DE19709054C1 - Prüfstecker mit Betätigungswerkzeug - Google Patents
Prüfstecker mit BetätigungswerkzeugInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Prüfstecker für das Einstecken in Zugangsöffnungen von
Zugfederanschlüssen eines Reihenklemmengehäuses gemäß Oberbegriff des
Anspruches 1.
Es ist bekannt, Prüfstecker für das Abgreifen von an Reihenklemmen angeordneten
Zugfederanschlüssen zu benutzen, bei denen ein elektrisch leitendes Bauteil des
Prüfsteckers elektrisch mit Bauteilen im Bereich der Klemmstelle des Zugfederan
schlusses kontaktiert. Derartige Prüfstecker, wie beispielsweise in der DE 42 24 444 C2
gezeigt, weisen entsprechende elektrisch leitende Komponenten auf, die im oder
nahe des Bereiches der Klemmstelle des Zugfederanschlusses an oder in den Zug
federanschluß eingesteckt werden, wozu neben dem Problem der Positionierung des
Prüfsteckers relativ zum Zugfederanschluß sowie der mechanischen Zuordnung von
Prüfstecker und Zugfederanschluß als weiteres Problem hinzukommt, daß eine
sichere elektrische Kontaktierung bei einer reinen Berührung elektrisch leitender
Teile des Zugfederanschlusses nicht immer sicher gewährleistet ist. Insbesondere
bei einer Vielzahl von gleichzeitig vorzunehmenden Kontaktierungen, wie sie bei der
Zusammenfassung von einzelnen Prüfsteckern zu Prüfsteckerverbänden vorliegt, ist
eine sichere Kontaktierung aller dieser Prüfstecker nicht sicher gewährleistet und
muß daher einzeln nachgeprüft werden.
Es ist ferner bei vergleichbaren Prüfsteckern bekannt (DE 43 12 667 A1), mehrere
derartiger Prüfstecker zu einem Block aneinander zu reihen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, einen Prüfstecker der gattungsge
mäßen Art derart weiterzubilden, daß er eine sichere Kontaktierung zwischen den
elektrisch leitenden Bauteilen des Prüfsteckers und den elektrisch leitenden Bautei
len des Zugfederanschlusses herstellt, wobei insbesondere die sichere Kontaktierung
auch bei einer Vielzahl von Prüfstellen bei Verwendung von Prüfsteckerverbänden
gewährleistet ist.
Die Lösung der erfindungsgemäßen Aufgabe ergibt sich aus den kennzeichnenden
Merkmalen des Anspruches 1 im Zusammenwirken mit den Merkmalen des Oberbe
griffs.
Erfindungswesentliches Merkmal des vorgeschlagenen Prüfsteckers ist es, daß der
Prüfstecker aus einem Steckergehäuse besteht, einer in dem Steckergehäuse ein
seitig festgelegten Stromschiene und einem in dem Steckergehäuse verschiebbar
geführten Betätigungswerkzeug. Durch das Verschieben des Betätigungswerkzeuges
wird die Klemmenfeder des Zugfederanschlusses derart geöffnet, daß die Stram
schiene in die Klemmstelle des Zugfederanschlusses einsteckbar ist und nach dem
Rückziehen des Betätigungswerkzeuges in der Klemmstelle festgelegt ist. Hierdurch
ist es möglich, mit einer einfachen Handhabung die in dem Gehäuse des Prüf
steckers einseitig festgelegte Stromschiene nach einer Grobpositionierung so in die
Klemmstelle des Zugfederanschlusses einzustecken, daß die Stromschiene, ähnlich
wie ein an dieser Stelle üblicherweise einzusteckender Leiter, vor dem Klemmfenster
des Zugfederanschlusses positioniert ist. In einem weiteren Schritt wird dann das
unabhängig von dem Prüfsteckergehäuse und der Stromschiene verschiebbare und
in dem Prüfsteckergehäuse geführte Betätigungswerkzeug in die Betätigungsöffnung
des Zugfederanschlusses eingesteckt, wobei das Betätigungswerkzeug den buckel
artigen Bereich der Klemmenfeder mechanisch verschiebt und dadurch die Klem
menfeder öffnet. Dieser Öffnungsvorgang gibt das Klemmfenster, vor dem die
Stromschiene positioniert ist, frei, so daß durch gleichzeitiges weiteres Einstecken
