DE19712855A1 - Piezoelektrisch betätigtes Fluidventil - Google Patents
Piezoelektrisch betätigtes FluidventilInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein piezoelektrisch betätigtes
Fluidventil, insbesondere für eine geregelte hydraulische
Bremsanlage, mit einem in einem Ventilgehäuse ausgebildeten
Strömungskanal, einem relativ zum Strömungskanal beweglichen
Ventilelement, durch das der Strömungskanal ganz oder
teilweise verschließbar ist, und einem einseitig am Ventil
gehäuse abgestützten, piezoelektrischen Stellglied, das sich
bei Anlegen einer elektrischen Spannung biegt und dadurch
das Ventilelement bewegt.
Ein Fluidventil der eingangs genannten Art ist aus der WO
95/25920 bekannt. Bei diesem bekannten Fluidventil ist als
Stellglied ein piezoelektrischer Mehrschicht-Biegewandler
vorgesehen, der aus mindestens zwei miteinander fest ver
bundenen Keramikschichten mit piezoelektrischen Eigenschaf
ten besteht, die quer zur Erstreckungsrichtung des Biege
wandlers polarisiert und auf ihrer Ober- und Unterseite
jeweils mit einem elektrisch leitfähigen Belag überzogen
sind. Wird an eine Keramikschicht eine Spannung in deren
Polarisationsrichtung und an die andere Keramikschicht die
Spannung entgegen deren Polarisationsrichtung angelegt, so
erfährt die eine Keramikschicht eine Verkürzung und die
andere Keramikschicht eine Längung, wodurch der Biegewandler
sich insgesamt krümmt und damit das an seinem von der
Einspannstelle abgekehrten freien Ende befestigte Ventil
element auf einen Ventilsitz auflegt oder von diesem abhebt.
Bei dem bekannten Fluidventil ist nachteilig, daß das
Ventilglied unmittelbar an den piezoelektrischen Kera
mikschichten befestigt ist. Diese Schichten sind bruchemp
findlich und können nicht beliebig bearbeitet werden. Die
Befestigung des Ventilelements ist daher verhältnismäßig
aufwendig und teuer. Weiterhin ist von Nachteil, daß der
bekannte Biegewandler wegen der begrenzten Dicke seiner
Keramikschichten eine verhältnismäßig kleine Verstellkraft
erzeugt, so daß zur Erhöhung der Verstellkraft eine zusätz
liche Abstützung des Biegewandlers im Abstand von seiner
Einspannstelle erforderlich ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Fluidventil
der eingangs genannten Art zu schaffen, das einfach und
kostengünstig herstellbar ist und sich durch eine ver
gleichsweise hohe Verstellkraft auszeichnet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das
Stellglied aus einem piezoelektrisch passiven, elastisch
verformbaren Träger und einem auf einer Seite des Trägers
angebrachten piezoelektrischen Stapelelement gebildet ist,
das aus einer Anzahl in Richtung der Biegeachse des Stell
glieds aufeinander gestapelter Piezoelemente besteht.
Das erfindungsgemäße Fluidventil hat den Vorteil, daß der
Träger des piezoelektrischen Stellglieds aus einem robusten
und in der gewünschten Weise bearbeitbaren, biegeelastischen
Material bestehen kann, da er keine piezoelektrischen
Eigenschaften haben muß. Die Anbringung des Ventilelements
kann daher auf einfache und kostengünstige Weise an dem
Träger erfolgen. Darüberhinaus ist es möglich, den Träger
selbst als Ventilelement auszubilden. Das erfindungsgemäße
Stellglied hat weiterhin den Vorteil, daß die Abmessungen
des Stapelelements von der geeigneten Schichtdicke der ein
zelnen Piezoelemente unabhängig ist, da deren Breite und
Länge frei gewählt werden kann, wobei sich die Länge des
Stapelelements aus der gewählten Anzahl der aufeinanderge
stapelten Piezoelemente ergibt. Auf diese Weise ist es mög
lich, das Stapelelement in seinen Abmessungen so zu gestal
ten, daß sich eine hohe Verstellkraft erreicht wird. Das
erfindungsgemäße Stellglied zeichnet sich weiterhin durch
einen geringen Raumbedarf aus.
In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung besteht der
Träger aus einem quaderförmigen, langgestreckten Streifen,
der aus einem keramischen Material hergestellt sein kann.
