DE19710483C2 - Winkelgeschwindigkeitsdetektor - Google Patents
WinkelgeschwindigkeitsdetektorInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Winkelgeschwindigkeits
detektor, mit dem eine Schwingung eines Oszillators erfaßt
wird, die hervorgerufen wird, wenn durch eine Winkelgeschwin
digkeit an dem Oszillator eine Corioliskraft entsteht, und
insbesondere auf einen Winkelgeschwindigkeitsdetektor mit einem
ersten und einem zweiten Schwingungssensor, die in bezug auf
die Richtung einer ersten Schwingung symmetrisch angeordnet
sind, welche durch eine Erregerschaltung angeregt ist, wobei
eine durch die Corioliskraft hervorgerufene zweite Schwingung
erfaßt wird.
In der Druckschrift US 5 587 529
(DE 195 20 426 A1) ist mit dem Titel "Winkelgeschwindigkeitsdetektor"
ein Detektor beschrieben, der einen Oszillator mit einem ersten
Anschluß, an den eine Steuerspannung angelegt wird, einem
zweiten Anschluß, an dem bei Resonanz des Oszillators ein
Signal mit einer bestimmten Phasenverschiebung in bezug auf ein
Signal an dem ersten Anschluß auftritt, und einem dritten
Anschluß enthält, an dem ein Signal mit einer Phase auftritt,
die sich gemäß einer Winkelgeschwindigkeit ändert. Der
Oszillator erzeugt ein Wechselspannungssignal, welches der an
den ersten Anschluß angelegten Steuerspannung entspricht und
sich entsprechend dem an dem zweiten Anschluß auftretenden
Signal ändert. Ein Frequenzvervielfacher, der auf ein Signal
anspricht, welches der Schwingungsfrequenz des Oszillators
entspricht, erzeugt ein Taktimpulssignal mit einer Frequenz,
die höher als die Schwingungsfrequenz ist. Es wird ein
Phasendifferenz-Impulssignal mit einem Einschaltverhältnis
erzeugt, welches sich gemäß einer Phasendifferenz zwischen dem
an dem dritten Anschluß des Oszillators auftretenden Signal und
entweder dem an den ersten Anschluß angelegten Signal oder dem
an dem zweiten Anschluß auftretenden Signal ändert. Mit einem
Zähler werden die Taktimpulse während eines Zeitabschnittes
gezählt, in dem das Phasendifferenz-Impulssignal entweder den
hohen oder den niedrigen Pegel annimmt.
Eine Anordnung zum Erfassen einer Drehwinkel
geschwindigkeit mittels eines Oszillators ist beispielsweise in
den JP-5 240 649 A und JP 5 288 555 A sowie in der GB-
2 266 149 A beschrieben.
Gemäß diesen Beschreibungen wird ein Oszillator wie ein
piezoelektrisches Element zur Resonanz mit einer Frequenz
angesteuert, die mit der Eigenfrequenz des Oszillators
übereinstimmt. An dem Oszillator ist andern Knotenpunkt der
Eigenschwingung eine Meßelektrode angebracht und aus einer an
dar Meßelektrode entstehenden Spannung, aus der eins der
Eigenschwingung entsprechende Komponente beseitigt ist, wird
ein Winkelgeschwindigkeitssignal erhalten. Da die Meßelektrode
an dem Knotenpunkt der Eigenschwingung angeordnet ist, folgt
daraus theoretisch, daß an der Meßelektrode keine Spannung
auftritt, wenn keine Winkelgeschwindigkeit auf den Oszillator
einwirkt. Wenn jedoch an dem Oszillator eine Winkelgeschwin
digkeit in einer Richtung von einem Schwingungsbauch, an dem
eine Erregerelektrode angeordnet ist, zu einem Schwingungs
knoten hin, an dem die Meßelektrode angeordnet ist, oder in der
Gegenrichtung einwirkt, entsteht an dem Oszillator eine
Corioliskraft, wodurch die Schwingungsrichtung zur Richtung der
Corioliskraft oder der Winkelgeschwindigkeit verwunden wird.
Der Knotenpunkt der verwundenen Schwingung wird dann gegenüber
der Meßelektrode versetzt, wodurch sich ein Spannungsanstieg
ergibt. Auf diese Weise entsteht an der Meßelektrode eins
Schwingungsspannung, welche der Corioliskraft bzw. der Winkel
geschwindigkeit entspricht. Der Pegel der Schwingungsspannung
und die Phasenverschiebung derselben in bezug auf die
Erregerspannung entspricht der Corioliskraft bzw. der Winkel
geschwindigkeit. In der Praxis hat jedoch die Meßelektrode
endliche Abmessungen und die Mitte der Meßelektrode ist
mikroskopisch gesehen nicht völlig mit dem Knotenpunkt der
durch die Erregung verursachten Eigenschwingung ausgerichtet,
so daß folglich an der Meßelektrode nicht nur eine der
Corioliskraft entsprechende Spannung, sondern auch eine
Spannung entsteht, die sich aus der angeregten Eigenschwingung
ergibt. Aus diesem Grund wird aus der an der Meßelektrode
entstehenden Spannung die der Eigenschwingung entsprechende
Komponente beseitigt.
Die Eigenfrequenz des Oszillators ändert sich jedoch unter
Einwirkung von Umgebungstemperaturen oder dergleichen. Infolge
dessen ist es bei dem Ansteuern des Oszillators mit einer
bestimmten Frequenz bei einer Änderung der Umgebungstemperatur
nicht möglich, die Funktion des Oszillators bei dessen Resonanz
aufrechtzuerhalten. Eine Abweichung des Betreibens des
Oszillators von der Resonanz verursacht eine Schwankung der
Schwingungsamplitude, wodurch ein Fehler hinsichtlich des
Zusammenhanges zwischen der Phasendifferenz und der Winkel
geschwindigkeit hervorgerufen wird.
Um dieser Erscheinung gerecht zu werden, wird gemäß der
GB-2 266 149 A mit einer
Phasenregelschaltung bzw. PLL-Schaltung versucht, das Betreiben
des Oszillators auf dessen Resonanz aufrechtzuerhalten. Im
einzelnen wird die Schwingungsfrequenz eines spannungsge
steuerten Oszillators automatisch derart eingestellt, daß ein
an einen Steueranschluß des Oszillators angelegtes Signal in
bezug auf ein Signal an einem Anschluß desselben, aus dem eine
Rückführungsspannung abgenommen wird, eins Phasendifferenz von
90° hat.
Gemäß der JP-7 332 986 A wird die Erregung des
Oszillators dadurch auf die Eigenfrequenz gezogen, daß die
Frequenz von Taktimpulsen oder Adressenzählimpulsen verschoben
wird, die in einer PLL-Schaltung an einen Sinuswellen-
Funktionsgenerator mit einem Festspeicher angelegt werden.
Gemäß der JP-8 105 747 A und der entsprechenden US-
5 561 400 wird in eine Gegenkopplungs-Erregungsschleife für den
Oszillator ein Bandpaßfilter mit einer Resonanzfrequenz und
einer Phasenverschiebung eingefügt, die sich entsprechend einer
Vorspannung ändern, und die Vorspannung wird derart geändert,
daß sie derjenigen Phasendifferenz zwischen der Erregerspannung
und der Gegenkopplungsspannung entspricht, die das Versetzen der
Erregung des Oszillators auf die Eigenfrequenz hervorruft.
Durch das automatische Abstimmen der Erregung des Oszillators
auf die Eigenfrequenz wird eine Abweichung des Pegels der
Maßspannung und einer Phasenverschiebung in bezug auf die
Winkelgeschwindigkeit verringert, so daß auf diese Weise die
Meßgenauigkeit stabilisiert wird.
Da die Meßelektrode an dem Knotenpunkt der angeregten
Schwingung angeordnet ist, folgt daraus, daß bei niedriger
Winkelgeschwindigkeit der Pegel der Meßspannung niedrig ist.
Falls der Pegel unterhalb eines durch Signalverarbeitung
korrigierbaren Pegels liegt, kann die Winkelgeschwindigkeit
nicht quantitativ erfaßt werden. Das heißt, wenn die Meß
spannung niedriger als der durch die Signalverarbeitungs
schaltung verarbeitbare Pegel ist, wird die Winkel
geschwindigkeit als "0" betrachtet, so daß daher ein Signal
abgegeben wird, welches der Winkelgeschwindigkeit "0"
entspricht. Somit ist für niedrige Winkelgeschwindigkeiten die
Auflösung verschlechtert. Das gleiche gilt auch für ein
Verfahren, bei dem ein Signal erzeugt wird, welches einer
Phasenverschiebung entspricht und zu einem Winkelgeschwin
digkeitssignal umgesetzt wird, insofern, als das Erfassen der
Phasenverschiebung von dem Pegel der Meßspannung ausgehend
vorgenommen wird.
Aus der Druckschrift WO 90/08 300 ist ein Rotationssensor
bekannt, bei dem Schwingungserzeugungseinrichtungen und
Schwingungserfassungseinrichtungen jeweils am Ende eines
spiralförmig aufgewickelten Bandes angeordnet sind. Entlang
des spiralförmigen Bandes werden die Vibrationswellen
übertragen und es wird eine Phasendifferenz zwischen den
jeweils mittels den Schwingungserfassungseinrichtungen
erfaßten Schwingungen bestimmt. Aus der Phasendifferenz
werden mittels einer Auswerteeinrichtung die Eigenschaften
einer Rotation erfaßt, so daß der Rotationssensor in einem
Peilsystem Verwendung finden kann.
Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde,
einen Winkelgeschwindigkeitsdetektor der eingangs genannten
Art derart auszugestalten, daß die Genauigkeit der
Erfassung niedriger Winkelgeschwindigkeiten verbessert und
die Messung einer Winkelgeschwindigkeit durch Messung der
Phasenverschiebung stabilisiert wird.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mittels des
Winkelgeschwindigkeitsdetektors gemäß Patentanspruch 1
gelöst.
Alternativ wird diese Aufgabe mitttels des
Winkelgeschwindigkeitsdetektors gemäß Patentanspruch 3
gelöst.
Es wurden die Ursachen für die bei dem Messen einer
Winkelgeschwindigkeit aufgrund der Phasenverschiebung
auftretenden Schwierigkeiten untersucht, die dann festzustellen
sind, wenn der piezoelektrische Oszillator einen hohen
Symmetriegrad zeigt. Dies wird nachstehend unter Bezugnahme auf
ein Beispiel für ein Sensorelement 10 beschrieben, welches in
Schnittansicht in Fig. 3 und in Gesamtansicht in Fig. 10a
dargestellt ist.
Gemäß Fig. 3 enthält das Sensorelement 10 als Oszillator 2
einen zylindrischen piezoelektrischen Körper, an dessen unterem
Ende einstückig ein Elementsockel mit einer Scheibe an dessen
oberen Ende und mit einem von der unteren Fläche der Scheibe
weg ragenden Rundstab ausgebildet ist. Die äußere Umfangsfläche
des zylindrischen piezoelektrischen Oszillators 2 ist auf im
wesentlichen der oberen Hälfte mit einer Bezugspotential-
Elektrode 3a überdeckt, die an ein Bezugspotential einer
Schaltung angeschlossen ist, während auf die untere Hälfte der
Außenumfangsfläche acht Elektrodensegmente mit gleicher Form in
einem Teilungsabstand von 45° aufgeklebt sind. Die innere
Umfangsfläche des zylindrischen piezoelektrischen Oszillators 2
ist durch eine Bezugspotential-Elektrode 3b abgedeckt, die das
gleiche Potential wie die Elektrode 3a erhält.
In dem Schaltbild in Fig. 10a sind die acht Elektroden
segmente dargestellt. Ein Paar von Elektrodensegmenten 4a und
4b, die einander in einer ersten Diagonalrichtung D1 gegen
übergesetzt angeordnet sind, entspricht Rückführungselektroden
ein anderes Paar von Elektrodensegmenten 5a und 5b, die
einander in einer zweiten Diagonalrichtung D2 gegenübergesetzt
angeordnet sind, welche zu der Richtung D1 senkrecht ist,
entspricht Erregerelektroden, und ein weiteres Paar von
Elektrodensegmenten 6a und 6b, die einander in einer dritten
Diagonalrichtung D3 gegenübergesetzt angeordnet sind, welche
eine Winkelhalbierende zwischen den Richtungen D1 und D2 ist
bzw. gegenüber der Richtung D1 um einen Winkel von 45° versetzt
ist, bildet einen ersten Satz von Meßelektroden. Ein weiteres
Paar von Elektrodensegmenten 7a und 7b, die einander in einer
vierten Diagonalrichtung D4 gegenübergesetzt angeordnet sind,
welche zu der Richtung D3 senkrecht ist, bildet einen zweiten
Satz von Meßelektroden.
Zwischen die Erregerelektroden 5a und 5b und die
Bezugspotential-Elektroden 3a und 3b wird eine von einer
Generatorschaltung erzeugte Wechselspannung angelegt, wodurch
der zylindrische piezoelektrische Oszillator 2 verformt und in
Schwingungen versetzt wird. An den Rückführungselektroden 4a
und 4b entsteht durch die Schwingung des piezoelektrischen
Oszillators 2 ein Signal, welches zu der Generatorschaltung
zurückgeführt wird. Durch dieses Rückführungssignal wird die
Frequenz des Ausgangssignals der Generatorschaltung automatisch
derart eingestellt, daß der zylindrische piezoelektrische
Oszillator 2 mit einer Frequenz schwingt, welche mit einer
Resonanzfrequenz fm desselben übereinstimmt.
Wenn die Stromversorgung der Generatorschaltung einge
schaltet wird, wird zwischen die Erregerelektrode 5a und 5b und
die Bezugspotential-Elektroden 3a und 3b eine Spannung
angelegt, wodurch der zylindrische piezoelektrische Oszillator
2 in der zweiten Diagonalrichtung D2 ausgedehnt oder
geschrumpft wird. Diese Verformung bewirkt, daß zwischen den
Rückführungselektroden 4a und 4b und den Bezugspotential-
Elektroden 3a und 3b eine Spannung entsteht. Bei dem Schwingen
des zylindrischen piezoelektrischen Oszillators 2 in der
zweiten Diagonalrichtung D2 mit der Resonanzfrequenz fm nimmt
gemäß Fig. 13 der Oszillator 2 bei dem stärksten Schrumpfen,
die durch eine gestrichelte Linie 2B übertrieben groß
dargestellte Form und bei der stärksten Ausdehnung die durch
eine strichpunktierte Linie 2A übertrieben groß dargestellte
Form an.
Aus Fig. 13 ist ersichtlich, daß das Ausdehnen und das
Schrumpfen in der zweiten Diagonalrichtung D2 jeweils dem
Schrumpfen bzw. Ausdehnen in der ersten Diagonalrichtung D1
entspricht und daß das stärkste Schrumpfen in der Richtung D2
dem stärksten Ausdehnen in der Richtung D1 entspricht. Infolge
dessen schwingt bei diesem Beispiel der zylindrische
piezoelektrische Oszillator 2 in den kreuzförmigen Richtungen
D1 und D2.
Wenn demnach gemäß der Darstellung durch die strichpunk
tierten Linien 2A und die gestrichelten Linien 2B in Fig. 13
der zylindrische piezoelektrische Oszillator 2 kreuzförmig in
den Richtungen D1 und D2 schwingt, liegen die Meßelektroden Es.
6b, 7a und 7b an den Schwingungsknoten, so daß infolgedessen
eine zwischen diesen Meßelektroden und den Bezugspotential-
Elektroden 3a und 3b entwickelte Spannung sehr gering ist.
Wenn der zylindrische piezoelektrische Oszillator 2
gedreht wird, nämlich beispielsweise in der Uhrzeigerrichtung
ω gemäß Fig. 13 gedreht wird, werden durch diese Drehung und
die Schwingung des Oszillators 2 Corioliskräfte F1 bis F4
hervorgerufen, wodurch die Schwingungsrichtung (D2) des
Oszillators 2 beispielsweise gemäß der Darstellung durch die
strichpunktierte Linie 2D in Fig. 4 zu der vierten Diagonal
richtung D4 hin verschwenkt bzw. verdreht wird, so daß daher
die an den Meßelektroden 6a und 6b entstehende Spannung
verändert wird.