von Stromschiene und Betätigungswerkzeug die Stromschiene das Klemmfenster
des Zugfederanschlusses durchtritt und das Betätigungswerkzeug weiter in die Betä
tigungsöffnung des Zugfederanschlusses eindringt. Hat bei einem derartigen weite
ren Eindringen die Stromschiene ihre für die Prüfungsstellung erforderliche Einsteck
tiefe erreicht, so wird allein durch Zurückziehen des Betätigungswerkzeuges, also ein
Entfernen des Betätigungswerkzeuges aus der Betätigungsöffnung, die Klemmenfe
der wieder mechanisch entspannt, wodurch sich das Klemmfenster, die Strom
schiene des Prüfsteckers mechanisch festklemmend und elektrisch kontaktierend,
schließt und eine permanente Haltekraft auf die Stromschiene des Prüfsteckers aus
übt. Hierdurch ist der Prüfstecker mit seinem Prüfsteckergehäuse und der Strom
schiene sicher an dem Zugfederanschluß und damit an dem Reihenklemmenge
häuse festgelegt. Durch eine umgekehrte Betätigungsfolge kann in entsprechender
Weise wieder die Stromschiene des Prüfsteckers aus dem Zugfederanschluß ent
fernt werden, allein dadurch, daß durch das Betätigungswerkzeug die Klemmenfeder
die Stromschiene freigibt, das Prüfsteckergehäuse mit der daran angeordneten
Stromschiene herausgezogen und dann abschließend das Betätigungswerkzeug aus
der Betätigungsöffnung herausgezogen wird.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist das Steckergehäuse so
gestaltet, daß ein Entnehmen des Betätigungswerkzeuges aus dem Steckergehäuse
nach dem bestimmungsgemäßen Klemmen der Stromschiene im Klemmfenster des
Federanschlusses erfolgen kann.
In einer anderen Weiterbildung des erfindungsgemäßen Prüfsteckers ist das
Betätigungswerkzeug in dem Steckergehäuse unverlierbar gehalten, wodurch die
Handhabung von einzelnen Prüfsteckern oder Prüfsteckerbaugruppen vereinfacht
wird, da an jedem Prüfstecker ein Betätigungswerkzeug verbleibt.
In einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Prüfsteckers besteht die Strom
schiene aus einem geraden, flachen Blechstreifen, der aufgrund seiner einfachen
Formgebung preiswert herzustellen und aufgrund dem geringen mechanischen Bela
stungen vornehmlich im Hinblick auf elektrische Kontakteigenschaften optimiert sein
kann.
In einer weiteren Ausführungsform nimmt das Steckergehäuse des Prüfsteckers die
zum Einstecken bestimmte Stromschiene an ihrem einen Ende elektrisch isolierend
auf und legt diese gleichzeitig mechanisch fest. Hierdurch wird sicher vermieden, daß
beim Einstecken des Prüfsteckers, aber auch im späteren Prüfbetrieb elektrische
Potentiale, die der Prüfstecker aus dem Zugfederanschluß abgreift, für den Prüfen
den frei zugänglich und damit unfallgefährdend zugänglich sein können. Darüber
hinaus ist durch die mechanische Festlegung eine gute Handhabbarkeit der elektri
schen Bauteile des Prüfsteckers gewährleistet.
In einer besonders vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Prüfsteckers
ist innerhalb des Prüfsteckers eine bestimmte Anschlußcharakteristik vorgesehen als
Ersatz für an dem Zugfederanschluß sonst bestimmungsgemäß angeschlossene
externe Geräte. Hierdurch wird es möglich, auch ohne eine Verdrahtung in den
eigentlichen Anschlußbereichen eines Reihenklemmengehäuses beispielsweise bei
der Inbetriebnahme, aber auch bei der Wartung, die korrekte Funktionsweise der ein
zelnen Anschlußbaugruppen zu prüfen. Es wird dadurch überflüssig, schon die
tatsächlich anzuschließenden Geräte bzw. Leiter in die Klemmstellen der einzelnen
Zugfederanschlüsse einzustecken, da mittels der typischerweise aktiven oder passi
ven Bauteile innerhalb des Prüfsteckers eine Simulation der später anzuschließen
den externen Geräte ermöglicht wird.
