DE19712721A1 - Verfahren zum Betrieb einer Relaisanordnung - Google Patents
Verfahren zum Betrieb einer RelaisanordnungInfo
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Description
Relais werden in der Elektrotechnik zur Realisierung von Schaltvorgängen
vielfältig eingesetzt insbesondere zur Ansteuerung von Lasten wie Moto
ren, Lampen, Ventile etc. Übliche Relais bestehen aus einem magnetischen
Kreis mit einer auf einen Kern aus magnetisch leitfähigem Material ge
wickelten Magnetspule (Erregerspule), mit einem magnetischen Joch, und
mit einem mittels einer Feder (bsp. einer Metallfeder) gehaltenen Anker und
aus einem Kontaktsatz mit Kontakten (bsp. einem Arbeitskontakt, einem
Wechselkontakt und einem Ruhekontakt) und mit Kontaktelementen. Das
Schaltverhalten des Relais, d. h. der jeweilige Schaltzustand (insbesondere
der ohne Erregung eingenommene Ruhezustand und der beim Erreichen
der Ansprechschwelle eingenommene Arbeitszustand) wird durch die An
steuerung der Erregerspule und deren Wirkung auf den Kontaktsatz gesteu
ert: in Abhängigkeit von der Stromstärke des Erregerstroms durch die Erre
gerspule wird im magnetischen Kreis ein Magnetfeld erzeugt, das eine Be
wegung der Kontakte des Kontaktsatzes bewirkt, wodurch am Ausgang des
Relais (bsp. zur Ansteuerung der dort angeschlossenen Last) ein bestimmtes
Ausgangssignal (eine Wechselfunktion) generiert wird. Bsp ist beim erwähn
ten Kontaktsatz mit den Kontakten Arbeitskontakt, Wechselkontakt und Ru
hekontakt im Ruhezustand (kein Stromfluß in der Erregerspule) der Wechsel
kontakt mit dem Ruhekontakt verbunden; durch einen (Erreger-)Strom in
der Erregerspule (dieser bewirkt eine bestimmte Kraft auf den Anker) wird
der Wechselkontakt vom Ruhekontakt wegbewegt und beim Überschreiten
einer bestimmten Stromstärke des Erregerstroms (bei der Ansprechschwelle
des Relais) der Wechselkontakt auf den Arbeitskontakt gezogen.
Zur Realisierung von Umpolfunktionen - hier soll das Ausgangssignal Polari
tätswechsel aufweisen (was bei vielen Anwendungsfällen, bsp. bei Motorum
polungen erforderlich ist), können Relaisanordnungen aus zwei miteinander
verschalteten Relais mit Wechselfunktion eingesetzt werden. Zur konstrukti
ven Vereinfachung derartiger Relaisanordnungen können Komponenten
des magnetischen Kreises und/oder des Kontaktsatzes (Kontakte und/oder
Kontaktelemente) beiden Relais gemeinsam zugeordnet werden: üblicher
weise ist ein magnetischer Kreis aus zwei unabhängig voneinander ansteuer
baren Erregerspulen, ein gemeinsames Joch und ein zwischen den beiden
Erregerspulen labil gelagerter Anker vorgesehen; bei dem bereits erwähn
ten Kontaktsatz kann zudem (neben den beiden Wechselkontakten und den
beiden Arbeitskontakten) ein gemeinsamer Ruhekontakt vorgesehen wer
den. Mittels des labil gelagerten Ankers werden die Kontaktelemente des
Kontaktsatzes betätigt und hierdurch das gewünschte Schaltverhalten am
Ausgang der Relaisanordnung (Polaritätswechsel des Ausgangssignals) reali
siert; bsp. können die Arbeitskontakte mittels zweier jeweils mit einem
Wechselkontakt verbundenen Kontaktfedern "geschlossen" werden (mit
dem Wechselkontakt verbunden werden). Vorteilhaft bei dieser Relaisanord
nung mit labil gelagertem Anker ist, daß Platzbedarf, Herstellungsaufwand
und damit auch Herstellungskosten minimiert sind. Nachteilig ist jedoch,
daß der labil gelagerte Anker im Ruhezustand (kein Stromfluß in den beiden
Erregerspulen, der Anker wird mittels Federkraft von den beiden Erreger
spulen weggezogen) bei externen Beschleunigungseinflüssen Klappergeräu
sche verursacht, die in vielen Anwendungsfällen störend wirken (bsp. im In
nenraum eines Kraftfahrzeuges bei der elektrischen Betätigung von Fenster
hebern, Sitzverstellung, Schiebedach etc.).
