DE19710986A1 - Druckkessel - Google Patents
DruckkesselInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Druckkessel, welcher von einem
Fluid durchströmbar ist und zur Führung eines Fluidstroms
eine in einem Kesselinnenraum angeordnete Führungsvorrichtung
umfaßt, wobei durch die Führungsvorrichtung in dem Kessel
innenraum eine Einlaßstromführung und eine von der Einlaß
stromführung getrennte Auslaßstromführung gebildet ist und
der Fluidstrom von der Einlaßstromführung zu der Auslaßstrom
führung führbar ist.
Ferner betrifft die Erfindung einen volumetrischen Strah
lungsempfänger, insbesondere Solarstrahlungsempfänger, mit
einem Druckkessel, welcher von einem Fluid zur Aufnahme von
Wärme aus der Strahlung durchströmbar ist und welcher eine in
einem Kesselinnenraum des Druckkessels angeordnete Führungs
vorrichtung umfaßt, wobei durch die Führungsvorrichtung eine
Einlaßstromführung und eine von der Einlaßstromführung ge
trennte Auslaßstromführung gebildet ist und zwischen Einlaß
stromführung und Auslaßstromführung ein mit der Strahlung
beaufschlagbarer Absorber angeordnet ist.
Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Wärmege
winnung aus konzentrierter Strahlung, insbesondere aus Solar
strahlung, bei dem ein Fluid in einem Druckkessel eines
Strahlungsempfängers in einem Einlaßstrom einem Absorber,
welcher durch die Strahlung beaufschlagt ist, zugeführt wird,
der Fluidstrom dem Absorber durchströmt und die aufgenommene
Wärme durch einen Auslaßstrom abgeführt wird.
Derartige Vorrichtungen und Verfahren sind aus dem Stand der
Technik bekannt.
Diese bekannten Vorrichtungen und Verfahren werden beispiels
weise bei der Wärmegewinnung aus Solarstrahlung eingesetzt,
wobei der Druckkessel in diesem Fall der Druckkessel eines
volumetrischen Solarstrahlungsempfängers (Receivers) ist. Ein
solcher Receiver läßt sich beispielsweise zu CO2-Reformierung
von Methan in einem geschlossenen Kreislauf mit nachfolgender
Methanisierung einsetzen oder zur Erhitzung von Luft bei
spielsweise zum Antrieb einer Gasturbine.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen
Druckkessel der eingangs genannten Art derart zu verbessern,
daß er sich gegenüber bekannten Druckkesseln auf einfachere
Weise fertigen läßt und eine hohe Betriebssicherheit auf
weist.
Diese Aufgabe wird bei dem Druckkessel mit den eingangs ge
nannten Merkmalen erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die
Führungsvorrichtung Durchlaßmittel umfaßt, durch die ein
Teilstrom eines Fluidstroms aus der Auslaßstromführung in die
Einlaßstromführung rückführbar ist.
Bei dem erfindungsgemäßen Druckkessel läßt sich ein Durch
gangsmassestrom des Fluidstroms durch die Teilrückführung
eines Auslaßstromes aus der Auslaßstromführung zu einem Ein
laßstrom in der Einlaßstromführung erhöhen, wobei diese Rück
führung innerhalb des Druckkessels erfolgt. Durch einen
höheren Massestrom werden Schwankungen in einer Massestrom
verteilung des Fluidstroms im Absorber und dadurch eventuell
auftretende Temperaturspitzen, welche Instabilitäten verur
sachen können, verringert. Insbesondere können sich solche
Instabilitäten störend auf eine Fluidstrombeaufschlagungs-Wirk
vorrichtung, welche zwischen der Einlaßstromführung und
der Auslaßstromführung angeordnet ist und an welcher bei
spielsweise der Fluidstrom Wärme aufnimmt, auswirken. Eine
lokale Überhitzung kann sogar zu einer Zerstörung führen.
