DE19712117A1 - Vorrichtung zum Befestigen von Sonnen- oder Blickschutzeinrichtungen - Google Patents
Vorrichtung zum Befestigen von Sonnen- oder BlickschutzeinrichtungenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Befestigen von Sonnen- oder
Blickschutzeinrichtungen an Holmen von Fenstern, Türen o. dgl. mit einer
Klemmeinrichtung, die auf eine Leiste eines Holmes aufklemmbar ist mittels zweier
Klemmflansche, die zwischen sich die Leiste klemmend einschließen.
Es werden im Hausbau heute immer häufiger Kunststoffenster und -türen verwendet.
Diese Kunststoffenster und -türen habe neben vielen Vorteilen den Nachteil, daß man an
ihnen Halterungen für Jalousien, Rollos o. dgl. nicht durch Anschrauben anbringen kann,
wie es früher bei Holzfenstern und Holztüren üblich war. Die Jalousien, Rollos o. dgl.
müssen an Kunststoffenster und -türen angeklemmt werden. Aus der EP 0 358 742 B1
ist eine Anklemmvorrichtung für Sonnen- oder Blickschutzeinrichtungen an Holmen von
Fenstern, Türen o. dgl. bekannt, die ein Trägerelement aufweist, an dem sich zwei
Klemmflansche befinden. Ein erster Klemmflansch ist feststehend ausgebildet, während
der andere auf den ersten zu- und von ihm wegstellbar ist. Das Zu- und Wegstellen
erfolgt mit Hilfe einer Gewindespindel, die auf eine am verschieblichen Klemmflansch
vorgesehene Mutternführung einwirkt. Diese Ausführung ist technisch sehr aufwendig.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zum Befestigen von Sonnen- oder
Blickschutzeinrichtungen an Holmen von Fenstern, Türen o. dgl. zu schaffen, die einfach
und schnell montierbar ist, die sicher am Holm festsitzt und die das Anbringen von allen
gängigen Halterungen ermöglicht.
Die gestellte Aufgabe ist erfindungsgemäß gelöst durch einen auf die Leiste
aufsteckbaren Klemmschuh, der aus Klemmflanschen und einer diese verbindenden
Schulter besteht, die die Klemmflansche so miteinander verbindet, daß wenigstens deren
freie Enden gegeneinander federn können, wobei die freien Enden der Klemmflansche
vor der Montage auf einem Abstand gehalten sind, der kleiner ist als der Abstand der
Leistenseitenflächen, gegen die die Klemmflansche zu drücken sind, so daß die
Klemmflansche beim Aufstecken des Klemmschuhes auf die Leiste auseinander gespreizt
werden und eine sich dabei ausbildende, dem Spreizen entgegenwirkende Schließkraft
die Klemmflansche und mit ihnen ein Befestigungsteil zum Anbringen von Halterungen
der Sonnen- oder Blickschutzeinrichtungen gegen die Leiste preßt.
Der Klemmschuh und das Befestigungsteil werden einfach zusammen auf die Leiste des
Holmes aufgesteckt und sitzen darauf fest. Ein größerer Verstellbereich der
Klemmflansche gegeneinander ist heute bei Kunststoffenstern nicht erforderlich, da die
zum Anklemmen geeigneten Leisten eine einheitliche Stärke haben.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß der Klemmflansch
des Klemmschuhes, der sich auf der Befestigungsseite der Sonnen- oder
Blickschutzeinrichtungen befindet, als Befestigungsteil länger ausgebildet ist als der
Klemmflansch, der in den Falz des Holmes hineinreicht, wobei der Klemmschuh und das
Befestigungsteil durchgehend aus einem Materialstück bestehen.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß der Klemmschuh
und das Befestigungsteil aus getrennten, miteinander verbindbaren Materialstücken
bestehen.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß das zum
Befestigen am Befestigungsteil vorgesehene Ende des Klemmflansches in Richtung auf
das Befestigungsteil abgebogen und in eine Quernut des Befestigungsteiles einführbar ist,
wobei dieses Ende das Befestigungsteil gegen die Leiste drückt. Diese Anordnung ist
baulich kurz.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß das zum
Befestigen am Befestigungsteil vorgesehene Ende des Klemmflansches an seinen
Schmalseiten mit vorstehenden Augen versehen ist, die im montierten Zustand gegen die
Enden des Querschlitzes drücken.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Enden des
Querschlitzes quer zu diesem ausgeweitet sind. Damit wird eine Richtungskorrektur des
Befestigungsteiles derart möglich, das dieses immer genau vertikal auf dem Holm sitzen
kann.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß der Klemmschuh
und/oder das Befestigungsteil aus Kunststoff bestehen. Damit sind der Klemmschuh und
der Befestigungsteil einfache Spritzteile.
