DE19711997A1 - Anordnung zur Kommunikation zwischen einer Basisstation und weiteren Stationen einer Postbearbeitungsmaschine und zu deren Notabschaltung - Google Patents
Anordnung zur Kommunikation zwischen einer Basisstation und weiteren Stationen einer Postbearbeitungsmaschine und zu deren NotabschaltungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Kommunikation zwischen einer
Basisstation und weiteren Stationen einer Postbearbeitungsmaschine
und zu deren Notabschaltung gemäß der im Oberbegriff des Anspruchs 1
angegebenen Art. Die Postbearbeitungsmaschine eignet sich für die
Bearbeitung von gefüllten Briefen unterschiedlichen Formates bei
mittleren bis großen Versandmengen. Der Aufbau aus Stationen ermög
licht eine kostengünstige Anpassung an unterschiedliche Kunden
anforderungen. Das System kann als Frankiersystem, Versandsystem
oder Postgutentwertungssystem betrieben werden.
Ab einer mittleren bis höheren Anzahl an zu versendenden Briefen oder
anderen Postgütern werden in üblicher Weise Frankiermaschinen, zum
Frankieren der Postgüter benutzt. Beispielsweise betrifft die US 4.746.234
eine Thermotransfer-Frankiermaschine, welche von einem gesicherten
Gehäuse umgeben ist.
Aus dem US 5,200,903 (Neopost) ist bereits bekannt, einen Perso
nalcomputer oder eine Workstation über ein Mehrwegkabel mit einer
peripheren Frankiermaschine zu verbinden, welche ein Abrechnungs-und
Steuermodul (Meter) und einen Drucker sowohl für den Druck des
Frankierstempels als auch für den Druck der Empfängeradresse enthält.
Am Personalcomputer ist ein MODEM angeschlossen. Der Personal
computer fungiert als Kommunikationsmittel und übernimmt die Berech
nung der jeweiligen Portogebühren für die einzelnen Versandstücke auf
Grund gespeicherter Portogebührentabellen. Der periphere Abrechnungs
modul wird von dieser rechen- und speicherintensiven Funktion
entlastetet. An der Frankiermaschine muß keine zusätzliche Waage
angeschlossen werden, wenn das Briefgewicht aufgrund des Briefinhaltes
vom Personalcomputer errechnet werden kann. Das Abrechnungsmodul
der Frankiermaschine weist ein Prozessorsystem mit Portospeichern auf
und nimmt die Abrechnung vor und das direkt angeschlossene
Steuermodul steuert den Druck von Adresse und Frankierstempel.
Nachteilig ist die geringe Arbeitsgeschwindigkeit des Gesamtsystems. Sie
wird bestimmt von der Datenübertragungsrate auf der Verbindung
zwischen dem Input/Output Port des Personalcomputers einerseits und
dem des Abrechnungsmoduls andererseits. Außerdem bleibt es dem
Benutzer überlassen zu sichern, daß die Briefkuverte mit dem richtigen
Wert bzw. mit der richtigen Adresse bedruckt werden. Diese Lösungen
erlaubt also nicht die automatische Bearbeitung von gefüllten Briefen von
unterschiedlicher Dicke und unterschiedlichen Formaten. Eine schnelle
automatische Verarbeitung sogenannte Mischpost mit wechselnden
Portogebühren von Brief zu Brief ist damit praktisch ausgeschlossen.
Bei höherem Postaufkommen werden auch schon in einer Poststelle zum
Frankieren von Postgut ein Postverarbeitungssystem mit Frankier
maschinen und gegebenenfalls zusammen mit anderen Postbehandlungs
geräten eingesetzt (siehe nicht vorveröffentlichte deutsche Patentanmel
dungen 196 17 586.0, 196 17 473.2, 196 17 476.7, 196 17 557.7), wobei
ein Scanner einen Barcode vom Briefkuvert abtastet, um eine Eingabe
information zu gewinnen. Diese Lösung erfordert ein computergestütztes
System im Büro zum vorherigen Aufbringen des Barcodes auf das
Briefkuvert. Die Frankiermaschine steuert die anderen Geräte ent
sprechend. Darunter ist auch eine intelligente Waage zur automatischen
Portoberechnung.
Einige Postverarbeitungsmaschinen bestehen also aus Stationen mit
eigener Intelligenz. Im allgemeinen besteht eine solche Postverarbeitungs
maschine aus einer Vielzahl an Geräten, beispielsweise einer automa
tischen Zuführstation, einer dynamischen Waage, einer Frankier
maschine und einer Briefablage. Die Geräte werden entweder zentral
gesteuert oder treten miteinander in Kommunikation.
Wenn aber die Anzahl der anschließbaren Geräte nach oben begrenzt ist,
kann nicht noch ein Zusatzgerät angeschlossen werden. Eventuelle
spätere Kundenwünsche nach einer Zusatzstation und somit nach einer
flexiblen Postverarbeitungsmaschine können dann bereits aus Anschluß- und
Steuerungsgründen der Basisstation nicht erfüllt werden.
Bei einer größer werdenden Vielzahl an Geräten, welche jeweils mit einer
eigenen Benutzerschnittstelle, d. h. mit einem eigenen Display und einer
eigenen Tastatur ausgestattet sein können, wächst außerdem die
Wahrscheinlichkeit, daß nicht so schwerwiegende Fehlermeldungen
übersehen werden. Solche Fehlermeldungen können aber zu weiteren
Fehlern führen, die sich nur mit hohem Zeitaufwand beheben lassen.
Tritt ein Fehler auf, weil beispielsweise ein Gerät geöffnet wurde, schaltet
gewöhnlich das jeweilige Gerät die Versorgungsspannung ab. Dafür
existieren entsprechende gesetzliche Richtlinien, damit der Benutzer vor
Schaden bewahrt wird. Tritt nun ein solcher Fehler während eines
entsprechenden Postverarbeitungszyklusses auf, so kann ein Papierstau
entstehen, wenn die Frankiermaschine gestoppt wird, aber vorgeschaltete
Geräte noch einige Zeit weiter arbeiten. Bei solchen Staus wird oft das
Briefgut zerknittert oder gar zerstört. Es ist besonders zeitaufwendig,
solche Staus zu beseitigen. Besonders bei Postverarbeitungsmaschinen
mit einem hohen Postverarbeitungsvolumen macht sich jede Störung
besonders nachteilig bemerkbar.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Nachteile des Standes der
Technik zu beseitigen und eine flexiblere Postbearbeitungsmaschine zu
schaffen, welche aus physisch getrennten Stationen besteht, welche eine
maximale Anpassung an die jeweiligen Kundenwünsche ermöglichen und
beliebig hinzugefügt werden können. Insbesondere sollen über Verbin
dungsmittel beliebig andere Geräte anschließbar sein, ohne daß diese
Geräte mit einer Benutzerschnittstelle ausgestattet sein müssen.
