DE19712127A1 - Vorrichtung zum Zwischenspeichern von Programmteilen in lokalen Netzen ohne lokale oder lokal zentralisierte Programm- oder Daten- und Programmspeicherung zur Beschleunigung der Programmabarbeitung und Optimierung der Datenübertragung zu entfernt stehenden zentralen Applikations- und Datenservern - Google Patents
Vorrichtung zum Zwischenspeichern von Programmteilen in lokalen Netzen ohne lokale oder lokal zentralisierte Programm- oder Daten- und Programmspeicherung zur Beschleunigung der Programmabarbeitung und Optimierung der Datenübertragung zu entfernt stehenden zentralen Applikations- und DatenservernInfo
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Description
Mit der Entwicklung des Internet zu einem weltumspannenden Kommunikationsmedium haben sich auch neue
Ansätze für EDV- Konzeptionen ergeben. Diese Ansätze versprechen vor allem folgendes:
Bisherige EDV- Systeme krankten immer an einem, auf den Arbeitsplatz individualisierten Pflegeaufwand. Je
nach Hardwareplattform, Betriebssystem und Anwendungssoftware mußten am Arbeitsplatz spezifische
Einrichtungsarbeiten vorgenommen werden. Durch eine Vielzahl von dezentralen "Einstellungsmöglichkei
ten" wurde der Aufwand für die Betreuung eines Netzwerkes, aber auch von einzelnen Arbeitsplätzen in
den letzten Jahren immer größer. Unternehmensnetze auf Basis sogenannter Netzcomputer laden sämtli
che Software über das Netz und bedürfen keiner dezentralen Betreuung. Die zentrale Änderung einer
Funktion wird sofort auf allen angeschlossenen Arbeitsplätzen wirksam.
Der Einsatz dieser netzwerkzentrierten Technik ermöglicht das Anschließen weiterer Arbeitsplätze ohne
jeden Aufwand. Die Leistung des Gesamtsystems ist leicht skalierbar, weil die Qualität der Nutzerschnitt
stelle (Grafik, Sound etc.) und die Rechenleistung des Systems unabhängig voneinander erweitert werden
kann.
Durch die Neuorganisation des Informationsverteilung wird die Infrastruktur "Datennetz" geringer bela
stet, was zu einem verbesserten Datendurchsatz insgesamt führt.
Die Plattformunabhängigkeit von der Internettechnologie (HTML und Java) ermöglicht das Zusammen
wachsen der bisher nebeneinander existierenden Rechnerwelten vom Mac bis zum Mobiltelefon.
Das Netzwerkcomputing kann also als konsequente Weiterentwicklung der gegenwärtigen Client/Server
strukturen verstanden werden.
Grundsätzlich ist die Internettechnolgie sowohl in lokalen Netzen als auch zwischen verschiedenen, räumlich
voneinander getrennten Standorten einsetzbar. Im zweiten Fall kommt die Kommunikation unter Nutzung von
Leitungen zustande, die durch Carrier, wie die Deutsche Telekom zur Verfügung gestellt werden. Grundsätz
lich gilt, daß diese Leitungen teuer und, gemessen an heute in lokalen Netzwerken üblichen Datenübertra
gungsgeschwindigkeiten, langsam sind. In absehbarer Zeit (3 Jahre) ist auf diesem Gebiet auch nach der Libe
ralisierung der Telekom-Märkte kaum mit Änderungen zu rechnen.