Beispielsweise ist die Fluidstrombeaufschlagungs-Wirkvorrich
tung in einem volumetrischen Solarstrahlungsempfänger durch
einen Absorber gebildet. Bei einem Einsatz des Receivers als
solarchemischer Receiver-Reaktor zur CO2-Reformierung von
Methan muß der von einer Anlage vorgegebene Massestrom an
Fluid im Druckkessel gegenüber dem Massestrom der Anlage
außerhalb des Receivers erhöht werden, um gewünschte Refor
mierungsausbeuten von mehr als 80% des eingesetzten Methans
zu erhalten. Durch die Teilrückführung des Auslaßstromes zum
Einlaßstrom innerhalb des Druckkessels bei der erfindungs
gemäßen Vorrichtung läßt sich ein Massestrom erreichen, der
innerhalb des Druckkessels des Receivers höher ist als der
Fluid-Massestrom außerhalb des Receivers.
Bei starker lokaler Bestrahlung kann sich der Massestrom auch
dadurch reduzieren, daß sich Stoffwerte des Gasgemischs wie
Dichte und Viskosität ändern. Durch die erfindungsgemäße Vor
richtung kann dieser Effekt wesentlich verringert werden, so
daß dadurch entstehende Stabilitätsprobleme vermeidbar sind.
Bei einer aus dem Stand der Technik bekannten Vorrichtung
wird der Massestrom im Druckkessel des Receivers dadurch
erhöht, daß ein aus dem Druckkessel abfließender Strom außer
halb des Druckkessels teilweise durch eine externe Rückfüh
rung in eine Fluidstrom-Zuführung zu dem Druckkessel einge
leitet wird. Diese Art der Erhöhung des Massestroms durch den
Druckkessel erfordert einen hohen Aufwand. Demgegenüber ist
durch die Teilrückführung innerhalb des Druckkessels bei der
erfindungsgemäßen Vorrichtung der fertigungstechnische Auf
wand verringert.
Bei Erhöhung des Massestroms durch die externe Rückführung
tritt weiterhin das Problem auf, daß ein Einlaßstrom und ein
Auslaßstrom in dem Kesselinnenraum des Druckkessels vonein
ander getrennt werden müssen, so daß diese nicht in Kontakt
miteinander kommen. Die dazu erforderliche Führungsvorrich
tung muß dazu fest gegenüber einem Außenmantel des Druck
kessels montiert sein, wobei aber zwischen dem Außenmantel
und der entsprechenden Führungsvorrichtung bei Betrieb des
Druckkessels ein Temperaturgradient vorliegt. Die unter
schiedliche Wärmeausdehnung zwischen dem kälteren Außenmantel
und der wärmeren Führungsvorrichtung erfordert, daß die Füh
rungsvorrichtung mit Dehnungskompensationselementen wie
Metallbalgen oder ähnlichen Vorrichtungen ausgerüstet ist.
Diese Dehnungskompensationselemente müssen aber innerhalb
enger Fertigungstoleranzen gestaltet werden, um Leckströme
und ein Mischen von Einlaßstrom und Auslaßstrom zu ver
hindern. Dies erfordert einen hohen Fertigungsaufwand und ist
insbesondere dann problematisch, wenn das System mit dem
Druckkessel keine definierten Temperaturen aufweist sondern
je nach Betriebszustand in einem anderen Temperaturbereich
betrieben wird. Außerdem besteht bei engen Toleranzen die
Gefahr des Festfressens von Führungsvorrichtungsteilen auf
grund von Oberflächenreaktionen wie Oxidation mit Zunder
bildung, so daß die Dehnungskompensationselemente unwirksam
werden.
Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung wird vorgeschlagen,
daß sich innerhalb des Druckkessels der Einlaßstrom und ein
Teilstrom des Auslaßstromes zur Erhöhung des Massestromes
vermischen. Dadurch muß die Führungsvorrichtung nicht mehr
dicht zwischen Einlaßstrom und Auslaßstrom ausgebildet
werden, so daß die bei der aus dem Stand der Technik be
kannten Vorrichtung auftretenden Probleme vermieden sind.
Dies ermöglicht eine einfache und kostengünstige Fertigung
des erfindungsgemäßen Druckkessels.