In einer besonders vorteilhaften Weiterbildung können mehrere Prüfstecker in einem
gemeinsamen Gehäuse oder in gemeinsam aneinandergereihten Gehäusen gleich
zeitig in zugeordnete Zugfederanschlüsse einsteckbar sein. Hierdurch ist insbeson
dere bei der Prüfung komplexer Baugruppen die Möglichkeit gegeben, die Handha
bungszeiten, beispielsweise im Falle einer technischen Störung, deutlich zu reduzie
ren, da an Stelle einer Anzahl von einzelnen Prüfsteckern direkt die benötigte Anzahl
von Prüfsteckern gleichzeitig aufgesteckt und elektrisch und mechanisch kontaktie
rend an dem Reihenklemmengehäuse bzw. den Zugfederanschlüssen festgelegt
werden kann. Insbesondere hierbei kommt das Vorsehen von Betätigungswerkzeu
gen direkt am Prüfstecker vorteilhaft zur Geltung, da durch einfache Betätigungsbe
wegungen an allen Zugfederanschlüssen gleichzeitig eingesteckt und geklemmt wer
den kann.
In einer Weiterbildung können einzelne Prüfstecker zu einer mehrpoligen und/oder
mehrteiligen Anordnung von Prüfsteckersätzen zusammengefaßt werden. Hierdurch
sind beispielsweise Standardzusammenstellungen von Anschlußbaugruppen mit ent
sprechenden Prüfsteckerbaugruppen direkt und ohne Aufwand für das Zusammen
stellen einzelner Prüfstecker mit unterschiedlicher Charakteristik prüfbar, wobei durch
funktionelle Zusammenfassung der Betätigungswerkzeuge eine gleichzeitige Betäti
gung an allen Prüfstellen gewährleistet ist.
In einer besonders vorteilhaften Weiterbildung sind an dem Steckergehäuse des
Prüfsteckers und dem Reihenklemmengehäuse gegengleiche Gehäusekonturen vor
gesehen, mit denen der Prüfstecker vor und/oder beim Aufstecken des Prüfsteckers
auf das Reihenklemmengehäuse an dem Reihenklemmengehäuse festlegbar ist.
Hierdurch wird insbesondere die Grobpositionierung von Prüfstecker und Reihen
klemmengehäuse zueinander vereinfacht, da die Gehäusekonturen eine Vorzentrie
rung vornehmen und gleichzeitig schon die Einsteckkräfte auffangen und dadurch zu
einer Verringerung der Belastung der einzusteckenden Stromschiene beitragen.
Besonders bevorzugte Ausführungsformen erfindungsgemäßen Prüfsteckers
zeigt die Zeichnung.
Es zeigen:
Fig. 1a-1d einen Einsteckablauf für das Einstecken des Prüfsteckers in einen
Zugfederanschluß eines Reihenklemmengehäuses;
Fig. 2a-2d eine modifizierte Ausführungsform in einem Einsteckablauf gemäß
Fig. 1a bis 1d;
Fig. 3a-3d eine weitere Modifikation mit einem unverlierbar angeordneten Betä
tigungswerkzeug gemäß Fig. 2a bis 2d;
Fig. 4 einen erfindungsgemäßen Prüfstecker in einer mehrpoligen Anord
nung einer mehrpoligen Reihenklemme.
In den Fig. 1a bis 1d bzw. 2a bis 2d bzw. 3a bis 3d sind für das Verständnis der
vorliegenden Erfindung am besten geeignete Einsteckabläufe dargestellt, wobei es
sich jeweils um die gleiche Prüfsteckergrundbauform handelt, in den Fig. 2a bis
2d und 2a bis 3d jedoch Modifikationen an dieser Grundbauform vorgenommen sind.
Es wird daher der Einsteckablauf vornehmlich anhand der Fig. 1a bis 1d
beschrieben, für die Fig. 2a bis 2d und 3a bis 3d werden überwiegend die Unter
schiede der Ausführungsformen erläutert, hinsichtlich der Bezeichnung und der
Funktion nicht näher beschriebener Teile sei auf die Fig. 1a bis 1d verwiesen.