Auch das Stapelelement hat vorzugsweise die Form eines
quaderförmigen Streifens und beide Streifen sind durch
Kleben mit ihrer Breitseite miteinander verbunden. Um das
Ventilelement auf einfache Weise an dem Träger befestigen zu
können, ragt der Träger erfindungsgemäß mit seinem
bewegbaren Ende über das Stapelelement hinaus und weist dort
Mittel, beispielsweise eine Ausnehmung, zur Befestigung des
Ventilelements auf. Weiterhin kann vorgesehen sein, daß das
bewegbare Ende des Trägers mit einer Federkraft entgegen der
piezoelektrischen Stellkraft belastet ist. Durch eine solche
Federkraft kann bei einem in der Grundstellung, d. h. ohne
Anlegen einer Spannung geschlossenen Fluidventil das
Ventilelement mit einer definierten Schließkraft an einen
Ventilsitz gedrückt werden. Bei einem in der Grundstellung
offenen Ventil bewirkt die Federkraft eine Stabilisierung
des Stellglieds in der Grundstellung.
Besonders vorteilhaft ist eine Weiterbildung der Erfindung,
bei der das bewegbare Ende des Trägers eine Dichtfläche
aufweist, die einer zur Biegeachse senkrechten Wand der
Ventilkammer mit geringem Spiel gegenüberliegt, wobei eine
in der Wand der Ventilkammer liegende Mündung eines Strö
mungskanals je nach Stellung des Trägers ganz oder teilweise
von der Dichtfläche bedeckt ist. Das Spiel zwischen der
Dichtfläche und der Wand der Ventilkammer kann hierbei an
der Einspannung des Stellglieds einstellbar sein. Diese
Gestaltung des Fluidventils eignet sich vor allem für Ven
tile, die in der Grundstellung offen sind und für Ventile
zur Regelung des Durchlaßquerschnitts in Abhängigkeit von
einer Steuerspannung. Auch Mehrwegeventile können auf diese
Weise realisiert werden. Hierzu kann in der Dichtfläche eine
Ausnehmung vorgesehen sein, durch die zwei in der Wand der
Ventilkammer nebeneinander liegende Mündungen von Strö
mungskanälen in einer Stellung des Trägers miteinander ver
bunden sind.
Das piezoelektrische Stellglied kann sowohl innerhalb als
auch außerhalb der Ventilkammer angeordnet sein. Befindet
sich das Stellglied innerhalb der Ventilkammer, so ist vor
gesehen, daß die Elektroden der Piezoelemente durch eine
druckdichte Durchführung aus der Ventilkammer herausgeführt
und auf der Außenseite als Steckkontakte ausgebildet sind.
Vorzugsweise ist die druckdichte Durchführung in einem lös
bar mit dem Gehäuse verbundenen Deckel angeordnet. Zur Bil
dung eines Mehrwegeventils können erfindungsgemäß auch zwei
oder mehr Stellglieder mit Ventilelementen in einer gemein
samen Ventilkammer untergebracht sein. Die Anordnung der
Stellglieder in der Ventilkammer führt zu einem besonders
einfachen Aufbau des erfindungsgemäßen Fluidventils. Sie
erfordert aber in der Regel einen besonderen Schutz und eine
besondere Isolierung der Piezoelemente, gegenüber dem sie
umgebenden Druckmittel. Ist das Stellglied außerhalb der
Ventilkammer angeordnet, so ist ein besonderer Schutz der
Piezoelemente entbehrlich, statt dessen aber eine druck
dichte, bewegliche Durchführung erforderlich, die das
Stellglied mit dem Ventilelement verbindet.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbei
spielen näher erläutert, die in der Zeichnung dargestellt
sind.
Es zeigen
Fig. 1 einen Querschnitt durch ein in der Grundstellung
geschlossenes Sitzventil mit innenliegendem
Stellglied,
Fig. 2 einen Querschnitt durch ein in der Grundstellung
offenes Schieberventil mit innenliegendem Stell
glied,
Fig. 3 eine Schnittdarstellung einer Anordnung der Ven
tile gemäß den Fig. 1 und 2 in einer gemeinsa
men Ventilkammer,
Fig. 4 einen Vertikalschnitt eines aus Sitzventil und
Schieberventil kombinierten Mehrwegeventils,
Fig. 5 einen Horizontalschnitt des Mehrwegeventils gemäß
Fig. 4,
Fig. 6 eine vergrößerte Darstellung der Schieberventil
querschnitte des Mehrwegeventils gemäß Fig. 4 und
Fig. 7 einen Querschnitt eines in der Grundstellung
geschlossenen Sitzventils mit außenliegendem
Stellglied.