Bei einer besonders günstigen Ausführungsform des erfindungs
gemäßen Druckkessels ist die Führungsvorrichtung im Kessel
innenraum so angeordnet und ausgebildet, daß im Mittel die
Geschwindigkeit eines Fluidstroms in der Einlaßstromführung
größer ist und insbesondere mindestens zweifach größer ist
als die Geschwindigkeit des Fluidstroms in der Auslaßstrom
führung. Auf diese Weise ist der dynamische Druck (Staudruck)
des Fluids in der Einlaßstromführung höher als der Staudruck
des Fluids in der Auslaßstromführung. Gemäß dem
Bernoullischen Gesetz entsteht dadurch ein Sogeffekt, durch
den Fluid aus der Auslaßstromführung über die Durchlaßmittel
in die Einlaßstromführung gesogen werden. Dieser Effekt ist
vergleichbar mit der Wirkung einer Wasserstrahlpumpe.
In einer konstruktiv besonders einfachen und vorteilhaften
Ausführungsform des erfindungsgemäßen Druckkessels sind die
Durchlaßmittel als Dehnungskompensationselemente der Füh
rungsvorrichtung ausgebildet. Dadurch läßt sich gleichzeitig
eine Erhöhung des Massestroms durch den Druckkessel mit einer
Kompensation der Wärmedehnung erreichen, insbesondere hin
sichtlich Temperaturgradienten zwischen der Führungsvorrich
tung (warme Seite) und eines Außenmantels (kalte Seite) des
Druckkessels. Die Ausbildung der Durchlaßmittel als Dehnungs
kompensationselemente erlaubt es gerade, die bei einer Vor
richtung aus dem Stand der Technik erforderliche Dichtheit
zwischen Einlaßstromführung und Auslaßstromführung zu umgehen
und durch diese Umgehung eine gewünschte Erhöhung des Masse
stroms für eine Fluidbeaufschlagungs-Wirkvorrichtung zu
erzielen.
Bei einer günstigen Variante einer Ausführungsform ist
zwischen Einlaßstromführung und Auslaßstromführung eine
Fluidbeaufschlagungs-Wirkvorrichtung angeordnet. Diese er
fährt dadurch einen hohen Massestrom, bei dem dann mögliche
Instabilitäten in der Massestromverteilung verringert sind.
Bei der Fluidstrombeaufschlagungs-Wirkvorrichtung kann es
sich beispielsweise um einen Strahlungsabsorber, insbesondere
einen volumetrischen Solarstrahlungsabsorber handeln.
Bisher wurden keine Aussagen gemacht über die Ausbildung der
Führungsvorrichtung. Bei einer konstruktiv und fertigungs
technisch besonders einfachen Variante einer Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Druckkessels umfaßt die Führungsvor
richtung einen Innenmantel des Druckkessels.
Vorteilhafterweise ist der Innenmantel im Kesselinnenraum
dabei so angeordnet, daß die zwischen dem Innenmantel und
einem Außenmantel des Druckkessels gebildete Einlaßstrom
führung eine kleinere Querschnittsfläche als die Auslaßstrom
führung, die im Kesselinnenraum durch den Innenmantel
begrenzt ist, aufweist. Dadurch ist erreicht, daß ein Einlaß
strom in der Einlaßstromführung im Mittel eine höhere Ge
schwindigkeit aufweist als ein Auslaßstrom in der Auslaß
stromführung, so daß ein Teilstrom des Auslaßstromes durch
eine Sogwirkung des Einlaßstromes durch die Durchlaßmittel in
die Einlaßstromführung rückführbar ist.
Vorteilhafterweise ist der Innenmantel mehrteilig ausge
bildet, so daß sich auf einfache Weise eine Kompensation der
Wärmedehnung erreichen läßt. Dazu sind aneinandergrenzende
Teile des Innenmantel günstigerweise durch eine muffenartige
Verbindung nicht starr verbunden. Dies erlaubt es, daß sich
die dehnenden Komponenten des Innenmantels beispielsweise
ineinanderstecken lassen, wobei relativ große Fertigungs
toleranzen zulässig sind, und die Verbindung eine Dehnungs
kompensation erlaubt.
Besonders günstig ist es dann, wenn ein Durchlaßmittel durch
einen Verbindungsspalt der muffenartigen Verbindung gebildet
ist, welcher als Strömungskanal für den Teilstrom des
Fluidstroms, der aus der Auslaßstromführung in die Einlaß
stromführung rückführbar ist, wirkt. Durch eine entsprechende
Wahl der Spaltmaße können dann Rückführanteile des Auslaß
stromes in den Einlaßstrom und Strömungsgeschwindigkeiten auf
einfache Weise eingestellt werden.