Es soll eine Anordnung zur Kommunikation zwischen einer Basisstation
und weiteren Stationen und zur Notabschaltung der Postbearbeitungs
maschine entwickelt werden, welche einen Papierstau unter allen
Umständen verhindert.
Mit einer angeschlossenen Frankiermaschinen-Basisstation soll die
Bearbeitung von gefüllten Briefen von unterschiedlicher Dicke und
unterschiedlichen Formates bei mittleren bis großen Versandmengen
erfolgen.
Die Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Die erfindungsgemäße Postbearbeitungsmaschine besteht mindestens
aus einer automatischen Zuführstation und einer druckenden Maschinen-
Basisstation. Es ist möglich, eine solche Anordnung als Versandsystem
oder Postgutentwertungssystem zu betreiben, oder die vorgenannte
Basisstation dient als Frankiermaschine in einem Frankiersystem. Das
System kann mit einer dynamischen Waage ergänzt werden, welche
zwischen der automatischen Zuführstation und "links" der druckenden
Basisstation eingefügt wird bzw. kann vorteilhaft mit einer Briefablage
rechts von der Basisstation ausgestattet werden. Außerdem gestattet die
Erfindung, daß "rechts" der druckenden Basisstation mindestens eine
weitere Station mit Endstecker eingefügt werden kann. Wenn ebenfalls
um ein intelligentes Peripheriegerät eingefügt wird, kann dessen Status
mit einer Anordnung zur Kommunikation zwischen einer Basisstation und
weiteren Stationen einer Postbearbeitungsmaschine von der Basisstation
ermittelt werden.
Um bei einem nicht vorhergesehenen Störfall - wie zum Beispiel dem
Ausfall einer Schnittstelle - den Betrieb der Anlage ordnungsgemäß zu
beenden, wird eine Statusleitung - genannte Notausleitung - durch alle
Stationen geführt. Eine solche Leitung führt von der Frankiermaschinen-
Basisstation durch alle Stationen und wieder zurück zur Frankier
maschinen-Basisstation und bildet eine Notausschleife. Mit dieser Not
ausschleife und mit Hilfe einer entsprechenden Auswertung in den ent
sprechenden Steuerungen der Stationen wird eine Leitungsunterbrechung
sofort erkannt. Über die Notausleitung kann von jeder Station eine
Notabschaltung aller Stationen aktiviert werden, durch Einsatz entspre
chender Hardware- oder Softwaremittel. Das hat den Vorteil, daß auch
dann, wenn die Kommunikation zusammenbricht, die Sicherheit gewähr
leistet ist (Fehlersicherheit). Eine zusätzliche Kommunikation mittels einer
seriellen Schnittstelle hat den Vorteil, daß mittels einem Protokoll auch
detaillierte Informationen an die Frankiermaschine geschickt werden
kann. Ein Datenkabel verbindet jeweils zwei benachbarte Stationen
schnittstellenmäßig. Nur wenn alle Geräte in einwandfreiem Zustand sind
wird der Frankiervorgang aktiviert beziehungsweise fortgeführt. In
vorteilhafter Weise kann somit ein Papierstau vermieden werden. Im Falle
eines herausgezogenen Steckers eines solchen Datenkabels schaltet die
Logik der Notausleitung die Aktoren aller Stationen hardwaremäßig ab.
Das ist von Vorteil, wenn der Prozessor oder eine Steuerung der
betreffenden Station nicht richtig funktioniert.
Das Frankiersystem enthält erfindungsgemäß mindestens eine
Kommunikationskanalkette. Jeweils zwei räumlich direkt benachbarte
Geräte werden durch mindestens einen bidirektionalen Kommuni
kationskanal im Datenkabel schnittstellenmäßig verbunden. Der
Hardwareaufwand ist extrem gering, da nur sehr kleine Distanzen
überwunden werden müssen, um die Geräte zu verbinden und pro Gerät
nur höchstens zwei serielle Schnittstellen benötigt werden. Dennoch ist
eine unbegrenzte Erweiterbarkeit der Postbearbeitungsmaschine durch
entsprechende Stationen gegeben. Die Kommunikation findet jeweils nur
mit dem direkten Nachbar in der Kette statt. Damit kann ein besonders
einfaches und effizientes Handshaking bezüglich des frühestmöglichen
Weitertransportierens des Postgutes realisiert werden.
Jeder Datensatz enthält den Absender und den Empfänger. Von Vorteil ist
hierbei, daß jede Station in der Kette weiß, von wem die Meldung ist.
Außerdem ist dadurch ein Leiten der Meldung auf einfache Weise
möglich: "Für mich" dann wird die Meldung nicht weiter geschickt oder
"nicht für mich", dann wird sie an das nächste Gerät der Kette
weitergeleitet. Jedes Gerät kann so mit jedem anderen kommunizieren.
Spezielle Geräteadressen, wie zum Beispiel Dimensionensammler
erlauben das Adressieren virtueller Geräte nach speziellen Aufgagen, bei
denen nicht festgelegt ist, welches Gerät welche Teilaufgabe übernimmt.
Besonders von Vorteil ist, daß jede Station ihre eigenen Parameter zu
einem Datensatz hinzufügen kann, falls diese nach nicht ermittelt worden
sind. Die Länge des Datensatzes, der an benachbarte Stationen
verschickt wird, ist variabel. Damit ist vorteilhaft eine optimale Ausnutzung
der Bandbreite des Kommunikationskanals vorhanden. Jedes Modul kann
über diese Schnittstelle gegebenenfalls auch eigene Displaymasken auf
einem zentralen Display darstellen. Mit nur einem zentralen Display und
einer zentralen Tastatur ist damit die gesamte Anlage steuerbar.
Die Erfindung ermöglicht eine Verarbeitung größerer Mengen an
Mischpost auf der Basis gefüllter Briefe und kann in
Postbearbeitungsrichtung oder entgegengesetzt beliebig durch geeignete
Stationen erweitert werden.
