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DE19714435C2 - Verfahren zum Errichten von bewehrtem Mauerwerk - Google Patents

Verfahren zum Errichten von bewehrtem Mauerwerk

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DE19714435C2
DE19714435C2 DE1997114435 DE19714435A DE19714435C2 DE 19714435 C2 DE19714435 C2 DE 19714435C2 DE 1997114435 DE1997114435 DE 1997114435 DE 19714435 A DE19714435 A DE 19714435A DE 19714435 C2 DE19714435 C2 DE 19714435C2
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DE
Germany
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thin
expanded metal
masonry
bed mortar
metal grid
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Application number
DE1997114435
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DE19714435A1 (de
Inventor
Peter Dr Langer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Xella Baustoffe GmbH
Original Assignee
Hebel AG
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Publication date
Application filed by Hebel AG filed Critical Hebel AG
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Publication of DE19714435A1 publication Critical patent/DE19714435A1/de
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Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04CSTRUCTURAL ELEMENTS; BUILDING MATERIALS
    • E04C5/00Reinforcing elements, e.g. for concrete; Auxiliary elements therefor
    • E04C5/01Reinforcing elements of metal, e.g. with non-structural coatings
    • E04C5/02Reinforcing elements of metal, e.g. with non-structural coatings of low bending resistance
    • E04C5/04Mats

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Panels For Use In Building Construction (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Errichten von bewehrtem Mauerwerk, insbesondere aus Porenbeton­ steinen, unter Verwendung von Bewehrungsgittern aus Metall.
Mauerwerkswände können infolge von Erddruck oder Wind­ druck einer Belastung senkrecht zur Wandebene ausge­ setzt sein, so daß auch eine Biegetragfähigkeit senk­ recht zur Wandebene erforderlich ist. Durch Erddruck­ belastung entsteht an der Innenseite einer Kellerwand eine Zugbelastung. Zur Aufnahme dieser Beanspruchung ist es bekannt, das Mauerwerk mit Bewehrungsgittern zu armieren, die beim Rufmauern des Mauerwerkes in die Lagerfugen eingelegt werden. Das sogenannte Murfor-Bewehrungsgitter besteht aus zwei parallellau­ fenden gerippten Längsdrähten von 5 mm Durchmesser, die durch einen angeschweißten zickzackförmig hin- und hergeführten Verbindungsdraht von 3,75 mm in konstantem Abstand gehalten werden. Diese Murfor- Bewehrungsgitter werden in die Lagerfugen von Mauer­ werk eingebettet (vgl. Zeitschrift "ZIEGELINDUSTRIE INTERNATIONAL" 2/86, Seiten 62-64). Bei Wänden, die mit speziellen Formsteinen oder Blöcken gemauert werden, welche parallel zu den Stoßfugen verlaufende Ausnehmungen aufweisen, ist es darüber hinaus möglich, eine über die ganze Wandhöhe verlaufende Vertikalbe­ wehrung einzubauen. Diese Vertikalbewehrung besteht aus einzelnen Bewehrungsstäben, die in den Ausneh­ mungen der Formsteine angeordnet werden, worauf dann die Ausnehmungen mit Mörtel gefüllt werden. Das Ruf­ mauern von Mauerwerk mit derartigen vertikalen Beweh­ rungsstäben ist jedoch recht zeitaufwendig, da die einzelnen Mauersteine von oben her auf die Bewehrungs­ stäbe aufgefädelt werden müssen und dann die Aus­ sparungen mit Mörtel gefüllt werden müssen. Im übrigen ist hierbei die Bewehrung in der mittleren, neutralen Zone des Mauerwerks angeordnet und daher wenig wirksam. Das Murfor-Bewehrungsgitter hat sich bei Dünnbettmörtel­ fugen, wie sie bei Mauerwerk aus Porenbetonsteinen verwendet werden, nicht bewährt. Zur Verwendung in Dünnbettmörtelfugen sind zwar die Drähte auf eine Dicke von 2 mm flachgewalzt, jedoch wird nur eine ungenügende Verbundeigenschaft zwischen dem Bewehrungs­ gitter und dem Dünnbettmörtel erreicht, so daß die gegenseitige Kraftübertragung zwischen dem Mauerwerk und dem Bewehrungsgitter ungenügend ist. Außerdem ist der Gesamtquerschnitt des Bewehrungsgitters zu gering, um die auftretenden Zugkräfte in Richtung der Lagerfuge aufnehmen zu können.
