DE19714435C2 - Verfahren zum Errichten von bewehrtem Mauerwerk - Google Patents
Verfahren zum Errichten von bewehrtem MauerwerkInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Errichten
von bewehrtem Mauerwerk, insbesondere aus Porenbeton
steinen, unter Verwendung von Bewehrungsgittern aus
Metall.
Mauerwerkswände können infolge von Erddruck oder Wind
druck einer Belastung senkrecht zur Wandebene ausge
setzt sein, so daß auch eine Biegetragfähigkeit senk
recht zur Wandebene erforderlich ist. Durch Erddruck
belastung entsteht an der Innenseite einer Kellerwand
eine Zugbelastung. Zur Aufnahme dieser Beanspruchung
ist es bekannt, das Mauerwerk mit Bewehrungsgittern
zu armieren, die beim Rufmauern des Mauerwerkes in
die Lagerfugen eingelegt werden. Das sogenannte
Murfor-Bewehrungsgitter besteht aus zwei parallellau
fenden gerippten Längsdrähten von 5 mm Durchmesser,
die durch einen angeschweißten zickzackförmig hin-
und hergeführten Verbindungsdraht von 3,75 mm in
konstantem Abstand gehalten werden. Diese Murfor-
Bewehrungsgitter werden in die Lagerfugen von Mauer
werk eingebettet (vgl. Zeitschrift "ZIEGELINDUSTRIE
INTERNATIONAL" 2/86, Seiten 62-64). Bei Wänden,
die mit speziellen Formsteinen oder Blöcken gemauert
werden, welche parallel zu den Stoßfugen verlaufende
Ausnehmungen aufweisen, ist es darüber hinaus möglich,
eine über die ganze Wandhöhe verlaufende Vertikalbe
wehrung einzubauen. Diese Vertikalbewehrung besteht
aus einzelnen Bewehrungsstäben, die in den Ausneh
mungen der Formsteine angeordnet werden, worauf dann
die Ausnehmungen mit Mörtel gefüllt werden. Das Ruf
mauern von Mauerwerk mit derartigen vertikalen Beweh
rungsstäben ist jedoch recht zeitaufwendig, da die
einzelnen Mauersteine von oben her auf die Bewehrungs
stäbe aufgefädelt werden müssen und dann die Aus
sparungen mit Mörtel gefüllt werden müssen. Im übrigen
ist hierbei die Bewehrung in der mittleren, neutralen
Zone des Mauerwerks angeordnet und daher wenig wirksam.
Das Murfor-Bewehrungsgitter hat sich bei Dünnbettmörtel
fugen, wie sie bei Mauerwerk aus Porenbetonsteinen
verwendet werden, nicht bewährt. Zur Verwendung in
Dünnbettmörtelfugen sind zwar die Drähte auf eine
Dicke von 2 mm flachgewalzt, jedoch wird nur eine
ungenügende Verbundeigenschaft zwischen dem Bewehrungs
gitter und dem Dünnbettmörtel erreicht, so daß die
gegenseitige Kraftübertragung zwischen dem Mauerwerk
und dem Bewehrungsgitter ungenügend ist. Außerdem
ist der Gesamtquerschnitt des Bewehrungsgitters zu
gering, um die auftretenden Zugkräfte in Richtung
der Lagerfuge aufnehmen zu können.
Aus der EP 681 071 A1 ist ein Bewehrungsgitter für
Mauerwerkfugen bekannt, das aus einem Blechband
durch Anbringen von schräg verlaufenden Schnitten
oder Schlitzen zwischen mindestens zwei Längsstreifen
und Querverstrecken der zwischen den Schnitten oder
Schlitzen entstandenen Stege gebildet ist. Ein solches
Bewehrungsgitter hat das Aussehen von Streckmetall.
Nach dem Strecken des Blechbandes wird dieses zwischen
zwei gegeneinander wirkenden Walzen zunächst flachge
walzt und anschließend sofort in einer Profiliervor
richtung, welche zwei zusammenwirkende Walzen mit
zahnradähnlichem Profil aufweist, wieder mit quer
zur Laufrichtung angeordneten Profilierungen in Form
von Wellen versehen, um die Haft- bzw. Verkrallungs
eigenschaften des Bewehrungsgitters bei der späteren
Verwendung im Mauerwerk zu verbessern.
