DE19713215A1 - Solarzelle mit texturierter TCO-Schicht sowie Verfahren zur Herstellung einer solchen TCO-Schicht für eine solche Solarzelle - Google Patents
Solarzelle mit texturierter TCO-Schicht sowie Verfahren zur Herstellung einer solchen TCO-Schicht für eine solche SolarzelleInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Solarzelle mit texturierter
TCO-Schicht gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Desweiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zur
Herstellung einer solchen TCO-Schicht für eine solche
Solarzelle gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 5.
Als Stand der Technik finden transparente, leitfähige
Metalloxide wie ITO, SnO2 und ZnO als sogenannte
TCO-Schicht (aus dem englischen "Transparent Conductive
Oxide") Einsatz als Substrat- und Funktionsschicht in
verschiedenen Typen von Solarzellen. Generell sind sol
che TCO-Schicht hochtransparent - mit mehr als 80%
Transmission - und vergleichsweise niederohmig, wobei
der sogenannte Schichtwiderstand R beispielsweise ei
nen Wert unterhalb von 10 Ω aufweist.
Besonders für die Anwendung in Silizium-Dünnschicht-So
larzellen, aber auch für andere Solarzellen-Typen ist
eine Texturierung der TCO-Oberfläche als mikroskopische
Rauhheit erwünscht, um durch Lichtstreuung eine Verlän
gerung des optischen Weges der einfallenden Sonnen
strahlung in der aktiven Solarzellenschicht, eine Ver
größerung der Lichtabsorption und somit des Wirkungs
grades der Solarzelle zu erreichen. In Kombination mit
einem effektiven Rückseitenreflektor kann durch Viel
fachreflexion ein sog. "Lichtfallen-Effekt" (im engli
schen als "Light Trapping" bezeichnet) für ohne diese
Maßnahme schwach absorbierte Strahlung erzielt werden.
Als Beispiel bekannter Solarzellen ist in Fig. 1 der
Schichtaufbau einer Dünnschicht-Tandemzelle aus amor
phem Silizium gezeigt.
Für Dünnschicht-Solarzellen auf der Basis des amorphen
oder mikrokristallinen Siliziums wird bislang überwie
gend texturiertes Zinnoxid (SnO2) als TCO eingesetzt.
Der Einsatz von Zinkoxid (ZnO) anstelle von Zinnoxid
wird vielfach angestrebt, um die bessere Transparenz
und Plasmastabilität des ZnO im Vergleich zu SnO2 zu
nutzen. Bislang sind verschiedene Verfahren zur Präpa
ration texturierter ZnO-Schichten vorgestellt worden.
Allen bisherigen Präparationsverfahren zur Herstellung
rauher ZnO-Schichten ist gemeinsam, daß die Erzeugung
der Texturierung bei der Deposition erfolgt. Dies ge
lingt beispielsweise durch CVD-Prozesse, insbesondere
metallorganische CVD oder Atmosphärendruck-CVD, oder
durch Kathodenzerstäubung mit Wasserdampf oder bei ho
hen Temperaturen. Diese Schichten zeigen zwar nutzbrin
gende, optische Eigenschaften hinsichtlich Transparenz
oder Lichtstreuung, waren aber für die Anwendung in So
larzellen wegen schlechter elektrischer Eigenschaften,
insbesondere hohem Widerstand oder einer ungünstigen,
scharfkantigen Oberflächenmorphologie, die sich bei der
Solarzelle in hohen Ausfall-Wahrscheinlichkeiten nie
derschlägt, bislang nicht geeignet. Es gibt somit bis
lang kein einfaches Herstellungsverfahren, daß zu guten
Schichteigenschaften führt.
Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung eine Solarzelle
mit texturierter TCO-Schicht zu schaffen sowie ein Ver
fahren zur Herstellung einer solcher TCO-Schicht für
eine solche Solarzelle bereitzustellen, wobei diese
Nachteile vermieden werden.