In vorteilhafter Weise können mittlere bis große Versandmengen mit einer
speziellen Frankiermaschinen-Basisstation verarbeitet werden. Ein
Druckkopf für einen rein elektronischen Druck bildet mit einer Transport
einheit eine postgutdickentoleranten Frankierdruckstation. Die
Basiseinheit ist über eine spezielle Schnittstelleneinheit mit dem Meter
gekoppelt. Dabei wird vom Meter über einen speziellen seriellen
Hochgeschwindigkeitskanal die Verbindung zur Druckelektronik der
Frankiermaschinen-Basisstation hergestellt.
Die einzeln steuerbaren Stationen sind jeweils mittels einem Datenkabel
miteinander schnittstellenmäßig verbunden sind.
Es ist vorgesehen, daß die automatische Zuführstation über ein erstes
Datenkabel mit der dynamischen Waage und die dynamischen Waage
über ein zweites Datenkabel mit der Frankiermaschinen-Basisstation
schnittstellenmäßig verbunden ist und daß die Frankiermaschinen-
Basisstation mit dem Meter schnittstellenmäßig verbunden ist.
Es ist vorgesehen, daß das Meter mit einer weiteren aber nur
mittelschnellen seriellen Schnittstelle und mit einer langsamen seriellen
Schnittstelle ausgerüstet ist, wobei die mittelschnelle serielle Schnittstelle
eine Sensor/Aktor-Steuerung und Optokoppler einschließt, um die
Frankiermaschinen-Basisstation über eine Verarbeitungseinheit zu
steuern sowie wobei die langsame serielle Schnittstelle eine UART-
Schaltung und Optokoppler einschließt, um die weiteren einzeln
steuerbaren Stationen der Postbearbeitungsmaschine über eine
Übertragungsschaltung der V24- Schnittstelleneinheit zu steuern.
Dabei ist vorgesehen, daß die Übertragungsschaltung der V24-
Schnittstelleneinheit eine zugehörige Steckerbuchse für den Datenstecker
und einen Pegelwandler einschließt, welcher in der Frankiermaschinen-
Basiseinheit eine Wandlung von TTL-Signalen für eine V24-Schnittstelle
welche mit einer V24-Buchse verbunden ist, durchführt.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
gekennzeichnet bzw. werden nachstehend zusammen mit der
Beschreibung der bevorzugten Ausführung der Erfindung anhand der
Fig. näher dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 Ansicht der Postbearbeitungsmaschine mit einer automatischen
Zuführstation, mit einer Frankiermaschinen-Basisstation und
einer Ablage,
Fig. 2a Prinzipschaltbild für die Postbearbeitungsmaschine in der
Variante gemäß Fig. 1,
Fig. 2b Prinzipschaltbild für die Postbearbeitungsmaschine in der
Variante gemäß Fig. 2a ergänzt mit einer dynamischen
Waage,
Fig. 3a Blockschaltbild für die erste Variante gemäß Fig. 2a,
Fig. 3b Blockschaltbild für die zweite Variante gemäß Fig. 2b,
Fig. 3c Blockschaltbild der Frankiermaschinen-Basisstation mit Meter,
Fig. 4 Flußdiagramm für die Wirkung der Notabschaltung in der Post
bearbeitungsmaschine,
Fig. 5 Flußdiagramm zur Arbeitsweise bei einer Kommunikation über
die V24-Schnittstelle beim Initialisieren der Station der Post
bearbeitungsmaschine,
Fig. 6 Flußdiagramm zur Arbeitsweise des Meters bei einer Kom
munikation über die V24-Schnittstelle beim Initialisieren
mindestens einer Station der Postbearbeitungsmaschine,
Fig. 7 Flußdiagramm zur Arbeitsweise einer Steuerung einer Station
bei einer Kommunikation über die V24-Schnittstelle im
Normalmodus,
Fig. 8 Datensatz für die Kommunikation über die V24-Schnittstelle.
In der Fig. 1 ist die Postbearbeitungsmaschine in der Perspektive
gezeigt. Postguteingangsseitig ist eine automatische Zuführstation 28
angeschlossen. Die automatische Zuführstation 28 soll beispielsweise ein
Briefkuvert automatischen an den Posteingang der Frankiermaschinen-
Basisstation 24 anlegen. Sie schließt gegebenenfalls - die nicht gezeigte - An
ordnung eines automatischen Briefbefeuchters- und Schließers mit ein.
Das zu frankierende Postgut wird vertikal auf einer Auflagefläche
abgestellt. Mit einem schwenkbaren Andruckarm 281 wird der zu
frankierende Postgutstapel federnd gegen eine Anlagefläche gedrückt,
aus der mittels Motor angetriebene Zuführwalzen 282 herausragen. Die
Zuführwalze 282 bewirkt eine Vereinzelung der Postgüter und ist in der
deutschen Anmeldung DE 196 05 017.0 näher beschrieben worden.
Die Frankiermaschinen-Basisstation 24 werden die Briefe hochkant, leicht
nach hinten geneigt, mit Hilfe eines umlaufenden mit Andruckelementen
243 ausgestatteten Transportbandes 242 zur Frankierdruckstation der
Base 24 befördert. Das Transportband 242 mit den Andruckelementen
243 wird über eine Walze 244 angetrieben und bildet die
Brieftransporteinheit der Frankiermaschinen-Base 24. Die Brieftransport
einheit 242 bis 244 der Frankiermaschinen-Base 24 bildet zusammen mit
dem Frankierdruckkopf 82 die Frankierdruckstation. Der Briefanfang wird
unmittelbar vor der Frankierdruckstation durch einen Sensor 247 erkannt.
Vorzugsweise ist ein optischer Sensor 247 in der Führungsplatte 240
angeordnet. Durch die Brieftransporteinheit 242 bis 244 werden das
Briefkuvert oder Päckchen bzw. Frankierstreifen vor, innerhalb und nach
der Frankierdruckstation befördert. Die Briefe liegen dabei an einer
Führungsplatte 240 an, in der mindestens ein Fenster 241 vorgesehen
und in dem mindestens ein Tintendruckkopf 82 für den Druck fest
installiert ist. Wird das Transportband 242 mit Andruckelementen 243
bewegt greift ein Ein/-bzw. Auslenkungsteil 245 bzw. 246 in Fortsätze der
Andruckelemente 243 ein, um für den Brief eine Klemmung zu bilden bzw.
für zugeführte bzw. abzuführende Briefe zu öffnen. In den nicht
vorveröffentlichten deutschen Anmeldungen DE 196 05 014 und DE 196 05 015
wurde eine derartige Basisstation für eine Frankiermaschine
vorgeschlagen und ausführlicher beschrieben.
