DE19712723A1 - Kühlkörper - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Kühlkörper, bestehend aus einem
Grundkörper und darauf angeordneten Kühlelementen, die einem
Kühlluftstrom ausgesetzt sind.
Kühlkörper werden in vielen Bereichen eingesetzt, um Maschi
nen- oder Bauteile, wie beispielsweise auch elektrische
Bauelemente, in denen unerwünscht viel Wärme entwickelt wird,
durch die Umgebungsluft oder einen künstlich erzeugten
Kühlluftstrom abzukühlen. So werden diese Teile vor Überhit
zung geschützt, durch die sie beschädigt werden oder in einen
unkontrollierten Betriebszustand geraten könnten. Um die
Wärme möglichst gut an die Umgebungsluft abführen zu können,
wird versucht, die Oberfläche zu vergrößern, da nach dem
Newtonschen Abkühlungsgesetz für die Kühlleistung P gilt:
P=(TKK-TKL)*a*A
Hierbei ist die Temperaturdifferenz zwischen Kühlkörpertempe
ratur TKK und Kühllufttemperatur TKL, a als die Wärmeüber
gangszahl und A als die Oberfläche des Kühlkörpers enthalten.
Übliche Kühlkörper für größere Kühlleistungen sind meist als
stranggepreßte Kühlkörper in Längsrippenbauform auf einer
Grundplatte ausgebildet, bei denen die Kühlluft an den
Rippen, die die Kühlelemente bilden, entlangströmt. Diese
Bauform weist eine große Oberfläche im Vergleich zu der
Fläche der Grundplatte auf. Nun ist aber aufgrund der Forde
rung nach minimaler Baugröße die Oberfläche des Kühlkörpers
durch die Außenabmessungen begrenzt. Auch die Lüfterleistung
kann aufgrund der Entwicklung von Wärme im Lüftermotor
selber, Gewichts-, Platz- und schließlich Kostengründen nicht
beliebig gesteigert werden, um eine größere Menge an Kühlluft
zur Verfügung zu stellen.
Es wird nach einem Kühlkörper gesucht, der bei möglichst
geringen Außenabmessungen eine möglichst große Kühlleistung
erzielt, ggf. in Verbindung mit einem Lüfter die Temperatur
differenz (TKK-TKL) zwischen Kühlkörper- und Kühllufttempe
ratur besser ausnutzt und Material spart.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Kühlelemente als
von dem Grundkörper abstehende, insbesondere senkrecht
abstehende, Nadeln ausgebildet sind, wobei der Kühlluftstrom
im wesentlichen quer zu den Nadeln erfolgt. Damit wird die
Wärmeübergangszahl a vergrößert, so daß bei gegebener Ober
fläche A und Temperaturdifferenz die Kühlleistung P ansteigt.
Die Kühlluft kann die Wärmeenergie besser von den Nadeln und
damit vom Kühlkörper ableiten. Durch die Anströmung der
Nadeln in Querrichtung werden sie vollständig mit Kühlluft
angeströmt, so daß sie auf ihrer ganzen Länge wirken können.
Der Querschnitt der Nadeln kann kreisförmig sein, denkbar
sind aber auch andere Formen, wie beispielsweise elliptisch,
drei- oder viereckig. Rundnadeln mit einem kreisförmigen
Querschnitt sind jedoch am günstigsten herzustellen.
Die Anordnung der freistehenden Nadeln bewirkt eine Verwirbe
lung des Kühlluftstromes, so daß sich längs ihres Umfanges
keine Grenzschicht bilden kann. Eine solche Grenzschicht
würde als Wärmedämmung zwischen den Nadeln und dem Kühlluft
strom die Abfuhr der Wärmeenergie verschlechtern. Dabei ist
allerdings auch darauf zu achten, daß die Nadeln nicht zu
dicht stehen. Die Verwirbelung wäre dann zwar stärker, dafür
kann dann aber der Kühlluftstrom nur durch Erhöhung der
Lüfterleistung aufrecht erhalten werden, was jedoch nicht
erwünscht ist. Unter Umständen kann die Oberfläche der
Rundnadeln auch vorteilhaft angerauht oder gußrauh sein, so
daß sich ihre Oberfläche vergrößert und somit die Kühl
leistung P ansteigt.