Zum Vereinfachen dar Beschreibung werden die Elektroden
5a und 5b, mit denen die Schwingung in der Richtung D2
erzwungen wird, sowie eine daran angeschlossene elektrische
Schaltung als Vibratorsystem bezeichnet, während die Elektroden
6a und 6b, mit denen eine Schwingung in der Richtung D3 erfaßt
wird, sowie die daran angeschlossene elektrische Schaltung als
erstes Meßsystem bezeichnet wird. Die Richtung D4 ist in bezug
auf die Richtung D2 zu der Richtung D3 symmetrisch und die
Elektroden 7a und 7b, mit denen eine Schwingung in der Richtung
D4 erfaßt wird, sowie die daran angeschlossene elektrische
Schaltung werden als zweites Meßsystem bezeichnet.
Bezeichnet man die Schwingung des Vibratorsystems als
Modus I (erste Schwingung), der durch Asin(Φ1t + a)
dargestellt ist, und die Schwingung des ersten und des zweiten
Meßsystems als Modus II, der durch Bsin(Φ2t + b) dargestellt
ist, so kann eine Schwingung bei dem Einwirken einer Winkel
geschwindigkeit ω durch Csin(Φ3t + c) dargestellt und als
Ergebnis der Schwingungen in den Moden T und II angesehen
werden. Somit ergibt sich:
Asin(Φ1t + a) + Bsin(Φ2t + b) = Csin(Φ3t + c) (1)
C = [A2 + B2 + 2ABcos(b - a)]1/2 (2)
c = arctan[(Asin a + Bsin b)/(Acos a + Bcos b)] (3)
Es ist ersichtlich, daß dann, wenn die Frequenz der Schwingung
des Vibratorsystems gleich der Frequenz der Schwingung des
ersten und des zweiten Meßsystems ist, keine Änderung der Phase
bzw. keine Änderung von c auftritt, welche der Winkelgeschwin
digkeit ω entspricht, während bei a ≠ b bzw. dann, wenn die
Schwingungsfrequenzen voneinander verschieden sind, eine
Änderung der Phase, nämlich eine Änderung von c auftritt,
welche der Winkelgeschwindigkeit ω entspricht. Es ist
ersichtlich, daß eine Phasenänderung hinsichtlich der
Schwingung des ersten Meßsystems in Gegenrichtung zu einer
Phasenänderung hinsichtlich der Schwingung des zweiten
Meßsystems auftritt. In Fig. 17 ist graphisch der Zusammenhang
zwischen einer Differenz der Resonanzfrequenz zwischen dem
Vibratorsystem und dem Meßsystem und einer Phasenverschiebung
dargestellt, die der Winkelgeschwindigkeit ω entspricht.
Eine in Fig. 17 durch eine ausgezogene Linie dargestellte
Kurve entspricht einer Winkelgeschwindigkeit ω von 90°/s,
während eine durch eine gestrichelte Linie dargestellte Kurve
einer Winkelgeschwindigkeit ω von 20°/s entspricht. Bei einer
kleinen Differenz der Resonanzfrequenzen kann eine Phasen
verschiebung nicht erfaßt werden, jedoch kann eine Phasen
verschiebung bei einer Differenz der Resonanzfrequenzen erfaßt
werden, die gleich oder größer als ungefähr 10 Hz ist. Sofern
die Phasenverschiebung gemessen werden kann, ist eine bei einer
Änderung der Winkelgeschwindigkeit ω auftretende Phasen
verschiebung um so größer, je kleiner die Differenz der
Resonanzfrequenzen ist. Wenn beispielsweise eine Differenz Δf
der Resonanzfrequenzen ungefähr 16 Hz beträgt, wird bei
Änderungen der Winkelgeschwindigkeit ω von 90°/s auf 20°/s
oder umgekehrt eine Änderung der Phasenverschiebung im
wesentlichen gleich 15°, so daß sich daher eine hohe Auflösung
hinsichtlich der Messung der Winkelgeschwindigkeit ergibt und
die Genauigkeit der Messung der Winkelgeschwindigkeit
verbessert ist, wenn die Differenz in einem Bereich niedriger
Werte bleibt.
Der erfindungsgemäße Winkelgeschwindigkeitsdetektor weist
einen Oszillator, eine Erregereinrichtung, die das Schwingen
des Oszillators hervorruft, eine erste und eine zweite
Schwingungsmeßvorrichtung, die in bezug auf die Richtung einer
angeregten ersten Schwingung des Oszillators symmetrisch
angeordnet sind und jeweils eine zweite Schwingung erfassen,
welche sich durch Corioliskräfte ergibt, die durch eine
Winkelgeschwindigkeit an dem Oszillator entstehen, und eine
Einrichtung auf, die ein Phasendifferenz zwischen den jeweils
durch die erste und die zweiten Schwingungsmeßvorrichtung
erfaßten Schwingungen ermittelt.
Bei einer Drehung des Oszillators um eine Achse, die zu
einer Ebene senkrecht ist, welche die Richtung der ersten
Schwingung enthält, entstehen durch die sich ergebende Winkel
geschwindigkeit Corioliskräfte, welche die zweiten Schwingungen
hervorrufen. Wenn die Winkelgeschwindigkeit größer wird, hat
das Signal aus der ersten Schwingungsmeßvorrichtung nacheilende
Phasenverschiebung, während das Signal aus der zweiten
Schwingungsmeßeinrichtung voreilende Phasenverschiebung hat.
Daher tritt bezüglich einer Erhöhung oder Verringerung der
Winkelgeschwindigkeit jeweils an der ersten und der zweiten
Schwingungsmeßvorrichtung eine Phasenverschiebung in entgegen
gesetzter Richtung auf. Infolgedessen wird eine Phasen
differenz zwischen diesen zu einer Differenz zwischen den durch
die Winkelgeschwindigkeit verursachten Phasenverschiebungen,
nämlich zu einem Wert, der gleich dem Doppelten einer durch die
Winkelgeschwindigkeit an einer der Meßvorrichtungen auftreten
den Phasenverschiebung ist. Auf diese Weise ist hinsichtlich
der durch die Phasendifferenz-Ermittlungseinrichtung erfaßten
Phasendifferenz die Empfindlichkeit in bezug auf die Winkel
geschwindigkeit verbessert.
Bei einem ersten Ausführungsbeispiel werden von der ersten
und der zweiten Schwingungsmeßvorrichtung die zweiten
Schwingungen jeweils an Stellen erfaßt, die in bezug auf die
Richtungen der zweiten Schwingungen, welche sich aus den durch
die Winkelgeschwindigkeit verursachten Corioliskräften ergeben,
um ein bestimmtes Ausmaß zu der Richtung der ersten Schwingung
hin versetzt sind. Infolgedessen enthält ein Meßsignal jeweils
aus der ersten und der zweiten Schwingungsmeßvorrichtung eine
Komponente der ersten Schwingung, die in einem höheren Anteil
als bei dem Stand der Technik enthalten ist und die als
Vorspannungskomponente zum Anheben des Pegels des Meßsignals
dient. Demzufolge ist bei der Winkelgeschwindigkeit "0" der
Pegel des Meßsignals nicht "0", sondern ein gewisser Pegel, der
von einer Signalverarbeitungsschaltung aufgenommen wird. Auf
diese Weise ist die Genauigkeit des Messens der Winkel
geschwindigkeit in dem Bereich um "0" verbessert.
Bei einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung hat
die Erregereinrichtung von dem Oszillator her gesehen eine
Impedanz, die von der Impedanz der ersten und der zweiten
Schwingungsmeßvorrichtung verschieden ist, so daß die
Resonanzfrequenz der Erregereinrichtung und die Resonanz
frequenz der Schwingungsmeßvorrichtung voneinander um einen
bestimmten Betrag oder mehr verschieden sind. Im einzelnen wird
die Schwingung des Vibratorsystems durch Rückführung genau auf
die Eigenfrequenz geregelt, während die Impedanz der
Schwingungsmeßvorrichtung derart gewählt wird, daß deren
Resonanzfrequenz um einen bestimmten Betrag gegenüber der
Eigenfrequenz versetzt ist.
Dadurch, daß die Steifigkeit und/oder die Masse des
Oszillators bezüglich der ersten Schwingung des Vibratorsystems
und der zweiten Schwingung des Meßsystems verändert wird,
entsteht eine Differenz zwischen den Resonanzfrequenzen bei dem
Modus I (des Vibratorsystems) und dem Modus II (des Meß
systems). Auf die vorstehend beschriebene Waise kann jedoch
durch Einstellen der Impedanz der elektrischen Schaltung die
Resonanzfrequenz geändert werden, was zu einer Änderung der
mechanischen Steifigkeit des Oszillators selbst äquivalent ist.
Der Oszillator selbst muß jedoch nicht bearbeitet werden und
die Änderung kann allein durch Einstellen der Parameter der
Schaltungselemente hervorgerufen werden, was leicht zu erreichen
ist. Auf diese Weise ist es einfach, die
Differenz zwischen der Resonanzfrequenz des Vibratorsystems und
der Resonanzfrequenz des Schwingungsmeßsystems einzustellen.
Bei dem zweiten Ausführungsbeispiel hat die erste
Schwingungsmeßvorrichtung eine erste Elektrode zum Aufnehmen
der zweiten Schwingung und einen an die erste Elektrode
angeschlossenen ersten Verstärker. Die zweite Schwingungs
meßvorrichtung hat eins zweite Elektrode für das Aufnehmen der
zweiten Schwingung und einen an die zweite Elektrode
angeschlossenen zweiten Verstärker. Von dem Oszillator her
gesehen sind die durch den ersten und den zweiten Verstärker
gebildeten Abschlußwiderstände einander im wesentlichen gleich.
Sobald die Winkelgeschwindigkeit einwirkt, verschieben sich die
Phasen der Ausgangssignale aus dem ersten und dem zweiten
Verstärker in bezug auf die Erregerspannung auf voneinander
verschiedene Weise, so daß eine Phase nacheilt, während die
andere Phase voreilt, wodurch die Phasendifferenz zwischen den
beiden Ausgangssignalen einen Wert annimmt, welcher der
doppelten Größe bei einem einzigen Ausgangssignal aus einem der
Verstärker gleichkommt. Auf diese Weise ist die Genauigkeit des
Messens der Winkelgeschwindigkeit insbesondere in einem Bereich
niedriger Werte derselben verbessert.
Bei einem dritten Ausführungsbeispiel der Erfindung hat
der Oszillator in der Richtung der ersten Schwingung eine
Resonanzfrequenz und in den Richtungen der zweiten Schwingungen
eine andere Resonanzfrequenz, die von der ersteren Resonanz
frequenz verschieden ist. Da die Resonanzfrequenzen des
Vibratorsystems und des Schwingungsmeßsystems voneinander
verschieden sind, tritt in einem Maßsignal aus der Schwingungs
meßvorrichtung eine der Winkelgeschwindigkeit entsprechende
Phasenversetzung gemäß der Darstellung in Fig. 17 auf, so daß
das Messen der Winkelgeschwindigkeit aufgrund der Phasen
versetzung ermöglicht ist, was zum Verbessern der Genauigkeit
des Messens der Winkelgeschwindigkeit in einem Bereich
niedriger Werte derselben beiträgt.
Bezeichnet man die Masse des Oszillators mit m und eine
Federkonstante mit k, so ergibt sich eine Resonanzfrequenz f
des Oszillators folgendermaßen:
f = (1/2π) √(k/m) (4)
Es ist ersichtlich, daß durch Ändern der Masse die Resonanz
frequenz f verändert werden kann. Bei dem dritten Ausführungs
beispiel hat der Oszillator eine um dessen Mittelachse
symmetrische Form und die Erregereinrichtung weist eine
Erregerelektrode auf. An einer Stelle, an der der Oszillator
eine Ebene schneidet, welche die Mitte dar Erreger
elektrode und die Mittelachse enthält, ist eine Massen
änderungsvorrichtung angeordnet, welche die Resonanzfrequenz in
der Richtung der ersten Schwingung bestimmt.
Alternativ kann eine Massenänderungvorrichtung, welche die
Resonanzfrequenz der zweiten Schwingung bestimmt, an einer
Stelle angeordnet sein, an der der Oszillator eine
Ebene schneidet, welche die Richtung der zweiten Schwingung und
die Mittelachse enthält. Im einzelnen kann die Massenänderungs
vorrichtung entweder ein an dem Oszillator angebrachtes Gewicht
oder eine an dem Oszillator ausgebildete Ausnehmung sein.
Bei der beschriebenen Gestaltung hat der Oszillator eine
Masse in bezug auf die durch die Erregerelektroden hervor
gerufene erste Schwingung und eine von dieser Masse
verschiedene Masse in bezug auf die zweiten Schwingungen, so
daß dadurch das Vibratorsystem und das Meßsystem voneinander
verschiedene Resonanzfrequenzen haben und an einem Meßsignal
aus der Schwingungsmeßvorrichtung eine der Winkelgeschwin
digkeit entsprechende Phasenversetzung auftritt, gemäß dar die
Winkelgeschwindigkeit erfaßt werden kann. Hierdurch ist die
Genauigkeit bei dem Messen der Winkelgeschwindigkeit in einem
Bereich geringer Werte derselben verbessert.
Wenn der Oszillator zylinderförmig ist und an seiner
Umfangsfläche mit Erregerelektroden und Meßelektroden versehen
ist, schwingt der Oszillator in kreuzförmigen Richtungen und
nicht nur in einer Diagonalrichtung, sondern auch in
einer hierzu senkrechten Richtung. Infolgedessen kann die
Massenänderungsvorrichtung an vier Stellen in den kreuzförmigen
Richtungen angeordnet sein, was ein ausgeglichenes bzw.
symmetrisches Schwingen ermöglicht. Gleichermaßen kann die
Massenänderungsvorrichtung dann, wenn sie zum Bestimmender
Resonanzfrequenz in der Richtung der zweiten Schwingungen
vorgesehen ist, die Masseänderungsvorrichtung an vier Stellen
angebracht sein.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungs
beispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert.
Fig. 1a ist eine Blockdarstellung eines Teiles eines
ersten Ausführungsbeispiels der Erfindung.
Fig. 1b ist eine Blockdarstellung eines restlichen Teiles
des ersten Ausführungsbeispiels, wobei in Fig. 1b dargestellte
Signalleitungen SGb, SGa, SF, SD und SN mit den in Fig. 1a mit
den gleichen Bezugszeichen bezeichneten entsprechenden Signal
leitungen zu verbinden sind, um eine Blockdarstellung der
ganzen Anordnung des ersten Ausführungsbeispiels zu erhalten.
Fig. 2 ist ein Blockschaltbild einer PLL-Schaltung 20,
einer Frequenzvervielfacherschaltung 50 und einer 90°-Phasen
schieberschaltung 40 gemäß Fig. 1b.
Fig. 3 ist eine teilweise im Schnitt dargestellte Vorder
ansicht eines Sensorelementes 10 gemäß Fig. 1a.
Fig. 4 ist eine Draufsicht, welche die Art von Schwingun
gen eines zylindrischen piezoelektrischen Oszillators 2 gemäß
Fig. 1a veranschaulicht.
Fig. 5a ist ein Zeitdiagramm einer an Elektroden 7a und 7b
gemäß Fig. 1a entwickelten Spannung und von in der Spannung
enthaltenen Komponenten.
Fig. 5b ist ein Zeitdiagramm einer an Elektroden 6a und 6b
gemäß Fig. 1a entwickelten Spannung und von in der Spannung
enthaltenen Komponenten.
Fig. 5c ist ein Zeitdiagramm der an den Elektroden 6a und
6b, 7a und 7b gemäß Fig. 1a entwickelten Spannungen und der in
diesen Spannungen enthaltenen Komponenten sowie von
verschiedenerlei Signalspannungen, die an unterschiedlichen
Teilen der in Fig. 1b dargestellten Schaltung auftreten.
Fig. 6 ist eine Folge von Zeitdiagrammen, die Beispiele
für Signale zeigen, welche an verschiedenen Punkten in der in
Fig. 1a und 1b dargestellten Schaltung auftreten.