Der Klemmschuh kann nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung auch ein
Blechformteil aus einem federfähigen Metallmaterial sein.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Schulter des
Klemmschuhes eine im Querschnitt bogenförmige Gestalt hat. Die bogenförmige
Gestaltung kann auf die verschiedensten Weisen verwirklicht werden und ermöglicht, die
Klemmkraft gezielt zu beeinflussen.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die zur Leiste
gelegenen Seiten der Klemmflansche bereichsweise mit rutschhemmendem Material
versehen sind. So läßt sich die Haftfestigkeit des Klemmschuhes an der Leiste weiter
erhöhen.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist das rutschhemmende Material
jeweils an den freien Oberbereichen der Klemmflansche vorgesehen. Damit können die
Klemmkräfte gegeneinander versetzt auf die Leiste aufgebracht werden. Die
Klemmwirkung wird so auf einfachste Weise erhöht.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß das
rutschhemmende Material gummiartig ist. Es kann sich dabei um Kunstgummi oder
Naturgummi handeln und soll sich mit dem Kunststoff des Fensters oder der Tür
vertragen.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß das
rutschhemmende Material selbstklebend ist. Damit wird die Haftfähigkeit noch deutlicher
erhöht.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß das
Befestigungsteil zwei parallele Schlitze aufweist, die sich in seiner Längsrichtung
erstrecken, und daß an den Schlitzen Befestigungsglieder der Halterungen festlegbar
sind. Die im Handel erhältlichen Halterungen haben allgemein zwei
Befestigungsschrauben, die irgendwie mit der Klemmvorrichtung verbunden werden
müssen. Wenn das Befestigungsteil bereits die Möglichkeit zum Anschrauben an seinen
Schlitzen bietet, dann braucht man zum Ansetzen keine weiteren Befestigungsmittel
mehr.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Ränder der
Schlitze auf der zur Leiste gewandten Seite gegenüber der vollen Materialstärke so
vertieft sind, daß in das Schlitzumfeld Kontermuttern einlaßbar sind. Die Kontermuttern
verschwinden damit in dem längeren Klemmflansch und sind gegen ein unbeabsichtigtes
Verdrehen festgelegt.
Nicht alle Hersteller von Halterungen verwenden gleiche Abstände und gegenseitige
Stellungen der Befestigungsschrauben. Um hier eine Anpassung möglich zu machen, ist
nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, daß die Gewinde der
Kontermuttern exzentrisch zu ihren Schlüsselflächen angeordnet sind. Durch ein Drehen
der Kontermuttern in den Schlitzen lassen sich so Unterschiede in den Dimensionen
ausgleichen. Damit ist ein Universalträger für alle Halterungen geschaffen.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 als ersten Ausführungsform der Erfindung einen auf Holme von Fenstern, Türen
o. dgl., aufsteckbaren Klemmschuh zum Befestigen von Sonnen- oder
Blickschutzeinrichtungen; der Klemmschuh ist im Querschnitt etwa U-förmig ausgebildet
und besteht aus auf Abstand angeordneten Klemmflanschen, die über eine Schulter
federnd miteinander verbunden sind, wobei an einem der Klemmflansche ein
Befestigungsteil für Halterungen der Sonnen- oder Blickschutzeinrichtungen vorgesehen
ist; Klemmflansch und Befestigungsteil sind einstückig ausgebildet,