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren gemäß dem Ober
begriff des Patentanspruchs 1 anzugeben, das auf einfache Weise eine Ge
räuschminderung der Relaisanordnung im Ruhezustand ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale im Kennzeichen
des Patentanspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben
sich aus den Unteransprüchen.
Beim vorgestellten Verfahren wird dem labil gelagerten Anker der Relaisan
ordnung im Ruhezustand zur Geräuschminderung eine spielfreie Vorzugsla
ge ohne mechanische Mittel aufgeprägt; diese spielfreie Vorzugslage im Ru
hezustand der Relaisanordnung wird erzwungen, indem eine definierte ge
ringfügige elektromagnetische Erregung des magnetischen Kreises dadurch
generiert wird, daß eine der beiden Erregerspulen mit einem bestimmten
geringfügigen (Ruhezustand-)Erregerstrom beaufschlagt wird und hierdurch
eine geringfügige Kraft auf den Anker und damit auf mindestens ein Kon
taktelement des Kontaktsatzes (bsp. auf eine Kontaktfeder) ausgeübt wird
(d. h. eine geringfügige Ruhezustand-Ankerkraft, bsp. eine geringfügige Fe
derkraft, erzeugt wird).
Die elektromagnetische Erregung des magnetischen Kreises (und somit der
Ruhezustand-Erregerstrom durch eine der beiden Erregerspulen) im Ruhezu
stand der Relaisanordnung wird so gewählt, daß die hieraus resultierende
wirksame Ruhezustand-Ankerkraft auf das mindestens eine Kontaktelement
des Kontaktsatzes (bsp. auf eine Kontaktfeder) einerseits eine Geräuschent
wicklung bei externen Beschleunigungseinflüssen (d. h. bei mechanischer An
regung) zuverlässig verhindert, andererseits aber die zwischen den Kontak
ten des Kontaktsatzes (bsp. zwischen dem Ruhekontakt und dem Wechsel
kontakt) wirksame Kontaktkraft nur in einem geringen Maße reduziert wird;
d. h. der Ruhezustand-Erregerstrom wird so gewählt, daß die Ruhezustand-
Ankerkraft einerseits groß genug ist, um Klappergeräusche des Ankers bei
externen Beschleunigungseinflüssen (bei mechanischer Anregung) zuverläs
sig zu verhindern, andererseits jedoch klein genug ist, damit die Ruhezu
stand-Ankerkraft die Kontaktkraft - diese gewährleistet eine zuverlässige
Stromübertragung zwischen den Kontakten des Kontaktsatzes (bsp. zwi
schen den Wechselkontakten und den Arbeitskontakten bzw. dem gemein
samen Ruhekontakt) sowie einen der Ruhelage des Ankers eindeutig zuge
ordneten Ruhezustand der Relaisanordnung - nicht negativ beeinflußt.
Bei der zur Gewährleistung einer definierten Vorzugslage des Ankers im Ru
hezustand der Relaisanordnung gewählten geringen Stromstärke des Ruhe
zustand-Erregerstroms (diese liegt unterhalb der Ansprechschwelle der Re
laisanordnung, da keine nennenswerte Auslenkung eines der Kontaktele
mente, bsp. einer Kontaktfeder auftritt), bei nahezu konstanten Luftspalt
verhältnissen und ohne Sättigungserscheinungen im magnetischen Kreis
(aufgrund der geringen Flußdichte kann dies vorausgesetzt werden), ist die
Ankerkraft und damit auch die Ruhezustand-Ankerkraft näherungsweise ei
ne lineare Funktion des Erregerstromes; d. h. bei Kenntnis der elektroma
gnetischen Parameter der Relaisanordnung und der Stromstärke des Ruhe
zustand-Erregerstromes kann demzufolge die Ruhezustand-Ankerkraft auf
einfache Weise bestimmt werden.