Aus der EP 681 071 A1 ist ein Bewehrungsgitter für Mauerwerkfugen bekannt, das aus einem Blechband durch Anbringen von schräg verlaufenden Schnitten oder Schlitzen zwischen mindestens zwei Längsstreifen und Querverstrecken der zwischen den Schnitten oder Schlitzen entstandenen Stege gebildet ist. Ein solches Bewehrungsgitter hat das Aussehen von Streckmetall. Nach dem Strecken des Blechbandes wird dieses zwischen zwei gegeneinander wirkenden Walzen zunächst flachge­ walzt und anschließend sofort in einer Profiliervor­ richtung, welche zwei zusammenwirkende Walzen mit zahnradähnlichem Profil aufweist, wieder mit quer zur Laufrichtung angeordneten Profilierungen in Form von Wellen versehen, um die Haft- bzw. Verkrallungs­ eigenschaften des Bewehrungsgitters bei der späteren Verwendung im Mauerwerk zu verbessern.
Aus DE-Merkblatt 309, Putzträger, 2. Auflage, 1970, der Beratungsstelle für Stahlverwendung, Düsseldorf, Seiten 14 und 15, geht hervor, daß die Verwendungs­ gebiete von Rippenstreckmetall sehr vielseitig seien. Sie reichen vom Putzträger gerader oder geschwungener Decken und Wände über die Bewehrung von Formkörpern aller Art, über die Eigenschaft als Wandbildner für Hauskonstruktionen und schalungslose Silos bis zum Dekorationsmaterial und zur transparenten und flexiblen Schalung. Bei Rippenstreckmetall sind zwischen etwa 10 cm breiten Streckmetallfeldern jeweils aus Blech geformte Rippen vorgesehen, die über die Oberfläche des Streckmetalls vorstehen und zu dessen Längsver­ steifung dienen. Rippenstreckmetall weist jedoch in der Ebene des Streckmetalls nur eine sehr geringe Zugfestigkeit auf und läßt sich daher in der Streck­ metallebene leicht verformen. Bei Verwendung als Putzträger wird das Rippenstreckmetall zunächst an einer Wand oder der Unterseite einer Decke mittels Nägeln, Metallklammern oder dgl. befestigt. Der nach­ träglich aufgebrachte Putz dringt zwar in die Öffnun­ gen des Rippenstreckmetalls ein und wird auf diese Weise im Rippenstreckmetall verankert, es wird jedoch keine oder nur eine ungenügende Verbindung zu einer hinter dem Rippenstreckmetall liegenden Wand herge­ stellt. Das Befestigen des Rippenstreckmetalls an der Wand bzw. an der Unterseite einer Deckenkonstruk­ tion mittels Nägeln oder Metallklammern erfordert einen erheblichen Arbeitsaufwand. Außerdem könnten die Nägel oder Metallklammern durch Feuchtigkeits­ einflüsse zerstört werden, sofern hierfür nicht rost­ freier Stahl verwendet wird. Wenn Rippenstreckmetall als verlorene Schalung verwendet wird, dann muß es zuerst mit anderen Bewehrungsteilen durch Draht oder dgl. verbunden werden, bevor Ortbeton in die Schalung eingefüllt wird. Ortbeton bildet jedoch nach dem Erstarren ein homogenes Bauteil und ist nicht mit Mauerwerk, welches aus einzelnen Mauerwerkssteinen aufgemauert wird, vergleichbar. Aus der vorgenannten Druckschrift geht die Verwendung von Rippenstreck­ metall als Bewehrung für solches Mauerwerk nicht her­ vor und es ist auch nicht entnehmbar, wie Rippen­ streckmetall als Bewehrung bei Mauerwerk angeordnet werden soll. Im übrigen wäre Rippenstreckmetall wegen seiner geringen Zugfestigkeit als Bewehrung für Mauerwerk nicht geeignet.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Errichten von bewehrtem Mauerwerk, ins­ besondere aus Porenbetonsteinen, aufzuzeigen, welches in einfacher Weise und mit einfachen Mitteln die kostengünstige Herstellung von bewehrtem Mauerwerk ermöglicht, welches zur Aufnahme von erheblichen Biegezugspannungen geeignet ist.