In einer vorteilhaften Variante einer Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Druckkessels weist dieser zur thermischen
Isolierung eine Innendämmung auf. Dies ermöglicht einen hohen
Wärmedämmungsgrad für den erfindungsgemäßen Druckkessel.
Der erfindungsgemäße Druckkessel läßt sich vorteilhafterweise
als Druckkessel eines volumetrischen Strahlungsempfängers,
insbesondere eines Solarstrahlungsempfängers verwenden.
Der vorliegenden Erfindung liegt ferner die Aufgabe zugrunde,
einen volumetrischen Strahlungsempfänger zu schaffen, der
sich auf einfache Weise fertigen läßt und eine hohe Betriebs
sicherheit aufweist.
Diese Aufgabe wird bei dem erfindungsgemäßen volumetrischen
Strahlungsempfänger mit den eingangs genannten Merkmalen
dadurch gelöst, daß die Führungsvorrichtung Durchlaßmittel
umfaßt, durch die ein Teilstrom eines Fluidstroms aus der
Auslaßstromführung in die Einlaßstromführung rückführbar ist.
Der erfindungsgemäße volumetrische Strahlungsempfänger weist
die Vorteile, die bereits im Zusammenhang mit dem erfindungs
gemäßen Druckkessel diskutiert wurden, auf.
Zur Erzielung eines hohen Umsetzungsgrades von Strahlungs
energie in Wärmeenergie, welche durch das Fluid abgeführt
wird, ist es besonders vorteilhaft, wenn der Absorber ein
volumetrischer Absorber ist. In einer Variante einer Aus
führungsform ist dieser aus einem Keramikschaummaterial oder
eine keramische Wabenstruktur gefertigt.
In einer kostenmäßig und fertigungstechnisch besonders vor
teilhaften Ausführungsform ist der Absorber aus einer porösen
Metallstruktur gefertigt, bei der es sich insbesondere um ein
Metallgewebe oder Metallgestricke handeln kann. Durch einen
höheren Massestrom durch den Absorber bei der erfindungsge
mäßen Vorrichtung, durch welchen am Absorber unter Umständen
auftretende Temperaturspitzen und Neigungen zu Instabilitäten
der Massestromverteilung verringert werden, sind geringere
Anforderungen an das Absorbermaterial gestellt, so daß auch
Metallgewebe, die kostengünstiger anfertigbar sind als Kera
mikschaummaterialien einsetzbar sind.
Zur Erzielung eines hohen Umsetzungsgrades ist es besonders
vorteilhaft, wenn in der Einlaßstromführung ein Einlaßabsor
ber angeordnet ist, welcher durch die Strahlung beaufschlag
bar ist. Ein solcher Einlaßabsorber kann den Fluidstrom in
der Einlaßstromführung vorwärmen, bevor dieser dem eigent
lichen Absorber zugeführt wird. Durch einen Einlaßabsorber
läßt sich beispielsweise 10 bis 15% der gesamten durch den
Fluidstrom aufgenommenen Strahlungsenergie auf diesen über
tragen.
Weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Ausgestaltungen
des erfindungsgemäßen volumetrischen Strahlungsempfängers
sind Gegenstand der Ansprüche 18 bis 24 und wurden bereits im
Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Druckkessel disku
tiert.
Ferner liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfah
ren mit den eingangs genannten Merkmalen zu schaffen, das
gegenüber bekannten Verfahren sich einfacher realisieren läßt
und einen hohen Energieumsetzungsgrad aufweist.
Diese Aufgabe wird bei dem Verfahren mit den eingangs ge
nannten Merkmalen dadurch gelöst, daß im Druckkessel ein
Teilstrom des Auslaßstromes in den Einlaßstrom zurückgeführt
wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren weist die bereits im Zusammen
hang mit dem erfindungsgemäßen Druckkessel und dem erfin
dungsgemäßen volumetrischen Strahlungsempfänger diskutierten
Vorteile auf.