Wenn die Nadeln einen sich in ihrem Verlauf ändernden Durch
messer aufweisen, der insbesondere eine am Grundkörper
beginnende, sich verjüngende konische Form der Nadeln be
dingt, erzielt man zwei Vorteile. Zum einen ist der Kühl
körper einfacher durch Gießen herzustellen, da die konischen
verjüngten Nadeln leicht aus der Gußform zu entnehmen sind.
Zum anderen kann der Umfang und somit die Oberfläche dem
Verlauf der Temperaturverteilung angepaßt sein. Das bedeutet,
daß nahe an der Grundplatte die Nadeln dick sind, da hier die
Temperatur des Kühlkörpers hoch ist. Mit zunehmender Entfer
nung vom Grundkörper wird auch die Temperatur sinken und
deswegen können die Nadeln einen verringerten Umfang auf
weisen.
Werden die Kühlkörper im Kaltpreßverfahren hergestellt,
können die Nadeln zylindrisch sein. Ein solches Verfahren
erweist sich bei großen Stückzahlen als besonders kosten
günstig.
Bevorzugt beträgt das Verhältnis der Länge der Nadeln zu
ihrem Durchmesser weniger als zwölf, vorzugsweise etwa acht.
Das bedeutet, daß die Nadeln etwa achtmal so lang wie dick
sind. Somit weisen sie eine langgezogene Form auf, und auf
dem Grundkörper kann eine genügende Anzahl von Nadeln ange
bracht sein. Bei einer konischen Form der Nadeln ist der
durchschnittliche Durchmesser zu verwenden.
Eine besonders günstige Anordnung der Nadeln auf dem Grund
körper kann dadurch erzielt werden, daß der freie Abstand
zwischen den Nadeln etwa so groß ist wie ihr Durchmesser. In
Verbindung mit dem vorherigen Merkmal wird so ein Kühlkörper
mit einem Feld von Nadeln geschaffen, die aufgrund ihres
Durchmessers, Abstandes, und ihrer Länge eine sehr günstige
Durchströmung mit Kühlluft ermöglichen. Der solchermaßen
dimensionierte freie Abstand zwischen den Nadeln reicht aus,
um einen Kühlluftstrom auch innerhalb eines langgestreckten
Feldes von Nadeln aufrechtzuerhalten. Dabei können die Nadeln
entweder in geraden Reihen angeordnet sein, oder jeweils in
Richtung des Kühlluftstromes versetzt zueinander, um eine
verbesserte Verwirbelung zu erzielen. Ebenso denkbar ist aber
eine durch beispielsweise Computersimmulation errechnete
Anordnung, die auch scheinbar unregelmäßig sein kann. Aller
dings muß dabei darauf geachtet werden, daß, wie oben er
wähnt, ein ausreichender Kühlluftstrom durch den ganzen
Kühlkörper hindurch aufrechterhalten werden kann. D.h., der
erzeugte Staudruck und die gewünschte Luftmenge muß der
Lüfterkennlinie angepaßt sein.
Wenigstens ein zu kühlendes Bauelement oder wenigstens eine
zu kühlende Vorrichtung können auf der von den Nadeln abge
wandten Seite des Grundkörpers angebracht sein. Dies ist vor
allem dann günstig, wenn das Bauelement oder die Vorrichtung
im Vergleich zum Grundkörper großflächig sind, da dann bei
einer Anordnung auf der Seite der Nadeln zu viele Nadeln für
die Anbringung wegfallen müßten. Das wiederum hätte eine
Verringerung der über die Nadeln abgeführten Kühlleistung P
zur Folge. Diese Art der Anbringung hat auch den Vorteil, daß
der Kühlkörper unabhängig von den zu kühlenden Bauteilen in
Großserie angefertigt werden kann. Als Befestigungsmöglich
keiten bieten sich vor allem Schraubverbindungen an, wobei
auf die kontaktierenden Flächen noch Wärmeleitpaste o. dgl.
aufgebracht werden kann. Dennoch kann es vor allem bei
kleinen elektrischen Bauelementen, insbesondere Leistungsbau
elementen, wie Leistungstransistoren o. dgl., vorteilhaft
sein, diese auf der Seite der Nadeln auf dem Grundkörper
anzubringen. Dazu müßten beim Herstellungsvorgang auf die
Bauelemente abgestimmte Flächen freigelassen werden, oder die
Nadeln nachträglich entfernt werden, so daß die Bauelemente
auf dem Grundkörper wie oben beschrieben befestigt werden
können. Diese spezielle Anordnung hat den Vorteil, daß zwar
einige Rundnadeln wegfallen würden, jedoch das gesamte
Bauelement dem Kühlluftstrom ausgesetzt ist. Die Kühlung
eines kleinen Bauelementes kann auf diese Weise voraussicht
lich effektiver gestaltet werden.
