DE19710467C2 - Abstandshalter aus Kunststoff - Google Patents
Abstandshalter aus KunststoffInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Abstandshalter mit einem Grundkörper und mehreren
Öffnungen zur Aufnahme von Rohren oder dergleichen, mit als Einfassung für die
Rohre dienenden einseitig offenen Einfassungen gemäß dem Oberbegriff des Patent
anspruchs 1 und einen Abstandshalter gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs
7.
Aus der EP 0 039 467 A1 bzw. dem DE 76 17 565 U1 sind Abstandshalter bekannt,
die zur Aufnahme von Rohren eingerichtet sind. Die Öffnungen der bekannten Ab
standshalter sind so dimensioniert, daß die die Öffnungen begrenzenden Schenkel
des Abstandshalters über einen 180 Grad umfassenden Halbkreis
hinweg verlaufen. Hierdurch muß eine Kraft auf die in die besagten Öffnungen
einzusetzenden Rohre ausgeübt werden, um die Schenkel der Abstandshalter ausein
anderzubewegen, um die Rohre in den Öffnungen zwischen den Schenkeln fest
zulegen. Hierbei kann es sowohl an den Rohren wie auch an den Schenkeln der
Abstandshalter zu Beschädigungen kommen.
Aus der EP 0 352 512 B1 bzw. dem DE 88 09 540 U1 ist ebenfalls ein
Abstandshalter bekannt, bei dem die Schenkel von den Enden der ein Rohr auf
nehmenden Einfassungen über die Ober- und Unterkante des Abstandshalters hinaus
verlaufen, so daß fehlende Vorsprünge gebildet werden, wobei die Ober- und
Unterkante des Abstandshalters durch die Mittelpunkte der die Öffnungen festlegen
den Kreise verlaufen. Hier ergibt sich die Problematik, daß die Schenkel des aus
Kunststoff gefertigten Abstandshalters vergleichsweise leicht abbrechen können,
beispielsweise beim Transport oder aber auch bei der Montage der Rohre.
Aus der US 4,244,542 ist ein Abstandshalter bekannt, der für Rohre für
Stromleitungen verwendet wird, um diese in einem Baugraben festzulegen. Ein
zwischen die Rohre eingeleiteter Beton soll dadurch die Rohre in ihrer Stellung nicht
verrücken können. Zu diesem Zweck werden Abstandshalter aus Metall eingesetzt,
wobei gebogene Bleche mit einem offenen oberen Bereich fix an einer Halterung
vorgesehen sind, und zwar derart, daß ein unteres Rohr immer jeweils an einem
oberen Rohr fixiert werden kann.
Der DE 30 40 894 A1 ist ein Abstandshalter für Rohre zu entnehmen, bei dem je
weils einseitig offene Einfassungen vorgesehen sind. Durch die Öffnungen der Ein
fassungen können Rohre eingesetzt und gehalten werden. Dabei sollen die Schenkel
auch vergleichsweise flexibel ausgebildet sein.
Es ist deshalb eine Aufgabe gemäß der vorliegenden Erfindung, den gattungsge
mäßen Abstandshalter gemäß der EP 0 352 512 B1 derart weiterzubilden, daß einer
seits eine Beschädigung der Rohre und andererseits eine Beschädigung der Schenkel
der Einfassungen des Abstandshalters weitestgehend vermieden werden kann.
Die besagte Aufgabe, die der vorliegenden Erfindung zugrundeliegt, wird durch
einen Abstandshalter mit den im Patentanspruch 1 und den im Patentanspruch 7 auf
geführten Merkmalen gelöst. Zweckmäßige Ausführungsformen des erfindungsge
mäßen Abstandshalters werden durch die Unteransprüche definiert.
Gemäß der Erfindung wird ein Abstandshalter vorgeschlagen, bei dem jede der Ein
fassungen wenigstens einen freien Schenkel aufweist, der mit der bzw. bei der Ober-
bzw. Unterkante des Abstandshalters endet. Hierdurch wird es möglich,
sowohl die Klemmkräfte der Einfassung bzw. die Federkräfte eines Schenkels soweit
herabzusetzen, daß ein in die Einfassung einzusetzendes Rohr nicht beschädigt wird.