Damit werden die oben aufgezählten Vorteile der Nutzung der Internettechnologie durch hohe Online-Ko
sten und durch wenig performante Netzwerkverbindungen kompensiert
Die Anbindung entfernter PC-Pools in einem Unternehmen geschieht nach dem in Bild 1 dargestellten Prin
zip:
Über einen Hub wird der Datenverkehr auf ein Gerät geführt, das die Verbindung zum Datenserver physisch und logisch realisiert. Dabei kann das Medium (TP-LWL) oder auch das Protokoll gewechselt werden. Wird der PC-Pool durch NC ersetzt, so werden neben den zu verarbeitenden Daten auch Programmteile, sogenannte Applets übertragen. Diese Ladevorgänge wiederholen sich mehrfach sowohl dadurch, daß
Über einen Hub wird der Datenverkehr auf ein Gerät geführt, das die Verbindung zum Datenserver physisch und logisch realisiert. Dabei kann das Medium (TP-LWL) oder auch das Protokoll gewechselt werden. Wird der PC-Pool durch NC ersetzt, so werden neben den zu verarbeitenden Daten auch Programmteile, sogenannte Applets übertragen. Diese Ladevorgänge wiederholen sich mehrfach sowohl dadurch, daß
- - auf ein und demselben NC die gleiche Funktion mehrfach ausgelöst wird und
- - auf den verschiedenen NC der Arbeitsgruppe die gleiche Funktion mehrfach ausgelöst wird.
Da NC über keine permanenten Zwischenspeicher verfügen, kommt es jeweils zu vergrößerten Antwortzei
ten und eventuell Online-Kosten durch den Verbindungsaufbau zum entfernten Server.
Dieses Leistungs- und Kostenproblem soll dadurch gedämpft werden, daß entsprechend Bild 2 ein Arbeits
gruppencache für Applets, im folgenden Applet-Cache genannt, eingerichtet wird.
Der Applet-Cache speichert Anfragen nach Applets, sowie die zugehörigen Antworten zwischen. Anstatt nun
den Abruf eines Applets an den Datenserver (Applikationsserver) zu übermitteln, prüft der Applet-Cache
zunächst, ob die gewünschte Information schon einmal abgerufen wurde. Ist dies nicht der Fall, gibt er sie an
den Applikationsserver weiter und speichert die Antwort. Wird später die gleiche Anfrage erneut gestellt, so
liefert der Applet-Cache das gewünschte Applet an den NC. Die Antwortzeit ist gering, eine online-Verbin
dung muß nicht aufgebaut werden.
Online-Gebühren fallen nicht linear, sondern auf der Grundlage von diskreten Stufen, den Gebührenimpulsen
an. In den meisten Fällen stimmen die pro Stufe zur Verfügung stehende Online-Zeit und die zur Abwicklung
des aktuellen Übertragungserfordernisses notwendige Zeit nicht überein.
Der Applet-Cache nutzt online-Zeit, in der eine Verbindung zwar physikalisch (und damit kostenpflichtig)
besteht, aber keine Daten übertragen werden aus, um seinen Cache zu füllen. Dabei versucht er solche App
lets zu laden, die mit einer hohen Wahrscheinlichkeit durch die NC-Nutzer angefordert werden, jedoch nicht
im Applet-Cache vorrätig sind. Diese Anpassung an das Nutzerverhalten erfolgt applikationsunabhängig und
selbstlernend.
Bei der Betrachtung von Bild 2 wird deutlich, daß im Interesse einer einfachen Gerätestruktur und einer ho
hen Zuverlässigkeit die Komponenten Hub, Applet-Cache und Router in einem Gerät integriert werden soll
ten.
Die Funktion des Applet-Caches kann im wesentlichen über die Beantwortung der folgenden Fragen definiert
werden:
- 1. Wie analysiert der Applet-Cache den Datenverkehr zwischen NC und Applikationsserver?
- 2. Wie reagiert der Applet- Cache, wenn er ein Datagramm wiedererkennt?.
Die Analyse eines Datagramms kann einerseits auf der Basis einer semiotischen Untersuchung und damit ohne
Kenntnis des Übertragungsprotokolls erfolgen. Andererseits können die semantischen Regeln, die z. B. in den
verschiedenen Schichten des OSI-Modells definiert werden, zu einer inhaltlichen Analyse genutzt werden.
Der Applet-Cache wendet im Interesse einer schnellen Arbeitsweise und der damit verbundenen Verringe
rung der zwangsläufigen Totzeiten (store and forward) beide Methoden in einem mehrstufigen Prozeß an. Bild
3 beschreibt die prinzipiellen Abläufe der Analyse von Datagrammen.
Es ist zu beachten, daß der Applet-Cache parallel Daten von mehreren NC verarbeiten kann. Probleme, die
auf Grund des Erreichens protokollspezifischer Grenzwerte (Ethernet, TCP) entstehen, bleiben unberücksich
tigt.