Das in Fig. 1 gezeigte Sitzventil besteht aus einem Ven
tilgehäuse 1 mit einer darin ausgebildeten Ventilkammer 2,
in die ein erster Strömungskanal 3 und ein zweiter Strö
mungskanal 4 münden. Der Strömungskanal 4 weist an seiner
Mündung einen Ventilsitz 5 auf, der durch ein in der Ventilkammer
angeordnetes Ventilelement 6 verschlossen ist. Das
Ventilelement 6 wird von einer Druckfeder 7 gegen den
Ventilsitz 5 gedrückt. Zur Betätigung des Ventilelements 6
ist ein Stellglied 8 vorgesehen, das die Form eines langge
streckten Stabes hat und mit einem Ende in einer Ausnehmung
9 in der Wand der Ventilkammer 2 durch Klemmung gehalten
ist. Das Stellglied 8 besteht aus einem Träger 10 und einem
piezoelektrischen Stapelelement 11. Der Träger 10 und das
Stapelelement 11 haben beide die Form eines langgestreckten
Quaders von etwa gleicher Breite, der Träger 10 ist jedoch
länger und erstreckt sich mit seinem freien Ende 12, an dem
das Ventilelement 6 befestigt ist, über das Stapelelement 11
hinaus. Der Träger 10 und das Stapelelement 11 sind an ihren
einander zugekehrten Breitseiten durch Kleben miteinander
verbunden.
Das Stapelelement 11 besteht aus einer Vielzahl von einzel
nen Piezoelementen, die in Längsrichtung des Stapelelements
11 aufeinandergestapelt sind. Die einzelnen Piezoelemente
bestehen aus einem keramischen Material mit piezoelektri
schen Eigenschaften und haben die Form kleiner rechteckiger
Scheiben. Im Stapelelement 11 sind die einzelnen Scheiben
jeweils mit ihrer Ober- bzw. Unterseite einander zugekehrt,
wobei sich zwischen den Scheiben jeweils eine elektrisch
leitfähige Schicht befindet, die an eine sich längs des
Stapelelements 11 erstreckende Elektrode 13 oder 14 ange
schlossen ist, und zwar derart, daß benachbarte Schichten
jeweils an eine andere Elektrode 13 bzw. 14 angeschlossen
sind. Die Elektroden 13, 14 sind durch einen die Ventilkam
mer 2 veschließenden Deckel 15 druckdicht hindurchgeführt
und bilden außerhalb der Ventilkammer 2 Steckkontakte 16 für
den Anschluß an eine Leiterplatte 17, die eine Steuer
schaltung für das Anlegen einer elektrischen Spannung an die
Elektroden 13, 14 trägt.
Das Sitzventil ist in Fig. 1 in der geschlossenen Position
dargestellt, in der an den Elektroden 13, 14 keine Spannung
anliegt. Soll das Ventil geöffnet werden, so wird an die
Elektroden 13, 14 eine Gleichspannung angelegt, die an den
einzelnen Piezoelementen ein elektrisches Feld erzeugt, das
eine Ausdehnung der einzelnen Piezoelemente und damit eine
Längenzunahme des Stapelelements 11 zur Folge hat. Da der
Träger 10 seine Länge nicht ändert, bewirkt die Längenzu
nahme des Stapelelements 11 eine Krümmung des Stellglieds 8
dergestalt, daß das Ventilelement 6 von dem Ventilsitz 5
abgehoben und die Druckfeder 7 zusammengedrückt wird. Wird
die Spannung beispielsweise durch Kurzschließen der Elek
troden 13, 14 wieder abgebaut, so zieht sich das Stapelele
ment 11 wieder vollständig zusammen, wodurch das Ventil
geschlossen wird.
Bei dem in Fig. 2 gezeigten Schieberventil weist das freie
Ende des Trägers 10 an seiner Stirnseite eine Dichtfläche 18
auf, die mit geringem Spiel der Wand 19 an der Stirnseite
der Ventilkammer 2 gegenüberliegt. Die Mündung 20 des in der
Wand 19 vorgesehenen Strömungskanals 3 ist hierbei so
angeordnet und so groß bemessen, daß sie von der Dichtfläche
18 abgedeckt und dadurch der Strömungskanal 3 verschlossen
werden kann. In der in Fig. 2 gezeigten Grundstellung, in
der keine Spannung an den Elektroden 13, 14 anliegt, ist die
Mündung 20 teilweise abgedeckt, die Strömungskanäle 3, 4
sind somit über die Ventilkammer 2 miteinander verbunden.