In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt eines Ausführungsbeispieles
eines erfindungsgemäßen Strahlungsempfängers
in schematischer Darstellung.
Ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Strahlungs
empfängers, welcher in Fig. 1 dargestellt und als Ganzes mit
10 bezeichnet ist, umfaßt einen Druckkessel 12 mit einem
Außenmantel 14. Der Außenmantel ist aus einem druckbestän
digen Metall gefertigt.
Der Druckkessel 12 ist mit einer Wand 16 zu einer Quelle (in
der Figur nicht gezeigt) von konzentrierter Strahlung 18,
insbesondere Solarstrahlung, ausgerichtet. Bei der Quelle
kann es sich beispielsweise um einen Parabolspiegel handeln.
Die Wand 16 weist eine Öffnung 20 auf, in der ein Durch
trittsfenster 22 für die konzentrierte Strahlung 18 in einen
Kesselinnenraum 24 des Druckkessels 12 sitzt. Das Durch
trittsfenster 22 ist zum Kesselinnenraum 24 hin gewölbt,
wobei ein Scheitel 26 des Durchtrittsfensters 22 auf einer
Symmetrieachse 28 des erfindungsgemäßen Druckkessels 12
liegt. Durch die kuppelförmige Ausbildung des Durchtritts
fensters 22 sind die mechanischen Spannungen, die durch die
Druckbelastung und die Erhitzung bei Strahlungsabsorption
auftreten, verringert. Außerdem wird die Rückreflexion von
Strahlung vermindert.
Um die Öffnung 20 sind auf der Wand 16 Schutzblenden 30 ange
ordnet, die insbesondere wassergekühlt sind, um eine Er
hitzung und mechanische Belastung der Wand 16 durch Strah
lungsabsorption zu verringern oder zu verhindern.
Der Druckkessel 12 weist einen Einlaß (in der Figur nicht
gezeigt) für einen Fluidstrom in den Druckkessel 12 auf. Der
Fluidstrom ist in einer Führungsvorrichtung 32 geführt, die
eine Einlaßstromführung 34 zur Führung eines Einlaßstromes 36
und eine Auslaßstromführung 38 zur Führung eines Auslaß
stromes 40 umfaßt. Dazu weist der Druckkessel 12 einen Innen
mantel 42 auf, der mehrteilig ausgebildet ist.
Eine erste Innenmantelfläche 44 ist mit einem dem Durch
trittsfenster 22 abgewandten Teil des Druckkessels 12 fest
verbunden. Eine zweite Innenmantelfläche 46 ist mit einem dem
Durchtrittsfenster 22 zugewandten Teil des Druckkessels 12
fest verbunden. Die erste 44 und die zweite 46 Innenmantel
fläche weisen einen Überlappungsbereich 48 auf, in dem ein
Verbindungsspalt 50 gebildet ist, über den ein Teilstrom 52
des Auslaßstromes 40 aus der Auslaßstromführung 38 in die
Einlaßstromführung 34 dem Einlaßstrom 36 zuführbar ist.
Im Kesselinnenraum 24 ist vor dem Durchtrittsfenster 22 durch
die konzentrierte Strahlung 18 beaufschlagbar ein volume
trischer Absorber 56 angeordnet und zwar dergestalt, daß der
Einlaßstrom 36 aus der Einlaßstromführung 34 vollständig
durch den Absorber 56 geführt werden muß, um in der Auslaß
stromführung 38 den Auslaßstrom 40 zu bilden. Dabei ist
zwischen dem Durchtrittsfenster 22 und dem volumetrischen Ab
sorber 56 ein Eintrittsbereich 58 für konzentrierte Strahlung
18 in den Kesselinnenraum 20 angeordnet. Eine diesem Ein
trittsbereich 58 zugewandte Absorberfläche 60 des volume
trischen Absorbers 56 ist mit konzentrierter Strahlung beauf
schlagbar.
In der Einlaßstromführung 34 ist ein Einlaßabsorber 62 so
angeordnet, daß eine Absorptionsfläche 64 im Eintrittsbereich
58 liegt. Dieser Einlaßabsorber 62 dient zu einer ersten Er
hitzung des Fluidstroms in der Einlaßstromführung 34.
