Boden des Gehäuses
hindurchgeführt und werden außen liegend durch Dichtungen an
einer Verschlußplatte abgedichtet, die im übrigen den
kraftstofführenden Raum der Kraftstoffeinspritzpumpe nach
außen abdichtet.
Bei der bekannten Magnetspule ist diese somit gebaut, d. h.
es wird erst der Magnetspulenträger, dann die Wicklung und
dann schließlich eine Abdeckung erstellt, mit dem die
Magnetspule kraftstoffdicht verschlossen werden soll. Die
gesamte Spule ist dabei innerhalb eines ringartigen Raumes
des Gehäuses angeordnet, den der Stutzen zusammen mit der
Umfangswand des topfförmigen Gehäuses bildet. Diesen Raum
füllt die Magnetspule nur zum Teil aus und es sind Querver
bindungen sowohl im Stutzen als auch in der Umfangswand des
topfförmigen Gehäuses ausgebildet, die die Aufgabe haben,
die Magnetspule intensiv mit Kraftstoff zu umspülen und
somit einen Temperaturausgleich herbeizuführen. Dies hat den
Nachteil, daß der Fertigungsaufwand für eine solche Magnet
spule relativ groß ist insbesondere, da sie mehrteilig auf
gebaut ist.
Die erfindungsgemäße Magnetspule mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Patentanspruchs 1 hat dem gegenüber den Vor
teil, daß in einfacher Weise eine genaue Positionierung der
Magnetspule innerhalb des topfförmig ausgebildeten Gehäuses
verwirklicht wird und dabei in einfacher Weise ein hoch
dichter Abschluß der stromführenden Teile der Magnetspule
nach außen erzielt wird. Dabei fügt sich die Magnetspule die
Wände des umgebenden topfförmigen Gehäuses intensiv kontak
tierend in diesem Gehäuse ein. Die Magnetspule ist darüber
hinaus sicher in diesem Gehäuse fixiert und es ist eine ex
akte Zuordnung zu einem Magnetanker der Magnetspule erziel
bar. Dabei werden die Öffnungen die erforderlich sind, um
die Kontaktanschlüsse aus dem dem Kraftstoff ausgesetzten
Raum nach außen zu führen, intensiv durch die Umspritzung
der Magnetspule mit Isolierstoff ausgefüllt und abgedichtet.
Gemäß Patentanspruch 2 ist zur Erzielung einer sicheren, ge
nauen Positionierung der Magnetspule innerhalb des diese um
gebenden Isolierstoffes eine dritte Öffnung im topfförmigen
Gehäuse vorgesehen, durch die ein Stützteil einführbar ist.
Dieses dient zusammen mit den Kontaktanschlüssen der Ma
gnetspule zur Lagefixierung. Auf diese Art und Weise ist es
möglich während des Umspritzens der Magnetspule mit Isolier
stoff die Position der Magnetspule exakt einzuhalten. Damit
sind auch die elektrischen Werte und die Magnetkräfte, die
auf einen Anker wirken, exakt einhaltbar. Gemäß Patentan
spruch 3 werden dabei die Anordnung der dritten Öffnung,
durch die ein stabförmiges Teil einführbar ist und die Lage
der Kontaktanschlüsse so gewählt, daß eine stabile Drei
punktlagerung der Spule während des Spritzvorgangs ermög
licht wird.
Gemäß Patentanspruch 4 wird eine Meßstelle außerhalb des
topfförmigen Teils geschaffen, die sichergestellt, daß der
innenliegende Bereich des topfförmigen Gehäuses mit der Um
spritzung der Magnetspule vollständig ausgefüllt ist, und
daß dann eine Entfernung des stabförmigen Teils gemäß Pa
tentanspruch 2 noch während des Spritzvorganges möglich ist,
so daß ein vollständiger Verschluß der dritten Öffnung und
der Spule an dieser Stelle mit Isolierstoff erfolgt. Dieser
Stutzen braucht bei einer Verwendung der Magnetspule in
einem Anwendungsfall gemäß dem Stand der Technik keine
Verbindung von kraftstofführenden Räumen zu nicht kraftstof
führenden Räumen oder der Umgebung haben, so daß an diesem
Stutzen dann auch keine Abdichtung erfolgen muß, wie bei den
Kontaktanschlüssen, die eine solche Verbindung haben müssen.