Fig. 7 ist eine Folge von Zeitdiagrammen, die Beispiele
für Signale zeigen, welche an verschiedenen Punkten in der in
Fig. 1b dargestellten Schaltung auftreten.
Fig. 8 ist eine Folge von Zeitdiagrammen, die Beispiele
von Signalen zeigen, welche an verschiedenen Punkten in der in
Fig. 1a dargestellten Schaltung auftraten.
Fig. 9 ist eine graphische Darstellung, die einen
berechneten Zusammenhang zwischen einem Versetzungswinkel Θ
der in Fig. 1a dargestellten Elektrode 7a und einem normierten
Wert einer an der Elektrode 7a mit dem Versetzungswinkel Θ
entstehenden Spannung veranschaulicht.
Fig. 10a ist eine Blockdarstellung eines Teils eines
zweiten Ausführungsbeispiels der Erfindung.
Fig. 10b ist eine Blockdarstellung eines restlichen Teils
des zweiten Ausführungsbeispiels, wobei in Fig. 10b
dargestellte Signalleitungen FB1, DV1, S11 und S12 mit den in
Fig. 10a mit den gleichen Bezugszeichen bezeichneten
entsprechenden Signalleitungen zu verbinden sind, um eine
Blockdarstellung der ganzen Anordnung des zweiten Ausführungs
beispiels zu erhalten.
Fig. 11a ist ein Schaltbild einer Integratorschaltung 30
gemäß Fig. 10b,
Fig. 11b ist ein Schaltbild einer 90°-Phasenverzögerungs
schaltung 26 gemäß Fig. 10b.
Fig. 12a ist ein Schaltbild eines Bandpaßfilters 29 gemäß
Fig. 10b.
Fig. 12b ist ein Schaltbild einer
Schwingungsauslöseschaltung 28 gemäß Fig. 10b.
Fig. 13 ist eine Draufsicht, welche die Art dar Schwingung
eines zylindrischen piezoelektrischen Oszillators 2 gemäß Fig.
10a veranschaulicht.
Fig. 14 ist eine Folge von Zeitdiagrammen, die Signale
zeigen, welche an verschiedenen Funkten in der Schaltung gemäß
Fig. 10b auftreten.
Fig. 15a ist eine graphische Darstellung des Frequenz
ganges des in Fig. 10b dargestellten Bandpaßfilters 29.
Fig. 15b ist eine graphische Darstellung, die den
Frequenzgang der Phasendifferenz zwischen Eingang und Ausgang
des in Fig. 10b dargestellten Bandpaßfilters 29 zeigt.
Fig. 16 ist eine graphische Darstellung, die den Zusammen
hang zwischen dem Wert eines Widerstandes Re eines Verstärkers
13 gemäß Fig. 1% und der Resonanzfrequenz des zylindrischen
piezoelektrischen Oszillators 2 in einer Richtung D3
veranschaulicht.
Fig. 17 ist eine graphische Darstellung, die den
Zusammenhang zwischen einer Differenz von Resonanzfrequenzen in
Richtungen D2 und D3 des zylindrischen piezoelektrischen
Oszillators 2 gemäß Fig. 10a und einer Phasenversetzung einer
an dar Meßelektrode 6a entstehenden Spannung S11 in bezug auf
eine an die Erregerelektrode 5a angelegten Erregerspannung DV1
veranschaulicht, wobei die durch ausgezogenen Linien
dargestellten Kurven einer Winkelgeschwindigkeit von 90°/s des
zylindrischen piezoelektrischen Oszillators 2 entsprechen und
die durch gestrichelte Linien dargestellten Kurven einer
Winkelgeschwindigkeit von 20°/s entsprechen.
Fig. 18 ist eine Schnittansicht eines Sensorelementes 10
gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Fig. 19 ist eine teilweise im Schnitt dargestellte Vorder
ansicht des Sensorelementes 10 gemäß dem dritten Ausführungs
beispiel.
Fig. 20 ist eine Draufsicht, welche die Art von Schwingun
gen eines zylindrischen piezoelektrischen Oszillators 2 gemäß
Fig. 18 und 19 veranschaulicht.
Fig. 21 ist eine Schnittansicht eines Sensorelementes 10B
gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel in abgewandelter Form.
Fig. 22 ist eine teilweise im Schnitt dargestellte
Vorderansicht des Sensorelementes 10B gemäß Fig. 21.
Eine Gesamtgestaltung des Winkelgeschwindigkeitsdetektors
gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist durch
Verbinden von Fig. 1a und 1b ersichtlich. In Fig. 3 ist das
Aussehen eines Sensorelementes 10 gemäß Fig. 1a dargestellt. In
Fig. 1a ist das Sensorelement 10 in einem Schnitt entlang einer
Linie 1A-1A in Fig. 3 dargestellt. Das Sensorelement 10 enthält
einen zylindrischen piezoelektrischen Körper bzw. Oszillator 2
an dessen unterem Ende einstückig ein Elementsockel mit einer
Scheibe an dessen Oberseite und einer Säule in Form eines Rund
stabes ausgebildet ist, der von der unteren Fläche der Scheibe
ausragt. Die im wesentlichen obere Hälfte der Außenumfangs
fläche des zylindrischen piezoelektrischen Oszillators 2 ist
mit einer Bezugspotentialelektrode 3a bedeckt, welche an die
elektrische Masseverbindung des Detektors angeschlossen ist,
während auf die unters Hälfte der Außenumfangsfläche im
wesentlichen in einem Teilungsabstand von 45° acht Elektroden
segmente mit gleicher Form aufgekittet sind. Die Innen
umfangsfläche des zylindrischen piezoelektrischen Oszillators 2
ist durch eine Bezugspotentialelektrode 3b bedeckt, die das
gleiche Potential wie die Elektrode 3a, nämlich das Schaltungs
bezugspotential hat.
In der in Fig. 1a dargestellten Schaltung sind die acht
Elektrodensegmente derart angeschlossen, daß zwei Elektroden
segmente 4a und 4b, die in einer ersten Diagonalrichtung D1
einander gegenübergesetzt angeordnet sind, als Rückführungs
elektroden wirken, zwei weitere Elektrodensegmente 5a und 5b,
die einander in einer zweiten Diagonalrichtung D2 gegenüber
gesetzt angeordnet sind, welche zu der Richtung D1 senkrecht
ist, als Erregerelektroden wirken, und zwei weitere
Elektrodensegmente 6a und 6b, die in einer Richtung, die der
Winkelhalbierenden zwischen den Richtungen D1 und D2 nahe
kommt, die gegenüber der Richtung D1 einen Winkel von 45°
bildet, nämlich in einer dritten Diagonalrichtung D3 gegenüber
dieser um Θ zu dem Elektrodensegment 5a hin versetzt einander
gegenübergesetzt angeordnet sind, als erster Satz von Meß
elektroden wirken. Als zweiter Satz von Meßelektroden wirken
zwei weitere Elektrodensegmente 7a und 7b, die in einer
Richtung einander gegenübergesetzt angeordnet sind, welche
einer zu der Richtung D3 senkrechten vierten Diagonalrichtung
D4 nahe kommt, aber um Θ zu dem Elektrodensegment 5b hin
versetzt ist.
Zwischen die Erregerelektroden 5a und 5b und die Bezugs
potentialelektroden 3a und 3b des Sensorelementes 10 wird eine
durch eine Generatorschaltung 12A, 12B, 40, 20 und 60 erzeugte
Wechselspannung angelegt, durch die der zylindrische
piezoelektrische Oszillator 2 verformt und in Schwingungen
versetzt wird. Ein durch das Schwingen des zylindrischen
piezoelektrischen Oszillators 2 an den Rückführungselektroden
4a und 4b auftretendes Signal SF wird zu der Genaratorschaltung
zurückgeführt. Durch das zurückgeführten Signals wird die
Frequenz des Ausgangssignals der Generatorschaltung automatisch
derart eingestellt, daß der zylindrische piezoelektrische
Oszillator 2 mit einer Frequenz schwingt, die mit der Resonanz
frequenz fm desselben übereinstimmt.
Wenn die Stromversorgung der Generatorschaltung einge
schaltet wird, legt sie zwischen die Erregerelektroden 5a und
5b und die Bezugspotentialelektroden 3a und 3b eine gewissen
Spannung an, durch die der zylindrische piezoelektrische
Oszillator 2 in der zweiten Diagonalrichtung D2 ausgedehnt oder
geschrumpft wird. Die Verformung des Oszillators 2 ruft eine
Spannung zwischen den Rückführungselektroden 4a und 4b und den
Bezugspotentialelektroden 3a und 3b hervor. Bei dem Ausdehnen
und Schrumpfen während des Schwingens des Oszillators in der
zweiten Diagonalrichtung D2 mit der Resonanzfrequenz fm hat der
zylindrische piezoelektrische Oszillator 2 bei der stärksten
Schrumpfung und bei dar stärksten Ausdehnung jeweils die durch
eine strichpunktierte Linie 2B bzw. eine fette strichpunktierte
Linie 2A in Fig. 4 übertrieben dargestellte Form.
Aus der Fig. 4 ist ersichtlich, daß das Ausdehnen und
Schrumpfen in der zweiten Diagonalrichtung D2 jeweils dem
Schrumpfen bzw. Ausdehnen in der ersten Diagonalrichtung D1
entspricht und daß die stärkste Schrumpfung in der Richtung D2
dar stärksten Ausdehnung in der Richtung D1 entspricht.
Demzufolge schwingt bei diesem Beispiel der zylindrische
piezoelektrische Oszillator 2 in kreuzförmigen Richtungen D1
und D2. Dies stellt die durch die Generatorschaltung angeregte
erste Schwingung des zylindrischen piezoelektrischen
Oszillators 2 dar.
Da bei dem Schwingung des zylindrischen piezoelektrischen
Oszillators 2 in den kreuzförmigen Richtungen D1 und D2 gemäß
der Darstellung durch die Linien 2A und 2B in Fig. 4 die
Meßelektroden 6a, 6b, 7a und 7b nahe an Schwingungsknoten Np1a,
Np1b, Np2a und Np2b liegen, ist eine zwischen diesen
Meßelektroden und den Bezugspotentialelektroden 3a und 3b
entstehende Spannung gering. Es ist ersichtlich, daß keine
Spannung auftritt, wenn diese Elektroden an den Schwingungs
knoten angeordnet sind, da aber ihre Lagen von den Schwingungs
knoten weg um Θ zu den Schwingungsbäuchen an den mit 5a und 5b
dargestellten Stellen hin versetzt sind, entsteht eine Spannung
mit einer bestimmten Amplitude.
Wenn der zylindrische piezoelektrische Oszillator 2 zum
Beispiel in einer Uhrzeigerrichtung ω gemäß Fig. 4 dreht,
werden durch diese Drehung und das Schwingen des Oszillators 2
Corioliskräfte F1 bis F4 hervorgerufen, durch die zweite
Schwingungen in den Richtungen D3 und D4 entstehen. Dadurch
wird die Schwingungsrichtung D2 des zylindrischen piezo
elektrischen Oszillators 2 gemäß der Darstellung durch eine
strichpunktierte Linie 2D in Fig. 4 zu der vierten Diagonal
richtung D4 hin verdreht, so daß die Amplitude der an den
Meßelektroden 6a und 6b entstehenden Spannung größer wird und
eine Phasenverschiebung der Wechselspannung verursacht wird.
Das Ausmaß der Phasenverschiebung entspricht der Winkel
geschwindigkeit ω der Drehung des piezoelektrischen
Oszillators 2. Infolge dessen ist die in Fig. 1a und 1b
dargestellte Anordnung mit einer Schaltung versehen, die das
Ausmaß der Phasenverschiebung des Signals ermittelt, welches an
den Meßelektroden 6a und 6b auftritt. Bei der Winkelgeschwin
digkeit ω im Uhrzeigersinn hat das an den Meßelektroden 7a und
7b auftretende Signal eine der Winkelgeschwindigkeit
entsprechende voreilende Phasenverschiebung, während das an den
Meßelektroden 6a und 6b auftretende Signal eine nacheilende
Phasenverschiebung hat. Bei einer Winkelgeschwindigkeit in der
Gegenuhrzeigerrichtung hat dagegen das an den Meßelektroden 7a
und 7b auftretende Signal eine nacheilende Phasenverschiebung
und das an den Meßelektroden 6a und 6b auftretende Signal eine
voreilende Phasenverschiebung entsprechend der Höhe der
Winkelgeschwindigkeit.
Unter Bezugnahme auf Fig. 1a und 1b wird die Generator
schaltung beschrieben, die zum Anregen der Schwingung des
zylindrischen piezoelektrischen Oszillators 2 dient. Eine
Phasenkopplungs- bzw. PLL-Schaltung 20 hat zwei Eingangs
anschlüsse zur Aufnahme von Signalen SE und SF. Die PLL-
Schaltung 20 gibt ein Signal ab, welches nach dem Durchlaufen
einer Pseudosinuswellen-Generatorschaltung 60 und eines
Tiefpaßfilters 64 als Ansteuerungssignal SA an die Erreger
elektroden 5a und 5b angelegt wird. Das Ansteuerungssignal SA
wird auch über ein Tiefpaßfilter 12A in einen Schmitt-Trigger-
Inverter 12B eingegeben. Der Inverter 12B gibt an seinem
Ausgang ein binäres Signal SD ab, welches eine 90°-Phasen
schieberschaltung 40 durchläuft und zu einem Signal SE
umgesetzt wird, dessen Phase in bezug auf das Signal SD um 90°
nacheilt.
Ein an den Rückführungselektroden 4a und 4b auftretendes
Signal wird über ein Tiefpaßfilter 11A in einen Schmitt-
Trigger-Inverter 11B eingegeben. Der Inverter 11B gibt an
seinem Ausgang ein binäres Signal SF ab, das an den einen
Eingangsanschluß der PLL-Schaltung 20 angelegt wird.
Die Pseudosinuswellen-Generatorschaltung 60 enthält einen
Zähler 61, einen Festspeicher ROM 62 und einen D/A-Umsetzer 63.
Der Zähler 61 hat eine Basis "32" und zählt ein Signal SN,
wobei ein Zählstand SD an einen Adressenanschluß des
Festspeichers 62 angelegt wird. In dem Festspeicher 62 sind an
32 Adressen Amplitudendaten für eine Periode einer sinusartigen
Welle gespeichert. Im einzelnen ist eine Periode in 32 gleiche
Abschnitte unterteilt und die Amplitude bei einem jeweiligen
Abschnitt ist an einer von 32 aufeinanderfolgenden Adressen
gespeichert. Infolge dessen wird dann, wenn an den Adressen
anschluß des Festspeichers 62 nacheinander Adressen 0, 1, 2, 3,
.... 30, 31, 0 angelegt werden, aufeinanderfolgend für das
Anlegen an den D/A-Umsetzer 63 Amplitudendaten ausgelesen,
welche einer Periode einer Kurvenform entsprechen, die eine
sinusförmige Welle simuliert. Daher stellt ein von dem D/A-
Umsetzer 63 abgegebenes Signal SP eine Pseudosinuswelle gemäß
Fig. 8 dar. Für jeweils 32 Wellen des Signals SN aus der PLL-
Schaltung 20 erscheint als Signal Sp eins Pseudosinuswelle für
eine Periode und somit wirkt die Pseudosinuswellen-
Generatorschaltung 60 auch als Frequenzteiler. Dadurch ist die
Periode des Signals SP 32-mal länger als die Periode des
Signals SN.
Die Tiefpaßfilter 11A und 64 unterdrücken die in den
Eingangssignalen enthaltenen harmonischen Komponenten und
greifen nur eine Komponente heraus, welche der Grundwelle
entspricht, nämlich einer sinusförmigen Welle mit einer
Frequenz, die mit der Eigenfrequenz des Oszillators 2
übereinstimmt. Das Tiefpaßfilter 12A dient dazu, eine Phasen
verschiebung zu korrigieren, die in dem Tiefpaßfilter 11A
auftritt. Es ist anzumerken, daß die Tiefpaßfilter 11A, 12A und
64 eine Grenzfrequenz haben, die etwas höher ist als die
Eigenfrequenz oder Resonanzfrequenz des piezoelektrischen
Oszillators 2. Die Resonanzfrequenz des piezoelektrischen
Oszillators 2 erfährt durch eine Temperaturänderung oder
dergleichen eine geringfügige Änderung, aber nicht irgendeine
bedeutsame Änderung, so daß demnach die Grenzfrequenz der
Tiefpaßfilter 11A, 12A und 64 festgelegt wird.