Gleichzeitig wird es ermöglicht, die Schenkel soweit durch den Grundkörper des
Abstandshalters zu schützen, daß eine Beschädigung oder gar ein Abbrechen eines
Schenkels in der Praxis nicht möglich ist. Dabei sind erfindungsgemäß die freien
Schenkel der Einfassungen seitlich benachbarter Öffnungen wiederum zueinander
benachbart. Auf diese Weise kann ein Schenkel einen benachbarten Schenkel
abstützen, wenn dieser ausgelenkt wird, um ein Rohr in die betreffende Einfassung
einzusetzen. Dabei sind die benachbarten Schenkel weit genug voneinander entfernt,
daß sie beim Einsetzen des Rohres kein Hindernis ergeben, sind jedoch andererseits
nicht so weit voneinander entfernt, daß der elastische Bereich eines Schenkels beim
Einsetzen eines Rohres überschritten werden kann, ohne daß der benachbarte
Schenkel ebenfalls die ihm zugeordnete Öffnung verengend ausgelenkt wird.
Damit der vorteilhafte Effekt erzielt wird, daß der Grundkörper des Abstandshalters
so ausgebildet werden kann, daß er den empfindlicheren Schenkeln Schutz bietet, ist
es vorteilhaft, wenn dieser so ausgebildet ist, daß die Ober- und Unterkante des Ab
standshalters diesseits und/oder jenseits der durch die Mittelpunkte der die Öffnun
gen festlegenden Kreise verlaufen. Dabei kann einer der Schenkel jenseits des
besagten Mittelpunktes verlaufen, so daß dieser Schenkel praktisch starr durch die
zugeordnete Erstreckung des Grundkörpers gehalten wird bzw. einstückig mit der
Erstreckung des Grundkörpers ausgebildet ist, und somit jedenfalls die gewünschte
Schutzfunktion erfüllen kann. Demgegenüber ist dadurch, daß die Ober- und Unter
kante des Abstandshalters bzw. der Grundkörper des Abstandshalters in bezug auf
den anderen Schenkel der jeweiligen Einfassung diesseits der durch die Mittelpunkte
der die Öffnungen festlegenden Kreise verlaufen, sichergestellt, daß die jeweiligen
Schenkel weit genug schwenkbar sind, um das Einsetzen eines Rohres mit einem
passenden Durchmesser zu ermöglichen.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn die freien Schenkel durch ein Widerlager abge
stützt werden können. Dieses Widerlager kann durch den benachbarten Schenkel
gebildet werden bzw. kann das Widerlager und/oder der diesem zugeordnete Schen
kel eine Erstreckung aufweisen, die den Abstand in Richtung des Widerlagers
zwischen diesem und dem Schenkel aufeinander zu verkürzen. Hierdurch kann der
Abstand zwischen den Schenkeln benachbarter Einfassungen vergrößert werden, was
insbesondere bei der Herstellung des betreffenden Abstandshalters günstig sein kann,
während gleichzeitig durch die Widerlager verhindert wird, daß eine Überbean
spruchung eines Schenkels möglich ist.
Das Widerlager kann auch durch einen Fortsatz des Grundkörpers bzw. des Ab
standshalters gebildet sein. Dabei erstreckt sich ein entsprechender Fortsatz zwi
schen benachbarten Schenkeln von dem Grundkörper aus zwischen die Schenkel, um
diese bei einer radial nach außen gerichteten Schwenkbewegung abstützen zu kön
nen.