Bevorzugt sind der Grundkörper und die Nadeln einstückig
hergestellt, wobei der Kühlkörper aus einem Material mit
besonders guter Wärmeleitfähigkeit, insbesondere aus Alumini
um, bestehen kann. Auf diese Weise wird die Wärme besonders
gut von dem zu kühlenden Teil abgeführt und sowohl auf den
gesamten Grundkörper als auch auf alle Nadeln gleichmäßig
verteilt. Es wird also die Bildung von sehr heißen bzw.
kühlen Stellen am Kühlkörper vermieden. Für einige Anwendun
gen kann es vorteilhaft sein, Nadeln auch auf der freien
Seite des Grundkörpers anzubringen, in den Zwischenräumen,
die nicht von den daran befestigten Bauelementen eingenommen
sind. Genauso ist es aber auch möglich, den Kühlkörper aus
einer mit Bohrungen versehenen Grundkörper aufzubauen, wobei
die Nadeln in diese Bohrungen eingedrückt werden. Dies kann
bei solchen Ausführungen vorteilhaft sein, die sich durch
eine sehr dichte Anordnung der Nadeln nicht mehr einstückig
herstellen lassen. Die Nadeln können dabei automatisch von
Profilstangen abgelängt werden, die eine durch Bürsten o. dgl.
aufgerauhte Oberfläche aufweisen. Besonders Aluminium
hat sich für Kühlkörper als sehr geeignet erwiesen. Zur guten
Wärmeleitfähigkeit kommt vor allem noch das geringe Gewicht
dazu. So kann man auch große Kühlkörper bauen, die gleichzei
tig relativ leicht sind.
In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung
kann zur Erzeugung eines verstärkten Kühlluftstromes ein
Lüfter, insbesondere ein Axiallüfter, an dem Kühlkörper
angebracht sein. Diese Anordnung hat den Vorteil, daß nicht
nur die sich relativ wenig bewegende Umgebungsluft als
Kühlluft ausgenutzt werden kann, die durch ihre fortschrei
tende Erwärmung immer weniger Kühlleistung aufnehmen könnten
sondern diese schon aufgewärmte Luft gegen frische Kühlluft
ausgetauscht werden kann. Die für eine hohe Kühlleistung
wichtige Temperaturdifferenz zwischen Kühlkörpertemperatur
TKK und Kühllufttemperatur TKL wird so möglichst groß gehal
ten. Für diese Zwecke verwendete Axiallüfter haben auch den
Vorteil, daß sie relativ wenig Energie verbrauchen, zuver
lässig funktionieren und geringe Baugrößen aufweisen. Ebenso
kann natürlich auch ein beliebiger Luftstrom mit kühler Luft
dazu genutzt werden.
In einer Ausführung kann der Grundkörper im wesentlichen
länglich, insbesondere rechteckig, ausgebildet sein, wobei
der Lüfter an der kürzeren Seite des Grundkörpers den Kühl
körper längs anströmend angebracht sein kann. Bei bestimmten
Einsatzzwecken kann eine solche Bauart bevorzugt gewählt
werden, oder auch wenn die Platzverhältnisse keine andere
Form des Kühlkörpers ermöglichen. Der Lüfter ist deswegen an
der kürzeren Seite des Grundkörpers angebracht und vorzugs
weise mit einem Querschnitt versehen, der dem ihm zugewandten
Querschnitt des Kühlkörpers entspricht, damit der von ihm
erzeugte Kühlluftstrom den gesamten Kühlkörper in Längs
richtung durchströmen kann. Dabei werden im wesentlichen alle
Nadeln gleichermaßen von Kühlluft durchströmt. Eine An
bringung des Lüfters auf der längeren Seite des Kühlkörpers
wäre in diesem Fall wenig sinnvoll, da der Lüfter nur einen
seinem Querschnitt entsprechenden Kühlluftstrom erzeugen
kann. Ein derart großer Lüfter wäre aber unzweckmäßig.