Zwischen der Führungsvorrichtung 32 und dem Außenmantel 14
des Druckkessels 12 des erfindungsgemäßen Strahlungs
empfängers 10 ist eine Innendämmung 66 zur thermischen Innen
dämmung des Druckkessels 12 angeordnet. Diese Innendämmung
umfaßt eine oder mehrere Schichten Dämmaterial. Insbesondere
ist die Innendämmung 66 so ausgebildet, daß sie einen Druck
ausgleich zwischen dem Kesselinnenraum 24 und dem Dämmaterial
erlaubt.
Der erfindungsgemäße Strahlungsempfänger, welcher sich bei
spielsweise als chemischer Receiver oder als Luftreceiver
einsetzen läßt, arbeitet wie folgt:
Über den Einlaß tritt ein Fluidstrom, beispielsweise ein
Gasstrom von Reaktionsprodukten oder Luft, in den Druckkessel
12 ein und wird in der Einlaßstromführung 34 als Einlaßstrom
36 durch den Einlaßabsorber 62 geführt. Dort nimmt der Fluid
strom Wärme auf, welche durch die Absorption der konzen
trierten Strahlung 18 durch die Absorptionsfläche 64 erzeugt
wurde. Bei der dabei aufgenommenen Wärme handelt es sich bei
spielsweise um 10 bis 15% der insgesamt aufgenommenen Wärme
des Auslaßstromes 40.
Über den Eintrittsbereich 58 strömt der Auslaßstrom 40 dann
durch den volumetrischen Absorber 56 und nimmt dabei weiter
Wärme auf, wobei der größte Teil der Wärmeaufnahme des
Fluidstroms hier erfolgt.
Der Fluidstrom, welcher Wärme aufgenommen hat, wird als Aus
laßstrom 40 in der Auslaßstromführung 38 einem Auslaß des
Druckkessels 12 zugeführt.
Der Teilstrom 52 des Auslaßstromes 52 strömt dabei über den
Verbindungsspalt 50 zurück in die Einlaßstromführung 34. Da
durch ist der Massestrom des Einlaßstromes 36, welcher den
Einlaßabsorber 62 und den Absorber 56 beaufschlagt, ver
größert. Die Einlaßstromführung 34 weist dabei insbesondere
in der Nähe des Verbindungsspaltes 50 einen kleineren Quer
schnitt auf als die Auslaßstromführung 38. Dadurch ist die
Geschwindigkeit des Einlaßstromes 36 gegenüber der Geschwin
digkeit des Auslaßstromes 40 erhöht. Dies führt dazu, daß der
Einlaßstrom in der Nähe des Überlappungsbereiches 48 in der
Auslaßstromführung 38 einen höheren dynamischen Druck
(Staudruck) aufweist als der Auslaßstrom in der Nähe des
Überlappungsbereiches 48. Es resultiert daraus ein Sogeffekt
(Bernoulli-Gesetz), durch den der Teilstrom 52 in die Einlaß
stromführung 34 gesogen wird. Vorteilhafterweise sind die
Strömungsgeschwindigkeiten und die Maße des Verbindungs
spaltes 50 so angepaßt, daß der Einlaßabsorber 62 und der
volumetrische Absorber 56 mit einem zur Erzielung eines hohen
Energieumsetzungsgrades optimalen Fluidstrom beaufschlagt
sind.
Durch den Überlappungsbereich 48, durch den die erste Innen
mantelfläche 44 und die zweite Innenmantelfläche 46 nicht
starr miteinander verbunden sind, ist eine Dehnungskompen
sation für den Innenmantel 42 ermöglicht, so daß Temperatur
änderungen und Temperaturgradienten den Betrieb des erfin
dungsgemäßen Strahlungsempfängers 10 nicht beeinträchtigen.
Der Druck, unter dem das Fluid dem Strahlungsempfänger 10 zu
geführt wird, kann beispielsweise in einer Größenordnung von
3 bar für eine kleine Anlage bis 15 bar für eine große Anlage
liegen. Bei der Teilrückführung des Auslaßstromes 40 über den
Teilstrom 52 zu dem Einlaßstrom 36 tritt ein Druckverlust
auf. Dieser liegt bei einer entsprechenden Ausbildung des
Verbindungsspaltes 50 beispielsweise in einem Größenordnungs
bereich von einigen mbar. Bezogen auf den Gesamtdruck in dem
Druckkessel 12 hat dieser Druckverlust demnach nur einen sehr
geringen Einfluß.