Die Aufgabe wird gelöst durch eine Solarzelle gemäß der
Gesamtheit der Merkmale nach Anspruch 1. Die Aufgabe
wird ferner gelöst durch ein Verfahren gemäß der Ge
samtheit der Merkmale nach Anspruch 5. Weitere zweckmä
ßige oder vorteilhafte Ausführungsformen oder Varianten
finden sich in den auf jeweils einen dieser Ansprüche
rückbezogenen Unteransprüchen.
Es wurde erkannt, eine Solarzelle sowie ein Verfahren
zur Herstellung hochleitfähiger, transparenter TCO-Schichten
mit kontrollierter Texturierung und guter
Oberflächenmorphologie bereitzustellen, wobei eine ver
besserte texturierte TCO-Schichtoberfläche durch
stumpfe Winkel ohne scharfkantige Strukturen erreicht
wird.
Es wurde im Falle von ZnO erkannt, daß es in Bezug auf
das Ätzverhalten von ZnO verschiedene Formen von ZnO-Schich
ten gibt. Ein Kriterium zur Charakterisierung der
jeweiligen Form der gebildeten TCO-Schicht kann durch
das Ätzverhalten begründet sein. Die Charakterisierung
unterschiedlicher Formen kann auch anhand des Kristal
litgefüges erfolgen. Die Steuerung der Struktur der
Oberflächentexturierung erfolgt über die Art des Ät
zens. Es wurde im Rahmen der Erfindung gefunden, daß
durch Bildung einer genügend dicken TCO-Schicht und ei
nen gleichzeitig oder danach verlaufenden, chemischen
Ätzprozeß der Oberfläche dieser TCO-Schichten die ge
wünschte Texturierung gebildet wird.
Es wurde zudem gefunden, daß bei einer geeigneten Be
schaffenheit der zunächst durch Deposition gebildeten
TCO-Schicht beim Ätzprozeß eine kontrollierte Texturie
rung von ZnO unter Beibehaltung guter elektrischer Ei
genschaften erzeugt wird. Dies gelang bei Schichten mit
zusammenhängender, "kompakter" Schichtstruktur. Die
"kompakten" Schichten zeichnen sich durch eine dichtes
Kristallgefüge aus.
Es wurde erkannt, daß die verschiedene Formen der TCO-Schich
ten und die zur Bildung der die Lichtstreuung be
günstigenden Texturierung durchzuführende Ätzung so
miteinander zusammenhängen, daß eine TCO-Schicht sodann
brauchbar zur Texturierung ausbildbar ist, wenn sie
kompakt ausgebildet ist.
Es wurde erkannt, daß eine solche kompakte TCO-Schicht
ein dichtes Kristallgefüge aufweist. Dabei ist das Ge
füge so dicht ausgebildet, daß bei einer anschließenden
Ätzung zur Ausbildung einer texturierten TCO-Schicht
oberfläche das Ätzmittel auf die Oberfläche der
TCO-Schicht beschränkt angreift und die gewünschte Tex
turierung gebildet wird. Dabei ist die Ätzrate ver
gleichsweise gering, da vergleichsweise wenig TCO-Schicht
oberfläche zur Verfügung steht.
Es wurde in diesem Zusammenhang erkannt, daß im Gegen
satz dazu im Falle einer TCO-Schicht mit nicht ausrei
chend dichtem Gefüge, das Ätzmittel nicht nur an der
TCO-Schichtoberfläche zur Ätzung führt, sondern auch in
die tiefer gelegenen Bereiche der TCO-Schicht gelangen,
welche aufgrund des nicht ausreichend kompakten Gefüges
für das Ätzmittel zugänglich sind. Eine solche Ätzung
weist einerseits eine relativ hohe Ätzrate auf.