Ein Briefkuvert wird in der Frankiermaschinen-Basisstation 24 auf die
oben genannte Weise vom Transportband 242 transportiert und von der
vom Betrachter abgewandten Seite bedruckt. Vorzugsweise wird die
Postbearbeitungsmaschine durch eine Ablage 23 ergänzt. Bei
Verwendung einer herkömmlichen Ablage würden die Briefe mit der
bedruckten Seite nach unten liegen, so daß eine laufende visuelle
Kontrolle nicht möglich ist. In der nicht veröffentlichten deutschen
Anmeldung DE 197 05 089.1 wird deshalb eine Anordnung zur Ablage
von Aufzeichnungsträgern vorgeschlagen, mit der eine sichere Führung
auch unterschiedlich großer und dicker Briefkuverte und ein Wenden der
Briefkuverte erreicht wird, so daß der Frankieraufdruck des abgelegten
Briefkuvertes gut sichtbar ist. Das Briefkuvert passiert hinter der
Druckstation, eine Rinne 22 und wird durch eine Wippe 21 umgelenkt, um
dann in einen Kasten der Ablage 23 zu fallen. Für die Frankierung von
dicken Postgütern weist die Postbearbeitungsmaschine zusätzlich einen - in
der Fig. 1 gezeigten - Streifengeber 248 für selbstklebende Frankier
streifen auf.
Die Frankiermaschinen-Basisstation 24 bildet zusammen mit weiteren
einzeln steuerbaren Stationen 27, 28 eine beliebig erweiterbare
Postbearbeitungsmaschine, wobei die einzeln steuerbaren Stationen 27,
28 mittels Datenkabel 25 miteinander schnittstellenmäßig verbunden sind.
In der Fig. 2a ist für die Variante des Postverarbeitungssystems nach
Fig. 1 ein allgemeines Prinzipschaltbild dargestellt worden. Die
Postbearbeitungsmaschine, die gemäß Fig. 1 in Draufsicht gezeigt
worden ist, besteht aus der automatischen Zuführstation 28, welche
postguteingangsseitig angeschlossen ist, der Frankiermaschinen-Basis
station 24 und der Ablage 23, welche postgutausgangsseitig
angeschlossen ist. Es ist vorgesehen, daß die einzeln steuerbare Station
28 eine automatische Zuführung für Postgüter, insbesondere von
Mischpost, erlaubt und beispielsweise ein Briefkuvert automatisch an den
Posteingang der Frankiermaschinen-Basisstation 24 anlegt. Die
automatische Zuführstation ist über ein Datenkabel 25 mit der
Frankiermaschinen-Basisstation 24 schnittstellenmäßig verbunden. Somit
steuert der Meter 10 die Frankiermaschinen-Basisstation 24 und die
automatische Zuführung 28.
Die Fig. 2b zeigt eine erweiterte Variante des Postverarbeitungssystems
als Prinzipschaltbild. Das System umfaßt eine automatische Zuführung
28, ergänzt mit einer dynamischen Waage 27, einer Frankiermaschinen-
Basisstation 24 und einem Personalcomputer 10. Die automatische
Zuführung 28 vereinzelt Briefe von einem Stapel und führt sie der
Frankiermaschinen-Basisstation 24 zu, d. h. dient als Briefanleger.
Handelt es sich bei dem Briefstapel um unterschiedliche Briefgewichte,
die jeweils unterschiedliche Porti bedingen, wird nämlich der zusätzliche
Einsatz einer dynamischen Waage 27 sinnvoll, um das jeweilige
Briefgewicht zu ermitteln. Die dynamische Waage 27 erlaubt einen
höheren Durchsatz von unterschiedlichen Postgütern (Mischpost) für eine
automatische Postverarbeitung.
Die Fig. 3a zeigt ein Blockschaltbild für die erste Variante der Erfindung,
gemäß der in der Fig. 2a gezeigten Anordnung der Stationen. Die
automatische Zuführstation 28 hat nach jeder Seite Anschlußkontakt
mittel 284 und 285. Ein Anschlußkontaktmittel 284 ist postguteingangs
seitig mit einem Endestecker 29 verbunden, der über Pin 14 und 15 die
Leitungen NOT+ und NOT- zu einer Schleife verbindet. Die Frankier
maschinen-Basisstation 24 hat ebenfalls nach jeder Seite Anschluß
kontaktmittel 204 und 205. Am Anschlußkontaktmittel 205 ist
postgutausgangsseitig ein Endestecker 30 angesteckt, der über Pin 14
und 15 die Leitungen NOT+ und NOT- zu einer Schleife verbindet, wobei
NOT- mit Massepotential verbunden ist. Die postgutausgangsseitige
Ablage 23 besitzt keine Elektronik. Die automatische Zuführstation ist
vorzugsweise über ein - in der Fig. 2a gezeigtes - Datenkabel 25 mit der
Frankiermaschinen-Basisstation 24 schnittstellenmäßig verbunden. Somit
steuert der Meter 10 die Frankiermaschinen-Basisstation 24 und die
automatische Zuführung 28. Jede Station 28 bzw. 24 hat dabei eine mit
ihrer Steuerung 286 bzw. 10 verbundene Notauslogik 283 bzw. 203.
Diese Notauslogik 283 bzw. 203 besteht aus einem Relais 287 bzw. 207
welches von der Steuerung 10 bzw. 286 angesteuert wird, um die
Notabschaltung durch Unterbrechen der Notausschleife auszulösen. Die
Auslösung kann beispielsweise erfolgen, wenn von einer entsprechenden
Schaltung 288 bzw. 208 zur Notausabfrage eine Unterbrechung
signalisiert wird.