Zur Herstellung einer Magnetspule in der vorgenannten Aus
führungsform wird erfindungsgemäß ein Verfahren gemäß
Patentanspruch 5 angegeben. Dadurch, daß im Bereich der
dritten Öffnung während des Spritzvorganges kontinuierlich
eine Druckmessung vorgenommen wird, die anzeigt, sobald Iso
lierstoff aus der dritten Öffnung austritt und in dem Be
reich des Druckfühlers gelangt, ist gewährleistet, daß zu
diesem Zeitpunkt die Umspritzung der Magnetspule in das Ge
häuse auf der Innenseite kontaktierender Weise abgeschlossen
ist. Die Lage der Magnetspule innerhalb des Gehäuses kann
sich somit nicht mehr verändern, so daß die Notwendigkeit
der Lagefixierung durch das stabförmige Teil sich ab diesem
Zeitpunkt erübrigt, dieses also noch während des noch nicht
abgeschlossenen Umspritzungsvorgangs aus dem topfförmigen
Gehäuse seiner Umspritzung entfernt werden kann. Mit Entfer
nung dieses sich zurückziehenden stabförmigen Teils wird
dann der Rest des Innenraums jenseits des Bodens des
topfförmigen Gehäuses schlußendlich mit Isolierstoff ausge
füllt.
Eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens weist
dementsprechend eine Aufnahme für das topfförmige Gehäuse
mit exakter Lagefixierung auf, wobei auf der dem Innenraum
des Gehäuses abgewandten Seite des Bodens zwei Räume gebil
det werden, durch die die Kontaktanschlüsse hindurchgeführt
werden und sich in der Spritzform in exakt vorgegebener
Weise während des Spritzvorgangs abstützen können. Ferner
ist zwischen dem Boden und der Spritzform noch ein dritter
Raum vorgesehen, innerhalb dem durch eine Zuführöffnung in
der Wand der Spritzform das stabförmige Teil zur Positio
nierung der Magnetspule einführbar ist und durch die dritte
Öffnung im Boden des Gehäuses hindurchführbar ist. Innerhalb
dieser drei Räume werden während des Spritzvorgangs die Kon
taktanschlüsse umspritzt und auch der stabförmige Teil zu
nächst umspritzt. Am Ende des Einspritzvorgangs wird dann
nach Zurückziehen des stabförmigen Teils dieser dritte Raum
völlig ausgefüllt.
In vorteilhafter Weise wird die Magnetspule bei einer Ver
teilereinspritzpumpe gemäß Patentanspruch 7 eingesetzt. Bei
der dort erforderlichen Abdichtung zwischen kraftstoffüh
renden Teilen der Kraftstoffeinspritzpumpe und kraftstoff
freien Räumen ist zu berücksichtigen, daß, eine hundertpro
zentige Abdichtung der Öffnungen im Boden des topfförmigen
Gehäuses durch die Kunststoffumspritzung nicht möglich ist,
da auf Grund der unterschiedlichen Temperaturdehnungen von
Isolierstoff und Metall eine zunächst vorhandene dichte
Haftung zwischen Kunststoff und metallischem Gehäuse zwar
vorhanden ist, im Betrieb dann doch eine Ablösung erfährt.