Gemäß Fig. 2 enthält die PLL-Schaltung 20 einen
Phasenvergleicher 201, ein Regelschleifenfilter 202 und einen
spannungsgesteuerten Oszillator VCO 203. Der Phasenvergleicher
201 hat zwei Eingangsanschlüsse und gibt ein Impulssignal mit
einer Impulsbreite ab, welche von einer Phasendifferenz
zwischen den an seine Eingangsanschlüsse angelegten Impuls
signalen abhängig ist. Das Regelschleifenfilter 202 gibt ein
Signal mit einer analogen Spannung ab, die von der Impulsbreite
des aus dem Phasenvergleicher 201 abgegebenen Signals abhängig
ist. Das analoge Signal wird dem spannungsgesteuerten
Oszillator 203 zugeführt, welcher dann ein Dreieckwellensignal
mit einer Frequenz abgibt, die von der Eingangssignalspannung
abhängig ist. Die PLL-Schaltung 20 bewirkt das automatische
Einstellen der Frequenz des ausgegebenen Dreieckwellensignals
in der Weise, daß die Phasendifferenz zwischen den an die
beiden Eingangsanschlüsse desselben angelegten Impulssignalen
gleich Null wird.
Gemäß Fig. 2 enthält ferner die 90°-Phasenschieber
schaltung 40 einen Phasenvergleicher 401, ein Regelschleifen
filter 42, einen spannungsgesteuerten Oszillator VCO 43, einen
Frequenzteiler 44 und zwei Flipflops 45 und 46. Der Phasen
vergleicher 401, das Regelschleifenfilter 42, der spannungs
gesteuerte Oszillator 43 und der Frequenzteiler 44 bilden
zusammen eine Frequenzvervielfacherschaltung. Auf gleichartiger
Weise wie in der PLL-Schaltung 20 gibt der Phasenvergleicher
401 ein Impulssignal mit einer Impulsbreite ab, die von einer
Phasendifferenz zwischen den an seinen beiden Eingangs
anschlüssen angelegten Impulssignalen abhängig ist. Das Regel
schleifenfilter 42 gibt ein analoges Signal mit einer Spannung
ab, die der Impulsbreite des Signals aus dem Phasenvergleicher
401 entspricht, und führt dieses Signal dem spannungsgesteuer
ten Oszillator 43 zu, der daraufhin ein Dreieckwellensignal mit
einer von der Eingangsspannung abhängigen Frequenz abgibt. Die
Frequenz des Ausgangssignals aus dem spannungsgesteuerten
Oszillator 43 wird durch den Frequenzteiler 44 auf 1/4 geteilt
und zu einem der Eingangsanschlüsse des Phasenvergleichers 401
zurückgeführt. Infolge dessen wird in dieser Frequenzverviel
facherschaltung die Phasendifferenz zwischen den an den beiden
Eingangsanschlüsse des Phasenvergleichers 401 angelegten
Impulssignalen gleich Null, wenn der spannungsgesteuerte
Oszillator 43 ein Signal mit einer Frequenz abgibt, die das
Vierfache der Frequenz f des in die 90°-Phasenschieberschaltung
40 eingegebenen Signals ist, auf welches daraufhin die Phasen
schieberschaltung 40 einrastet. Somit hat das Ausgangssignal
aus dem spannungsgesteuerten Oszillator 43 die Frequenz 4f.
Das Ausgangssignal aus dem spannungsgesteuerten Oszillator
43 wird als Taktimpulssignal an die Flipflops 45 und 46
angelegt. An dem Ausgangsanschluß Q des Flipflops 46 wird ein
Signal SE erhalten, welches in bezug auf das Ausgangssignal S43
aus dem spannungsgesteuerten Oszillator 43 um eine Periode
nacheilt und eine Periode hat, die das Vierfache der Periode
des Signals SD ist. Das heißt, das Ausgangssignal SE aus der
90°-Phasenschieberschaltung 40 hat die gleiche Frequenz wie das
Eingangssignal SD und eine in bezug auf dieses um 94°
nacheilende Phase. Das Ausmaß der Phasenverschiebung in der
90°-Phasenschieberschaltung 40 wird unabhängig von irgend
welchen Schwankungen der Frequenz des Eingangssignals SD auf
90° gehalten, da die Phasenverschiebung einer Periode bei der
vierfachen Frequenz des Eingangssignal SD entspricht.
Wenn der zylindrische piezoelektrische Oszillator 2 mit
der Resonanzfrequenz schwingt, hat das an den Rückführungs
elektroden 4a und 4b gemäß Fig. 1a auftretende Signal in bezug
auf das an die Erregerelektroden 5a und 5b angelegte Signal
eine Phasendifferenz von 90°, aber diese Phasendifferenz ändert
sich entsprechend einer Abweichung der Signalfrequenz von der
Resonanzfrequenz. Es ist ersichtlich, daß an einen der
Eingangsanschlüsse der PLL-Schaltung 20 das Signal SE angelegt
wird, welches aus dem an die Erregerelektroden 5a und 5b
angelegten Signal durch Verzögerung um 90° in der Phasen
schieberschaltung 40 gebildet ist, während an dem anderen
Eingangsanschluß der PLL-Schaltung 20 das Signal SF angelegt
wird, welches aus dem an den Rückführungselektroden 4a und 4b
erscheinenden Signal erzeugt ist. Infolge dessen rastet dann,
wenn der zylindrische piezoelektrische Oszillator 2 mit dessen
Resonanzfrequenz schwingt, die PLL-Schaltung 20 ein, so daß sie
die Schwingungsfrequenz konstant hält. Wenn jedoch die
Schwingungsfrequenz beispielsweise durch eine Temperatur
änderung von der Resonanzfrequenz abweicht, entsteht eine
Phasenverschiebung zwischen den beiden Eingangssignalen der
PLL-Schaltung 20, so daß diese die Schwingungsfrequenz zum
Beseitigen dieser Phasenverschiebung einstellt. Auf diese Weise
wird der zylindrische piezoelektrische Oszillator 2 stets zum
Schwingen mit seiner Resonanzfrequenz angesteuert.
Es ist anzumerken, daß jedes der Tiefpaßfilter 11A, 12A
und 64 eine Zeitkonstantenschaltung darstellt, die zwischen
ihren Eingangssignal und ihren Ausgangssignal eine Phasen
differenz hervorruft, welche sich entsprechend der Signal
frequenz ändert. Es ist jedoch ersichtlich, daß eine durch das
Tiefpaßfilter 64 verursachte Phasenverschiebung die Signale SE
und SF gemeinsam beeinflußt. Da die Einwirkung der durch das
Tiefpaßfilter 11A verursachten Phasenverschiebung auf das
Signal SF im wesentlichen mit der Einwirkung der durch das
Tiefpaßfilter 12A verursachten Phasenverschiebung auf das
Signal SE übereinstimmt, heben einander diese Einwirkungen in
bezug auf die PLL-Schaltung 20 auf. Daher hat irgendeine durch
die Tiefpaßfilter 11A, 12A und 64 verursachte Phasen
verschiebung keine wesentliche Einwirkung auf die PLL-Schaltung
20, so daß daher der zylindrische piezoelektrische Oszillator 2
bei irgendwelchen Schwankungen der Schwingungsfrequenz auf
seiner Resonanz gehalten wird.
Es wird nun eine Schaltung zum Ermitteln der Winkel
geschwindigkeit der Drehung beschrieben. Ein an den Meß
elektroden 6a und 6b des piezoelektrischen Oszillators 2
auftretendes Signal durchläuft ein Tiefpaßfilter 13A und wird
dann an einen Schmitt-Trigger-Inverter 13B angelegt, durch den
es in ein binäres Signal SGa umgesetzt wird. Das Signal SGa
wird an einen Eingangsanschluß eines Phasenvergleichers 51
angelegt. Ein an den Meßelektroden 7a und 7b erscheinendes
Signal durchläuft ein Tiefpaßfilter 14A und wird dann an einen
Schmitt-Trigger-Inverter 14B angelegt, durch den es in ein
binäres Signal SGb umgesetzt wird. Das Signal SGb wird an den
anderen Eingangsanschluß des Phasenvergleichers 51 angelegt.
In Fig. 5a bis 5c und 6 sind ein an die Erregerelektroden
5a und 5b angelegtes Spannungssignal SA, ein an den
Rückführungselektroden 4a und 4b auftretendes Signal SW ein an
den Meßelektroden 6a und 6b bzw. 7a und 7b auftretendes Signal
SC und binäre Signale SGa bzw. SGb und SH dargestellt. Wenn
eine Winkelgeschwindigkeit ω im Uhrzeigersinn an dem piezo
elektrischen Oszillator 2 gemäß der Darstellung in Fig. 4
wirkt, erscheint an dem zweiten Satz der Meßelektroden 7a und
7b eins Spannung als eins durch die ausgezogene Linie in Fig.
5a dargestellte Sinuswelle, während an dem ersten Satz von
Meßelektroden 6a und 6b eine Spannung als in Fig. 5b durch eine
ausgezogene Linie dargestellte Sinuswelle auftritt. In diesen
Figuren sind auch mit dünnen strichpunktierten Linien eine
Spannungskomponente in der Richtung D2 und mit Doppelpunkt-
Strich-Linien eine Spannungskomponente in der Richtung D4
dargestellt. Da gemäß Fig. 1a und 4 die Meßelektroden 6a, 6b,
7a und 7b jeweils gegenüber den Knotenpunkten Np1a, Np1b, Np2a
und Np2b der angeregten Schwingung (in Richtung D2) um einen
Winkel Θ zu den Schwingungsbäuchen (5a, 5b) hin versetzt sind,
tritt an den Meßelektroden 6a, 6b, 7a und 7b hinsichtlich der
Richtung D2 eine beträchtliche Spannungskomponente auf, welche
mit einer der Winkelgeschwindigkeit zuzuschreibenden
Spannungskomponente für die Richtung D4 zu einer resultierenden
Welle kombiniert ist, die tatsächlich an den Meßelektroden 6a
und 6b bzw. 7a und 7b gemäß der Darstellung durch die
ausgezogenen Linien in Fig. 5a und 5b in Erscheinung tritt.
Bei einer Winkelgeschwindigkeit m im Uhrzeigersinn eilt
bei einer Schwingungsperiode von 360° die sich ergebende, durch
eine Doppelpunkt-Strich-Linie dargestellte Spannungskomponente
in der Richtung D4 an den Meßelektroden 6a und 6b in bezug auf
die Spannungskomponente an den Meßelektroden 7a und 7b um 180°
nach, aber in bezug auf eine sich durch die Winkelgeschwin
digkeit ω in der Uhrzeigerrichtung ergebende Verdrehung bzw.
Phasenverschiebung der Schwingung aus der Richtung D2 zu der
Richtung D4 sind die Meßelektroden 7a und 7b vorwärts versetzt,
während die Meßelektroden 6a und 6b zurückversetzt sind, so daß
entsprechend der Winkelgeschwindigkeit ω im Uhrzeigersinn die
D4-Spannungskomponente an den Meßelektroden 7a und 7b eine
voreilende Phasenverschiebung erfährt, während die D4-
Spannungskomponente an den Meßelektroden 6a und 6b hinsichtlich
der Phase nacheilt. Infolge dessen entsteht zwischen der in
Fig. 5a durch die ausgezogene Linie dargestellten Spannung an
den Meßelektroden 7a und 7b und der in Fig. 5b durch die
ausgezogene Linie dargestellten Spannung an den Meßelektroden
6a und 6b eine Phasendifferenz ΔT, deren Ausmaß das Doppelte
einer durch die Winkelgeschwindigkeit ω verursachten Phasen
differenz zwischen dieser jeweiligen Spannung und der
entsprechenden D2-Erregerspannung ist. Der Phasenvergleicher 51
erzeugt ein Signal SH, welches nur während des Zeitabschnittes
der Phasendifferenz ΔT den hohen Pegel H annimmt.
Das Ausgangssignal SH aus dem Phasenvergleicher 51 wird an
einen Eingangsanschluß eines NAND-Gliedes 52 angelegt, welches
an dem anderen Eingangsanschluß ein Ausgangssignal SI aus einer
Vervielfacherschaltung 50 empfängt. In die Vervielfacher
schaltung 50 wird ein Ausgangssignal aus einem Frequenzteiler
56 eingegeben. Der Frequenzteiler 56 nimmt an seinem Eingang
das Ausgangssignal SN aus der PLL-Schaltung 20 auf. Das Signal
SN wird auch als Taktimpulssignal an einen Zähler 55 angelegt,
Dar Zähler 55 gibt ein Übertragsignal SJ ab, welches an einen
Löschanschluß eines Zähler 53 und an einen Taktanschluß eines
Zwischenspeichers 54 angelegt wird. Ein Ausgangssignal SK aus
dem NAND-Glied 52 wird an den Zähler 53 als Taktimpulssignal
angelegt. An den Eingangsanschluß des Zwischenspeichers 54 wird
ein Zählstand SL des Zählers 53 angelegt.
Bei diesem Ausführungsbeispiel gibt die Pseudosinuswellen-
Generatorschaltung 60 ein Ausgangssignal mit einer Periode ab,
die 32-mal größer als diejenige eines eingegebenen Signals ist.
Der Frequenzteiler 56 gibt ein Ausgangssignal mit einer Periode
ab, die 31-mal größer als diejenige eines eingegebenen Signals
ist. Die Vervielfacherschaltung 50 gibt ein Ausgangssignal mit
einer Frequenz ab, die 1024-mal höher als diejenige eines
eingegebenen Signals ist. Dar Zähler 55 ist ein Zähler mit der
Basis 992. Bezeichnet man die Periode und die Frequenz des
Signals SA jeweils mit T bzw. f, so ergeben sich die folgenden
Perioden und Frequenzen der jeweiligen Signale:
Ein Beispiel für den zeitlichen Verlauf der Signale SA,
SB, SC, SD, SE, SF, SG und SH ist in Fig. 6 dargestellt.
Infolge der Regelung durch die PLL-Schaltung 20 wird die
Phasendifferenz zwischen den Signalen SA und SB auf 90°
gehalten. Die Phasendifferenz zwischen den Signalen SB (SF) und
SC (SG) ändert sich proportional zu der Winkelgeschwindigkeit
der Drehung des zylindrischen piezoelektrischen Oszillators 2.
Bezeichnet man die Periode der D2-Erregerspannung SA mit T und
die Impulsbreite des Signals SH aus dem Phasenvergleicher 51
mit ΔT, so ändert sich ΔT/T proportional zu der Phasen
differenz zwischen den Signalen SF und SG bzw. proportional zu
der Winkelgeschwindigkeit. Infolge dessen kann durch das
Ermitteln von ΔT/T eine Information über die Winkelgeschwin
digkeit erhalten werden.
Gemäß der Darstellung in Fig. 2 enthält die Verviel
facherschaltung 50 einen Phasenvergleicher 501, ein Regel
schleifenfilter 502, einen spannungsgesteuerten Oszillator VCO
503 und einen Frequenzteiler 504. Der Frequenzteiler 504 in der
Vervielfacherschaltung 50 hat ein Teilungsverhältnis von 1024.
Infolge dessen wird an dem Ausgang der Vervielfacherschaltung
50 ein Signal mit einer Frequenz erhalten, die 1024-mal höher
als diejenige eines eingegebenen Signals ist.
Gemäß der Darstellung in Fig. 6 und 7 nimmt das Signal SH
mit einer jeweiligen Periode T/2 während eines Zeitabschnittes
ΔT entweder den hohen Pegel H oder den niedrigen Pegel L an.