In einer anderen Ausgestaltung der Erfindung kann der Grund
körper im wesentlichen quadratisch ausgebildet sein, wobei
der Lüfter oberhalb der Nadeln angebracht sein kann und die
Richtung des von ihm erzeugten Kühlluftstromes längs zu den
Nadeln auf den Grundkörper zu weisen kann. Trifft der Kühl
luftstrom auf den Grundkörper auf, so wird er parallel zum
Grundkörper zu allen Seiten hin aufgeteilt weiterströmen. Es
werden also nur die direkt unter dem Lüfter liegenden Nadeln
längs angeströmt, die anderen werden nach der Besonderheit
der Erfindung quer angeströmt. Die Aufteilung des Kühlluft
stromes erfolgt dabei gleichmäßig in alle Richtungen.
Es sind aber auch Geometrien für den Grundkörper und den
gesamten Kühlkörper denkbar, die sich nicht auf die einfachen
und naheliegenden rechteckförmigen oder quadratischen Ausfüh
rungen beschränken. Der Grundkörper kann genausogut beliebig
geformt oder gebogen sein, je nach Art der Anwendung. Die
Nadeln können auch sehr verschiedene Längen aufweisen.
Eine geringere Baugröße der Baueinheit aus Kühler und Kühl
körper kann man dadurch erzielen, daß die Nadeln in einem
Ausschnitt, der etwa der Größe des Lüfters entspricht, derart
verkürzt ausgeführt sein können, daß der Lüfter teilweise
oder auch vollständig in das von den Nadeln gebildete Feld
eingelassen sein kann. Somit wird eine Anströmung der Nadeln
nach dem vorigen Merkmal gewährleistet, und die Umlenkung des
Luftstromes in Querrichtung zu den Nadeln wird begünstigt.
An dem Kühlkörper kann wenigstens ein Luftleitblech angeord
net sein, das einen im wesentlichen geschlossenen Luftkanal
zur Führung des Kühlluftstromes vom Lüfter weg an allen
Nadeln und der die Nadeln tragenden Oberfläche des Grund
körpers entlang bildet. Die Kühlluft kann also nur dadurch
den Kühlkörper verlassen, daß sie an allen Nadeln entlang
strömt. Besonders vorteilhaft reichen die Luftleitbleche dazu
sowohl an den Lüfter als auch an die Nadeln sehr nahe heran,
so daß keine Kühlluft durch die Ritzen entweichen kann. So
wird eine optimale Abfuhr der Kühlleistung von dem Kühlkörper
zur Kühlluft hin gewährleistet.
Die Luftleitbleche und der Lüfter sind bevorzugt derart
angeordnet, daß die Richtung des Kühlluftstromes auch zum
Lüfter hin umkehrbar ist. Damit ist eine Verwendung des
Kühlkörpers auch in solchen Fällen möglich, in denen der
Lüfter im Saugbetrieb arbeiten soll. Die Betriebsart, ob
Saug- oder Druckbetrieb, kann auch davon abhängen, wieviele
Bauelemente an welchen Stellen des Kühlkörpers angebracht
sind.
Besonders vorteilhaft kommt ein solcher Kühlkörper in einer
Induktionskochstelle zum Einsatz, wobei die zu kühlenden
Bauelemente IGBT's sind. Bei einem Einsatz in einer In
duktionskochstelle ist eine kompakte Bauform des Kühlkörpers
bedeutend, da nur geringer Platz zur Verfügung steht. Als
Leistungsbauelemente kommen sogenannte IGBT's zum Einsatz,
die aufgrund der hohen zu schaltenden Leistungen beträcht
liche Wärme erzeugen. Zur Abführung dieser Wärme soll der
beschriebene Kühlkörper verwendet werden.
Diese und weitere Merkmale gehen außer aus den Ansprüchen
auch aus der Beschreibung und den Zeichnungen hervor, wobei
die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder zu
mehreren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausfüh
rungsform der Erfindung und auf anderen Gebieten verwirklicht
sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige Ausführun
gen darstellen können, für die hier Schutz beansprucht wird.