Andererseits ist die Art der Ätzung von der erfindungs
gemäßen Art der Ätzung so verschieden, daß eine Morpho
logie der TCO-Schichtoberfläche erhalten wird, die eine
den Lichteinfall begünstigende Wirkung nicht zeigt.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung textu
rierter TCO-, insbesondere ZnO-Schichten weist zumin
dest folgende Schritte auf:
- 1. Unmittelbare oder über eine oder mehreren geeigne ten Zwischenschichten mittelbare Deposition von TCO-Material auf einem Substrat. Als Material kommt vorzugsweise ZnO in Betracht. Die Schichtdicke dvor der durch Deposition gebildete Schicht kann so groß sein, daß nach anschließender Ätzung mindestens dnach = ρnach/R erhalten bleibt, wobei Pnach der spe zifische Widerstand des ZnO und R der gewünschte Flächenwiderstand der ZnO-Schicht nach dem Ätzen sind. Die Ausgangsschicht muß kompakt sein und kann einen spezifischen Widerstand ρvor < 1 × 10-2 Ωcm vor dem Ätzen aufweisen;
- 2. Ätzung der durch Deposition gebildeten TCO-Schicht, insbesondere auf eine reduzierte Schichtdicke dnach. Dabei ist die Texturierung der TCO-Schicht über die Dicke und Eigenschaften der durch Deposition gebil deten TCO-Schicht sowie über die Ätzparameter steu erbar.
An Stelle nach dem erfindungsgemäßen Verfahren zunächst
durch Deposition die TCO-Schicht zu bilden und sodann
zu ätzen, kann eine solche Ätzung auch während der De
position erfolgen.
Die Erfindung ist im weiteren an Hand von Figuren und
Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 als Stand der Technik bekannte Tandemzellen
auf der Basis von a-Si:H; (a) pinpin Struk
tur, (b) invertierte Struktur;
Fig. 2 Rasterelektronenmikroskop-Bruchkantenaufnahme
einer kompakten, bei niedrigem Arbeitsdruck
(zum Beispiel 2 mTorr) abgeschiedenen ZnO-Schicht
mit bereits kurz geätzter Oberfläche;
Fig. 3 Rasterelektronenmikroskop-Aufnahme einer kom
pakten ZnO-Schicht nach länger Ätzung, mit
sichtbar texturierter TCO-Schichtoberfläche
sowie sehr dichtem Gefüge zusammenhängender
Kristallite im Draufsicht bei zwei verschie
denen Vergrößerungen dargestellt;
Fig. 4 Spezifischer Widerstand als Funktion der
Schichtdicke für glatte (vor dem Ätzen) und
texturierte (nach dem Ätzen) ZnO-Schichten,
wobei der spezifische Widerstand der textu
rierten Schicht unterhalb von 1 . 10-3 Ohmcm
bleibt;
Fig. 5 Transmission einer durch Ätzen texturierten
ZnO-Schicht, abgeschieden auf Corning 7059
Glassubstrat, als Funktion der Wellenlänge
wobei die gesamte, die senkrechte und die
diffuse Transmission getrennt dargestellt
sind;
Fig. 6 Hazefaktor (Haze) als Funktion der Wellen
länge für eine verschieden lang geätzte
ZnO-Schicht;
Fig. 7 REM-Aufnahme einer ZnO-Schicht (Typ 3, siehe
Tabelle), die bei Raumtemperatur und einem
Arbeitsdruck von 30 mTorr abgeschieden wurde;
die Schicht zeigt deutlich unterscheidbare
nadelförmige Kristallite; eine solche Schicht
ist durch Ätzen nicht texturierbar sondern
liefert eine glatte, die Lichtstreuung nicht
begünstigende Schichtoberfläche;
Fig. 8 Quantenwirkungsgrad als Funktion der Wellen
länge zweier kodeponierter Solarzellen, die
einerseits auf texturiertem, rauhem ZnO ande
rerseits auf glattem ZnO abgeschieden wurden;
Fig. 9 Quantenwirkungsgrad als Funktion der Wellen
länge von zwei kodeponierten Solarzellen, die
auf texturiertem ZnO beziehungsweise kommer
ziellem ASAHI U TCO abgeschieden wurden;
Fig. 10 Quantenwirkungsgrad als Funktion der Wellen
länge einer invertierten (nip) Solarzelle vor
und nach dem Ätzen der Front TCO-Schicht in
Salzsäure.