Die elektromagnetische Erregung des magnetischen Kreises im Ruhezustand
der Relaisanordnung kann entweder durch (zeit-) kontinuierliche oder dis
kontinuierliche (insbesondere gepulste) Ansteuerung der Relaisanordnung
generiert werden: bei kontinuierlicher Ansteuerung der Relaisanordnung
wird die Amplitude der zur Generierung des Ruhezustand-Erregerstroms
herangezogenen Betriebsspannung der Relaisanordnung variiert, insbeson
dere wird die Amplitude der Betriebsspannung gegenüber dem Normalbe
trieb (dem "normalen" Wechselbetrieb) signifikant reduziert (bsp. von 12 V
auf 1 V); bei gepulster Ansteuerung der Relaisanordnung wird die Amplitude
der Betriebsspannung der Relaisanordnung beibehalten, jedoch das zeitli
che Verhalten der Betriebsspannung variiert, insbesondere wird die wirk
same Zeitdauer der angelegten Betriebsspannung gegenüber dem Nor
malbetrieb (dem "normalen" Wechselbetrieb) signifikant reduziert.
Bei gepulster Ansteuerung der Relaisanordnung kann die Variation des zeit
lichen Verhaltens (der Zeitdauer) der angelegten Betriebsspannung bsp. mit
tels Pulsweitenmodulation mit vorgebbarem Tastverhältnis (bzw. vorgebba
rem Verhältnis von Pulsdauer zu Pausenzeit) realisiert werden, wobei die
Stromstärke des Ruhezustand-Erregerstroms, d. h. die Höhe der elektroma
gnetischen Erregung und damit der Betrag der Ruhezustand-Ankerkraft
durch das Tastverhältnis eingestellt werden kann. Das Tastverhältnis kann
durch eine (bsp. als Mikrocontroller ausgeführte) Steuereinheit erzeugt wer
den (eine derartige Steuereinheit ist meist bereits vorhanden); die Erreger
spule kann mittels einer Treiberstufe mit dem pulsförmigen Ruhezustand-Er
regerstrom beaufschlagt werden (eine derartige Treiberstufe ist meist
ebenfalls bereits vorhanden): demnach werden in der Regel zur Ansteue
rung der Relaisanordnung im Ruhezustand keine zusätzlichen Bauelemente
benötigt, so daß auch keine zusätzlichen Kosten entstehen. Die Wiederholra
te (Pulsfrequenz) bei der gepulsten Ansteuerung muß wesentlich höher als
die Resonanzfrequenz des aus der trägen Masse des labil gelagerten Ankers
und den Kontaktelementen (bsp. der Federrate der beiden Kontaktfedern) ge
bildeten mechanischen Resonanzkreises gewählt werden, um die infolge
der gepulsten Ansteuerung ggf. entstehende Kraftmodulation der Kontakt
kräfte (bsp. der Anpreßkraft der Wechselkontakte auf den gemeinsamen Ru
hekontakt) möglichst gering zu halten, da die Kontaktkräfte für ein zuver
lässiges Schaltverhalten der Relaisanordnung näherungsweise konstant sein
sollten.
In einer vorteilhaften Weiterbildung des Verfahrens wird die elektromagne
tische Erregung des magnetischen Kreises im Ruhezustand adaptiv an die
Randbedingungen (bsp. Exemplarstreuungen der Bauelemente Alterungsef
fekte, Betriebsspannung) und/oder die Umgebungsbedingungen (bsp. die
auf die Relaisanordnung einwirkende äußere Beschleunigung, die Masse des
Ankers, die Kontaktkraft zwischen den Kontakten) angepaßt, da die elektro
magnetische Erregung in Abhängigkeit dieser den Zusammenhang zwischen
Erregerstrom und Ankerkraft beeinflussenden Parameter schwanken kann.