Aus diesem Grunde ist es erforderlich, daß die nach außen
führenden Kontaktanschlüsse zusätzlich zu dem Bauteil hin
abgedichtet werden, das ansonsten die kraftstofführenden
Räume der Verteilereinspritzpumpe verschließt. Dieses Bau
teil weist dabei gemäß Patentanspruch 8 eine Aufnahme auf,
die den an der dritten Öffnung des topfförmigen Gehäuses
nach außen ragenden Isolierstoffverschlußteil ganz um
schließt. Dadurch besteht an dieser Stelle keine Verbindung
zwischen kraftstofführenden Teilen und kraftstofffreien
Teilen der Verteilereinspritzpumpe, so daß eine dritte
Abdichtstelle hier entfällt. Würde hier der stabförmige Teil
noch vorhanden sein, so müßte eine dritte Abdichtstelle
geschaffen werden, da zwischen stabförmigen Teil und Kunst
stoffumspritzung möglicherweise ein kraftstofführender
Spalt entstehen könnte, der die Dichtheit der Spule
gefährdet, oder weil andererseits ein Durchtritt auch an
dieser dritten Stelle durch das Bauteil bereitgestellt
werden müßte, welcher Durchtritt dann wiederum extra abge
dichtet werden müßte. Bei der engen, wenig Bauraum zur Ver
fügung stellenden Bauweise von Verteilereinspritzpumpen wird
somit es ermöglicht eine kompakte Bauart ohne zusätzlichen
Montageraum für Dichtungen zu erzielen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung
dargestellt und wird in der nachfolgenden Beschreibung näher
erläutert. Es zeigen Fig. 1 die erfindungsgemäße Magnet
spule im Schnitt mit einem während des Spritzvorgangs
zurückzuziehenden stabförmigen Teil und Fig. 2 die Verwen
dung der Magnetspule gemäß Fig. 1 bei einer Verteilerkraft
stoffeinspritzpumpe.
Fig. 1 zeigt eine Magnetspule 1 im Schnitt, die eine Wick
lung 2 aufweist, welche in einem Wicklungsträger 3 eingelegt
ist. Dieser hat die Form eines Ringes mit u-förmigem Quer
schnitt derart, daß sich eine umfangsseitig nach außen öff
nende Ringnut zur Aufnahme der Wicklung 2 bildet. An dem
Wicklungsträger sind achsparallel zu seiner Mittelachse 4
zwei Aufnahmen für Kontaktanschlüsse 5 der Wicklung 2 vorge
sehen, von denen hier im Schnitt nur einer dargestellt ist.
Dieser Kontaktanschluß 5 hat Verbindung zu der Wicklung und
dient der Stromzufuhr bzw. Stromabfuhr.
Die Magnetspule 1 ist innerhalb eines topfförmig
ausgebildeten Gehäuses 6 angeordnet, das eine Umfangswand 7,
einen Boden 8 und einen vom Boden ins innere des topfförmi
gen Gehäuses ragenden Stutzens 9 aufweist. Der Stutzen hat
eine koaxial zur Mittelachse liegende Bohrung 10, in die ein
Magnetanker eintaucht und die der Führung des Magnetflusses
vom Magnetkern auf den Anker dient. Der Magnet ist somit als
Tauchankermagnet ausgebildet.
Zwischen dem Stutzen 9 und der Umfangswand 7 wird eine Art
Ringraum gebildet, innerhalb dem die Magnetspule angeordnet
ist. Dabei ist der Spulenkörper 3 mit einer Umspritzung 11
aus Isolierstoff versehen, derart, daß die Spule mit ihrem
Wicklungskörper 2 vollständig von Isolierstoff umschlossen
wird und dieser Isolierstoff die Umfangswand 7, die innere
Bodenfläche und einen Teil des Stutzens kontaktiert.
Zur Durchführung der Kontaktanschlüsse durch den Boden 8
nach außen sind im Boden 8 zwei Öffnungen 12 vorgesehen,
durch die ein den jeweiligen Kontaktanschluß 5 aufnehmender
Stutzen 14 des Wicklungsträgers jeweils von Isolierstoff um
geben nach außen ragt. Außerhalb des Bodens 8 setzt sich die
Isolierstoffumspritzung 11 fort unter Bildung eines zylin
drischen Isolierstoffhalses 15, der einen Teil der Länge des
jeweiligen Kontaktanschlusses 5 umschließt.