Die Unterteilung der Anmeldung in einzelne Abschnitte und
Zwischenüberschriften beschränken die unter diesen jeweils
gemachten Aussagen nicht in ihrer Allgemeingültigkeit.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindungen sind in den Zeich
nungen dargestellt und werden im folgenden näher erläutert.
In den Zeichnungen zeigt:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines auf einer Leiter
platte befestigten länglichen Kühlkörpers, der
von einem seitlich angebrachten Lüfter mit
Kühlluft durchströmt wird;
Fig. 2 eine Längsansicht des Kühlkörpers aus Fig. 1,
vom Lüfter aus gesehen;
Fig. 3 eine Draufsicht auf einen Kühlkörper mit
quadratischer Grundplatte, in deren Mitte ein
Lüfter aufgesetzt ist;
Fig. 4 eine Seitenansicht des Kühlkörpers aus Fig. 3,
die den in das Feld der Nadeln eingelassenen
Lüfter und die Luftleitbleche zeigt.
In der Fig. 1 ist ein Kühlkörper 11 dargestellt, der aus
einer Grundplatte 12 und davon senkrecht abstehenden Rund
nadeln 13 besteht. Er ist auf einer Leiterplatte 14 befes
tigt, die mit einer Vielzahl von Bauelementen 15 bestückt
ist. An der von den Rundnadeln 13 abgewandten Seite der
Grundplatte 12 sind zwei Leistungsbauelemente 16 angebracht.
Auf der einen Seite des Kühlkörpers 11 befindet sich ein
Lüfter 17, der einen auf den Kühlkörper 11 und parallel zu
dessen Grundplatte 12 gerichteten Kühlluftstrom 18 erzeugt.
Die beiden freien Längsseiten des von den Rundnadeln 13
gebildeten Feldes sind mit einem Luftleitblech 19 umgeben. In
der Fig. 2 kann man die Anordnung des Luftleitbleches 19
besser erkennen. An einer Seite ist es auf der Leiterplatte
14 befestigt und deckt die freien Enden der Nadeln ab, knickt
dann rechtwinklig ab und überdeckt die freiliegende Längs
seite des Kühlkörpers 11. Der vom Lüfter 17 kommende Kühl
luftstrom 18 strömt in der Zeichnung in die Zeichenebene
hinein auf den Kühlkörper 11 zu und durch das Feld von
Rundnadeln 13 hindurch. Durch den von der Leiterplatte 14 und
dem Luftleitblech 19 gebildeten Luftkanal 20 kann der Kühl
luftstrom 18 den Kühlkörper 11 erst wieder an dessen anderem
Ende verlassen.
Die Fig. 3 zeigt eine Draufsicht auf einen Kühlkörper 11,
der eine quadratische Grundplatte 12 aufweist. Darauf sind
senkrecht aus der Zeichenebene heraus abstehende Rundnadeln
13 in regelmäßigen Abständen voneinander angeordnet. In der
Mitte des Kühlkörpers 11 befindet sich ein Lüfter 17, an zwei
Seiten des Kühlkörpers 11 sind Leiterplatten 14 befestigt.
In der Fig. 4 ist eine Seitenansicht des Kühlkörpers aus Fig.
3 dargestellt. Man erkennt, daß in einem dem Querschnitt des
Lüfters 17 entsprechenden Bereich die Rundnadeln 13 verkürzt
ausgeführt sind, wodurch der Lüfter 17 teilweise in das Feld
der Rundnadeln 13 hinein versenkt ist. Der Lüfter 17 ist von
einem Luftleitblech 19 umgeben, das den Kühlkörper auf der
den freien Enden der Rundnadeln 13 zugewandten Seite nach
außen hin abschließt. Der Lüfter 17 erzeugt einen Kühlluft
strom 18, der zunächst in Längsrichtung der verkürzten
Rundnadeln 13 senkrecht auf die Grundplatte 12 zuströmt. Von
der Grundplatte 12 wird der Kühlluftstrom 18 jedoch zu allen
Seiten hin seitlich umgelenkt, so daß eine gleichmäßige
Durchströmung des Feldes von Rundnadeln 13 gewährleistet
ist. Die Leiterplatte 14 und die Luftleitbleche 19 bilden
wieder einen weitgehend geschlossenen Luftkanal 20, den der
Kühlluftstrom 18 im wesentlichen nur durch die beiden freien
Seiten verlassen kann. Die Luftleitbleche 19 reichen aber
nur bis auf einen Spalt 21 an die Leiterplatten 14, die an
zwei Seiten des Kühlkörpers befestigt sind, heran, so daß
auch zwischen den Leiterplatten 14 und den Luftleitblechen 19
ein gewisser Teil der Kühlluft entweichen kann. Auf diese
Weise werden durch die Strömung auch die letzten Rundnadeln
13 vor den Leiterplatten 14 erreicht.