Der Empfang von Datagrammen aus Richtung Applikationsserver wird von der Suche nach angeforderten
(registrierten) Applet bestimmt.
Nur selten werden bei Nutzung der öffentlichen Netze die durch Gebühreneinheiten zugeteilten diskreten
Übertragungskapazitäten von den zum jeweiligen Zeitpunkt bestehenden Übertragungsbedürfnissen (NC und
Applikationsserver) vollständig ausgenutzt. Eine wesentliche Eigenschaft des Applet-Cache ist es, ungenutzte
Übertragungskapazitäten zu minimieren. Dies geschieht nicht nur, wie oben erwähnt durch die "prophylakti
sche" Appletanforderung sondern, soweit die Konsistenz einer Datenbank dadurch nicht gefährdet wird, auch
durch die Verzögerung von Schreiboperationen.
Claims (4)
1. Verfahren zur Datenkommunikation zwischen Netzcomputern und
einer Datenzentrale über eine Netzwerkleitung, über die dem
jeweiligen Netzcomputer auf Anforderung Programme in Form
von Programmteilen (Applets) übermittelt werden, dadurch
gekennzeichnet, daß die Programmteilanforderung vom Netz
computer über einen zwischengeschalteten Cache-Speicher
erfolgt, der Programmteile mit den Identifikationen ab
speichert und daß vor der Weiterleitung der Anforderung an
die Datenzentrale über die Netzwerkleitung erst geprüft
wird, ob das angeforderte Programmteil bereits im Cache-
Speicher vorhanden ist und ggf. aus diesem ohne Nutzung der
Netzwerkleitung auf den Netzcomputer geleitet werden kann.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Zei
ten der Belegung der Netzwerkleitung ohne Datenaustausch
zur Anforderung und Abspeicherung von Programmteilen im
Cache-Speicher genutzt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß pro
phylaktisch solche Programmteile abgespeichert werden, de
ren künftige Anforderung durch den Benutzer als wahrschein
lich erkannt worden ist.
4. Netzwerkanordnung mit einer Netzwerkleitung zwischen Netz
computern und einer Datenzentrale, über die Programmteile
auf Anforderung eines Netzcomputers übertragbar sind, da
durch gekennzeichnet, daß zwischen Netzcomputer und Netz
werkleitung ein Cache-Speicher eingeschaltet ist, in dem
Programmteile abspeicherbar und zur Übertragung aus der
Datenzentrale angeforderte Programmteile identifizierbar
und ggf. direkt auf den Netzcomputer übertragbar sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712127A DE19712127A1 (de) | 1997-03-22 | 1997-03-22 | Vorrichtung zum Zwischenspeichern von Programmteilen in lokalen Netzen ohne lokale oder lokal zentralisierte Programm- oder Daten- und Programmspeicherung zur Beschleunigung der Programmabarbeitung und Optimierung der Datenübertragung zu entfernt stehenden zentralen Applikations- und Datenservern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712127A DE19712127A1 (de) | 1997-03-22 | 1997-03-22 | Vorrichtung zum Zwischenspeichern von Programmteilen in lokalen Netzen ohne lokale oder lokal zentralisierte Programm- oder Daten- und Programmspeicherung zur Beschleunigung der Programmabarbeitung und Optimierung der Datenübertragung zu entfernt stehenden zentralen Applikations- und Datenservern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19712127A1 true DE19712127A1 (de) | 1998-10-22 |
Family
ID=7824328
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19712127A Withdrawn DE19712127A1 (de) | 1997-03-22 | 1997-03-22 | Vorrichtung zum Zwischenspeichern von Programmteilen in lokalen Netzen ohne lokale oder lokal zentralisierte Programm- oder Daten- und Programmspeicherung zur Beschleunigung der Programmabarbeitung und Optimierung der Datenübertragung zu entfernt stehenden zentralen Applikations- und Datenservern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19712127A1 (de) |
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1997
- 1997-03-22 DE DE19712127A patent/DE19712127A1/de not_active Withdrawn
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Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
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