Aus DE-Merkblatt 309, Putzträger, 2. Auflage, 1970,
der Beratungsstelle für Stahlverwendung, Düsseldorf,
Seiten 14 und 15, geht hervor, daß die Verwendungs
gebiete von Rippenstreckmetall sehr vielseitig seien.
Sie reichen vom Putzträger gerader oder geschwungener
Decken und Wände über die Bewehrung von Formkörpern
aller Art, über die Eigenschaft als Wandbildner für
Hauskonstruktionen und schalungslose Silos bis zum
Dekorationsmaterial und zur transparenten und flexiblen
Schalung. Bei Rippenstreckmetall sind zwischen etwa
10 cm breiten Streckmetallfeldern jeweils aus Blech
geformte Rippen vorgesehen, die über die Oberfläche
des Streckmetalls vorstehen und zu dessen Längsver
steifung dienen. Rippenstreckmetall weist jedoch in
der Ebene des Streckmetalls nur eine sehr geringe
Zugfestigkeit auf und läßt sich daher in der Streck
metallebene leicht verformen. Bei Verwendung als
Putzträger wird das Rippenstreckmetall zunächst an
einer Wand oder der Unterseite einer Decke mittels
Nägeln, Metallklammern oder dgl. befestigt. Der nach
träglich aufgebrachte Putz dringt zwar in die Öffnun
gen des Rippenstreckmetalls ein und wird auf diese
Weise im Rippenstreckmetall verankert, es wird jedoch
keine oder nur eine ungenügende Verbindung zu einer
hinter dem Rippenstreckmetall liegenden Wand herge
stellt. Das Befestigen des Rippenstreckmetalls an
der Wand bzw. an der Unterseite einer Deckenkonstruk
tion mittels Nägeln oder Metallklammern erfordert
einen erheblichen Arbeitsaufwand. Außerdem könnten
die Nägel oder Metallklammern durch Feuchtigkeits
einflüsse zerstört werden, sofern hierfür nicht rost
freier Stahl verwendet wird. Wenn Rippenstreckmetall
als verlorene Schalung verwendet wird, dann muß es
zuerst mit anderen Bewehrungsteilen durch Draht oder
dgl. verbunden werden, bevor Ortbeton in die Schalung
eingefüllt wird. Ortbeton bildet jedoch nach dem
Erstarren ein homogenes Bauteil und ist nicht mit
Mauerwerk, welches aus einzelnen Mauerwerkssteinen
aufgemauert wird, vergleichbar. Aus der vorgenannten
Druckschrift geht die Verwendung von Rippenstreck
metall als Bewehrung für solches Mauerwerk nicht her
vor und es ist auch nicht entnehmbar, wie Rippen
streckmetall als Bewehrung bei Mauerwerk angeordnet
werden soll. Im übrigen wäre Rippenstreckmetall wegen
seiner geringen Zugfestigkeit als Bewehrung
für Mauerwerk nicht geeignet.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein
Verfahren zum Errichten von bewehrtem Mauerwerk, ins
besondere aus Porenbetonsteinen, aufzuzeigen, welches
in einfacher Weise und mit einfachen Mitteln die
kostengünstige Herstellung von bewehrtem Mauerwerk
ermöglicht, welches zur Aufnahme von erheblichen
Biegezugspannungen geeignet ist.
Das Verfahren ist nach der Erfindung dadurch gekenn
zeichnet, daß das Mauerwerk aus Mauerwerkssteinen
fertig errichtet wird, daß dann im Bereich der Zug
zone des Mauerwerks auf dessen Oberfläche eine Schicht
aus Dünnbettmörtel aufgebracht wird, und daß schließ
lich in diese Schicht flachgewalztes Streckmetall
gitter eingebettet wird.