Gemäß der Erfindung nach dem Anspruch 7 ist bei einem gattungsgemäßen Ab
standshalter aus Kunststoff jede der Einfassungen mit zwei freien Schenkeln verse
hen, wobei die Ober- und Unterkante des Abstandshalters diesseits der durch die
Mittelpunkte der die Öffnungen festlegenden Kreise verlaufen. Auch hier wird es
durch die Anordnung der freien Schenkel in ihrer Lage nebeneinander möglich, die
se durch deren Zusammenwirken zu stabilisieren, so daß sie kaum beschädigt wer
den können, da sie sich gegenseitig abstützen, wenn sie radial auswärts aufeinander
zu ausgelenkt werden. Auch hier ist den freien Schenkeln erfindungsgemäß ein Wi
derlager zugeordnet, das entweder, wie bereits angedeutet, durch den benachbarten
Schenkel gebildet werden kann, oder aber durch eine Erstreckung von dem Ab
standshalter bzw. dessen Grundkörper aus. Auch hier können die Schenkel mit
Fortsätzen
versehen sein, um den Abstand zwischen den Schenkeln bzw. den Schenkeln und
den diesen zugeordneten Widerlagern zu verkürzen.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn der erfindungsgemäße Abstandshalter so kon
struiert ist, daß er Abschnitte aufweist, die jeweils wenigstens einer Einfassung
zugeordnet sind. Hierdurch läßt sich ein jeweiliger dieser Abschnitte stabiler ferti
gen, wobei gleichzeitig Materialeinsparungen ermöglicht werden.
Durch die vorteilhafte Anordnung von Schwächungslinien bzw. Sollbruchstellen
zwischen den einzelnen einer jeweiligen Einfassung zugeordneten Abschnitten kann
es ermöglicht werden, größere Abstandshalteranordnungen mit vielen Einfassungen
herzustellen und diese später je nach Bedarf zu vereinzeln.
Um eine unbeabsichtigte Vereinzelung der jeweiligen Abschnitte zu verhindern, ist
es vorteilhaft, wenn im Verlaufe der Schwächungslinien bzw. Sollbruchstellen
Verstärkungsbereiche ausgebildet sind. Dies ist auch insbesondere dann vorteilhaft,
wenn eine gespritzte Abstandshalteranordnung aus der Spritzform entnommen
werden soll, wo sie nicht selten leicht verklemmt und bereits hier brechen könnte,
was aufgrund der Verstärkungsbereiche verhindert werden kann.
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform ergibt sich, wenn sich wenigstens
einer der Schenkel einer jeweiligen Einfassung am oberen Ende in einem Ein
führungsbereich mit einem anderen Radius fortsetzt als die Einfassung selbst. Auf
diese Weise kann beim Einführen eines Rohres in die Einfassung dafür gesorgt
werden, daß ein Schenkel automatisch radial nach außen in die richtige Richtung auf
das Widerlager zu aus seiner Grundstellung ausgelenkt wird, wenn die Biegung des
Schenkels entgegen der der Einfassung ausgerichtet ist. Ein Abknicken und Brechen
eines jeweiligen Schenkels wird hierdurch praktisch vermieden.
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform kann sich ergeben, wenn eine jeweili
ge Einfassung so ausgebildet ist, daß es möglich ist, eine Subeinfassung in diese
einzusetzen, um eine Anpassung an einen geringeren Rohrdurchmesser vornehmen
zu können. Auf diese Weise kann es vermieden werden, daß, wenn beispielsweise
Rohre mit unterschiedlichen Durchmessern nebeneinander verlegt werden sollen,
Abstandshalter mit entsprechend unterschiedlichen Einfassungen nebeneinander
zusammengestückelt werden müssen. Es ist dann möglich, in die jeweiligen Ein
fassungen einer Abstandshalteranordnung mit einer Einfassungsgröße Subeinfassun
gen der benötigten Größe einzusetzen, um die Rohre mit unterschiedlichen Durch
messern sauber nebeneinander anzuordnen.
Entsprechend ist es natürlich auch möglich, die Teilevielfalt zu reduzieren, so daß
es für den Hersteller ermöglicht wird, mit lediglich einer Spritzgußform eine große
Anzahl von unterschiedlichen Rohrdurchmessern dadurch abzudecken, daß eine
Abstandshaltergröße gefertigt wird, um durch einfache Gußteile, die in die Ein
fassung eingefügt werden können, eine Anpassung an unterschiedliche Rohrdurch
messer zu bewerkstelligen.