Während des hohen Pegels H oder des niedrigen Pegels L des
Signals SH treten in dem Signal SK die Impulse des Signals SI
auf. Durch den Zähler 53 wird die Anzahl der Impulse des
Signals SK, nämlich dar Zeitabschnitt gezählt bzw. erfaßt, der
zu ΔT äquivalent ist und der Winkelgeschwindigkeit entspricht.
Das Signal SJ durch das der Zähler 53 gelöscht wird, hat die
Periode 31T, so daß folglich der Zähler 53 während des
Zeitabschnittes 31T die summierten Zeitabschnitte ΔT × 31
erfaßt. Der Summenwert wird in dem Zwischenspeicher 54
gespeichert und als Signal SM ausgegeben. Das Signal SM hat
einen der Winkelgeschwindigkeit entsprechenden Datenwert,
weicher den absoluten Wert derselben anzeigt.
Eine Richtungsdetektorschaltung 57 gemäß Fig. 1B enthält
ein Flipflop, welches zum Ändern seines Ausgangssignals SN von
dem niedrigen Pegel L auf den hohen Pegel H gesetzt wird, wenn
das Signal SGa von dem niedrigen Pegel L auf den hohen Pegel H
ansteigt, während das Signals SGb auf dem niedrigen Pegel L
verbleibt, wobei damit die Winkelgeschwindigkeit im
Uhrzeigersinn angezeigt ist, und zum Ändern des Ausgangssignals
SN auf den niedrigen Pegel L rückgesetzt wird, wenn das Signal
SGa von dem niedrigen Pegel L auf den hohen Pegel H ansteigt,
während das Signal SGb auf dem hohen Pegel H verbleibt, wobei
dadurch die Winkelgeschwindigkeit im Gegenuhrzeigersinn
angezeigt ist. Auf diese Weise ist mit dem Ausgangssignal SN
die Richtung der Winkelgeschwindigkeit dargestellt, nämlich die
Uhrzeigerrichtung oder die Gegenuhrzeigerrichtung.
In der in Fig. 1b dargestellten Zeichnung ist das
Frequenzteilungsverhältnis der Pseudosinuswellen-Generator
schaltung 60 aus einem besonderen Grund von dem Frequenz
teilungsverhältnis das Frequenzteilers 56 verschieden gewählt:
Dadurch, daß als Frequenz des Signals SI, welches die durch den
Zähler 53 zu zählenden Impulse ergibt, nicht ein ganzzahliges
Vielfaches der Schwingungsfrequenz 1/T des piezoelektrischen
Oszillators 2 gewählt wird, kann die Erfassungsgenauigkeit
verbessert werden, ohne eine beträchtlich hohe Frequenz für das
Signal SI zu wählen.
Wenn in der in Fig. 1b dargestellten Schaltung das
Frequenzteilungsverhältnis des Frequenzteilers 56 auf 1/32
verändert wäre, würde die Frequenz des Signals SI gleich 1024f
sein. Infolge dessen wäre die Auflösung, mit der die Phasen
differenz ΔT/T ermittelt werden könnte, gleich 1/1024, wobei
dadurch das Feststellen einer sehr kleinen Änderung der
Winkelgeschwindigkeit verhindert wäre. Zum Verbessern der
Auflösung kann die Frequenz des Signals SI erhöht werden. Zu
diesem Zweck müßte jedoch eine besondere Schaltungsanordnung
eingesetzt werden, in der eine Ermittlungsschaltung wie der
Zähler 53 mit hoher Geschwindigkeit arbeitet, was eine sehr
teure Schaltungsanordnung ergäbe.
In der tatsächlichen Schaltung gemäß Fig. 1b ist die
Frequenz des Signals SI gleich (32 × 1024)f/31. Infolge dessen
wird die Anzahl von Impulsen des Signals SI, die während eines
Zeitabschnittes T auftreten, gleich 32 × 1024/31. Normalerweise
wird in einer digitalen Schaltung eins Impulsanzahl hinter dem
Dezimalpunkt aufgerundet oder abgerundet, wodurch ein Fehler
entsteht. Da jedoch in dar Schaltungsanordnung nach Fig. 1a und
1b die Pseudosinuswellen-Generatorschaltung 60 und der
Frequenzteiler 56 voneinander verschiedene Frequenzteilungs
verhältnisse haben, verschiebt sich von Zeit zu Zeit eine
Phase, mit der während des Zeitabschnittes T ein Impuls des
Signals SI auftritt, und demzufolge kann ein Bruchteil nach dem
Dezimalpunkt der Anzahl der Impulse des Signals SI, welche
während des Zeitabschnittes T gezählt werden, während einer
bestimmten Zeit abgerundet werden, jedoch kann der gleiche
Bruchteil während einer anderen Zeitspanne aufgerundet werden.
Infolge dessen kann durch Mittelung der Anzahl der gezählten
Impulse über eine Vielzahl von Zeitabschnitten das Ausmaß des
Fehlers verringert werden.
Tatsächlich ist die Periode des Signals SJ, welche die
Zählperiode des Zählers 53 bestimmt, gleich 31T. Infolge dessen
wird die Ermittlung eines Zeitabschnittes ΔT 31-mal wiederholt
und ein Summenwert der Zeitabschnitte ΔT während der Zeit 31T,
nämlich ein durch Ausgleichen der sich durch das Aufrunden und
Abrunden ergebenen Fehler erhaltener Wert durch den Zähler 53
gezählt und dann in dem Zwischenspeicher 54 gespeichert. Da auf
diese Weise die Anzahl der Impulse des Signals 51 während der
Zeit 31T gleich 32 × 1024 wird, ist die bei dem Ermitteln der
Phasendifferenz ΔT/T erzielbare Auflösung gleich 1/(32 × 1024).
Dies bedeutet, daß im Vergleich zu einer Anordnung, bei der für
die Pseudosinuswellen-Generatorschaltung 60 und den Frequenz
teiler 56 das gleiche Frequenzteilungsverhältnis gewählt wird,
die Auflösung um den Faktor 32 verbessert ist. Dies ermöglicht
das Bestimmen der Winkelgeschwindigkeit mit einer hohen
Genauigkeit selbst dann, wenn die Frequenz des Signals SJ
niedrig ist.
Wenn beispielsweise der zylindrische piezoelektrische
Oszillator 2 eine Schwingungfrequenz von 8 kHz hat, wäre es bei
der Verwendung der üblichen Schaltung zum Erfassen einer
Phasendifferenz mit einer Auflösung von 0,02° erforderlich, die
Taktimpulse mit 144 MHz zu zählen, was Schwierigkeiten
hinsichtlich der Schaltungsanordnung ergäbe. Bei dem
Ausführungsbeispiel kann jedoch die Frequenz der Taktimpulse
bzw. des Signals SI auf ungefähr 4,8 MHz verringert werden, so
daß auf diese Weise die Schaltungsanordnung erheblich
vereinfacht werden kann.
Gemäß der vorstehenden Beschreibung des ersten
Ausführungsbeispiels wird die 90°-Phasenschieberschaltung 40
dazu verwendet, an den einen Eingang der PLL-Schaltung 20 das
um 90° phasenverschobene Signal SA anzulegen, aber die 90°-
Phasenschieberschaltung 40 kann an einer anderen Stelle derart
angeordnet werden, daß an den anderen Eingang der PLL-Schaltung
20 das um 90° phasenverschobene Signal SB angelegt wird.
Bei dem vorstehend beschriebenen ersten Ausführungs
beispiel wird die Phasendifferenz ΔT zwischen Spannungen, die
an der ersten Elektrode 6a und der zweiten Elektrode 7a
entstehen, welche zu dem ersten bzw. dem zweiten Knoten Np1a
bzw. Np2a hin versetzt angeordnet sind, die in bezug auf die
für das Erregen des Oszillators 2 verwendete Elektrode 5a bzw.
den Schwingungsbauch symmetrisch liegen, als der die Winkel
geschwindigkeit anzeigende Wert erfaßt, so daß auf diese Weise
eine hohe Empfindlichkeit hinsichtlich der Messung der
Winkelgeschwindigkeit erzielt wird.
Außerdem sind die erste Elektrode 6a und die zweite
Elektrode 7a an Stellen angeordnet, welche gegenüber dem ersten
bzw. dem zweiten Knoten Np1a und Np2a um einen bestimmten
Winkel Θ zu dem Schwingungsbauch 5a hin versetzt sind, und es
ist daher ersichtlich, daß die an diesen Elektroden entstehende
Spannung einen höheren Anteil der durch die Anregung mit der
Elektrode 5a hervorgerufenen Schwingungskomponente D2 (SA)
enthält als bei dem Stand der Technik. Diese ist als
Vorspannungskomponente zum Anheben der Pegel der durch die
Elektroden 6a und 7a erfaßten Spannungen nutzvoll. Diese
erfaßten Spannungen werden an die Tiefpaßfilter 13A bzw. 14A
angelegt, welche jeweils eine Zeitkonstantenschaltung
enthalten, können aber wegen des hohen Spannungspegels bei dem
Ermitteln der Phasendifferenz ΔT (13B, 14B und 51) benutzt
werden, während bei geringer Winkelgeschwindigkeitskomponente
D4 ihr Verschwinden in den Filtern 13A und 14A vermieden ist.
Dies ermöglicht es, im Bereich niedriger Winkelgeschwindig
keiten die Genauigkeit zu verbessern.
Es ist festzustellen, daß gemäß der Darstellung in Fig. 9
bei einer Vergrößerung des Versetzungswinkels Θ die
Empfindlichkeit hinsichtlich des Erfassens einer angeregten
Schwingungskomponente, nämlich der in Fig. 5a, 5b und 5c
dargestellten D2-Spannungskomponente größer wird, während die
Empfindlichkeit hinsichtlich des Erfassens einer der
Winkelgeschwindigkeit entsprechenden Komponente, nämlich der
D4-Spannungskomponente gemäß Fig. 5a und 5b geringer wird. Es
ist anzumerken, daß die Fig. 9 eine auf einer Berechnung
beruhende graphische Darstellung ist und bezüglich der einer
Winkelgeschwindigkeit entsprechenden Komponente auf der
Ordinate in Fig. 9 ein normierter Wert dargestellt ist, nämlich
das Verhältnis einer Spannung bzw. Spitzenspannung, die an der
Elektrode 7a bei deren Versetzung um Θ entsteht, zu einer
Spannung bzw. Spitzenspannung, die an der Elektrode 7a bei
deren Anordnung an dem Knotenpunkt Np2a entsteht. Hinsichtlich
der angeregten Schwingungskomponente ist auf der Ordinate ein
normierter Wert einer an der Elektrode 7a bei deren Versetzung
um Θ entstehenden Spannung dargestellt, wobei zur Normierung
eine an der Elektrode 7a bei deren Anordnung an dem Knotenpunkt
5a entstehende Spannung als "1" angesetzt ist. Es ist
anzumerken, daß innerhalb eines Bereiches von Θ unter 3° die
Verringerung der Empfindlichkeit hinsichtlich der der Winkel
geschwindigkeit entsprechenden Komponenten sehr gering ist,
während die Steigerung der Empfindlichkeit hinsichtlich der
angeregten Schwingungskomponente verhältnismäßig hoch ist.
Beispielsweise tritt bei Θ = 3° an der Elektrode 7a eine
angeregte Schwingungskomponente auf, die etwa gleich 0,1 (10%)
der Erregerspannung SA ist und die eins starke Vorspannung der
Winkelgeschwindigkeit-Komponente bildet, wobei durch das
Tiefpaßfilter 14A hindurch an den Schmitt-Trigger-Inverter 14B
eine sich ergebende Welle angelegt wird, die aus der Winkel
geschwindigkeit-Komponente und der angeregten Schwingungs
komponente besteht. Infolge dessen enthält das Ausgangssignal
SGb aus dem Inverter 14B Impulse mit einer Zeitverzögerung,
welche durch die Winkelgeschwindigkeit verursacht ist. Das
gleiche gilt für die Elektrode 6a. Auf diese Waise ist die
Genauigkeit bei dem Ermitteln der Winkelgeschwindigkeit in
einem Bereich von geringen Werten derselben verbessert.
Durch das Verbinden von Fig. 10a und 10b ist die gesamte
Anordnung eines Winkelgeschwindigkeitsdetektors gemäß einem
zweiten Ausführungbeispiel der Erfindung dargestellt. Ein
Sensorelement 10 gemäß Fig. 10a ist hinsichtlich der Gestaltung
im allgemeinen gleichartig wie bei dem ersten Ausführungs
beispiel. Während jedoch bei dem ersten Ausführungsbeispiel die
Meßelektroden 6a und 6b bzw. 7a und 7b von den Schnittpunkten
der dritten Diagonalrichtung D3 und der hierzu senkrechten
vierten Diagonalrichtung D4 mit dem piezoelektrischen
Oszillator 2 weg um Θ zu dar zweiten Diagonalrichtung D2 hin
angeordnet sind, sind die Meßelektroden 6a und 6b bzw. 7a und
7b bei der Anordnung des in Fig. 10a dargestellten Sensor
elementes 10 an den Schnittstellen der dritten Diagonalrichtung
D3 und der hierzu senkrechten vierten Diagonalrichtung D4 mit
dem zylindrischen piezoelektrischen Oszillator 2 angeordnet.
Auf diese Weise sind sie an Knotenpunkten Np1a und Np1b bzw.
Np2a und Np2b gemäß Fig. 4 der angeregten Schwingung D2
angeordnet.
Gemäß Fig. 10a und 10b wird die an den Rückführungs
elektroden 4a und 4b des zylindrischen piezoelektrischen
Oszillators 2 entstehende Spannung durch eine Verstärker
schaltung 11 gemäß Fig. 10a verstärkt und dann als
Rückführungssignal FB1 an eine Pufferverstärker- und
Kurvenformerschaltung 21 nach Fig. 10b angelegt. Aus der
Schaltung 21 werden ein analoges Signal FB2 und nach Kurven
formung ein binäres Signal FB3 ausgegeben. Das Signal FB2 wird
an einen ersten Eingangsanschluß einer Regelverstärker
schaltung 25 angelegt und das Signal FB3 wird an einen zweiten
Eingangsanschluß der Regelverstärkerschaltung 25 sowie an einen
Eingangsanschluß einer 90°-Phasenvergleichsschaltung 27
angelegt.
Die Regelverstärkerschaltung 25 gibt eine im wesentlichen
zu der Eingangsspannung FB2 proportionale Ausgangsspannung FB4
ab, solange die Eingangsspannung FB2 niedriger ist als ein
vorbestimmter Wert, aber in einem Bereich der Eingangsspannung
oberhalb des vorbestimmten Wertes eine konstante Spannung FB4
mit einem minimalen Wert nahe an dem Massepotential. Auf diese
Weise ist das an dem Ausgang der Regelverstärkerschaltung 25
erhaltene Signal FB4 im wesentlichen gleich dem Eingangssignal
FB2, aber ein Signal mit einen übermäßig hohen Pegel oberhalb
des vorbestimmten Wertes wird abgeschnitten und kann nicht in
dem Signal FB4 in Erscheinung treten.
Das Ausgangssignal FB4 aus der Regelverstärkerschaltung 25
wird an einen ersten Eingangsanschluß eines Bandpaßfilters 29
und an einen Eingangsanschluß einer Schwingungsauslöseschaltung
28 angelegt. An einen zweiten Eingangsanschluß des Bandpaß
filters 29 wird ein von der Schwingungsauslöseschaltung 28
abgegebenes Signal CON1 angelegt. Ein an einen dritten Anschluß
des Bandpaßfilters 29 angelegtes Signal CON2 wird aus einer
Integratorschaltung 30 zugeführt. Der Aufbau der Integrator
schaltung 30 ist in Fig. 11a dargestellt.
Das Bandpaßfilter 29 gibt ein Ausgangssignal ab, welches
über eine 90°-Phasenverzögerungsschaltung geführt und als
Ansteuerungssignal DV1 an die Erregerelektroden 5a und 5b das
zylindrischen piezoelektrischen Oszillators 2 angelegt wird.
Der Aufbau der 90°-Phasenverzögerungsschaltung 26 ist in Fig.