Die Erfindung geht also von dem Gedanken aus, als
Bewehrungsgitter flachgewalztes Streckmetall zu ver
wenden und dieses Bewehrungsgitter nicht mehr wie bei
den bisherigen Stahlbewehrungen üblich, während des
Aufmauerns des Mauerwerks im Innern desselben einzu
legen, sondern das flachgewalzte Streckmetall nach
träglich am fertig errichteten Mauerwerk an dessen
Oberfläche anzubringen. Diese nachträgliche Anbringung
an der Oberfläche ist sehr einfach, denn das Mauerwerk
kann, genau wie unbewehrtes Mauerwerk, ohne Rücksicht
auf irgendwelche Bewehrungen aufgemauert werden, wo
bei auch großformatige Porenbetonsteine, die keinerlei
Aussparungen oder Durchbrüche zum Einbringen von Be
wehrungen aufweisen, mit Hilfe von geeigneten Hebe
zeugen versetzt werden können. Erst wenn das Mauer
werk fertig errichtet ist, wird im Bereich der Zug
zone des Mauerwerks auf dessen Oberfläche zunächst
eine Schicht aus Dünnbettmörtel aufgebracht und dann
in diese Schicht flachgewalztes Streckmetallgitter
eingebettet. Das Strickmetallgitter wird sozusagen
an die Oberfläche des Mauerwerks mit Hilfe des Dünn
bettmörtels "angeklebt". Durch den Dünnbettmörtel,
der in die Maschen des Streckmetallgitters eindringt
und hierdurch nach dem Erhärten eine formschlüssige
Verbindung zum Streckmetallgitter herstellt, wird
eine sehr zugfeste Verbindung zwischen diesem und
dem Mauerwerk geschaffen. Die Anordnung des Streck
metallgitters an der Oberfläche des Mauerwerks hat
dabei nicht nur den Vorteil, daß sich das Streck
metallgitter nach Errichtung des Mauerwerks leicht
anbringen läßt, sondern auch den weiteren Vorteil,
daß sich das Streckmetallgitter in demjenigen Be
reich der Zugzone befindet, wo die größten Zugkräfte
auftreten. Es ist daher bezüglich der Aufnahme der
Zugkräfte außerordentlich wirksam. Deshalb können
auch einzelne Streckmetallgitterstreifen verwendet
werden, die in größeren Abständen voneinander ver
teilt an der Oberfläche des Mauerwerks angeordnet
werden. Das flachgewalzte Streckmetallgitter hat
nur eine Dicke von etwa 0,7 bis 1,2 mm und trägt,
da es mittels einer sehr dünnen Schicht von Dünn
bettmörtel mit der Oberfläche des Mauerwerks ver
bunden ist, nur sehr wenig auf. Es kann deshalb
durch Rebringen einer Putzschicht üblicher Dicke
überdeckt werden, und ist dann nach außen hin nicht
mehr sichtbar.
Die neuartige Bewehrung kann auch bei der Herstellung
von fabrikseitig vorgefertigten Stürzen für Fenster
und Türen mit Vorteil eingesetzt werden. Zu diesem
Zweck ist das flachgewalzte Streckmetall an der Zug
zone (Unterseite) eines gemauerten Sturzes, der aus
mehreren, an ihren Stoßflächen mittels Dünnbettmörtel
miteinander verbundenen Mauersteinen, insbesondere
Porenbetonsteinen, besteht, mittels Dünnbettmörtel
angebracht. Ruf diese Weise läßt sich ein vorgefer
tigter Sturz mit besonders niedriger Bauhöhe her
stellen.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in
mehreren Unteransprüchen gekennzeichnet.
Die Erfindung wird in folgendem, anhand von in der
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher
erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 den Querschnitt einer gemauerten Kellerwand mit
Bewehrung,
Fig. 2 eine Teilinnenansicht dieser Kellerwand in Rich
tung II der Fig. 1,
Fig. 3 einen Teilquerschnitt eines Mauerwerksteines
mit der darauf angeordneten Bewehrung,
Fig. 4 einen Sturz über einer Fenster- oder Türöffnung.