Die Subeinfassungen lassen sich durch teilkreisförmige Erstreckungen bzw. Stifte
oder dergleichen verwirklichen, wobei dann diese Subeinfassung nur linienweise
bzw. punktuell auf das zu klemmende bzw. einzufassende Rohr einwirkt.
Eine entsprechende Subeinfassung bzw. deren Teile können in die vorhandene
Einfassung eingesteckt, aufgeklemmt, aufgeklammert, ein- oder aufgeklebt oder
dergleichen werden, um eine Fixierung der Teile der Subeinfassung in dem erfin
dungsgemäß ausgebildeten Abstandshalter vorzunehmen.
Sämtliche der voranstehend beschriebenen Ausführungsformen sind vorzugsweise
aus Kunststoff gefertigt, wobei in der Regel eine Spritzgußform hierzu herangezogen
werden kann.
Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten
Figuren erläutert. Dabei werden weitere Aufgaben und Vorteile sowie Merkmale
gemäß der Erfindung auch aus der Beschreibung und den Figuren ersichtlich, in
denen
Fig. 1 eine Draufsicht und eine Planansicht einer bevorzugten Ausführungsform mit
Merkmalen gemäß der Erfindung zeigt;
Fig. 2 entsprechende Darstellungen gemäß Fig. 2 für eine weitere bevorzugte
Ausführungsform mit Merkmalen gemäß der Erfindung wiedergibt; und
Fig. 3 eine Draufsicht auf eine weitere vorteilhafte Ausführungsform, die lediglich
Ausschnittsweise widergegeben ist.
In Fig. 1 wird eine erste bevorzugte Ausführungsform mit dem Bezugszeichen 10
kenntlich gemacht.
Der Abstandshalter 10 weist diverse Öffnungen auf, die durch Einfassungen 14
gebildet werden, wobei die Einfassungen selbst wiederum von jeweiligen Abschnit
ten 16 eines Grundkörpers 12 des Abstandshalters 10 aufgenommen sind.
Die jeweiligen Einfassungen 14 weisen Schenke 18 auf. Dabei ist einer Einfassung
14 ein Schenkel 18 zugeordnet, der elastisch auslenkbar ausgebildet ist, so daß er
aus seiner Ruheposition heraus ausgelenkt werden kann, wenn beispielsweise ein
Rohr in die Einfassung 14 eingeführt werden soll oder aus dieser entnommen
werden soll.
Die Schenkel weisen einen Umfangsbereich von mehr als 180°C auf. Der Bereich
von etwa 200 bis ca. 250°C wird bevorzugt, wobei in Abhängigkeit von der Elasti
zität des Schenkelmaterials auch kleinere oder größere Umfangsbereiche in Frage
kommen.
Der gegenüberliegende Schenkel 18b der Einfassung 14 kann entweder an einer
Erstreckung 32 abgestützt sein oder mit dieser Erstreckung 32 einstückig ausgebildet
sein, so daß der Schenkel 18b vergleichsweise starr bzw., insofern er einstückig mit
der Erstreckung 32 ausgebildet ist, völlig starr ist.
Bei der dargestellten Ausführungsform 10 sind die jeweils zueinander unmittelbar
benachbarten Schenkel 18 von benachbarten Einfassungen 14, die in jeweiligen
Abschnitten 16 des Grundkörpers 12 untergebracht sind, flexibel bzw. auslenkbar
ausgebildet, wobei beim Einsetzen eines Rohres in eine der Einfassungen 14 ein
Schenkel 18 in Richtung auf den benachbarten elastisch verformbaren bzw. auslenk
baren Schenkel einer benachbarten Einfassung bewegt werden kann. Das heißt, die
benachbarten elastisch auslenkbaren Schenkel 18 können über den Freiraum zwi
schen den benachbarten Schenkeln 18 ausgelenkt werden und werden dann von dem
benachbarten Schenkel als Widerlager abgestützt, so daß eine Überbeanspruchung
eines Schenkels 18 kaum möglich ist.