Fig. 2 den auf eine Leiste des Holmes aufgesteckten Klemmschuh nach Fig. 1, wobei an
das Befestigungsteil des einen Klemmflansches eine Halterung einer Kunststoffjalousie
angesetzt ist,
Fig. 3 den Klemmschuh in Rückansicht, wobei die Befestigungsschrauben der Halterung
durch Schlitze des Befestigungsteiles greifen und mit Kontermuttern verschraubt sind,
und wobei die Schlüsselflächen der Kontermuttern exzentrisch angeordnet sind,
Fig. 4 das Befestigungsteil des Klemmschuhes in Rückansicht nach Fig. 3, wobei die
Befestigungsschrauben einer anderen Halterung, die anders zueinander gelegen sind, mit
den um 90° gedrehten Kontermuttern verschraubt sind,
Fig. 5 eine zweite Ausführungsform der Vorrichtung, bei der der aufsteckbare
Klemmschuh und das Befestigungsteil getrennte Teile sind, die bei der Montage
zusammengesteckt werden,
Fig. 6 die beiden Teile der Vorrichtung getrennt nebeneinander,
Fig. 7 die beiden Teile nach Fig. 6 zusammengesteckt,
Fig. 8a das Befestigungsteil von der Vorderseite her gesehen,
Fig. 8b und 8c das Befestigungsteil von der Rückseite her gesehen.
Bei der ersten Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 4 zeigt Fig. 1 einen aufsteck- oder
aufklemmbaren Klemmschuh 1, mit dem sich Sonnen- oder Blickschutzeinrichtungen an
Holmen von Fenstern, Türen o. dgl. befestigen lassen. Der Klemmschuh hat eine im
Querschnitt etwa U-förmige oder hakenförmige Gestalt und besteht aus zwei
Klemmflanschen 3 und 5, die über eine Schulter 7 federnd verbunden sind.
Der Klemmschuh 1 mit seinen Klemmflanschen 3 und 5 und der diese verbindenden
Schulter 7 besteht aus einem durchgehend Materialstück. Es kann beispielsweise ein
Blechformteil aus einem federfähigen Blechmaterial sein. Bevorzugt wird er aus
Kunststoff bestehen. Damit ist der Klemmschuh ein einfaches Spritzteil, an den ein
Befestigungsteil für Halterungen von Jalousien, Rollos o. dgl. gleich mit angespritzt sein
kann.
Der Klemmflansch 3 ist so lang bemessen, daß er etwa bis in den Grund 8a eines Falzes
8b eines Fenster- oder Türholmes 8 reichen kann. Der Klemmflansch 5 ist länger und ist
gleichzeitig als Befestigungsteil 5a für Halterungen 9 von Jalousien, Rollos o. dgl.
ausgebildet. Eine solche Halterung ist in Fig. 2 angedeutet. Die Schulter 7 ist
bogenförmig gestaltet. Es ist aber auch möglich, sie flach auszubilden, falls sich dies als
zweckmäßig zeigen sollte. Wichtig ist, daß die Schulter 7 die Klemmflansche 3 und 5
federnd verbindet und zueinander hält, wobei der Abstand a der freien Enden 3a und 5b
der Klemmflansche 3 und 5 unmontiert kleiner ist als der Abstand b der Seitenflächen 10
von Leisten 11 der Holme 8. Die Schulter soll die Klemmflansche 3 und 5 so federnd
halten, daß diese beim Aufstecken des Klemmschuhes 1 auf die Leiste 11 des Holmes 8
nur gegen den Widerstand einer Schließkraft auseinander gespreizt werden können und
die sich beim Auseinanderspreizen ausbildende Schließkraft die Klemmflansche dann
gegen die Leiste preßt.
Bei der Darstellung nach Fig 2 ist der Klemmschuh 1 auf die Leiste 11 aufgesteckt. Man
erkennt, daß die Klemmflansche 3 und 5 nun praktisch parallel zueinander verlaufen. Die
Schließkraft preßt die Klemmflansche 3 und 5 gegen die Seitenflächen 10 der Leiste 11.
Der Klemmschuh 1 sitzt fest auf dem Holm 8 auf.