Es wurde eine Leitung NOT- beginnend in der Frankiermaschine durch
alle Peripheriegeräte gelegt. Bei dem Gerät am Ende der Kette - in
diesem Fall eine automatische Zuführstation 28 - wird eine Leitung NOT+
wieder in umgekehrte Richtung zur Frankiermaschine zurückgeführt. In
der Frankiermaschine kann nun über einen eingeprägten Strom erkannt
werden, ob die Schleife in einem ordnungsgemäßen Zustand (Z1) ist,
oder aber der Schleifenstrom durch eine Störung abgeleitet wird (Z2 bis
Z4). In den Störungsfällen Z2 bis Z4 werden hardwaremäßig in jeder
Einheit (A/Z 28, Waage 27 und Frankiermaschine 24) die Aktuatoren
sofort abgeschaltet. Hiermit wird verhindert, daß ein Briefgutstau durch
weiteres Abziehen von der automatischen Zuführungsstation A/Z oder
Waage entsteht. Die gesamte Anlage kann erst wieder in den normalen
Arbeitsmodus übergehen, wenn die Notausleitung in den Zustand Z1
versetzt wird. Um die Störungsfälle Z2 bis Z4 genauer zu spezifizieren
wird über eine serielle Schnittstelle mittels eines Protokolls die
Information zur Frankiermaschine übermittelt, warum die Notausleitung
aktiviert worden ist. In der nachfolgenden Tabelle sind die einzelnen
Fehler mit ihren Ursachen und der Zustand der Notausleitung sowie die
zugehörige Meldung, die über die serielle Schnittstelle verschickt wird
aufgeführt.
Wird von irgendeinem Gerät/Station diese Leitung aktiviert, so werden die
Aktuatoren sämtlicher Stationen gestoppt, und es wird auf eine neue
Anweisung der Frankiermaschine gewartet. Somit wird ein Papierstau und
das ständige laufen der Motoren im Störfall verhindert. Die vorgenannten
Anweisungen werden über die serielle V24-Schnittstelle (PIN 4 bis 9 der
Anschlußkontaktmittel) übermittelt. Ein jeder Endstecker 29, 30 schließt
die seriellen Datenleitungen auf PIN 5 und 6 (bzw. PIN 7 und 8) der
Anschlußkontaktmittel zu einer Schleife zusammen.
Um die Funktionstüchtigkeit des Systems zu gewährleisten, müssen alle
Stationen betriebsbereit sein. Während der Einschaltphase wird die
Notausleitung so lange aktiv gehalten, bis alle Geräte einschließlich der
Frankiermaschine mit Spannung versorgt sind und der Prozessor einen
definierten Zustand angenommen hat. Danach wird von der
Frankiermaschine (Meter) eine Zustandsabfrage der angeschlossenen
Stationen eingeleitet, was anhand der Fig. 5 und 6 näher dargestellt
ist. Dabei schickt die Frankiermaschine zunächst dem ersten Gerät eine
Anfrage (Fig. 6). Wenn das Gerät der Frankiermaschine geantwortet hat
leitet es die Statusabfrage an das nächste Gerät weiter (Fig. 5). Das letzte
Gerät in der Reihe übermittelt neben seiner Status- auch eine
Systemende-Information an die Frankiermaschine. Besitzt nun die
Frankiermaschine die genaue Systemkonfiguration, so wird diese mittels
eines Broadcast (Nachricht an alle) allen angeschlossenen Geräten
mitgeteilt (Fig. 6). Außerdem werden die Maximalparameter (maximale
Dicke, maximale Breite, maximale Länge, maximale Geschwindigkeit,
maximales Gewicht) allen Peripheriemodulen übermittelt. Es handelt sich
hierbei um die Parameter, bei denen das System noch keinen
mechanischen Schaden nimmt.
Die Absender- und Empfängerkennung besteht jeweils aus 8 Bit. Dabei
geben die ersten 5 Bits die sogenannte Hauptgruppe und die letzten drei
Bits die sogenannte Untergruppe des jeweiligen Gerätetyps an. In der
Hauptgruppe werden die einzelnen Gerätetypen des Systems unter
schieden. Die Untergruppennummer wird benutzt, um bei einem System
mit mehr als einer gleichartigen Station diese Stationen von O an zu nu
merieren (zum Beispiel eine Vielzahl von Stapelboxen die hinter
einandergeschaltet sind). Im Normalfall ist die Untergruppe immer O.
Bei der Statusmeldung handelt es sich um Informationen, die nicht in der
Fehlerstatistik einbezogen werden, wie zum Beispiel Station ist frei.
Statusmeldungen werden in der jeweiligen Station erzeugt.
Fehlermeldungen der jeweiligen Station werden in der Fehlerstatistik der
Frankiermaschine gespeichert. Fehlermeldungen werden in der jeweiligen
Station erzeugt.
Daten sind spezielle Informationen der jeweiligen Station und werden von
der Station erzeugt.
Befehle veranlassen die Empfängerstationen zu einer Aktion. Befehle
werden an die jeweilige Station gesendet.
Ein Datensatz für die Kommunikation über die V24-Schnittstelle ist in
Fig. 8 gezeigt. Ein erstes Wort 1 ist ein Feld für den Absender der
Daten bzw. Nachricht. Ein zweites Wort 2 ist ein Feld für den Empfänger
der Daten bzw. Nachricht. Ein drittes und viertes Wort 3 und 4 ist ein Feld
für den Mitteilungstyp der Daten bzw. Nachricht. Die Anzahl der Worte im
fünften Datenfeld ist variabel (WORT 5 bis n).
Die Länge eines Datensatzes wird in einem Nibble kodiert und gibt an,
wie viele 16-Bit-Worte nach dem Mitteilungstyp gesendet werden. Der
Längenwert kann zwischen 0 und 15 liegen. Damit weist der kürzeste
Datensatz inklusive Header 4 Bytes und der längste Datensatz 34 Bytes
auf. Der Mitteilungscode belegt das letzte Byte des Mitteilungstyps.
In der Fig. 3b ist ein Blockschaltbild für die zweite Variante gemäß Fig.
2b dargestellt. Ein Meter 10 ist mit jeweils zwei Anschlußkontaktmitteln
204 und 205 ausgestattet. Auf das Anschlußkontaktmittel 205 ist ein
Endstecker 30 gesteckt und schließt das System nach rechts ab. Das
Meter 10 ist über Anschlußkontaktmittel 204 nach links mit dem ersten
(rechten) Anschlußkontaktmittel 275 einer dynamischen Waage 27
verbunden, wobei ein Datenkabel 25.2 zur Anwendung kommt. Die
dynamische Waage 27 hat ebenfalls ein zweites (1inkes)
Anschlußkontaktmittel 274 nach links und ist mit dem ersten (rechten)
Anschlußkontaktmittel 285 einer automatischen Zuführstation 28
verbunden, wobei ein Datenkabel 25.1 zur Anwendung kommt. Auf deren
zweiten (1inken) Anschlußkontaktmittel 275 ist ein Endstecker 29 gesteckt
und schließt das System nach links ab. Das Meter 10 ist mit einer
Notauslogik 203 in der Basisstation 24 verbunden. Die Stationen 28, 27
sind ebenfalls mit je einer Notauslogik 273, 283 ausgerüstet, welche
wieder mit deren Steuerungen 276, 286 verbunden sind. Zwischen den
Steuerungen und den jeweiligen Anschlußkontaktmitteln sind V24-SIO-
Schaltungen (bzw. UART) vorgesehen.