Um die Auslenkbarkeit eines elastisch auslenkbaren Schenkels 18 an der Einfassung
14 in ausreichendem Maße sicherstellen zu können, muß ein Verbindungsabschnitt
30 zwischen benachbarten Einfassungen 14 von einer Schwächungslinie 22 aus
gesehen eine relativ geringe Erstreckung aufweisen, um für die Auslenkbewegung
für den Schenkel 18 den erforderlichen Spielraum bereitzustellen. Insofern ein
geringerer Spielraum tolerabel ist, können an die benachbarten Schenkel 18 benach
barte Einfassungen 14 mit einem geringeren Abstand zueinander angeordnet sein
bzw. kann die Erstreckung 30 ebenfalls bis zur Ober- bzw. Unterkante 34, 36
erstreckt sein, um als Widerlager für die jeweiligen Schenkel 18 zu dienen.
Die flexiblen bzw. elastisch auslenkbaren Schenkel 18 können noch an ihrer Außen
seite mit einem Fortsatz 20, 20a versehen sein, um den Abstand zu einem benach
barten Schenkel zu verkürzen, so daß der Schenkel weniger weit aus seiner Ruhepo
sition ausgelenkt werden kann. Natürlich kann auch der dem besagten Schenkel
gegenüberliegende Schenkel mit einem entsprechenden Fortsatz 20, 20a versehen
sein.
Der Schenkel 18 kann in seinem oberen Ende einen Einführungsbereich 18a auf
weisen, der dann, wenn ein Rohr in eine Einfassung 14 hineingedrückt werden soll,
dazu führt, daß der Schenkel automatisch in die zutreffende Richtung ausgelenkt
wird, so daß die Einführöffnung der Einfassung 14 weiter wird, so daß das Rohr in
die Einfassung eingesetzt werden kann.
Bei der dargestellten Ausführungsform 10 sind die jeweiligen Einfassungen 14
Abschnitten 16 des Grundkörpers 12 zur Vereinzelung zugeordnet, wobei die
einzelnen Vereinzelungsabschnitte 16 von Schwächungslinien 22 sowie Verstär
kungsbereichen 24 eingefaßt sind, um einerseits eine Vereinzelung zu ermöglichen
und andererseits zu verhindern, daß der Grundkörper bereits bei geringen Belastun
gen in seine Vereinzelungsabschnitte zerfällt.
Nicht dargestellt ist in Fig. 1, wie eine Subeinfassung in eine vorhandene Einfassung
14 eingebracht werden kann. Dabei kann eine entsprechende Subeinfassung prinzi
piell eine Form aufweisen, so daß sie sich in die vorhandene Einfassung 14 nahtlos
einschmiegt. Die Subeinfassung kann eingeklebt werden oder beispielsweise in in
der Einfassung 14 vorhandenen Ausnehmungen eingesetzt werden bzw. mit die
Einfassung 14 übergreifenden Klammern daran befestigt werden oder dergleichen
mehr. Andererseits kann eine Subeinfassung auch in einzelne Teilabschnitte partitio
niert sein, so daß beispielsweise Stege von der vorhandenen Einfassung 14 aus auf
ein Rohr mit geringerem Durchmesser zugreifen und dieses bereichsweise bzw.
punktuell abstützend in der Einfassung 14 mit wesentlich größerem Durchmesser
fixieren.
Der Darstellung gemäß Fig. 1 ist deutlich zu entnehmen, daß die Mittelpunkte 26
der durch die den Einfassungen 14 zugeordneten Kreise bzw. die damit gebildete
Verbindungslinie 28 weit unterhalb der Ober- bzw. Unterkante 34, 36 des Ab
standhalters 10 bzw. dessen Grundkörpers 12 verlaufen. Durch diese Ausgestaltung
auch in Verbindung mit den als Widerlager dienenden, einander gegenüberliegenden
Schenkeln 18 ist es möglich, eine Beschädigung der ansonsten empfindlichen
Schenkel zu vermeiden, wobei durch die Zurückversetzung der Erstreckungen 30
gegenüber der Ober- und der Unterkante 34, 36 des Abstandshalters 10 für einen
der Schenkel ein ausreichender Spielraum geschaffen wird, so daß ein Rohr mit
passendem Querschnitt in eine Einfassung 14 eingesetzt werden kann.