Wird das Stellglied 8 in der zuvor beschriebenen Weise durch
Anlegen einer Spannung betätigt, so bewegt sich das Ende 12
des Trägers 10 unter Zusammendrückung der Druckfeder 7 nach
oben, wodurch die Mündung 20 verschlossen und die Verbindung
zwischen den Strömungskanälen 3, 4 unterbrochen wird. Da die
Längenänderung des Stapelelements 11 der angelegten Spannung
proportional ist, kann das Ventil gemäß Fig. 2 auch
proportional betrieben werden, wobei die Dichtfläche 18
zwischen beiden Endstellungen jede beliebige
Zwischenstellung einnehmen kann.
Fig. 3 zeigt in einer Schnittansicht von oben eine Ven
tilanordnung, bei der in einer gemeinsamen Ventilkammer 2
eines Ventilgehäuses 1 ein in der Grundstellung geschlos
senes Sitzventil 21 der Ausgestaltung gemäß Fig. 1 und ein
in der Grundstellung offenes Schieberventil 22 der Ausge
staltung gemäß Fig. 2 angeordnet sind. Auf diese Weise läßt
sich mit einfachen Mitteln ein 3/3-Ventil bilden.
Bei dem in den Fig. 4 bis 6 dargestellten Ausführungs
beispiel ist zur Bildung eines Mehrwegeventils an dem freien
Ende 12 des Trägers 10 eines Stellglieds 8 ein Ventilelement
6 angebracht, das mit einem Ventilsitz 5 an der Mündung
eines Strömungskanals 4 zusammenwirkt. Zusätzlich weist der
Träger 10 an seiner Stirnseite eine rechteckige Dichtfläche
18 auf, die zwei nebeneinander liegende Mündungen 23, 24
bedeckt, die in der Wand 19 der Ventilkammer 2 angeordnet
sind. Die Mündung 23 ist mit einem Strömungskanal 25 und die
Mündung 24 mit einem Strömungskanal 26 verbunden. In der
Dichtfläche 18 befindet sich eine Ausnehmung 27, die in der
gezeigten Grundstellung des Stellglieds 8 die Mündungen 23,
24 miteinander verbindet. Die Lage der Mündungen 23, 24 und
der Ausnehmung 27 in dieser Grundstellung ist in Fig. 6
vergrößert dargestellt, die einen Schnitt in einer zur Wand
19 parallelen Ebene durch das Ende 12 des Trägers 10 mit
Blick auf die Wand 19 zeigt. Die schraffierte Schnittfläche
entspricht hierbei der Dichtfläche 18. Aus Fig. 6 ist auch
zu ersehen, daß die Mündung 23 die Form eines Rechtecks und
die Mündung 24 die Form eines Parallelogramms hat.
In der gezeigten Grundstellung verbindet das Ventil gemäß
den Fig. 4 bis 6 die Strömungskanäle 25, 26, während der
Strömungskanal 4 durch das Ventilelement 6 druckdicht ver
schlossen ist. Eine geringe, durch das Spiel zwischen der
Dichtfläche 18 und der Wand 19 bedingte Leckage ist daher
ohne Belang. Wird das Stellglied 8 durch Anlegen einer
Spannung betätigt, so bewegt sich das Ende 12 des Trägers 10
in der Zeichnung nach oben, wodurch das Ventilelement 6 vom
Ventilsitz 5 abhebt und die Dichtfläche 18 sich in Richtung
der in Fig. 6 strichpunktiert dargestellten Position
bewegt. Hierbei wird durch den unteren Abschnitt 28 der
Dichtfläche 18 die Mündung 24 zunächst verschlossen und
dadurch der Strömungskanal 26 vom Strömungskanal 25
getrennt. Danach wird der untere Bereich der Mündung 24 zur
Ventilkammer 2 hin geöffnet und dadurch der Strömungskanal 26
mit dem Strömungskanal 4 verbunden. Solange diese Ver
bindung offen ist, bleibt die Mündung 23 und damit der
Strömungskanal 25 verschlossen.
Bei dem in Fig. 7 gezeigten Ausführungsbeispiel ist das
piezoelektrische Stellglied 8, das in seinem grundsätzlichen
Aufbau dem Stellglied gemäß Fig. 1 entspricht, auf der
Außenseite des Ventilgehäuses 1 angeordnet und in einem
Klemmschuh 29 gehalten. Das Ventilelement 6 ist durch einen
Stößel 30 mit dem Träger 10 des Stellglieds 8 verbunden, der
durch eine Dichtungsanordnung 31 aus der Ventilkammer 2
herausgeführt ist. An der Dichtungsanordnung 31 ist eine
Druckfeder 7 abgestützt, die das Ventilelement 6 gegen einen
Ventilsitz 5 drückt und das Ventil in seiner Grundstellung
geschlossen hält.