Das Verfahren ist nach der Erfindung dadurch gekenn­ zeichnet, daß das Mauerwerk aus Mauerwerkssteinen fertig errichtet wird, daß dann im Bereich der Zug­ zone des Mauerwerks auf dessen Oberfläche eine Schicht aus Dünnbettmörtel aufgebracht wird, und daß schließ­ lich in diese Schicht flachgewalztes Streckmetall­ gitter eingebettet wird.
Die Erfindung geht also von dem Gedanken aus, als Bewehrungsgitter flachgewalztes Streckmetall zu ver­ wenden und dieses Bewehrungsgitter nicht mehr wie bei den bisherigen Stahlbewehrungen üblich, während des Aufmauerns des Mauerwerks im Innern desselben einzu­ legen, sondern das flachgewalzte Streckmetall nach­ träglich am fertig errichteten Mauerwerk an dessen Oberfläche anzubringen. Diese nachträgliche Anbringung an der Oberfläche ist sehr einfach, denn das Mauerwerk kann, genau wie unbewehrtes Mauerwerk, ohne Rücksicht auf irgendwelche Bewehrungen aufgemauert werden, wo­ bei auch großformatige Porenbetonsteine, die keinerlei Aussparungen oder Durchbrüche zum Einbringen von Be­ wehrungen aufweisen, mit Hilfe von geeigneten Hebe­ zeugen versetzt werden können. Erst wenn das Mauer­ werk fertig errichtet ist, wird im Bereich der Zug­ zone des Mauerwerks auf dessen Oberfläche zunächst eine Schicht aus Dünnbettmörtel aufgebracht und dann in diese Schicht flachgewalztes Streckmetallgitter eingebettet. Das Strickmetallgitter wird sozusagen an die Oberfläche des Mauerwerks mit Hilfe des Dünn­ bettmörtels "angeklebt". Durch den Dünnbettmörtel, der in die Maschen des Streckmetallgitters eindringt und hierdurch nach dem Erhärten eine formschlüssige Verbindung zum Streckmetallgitter herstellt, wird eine sehr zugfeste Verbindung zwischen diesem und dem Mauerwerk geschaffen. Die Anordnung des Streck­ metallgitters an der Oberfläche des Mauerwerks hat dabei nicht nur den Vorteil, daß sich das Streck­ metallgitter nach Errichtung des Mauerwerks leicht anbringen läßt, sondern auch den weiteren Vorteil, daß sich das Streckmetallgitter in demjenigen Be­ reich der Zugzone befindet, wo die größten Zugkräfte auftreten. Es ist daher bezüglich der Aufnahme der Zugkräfte außerordentlich wirksam. Deshalb können auch einzelne Streckmetallgitterstreifen verwendet werden, die in größeren Abständen voneinander ver­ teilt an der Oberfläche des Mauerwerks angeordnet werden. Das flachgewalzte Streckmetallgitter hat nur eine Dicke von etwa 0,7 bis 1,2 mm und trägt, da es mittels einer sehr dünnen Schicht von Dünn­ bettmörtel mit der Oberfläche des Mauerwerks ver­ bunden ist, nur sehr wenig auf. Es kann deshalb durch Rebringen einer Putzschicht üblicher Dicke überdeckt werden, und ist dann nach außen hin nicht mehr sichtbar.