Zusätzlich ist im Boden 8 eine dritte Öffnung 17 vorgesehen,
durch die ein ähnlich ausgebildeter Stutzen 18, wie der
Stutzen 14 des Wicklungsträgers nach außen ragt und welcher
Stutzen 18 im fertig hergestellten Zustand der Magnetspule
ebenfalls von Isolierstoff 11 umschlossen ist. Dieser Iso
lierstoff setzt sich auch hier nach außen fort unter Bildung
eines Isolierstoffstutzens 19. Die beiden erwähnten Kon
taktanschlüsse und dieser Isolierstoffstutzen sind in Art
einer Dreipunktlagerung etwa mit gleichen Abständen zueinan
der angeordnet. Das aus Metall, z. B. aus Stahl bestehende
Gehäuse 6 ist in einen Stahlring 20 eingepreßt, der als wei
teres konstruktives Teil für die Montage der Magnetspule bei
ihrem späteren Verwendungszweck dient. Für die Erfindung hat
dieser Ring zunächst keine Bedeutung.
Die Magnetspule mit ihrem Gehäuse gemäß Fig. 1 ist in eine
Spritzform 22 eingesetzt, die hier nur schematisch angedeu
tet ist. In dieser Spritzform sind entsprechende
Ausnehmungen vorhanden, zur Aufnahme des topfförmigen
Gehäuses und zur Bildung des Isolierstoffstutzens 19 und des
Isolierstoffhalses 15 der Kontaktanschlüsse. In der Wand des
Isolierstoffstutzens ist ein Druckfühler 27 angeordnet, der
mit einer hier nicht gezeigten Steuereinrichtung verbunden
ist. Weiterhin sind in der Spritzform Anordnungen 23 vorge
sehen, die der Lagerung der Kontaktanschlüsse 5 in einer
vorgesehenen exakten Zuordnung zur Lage des topfförmigen Ge
häuses dienen. Diese Anordnungen 23 können als Sacklöcher
ausgeführt sein, die zugleich einen Tiefenanschlag bilden
oder es können dichte Durchgänge durch die Wand der Spritz
form sein, in Anschluß von denen Anschläge zur Lagefixierung
der Kontaktanschlüsse angeordnet sind. Die Querschnitte der
Durchgänge bzw. der Sacklöcher sind zur Bildung eines
dichten Abschlusses dem Querschnitt der Kontaktanschlüsse
angepaßt. Zusätzlich ist in der Spritzform 22 noch eine wei
tere Bohrung 24 vorgesehen, über die ein stabförmiges Teil
25 einführbar ist, so daß es bei noch nicht erfolgter Um
spritzung mit Isolierstoff zur Anlage an den Stutzen 18 oder
bei anderen Ausführungen zur Anlage an den Wicklungsträger 3
gelangt. Mit Hilfe dieses stabförmigen Teils 25 wird vor der
Umspritzung die exakte Lage der Wicklung 2 mit Wick
lungsträger 3 innerhalb des topfförmigen Gehäuses sicherge
stellt.
Von der Öffnungsseite des topfförmigen Teils wird für den
Spritzvorgang ein hier nicht weiter gezeigter Spritzkopf
zugeführt, der die Form der Umspritzung 11 vorgibt, so wie
sie im Endzustand in der Fig. 1 gezeigt ist. Für den
Spritzvorgang wird Isolierstoff eingebracht derart, daß der
Isolierstoff die gegen Verschiebung gesicherte Magnetspule
umfließt und danach zur Seite der Öffnungen 12 und 17 aus
dem topfförmigen Gehäuseaustritt zur weiteren Formung und
Ausfüllung der sich anschließenden Räume zwischen topfförmi
gen Gehäuse 6 und Spritzform 22. Hier wird dann der den Iso
lierstoffhals bildende Raum und der den Isolierstoffstutzen
19 bildende Raum mit Kunststoff ausgefüllt. Dabei befindet
sich zunächst der stabförmige Teil in seiner vorgesehenen
Stellung, in der er die Magnetspule fixiert. Tritt der
Kunststoff dann in den den Stutzen 19 bildenden Raum aus, so
löst er am Druckfühler dann, wenn der Raum im wesentlichen
mit Isolierstoff gefüllt ist, die Umspritzung der Magnet
spule innerhalb des Gehäuses also abgeschlossen ist, ein
Signal aus. Dies ist etwa dann der Fall, wenn der den
Stutzen 19 bildende Raum bis zu 90% mit Isolierstoff und
weiterhin auch die Öffnungen 12 und 17 und die sich daran
anschließenden Räume innerhalb der Spritzform 22 mit Iso
lierstoff ausgefüllt sind. In diesem Moment wird über die
Steuerung bei Abgabe dieses Drucksignals der stabförmige
Teil 25 zurückgezogen, so daß in einem restlichen Spritzvor
gang dann der den Isolierstoffstutzen 19 bildende Raum
völlig und nur mit Isolierstoff ausgefüllt wird.