Um die Haftung zu verbessern, sind in den Bereichen der freien Enden 3a und 5b der
Klemmflansche 3 und 5 Streifen 12 eines rutschhemmenden Materials vorgesehen, die
gegebenenfalls in Vertiefungen 13 eingelassen sind und aus diesen hervorstehen. Das
rutschhemmende Material kann Naturgummi, Kunstgummi, eine selbstklebende Platte
oder ein anderes geeignetes Material sein.
Die Schließkräfte wirken versetzt gegen die Klemmflansche 3 und 5. Wie aus Fig. 2 zu
entnehmen ist, wirkt eine Schließkraft in Richtung eines Pfeiles 14 auf das freie Ende 3a
des Klemmflansches 3. Die andere Schließkraft wirkt in Richtung eines Pfeiles 15 auf das
freie Ende 5b des Klemmflansches 5. Damit wird die Haftkraft weiter erhöht.
Das Befestigungsteil 5a des Klemmflansches 5 ist mit zwei parallelen Langschlitzen 16
versehen, die in Längsrichtung des Klemmflansches 5 verlaufen. Diese Langschlitze 16
haben einen gegenseitigen Abstand, der etwa dem Versatz von Befestigungsschrauben 17
der Halterungen 9 von Sonnen- oder Blickschutzeinrichtungen entspricht. Bei den im
Handel zu erwerbenden Halterungen 9 haben die Befestigungsschrauben 17 leider keine
genormten Abstände und gegenseitige Stellungen. Um den Klemmschuh 1 dennoch
universell einsetzbar zu machen, haben die Schlitze 16 eine größere Breite als es für die
Befestigungsschrauben 17 notwendig wäre. Die Schlitzbreite ist so bemessen, daß die
Toleranz ausreicht, allen gängigen Abweichungen gerecht zu werden. Wenn die
Befestigungsschrauben 17 aller gängigen Halterungen 9 auch durch die Schlitze 16
passen, dann müssen geeignete Kontermuttern 18 zur Verfügung stehen, die sich
ebenfalls an die Toleranzen anpassen. Dies wird dadurch erreicht, daß die Gewinde 19
der Vierkantkontermuttern 18 exzentrisch zu ihren Schlüsselflächen 21 sind. Wie Fig. 3
zeigt, ist der Abstand c einer Schlüsselfläche 21a kleiner als der Abstand d einer
benachbarten Schlüsselfläche 21b. Die gegenseitige Stellung der Befestigungsschrauben
17 ist bei dem Beispiel nach Fig. 3 anders als bei dem Beispiel nach Fig. 4. Dennoch
lassen sich beide Befestigungsschrauben 17 einwandfrei befestigen, weil im Fall nach
Fig. 4 gegenüber dem Fall nach Fig. 3 die Kontermuttern 18 einmal nach links
(Kontermutter 18a) und einmal nach rechts (Kontermutter 18b) um 90° verdreht sind.
Damit die Kontermuttern 18 verdrehsicher festgelegt sind, ist vorgesehen, daß die
Ränder 16a der Schlitze 16 auf der zur Leiste 11 gewandten Seite gegenüber der vollen
Materialstärke des Befestigungsteiles 5 so vertieft sind, daß sich im Schlitzumfeld
nutartige Vertiefungen 16b ergeben, in die die Kontermuttern 18 einlaßbar sind.
Bei der zweiten Ausführungsform nach den Fig. 5 bis 8 zeigt Fig. 5 einen Klemmschuh
31 zum Anklemmen an den Holm 8 eines Fensters oder einer Tür. Der Klemmschuh 31
hat eine im Querschnitt hakenförmige Gestalt und besteht aus zwei Klemmflanschen 33
und 35, die über eine Schulter 37 federnd verbunden sind.
Der Klemmschuh 31 mit seinen Klemmflanschen 33 und 35 und der diese verbindenden
Schulter 37 besteht aus einem durchgehenden Materialstück. Es kann
auch in diesem Fall ein Blechformteil aus einem federfähigen Blechmaterial sein oder
aus Kunststoff bestehen. Damit ist der Klemmschuh 31 ein einfaches Blech- oder
Spritzteil, das auf ein Befestigungsteil 35a aufsteckbar ist.