Bei diesem adaptiven Verfahren wird in einer "Lernprozedur" durch konti
nuierliche oder schrittweise Erhöhung der elektromagnetischen Erregung
(und damit des Erregerstroms) der aktuelle Wert der Ansprechschwelle der
Relaisanordnung ermittelt, wobei dieser aktuelle Wert für die Ansprech
schwelle der Relaisanordnung entweder direkt durch elektrische Überwa
chung der Kontakte des Kontaktsatzes der Relaisanordnung oder indirekt
durch eine Überwachung der am Ausgang der Relaisanordnung angesteuer
ten Last bestimmt werden kann; unter Zugrundelegung dieses anhand der
aktuellen Randbedingungen ermittelten aktuellen Werts der Ansprech
schwelle als Referenzwert wird der Wert für die elektromagnetische Erre
gung im Ruhezustand interpoliert, wobei dieser Interpolation entweder ein
lineares oder ein nicht-lineares Verhalten zugrundegelegt werden kann. Je
nach Applikation und den zu erwartenden Umgebungsbedingungen/Rand
bedingungen sowie deren zeitlichen Verhalten wird diese "Lernprozedur"
einmal, mehrmals oder zyklisch durchgeführt. Der Wert der adaptiv be
stimmten elektromagnetischen Erregung im Ruhezustand berücksichtigt so
mit die aktuellen Umgebungsbedingungen bzw. Randbedingungen, wo
durch die Zuverlässigkeit des Verfahrens erhöht wird.
Das vorgestellte Verfahren soll im folgenden im Rahmen eines Ausführungs
beispiels für eine Relaisanordnung beschrieben werden, die mit einem be
stimmten Kontaktsatz ausgebildet ist, nämlich mit zwei Arbeitskontakten,
zwei Wechselkontakten und einem gemeinsamen Ruhekontakt als Kontakte
sowie mit Kontaktfedern als Kontaktelemente. Hierbei zeigen
Fig. 1 den schematischen Aufbau dieser Relaisanordnung mit labil
gelagertem Anker,
Fig. 2 das elektrische Funktionsprinzip dieser Relaisanordnung mit la
bil gelagertem Anker und
Fig. 3 das schematische Blockschaltbild für eine Ansteuermöglichkeit
dieser Relaisanordnung mit labil gelagertem Anker.
Die Relaisanordnung mit labil gelagertem Anker soll zur Realisierung der Um
polfunktion eines bsp. zum Betätigen des Schiebedachs eines Kraftfahrzeu
ges verwendeten Gleichstrommotors eingesetzt werden. Gemäß der Fig. 1
besteht die Relaisanordnung aus zwei Wechselkontakten 1, 2 einem ge
meinsamen Ruhekontakt 3, zwei Arbeitskontakten 12, 13, den beiden mit ih
rem ferromagnetischen Kern 6, 7 auf einem gemeinsamen ferromagneti
schen Joch 8 angeordneten Erregerspulen 4, 5, dem labil gelagertem Anker
9 und den beiden Kontaktfedern 10, 11. Die beiden Wechselkontakte 1, 2
werden über den gemeinsamen Anker 9 und die beiden Kontaktfedern 10,
11 betätigt. Damit im Ruhezustand (kein Stromfluß in den beiden Erreger
spulen 4, 5 und damit keine elektromagnetische Erregung des aus Erreger
spule 4 bzw. 5, ferromagnetischer Kern 6 bzw. 7 und ferromagnetisches
Joch 8 gebildeten magnetischen Kreises) eine möglichst hohe (aus der Fe
derkraft der Kontaktfedern 10, 11 resultierende) Kontaktkraft zwischen den
beiden Wechselkontakten 1, 2 und dem gemeinsamen Ruhekontakt 3 auf
tritt, darf der Anker 9 keine nennenswerte Gegenkraft auf die beiden Kon
taktfedern 10, 11 ausüben; daher wird der Anker 9 labil mit mechanischem
Spiel zwischen den Kontaktfedern 10, 11 gelagert.