Bei der erfindungsgemäßen "kompakten" Schicht sind ein
zelne Kristallite anhand von REM-Bruchkantenaufnahmen
(bei Vergrößerungen zwischen 30000 und 60000) nur
schwer unterscheidbar (siehe Fig. 2) . Diese
"kompakten" ZnO-Schichten lassen sich anisotrop ätzen
(siehe Fig. 3) . Über Konzentration, Temperatur, Ätz
dauer oder angelegte Spannung läßt sich eine definierte
Textur einstellen. Die texturierten ZnO-Schichten sind
auch nach dem Ätzen hochleitfähig und transparent
(Fig. 4 und Fig. 5). Der Anteil der diffusen zur
gesamten Transmission (der sog. Haze, als Maß für das
Streuvermögen) ist in weiten Grenzen einstellbar (Fig.
6).
Zur Abgrenzung von den erfindungsgemäßen TCO-Schichten
mit "kompakter" Struktur zeigen nicht kompakte ZnO-
Schichten, die im Rasterelektronenmikroskop (REM) bei
30 000 bis 60 000-facher Vergrößerung beispielsweise
eine nadelförmige Struktur mit deutlich sichtbaren
Korngrenzen, wie in der Fig. 7 dargestellt.
Diese Schichten werden durch den Ätzvorgang sehr
schnell und gleichmäßig abgetragen, ohne daß eine Tex
turierung entsteht. Dabei dringt in diesem Falle das
Ätzmittel ungünstigerweise zwischen der nadelförmigen
Struktur in die Tiefe der TCO-Schicht ein und verhin
dert damit eine gezielte Texturierung der TCO-Schichto
berfläche da nicht nur die Schichtoberfläche, sondern
strukturbedingt auch das innere der TCO-Schicht geätzt
wird, was zu einer gleichmäßigen Abtragung des TCO-Ma
terials führt.
Geeignete erfindungsgemäße, kompakte TCO-Schichten wur
den durch rf-Magnetronsputtern von Al-dotierten ZnO-Targets
(2 wt.% Al2O3 in ZnO) in einer Argonatmosphäre
bei einem Arbeitsdruck unter 10 mTorr, insbesondere bei
2 mTorr, durch Abscheidung gebildet. Dazu wurden
Substrattemperaturen im Bereich von Raumtemperatur (RT)
bis 330°C gewählt. Die Schichtdicke der durch Deposi
tion gebildeten Schicht hat sodann zum Beispiel einen
Wert von 1 µm.
In Tabelle 1 sind drei verschiedene, ätzbare ZnO-Schichten
aufgelistet. Die erfindungsgemäßen kompakten
ZnO-Schichten (Typ 1 und Typ 2) aus Fig. 2 lassen sich
durch Ätzen texturieren und zeigen im Ergebnis eine
texturierte TCO-Schichtoberfläche mit eine Lichstreuung
begünstigenden Kraterbildungen. Die nadelförmige, nicht
kompakte Struktur (Typ 3, siehe Fig. 7) wurde durch
den Ätzangriff ohne Ausbildung einer Textur gleichmäßig
abgetragen.
ZnO-Schichten mit verschiedenen Ätzeigen
schaften
ZnO-Schichten mit verschiedenen Ätzeigen
schaften
Diese erfindungsgemäßen TCO-Schichten wurden in 0,5%
Salzsäurelösung bei Raumtemperatur zwischen 0 und 100 s
geätzt. Dabei ergaben sich folgende Ergebnisse:
- 1. Die Schichten sind auch nach dem Ätzvorgang hochleitfähig (ρnach < 1 . 10-3 Ωcm, vgl. Fig. 4);
- 2. Die Schichten sind auch nach dem Ätzen hochtrans parent. Fig. 5 zeigt am Beispiel einer 20 Sekun den geätzten Schicht vom Typ 2 die hohe Transpa renz. Neben der senkrechten Transmission ist auch die totale Transmission gezeigt. Ebenfalls aufge tragen ist der Hazefaktor, der als ein Maß für das Streuvermögen gilt. Die totale Transmission liegt im Wellenlängenbereich zwischen 400 und 800 nm deutlich über 80%. Der Hazefaktor bei 500 nm be trägt 20%.