In den Fig. 1a bis 1d ist ein Einsteckablauf für den erfindungsgemäßen Prüf
stecker dargestellt, wobei sowohl die Reihenklemme 23 lediglich in einem Ausbruch
des Reihenklemmengehäuses 8 dargestellt ist, als auch das Steckergehäuse 2 des
Prüfsteckers sowie das Betätigungswerkzeug 3 lediglich zu einem für die Funktion
wichtigen Teil dargestellt sind. Der Zugfederanschluß 6 des
Reihenklemmengehäuses 8 ist in aus dem Stand der Technik grundsätzlich
bekannter Weise aufgebaut, wobei innerhalb des Reihenklemmengehäuses 8 ein
Hohlraum derart gebildet ist, daß eine Klemmenfeder 21, die an einer Stromschiene
12 angeordnet ist, in diesem Hohlraum aufgenommen ist. Die Klemmenfeder 21
weist in dem hier interessierenden Zusammenhang lediglich noch als wichtige
Ausgestaltung den buckelförmigen Bereich 7 auf, mit dem durch das Einstecken
eines Betätigungswerkzeuges 3 in die Betätigungsöffnung 9 die Klemmenfeder 21
aus ihrer entspannten Ruhelage ausgelenkt wird und dadurch das Klemmfenster 10
im Bereich der Stromschiene 12 freigegeben wird. Hierdurch ist ein in der üblichen
Verwendung in die Klemmstelle 11 einsteckbarer Leiter in das Klemmfenster 10
einsteckbar, wonach die Klemmenfeder 21 wieder entlastet und somit der Leiter
geklemmt wird. Oberhalb des im Ausbruch dargestellten Reihenklemmengehäuses 8
ist das Steckergehäuse 2 in einem Ausbruch dargestellt, wobei innerhalb des
Steckergehäuses 2 ein im Ganzen als 16 bezeichneter Zugfederanschluß dargestellt
ist, an dem eine Stromschiene 1 befestigt ist. Der im Ganzen als 16 bezeichnete
Zugfederanschluß kann zur Festlegung eines Leiters dienen, mit dem das durch die
Stromschiene 1 abgegriffene elektrische Potential von dem Prüfstecker erneut
abgegriffen werden kann. Dieser Zugfederanschluß 16 weist in diesem
Zusammenhang keine weitere Bedeutung auf.
Die Stromschiene 1 tritt auf der dem Reihenklemmengehäuse 8 zugewandten Seite
aus dem Steckergehäuse 2 des Prüfsteckers aus, wobei es sich bei dem aus dem
Steckergehäuse 2 austretenden Teil der Stromschiene 1 um einen geraden, übli
cherweise aus gut leitendem Federmaterial gebildeten Blechstreifen handelt. Eben
falls ist innerhalb des Steckergehäuses 2 ein Führungsdurchbruch 14 zu erkennen,
der in Richtung der Einsteckrichtung 4 das Steckergehäuse 2 vollständig durchtritt. In
dem Führungsdurchbruch 14 ist mit seinem Betätigungssteg 13 das
Betätigungswerkzeug 3 angeordnet, das aus einem oberseitig des Steckergehäuses
2 angeordneten Betätigungsgriff und dem Betätigungssteg 13 hier einstückig
zusammengesetzt ist. Der Betätigungssteg 13 ist dabei innerhalb des Führungs
durchbruches 14 des Steckergehäuses 2 frei verschiebbar angeordnet, wobei der
Führungsdurchbruch 14 größer als der Betätigungssteg 13 in seinem Querschnitt
ausgebildet ist. Weiterhin ist an dem Steckergehäuse 2 ein Abgreifanschluß 15
vorgesehen, mit dem beispielsweise ein elektrisch es Potential an eine weitere Prüf
stelle geleitet werden kann.
Für das Verständnis der vorliegenden Erfindung ist die Beschreibung eines typischen
Einsteckablaufes besonders geeignet. Wie in der Fig. 1a dargestellt, wird der Prüf
stecker, gebildet aus dem Steckergehäuse 2, der Stromschiene 1 sowie dem
verschiebbar in dem Steckergehäuse 2 angeordneten Betätigungswerkzeug 3 so
oberhalb des Zugfederanschlusses 6 des Reihenklemmengehäuses 8 positioniert,
daß zum einen die Stromschiene 1 oberhalb der Klemmstelle 11 des Zugfederan
schlusses 6 zu liegen kommt und gleichzeitig der Betätigungssteg 13 des Betäti
gungswerkzeuges 3 oberhalb der Betätigungsöffnung 9 des Reihenklemmengehäu
ses 8 liegt.