Auf diese Weise erhält man eine Magnetspule, die völlig
kraftstoffdicht mit Isolierstoff umspritzt ist, wobei auch
die Kontaktanschlüsse in einem aus dem topfförmigen Gehäuse
bodenseitig hinausragenden Bereich mit Kunststoff umschlos
sen sind. Der zur exakten Lagefixierung dienende stabförmige
Teil 25 wird dabei noch während des Spritzvorgangs ausgezo
gen, nach dem nach völliger Umschließung der Spule selbst
der Spritzvorgang nahezu abgeschlossen ist. Dies wird exakt
durch die Druckermittlung in dem den Stutzen 19 bildenden
Raum reicht, wobei dann auch hier eine völlige Umschließung
der Wicklung 2 mit Wicklungsträger 3 vorliegt.
Die hiermit hergestellte Magnetspule mit Wicklung innerhalb
des topfförmigen Gehäuses findet besonders vorzugsweise Ver
wendung bei einer Verteilereinspritzpumpe, z. B. in der Art,
wie sie in Fig. 2 wiedergegeben ist. Magnetspulen, die auf
diese Art und Weise hergestellt werden, können jedoch auch
in vielfältig anderer Verwendungsform zum Einsatz kommen.
Wesentlich ist dabei, daß die Wicklung der Magnetspule all
seitig von Kunststoff umspritzt ist bis auf die notwendiger
weise vorhandenen Austritte der Kontaktierungsanschlüsse 5.
An diesen Anschlüssen können im Bereich der Kunststoffum
schließung dieser Kontaktanschlüsse Abdichtungen vorgenommen
werden, mit denen eine sicher flüssigkeitsdichte Trennung
zwischen einem auf Seite des Bodens des topfförmigen Gehäu
ses liegenden Bereiches und einen auf Seite der Öffnung des
topfförmigen Gehäuses liegenden Bereiches vorgenommen werden
kann.
Besonders vorteilhaft läßt sich die Magnetspule bei einer
Verteilereinspritzpumpe gemäß Fig. 2 verwenden. Diese ist
in Fig. 2 in dem hier wesentlichen Teilbereich geschnitten.
Dabei ist in einem Pumpengehäuse 29 der Kraftstoffeinspritz
pumpe eine Buchse 30 eingesetzt, die wiederum in ihrem
Inneren eine Führungsbohrung 31 aufweist, in der ein Vertei
ler 33 geführt ist. Dieser wird z. B. durch die Nockenwelle
einer zugehörigen Brennkraftmaschine angetrieben. Er ist im
Gehäuse 29 axial gegen Verschieben gesichert und weist einen
Längskanal 34 auf, der auf der einen Seite mit einem hier
nicht weiter gezeigten Pumpenarbeitsraum verbunden ist und
auf der anderen Seite in einen Druckraum 35 mündet, der Teil
eines von einer Stirnseite 37 des Verteilers ausgehenden,
blind endenden, zur Achse des Verteilers koaxial liegenden
Kanals 38 ist. Der Druckraum wird dabei auf der einen Seite
von einem Ventilsitz 39 begrenzt, der in eine weiterführende
entlastungsseitige Teilbohrung 40 des Kanals 38 übergeht.