In Fig. 1-3 ist die Erfindung am Beispiel einer vom
Erddruck belasteten Kellerwand erläutert. Diese Keller
wand 1 besteht aus einem Mauerwerk, welches aus einzel
nen Mauersteinen, zweckmäßig aus Porenbetonsteinen 2,
unter Verwendung von Dünnbettmörtel aufgemauert ist.
Von außen ist diese Kellerwand 1 durch den Erddruck E
belastet und somit auf Biegung beansprucht. Diese
Biegebeanspruchung erzeugt im Bereich der dem Gebäude
inneren I zugekehrten Oberfläche 2a der Mauersteine
Biegezugspannungen. Um die Zugkräfte aufzunehmen sind
an der inneren Oberfläche 2a der Porenbetonsteine 2
mehrere Streckmetallgitterstreifen 3 angeordnet. Diese
Streckmetallgitterstreifen bestehen aus flachgewalztem
Streckmetallgitter, welches zweckmäßig aus rostfreiem
Stahl hergestellt ist. Die Streckmetallgitterstreifen
sind in eine auf die innere Oberfläche 2a der Mauer
steine aufgebrachte Schicht 4 aus Dünnbettmörtel ein
gebettet, so daß der Dünnbettmörtel, wie es in Fig. 3
dargestellt ist, auch in die Maschen des Streckmetall
gitters 3 eindringt. Damit überall eine Kraftübertra
gung von dem Streckmetallgitterstreifen 3 auf den
Dünnbettmörtel sichergestellt ist, wird in der Praxis
nach dem Eindrücken des Streckmetallgitterstreifens 3
in den Dünnbettmörtel 4 weiterer Dünnbettmörtel auf
die Außenseite des Streckmetallgitterstreifens 3 aufge
tragen und glattgestrichen. Insgesamt entsteht so eine
etwa 1,5 mm dicke Schicht aus Dünnbettmörtel 4, in
welche die Streckmetallgitterstreifen 3 so eingebettet
sind, daß zumindest die Maschen oder Öffnungen in dem
Streckmetallgitterstreifen 3 vollständig mit Dünnbett
mörtel gefüllt sind. Hierdurch wird neben einer Haft
verbindung auch eine formschlüssige Verbindung zwischen
dem Streckmetallgitter 3 und dem Dünnbettmörtel herge
stellt. Dank seiner guten Haftungseigenschaften haftet
der Dünnbettmörtel 4 auch ausgezeichnet auf der Ober
fläche 2a der Mauersteine 2, so daß eine sehr gute
und dauerhafte, zugfeste Verbindung zwischen dem
Mauerstein 2 und dem Streckmetallgitter 3 entsteht.
Die Streckmetallgitterstreifen 3 sollten etwa 30% der
inneren Oberfläche 2a der Kellerwand überdecken. Auf
1 m Wandbreite sind ca. zwei Streckmetallgitterstreifen
mit einer Breite b von etwa 15 cm angeordnet. Je nach
der auftretenden Biegezugbeanspruchung kann die Anzahl
der Streifen, ihr Abstand und/oder ihre Breite ent
sprechend gewählt werden.
Die Streckmetallgitterstreifen 3 werden zweckmäßig
vertikal verlaufend an der inneren Oberfläche 2a
mittels des Dünnbettmörtels 4 angeklebt, wie es in
Fig. 2 dargestellt ist. Es ist jedoch auch möglich,
die Streckmetallgitterstreifen horizontal verlaufend
anzuordnen.
Fig. 4 zeigt die Anwendung der Erfindung bei einem
eine Fenster- oder Türöffnung 5 überbrückenden Sturz 6.