Die neuartige Bewehrung kann auch bei der Herstellung von fabrikseitig vorgefertigten Stürzen für Fenster und Türen mit Vorteil eingesetzt werden. Zu diesem Zweck ist das flachgewalzte Streckmetall an der Zug­ zone (Unterseite) eines gemauerten Sturzes, der aus mehreren, an ihren Stoßflächen mittels Dünnbettmörtel miteinander verbundenen Mauersteinen, insbesondere Porenbetonsteinen, besteht, mittels Dünnbettmörtel angebracht. Ruf diese Weise läßt sich ein vorgefer­ tigter Sturz mit besonders niedriger Bauhöhe her­ stellen.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in mehreren Unteransprüchen gekennzeichnet.
Die Erfindung wird in folgendem, anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 den Querschnitt einer gemauerten Kellerwand mit Bewehrung,
Fig. 2 eine Teilinnenansicht dieser Kellerwand in Rich­ tung II der Fig. 1,
Fig. 3 einen Teilquerschnitt eines Mauerwerksteines mit der darauf angeordneten Bewehrung,
Fig. 4 einen Sturz über einer Fenster- oder Türöffnung.
In Fig. 1-3 ist die Erfindung am Beispiel einer vom Erddruck belasteten Kellerwand erläutert. Diese Keller­ wand 1 besteht aus einem Mauerwerk, welches aus einzel­ nen Mauersteinen, zweckmäßig aus Porenbetonsteinen 2, unter Verwendung von Dünnbettmörtel aufgemauert ist. Von außen ist diese Kellerwand 1 durch den Erddruck E belastet und somit auf Biegung beansprucht. Diese Biegebeanspruchung erzeugt im Bereich der dem Gebäude­ inneren I zugekehrten Oberfläche 2a der Mauersteine Biegezugspannungen. Um die Zugkräfte aufzunehmen sind an der inneren Oberfläche 2a der Porenbetonsteine 2 mehrere Streckmetallgitterstreifen 3 angeordnet. Diese Streckmetallgitterstreifen bestehen aus flachgewalztem Streckmetallgitter, welches zweckmäßig aus rostfreiem Stahl hergestellt ist. Die Streckmetallgitterstreifen sind in eine auf die innere Oberfläche 2a der Mauer­ steine aufgebrachte Schicht 4 aus Dünnbettmörtel ein­ gebettet, so daß der Dünnbettmörtel, wie es in Fig. 3 dargestellt ist, auch in die Maschen des Streckmetall­ gitters 3 eindringt. Damit überall eine Kraftübertra­ gung von dem Streckmetallgitterstreifen 3 auf den Dünnbettmörtel sichergestellt ist, wird in der Praxis nach dem Eindrücken des Streckmetallgitterstreifens 3 in den Dünnbettmörtel 4 weiterer Dünnbettmörtel auf die Außenseite des Streckmetallgitterstreifens 3 aufge­ tragen und glattgestrichen. Insgesamt entsteht so eine etwa 1,5 mm dicke Schicht aus Dünnbettmörtel 4, in welche die Streckmetallgitterstreifen 3 so eingebettet sind, daß zumindest die Maschen oder Öffnungen in dem Streckmetallgitterstreifen 3 vollständig mit Dünnbett­ mörtel gefüllt sind. Hierdurch wird neben einer Haft­ verbindung auch eine formschlüssige Verbindung zwischen dem Streckmetallgitter 3 und dem Dünnbettmörtel herge­ stellt. Dank seiner guten Haftungseigenschaften haftet der Dünnbettmörtel 4 auch ausgezeichnet auf der Ober­ fläche 2a der Mauersteine 2, so daß eine sehr gute und dauerhafte, zugfeste Verbindung zwischen dem Mauerstein 2 und dem Streckmetallgitter 3 entsteht.
Die Streckmetallgitterstreifen 3 sollten etwa 30% der inneren Oberfläche 2a der Kellerwand überdecken. Auf 1 m Wandbreite sind ca. zwei Streckmetallgitterstreifen mit einer Breite b von etwa 15 cm angeordnet. Je nach der auftretenden Biegezugbeanspruchung kann die Anzahl der Streifen, ihr Abstand und/oder ihre Breite ent­ sprechend gewählt werden.