Gemäß der Fig. 2 wird je nach Stromfluß in einer der beiden Erregerspulen
4 bzw. 5 infolge eines Ansteuersignals AS durch die hieraus resultierende
elektromagnetische Erregung des aus dieser Erregerspule 4 bzw. 5, dem fer
romagnetischen Kern 6 bzw. 7 und dem ferromagnetischen Joch 8 gebilde
ten magnetischen Kreises einer der beiden Wechselkontakte 1 bzw. 2 vom
gemeinsamen Ruhekontakt 3 zum korrespondierenden Arbeitskontakt 12
bzw. 13 gezogen, wodurch am Ausgang A der Relaisanordnung (an diesem
ist die induktive Last, bsp. der Gleichstrommotor angeschlossen) der ge
wünschte Spannungspegel eingestellt wird. Die Betriebsspannung UB der Re
laisanordnung wird zwischen dem gemeinsamen Ruhekontakt 3 (bsp. mit
Bezugspotential GND verbunden) und dem Arbeitskontakt 12 bzw. 13 (bsp.
mit positiver Versorgungsspannung + verbunden) angelegt.
Gemäß der Fig. 3 wird im Ruhezustand der Relaisanordnung zur Gewährlei
stung einer definierten geringfügigen (unterhalb der Ansprechschwelle der
Relaisanordnung liegenden) elektromagnetischen Erregung und damit einer
definierten Vorgabe der wirksamen Ankerkraft (und damit einer definierten
Vorgabe der Stellung des Ankers) eine gepulste Ansteuerung einer der bei
den Erregerspulen 4 bzw. 5 vorgenommen. Die Bestromung dieser Erreger
spule 4 bzw. 5 mit einem bestimmten Ruhezustand-Erregerstrom erfolgt
über eine als Transistorstufe 14 ausgebildete Treiberstufe, die beispielsweise
in Emitter-Grundschaltung ausgeführt ist. Die gepulste Ansteuerung der
Transistorstufe 14 und damit der Erregerspule 4 bzw. 5 wird mittels eines
Pulsgenerators 17 vorgenommen, dessen (bsp. pulsweitenmodulierte) Aus
gangssignal ein bestimmtes Tastverhältnis (und damit ein bestimmtes Ver
hältnis von Einschaltzeit zu Ausschaltzeit der Transistorstufe 14) generiert;
das Tastverhältnis wird bsp. von einem Mikrocontroller unter Berücksichti
gung der auf die Stromstärke des Ruhezustand-Erregerstroms und somit auf
die wirksame Ruhezustand-Ankerkraft wirkenden Einflußfaktoren aktuelle
Betriebsspannung UB der Betriebsspannungsquelle 15 und Widerstandswert
Ri des Innenwiderstands 16 der bestromten Erregerspule 4 bzw. 5 vorgege
ben.
Beispielsweise können bei einer Relaisanordnung mit den Kennwerten:
- - Ankermasse: mA = 1,2 g,
- - Schließkraft im Ruhezustand: FS = 500 mN,
- - Ankerkraftsteilheit (im Ruhezustand): SA = 10 N/A,
- - Innenwiderstand der Erregerspule: Ri = 110 Ω,
- - Nominale Betriebsspannung: UB = 13 V,
Klappergeräusche des Ankers bis zum Beschleunigungswert a durch eine Ru
hezustands-Ankerkraft (Ruheerregung) FA
= mA
.a unterdrückt werden -
beispielsweise ist bei möglichen Beschleunigungswerten amax
bis zu 10 g
(98,1 m/s2
) eine Ankerkraft FA
= amax
.mA
= 118 mN im Ruhezustand erfor
derlich.
Bei kontinuierlicher Ansteuerung der Relaisanordnung ergibt sich der Erre
gerstrom zu
IR = FA/SA = 11,8 mA.