Der Klemmflansch 31 entspricht dem Klemmflansch 3 der ersten Ausführungsform und
reicht etwa bis in den Grund 8a des Falzes 8b. Der Klemmflansch 35 ist so gebogen, daß
sein freies Ende 35b (Fig. 6) auf den Holm 8 zuweist und in einen Querschlitz 22 nach
Fig. 8a des Befestigungsteiles 35a einführbar ist. Wichtig ist wie beim
Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 4, daß die Schulter 37 die Klemmflansche 33
und 35 federnd verbindet und zueinander hält, wobei der Abstand der freien Enden 33a
und 35b der Klemmflansche 33 und 35 unmontiert kleiner ist als der Abstand der
Seitenflächen 10 der Leisten 11 der Holme 8. Die Schulter 37 soll die Klemmflansche 33
und 35 so federnd halten, daß diese beim Aufstecken des Klemmschuhes 1 auf die Leiste
11 des Holmes 8 nur gegen den Widerstand einer Schließkraft auseinander gespreizt
werden können und die sich beim Auseinanderspreizen ausbildende Schließkraft die
Klemmflansche 33 und 35 dann gegen die Leiste 11 preßt, wobei zwischen dem freien
Ende 35b und der Leistenseitenflächen 10 der Leiste 11 das Befestigungsteil 35a sitzt.
Aus Fig. 6 ist zu erkennen, daß das freie Ende 35b des Klemmflansches 33 an den
äußeren Schmalseiten 23 mit vorstehenden Augen 24 versehen ist. Wenn der
Klemmflansch 35 mit seinem Ende 35b in die Quernut 22 eingeführt ist, dann drücken die
Augen 24 gegen die Längsenden 25 der Quernut 22. Die Längsenden 25 sind quer zur
Quernut 22 zu Endnuten 26 aufgeweitet. Dies hat zur Folge, daß sich das freie Ende 35b
des Klemmflansches 35 in der Quernut 22 etwas versetzen kann. Auch wenn der
Klemmschuh 31 nicht exakt auf der Leiste 11 des Holmes 8 sitzt, kann das
Befestigungsteil 35a auf dem Holm genau vertikal ausgerichtet festgelegt werden.
Um eine gute Haftung der Vorrichtung auf dem Holm 8 zu erhalten, ist im oberen
Bereich des Befestigungsteiles 35a ein rutschhemmendes Material in Form eines
Plättchens angebracht. Das rutschhemmende Material kann Naturgummi, Kunstgummi,
eine selbstklebende Platte oder ein anderes geeignetes Material sein.
Das Befestigungsteil 35a entspricht dem Befestigungsteil 5a nach den Fig. 1 bis 4 mit der
Ausnahme, daß es ein selbständiges Kunststoffspritzteil ist. Die Befestigung der
verschiedenen Halterungen 9 erfolgt an den Schlitzen 16 mit Kontermuttern, wie es zu
den Fig. 1 bis 4 beschrieben ist. An die Befestigungsteile nach Fig. 8b und Fig. 8c sind
Halterungen mit unterschiedlichen Schraubenzuordnungen angeschraubt.