Die Streckmetallgitterstreifen 3 werden zweckmäßig vertikal verlaufend an der inneren Oberfläche 2a mittels des Dünnbettmörtels 4 angeklebt, wie es in Fig. 2 dargestellt ist. Es ist jedoch auch möglich, die Streckmetallgitterstreifen horizontal verlaufend anzuordnen.
Fig. 4 zeigt die Anwendung der Erfindung bei einem eine Fenster- oder Türöffnung 5 überbrückenden Sturz 6. Dieser Sturz besteht aus mehreren Porenbetonsteinen 2, die an ihren Stoßflächen mittels Dünnbettmörtel mit­ einander verbunden sind. An der Unterseite 2a dieser Porenbetonsteine 2 ist wiederum ein Streckmetallgitter 3' mittels Dünnbettmörtel 4 angeklebt, wobei dieses Streckmetallgitter 3' in der zuvor beschriebenen Weise in dem Dünnbettmörtel 4 eingebettet ist. Das Streck­ metallgitter 3' erstreckt sich über die volle Breite der Fenster- oder Türöffnung 5. Dabei sollte sich das Streckmetallgitter 3' in das beidseitig der Fenster- oder Türöffnung 5 befindliche, als Auflager dienende Mauerwerk hineinerstrecken. Der aus mehreren Poren­ betonsteinen 6 gebildete Sturz wird fabrikseitig vorgefertigt und bereits dort der Streckmetallgitter­ streifen 3' aus flachgewalztem Streckmetall mittels Dünnbettmörtel mit der Zugzone des Sturzes 6 verbunden.
Der zur Verbindung der Streckmetallgitterstreifens mit dem Mauerwerk verwendete Dünnbettmörtel sollte eine Druckfestigkeit von mindestens 10 N/mm2 aufweisen. In der Praxis hat sich gezeigt, daß Dünnbettmörtel, wie er üblicherweise zum Vermauern von Porenbeton­ steinen im Dünnbettmörtel-Verfahren verwendet wird, durchaus auch zum Verbinden der Streckmetallgitter­ streifen mit der Oberfläche 2a der Porenbetonsteine 2 geeignet ist.

Claims (9)

1. Verfahren zum Errichten von bewehrtem Mauerwerk, insbesondere aus Porenbetonsteinen, unter Verwen­ dung von Bewehrungsgittern aus Metall, dadurch gekennzeichnet, daß das Mauerwerk aus Mauersteinen fertig errichtet wird, daß dann im Bereich der Zug­ zone des Mauerwerks auf dessen Oberfläche eine Schicht aus Dünnbettmörtel aufgebracht wird und daß schließlich in diese Schicht flachgewalztes Streckmetallgitter eingebettet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Dünnbettmörtel in mehreren, in Abstand von­ einander angeordneten Streifen aufgetragen wird und daß dann in diese Dünnbettmörtelstreifen Streck­ metallgitterstreifen eingebettet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Streckmetallgitterstreifen (3) etwa 30% der inneren Oberfläche (2a) einer erddruckbelasteten Kellerwand (1) überdeckend angeordnet werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß Streckmetallgitterstreifen (3) mit einer Breite von etwa 15 cm verwendet werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Streckmetallgitterstreifen (3) vertikal verlaufend angeordnet werden.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß fabrikseitig ein Sturz aus mehreren an ihren Stoßflächen mittels Dünnbettmörtel miteinander ver­ bundenen Mauersteinen, insbesondere Porenbetonstei­ nen, hergestellt wird, an dessen Zugzone das flach­ gewalzte Streckmetallgitter mittels Dünnbettmörtel angebracht wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein Streckmetallgitter aus rost­ freiem Stahl verwendet wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Dünnbettmörtel (4) mit einer Druckfestigkeit von mindestens 10 N/mm2 verwendet wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Eindrücken des Streckmetallgitters in den Dünnbettmörtel weiterer Dünnbettmörtel auf die Außenseite des Streckmetallgitters aufgetragen und glattgestrichen wird.
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DE-Merkblatt 309, Putzträger 2. Aufl. 1970, der Beratungsstelle für Stahlverwendung, Düsseldorf *
DE-Z.: "Ziegelindustrie International" 2/86, S. 62-64 *

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