Auf der anderen Seite des Druckraums 35 schließt sich eine
koaxiale Führungsbohrung 42 an, die an der Stirnseite 37 des
Verteilers austritt und ein mit dem Ventilsitz 39 zusammen
wirkendes Ventilglied 46 aufnimmt.
Auf die Stirnseite 37 des Verteilers ist eine Magnetscheibe
43 aufgeschraubt, die eine schlüssellochartige Ausnehmung 44
hat. Durch diese ragt in einen engen, koaxial zur Achse des
Verteilers liegenden Teil ein Hals 45 des Ventilglieds 46
des Magnetventils 47. Dieses ist mit seinem Magnetventilge
häuse 49 in eine Ausnehmung 41 des Pumpengehäuses 29 der
Kraftstoffeinspritzpumpe eingesetzt und dort ortsfest
fixiert. Das Magnetventilgehäuse 49 weist dabei einen Elek
tromagneten 50 mit der Magnetspule 1 auf, die innerhalb des
einen Magnetkern bildenden topfförmigen Gehäuses 6 angeord
net ist, der die Form eines Ringtopfes hat mit einem mittle
ren Stutzen 9 als hülsenförmigen Magnetkern und der Umfangs
wand 7 als Magnetaußenmantel, zwischen dem und dem Stutzen
die Magnetspule mit ihrer Wicklung 2 gelagert ist. Stirnsei
tig zum Verteiler hin wird der Magnetkern ergänzt durch die
Magnetscheibe 43, die im Durchmesser auf den
Innendurchmesser des Magnetaußenmantels angepaßt ist und zu
diesem nur einen schmalen radialen Luftspalt bildet. Dadurch
wird ermöglicht, daß bei feststehendem Elektromagneten 50
sich die Magnetscheibe 43, die Teil des magnetischen Kreises
ist, zusammen mit dem rotierenden Verteiler 33 drehen kann.
In die Bohrung 10 des Stutzens 9 taucht ein Magnetanker in
Form eines Tauchankers 52 ein. Dieser ist an einem
kopfartigen Ende 53 anschließend an dem Hals 45 des Ventil
glieds 46 befestigt und betätigt bei Erregung der Magnet
spule das Ventilglied in Schließrichtung auf seinen Sitz 39
hin. In Öffnungsrichtung wirkt auf das Ventilglied eine
Druckfeder 55, die sich in der Teilbohrung 40 abstützt. Der
Anker kann auch einstückig zugleich das kopfartige Ende 53
des Ventilglieds 46 bilden.
Der Hub des Ventilglieds wird durch die Anlage einer Schul
ter 56 des Ventilglieds an der Magnetscheibe begrenzt. Die
Schulter wird durch den Übergang des in der Führungsbohrung
42 gleitenden Teils des Ventilschließglieds 46 zum Hals 45
gebildet.
Über die Führungsbohrung 42 kann im Betrieb des Einspritz
pumpe Kraftstoff in den stirnseitig angrenzenden Raum 59
austreten und so in Kontakt mit der Magnetspule kommen und
er könnte auch über die Ausnehmung 41 aus der Verteilerein
spritzpumpe austreten. Diese wird deshalb durch ein Ver
schlußteil 60, das zugleich der Abdichtung des Elektroma
gneten 50 in der Ausnehmung 41 dient, verschlossen. Das Ver
schlußteil hat dazu eine Umfangsnut 61, in die eine mit der
Wand der Ausnehmung 41 zusammenwirkende Dichtung 62 einge
legt ist und liegt mit ihrem mittleren Teil auf dem topfför
migen Gehäuse 6 auf, so daß die Bohrung 10 von diesem Teil
verschlossen ist. Das Verschlußteil 60 hat zwei Durchtritts
öffnungen 64, durch die die Kontaktanschlüsse 5 der Magnet
spule hindurchgeführt werden, die dann außerhalb mit der
Stromquelle verbunden werden. Mit der Wand dieser Durch
trittsöffnungen 64 wirken Dichtringe 65 zusammen, die ande
rerseits an den Isolierstoffhälsen 15 der Kontaktanschlüsse
5 dicht anliegen und so auch an dieser Stelle einen Kraft
stoffdurchtritt nach außen verhindern. Zur Aufnahme des Iso
lierstoffstutzens 19 weist das Verschlußteil 60 eine nach
außen verschlossene Ausnehmung 66 auf. An dieser Stelle wird
somit keine Abdichtung benötigt, was aufgrund der besonderen
Ausgestaltung und Herstellung der Magnetspule 1 in ihrem
Gehäuse 6 ermöglicht wird.