Bei der Ausführung des Kühlkörpers 11 nach den Fig. 1 und
2 geben die im Betrieb sehr viel Wärme entwickelnden Bauele
mente 16 einen Teil dieser Wärme an die Grundplatte 12 des
Kühlkörpers 11 ab. Zur Verbesserung der Wärmeleitung kann an
den Kontaktflächen eine Wärmeleitpaste o. dgl. aufgetragen
sein. Die Wärme der Bauelemente 16 wird so möglichst gut auf
die Grundplatte 12, und von dieser ausgehend auf die Rund
nadeln 13 verteilt. Da der Kühlkörper 11 eine sehr viel
größere Oberfläche als das Bauelement 16 aufweist, kann er
auch mehr Wärme an die Umgebungsluft abgeben. Seitlich an dem
Kühlkörper 11 ist ein Lüfter 17 angebracht, der einen in
Längsrichtung des Kühlkörpers 11 gerichteten Kühlluftstrom 18
erzeugt. Dieser Kühlluftstrom 18 tritt in den Luftkanal 20
ein, und kann diesen erst am anderen Ende des Kühlkörpers 11
wieder verlassen. Die Kühlluft durchströmt somit der Länge
nach den ganzen Kühlkörper 11 und wird dabei durch die
freistehenden Rundnadeln verwirbelt. Die Anordnung der
Bauelemente 16 an der Grundplatte 12 kann auch daraufhin
abgestimmt sein, daß die Kühlung auf der zum Lüfter 17
zeigenden Seite des Kühlkörpers 11 stärker erfolgt, da die an
dieser Stelle eintretende Kühlluft noch Raumtemperatur
besitzt. Vorteilhaft können also die Bauelemente 16 so
angeordnet sein, daß den näher beim Kühler 17 liegenden
Bauelementen ein kleinerer Teil des Kühlkörpers 11 zugeordnet
ist als den weiter vom Lüfter 17 entfernten.
Eine Abwandlung des Kühlkörpers von der in den Fig. 1 und
2 gezeigten Ausführung ist in den Fig. 3 und 4 darge
stellt. Wie man in Fig. 4 sieht, ist der Lüfter 17 etwa zur
Hälfte in das von den Rundnadeln 13 gebildete Feld etwa zur
Hälfte eingelassen. Der zunächst nach unten erzeugte Kühl
luftstrom 18 trifft senkrecht auf die Grundplatte 12, und
wird von dort, wie dargestellt, rechtwinklig zu allen Seiten
hin abgelenkt. Der auf diese Weise abgelenkte Kühlluftstrom
strömt nun wieder parallel zur Grundplatte 12 die Rundnadeln
13 quer an, und erzeugt auf diese Weise die gesteigerte
Kühlleistung des erfindungsgemäßen Kühlkörpers. Durch die
sich an den Lüfter 17 anschließenden Luftleitbleche 19 kann
der Kühlluftstrom 18 den Kühlkörper 11 im wesentlichen nur an
den beiden nicht von den Leiterplatten 14 abgedeckten Seiten
verlassen. Damit jedoch auch die nahe an den Leiterplatten 14
befindlichen Rundnadeln 13 vom Kühlluftstrom 18 durchströmt
werden, reichen die Luftleitbleche 19 nicht ganz an die
Leiterplatten 14 heran. Durch den so entstehenden Spalt 21
kann der Kühlluftstrom 18 den Kühlkörper 11 und das von den
Rundnadeln 13 gebildete Feld nach oben hin verlassen. Auf
diese Weise wird der Kühlluftstrom 18 auch auf den von den
Leiterplatten 14 abgedeckten Seiten des Kühlkörpers 11
aufrecht erhalten.