Die in Fig. 2 dargestellte bevorzugte Ausführungsform eines Abstandshalters mit
Merkmalen nach der Erfindung stimmt in diversen Merkmalen mit der Ausführungs
form nach Fig. 1 überein. Diese Ausführungsform eines Abstandshalters 50 unter
scheidet sich jedoch insofern, als sie aufgrund der Mittelpunkte 26 der sich durch
die Einfassungen 14a ergebenden Kreise abbildbaren Linie 28 gegenüber der Ober-
und Unterkante 34a, 36a des Grundkörpers 12 des Abstandshalters 50 zurückversetzt
ist. Durch diese Ausgestaltung kann Kunststoffmaterial eingespart werden, während
jedoch die äußeren Schenkel 18c von äußeren Einfassungen 14a weder durch eine
Erstreckung (32 gemäß Fig. 1) noch durch einen diesem Schenkel gegenüberliegen
den Schenkel mechanisch abgestützt bzw. stabilisiert werden, so daß dieser Bereich
nach wie vor anfällig ist. Allerdings werden die jeweils inneren Schenkel 18 von
nebeneinanderliegenden Einfassungen 14a aneinander abgestützt, was beim Trans
port aber auch beim Einsetzen eines Rohres stabilisierend wird und dementsprechend
von Vorteil ist.
Auch hier lassen sich natürlich Subeinfassungen und dergleichen Ausgestaltungen
mehr, wie auch bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1, vorsehen, wodurch zwar
eine Verkomplizierung der Form zum Spritzgießen bzw. der Form des Abstands
halters verursacht wird, jedoch andererseits mehr Stabilität gewonnen werden kann.
Der Schenkel 18c einer jeweiligen Einfassung 14a kann hier zwar ungeschützt
ausgelenkt werden, wobei jedoch der Installateur dazu in der Lage sein dürfte, den
durch einen danebenliegenden Schenkel abgestützten Schenkel 18 beim Einbringen
eines Rohres in eine betreffende Einfassung 14a stärker zu belasten als den un
geschützten Schenkel 18c.
Die Fig. 3 läßt eine weiter bevorzugte Ausführungsform mit Merkmalen gemäß der
Erfindung erkennen, die generell mit dem Bezugszeichen 100 benannt worden ist.
Die Benennung der einzelnen Bestandteile dieser Ausführungsform 100 des Ab
standshalters aus Kunststoff sind mit prinzipiell gleich lautenden Bezugszeichen wie
die Fig. 1 und 2 benannt worden.
Die Fig. 3 zeigt insbesondere einen Fortsatz 19 des Grundkörpers 12, der als
Widerlager der elastisch auslenkbaren Schenkel 18 dient. Die Schenkel 18 können
dementsprechend gemäß ihrem Freiraum gegenüber dem Widerlager 19 ausgelenkt
werden, um dann, wie durch das Bezugszeichen 18' angedeutet worden ist, bei der
maximalen Auslenkung, bei der sich ein Rohr in die Öffnung des Abstandshalters
100 einführen läßt, den Schenkel 18 abzustützen, so daß dieser nicht überbean
sprucht werden kann.
Der Fortsatz 19 des Grundkörpers 12 kann natürlich auch etwas verkürzt oder
verlängert ausgebildet werden, wobei die abstützende Wirkung natürlich wenigstens
bedingt erhalten bleiben sollte.
In der dargestellten Ausführungsform 100 enden jedoch die Schenkel 18 wenigstens
in etwa mit dem Fortsatz 19 des Grundkörpers 12.
Claims (17)
1. Abstandshalter aus Kunststoff mit einem Grundkörper (12) und mehreren
Öffnungen zur Aufnahme von Rohren, Wellrohren oder Leitungen, mit als
Halterung für die Rohre dienenden einseitig offenen Einfassungen (14, 14a), die
jeweils zwei Schenkel aufweisen, durch die folgenden Merkmale gekennzeichnet:
- a) jede der Einfassungen (14, 14a) weist einen freien Schenkel (18, 18a) auf, der mit der, oder bei der Ober- bzw. Unterkante (34, 36) des Ab standshalters endet;
- b) jede der Einfassungen weist gegenüber dem freien Schenkel (18, 18a) einen im wesentlichen starren Schenkel (18b, 32) auf, und
- c) die freien Schenkel (18a) der Einfassungen (14, 14a) seitlich benachbarter Öffnungen sind zueinander benachbart.
2. Abstandshalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ober-
und Unterkante (34, 36) des Abstandshalters diesseits und/oder jenseits der durch
die Mittelpunkte (26) der die Öffnungen festlegenden Kreise verlaufen.
3. Abstandshalter nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß die freien Schenkel (18) durch ein Widerlager (18) abstützbar sind.
4. Abstandshalter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
Widerlager (18) durch den benachbarten Schenkel (18) gebildet ist.
5. Abstandshalter nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Widerlager und/oder der diesem zugeordnete Schenkel (18)
eine Erstreckung (20) aufweist, die den Abstand in Richtung des Widerlagers
zwischen diesem und dem Schenkel aufeinander zu verkürzt.
6. Abstandshalter nach einem der Ansprüche 3 oder 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Widerlager durch einen Fortsatz (19) des Grundkörpers (12)
gebildet ist.
7. Abstandshalter aus Kunststoff mit einem Grundkörper (12) und mehreren
Öffnungen zur Aufnahme von Rohren, Wellrohren oder Leitungen, mit als
Halterung für die Rohre dienenden einseitig offenen Einfassungen (14, 14a), die
jeweils zwei Schenkel aufweisen, wobei jede der Einfassungen (14a) zwei freie
Schenkel (18, 18c) aufweist, und wobei die Ober- und Unterkante (34a, 36a) des
Abstandshalters und/oder dessen Grundkörpers (12) unterhalb der durch die
Mittelpunkte der die Öffnungen festlegenden Kreise verlaufen, gekennzeichnet
durch folgendes Merkmal:
die freien Schenkel (18, 18c) sind durch ein einem jeweiligen Schenkel
zugeordnetes Widerlager abgestützt.
8. Abstandshalter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das-
Widerlager durch den benachbarten Schenkel gebildet ist.
9. Abstandshalter nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Widerlager und/oder der diesem zugeordnete Schenkel eine
Erstreckung aufweist, die den Abstand in Richtung des Widerlagers zwischen
diesem und dem Schenkel aufeinander zu verkürzt.
10. Abstandshalter nach einem der Ansprüche 7 oder 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Widerlager durch einen Fortsatz des Grundkörpers gebildet ist.
11. Abstandshalter nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Grundkörper in jeweils wenigstens einer Einfassung zugeordne
te Abschnitte (16) unterteilt ist.
12. Abstandshalter nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
den Unterteilungsabschnitten (16) Schwächungslinien (22) und/oder Sollbruch
stellen vorgesehen sind.
13. Abstandshalter nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß im Ver
laufe der Schwächungslinien (22) und/oder Sollbruchstellen Verstärkungsbereiche
(24) ausgebildet sind.
14. Abstandshalter nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekenn
zeichnet, daß sich wenigstens einer der Schenkel einer jeweiligen Einfassung am
oberen Ende in einem Einführungsbereich (18a) mit einem anderen Radius
fortsetzt als die Einfassung (14) selbst.
15. Abstandshalter nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekenn
zeichnet, daß in eine Einfassung (14, 14a) eine Subeinfassung einsetzbar ist, um
eine Anpassung an ein Rohr mit geringerem Durchmesser vorzunehmen.
16. Abstandshalter nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die
Subeinfassung in der Form von an der Einfassung (14, 14a) befestigbaren teil
kreisförmigen Erstreckungen und/oder Stiften realisiert ist.
17. Abstandshalter nach einem der Ansprüche 15 oder 16, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Subeinfassung einsteckbar, aufklemmbar, klemmbar oder kleb
bar in die Fassung einsetzbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997110467 DE19710467C2 (de) | 1997-03-13 | 1997-03-13 | Abstandshalter aus Kunststoff |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997110467 DE19710467C2 (de) | 1997-03-13 | 1997-03-13 | Abstandshalter aus Kunststoff |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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