Wie in der Fig. 1b dargestellt, wird nun der Verband aus Stromschiene 1,
Steckergehäuse 2 und Betätigungswerkzeug 3 in die Einsteckrichtung 4 verschoben,
wodurch die Stromschiene 1 im Bereich des Klemmfensters 10 zu liegen kommt und
der Betätigungssteg 13 in die Betätigungsöffnung 9 eintritt. In dem in Fig. 1b darge
stellten Stadium des Einsteckvorganges ist das Klemmfenster 10 des Zugfederan
schlusses 6 geschlossen, so daß die Stromschiene 1 nicht in das Klemmfenster 10
eintreten kann. In einem weiteren Teilvorgang, der insgesamt zu der in Fig. 1c dar
gestellten Situation führt, wird nun als nächstes das Betätigungswerkzeug 3 weiter in
Richtung der Einsteckrichtung 4 verschoben, wodurch der Betätigungssteg 13 mit
dem Buckelbereich 7 des Zugfederanschlusses 6 in mechanischen Kontakt tritt und
diesen Buckelbereich 7 von der Innenwandung des in dem Reihenklemmengehäuse
8 gebildeten Hohlraumes abhebt. Durch diese Verschiebung des Buckelbereiches 7
öffnet sich das Klemmfenster 10, wodurch die Stromschiene 1 nun in das Klemmfen
ster 10 eintreten kann. Hierzu wird das Steckergehäuse 2 mit der daran fest
angeordneten Stromschiene 1 weiter in Richtung der Einsteckrichtung 4 verschoben,
wodurch im Ganzen die in der Fig. 1c dargestellte Situation erreicht ist. Hierbei ist
die Klemmenfeder 21 durch den Betätigungssteg 13 vollständig geöffnet, die Strom
schiene 1 hat das Klemmfenster 10 vollständig durchtreten und liegt auf dem dafür
vorgesehenen Anschlag 22 des Reihenklemmengehäuses 8 auf. Auch die Eindring
tiefe des Betätigungssteges 13 des Betätigungswerkzeuges 3 ist durch entspre
chende Formgebung des Hohlraumes für den Zugfederanschluß 6 in dem Reihen
klemmengehäuse 8 in grundsätzlich bekannter Weise begrenzt.
In der in Fig. 1c dargestellten Situation ist jedoch noch keine elektrische und
mechanische Kontaktierung zwischen der Stromschiene 1 und dem Klemmenfenster
10 bzw. dem Zugfederanschluß 6 gewährleistet. Hierzu muß abschließend die
Klemmenfeder 21 durch Zurückziehen des Betätigungswerkzeuges 3 in der Rück
zugsrichtung 5 entlastet werden, wodurch die Klemmenfeder 21 sich wieder in ihre
Ruhelage begibt, gleichzeitig jedoch die Stromschiene 1 in dem Klemmenfenster 10
sicher elektrisch und mechanisch kontaktiert. Es versteht sich von selbst, daß in die
ser Ausführungsform des Prüfsteckers das Betätigungswerkzeug 3 völlig von dem
Steckergehäuse 2 gelöst und beispielsweise für die Betätigung anderer Prüfstecker
genutzt werden kann.
Das Lösen des Prüfsteckers aus der elektrischen und mechanischen Verbindung mit
dem Zugfederanschluß 6 erfolgt in umgekehrter Reihenfolge, indem zuerst das Betä
tigungswerkzeug 3 in die Betätigungsöffnung 9 eingesteckt und dadurch die Klem
menfeder 21 belastet und das Klemmfenster 10 geöffnet wird. Anschließend kann
das Steckergehäuse 2 mit der daran fest angeordneten Stromschiene 1 in Richtung
der Rückzugsrichtung 5 herausgezogen werden, wonach abschließend das
Betätigungswerkzeug 3 mit seinem Betätigungssteg 13 herausgezogen wird.
Die Fig. 2a bis 2d zeigen eine modifizierte Ausführungsform gemäß den Fig.