Claims (26)
1. Druckkessel, welcher von einem Fluid durchströmbar ist
und zur Führung eines Fluidstroms eine in einem Kessel
innenraum angeordnete Führungsvorrichtung umfaßt, wobei
durch die Führungsvorrichtung in dem Kesselinnenraum
eine Einlaßstromführung und eine von der Einlaßstrom
führung getrennte Auslaßstromführung gebildet ist, und
der Fluidstrom von der Einlaßstromführung zu der Auslaß
stromführung führbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Füh
rungsvorrichtung (32) Durchlaßmittel (50) umfaßt, durch
die ein Teilstrom (52) eines Fluidstroms (40) aus der
Auslaßstromführung (38) in die Einlaßstromführung (34)
rückführbar ist.
2. Druckkessel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Führungsvorrichtung (32) im Kesselinnenraum (24) so
angeordnet und ausgebildet ist, daß im Mittel die Ge
schwindigkeit eines Fluidstroms (36) in der Einlaßstrom
führung (38) größer ist und insbesondere mindestens
zweifach größer ist als die Geschwindigkeit des
Fluidstroms (40) in der Auslaßstromführung (38).
3. Druckkessel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß die Durchlaßmittel (50) als Dehnungskompensa
tionselemente der Führungsvorrichtung (32) ausgebildet
sind.
4. Druckkessel nach einem der vorangehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß zwischen Einlaßstromführung
(34) und Auslaßstromführung (38) eine Fluidstrombeauf
schlagungs-Wirkvorrichtung (56) angeordnet ist.
5. Druckkessel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Fluidstrombeaufschlagungs-Wirkvorrichtung ein Strah
lungsabsorber (56) ist.
6. Druckkessel nach einem der vorangehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Führungsvorrichtung (32)
einen Innenmantel (42) des Druckkessels (12) umfaßt.
7. Druckkessel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
der Innenmantel (42) im Kesselinnenraum (24) so ange
ordnet ist, daß die zwischen dem Innenmantel (42) und
einem Außenmantel (14) des Druckkessels (12) gebildete
Einlaßstromführung (34) eine kleinere Querschnittsfläche
als die Auslaßstromführung (38), die im Kesselinnenraum
(24) durch den Innenmantel (42) begrenzt ist, aufweist.
8. Druckkessel nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeich
net, daß der Innenmantel (42) mehrteilig (44,46) ausge
bildet ist.
9. Druckkessel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
aneinandergrenzende Teile (44,46) des Innenmantels (42)
durch eine muffenartige Verbindung (48) nichtstarr ver
bunden sind.
10. Druckkessel nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Durchlaßmittel durch einen Verbindungsspalt (50) der
muffenartigen Verbindung (48) gebildet ist, welcher als
Strömungskanal für den Teilstrom (52) des Fluidstroms
(40), der aus der Auslaßstromführung (38) in die Einlaß
stromführung (34) rückführbar ist, wirkt.
11. Druckkessel nach einem der vorangehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß der Druckkessel (12) zur
thermischen Isolierung eine Innendämmung (66) aufweist.
12. Druckkessel nach einem der vorangehenden Ansprüche, ge
kennzeichnet durch seine Verwendung als Druckkessel
eines volumetrischen Strahlungsempfängers, insbesondere
eines Solarstrahlungsempfängers.
13. Volumetrischer Strahlungsempfänger, insbesondere Solar
strahlungsempfänger, mit einem Druckkessel, welcher von
einem Fluid zur Aufnahme von Wärme aus der Strahlung
durchströmbar ist und welcher eine in einem Kesselinnen
raum des Druckkessels angeordnete Führungsvorrichtung
umfaßt, wobei durch die Führungsvorrichtung eine Einlaß
stromführung und eine von der Einlaßstromführung ge
trennte Auslaßstromführung gebildet ist und zwischen
Einlaßstromführung und Auslaßstromführung ein mit der
Strahlung beaufschlagbarer Absorber angeordnet ist, da
durch gekennzeichnet, daß die Führungsvorrichtung (32)
Durchlaßmittel (50) umfaßt, durch die ein Teilstrom (52)
eines Fluidstroms (40) aus der Auslaßstromführung (38)
in die Einlaßstromführung (34) rückführbar ist.