Es wird auf diese Weise eine leicht und sicher unter Einhal
tung aller erforderlichen engen Toleranzen herstellbare und
leicht montierbare Magnetventilausführung mit einer sicher
vor Eindringen von Flüssigkeit wie Kraftstoff zur Wicklung
geschützten Magnetspule erreicht, die einem dichten Ver
schluß des Magnetventils gegen Austritt von Kraftstoff nach
außen im Anwendungsfall bei einer Verteilereinspritzpumpe
aber auch bei anderen vergleichbaren Anwendungsfällen
gewährleistet.
Claims (9)
1. Magnetspule (1), die im Innern eines Gehäuses (6)
angeordnet ist, das eine Umfangswand (7) und einen Boden (8)
aufweist und die Spule (1) durch Isolierstoff (11) nach
außen hin elektrisch isoliert ist und zwei nach außen aus
dem Gehäuse herausführende Kontaktanschlüsse (5) aufweist,
die auf einen Teil ihrer Länge von Isolierstoff (11, 15)
umschlossen sind und die mit ihren von Isolierstoff
umgebenen Bereichen durch Öffnungen (12) im Boden (8) des
Gehäuses (6) hindurchführen und außerhalb des Gehäuses ihren
elektrischen Anschluß haben, dadurch gekennzeichnet, daß die
Isolierung der Magnetspule (1) und der Kontaktanschlüsse (5)
mit Isolierstoff (11) durch eine allseitige Umspritzung
gebildet wird, die zugleich an die Innenwände des Gehäuses
angespritzt ist und die Öffnungen (12) im Boden völlig
ausfüllt und verschließt und die Spule innerhalb des
Gehäuses (6) in einer vorgegebenen Stellung positioniert.
2. Magnetspule nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
vom Boden aus ein der Magnetflußführung zu einem Magnetanker
(52) dienenden Stutzen (9) absteht und zentrischen ins
Innere der ringförmig ausgebildeten Magnetspule (1) ragt.
3. Magnetspule nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß der Boden (8) eine dritte Öffnung (17) aufweist,
durch die ein stabförmiges Teil (25) von außen ins Innere
des Gehäuses (6) einführbar ist, durch das in Verbindung mit
den sich an Anschlägen abstützenden Kontaktanschlüssen (5)
die Magnetspule (1) während des Spritzvorganges in einer
vorgesehenen Lage innerhalb des Gehäuses (6) mit Abstand von
den angrenzenden Gehäusewänden stabil gehalten wird und das
nach Abschluß des Spritzvorgangs wieder entfernt und die
dritte Öffnung (17) ebenfalls vom Isolierstoff (11) ausge
füllt und verschlossen ist.
4. Magnetspule nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die die Kontaktanschlüsse (5) und das stabförmige Teil (25)
aufnehmenden Öffnungen (12, 17) so angeordnet sind, daß das
stabförmige Teil und die Kontaktanschlüsse zusammen eine
stabile Dreipunktlagerung ergeben.
5. Magnetspule nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
auf der Außenseite des Bodens (8) die dritte Öffnung (17)
durch eine vom Boden abstehend Isolierstoffstutzen (19) ver
schlossen wird, an dem während des Spritzvorganges eine
Druckmessung vorgenommen werden kann.