Claims (17)
1. Vorrichtung zum Befestigen von Sonnen- oder Blickschutzeinrichtungen an Holmen
(8) von Fenstern, Türen o. dgl. mit einer Klemmeinrichtung (1), die auf eine Leiste (11)
eines Holmes (8) aufklemmbar ist mittels zweier Klemmflansche (3, 5, 33, 35), die
zwischen sich die Leiste (11) klemmend einschließen, gekennzeichnet durch einen auf
die Leiste (11) aufsteckbaren Klemmschuh (1, 31), der aus Klemmflanschen (3, 5, 33, 35)
und einer diese verbindenden Schulter (7, 37) besteht, die die Klemmflansche (3, 5, 33, 35)
so miteinander verbindet, daß wenigstens deren freie Enden (3a, 5b, 33a, 35a)
gegeneinander federn können, wobei die freien Enden (3a, 5b, 33a, 35a) der
Klemmflansche (3, 5, 33, 35) vor der Montage auf einem Abstand (a) gehalten sind, der
kleiner ist als der Abstand (b) der Leistenseitenflächen (10), gegen die die
Klemmflansche (3, 5, 33, 35) zu drücken sind, so daß die Klemmflansche (3, 5, 33, 35) beim
Aufstecken des Klemmschuhes (1) auf die Leiste (11) auseinander gespreizt werden und
eine sich dabei ausbildende, dem Spreizen entgegenwirkende Schließkraft die
Klemmflansche (3, 5, 33, 35) und mit Ihnen ein Befestigungsteil (5a, 35a) zum Anbringen
von Halterungen (9) der Sonnen- oder Blickschutzeinrichtungen gegen die Leiste (11)
preßt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Klemmflansch (5) des
Klemmschuhes (1), der sich auf der Befestigungsseite der Sonnen- oder
Blickschutzeinrichtungen befindet, als Befestigungsteil (5a) länger ausgebildet ist als der
Klemmflansch (3), der in den Falz (8b) des Holmes (8) hineinreicht, wobei der
Klemmschuh (1) und das Befestigungsteil (5a) durchgehend aus einem Materialstück
bestehen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Klemmschuh (31)
und das Befestigungsteil (35a) aus getrennten, miteinander verbindbaren
Materialstücken bestehen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das zum Befestigen am
Befestigungsteil (35a) vorgesehene Ende (35b) des Klemmflansches (35) in Richtung auf
das Befestigungsteil (35a) abgebogen und in eine Quernut (22) des Befestigungsteiles
(35a) einführbar ist, wobei dieses Ende (35a) das Befestigungsteil (35a) gegen die Leiste
(11) drückt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß das zum Befestigen
am Befestigungsteil (35a) vorgesehene Ende (35b) des Klemmflansches (35) an seinen
Schmalseiten (23) mit vorstehenden Augen (24) versehen ist, die im montierten Zustand
gegen die Enden (35) des Querschlitzes (22) drücken.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 und/oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden
(25) des Querschlitzes (22) quer zu diesem ausgeweitet sind.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der Klemmschuh (1, 31) und/oder das Befestigungsteil (5a, 35a) aus
Kunststoff bestehen.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der Klemmschuh (1, 31) ein Blechformteil aus federfähigem
metallischen Material ist.
9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schulter (7, 37) des Klemmschuhes (1, 31) eine im Querschnitt
bogenförmige Gestalt hat.
10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die zur Leiste (11) gelegenen Seiten der Klemmflansche (3, 5, 33, 35)
bereichsweise mit rutschhemmendem Material (12) versehen sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das rutschhemmende
Material (12) an den freien Oberbereichen (3a, 5b) der Klemmflansche (3, 5) vorgesehen
ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Leiste (11)
gelegene Seite des Befestigungsteiles (35a) an ihrer Oberseite mit einem
rutschhemmenden Material (12) versehen ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das
rutschhemmende Material (12) gummiartig ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das
rutschhemmende Material (12) selbstklebend ist.
15. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß das plattenförmige Befestigungsteil (5a, 35a) zwei parallele Schlitze
(16) aufweist, die sich in seiner Längsrichtung erstrecken, und daß an den Schlitzen (16)
Befestigungsglieder (17) der Halterungen (9) festlegbar sind.
16. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3 und 15, dadurch
gekennzeichnet, daß die Ränder der Schlitze (16) auf der zur Leiste (11) gewandten
Seite gegenüber der vollen Materialstärke so vertieft sind, daß in das Schlitzumfeld
Kontermuttern (18) einlaßbar sind.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewinde (19) der
Kontermuttern (18) exzentrisch zu ihren Schlüsselflächen (21) angeordnet sind.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712117A DE19712117A1 (de) | 1997-03-22 | 1997-03-22 | Vorrichtung zum Befestigen von Sonnen- oder Blickschutzeinrichtungen |
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| DE19712117A1 true DE19712117A1 (de) | 1998-10-01 |
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Family Applications (2)
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Cited By (1)
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