14. Volumetrischer Strahlungsempfänger nach Anspruch 13, da
durch gekennzeichnet, daß der Absorber ein volume
trischer Absorber (56) ist.
15. Volumetrischer Strahlungsempfänger nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, daß der Absorber (56) aus einem
Keramikschaummaterial oder einer keramischen Waben
struktur gefertigt ist.
16. Volumetrischer Strahlungsabsorber nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, daß der Absorber (56) aus einer
porösen Metallstruktur gefertigt ist.
17. Volumetrischer Strahlungsabsorber nach einem der An
sprüche 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß in der
Einlaßstromführung (34) ein Einlaßabsorber (62) ange
ordnet ist, welcher durch die Strahlung (18) beauf
schlagbar ist.
18. Volumetrischer Strahlungsabsorber nach einem der An
sprüche 13 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Füh
rungsvorrichtung (32) im Kesselinnenraum (24) so ange
ordnet und ausgebildet ist, daß im Mittel die Geschwin
digkeit des Fluidstroms (36) in der Einlaßstromführung
(38) größer ist und insbesondere mindestens zweifach
größer ist als die Geschwindigkeit des Fluidstroms (40)
in der Auslaßstromführung (38).
19. Volumetrischer Strahlungsabsorber nach einem der An
sprüche 13 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die
Durchlaßmittel (50) als Dehnungskompensationselemente
der Führungsvorrichtung (32) ausgebildet sind.
20. Volumetrischer Strahlungsabsorber nach einem Ansprüche 13
bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckkessels
(12) umfaßt.
21. Volumetrischer Strahlungsabsorber nach Anspruch 20, da
durch gekennzeichnet, daß der Innenmantel (42) im
Kesselinnenraum (24) so angeordnet ist, daß die zwischen
dem Innenmantel (42) und einem Außenmantel (14) des
Druckkessels (12) gebildete Einlaßstromführung (34) eine
kleinere Querschnittsfläche als die Auslaßstromführung
(38), die im Kesselinnenraum (24) durch den Innenmantel
(42) begrenzt ist, aufweist.
22. Volumetrischer Strahlungsabsorber nach Anspruch 20 oder
21, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenmantel (42)
mehrteilig (44,46) ausgebildet ist.
23. Volumetrischer Strahlungsabsorber nach Anspruch 22,
dadurch gekennzeichnet, daß aneinandergrenzende Teile
(44,46) des Innenmantels (42) durch eine muffenartige
Verbindung (48) nichtstarr verbunden sind.
24. Volumetrischer Strahlungsabsorber nach Anspruch 23, da
durch gekennzeichnet, daß ein Durchlaßmittel durch einen
Verbindungsspalt (50) der muffenartigen Verbindung (48)
gebildet ist, welcher als Strömungskanal für den Teil
strom (52) des Fluidstroms (40), der aus der Auslaß
stromführung (38) in die Einlaßstromführung (34) rück
führbar ist, wirkt.
25. Verfahren zur Wärmegewinnung aus konzentrierter Strah
lung, insbesondere aus Solarstrahlung, bei dem ein Fluid
in einem Druckkessel eines Strahlungsempfängers in einem
Einlaßstrom einem Absorber, welcher durch die Strahlung
beaufschlagt ist, zugeführt wird, der Fluidstrom den Ab
sorber durchströmt und die aufgenommene Wärme durch
einen Auslaßstrom abgeführt wird, dadurch gekennzeich
net, daß im Druckkessel ein Teilstrom des Auslaßstromes
in den Einlaßstrom zurückgeführt wird.
26. Verfahren nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß
eine mittlere Strömungsgeschwindigkeit des Einlaßstromes
im Druckkessel größer ist als eine mittlere Strömungsge
schwindigkeit des Auslaßstromes im Druckkessel.
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