11b dargestellt. Das Ansteuerungssignal DV1 wird auch durch
eine Kurvenformerschaltung 22 zu einem binären Signal
umgesetzt, welches in die 90°-Phasenvergleichsschaltung 27
eingegeben wird. Die Vergleichsschaltung 27 bildet grundlegend
ein Antivalenzglied und gibt ein Impulssignal mit einer
Impulsbreite ab, welche von einer Phasendifferenz zwischen dem
aus der Kurvenformerschaltung 21 mit dem Pufferverstärker und
dem Vergleicher abgegebenen Rückführungssignal FB3 und einem
von der Kurvenformerschaltung 22 abgegebenen Signal SVD
abhängig ist. Das Impulssignal wird an die Integratorschaltung
30 angelegt.
Der Pegel des von der Integratorschaltung 30 ausgegebenen
Signals CON2 ergibt eine Ausgangsspannung mit einem V-förmigen
Verlauf in bezug auf die Phasendifferenz zwischen dem
Rückführungssignal FB3 aus der Pufferverstärker- und Kurven
formerschaltung 21 und dem Signal SVD aus der Kurvenformer
schaltung 22, wobei die Spannung bei einer Phasendifferenz von
0° einen Maximalwert Vmax annimmt, bei einer Phasendifferenz
von -180° einen Minimalwert Vmin annimmt und bei einer Phasen
differenz von -360° wieder den Maximalwert Vmax annimmt. Die
Ausgangsspannung CON2 wird an den dritten Eingangsanschluß des
Bandpaßfilters 29 angelegt.
Gemäß Fig. 12a enthält das Bandpaßfilter 29 eine
Kapazitätsdiode (Varicap-Diode) 29a, die im Gegenvorspannungs
zustand eingesetzt ist. Infolge dessen kann durch Ändern der an
die Kapazitätsdiode 29a angelegten Spannung der Phasengang des
Bandpaßfilters 29 in Richtung der Abszisse bzw. der die
Eingangssignalfrequenz darstellenden Achse verschoben werden,
wobei zugleich damit eine Mittenfrequenz fo verschoben werden
kann. Der Phasengang ist derart, daß die Phasendifferenz
zwischen dem Eingangssignal und dem Ausgangssignal bei der
Mittenfrequenz fo gleich -180° ist, bei dem Anstieg der
Eingangssignalfrequenz innerhalb eines um die Mittenfrequenz fo
zentrierten bestimmten Bereiches allmählich auf -360° zunimmt,
in einem Abschnitt des bestimmten Bereiches im wesentlichen
konstant wird und in einem Abschnitt außerhalb des bestimmten
Bereiches im wesentlichen konstant auf -360° verbleibt. Die an
der Kapazitätsdiode 29a angelegte Vorspannung ändert sich gemäß
den Pegeln der an die drei Eingangsanschlüsse des Bandpaß
filters 29 angelegten Signale FB4, CON1 und CON2.
Bei diesem Ausführungsbeispiel wird die an den
Rückführungselektroden 4a und 4b des piezoelektrischen
Oszillators 2 entstehende Spannung verstärkt und dann
phasenverschoben. Durch Anlegen des phasenverschobenen Signals
an die Erregerelektroden 5a und 5b wird ein geschlossener
Regelkreis gebildet, wobei durch positive Rückkopplung eine
Schwingung angeregt wird. Im einzelnen durchläuft gemäß Fig.
10a und 10b die an den Rückführungselektroden 4a und 4b
entstehende Spannung die Verstärkerschaltung 11 und ergibt das
Signal FB1, welches dann über die Pufferverstärker- und
Kurvenformerschaltung 21 geleitet wird und das Signal FB2
bildet, das danach über die Regelverstärkerschaltung 25 geführt
wird und das Signal FB4 ergibt, welches über das Bandpaßfilter
29 und die 90°-Phasenverzögerungsschaltung 26 an die Erreger
elektroden 5a und 5b zum Bilden des geschlossenen Regelkreises
sowie an eine Steuerstrom-Meßschaltung 12 angelegt wird.
Damit in diesem geschlossenen Regelkreis eine Schwingung
auftritt, muß zwei Erfordernissen genügt werden: Die eine
Erfordernis besteht darin, daß die Schleifenverstärkung des
geschlossenen Regelkreises gleich "1" oder größer ist, und die
andere Erfordernis besteht darin, daß die Phasenverschiebung
bei dem Durchlaufen des geschlossenen Regelkreises ein
ganzzahliges Vielfaches von 360° ist. Wenn in der in Fig. 10a
und 10b dargestellten Schaltung der Oszillator 2 des Sensor
elementes 10 auf seiner Eigenfrequenz schwingt, besteht
zwischen den Erregerelektroden 5a und 5b und den Rückführungs
elektroden 4a und 4b eine Phasendifferenz von 90°. Zwischen dem
Eingangssignal und dem Ausgangssignal der 90°-Phasenverzöge
rungsschaltung 26 entsteht für Frequenzen nahe an der Resonanz
frequenz des Oszillators 2 eins Phasenverschiebung von ungefähr
90°. Außerdem ergibt sich unter bestimmten Bedingungen zwischen
dem Eingangssignal FB4 und dem Ausgangssignal des Bandpaß
filters 29 eine Phasendifferenz von 180°. Infolge dessen kann
durch Addieren einer Phasenverschiebung zwischen den Erreger
elektroden 5a und 5b und den Rückführungselektroden 4a und 4b,
einer Phasenverschiebung durch die 90°-Phasenverzögerungs
schaltung 26 und einer Phasenverschiebung durch das Bandpaß
filter 29 eins bei einem Durchlaufen des geschlossenen Regel
kreises auftretende Phasenänderung erzielt werden, die gleich
360° ist. Da ferner in der Regelschleife eine Verstärker
schaltung enthalten ist, kann für die Resonanzfrequenz des
Oszillators 2 eine Schleifenverstärkung erzielt werden, die
gleich "1" oder größer ist. Demzufolge kann mit dem
geschlossenen Regelkreis der in Fig. 10a und 10b dargestellten
Schaltungsanordnung das Schwingen mit der Resonanzfrequenz des
Oszillators 2 hervorgerufen werden.
Bei der Eigenfrequenz fo wird der Verstärkungsfaktor des
Oszillators 2, nämlich die durch die Erregerspannung dividierte
Rückführungsspannung maximal, während die Phasendifferenz
zwischen der Erregerspannung und der Rückführungsspannung nahe
an 90° liegt.
Es ist jedoch selbst dann, wenn ein Sensorelement 10 bzw.
ein Oszillator 2 für eine Eigenfrequenz fo ausgelegt ist,
infolge von Maßabweichungen während des Herstellungsprozesses
oder infolge der Einwirkung von durch Temperaturänderungen
hervorgerufenen Maßänderungen die Resonanzfrequenz des sich
ergebenden Oszillators 2 gegenüber fo etwas versetzt.
Wenn ein Sensorelement 10 mit einer Resonanzfrequenz
eingesetzt wird, die in bezug auf die Frequenz fo versetzt ist,
entsteht zwischen den Signalen DV1 und FB3 eine Phasen
differenz, die stark von 90° abweicht, und es tritt daher keine
Schwingung auf, wenn die Summe aus der Phasenverschiebung in
der 90°-Phasenverzögerungsschaltung 26, der Phasenverschiebung
in dem Bandpaßfilter 29 und dieser von 90° stark abweichenden
Phasendifferenz nicht gleich 360° ist.
Die 90°-Phasenverzögerungsschaltung 26 hat den Phasengang
gemäß der Beschreibung und erzeugt demnach bei der Frequenz fo
ein Ausgangssignal, das in bezug auf das Eingangssignal eine
Phasenverschiebung von 90° hat, aber bei anderen Frequenzen
eine Phasenverschiebung in einem davon verschiedenen Ausmaß.
Demnach ergibt dann, wenn der Oszillator 2 eine von fo
abweichende Eigenfrequenz hat, die 90°-Phasenverzögerungs
schaltung 26 nicht eine Phasenverschiebung um 90°, welche für
diesen Oszillator 2 zum Hervorrufen einer Phasendifferenz von
360° bei einem Durchlaufen des geschlossenen Regelkreises
erforderlich ist, so daß daher dieser Oszillator 2 nicht
schwingen kann.
Bei diesem Ausführungsbeispiel wird jedoch die bei einem
Durchlauf durch den geschlossenen Regelkreis hervorgerufene
Phasenänderung grundlegend durch die Wirkung des Bandpaßfilters
29 für Frequenzen in einem verhältnismäßig breiten Bereich auf
360° geregelt, welcher auf einen Sollwert fo für die Eigen
frequenz des Oszillators 2 zentriert ist. Auf diese Weise wird
das Schwingen des Oszillators 2 in dem Fall sichergestellt, daß
infolge von Abweichungen hinsichtlich des Ansprechens des
Oszillators 2 von Produkt zu Produkt oder infolge einer
Temperaturänderung die Eigenfrequenz von dem Sollwert oder
Bezugwert fo abweicht.
Die Gestaltung des Bandpaßfilters 29 ist in Fig. 12a
dargestellt. Das Bandpaßfilter 29 zeigt einen Frequenzgang
gemäß Fig. 15a und einen Phasengang gemäß Fig. 15b. Die
Resonanzfrequenz des Filters ändert sich gemäß der an die
Kapazitätsdiode 29a angelegten Vorspannung Vb.
Wenn z. B. gemäß Fig. 15a die Vorspannung Vb "mittel" ist,
wird die Resonanzfrequenz bzw. Mittenfrequenz zu fo1, die als
Bezugsfrequenz fo1 angenommen werden kann, und es ist
ersichtlich, daß die Verstärkung bei der Frequenz fo1 maximal
ist, während gemäß dem Phasengang nach Fig. 15b bei der
Frequenz tot die Phasenverschiebung gleich 180° ist. Bei einer
Frequenz fo2 unterhalb der Frequenz fo1 wird die Phasen
verschiebung kleiner als 180°, während bei einer Frequenz fo3
oberhalb der Frequenz fo1 die Phasenverschiebung größer als
180° wird.
Wenn die Spannung Vb niedrig ist, wird die Resonanz
frequenz zu fo2 und gemäß dem Frequenzgang nach Fig. 15a wird
die Verstärkung bei der Frequenz fo2 maximal, während gemäß dem
Phasengang nach Fig. 15b die Phasenverschiebung bei der
Frequenz fo2 zu 180° wird. Bei einer Frequenz unterhalb der
Frequenz fo2 wird die Phasenverschiebung kleiner als 180°,
während bei der Frequenz fo1 oberhalb der Frequenz fo2 die
Phasenverschiebung größer als 180° ist.
Wenn die Vorspannung Vb hoch ist, wird die Resonanz
frequenz zu fo3 und gemäß dem Frequenzgang nach Fig. 15a wird
die Verstärkung bei der Frequenz fo3 maximal, während gemäß dem
Phasengang nach Fig. 15b die Phasenverschiebung bei der
Frequenz fo3 zu 180° wird. Bei der Frequenz fo1 unterhalb der
Frequenz fo3 wird die Phasenverschiebung kleiner als 180°,
während bei einer Frequenz oberhalb der Frequenz fo3 die
Phasenverschiebung größer als 180° wird.
Auf diese Weise wird dann, wenn die Vorspannung Vb erhöht
wird, die Phase des durch das Bandpaßfilter 29 hindurch
geführten Signals stärker verschoben. Wenn dagegen die
Vorspannung Vb verringert wird, erfährt das durch das
Bandpaßfilter 29 hindurchtretende Signal eine geringere
Phasenverschiebung. Die Vorspannung Vb wird durch die an die
drei Eingangsanschlüsse des Bandpaßfilters 29 angelegten
Spannungen FB4, CON1 und CON2 bestimmt. Es ist anzumerken, daß
diese Spannungen Gleichspannungskomponenten (hauptsächlich in
CON1 und CON2) und Wechselspannungskomponenten (hauptsächlich
in FB4) enthalten und beide Komponenten auf die Vorspannung Vb
einwirken. Bei diesem Ausführungsbeispiel wird die Amplitude
der Wechselspannungskomponente derart gewählt, daß sie in bezug
auf den Pegel der Gleichspannungskomponente ausreichend klein
ist, so daß dadurch hinsichtlich des Frequenzganges des
Bandpaßfilters 29 eine starke Veränderung durch die Einwirkung
der Wechselspannungskomponente verhindert ist.
Wenn z. B. der Oszillator 2 mit seiner Eigenfrequenz
schwingt, ist die Phasendifferenz zwischen den an die beiden
Eingangsanschlüsse der 90°-Phasenvergleichsschaltung 27 gemäß
Fig. 10b angelegten Signalen 90° und demnach wird der Pegel des
aus der Integratorschaltung 30 abgegebenen Signals CON2 zu
einem Bezugspegel Vc, welcher ein Mittelwert zwischen dem
Maximalwert Vmax und dem Minimalwert Vmin ist, so daß die
Resonanzfrequenz des Bandpaßfilters 29 gemäß Fig. 15a und 15b
zu fo1 wird. Wenn die Resonanzfrequenz fo1 des Oszillators 2
und die Resonanzfrequenz des Bandpaßfilters 29 miteinander
übereinstimmen, ist bei dieser Frequenz die Phasenverschiebung
des Bandpaßfilters 29 gleich 180° und die Phasenverschiebung
der 90°-Phasenverzögerungsschaltung 26 gleich 90°, so daß die
Phasenverschiebung bei einem Durchlauf des geschlossenen
Regelkreises zu 360° wird, wodurch das Schwingen des Regel
kreises ermöglicht ist.
Bei der Resonanzfrequenz des Sensorelementes 10 ist eine
Phasenverschiebung zwischen den Erregerelektroden 5a und 5b und
den Rückführungselektroden 4a und 4b gleich 90%. Infolge dessen
tritt dann, wenn eine anderswo in der geschlossenen Schleife
außerhalb des Sensorelementes 10 auftretende Phasenverschiebung
gleich 270° ist, eine Schwingung mit der Frequenz f auf, wann
die Resonanzfrequenz f des Sensorelementes 10 gegenüber dem
Bezugswert fo versetzt ist. Das Ausmaß einer Phasenverschiebung
durch das Bandpaßfilter 29 ändert sich ebenso wie das Ausmaß
der Phasenverschiebung durch die 90°-Phasenverzögerungs
schaltung 26 in Abhängigkeit von der Frequenz. Wenn eine Summe
ΦA + ΦB aus einer Phasenverschiebung ΦA in dem Bandpaßfilter
29 und einer Phasenverschiebung ΦB in dar 90°-Phasenverzöge
rungsschaltung 26 bei der Frequenz f kleiner als 270° ist, wird
die Phasendifferenz zwischen FB3 und DV1 kleiner als 270° und
das dieser Phasendifferenz entsprechende Signal CON2 hat einen
Pegel, der niedriger als Vc ist. Infolge dessen wird die
Resonanzfrequenz des Bandpaßfilters 29 unter fo1 verringert und
die Phasenverschiebung ΦA des Bandpaßfilters 29 vergrößert.
Die Ausgangsspannung CON2 der Integratorschaltung 30 wird
höher, wodurch die Summe ΦA + ΦB der Phasenverschiebungen an
270° angenähert wird und die Ausgangsspannung der Integrator
schaltung 30 auf Vc konvergiert.
Falls dagegen die Summe aus der Phasenverschiebung ΦA in
dem Bandpaßfilter 29 und der Phasenverschiebung ΦB in der 90°-
Phasenverzögerungsschaltung 26 bei der Frequenz f größer als
270° ist, wird die Phasendifferenz zwischen den Signalen FB3
und DV1 größer als 270°. Das dieser Phasendifferenz
entsprechende Signal CON2 nimmt einen Pegel an, der über Vc
liegt. Infolge dessen wird die Resonanzfrequenz des Bandpaß
filters 29 über fo1 angehoben, wobei die Phasenverschiebung ΦA
des Bandpaßfilters 29 verringert wird. Dabei wird die Ausgangs
spannung CON2 aus der Integratorschaltung 30 verringert, so daß
die Summe ΦA + ΦB der Phasenverschiebungen an 270° angenähert
wird und die Ausgangsspannung aus der Integratorschaltung 30
auf Vc konvergiert.