Wie oben beschrieben kann auch hier die Anordnung der am
Kühlkörper 11 angebrachten Bauelemente 16 individuell und
jeweils von der in den einzelnen Bauelementen 16 entstehenden
Wärme abhängig gewählt werden.
Wie man in der Fig. 4 besonders gut sehen kann, ist durch den
versenkten Einbau des Lüfters 17 die Gesamtbaugröße der
Anordnung von Kühlkörper 11 und Lüfter 17 nur geringfügig
vergrößert.
Claims (13)
1. Kühlkörper, bestehend aus einem Grundkörper (12) und
darauf angeordneten Kühlelementen, die einem Kühlluft
strom (18) ausgesetzt sind, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kühlelemente als von dem Grundkörper (12) abstehen
de, insbesondere senkrecht abstehende, Nadeln (13)
ausgebildet sind, wobei der Kühlluftstrom (18) im
wesentlichen quer zu den Nadeln (13) erfolgt.
2. Kühlkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Nadeln (13) einen sich in ihrem Verlauf ändernden
Durchmesser aufweisen, der insbesondere eine am Grund
körper (12) beginnende, sich verjüngende konische Form
der Nadeln (13) bedingt.
3. Kühlkörper nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß das Verhältnis der Länge der Nadeln (13) zu
ihrem Durchmesser weniger als zwölf, vorzugsweise etwa
acht beträgt.
4. Kühlkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der freie Abstand zwischen
den Nadeln (13) etwa so groß ist wie ihr Durchmesser
bzw. größer.
5. Kühlkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein zu kühlendes
Bauelement (15) oder wenigstens eine zu kühlende Vor
richtung auf der von den Nadeln (13) abgewandten Seite
des Grundkörpers (12) angebracht ist.
6. Kühlkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Grundkörper (12) und die
Nadeln (13) einstückig hergestellt sind, wobei der
Kühlkörper (11) aus einem Material mit guter Wärmeleit
fähigkeit, insbesondere aus Aluminium, besteht.
7. Kühlkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung eines ver
stärkten Kühlluftstroms (18) ein Lüfter (17), insbeson
dere ein Axiallüfter, an dem Kühlkörper (11) angebracht
ist.
8. Kühlkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Grundkörper (12) im
wesentlichen länglich, insbesondere rechteckig, ausge
bildet ist, wobei der Lüfter (17) an der kürzeren Seite
des Grundkörpers (12) den Kühlkörper (11) längs anströ
mend angebracht ist.
9. Kühlkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß der Grundkörper (12) im wesentlichen
quadratisch ausgebildet ist, wobei der Lüfter (17)
oberhalb der Nadeln (13) angebracht ist und die Richtung
des von ihm erzeugten Kühlluftstromes (18) längs zu den
Nadeln (13) auf den Grundkörper (12) zu weist.
10. Kühlkörper nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
die Nadeln (13) in einem Ausschnitt, der etwa dem
Querschnitt des Lüfters (17) entspricht, derart verkürzt
ausgeführt sind, daß der Lüfter (17) teilweise oder auch
vollständig in das von den Nadeln (13) gebildete Feld
eingelassen sein kann.
11. Kühlkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß an dem Kühlkörper (11)
wenigstens ein Luftleitblech (19) angeordnet ist, das
einen im wesentlichen geschlossenen Luftkanal (20) zur
Führung des Kühlluftstromes (18) vom Lüfter (17) weg an
allen Nadeln (13) und der die Nadeln tragenden Ober
fläche des Grundkörpers (12) entlang bilden.
12. Kühlkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Luftleitbleche (19) und
der Lüfter (17) derart angeordnet sind, daß die Richtung
des Kühlluftstromes (18) auch zum Lüfter (17) hin
umkehrbar ist.
13. Kühlkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß er zum Einsatz in einer
Induktionskochstelle bestimmt ist, und die zu kühlenden
Bauelemente (16) IGBT's sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712723A DE19712723A1 (de) | 1997-03-26 | 1997-03-26 | Kühlkörper |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712723A DE19712723A1 (de) | 1997-03-26 | 1997-03-26 | Kühlkörper |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19712723A1 true DE19712723A1 (de) | 1998-10-01 |
Family
ID=7824702
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19712723A Withdrawn DE19712723A1 (de) | 1997-03-26 | 1997-03-26 | Kühlkörper |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19712723A1 (de) |
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