Für den Fall einer gepulsten Ansteuerung der Relaisanordnung ergibt sich
ein Tastverhältnis TV bzw. eine prozentuale Einschaltdauer Tein von
TV = Tein = 100%.IR.Ri/UB = 10%.
Claims (9)
1. Verfahren zum Betrieb einer Relaisanordnung,
- - mit einem magnetischen Kreis aus zwei auf jeweils einem Kern (6, 7) angeordneten Erregerspulen (4, 5), einem Joch (8) und einem la bil gelagerten Anker (9),
- - mit einem durch den labil gelagerten Anker (9) betätigbaren Kon taktsatz aus Kontakten (1, 2; 3; 12, 13) und Kontaktelementen (10, 11),
- - die im Ruhezustand und beim Erreichen ihrer Ansprechschwelle
unterschiedliche Schaltzustände einnimmt
dadurch gekennzeichnet, - - daß der magnetische Kreis im Ruhezustand der Relaisanordnung zur Erzeugung einer auf den labil gelagerten Anker (9) einwirken den Ruhezustand-Ankerkraft elektromagnetisch erregt wird,
- - daß die elektromagnetische Erregung mittels eines durch eine der beiden Erregerspulen (4; 5) fließenden Ruhezustand-Erregerstroms erzeugt wird,
- - und daß die Stromstärke des Ruhezustand-Erregerstroms so ge wählt wird, daß die Ruhezustand-Ankerkraft geringer als die bei der Ansprechschwelle der Relaisanordnung auftretende Anker kraft ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stromstär
ke des Ruhezustand-Erregerstroms als anwendungsspezifische Konstante
vorgegeben wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stromstär
ke des Ruhezustand-Erregerstroms variierbar vorgegeben wird und adaptiv
an die Umgebungsbedingungen bzw. Randbedingungen der Relaisanord
nung angepaßt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stromstär
ke des Ruhezustand-Erregerstroms nach Durchlaufen einer Lernprozedur
vorgegeben wird, und daß als Ausgangswert für die Lernprozedur die der
Ansprechschwelle der Relaisanordnung entsprechende Stromstärke des Er
regerstroms herangezogen wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die elektromagnetische Erregung des magnetischen Kreises durch An
steuerung einer der beiden Erregerspulen (4; 5) mit einem zeitkontinuierli
chen Ruhezustand-Erregerstrom erzeugt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die elektromagnetische Erregung des magnetischen Kreises durch An
steuerung einer der beiden Erregerspulen (4; 5) mit einem pulsweitenmodu
lierten Ruhezustand-Erregerstrom erzeugt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Tastverhält
nis für die Ansteuerung einer der beiden Erregerspulen (4; 5) in Abhängig
keit von der auf die Relaisanordnung einwirkenden äußeren Beschleunigung
und/oder der Masse des labil gelagerten Ankers (9) und/oder der Kontakt
kraft zwischen den Kontakten (1, 2; 3; 12, 13) des Kontaktsatzes vorgegeben
wird.
8. verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7 zum Betrieb einer Relaisan
ordnung mit einem durch den labil gelagerten Anker (9) betätigbaren Kon
taktsatz aus zwei Arbeitskontakten (12, 13), zwei Wechselkontakten (1, 2), ei
nem gemeinsamen Ruhekontakt (3) sowie aus zwei Kontaktfedern (10, 11).
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Ansteue
rung einer der beiden Erregerspulen (4; 5) in Abhängigkeit von der Kontakt
kraft zwischen dem gemeinsamen Ruhekontakt (3) und den beiden Wechsel
kontakten (1, 2) vorgenommen wird.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: TEMIC TELEFUNKEN MICROELECTRONIC GMBH, 90411 NUERN |
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| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: CONTI TEMIC MICROELECTRONIC GMBH, 90411 NUERNBERG, |
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| 8120 | Willingness to grant licences paragraph 23 | ||
| 8130 | Withdrawal |