An das Bandpaßfilter 29 ist die Schwingungsauslöse
schaltung 28 angeschlossen. Die Schwingungsauslöseschaltung 28
gemäß der Darstellung in Fig. 12b ist derart gestaltet, daß sie
auf das Einschalten der Stromversorgung hin die Schleifen
verstärkung im geschlossenen Regelkreises vorübergehend erhöht.
Wenn die Schleifenverstärkung erhöht ist, ist dadurch der
Bereich von Frequenzen erweitert, welche den Schwingungs
bedingungen genügen, so daß dann, wenn unmittelbar nach dem
Einschalten der Stromversorgung der Oszillator ungleichmäßig
mit einer Frequenz zu schwingen beginnt, die gegenüber der
Resonanzfrequenz desselben erheblich versetzt ist, die
Schwingungsfrequenz nahe an die Resonanzfrequenz herangezogen
werden kann, um die Schwingung zu stabilisieren.
Gemäß Fig. 12b enthält die Schwingungsauslöseschaltung 28
einen Analogschalter 28a, der eingangsseitig mit dem Signal FB4
verbunden ist, und das an dem Ausgang des Schalters auftretende
Signal CON1 wird in das Bandpaßfilter 29 eingegeben. Wenn die
Stromversorgung Vcc eingeschaltet wird, fließt über eine
Reihenschaltung aus einem Kondensator C1 und einem Widerstand
R1 ein Strom, der den Kondensator C1 auflädt, wobei sich ein
Spannungsabfall Vcr an dem Widerstand R1 von dem Massepegel auf
hohen Pegel ändert, so daß auf diese Weise der Analogschalter
28a eingeschaltet wird. Wenn der Kondensator C1 weiter geladen
wird und seine Spannung der Speisespannung Vcc nahe kommt, wird
der Spannungsabfall Vcr an dem Widerstand R1 geringer, wodurch
der Analogschalter 28a ausgeschaltet wird. Auf diese Weise
stellt eine Zeitkonstantenschaltung aus dem Kondensator C1 und
dem Widerstand R1 eine Art von Zeitgeber dar, welcher das
Anheben der Spannung Vcr zum Einschalten des Analogschalters
28a für eine bestimmte Zeitspanne nach dem Einschalten der
Stromversorgung bewirkt. Durch das Anlegen eines bestimmten
Rückstellsignals an einen Eingangsanschluß 28b der
Schwingungsauslöseschaltung 28 wird ein Entladekreis für den
Kondensator C1 geschlossen. Wenn das Rückstellsignal
weggeschaltet wird, beginnt das Laden des Kondensators C1 auf
gleichartige Weise wie unmittelbar nach dem Einschalten der
Stromversorgung, so daß der Analogschalter 28a wieder
vorübergehend eingeschaltet werden kann, ohne daß wieder die
Stromversorgung eingeschaltet wurde.
Gemäß Fig. 12a fließt bei ausgeschaltetem Analogschalter
28a über einen Widerstand RA nur ein dem Bandpaßfilter 29
zuzuführende Strom, welcher dem Signal FB4 entspricht. Das
heißt, es wird an das Bandpaßfilter 29 ein erstes Signal
angelegt, welches der an der Rückführungselektrode entstehenden
Spannung entspricht. Wenn der Analogschalter 28a eingeschaltet
ist, fließt der dem Signal FB4 entsprechende Strom gemäß Fig.
12a und 12b über eine Parallelschaltung aus dem Widerstand RA
und einem Widerstand RB. Das heißt, es wird an das Bandpaß
filter 29 eine Summe aus dem ersten Signal und einem zweiten
Signal angelegt, welches der an der Rückführungselektrode
entstehenden Spannung entspricht. Infolge dessen zeigt bei
eingeschaltetem Analogschalter 28a die Rückkopplungsschleife,
in der das 8 kHz-Bandpaßfilter 29 enthalten ist, eine höhere
Verstärkung.
Der an die Erregerelektroden 5a und 5b als Steuerstrom-
Meßschaltung angeschlossene Verstärker 12 gemäß Fig. 10a
verstärkt die Ansteuerungsspannung DV1 zum Anlegen an die
Kurvenformerschaltung 22 und wirkt ferner als Tiefpaßfilter für
das Unterdrücken hoher Frequenzen bzw. von Harmonischen. Die
90°-Phasenverzögerungsschaltung 26 nach Fig. 11b ist eine
Piezoelement-Treiberstufe und enthält in seiner Ausgangsstufe
einen Treiberverstärker, der niedrige Ausgangsimpedanz hat.
Infolge dessen zeigt von dem zylindrischen piezoelektrischen
Oszillator 2 her gesehen das Vibratorsystem (D2) mit den
Erregerelektroden 5a und 5b, der damit verbundenen 90°-
Phasenverzögerungsschaltung 26 und dem Verstärker 12 niedrige
Impedanz.
An die Rückführungselektroden 4a und 4b ist die
Integratorschaltung 11 angeschlossen, die auch als Tiefpaß
filter zum Unterdrücken von hohen Frequenzen bzw. Harmonischen
wirkt. Da die Rückführungselektroden 4a und 4b über einen
scheinbaren Kurzschluß an dem Eingang eines in der Integrator
schaltung 11 enthaltenen Rechenverstärkers mit Masse verbunden
sind, zeigt vom zylindrischen piezoelektrischen Oszillator 2
her gesehen das Rückführungssystem (D1) mit den Rückführungs
elektroden 4a und 4b und der daran angeschlossenen Integrator
schaltung 11 gleichfalls niedrige Impedan 17988 00070 552 001000280000000200012000285911787700040 0002019710483 00004 17869z. Somit ist von dem
zylindrischen piezoelektrischen Oszillator 2 her gesehen die
Impedanz eines Rückkopplungsschwingantriebssystems gering,
welches das Schwingen des zylindrischen piezoelektrischen
Oszillators 2 mit dessen Eigenfrequenz anregt, und die Funktion
des Bandpaßfilters 29 für das Einstellen der Erregungsfrequenz
ermöglicht es, den zylindrischen piezoelektrischen Oszillator 2
auf wirkungsvolle Weise zum Schwingen in den Richtungen D1 und
D2 auf seiner Eigenfrequenz (7566 Hz) anzuregen.
Verstärker 13 und 14 sind hinsichtlich der Gestaltung und
des Frequenzganges identisch und wirken auch als Tiefpaßfilter
zum Unterdrücken von hohen Frequenzen bzw. Harmonischen. Die
Meßelektroden 6a und 6b bzw. 7a und 7b sind jeweils über einen
Widerstand Re des entsprechenden Verstärkers 13 bzw. 14 mit
Masse verbunden und infolge dessen ist vom piezoelektrischen
Oszillator 2 her gesehen die Impedanz der Anordnung mit den
Meßelektroden 6a und 6b bzw. 7a und 7b und dem daran
angeschlossenen Verstärker 13 bzw. 14 effektiv zu dem
Widerstandswert des Widerstandes Re äquivalent (Fig. 10a). Der
Zusammenhang zwischen der Resonanzfrequenz dieses Meßsystems
(in den Richtungen D3 und D4) und dem Widerstandswert des
Widerstandes Re ist graphisch in Fig. 16 dargestellt.
Gemäß Fig. 16 ist bei diesem Beispiel die Resonanzfrequenz
7566 Hz die Eigenfrequenz des zylindrischen piezoelektrischen
Oszillators 2, mit der die Resonanzfrequenz des Meßsystems (in
der Richtung D3 bzw. D4) im wesentlichen bei einem Widerstands
wert des Widerstandes Re übereinstimmt, der im wesentlichen
gleich 100 Ω oder kleiner ist. Sobald jedoch der Widerstands
wert des Widerstandes Re über 100 Ω ansteigt, nimmt die
Resonanzfrequenz des Meßsystems für die Richtungen D3 und D4
allmählich zu, wodurch eine Differenz zwischen dieser und der
Eigenfrequenz, nämlich einer Differenz derselben in bezug auf
die Resonanzfrequenz in den Richtungen D1 und D2 größer wird.
Bei einem Widerstandswert des Widerstandes Re, dar gleich 1 MΩ
ist, beträgt die Differenz Δf ungefähr 13 Hz.
In Fig. 17 ist graphisch der Zusammenhang zwischen der
Differenz der Resonanzfrequenzen und dem Ausmaß der Phasen
verschiebung der Meßspannung bei der Winkelgeschwindigkeit ω
dargestellt. In Fig. 17 ist auf der Abszisse die Differenz der
Resonanzfrequenzen dargestellt, während auf der Ordinate das
Ausmaß der Phasenversetzung der Meßspannung bei der Winkel
geschwindigkeit ω aufgetragen ist. Die durch ausgezogene
Linien dargestellten Kurven entsprechen einer Winkelgeschwin
digkeit ω von ±90°/s und die durch gestrichelte Linien
dargestellten Kurven entsprechen einer Winkelgeschwindigkeit ω
von ±20°/s. Bei einer Differenz zwischen den Resonanz
frequenzen nahe an "0" ist es nicht möglich, eine Phasen
versetzung der Meßspannung zu erfassen, jedoch wird das
Erfassen einer Phasenversetzung bei einer Differenz der
Resonanzfrequenzen möglich, die gleich 10 Hz oder größer ist.
In diesem Bereich ist bei dem Erfassen der Phasenversetzung die
Auflösung um so höher, je kleiner die Differenz der Resonanz
frequenzen ist. Das heißt, die Genauigkeit bei dem Messen der
Winkelgeschwindigkeit ω wird höher und es wird die Auflösung
bei dem Messen dar Winkelgeschwindigkeit ω in einem Bereich
niedriger Werts derselben höher.
Bei diesem Ausführungsbeispiel wird der Widerstandswert
des Widerstandes Re der Verstärker 13 und 14 zu 1 MΩ gewählt
und damit die Resonanzfrequenz das Meßsystems in Richtung D3
oder D4 derart gewählt, daß sie um ungefähr Δf = 13 Hz höher
als die Resonanzfrequenz oder Eigenfrequenz des Vibratorsystems
in Richtung D1 und D2 ist.
Gemäß Fig. 10a und 14b wird ein an den ersten
Meßelektroden 6a und 6b des Sensorelementes 10 auftretendes
Signal von dem Verstärker 13 aufgenommen und dann durch eine
Kurvenformerschaltung 23 zu einem binären bzw. Rechteck
wellensignal umgesetzt, welches als Signal SS1 ausgegeben wird.
Ein an den zweiten Meßelektroden 7a und 7b auftretendes Signal
wird von dem Verstärker 14 aufgenommen und durch eine Kurven
formerschaltung 24 zu einem binären bzw. Rechteckwellensignal
umgesetzt, welches als Signal SS2 abgegeben wird. Diese binären
Signale SS1 und SS2 werden an eine Phasenvergleichsschaltung 41
angelegt. Die Phasenvergleichsschaltung 41 gibt an eine
Glättungsschaltung 31 in einem jeweiligen Fall den hohen Pegel
H, wenn nur eines der Signale SS1 den hohen Pegel H annimmt,
den niedrigen Pegel L, wenn nur das Signal SS2 den hohen Pegel
H annimmt, und ein Bezugspotential bzw. Mittelpotential M ab,
wenn die beiden Signale entweder den hohen Pegel H oder den
niedrigen Pegel L haben.
In Fig. 14 sind graphisch die an den Meßelektroden 6a und
6b bzw. 7a und 7b entstehenden Spannungen S11 bzw. S12 sowie
andere Signale dargestellt, welche aufgrund dieser Spannungen
erzeugt werden. Wenn keine Winkelgeschwindigkeit ω einwirkt,
entsteht im wesentlichen keine Schwingungskomponente in den
Richtungen D3 und D4, so daß folglich in den Meßspannungen S11
und S12 nur die Schwingungskomponente in der Erregungsrichtung
auftritt. Bei einer Winkelgeschwindigkeit ω in einer
bestimmten Drehrichtung des zylindrischen piezoelektrischen
Oszillators 2 nehmen jedoch die Maßspannungen S11 und S12 Pegel
an, welche der Winkelgeschwindigkeit ω entsprechen, und haben
eine Phasenverschiebung in bezug auf die Richtungen D1 und D2
(FB2 und DV1) gemäß der Winkelgeschwindigkeit ω. Außerdem
erhält entsprechend einer Erhöhung oder Verringerung der
Winkelgeschwindigkeit ω eine der Meßspannungen S11 und S12
eine positive Phasenverschiebung, während die anders eine
negative Phasenverschiebung erhält. Diese Beziehung ist
umgekehrt, wenn die Richtung der Winkelgeschwindigkeit ω
entgegengesetzt ist. Infolge dessen hat ein Ausgangssignal SH
der Phasenvergleichsschaltung 41 eine Impulsbreite mit dem
Pegel H, die das Doppelte der Größe der Phasenverschiebung ist,
welche an einer der Meßspannungen entsprechend der Winkel
geschwindigkeit ω auftritt. Die Breite ΔT der Impulse mit dem
Pegel H entspricht der Winkelgeschwindigkeit ω.
Die in Fig. 20b dargestellte Glättungsschaltung 31 bildet
einen Impulsbreite/Spannung-Umsetzer, der eine analoge Spannung
Vout mit einem Pegel abgibt, der zu der Impulsbreite des
Signals SH proportional ist. Diese analoge Spannung wird durch
einen Verstärker 32 verstärkt. Der Pegel der Ausgangsspannung
Vout entspricht der Winkelgeschwindigkeit ω.
In Fig. 19 ist ein Sensorelement 10 gemäß einem dritten
Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, welches in Fig.
18 im Schnitt dargestellt ist. Gemäß Fig. 19 ist ein
zylindrischer piezoelektrischer Oszillator 2 symmetrisch in
bezug auf eine Mittelachse, die senkrecht zu der Zeichnungs
ebene in Fig. 18 und parallel zu der Zeichnungsebene in Fig. 19
verläuft. An dem zylindrischen piezoelektrischen Oszillator 2
sind insgesamt vier Gewichte Qa, Qb, Qc und Qd mit im
wesentlichen gleicher Masse befestigt, die jeweils an Stellen,
welche durch die Schnittpunkte einer die Mitten der Erreger
elektroden 5a und 5b sowie die Mittelachse enthaltenden Ebene
mit dem oberen Umfangsrand des piezoelektrischen Oszillators 2
bestimmt sind, und an Stellen, die durch die Schnittpunkte
einer zu der vorstehend genannten Ebene senkrechten Ebene mit
dem oberen Umfangsrand des piezoelektrischen Oszillators 2 bzw.
an Stellen angeordnet sind, an denen die erste Diagonalrichtung
D1 und die zweite Diagonalrichtung D2 in Verlängerung den
Umfangsrand schneiden. Im einzelnen hat jedes der jeweils durch
ein Metallstück gebildeten Gewichte Qa, Qb, Qc und Qd eine
Querseite, die längs der Umfangsfläche des zylindrischen
piezoelektrischen Oszillators 2 gewölbt ist, und ist an dem
Außenumfang des piezoelektrischen Oszillators 2 an dessen
oberen Ende befestigt. Es ist anzumerken, daß das obere Ende
eines jeden Gewichtes entlang der oberen Stirnfläche des
piezoelektrischen Oszillators 2 zu dessen Achse hin ragt. Die
Gewichte Qa und Qb sind oberhalb der verlängerten ersten
Diagonalrichtung D1 bzw. oberhalb der Erregerelektroden 5a und
5b angeordnet, während die Gewichte Qc und Qd oberhalb der
verlängerten zweiten Diagonalrichtung D2 bzw. oberhalb der
Rückführungselektroden 4a und 4b angeordnet sind.