Dieser Sturz besteht aus mehreren Porenbetonsteinen 2,
die an ihren Stoßflächen mittels Dünnbettmörtel mit
einander verbunden sind. An der Unterseite 2a dieser
Porenbetonsteine 2 ist wiederum ein Streckmetallgitter
3' mittels Dünnbettmörtel 4 angeklebt, wobei dieses
Streckmetallgitter 3' in der zuvor beschriebenen Weise
in dem Dünnbettmörtel 4 eingebettet ist. Das Streck
metallgitter 3' erstreckt sich über die volle Breite
der Fenster- oder Türöffnung 5. Dabei sollte sich das
Streckmetallgitter 3' in das beidseitig der Fenster-
oder Türöffnung 5 befindliche, als Auflager dienende
Mauerwerk hineinerstrecken. Der aus mehreren Poren
betonsteinen 6 gebildete Sturz wird fabrikseitig
vorgefertigt und bereits dort der Streckmetallgitter
streifen 3' aus flachgewalztem Streckmetall mittels
Dünnbettmörtel mit der Zugzone des Sturzes 6 verbunden.
Der zur Verbindung der Streckmetallgitterstreifens mit
dem Mauerwerk verwendete Dünnbettmörtel sollte eine
Druckfestigkeit von mindestens 10 N/mm2 aufweisen.
In der Praxis hat sich gezeigt, daß Dünnbettmörtel,
wie er üblicherweise zum Vermauern von Porenbeton
steinen im Dünnbettmörtel-Verfahren verwendet wird,
durchaus auch zum Verbinden der Streckmetallgitter
streifen mit der Oberfläche 2a der Porenbetonsteine 2
geeignet ist.
Claims (9)
1. Verfahren zum Errichten von bewehrtem Mauerwerk,
insbesondere aus Porenbetonsteinen, unter Verwen
dung von Bewehrungsgittern aus Metall, dadurch
gekennzeichnet, daß das Mauerwerk aus Mauersteinen
fertig errichtet wird, daß dann im Bereich der Zug
zone des Mauerwerks auf dessen Oberfläche eine
Schicht aus Dünnbettmörtel aufgebracht wird und
daß schließlich in diese Schicht flachgewalztes
Streckmetallgitter eingebettet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Dünnbettmörtel in mehreren, in Abstand von
einander angeordneten Streifen aufgetragen wird
und daß dann in diese Dünnbettmörtelstreifen Streck
metallgitterstreifen eingebettet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Streckmetallgitterstreifen (3) etwa 30%
der inneren Oberfläche (2a) einer erddruckbelasteten
Kellerwand (1) überdeckend angeordnet werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß Streckmetallgitterstreifen (3) mit einer Breite
von etwa 15 cm verwendet werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Streckmetallgitterstreifen
(3) vertikal verlaufend angeordnet werden.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß fabrikseitig ein Sturz aus mehreren an ihren
Stoßflächen mittels Dünnbettmörtel miteinander ver
bundenen Mauersteinen, insbesondere Porenbetonstei
nen, hergestellt wird, an dessen Zugzone das flach
gewalzte Streckmetallgitter mittels Dünnbettmörtel
angebracht wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß ein Streckmetallgitter aus rost
freiem Stahl verwendet wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß der Dünnbettmörtel (4) mit einer
Druckfestigkeit von mindestens 10 N/mm2 verwendet
wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Eindrücken
des Streckmetallgitters in den Dünnbettmörtel
weiterer Dünnbettmörtel auf die Außenseite des
Streckmetallgitters aufgetragen und glattgestrichen
wird.
Priority Applications (1)
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| DE1997114435 DE19714435C2 (de) | 1997-04-08 | 1997-04-08 | Verfahren zum Errichten von bewehrtem Mauerwerk |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (2)
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| DE19714435A1 DE19714435A1 (de) | 1998-10-22 |
| DE19714435C2 true DE19714435C2 (de) | 1999-05-20 |
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Country Status (1)
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Families Citing this family (2)
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|---|---|---|---|---|
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| DE10100759A1 (de) * | 2001-01-10 | 2002-09-05 | Wolfgang Fennen | Kohlefaser-Ringanker als Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung von tragenden, ringförmigen Zugankern auf Porenbeton-Deckenkonstruktionen mittels aufgeklebter Kohlefaser-Lamellen |
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1997
- 1997-04-08 DE DE1997114435 patent/DE19714435C2/de not_active Expired - Lifetime
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| DE-Z.: "Ziegelindustrie International" 2/86, S. 62-64 * |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| DE19714435A1 (de) | 1998-10-22 |
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