6. Verfahren zur Herstellung eine Magnetspule nach einem der
vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Gehäuse (6) in einer Spritzform (22) fixiert wird, das
stabförmige Teil (25) durch die Wand der Spritzform (22) und
die dritte Öffnung (27) im Boden (8) des Gehäuses (6) in
dessen Innenraum eingeführt wird, die Magnetspule (1) in die
durch Anlage der Kontaktanschlüsse (5) an Anschlägen und das
fixierte stabförmige Teil (25) vorbestimmte Position inner
halb des Gehäuses (6) gebracht wird, die verbleibende
Öffnung des topförmigen Gehäuses (6) durch eine Spritzkopf
die Spule mit Abstand umschließend verschlossen wird und die
Einspritzung von Isolierstoff vorgenommen wird, wobei der
Zeitpunkt des Entfernens des stabförmigen Teils (25) während
des Spritzvorganges dann erfolgt, wenn durch einen
Druckfühler (27) in der Wand der Spritzform (22), vorzugs
weise am Ausgang der dritten Öffnung (17), der Austritt von
Isolierstoff an dieser Öffnung (17) durch ein durch den Iso
lierstoffzufluß ausgelöstes Drucksignal angezeigt wird und
derart, daß der durch den noch nicht abgeschlossenen Spritz
vorgang nachströmende Isolierstoff im Verlauf des Entfernens
des stabförmigen Teils die dritte Öffnung (17) völlig ver
schließt.
7. Vorrichtung-zum Umspritzen der Spule nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Spritzform (22) vorgesehen
ist, die eine Aufnahme zur exakten Lagefixierung des
topfförmigem Gehäuses (6) aufweist und auf der dem Innenraum
des Gehäuses abgewandten Seite des Bodens (8) des Gehäuses
(6) mit diesem zusammen zwei Räume bildet durch die die
Kontaktanschlüsse (5) hindurchführen und in denen die
Kontaktanschlüsse beim Spritzvorgang ihre teilweisen Um
spritzung (15) erhalten und ferner die Spritzform mit dem
Boden (8) eine dritten Raum bildet innerhalb dem durch eine
Zuführöffnung (24) in der Wand der Spritzform (22) das
stabförmige Teil (25) zur Positionierung der Magnetspule (1)
einführbar und durch die dritte Öffnung (17) im Boden des
Gehäuses hindurchführbar ist.
8. Magnetspule nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Magnetspule (1) bei einem in eine Ver
teilereinspritzpumpe eingesetztem Magnetventil (47) verwen
det wird, welche Verteilereinspritzpumpe einen rotierend an
getriebenen Verteiler (33) aufweist, der eine stirnseitige
Bohrung (42) hat, in der zur Steuerung von Kraftstoffflüssen
ein Ventilglied (46) geführt wird, das mit einem Anker (52)
des Magnetventils (47) verbunden ist, der in dem Stutzen (9)
des Gehäuses (6) der Magnetspule (1) geführt wird, wobei die
Magnetspule (1) in einer Ausnehmung (41) im Gehäuse (29) der
Verteilereinspritzpumpe eingespannt ist, und von einem
Bauteil (60) abgedeckt wird, das dicht in das Gehäuse (29)
der Verteilereinspritzpumpe eingesetzt ist und dort einen
sich stirnseitig an den Verteiler (33) anschließenden kraft
stofführenden Raum (59) der Verteilereinspritzpumpe ver
schließt, wobei das Bauteil (60) zwei Durchtrittsöffnungen
(64) aufweist, durch die der von Isolierstoff umgebene Be
reich (15) der Kontaktanschlüsse (5) hindurchragt und dort
mit je einer Dichtung (65) zwischen diesem und der Durch
trittsöffnung (64) den kraftstofführenden Raum (59) nach
außen abgedichtet.
9. Magnetspule nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
das Bauteil (60) ein Sackloch (66) aufweist, das zur Auf
nahme eines vom Boden (8) des Gehäuses (6) der Magnetspule
(1) an dessen dritter Öffnung (17) abstehenden Isolierstoff
verschlußteils (19) dient.
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