Es ist anzumerken, daß die Phasen einer Hauptschwingung
(D2) und einer Nebenschwingung (D1) gegeneinander um 90°
versetzt sind, aber die gleiche Schwingungsfrequenz f haben,
welche durch die vorangehend angegebene Gleichung (4) bestimmt
ist. Durch die Gewichte Qa, Qb, Qc und Qd wird jedoch die
schwingende Masse größer, wodurch die Resonanzfrequenz f
niedriger wird. Im einzelnen hat eine Sekundärschwingung,
nämlich eine Schwingung in der Richtung D3, in der das erste
Meßsystem die höchste Meßempfindlichkeit zeigt, und in der
Richtung D4 in der das zweite Meßsystem die höchste
Meßempfindlichkeit zeigt, eine Resonanzfrequenz, die im
wesentlichen gleich der Eigenfrequenz des zylindrischen
piezoelektrischen Oszillators 2 ist, die bei dem Fehlen der
Gewichte Qa, Qb, Qc und Qd zu erreichen wäre, jedoch hat die
erste Schwingung, nämlich die Hauptschwingung (D2) und die
Nebenschwingung (D1) gemäß den vorangehenden Ausführungen eine
Frequenz, die niedriger als diese Eigenfrequenz ist. Bei diesem
Ausführungsbeispiel wird die Masse der Gewichte Qa, Qb, Qc und
Qd derart gewählt, daß die erste Schwingung eine Frequenz hat,
welche um ungefähr Δf = 16 Hz, nämlich den in Fig. 17
dargestellten Wert Δf niedriger ist als die Eigenfrequenz.
Wie bei dem in Fig. 10a dargestellten zweiten Ausführungs
beispiel sind die Rückführungselektroden 4a und 4b an eine
Integratorschaltung 11, die Erregerelektroden 5a und 5b an
einen Verstärker 12 und die Meßelektroden 6a und 6b bzw. 7a und
7b an einen Verstärker 13 bzw. 14 angeschlossen. Diese
Schaltungskomponenten sind den bei dem zweiten Ausführungs
beispiel eingesetzten gleichartig und an die Winkelgeschwindig
keit-Ermittlungsschaltung angeschlossen, die gleich der in Fig.
10b dargestellten ist.
Wenn zwischen die Erregerelektroden 5a und 5b und die
Bezugspotential-Elektroden 3a und 3b eine Spannung angelegt
wird, um den zylindrischen piezoelektrischen Oszillator 2 in
der ersten Diagonalrichtung D1 und der zweiten Diagonalrichtung
D2 in Schwingungen zu versetzen (erste Schwingungen), wie es in
Fig. 20 durch gestrichelte Linien bzw. strichpunktierte Linien
mit Doppelpunkten dargestellt ist, entsprechen die Stellen, an
denen die jeweiligen Gewichte angeordnet sind, den Schwingungs
bäuchen der Schwingung. Da jedoch die Meßelektroden 6a, 6b, 7a
und 7b jeweils an den Schwingungsknoten der Schwingung
angeordnet sind, bewirken die Gewichte Qa, Qb, Qc und Qd eine
Verringerung der Schwingungsfrequenz der ersten Schwingung,
während sie die Frequenz dar zweiten Schwingungen in den
Richtungen D3 und D4 nicht verringern, in denen die Meß
elektroden 6a, 6b, 7a und 7b die höchste Meßempfindlichkeit
zeigen.
Gemäß der Darstellung in Fig. 17 ist es nicht möglich, bei
einer Differenz der Resonanzfrequenzen nahe "0" eine Phasen
versetzung der Meßspannung zu erfassen. Das Erfassen einer
Phasenversetzung ist bei einer Differenz der Resonanzfrequenzen
möglich, die etwa gleich 10 Hz oder größer ist. In diesem
Bereich ist die Auflösung bei dem Messen der Phasenversetzung
um so höher, je kleiner die Differenz der Resonanzfrequenzen
ist. Somit ist die Genauigkeit der Erfassung der Winkel
geschwindigkeit ω größer und die Auflösung bei dem Messen der
Winkelgeschwindigkeit ω in dem Bereich niedriger Werte
derselben höher.
In Fig. 21 und 22 ist als Abwandlungsform ein Sensor
element 10B dargestellt. Die Fig. 22 ist eine Vorderansicht des
Sensorelementes 10B in der Richtung zu der Rückführungs
elektrode 4b gesehen und die Fig. 21 ist eine Schnittansicht
des Sensorelementes 10B in einer Richtung gesehen, die durch
eine strichpunktierte Pfeillinie 21A in Fig. 22 dargestellt
ist. Das Sensorelement 10B enthält einen zylindrischen
piezoelektrischen Körper bzw. Oszillator 2, an dessen oberen
Rand um den Umfang herum vier V-förmige Ausnehmungen an Stellen
ausgebildet sind, an denen die Verlängerungen der ersten
Diagonalrichtung D1 und der zweiten Diagonalrichtung D2 gemäß
Fig. 21 den Rand überkreuzen. Ausnehmungen bzw. Kerben Ra und
Rb sind oberhalb der Verlängerung der zweiten Diagonalrichtung
D2, nämlich oberhalb der Erregerelektroden 5a und 5b
angeordnet, während Ausnehmungen Rc und Rd oberhalb der
Verlängerung der ersten Diagonalrichtung D1, nämlich oberhalb
der Rückführungselektroden 4a und 4b angeordnet sind. Auf diese
Weise haben die zweiten Schwingungen, nämlich die Schwingungen
in dar Richtung D3, in der das erste Meßsystem die höchste
Meßempfindlichkeit zeigt, und in der Richtung D4, in der das
zweite Meßsystem die höchste Meßempfindlichkeit zeigt, eine
Resonanzfrequenz, welche im wesentlichen gleich der Eigen
frequenz des zylindrischen piezoelektrischen Oszillators 2 in
dem Fall ist, daß die Ausnehmungen Ra, Rb, Rc und Rd nicht
vorgesehen sind, während aber die ersten Schwingungen, nämlich
die Hauptschwingung (D2) und die Nebenschwingung (D1) gemäß den
vorangehenden Ausführungen eine Resonanzfrequenz haben, die
höher als diese Eigenfrequenz ist.
Bei dem dritten Ausführungsbeispiel und bei dessen
vorstehend beschriebener Abwandlungsform sind die Gewichte Qa
bis Qd bzw. die Ausnehmungen Ra bis Rd zum Verbessern der Meß
genauigkeit an vier Stellen vorgesehen, welche den Schwingungs
bäuchen des Vibratorsystems des zylindrischen piezoelektrischen
Oszillators 2 entsprechen. Es kann jedoch das Anbringen
entweder eines Gewichtes oder einer Ausnehmung an mindestens
einer Stelle an dem zylindrischen piezoelektrischen Oszillator
2 dafür ausreichen, eine Differenz zwischen den Resonanz
frequenzen des Vibratorsystems und des Meßsystems hervor
zurufen. Alternativ kann das Gewicht oder die Ausnehmung statt
an einer Stelle, die dem Schwingungsbauch des Vibratorsystems
des zylindrischen piezoelektrischen Oszillators 2 entspricht,
an einer Stelle angebracht bzw. ausgebildet werden, die dem
Schwingungsknoten entspricht. In diesem Fall ist die Resonanz
frequenz des Vibratorsystems die Eigenfrequenz des piezo
elektrischen Oszillators 2, während die Resonanzfrequenz des
Meßsystems in der Richtung D3 oder D4, in der die höchste
Meßempfindlichkeit erreicht wird, niedriger als die Eigen
frequenz wird, wenn das Gewicht hinzugefügt ist, oder höher als
die Eigenfrequenz wird, wenn die Ausnehmung gebildet ist.
Es wird ein Winkelgeschwindigkeitsdetektor mit ersten und
zweiten Meßelektroden beschrieben, die durch Corioliskräfte
hervorgerufene zweite Schwingungen erfassen und an Stellen
angeordnet sind, welche in bezug auf die Richtung der Anregung
eines piezoelektrischen Oszillators symmetrisch sind und
Schwingungsknoten einer durch die Anregung hervorgerufenen
ersten Schwingung entsprechen. Wenn der piezoelektrische
Oszillator in einer bestimmten Richtung dreht, ist die Phase
eines an den ersten Meßelektroden auftretenden ersten Signals
nacheilend, während die Phase eines an den zweiten Meß
elektroden auftretenden zweiten Signals voreilend ist. In einer
Schaltung wird ein Winkelgeschwindigkeitssignal erzeugt,
welches der Phasendifferenz zwischen dem ersten und dem zweiten
Signal entspricht. Zum Erzielen eines Pegels des ersten und des
zweiten Signals, der durch die Schaltung erfaßt werden kann,
wenn die Winkelgeschwindigkeit gleich "0" ist, werden bei einem
ersten Ausführungsbeispiel die ersten und die zweiten Meß
elektroden von den Schwingungsknoten der ersten Schwingungen
des Oszillators um eine Größe Θ zu der Richtung der ersten
Schwingungen hin versetzt angeordnet. Bei einem zweiten
Ausführungsbeispiel werden die Impedanzen von Schaltungen des
Vibratorsystems und des Meßsystems derart gewählt, daß die
Resonanzfrequenzen der ersten Schwingungen und der zweiten
Schwingungen voneinander verschieden sind. Bei einem dritten
Ausführungsbeispiel wird am Oszillator ein Gewicht angebracht
oder eine Ausnehmung ausgebildet, um eine relative Versetzung
zwischen den Resonanzfrequenzen der ersten und der zweiten
Schwingungen zu erzielen.
Claims (10)
1. Winkelgeschwindigkeitsdetektor, mit
einem Oszillator (2),
einer Erregereinrichtung (5a, 5b; 26; 64) zum Anregen einer Schwingung des Oszillators,
einer ersten und zweiten Schwingungsmeßvorrichtung (6a, 6b, 7a, 7b, 13, 14), die an Stellen angeordnet sind, welche in bezug auf die Richtung (D2) einer durch das Anregen hervorgerufenen ersten Schwingung des Oszillators symmetrisch sind und jeweils eine zweite Schwingung (D3, D4) erfassen, die durch Corioliskräfte hervorgerufen wird, welche durch eine Winkelgeschwindigkeit (ω) des Oszillators entstehen, und
einer Einrichtung (51 bis 54; 41, 31, 32) zum Ermitteln einer Phasendifferenz zwischen den jeweils durch die erste und die zweite Schwingungsmeßvorrichtung erfaßten Schwingungen, wobei die erste und die zweite Schwingungsmeßvorrichtung (6a, 6b, 7a, 7b) an Stellen angeordnet sind, die von Schwingungsbäuchen der zweiten Schwingungen weg um ein bestimmtes Ausmaß (Θ) in einer Richtung versetzt sind, in der auch die erste Schwingung erfaßt werden kann.
einem Oszillator (2),
einer Erregereinrichtung (5a, 5b; 26; 64) zum Anregen einer Schwingung des Oszillators,
einer ersten und zweiten Schwingungsmeßvorrichtung (6a, 6b, 7a, 7b, 13, 14), die an Stellen angeordnet sind, welche in bezug auf die Richtung (D2) einer durch das Anregen hervorgerufenen ersten Schwingung des Oszillators symmetrisch sind und jeweils eine zweite Schwingung (D3, D4) erfassen, die durch Corioliskräfte hervorgerufen wird, welche durch eine Winkelgeschwindigkeit (ω) des Oszillators entstehen, und
einer Einrichtung (51 bis 54; 41, 31, 32) zum Ermitteln einer Phasendifferenz zwischen den jeweils durch die erste und die zweite Schwingungsmeßvorrichtung erfaßten Schwingungen, wobei die erste und die zweite Schwingungsmeßvorrichtung (6a, 6b, 7a, 7b) an Stellen angeordnet sind, die von Schwingungsbäuchen der zweiten Schwingungen weg um ein bestimmtes Ausmaß (Θ) in einer Richtung versetzt sind, in der auch die erste Schwingung erfaßt werden kann.
2. Detektor nach Anspruch 1, wobei der Oszillator (2)
in bezug auf seine Mittelachse symmetrisch gestaltet ist
und die erste und die zweite Schwingungsmeßvorrichtung (6a,
6b, 7a, 7b) an Stellen angeordnet sind, die von den
Schwingungsbäuchen der zweiten Schwingungen weg um ungefähr
3° in tangentialer Richtung zur Drehung um die Mittelachse
zu Schwingungsknoten der ersten Schwingung hin versetzt
sind.
3. Winkelgeschwindigkeitsdetektor, mit
einem Oszillator (2),
einer Erregereinrichtung (5a, 5b; 26; 64) zum Anregen einer Schwingung des Oszillators,
einer ersten und zweiten Schwingungsmeßvorrichtung (6a, 6b, 7a, 7b, 13, 14), die an Stellen angeordnet sind, welche in bezug auf die Richtung (D2) einer durch das Anregen hervorgerufenen ersten Schwingung des Oszillators symmetrisch sind und jeweils eine zweite Schwingung (D3, D4) erfassen, die durch Corioliskräfte hervorgerufen wird, welche durch eine Winkelgeschwindigkeit (ω) des Oszillators entstehen, und
einer Einrichtung (51 bis 54; 41, 31, 32) zum Ermitteln einer Phasendifferenz zwischen den jeweils durch die erste und die zweite Schwingungsmeßvorrichtung erfaßten Schwingungen, wobei der Oszillator (2) in der Richtung (D2) der ersten Schwingung eine Resonanzfrequenz hat, die von einer Resonanzfrequenz in den Richtungen (D3, D4) der zweiten Schwingungen verschieden ist.
einem Oszillator (2),
einer Erregereinrichtung (5a, 5b; 26; 64) zum Anregen einer Schwingung des Oszillators,
einer ersten und zweiten Schwingungsmeßvorrichtung (6a, 6b, 7a, 7b, 13, 14), die an Stellen angeordnet sind, welche in bezug auf die Richtung (D2) einer durch das Anregen hervorgerufenen ersten Schwingung des Oszillators symmetrisch sind und jeweils eine zweite Schwingung (D3, D4) erfassen, die durch Corioliskräfte hervorgerufen wird, welche durch eine Winkelgeschwindigkeit (ω) des Oszillators entstehen, und
einer Einrichtung (51 bis 54; 41, 31, 32) zum Ermitteln einer Phasendifferenz zwischen den jeweils durch die erste und die zweite Schwingungsmeßvorrichtung erfaßten Schwingungen, wobei der Oszillator (2) in der Richtung (D2) der ersten Schwingung eine Resonanzfrequenz hat, die von einer Resonanzfrequenz in den Richtungen (D3, D4) der zweiten Schwingungen verschieden ist.
4. Detektor nach Anspruch 3, wobei die
Resonanzfrequenz des Oszillators (2) in der Richtung (D2)
der ersten Schwingung um ungefähr 16 Hz niedriger ist als
die Resonanzfrequenz in den Richtungen (D3, D4) der zweiten
Schwingungen.
5. Detektor nach Anspruch 3, wobei der Oszillator (2)
in bezug auf seine Mittelachse symmetrisch gestaltet ist,
die Erregereinrichtung eine Erregerelektrode (5a, 5b)
enthält und ferner zum Bestimmen einer Resonanzfrequenz in
der Richtung (D2) der ersten Schwingung mindestens eine
Massenänderungsvorrichtung (Qa, Qb; Ra, Rb) an einer Stelle
angeordnet ist, an der sich der Oszillator mit einer Ebene
überkreuzt, welche die Mitte der Erregerelektrode und die
Mittelachse enthält.
6. Detektor nach Anspruch 5, wobei die
Massenänderungsvorrichtung ein an dem Oszillator (2)
angebrachtes Gewicht (Qa, Qb) ist.
7. Detektor nach Anspruch 5, wobei die
Massenänderungsvorrichtung eine an dem Oszillator (2)
gebildete Ausnehmung (Ra, Rb) ist.
8. Detektor nach Anspruch 3, wobei der Oszillator (2)
in bezug auf seine Mittelachse symmetrisch gestaltet ist
und daß zum Bestimmen einer Resonanzfrequenz der zweiten
Schwingungen eine Massenänderungsvorrichtung (Qc, Qd; Rc,
Rd) an einer Stelle angeordnet ist, an der sich der
Oszillator mit einer Ebene überkreuzt, welche die Richtung
(D3, D4) der zweiten Schwingung und die Mittelachse
enthält.
9. Detektor nach Anspruch 8, wobei die
Massenänderungsvorrichtung ein an dem Oszillator (2)
angebrachtes Gewicht (Qc, Qd) ist.
10. Detektor nach Anspruch 8, wobei die
Massenänderungsvorrichtung eine an dem Oszillator (2)
gebildete Ausnehmung (Rc, Rd) ist.
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