1
Ventilgehäuse
2
Ventilkammer
3
Strömungskanal
4
Strömungskanal
5
Ventilsitz
6
Ventilelement
7
Druckfeder
8
Stellglied
9
Ausnehmung
10
Träger
11
Stapelelement
12
Ende
13
Elektrode
14
Elektrode
15
Deckel
16
Steckkontakt
17
Leiterplatte
18
Dichtfläche
19
Wand
20
Mündung
21
Sitzventil
22
Schieberventil
23
Mündung
24
Mündung
25
Strömungskanal
26
Strömungskanal
27
Ausnehmung
28
Abschnitt
29
Klemmschuh
30
Stößel
31
Dichtungsanordnung
Claims (13)
1. Piezoelektrisch betätigtes Fluidventil, insbesondere für
eine geregelte hydraulische Bremsanlage, mit einem in
einem Ventilgehäuse ausgebildeten Strömungskanal, einem
relativ zum Strömungskanal beweglichen Ventilelement,
durch das der Strömungskanal ganz oder teilweise
verschließbar ist, und einem einseitig am Ventilgehäuse
abgestützten, piezoelektrischen Stellglied, das sich bei
Anlegen einer elektrischen Spannung biegt und dadurch
das Ventilelement bewegt, dadurch gekennzeichnet, daß
das Stellglied (8) aus einem piezoelektrisch passiven,
elastisch verformbaren Träger (10) und einem auf einer
Seite des Trägers (10) angebrachten piezoelektrischen
Stapelelement (11) gebildet ist, das aus einer Anzahl in
Richtung der Biegeachse des Stellglieds (8) aufeinander
gestapelter Piezoelemente besteht.
2. Fluidventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Träger (10) aus einem keramischen Material besteht.
3. Fluidventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (10) als langge
streckter, quaderförmiger Streifen ausgebildet ist.
4. Fluidventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Stapelelement (11) die
Form eines langgestreckten, quaderförmigen Streifens hat
und durch Kleben mit dem Träger (10) verbunden ist.
5. Fluidventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (10) mit seinem
bewegbaren Ende (12) über das Stapelelement (11) hin
ausragt und daß das bewegbare Ende (12) Mittel zur
Befestigung des Ventilelements (6) aufweist.
6. Fluidventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das bewegbare Ende (12) des
Trägers (10) mit einer Federkraft entgegen der piezo
elektrischen Stellkraft belastet ist.
7. Fluidventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das bewegbare Ende (12) des
Trägers (10) eine Dichtfläche (18) aufweist, die einer
zur Biegeachse senkrechten Wand (19) der Ventilkammer
(2) mit geringem Spiel gegenüberliegt, wobei eine in der
Wand (19) der Ventilkammer (2) liegende Mündung (20)
eines Strömungskanals (3) je nach Stellung des Trägers
(10) ganz oder teilweise von der Dichtfläche (18)
bedeckt ist.
8. Fluidventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Spiel zwischen der
Dichtfläche (18) und der Wand (19) der Ventilkammer (2)
einstellbar ist.
9. Fluidventil nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch
gekennzeichnet, daß in der Dichtfläche (18) eine Aus
nehmung (27) vorgesehen ist, durch die zwei in der Wand
(19) der Ventilkammer (2) nebeneinander liegende Mün
dungen (23, 24) von Strömungskanälen (25, 26) in einer
Stellung des Trägers (10) miteinander verbunden sind.
10. Fluidventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder mehr Stellglieder
(8) mit Ventilelementen in einer gemeinsamen Ventilkam
mer (2) untergebracht sind.
11. Fluidventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das piezoelektrische Stell
glied (8) innerhalb der Ventilkammer (2) angeordnet ist
und daß die Elektroden (13, 14) des Stapelelements (11)
durch eine druckdichte Durchführung aus der Ventilkammer (2)
herausgeführt und auf der Außenseite als Steck
kontakte (16) ausgebildet sind.
12. Fluidventil nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die druckdichte Durchführung der Elektroden (13, 14)
in einem lösbar mit dem Gehäuse (1) verbundenen Deckel
(15) angeordnet ist.
13. Fluidventil nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß das Stellglied (8) außerhalb der
Ventilkammer (2) angeordnet und eine druckdichte Durch
führung (31) für ein bewegliches Verbindungselement (30)
vorgesehen ist, das das Stellglied (8) mit dem
Ventilelement (6) verbindet.
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Publications (1)
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Family
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Country Status (1)
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