- 3. Das Streuvermögen der Filme läßt sich über die Textur steuern. Im einfachsten Fall erhöht sich die Rauhigkeit der Schichten mit zunehmender Ätz dauer. Als Beispiel zeigt Fig. 6 den wellenlän genabhängigen Haze für eine Typ 2 ZnO-Schicht, die unterschiedlich lang geätzt wurde. Der Haze nimmt mit steigender Ätzdauer zu und erreicht im Bei spiel bei einer Ätzung von 50 Sekunden einen Wert von 50% bei 500 nm.
Es wurde weiterhin gefunden, daß Filme, die bei höherer
Substrattemperatur (< 200°C) abgeschieden wurden,
langsamer abgetragen wurden als solche, die bei niedri
ger Temperatur hergestellt wurden.
Eine für die Anwendung besonders geeignete Schicht er
gibt sich bei Verwendung mehrlagiger Ausgangsschichten,
die entweder aus verschieden schnell ätzbaren ZnO-Schichten
oder Kompositschichten aus ZnO und anderen
TCO-Materialien, insbesondere SnO2 hergestellt wurden.
Die zuerst deponierte, langsamer ätzbare ZnO-Schicht
oder die SnO2-Zwischenschicht wirken als Ätzstopp-Schich
ten und verhindern ein vollständiges Abtragen des
gesamten Schichtpaketes, welches bei lokal inhomogenem
Ätzangriff einer einlagigen ZnO-Schicht auftreten kann.
Auf einigen dieser Schichten (glatte und texturierte)
wurden p-i-n-Solarzellen aus amorphem Silizium abge
schieden. Die Dicke der intrinsischen Absorberschicht
betrug 400 nm. Der Rückkontakt der p-i-n-Solarzellen
war ZnO/Ag. In der Fig. 8 ist der Quantenwirkungsgrad
als Anteil der einfallenden Photonen des Sonnenspek
trums, die für eine bestimmte Wellenlänge einen Beitrag
zum Photostrom der Solarzelle liefern, von zwei
Solarzellen, die unter identischen Bedingungen
(Kodeposition) abgeschieden wurden, gezeigt. Das
Substrat war in einem Fall glattes ZnO vom Typ 2, im
anderen Fall texturiertes ZnO vom Typ 2 (20 Sekunden
geätzt). Die Lichteinkopplung ist durch die Texturie
rung im gesamten Wellenlängenbereich deutlich verbes
sert.
In einem weiteren Experiment wurden Solarzellen unter
identischen Bedingungen auf eine texturierte
ZnO-Schicht (Typ 2, 20 s geätzt) und auf kommerzielles
SnO2-TCO (ASAHI U) der Firma Asahi Glass abgeschieden.
In der Fig. 9 ist gezeigt, daß die Stromausbeute der
Solarzelle auf dem texturierten ZnO fast im gesamten
Wellenlängenbereich höher als auf der auf Asahi U depo
nierten Vergleichszelle ist. Der Stromgewinn beträgt im
Beispiel 1 mA/cm2.
Rauhes ZnO kann auch in den Rückseitenkontakt eingebaut
werden. Dadurch wird das Licht am Rückkontakt gestreut
reflektiert, der Lichtweg in der Solarzelle erhöht sich
und das Licht kann durch Mehrfachreflexionen in der So
larzelle gefangen werden ("light-trapping"). Im Falle
einer aus Fig. 1 als Stand der Technik bekannten So
larzellenstruktur kann erfindungsgemäß die Atzung des
Rückkontakt-TCO nach dem Abscheiden der TCO-Schicht auf
die Solarzelle erfolgen; im Falle der "invertierten"
Struktur kann eine solche Solarzelle auf der zuvor tex
turierten TCO- Schicht durch Deposition gebildet wer
den.