Die Einzelheiten der Anordnung werden anhand der Fig. 3c erläutert.
Das Meter 10 enthält neben einer Zentralverarbeitungseinheit CPU 1,
Tastatur 2 und einer Anzeigeeinheit 4 mit zugehöriger Schnittstelle 3,
nichtflüchtigen Speicher 5, Programmspeicher 6, Arbeitsspeicher 7, einen
programmierbaren Speicher 8 für die Klischees und für die
Portogebührentabellen sowie dem Uhr/Datumsbaustein 9, zumindest
noch die folgenden Komponenten: erste langsame serielle Schnittstelle 11,
mittelschnelle serielle Schnittstelle 12 für das System links und
Druckkopf-Steuerinterface 13. Erfindungsgemäß wird dieser Aufbau mit
einer zweiten langsamen seriellen Schnittstelle 14 für das System rechts
ausgestattet. Die vorgenannten Komponenten sind untereinander über
einen Bus 15 gekoppelt.
Erfindungsgemäß ist weiterhin vorgesehen, daß ein V24-Pegelwandler L
201 und eine Notauslogik 203 in der Basisstation 24 mit der ersten
langsamen seriellen Schnittstelle 11 des Meters 10 verbunden ist.
Die schnelle serielle Schnittstelle 13 ist als eine spezielle Datenüber
tragungseinheit zur schnellen seriellen Datenübertragung zur Druckkopf
elektronik 81 in der Frankiermaschinen-Basisstation 24 ausgebildet. Die
serielle Schnittstelle 13 führt direkt über Optokoppler und den TTL-
Hochgeschwindigkeitskanal zur Drucksteuerelektronik 81.
Es ist vorgesehen, daß die Frankiermaschinen-Basisstation 24 neben
dem Hochgeschwindigkeitskanal auch Druckimpulserzeugungsmittel 266
aufweist, daß der Hochgeschwindigkeitskanal mit der Druckkopf
elektronik 81 und das Druckimpulserzeugungsmittel 266 eingangsseitig
mit einem Encodermittel 80 und ausgangsseitig mit den Druckkopf
modulen des Druckkopfes 82 verbunden sind. Über den Hochgeschwin
digkeitskanal wird mindestens ein Drucksignal am Druckimpulserzeu
gungsmittel 266 angelegt, wenn der Sensor 247 einen Anfang eines
Briefkuvertes oder anderen Poststückes bzw. Frankierstreifenanfang
detektiert. In der Druckkopfelektronik 81 sind ebenfalls Schieberegister
angeordnet, welche mit dem seriellen Hochgeschwindigkeitskanal
gekoppelt sind, um mindestens die Druckdaten einer Druckspalte zu
empfangen.
Die Druckkopfelektronik 81 ist mit einem Encoder 80 verbunden, der ein
Signal entsprechend der Brieftransportgeschwindigkeit abgibt. Die Fig. 9
zeigt eine Frankiermaschinen-Basiseinheit 24 mit einer Einrichtung zum
aufrechten Brieftransport 242 bis 244, mit Mitteln 801, 802 des Encoders
80 und mit dem Frankierdruckkopf 82. Mit der Antriebswalze 244 ist eine
Inkrementalgeberscheibe 801 gekoppelt, welche mit einer Fotozelle 802
zusammenwirkt.
Das Encodersignal wird zusätzlich zum Meter 10 über den Hochgeschwin
digkeitskanal übermittelt, welches über den Hochgeschwindigkeitskanal
ein Taktsignal CLOCK für die Schieberegister des Hochgeschwindigkeits
kanals zu der schnellen Serien/Parallel-Wandlung der Daten für die
Druckkopfelektronik 81 übermittelt.
Die mittelschnelle serielle Schnittstelle 12 ist mit der Sensor/Aktor-
Steuerung und Optokopplern ausgerüstet und führt zum Statusschiebe
register 262 sowie zum Steuerschieberegister 261, welche eine
Serien/Parallel-Wandlung vornehmen. Dies erfolgt einerseits, um den
Status der folgenden Baugruppen abzufragen: Drucksteuerelektronik 81,
Briefsensor 247, Positionssensor 268 der Schwenkmechanik 88 und
Positionssensor 269 der Wischlippe 89 sowie andererseits, um die
Aktoren 86, 87, 88, 89, 90 mit entsprechenden Steuersignale zu
beaufschlagen. Die mindestens die Reihenschaltung an Schieberegistern
SteuerSR 261 mit StatusSR 262 enthaltende Datenleitung mit der
anderen seriellen Datenleitung verbunden, um eine geschlossene
Schleife zu bilden.
Der Frankierdruckkopf 82 ist vorzugsweise als Dotmatrixdrucker
ausgeführt, um wechselnde Informationen, z. B. verschiedenen
Kundenlogos, drucken zu können. Ein besonders geeignetes
Druckverfahren ist das Piezo-Ink-Jet-Verfahren. Es gestattet aufgrund
seiner hohen Druckgeschwindigkeit auch die rationelle Verarbeitung
großer Briefmengen. Ein derartiger Druckkopf ist von der Anmelderin (FP)
entwickelt und in der US 5,592,203 eingehend beschrieben worden. Um
den Drucker in die Lage zu versetzen, unterschiedliche Briefdicken mit
gleicher Qualität bedrucken zu können, ist von der Anmelderin eine
Anordnung unter dem Aktenzeichen DE 196 05 014.6 angemeldet
worden, welche die Transport und Druckermittel für eine Variante der
Frankiermaschinen-Basiseinheit beschreibt.
Die vorgenannte langsame serielle Schnittstelle 11 ist ebenfalls mit einer
UART-Elektronik und Optokopplern ausgerüstet und dient zur Steuerung
der Stationen links von der Basis 24.