Ferner findet die Erfindung Einsatz auf der Top-TCO-Schicht
einer "invertiert" aufgebauten Solarzelle. In
diesem Falle erfolgt die Ätzung des Top-TCO nach dem
Abscheiden der TCO-Schicht auf die Solarzelle. In der
Fig. 10 ist der Quantenwirkungsgrad als Funktion der
Wellenlänge für eine invertierte p-i-n Solarzelle vor
und nach dem Ätzen der Top-TCO-Schicht dargestellt. Die
Stromausbeute hat sich durch den Ätzprozeß deutlich er
höht.
Bei Stapel-Solarzellen (auch Mehrfach- oder Kaskaden
zellen genannt) kann die texturierte TCO-Schicht auch
zwischen Teilzellen angeordnet sein.
Die Textur der TCO-Schicht kann für optimales
Light-Trapping auf den jeweiligen Solarzellentyp abgestimmt
werden. Beispielsweise können nach diesem Verfahren
texturierte ZnO-Schichten auch für Solarzellen aus
a-SiGe:H, mikrokristallinem Silizium (µc-Si), kristalli
nem Silizium und Kupfer-Indium-Diselenid und verwandten
Chalkopyrit-Verbindungen zur verbesserten Lichteinkopp
lung eingesetzt werden.
Als Ätzverfahren kommen bekannte Naß- und Trocken- Ätz
verfahren in Frage, einschließlich elektrochemischer
Verfahren wie zum Beispiel anodisches Ätzen oder reak
tives Ionenätzen.
Claims (9)
1. Solarzelle mit texturierter TCO-Schicht, dadurch
gekennzeichnet, daß das Gefüge der TCO-Schicht
so dicht ausgebildet ist, daß ein Ätzmittel
nicht in die TCO-Schicht eindringen kann.
2. Solarzelle nach vorhergehendem Anspruch gekenn
zeichnet durch ZnO als Material zur Bildung
der TCO-Schicht.
3. Solarzelle nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die TCO-Schicht
mittels einer oder mehreren weiteren Schich
ten mittelbar mit dem Substrat verbunden ist.
4. Texturierbare TCO-Schicht, gekennzeichnet
durch ein dichtes Gefüge.
5. Verfahren zur Herstellung einer texturierten TCO-Schicht,
wobei TCO-Material durch Deposition auf ei
nem Substrat gebildet wird, dadurch gekenn
zeichnet, daß eine TCO-Schicht mit dichtem Ge
füge gewählt wird.
6. Verfahren nach vorhergehendem Anspruch, dadurch
gekennzeichnet, daß während oder nach der
Deposition die gebildete TCO-Schicht geätzt wird.
7. Verfahren nach vorhergehendem Anspruch, dadurch
gekennzeichnet, daß ZnO als Material zur
Bildung der TCO-Schicht gewählt wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die TCO-Schicht
durch Deposition mittelbar auf dem Substrat
gebildet wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß zur mittel
baren Bildung der TCO-Schicht auf dem Substrat zwi
schen diesen beiden eine oder mehrere weitere
Schichten gebildet werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19713215A DE19713215A1 (de) | 1997-03-27 | 1997-03-27 | Solarzelle mit texturierter TCO-Schicht sowie Verfahren zur Herstellung einer solchen TCO-Schicht für eine solche Solarzelle |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19713215A DE19713215A1 (de) | 1997-03-27 | 1997-03-27 | Solarzelle mit texturierter TCO-Schicht sowie Verfahren zur Herstellung einer solchen TCO-Schicht für eine solche Solarzelle |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19713215A1 true DE19713215A1 (de) | 1998-10-08 |
Family
ID=7824995
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19713215A Withdrawn DE19713215A1 (de) | 1997-03-27 | 1997-03-27 | Solarzelle mit texturierter TCO-Schicht sowie Verfahren zur Herstellung einer solchen TCO-Schicht für eine solche Solarzelle |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19713215A1 (de) |
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