Die Übertragungsschaltung 201 für den langsamen Kanal enthält einen
Pegelwandler, um dem TTL-Pegel in einen V24-Pegel zu wandeln. An
diesem Pegelwandler ist die Buchse 204 angeschlossen und führt nun in
vorteilhafter Weise den V24-Pegel. An der Buchse 204 kann nun eine
weitere Station 27, 28 angeschlossen werden, wobei alle standardmäßig
mit V24-Schnittstellen ausgerüstet sind.
Damit ist die automatische Zuführung 28 über Datenkabel 25.1 mit der
dynamischen Waage 27 und die dynamischen Waage 27 über
Datenkabel 25.2 mit der Frankiermaschinen-Base 24 schnittstellenmäßig
verbunden. Die Frankiermaschinen-Basiseinheit 24 ist wieder mit dem
Meter 10 schnittstellenmäßig verbunden ist. Dabei ist vorteilhaft, daß die
Leitungen der seriellen Schnittstelle und die separaten Leitungen in
einem Datenkabel 25 zusammengefaßt sind, welches über eine
Stecker/Buchse mit der speziellen V24-Schnittstelleneinheit 26 in der
Frankiermaschinen-Basisstation 24 verbunden wird.
Während die Stationen 27, 28 und 24 der Postbearbeitungsmaschine 20
über eine serielle V24-Schnittstelle und Datenkabel 25 bzw. 25.1, 25.2
miteinander mit einer Datenrate von 9600 Bd kommunizieren, wird vom
Meter 10 über eine manipulationssichere spezielle TTL-Hochgeschwin
digkeitsschnittstelle die wesentlich höhere Datenrate erreicht. Das erlaubt
neben der Übermittlung von Druckdaten auch die Übermittlung von
weiteren Daten für eine Kommunikation mit der Frankiermaschinen-
Basisstation 24. Beispielweise wird eine Datenrate von 1 000 000 Bd
beim Datentransfer zwischen Meter 10 und Frankiermaschinen-
Basisstation 24 erreicht.
In der Fig. 4 ist ein Flußdiagramm für die Wirkung der Notabschaltung in
der Postbearbeitungsmaschine, vorzugsweise für eine Station 28 darge
stellt, die in Kommunikationsverbindung mit dem Meter 10 steht. Bei der
Station 28 handelt es sich um ein intelligentes Peripheriegerät. Auf der
Peripheriegeräteseite erfolgt im Schritt 100 eine Überprüfung der
Notausleitung, wobei die Notauslogik festgestellt, daß die Leitung NOT+
bzw. NOT- unterbrochen worden ist und dies durch einen Interrupt bei der
zugehörigen Steuerung eines intelligenten Peripheriegerätes signalisiert.
Vom Schritt 101 wird bei Aktivierung zum Schritt 101 verzweigt, um sofort
die Aktoren zu deaktivieren bzw. um die Motoren zu stoppen. Im
nachfolgenden Schritt 103 wird auf eine Anforderung gewartet, welche
vom Meter 10 gesendet wird. Wird im Schritt 104 nun die Anforderung
empfangen wird im Schritt 105 eine Statusmeldung zum Meter 10 in der
Frankiermaschinen-Basisstation 24 gesendet. Anderenfalls wird zum
Schritt 103 zurückverzweigt, um auf die Anforderung zu warten. Nach
Abgabe der Statusmeldung zum Meter 10 im Schritt 105 wird ein Punkt d
und somit der Normalmodus (normaler Betrieb im Schritt 110) erreicht. Ein
solcher normaler Betrieb im Schritt 110 wird anhand der Fig. 7 erläutert.
Parallel zum Ablauf der Routine zur Notabschaltung in der Station 28 der
Postbearbeitungsmaschine läuft im Meter 10 ebenfalls eine Routine zur
Notabschaltung Schritte 300 bis 308, welche damit endet, daß im Schritt
308 die Notabschaltung deaktiviert wird, wenn alle Stationen der Post
bearbeitungsmaschine fehlerfrei sind. Erst wird wieder der Zustand der
Notausleitung überprüft (Notabfrage-Schaltung 208). Wird im Schritt 301
von der Steuerung (Meter 10 über die Mittel 11 und 14) festgestellt, daß
keine Aktivierung erfolgt ist, wird der Punkt c und somit der Normalmodus
(normaler Betriebszustand im Schritt 310) erreicht, um die Postbe
arbeitungsmaschine 20 zu steuern. Anderenfalls werden bei (im Schritt
301 festgestellter) Aktivierung die Motore bzw. Aktoren 86 bis 90
abgeschaltet bzw. deaktiviert und eine Anforderung zum Suchen des
Verursachers der Notabschaltung im Schritt 302 gebildet und im Schritt
303 nach beiden Seiten (1inks und rechts) zu den Peripheriegeräten,
insbesondere zu den Stationen 27, 28 gesendet. Nach Warten auf eine
Meldung von den Stationen in den Schritten 304 und 305, wird bei
Empfang einer solchen Meldung auf den Schritt 306 zur Auswertung der
Statusmeldung verzweigt. Wenn der Status in Ordnung ist, was im Schritt
307 geprüft wird, wird der Schritt 308 erreicht, um die Notabschaltung zu
deaktivieren. Anderenfalls wird auf den Schritt 302 zurückverzweigt.
Die Fig. 5 zeigt ein Flußdiagramm zur Arbeitsweise bei einer
Kommunikation über die V24-Schnittstelle beim Initialisieren der Station
der Postbearbeitungsmaschine. Ein Initialisieren der Station läuft vor der
Notabschaltung-Routine gemäß Fig. 4 ab, um einen definierten Status der
Station wieder herzustellen. Nach dem Überprüfen auf angesteckten
Endstecker im Schritt 400 wird in den Schritten 401, 402 auf
Anforderungsdaten gewartet, um dann zum Schritt 403 zu verzweigen, wo
festgestellt wird, ob auf der anderen Seite der Station ein Endstecker
angesteckt ist. In einem solchen Fall, daß auf der anderen Seite der
Station ein Endstecker angesteckt ist, wird im Schritt 404 aus der
Tatsache, daß keine weitere Station angeschlossen ist, die Information
"letztes Gerät" gebildet. Wenn auf der anderen Seite der Station kein
Endstecker angesteckt ist wird im Schritt 406 eine Anforderung gebildet,
zur jeweils anderen Schnittstelle zu schalten. Anschließend an die
Schritte 404 bzw. 406 wird im Schritt 405 der Status des Gerätes zum
Meter 10 gemeldet.
In der Fig. 6 ist ein Flußdiagramm zur Arbeitsweise des Meters bei einer
Kommunikation über die V24-Schnittstelle beim Initialisieren mindestens
einer Station der Postbearbeitungsmaschine dargestellt. Das Fluß
diagramm ist selbsterläuternd in den Schritten 501 bis 535 dargestellt. In
den Schritten 501 bis 512 werden Informationen über das System links
von der Basisstation 24 gesammelt und in den Schritten 513 bis 533
werden Informationen über das System rechts von der Basisstation 24
gesammelt. Die Informationen werden im Meter 10 in entsprechenden
"linken" und "rechten" Speicherzellen des nichtflüchtigen Speichers 5
gespeichert. Anschließend wird auf den Schritt 534 verzweigt, um nach
beiden Seiten über die seriellen Schnittstellen die Gerätezusammenstel
lungsinformation aus den Speicherzellen zu senden. Bei Übergang auf
den Normalmodus (mit Schritt 535) wird künftig ein seitenrichtiges
Ansprechender Stationen vom Meter ausgehend garantiert, d. h. von
Stationen, die sich im System links oder rechts befinden.
Die Fig. 7 zeigt ein Flußdiagramm zur Arbeitsweise einer Steuerung
einer Station bei einer Kommunikation über die V24-Schnittstelle im
Normalmodus. Nach dem Empfangen 111 einer Nachricht wird über
Schritte 112 (113 Adresse auswerten, 114 Gerät adressieren ?) bis 115
(Daten auswerten) oder 116 (Weiterleiten) auf einen Abfrageschritt 117
verzweigt. Wenn ein Senden zu einer Station oder zum Meter 10 nötig ist,
wird vom Schritt 117 zum Schritt 118 verzweigt, um einen Datensatz
entsprechend zusammenzustellen. Anschließend wird der Punkt b, d. h.
also Normalmodus erreicht.
Natürlich ist die Anwendung der Erfindung nicht auf Briefpost beschränkt.
Vielmehr kann von dem Frankierdrucker 82 auch ein Label gedruckt
werden, welches auf ein Paket geklebt wird.
Die Erfindung ist nicht auf die vorliegenden Ausführungsform beschränkt,
da offensichtlich weitere andere Anordnungen bzw. Ausführungen der
Erfindung entwickelt bzw. eingesetzt werden können, die vom gleichen
Grundgedanken der Erfindung ausgehend, die von den anliegenden
Ansprüchen umfaßt werden.
Claims (6)
1. Anordnung zur Kommunikation zwischen einer Basisstation und
weiteren Stationen einer Postbearbeitungsmaschine und zu deren
Notabschaltung, wobei pro Station jeweils zwei Schnittstellen und ein
Datenkabel vorgesehen sind, was jeweils zwei benachbarte Stationen
schnittstellenmäßig verbindet, mit einer über ein Meter (10) gesteuerten
druckenden Frankiermaschinen-Basiseinheit (24), wobei die
Frankiermaschinen-Basiseinheit eine Frankierdruckstation für einen rein
elektronischen Druck einschließt, in welcher ein Druckkopf mit einer
Druckkopfelektronik verbunden ist, gekennzeichnet dadurch
daß die Postbearbeitungsmaschine nach beiden Seiten unbegrenzt
erweiterbar ausgebildet ist, wobei die Steuerung programmiert ist, die
jeweils ankommende Nachricht zur jeweils anderen Schnittstelle
weiterzuleiten, wenn sie nicht an die empfangende Station gerichtet ist
oder auszuwerten, bevor eine Statusmeldung von der Station abgegeben
wird und daß jeder Station eine Gerätezusammenstellungsinformation
nach Initialisierung zugesendet wird, um den Kommunikationsablauf über
serielle Schnittstellen zu steuern, sowie daß Hardware- oder
Softwaremittel vorgesehen sind, damit über eine Notausleitung von jeder
Station eine Notabschaltung aller Stationen aktiviert werden kann.
2. Anordnung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch
daß eine spezielle Schnittstelleneinheit (26) in der Frankiermaschinen-
Basiseinheit (24) einen Hochgeschwindigkeitskanal und
Druckimpulserzeugungsmittel (266) aufweist, daß der Hochgeschwin
digkeitskanal mit der Druckkopfelektronik (81) und das Druckimpuls
erzeugungsmittel (266) eingangsseitig mit einem Encodermittel (80) und
ausgangsseitig mit den Druckkopfmodulen des Druckkopfes (82)
verbunden sind.
3. Anordnung nach den Ansprüchen 1 bis 2, gekennzeichnet
dadurch, daß die Frankiermaschinen-Basiseinheit (24) zusammen mit
weiteren einzeln steuerbaren Stationen (27, 28) eine
Postbearbeitungsmaschine (20) bildet, wobei die einzeln steuerbaren
Stationen (27, 28) mittels Datenkabel (25, 25.1, 25.2) miteinander
schnittstellenmäßig verbunden sind.
4. Anordnung nach den Ansprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet
dadurch, daß die einzeln steuerbare Station (28) eine automatische
Zuführung für Postgüter ist und über Datenkabel (25) mit der
Frankiermaschinen-Basisstation (24) schnittstellenmäßig verbunden ist,
wobei das Meter (10) die Frankiermaschinen-Basisstation (24) und die
automatische Zuführungsstation (28) steuert, welche
postguteingangsseitig angeschlossen ist und ein Briefkuvert
automatischen an den Posteingang der Frankiermaschinen-Basisstation
(24) anlegt.
5. Anordnung nach den Ansprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet
dadurch, daß die einzeln steuerbare Station (27) eine dynamischen
Waage ist und über Datenkabel (25.2) mit der Frankiermaschinen-
Basisstation (24) schnittstellenmäßig verbunden ist.
7. Anordnung nach den Ansprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet
dadurch, daß die automatische Zuführungsstation (28) über
Datenkabel (25.1) mit der dynamischen Waage (27) und die dynamischen
Waage (27) über Datenkabel (25.2) mit der Frankiermaschinen-
Basisstation (24) schnittstellenmäßig verbunden ist und daß die
Frankiermaschinen-Basisstation (24) mit dem Meter (10)
schnittstellenmäßig verbunden ist.
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