1a bis 1d, wobei grundsätzlich die gleiche Funktion wie in den Fig. 1a bis 1d
gewährleistet ist. Zusätzlich weist in den Fig. 2a bis 2d der Prüfstecker bzw. das
Reihenklemmengehäuse 8 einander zugeordnete Zentrierelemente 17 bzw. Zentrier
aufnahmen 18 auf, durch die nach der Grobpositionierung des Steckergehäuses 2
das Steckergehäuse 2 mittels des Zentrierelementes 17 in die Zentrieraufnahme 18
eingesteckt werden kann. Hierdurch ist eine besonders einfache und gegenüber
Belastungen der Stromschiene 1 abgesicherte Einsteckbewegung möglich, indem
durch die maßliche Gestaltung des Zentrierelementes 17 dieses nach der
Grobpositionierung als erstes in Kontakt mit der Zentneraufnahme 18 kommt und erst
danach die Stromschiene 1 bzw. das Betätigungswerkzeug 3 mit seinem Betäti
gungssteg 13 mit dem Reihenklemmengehäuse 8 bzw. dem Zugfederanschluß 6
wechselwirkt. Die Funktion dieser Ausführungsform entspricht ansonsten derjenigen
der Fig. 1a bis 1d.
In einer weiteren Einstecksequenz ist in den Fig. 3a bis 3d eine weitere Modifika
tion der Ausführungsform gemäß der Fig. 2a bis 2d dargestellt, wobei das Betäti
gungswerkzeug 3 zusätzlich mit einer Kulisse 19 in einer Kulissenführung 24 des
Steckergehäuses 2 derart gehalten ist, daß ein Verlieren des Betätigungswerkzeuges
3 nicht mehr erfolgen kann. Hierzu ist an dem Betätigungssteg 13 in einem von der
eigentlichen Betätigungszone zurückliegenden Teil, der gleichzeitig innerhalb des
Steckergehäuses 2 angeordnet ist, eine nutförmige Kulisse 19 gebildet, die innerhalb
einer entsprechend maßlich gestalteten Kulissenführung 20 in Richtung der
Einsteckrichtung 4 bzw. der Rückzugsrichtung 5 verschiebbar angeordnet ist. Hier
durch ist eine auf diese Bewegung beschränkte, innerhalb dieses Bewegungsberei
ches jedoch freie Verschiebebewegung des Betätigungswerkzeuges 3 relativ zum
Steckergehäuse 2 möglich. Es versteht sich von selbst, daß bei dieser Ausfüh
rungsform des Prüfsteckers ein Entnehmen des Betätigungswerkzeuges 3 im Prüf
zustand nicht ohne weiteres erfolgen kann.
In der Fig. 4 ist an einer grundsätzlich bekannten Reihenklemme 23, deren Aufbau
mit Ausnahme der hier gesondert beschriebenen Bestandteile nicht weiter von
Bedeutung ist, eine Anordnung eines dreipoligen Prüfsteckers dargestellt, der auf die
ebenfalls dreipolige Zugfederanordnung der Reihenklemme 23 aufgesteckt ist. Ober
seitig der Reihenklemme 23 sind die entsprechend den vorstehenden Figuren aus
gebildeten Zugfederanschlüsse 6 zu erkennen, auf die ein ebenfalls treppenförmig
wie bei der Reihenklemme 23 ausgebildeter dreipoliger Prüfstecker aufgesteckt ist.
Die Steckergehäuse 2 sind hierbei in einem Gesamtgehäuse zusammengefaßt,
wodurch insbesondere die Handhabung derartiger, auch mehrreihiger bzw. kombi
niert mehrreihiger/mehrpoliger Prüfstecker besonders vereinfacht wird. Ebenfalls ist
das Betätigungswerkzeug 3, das oberhalb der Steckergehäuse 2 angeordnet ist,
einstückig in einer dreipoligen Anordnung gestaltet. Hinsichtlich der Funktion dieses
mehrpoligen mehreckigen Prüfsteckers kann auf die vorstehenden Figuren verwiesen
werden mit der Maßgabe, daß an allen Prüfstellen gleichzeitig die Stromschiene 1 in
die Zugfederanschlüsse 6 eingesteckt werden kann und damit eine besonders
einfache und fehlersichere Handhabung gewährleistet ist.
1
- Stromschiene
2
- Steckergehäuse
3
- Betätigungswerkzeug
4
- Einsteckrichtung
5
- Rückzugsrichtung
6
- Zugfederanschluß
7
- Buckelbereich
8
- Reihenklemmengehäuse
9
- Betätigungsöffnung
10
- Klemmfenster
11
- Klemmstelle
12
- Stromschiene Zugfeder
13
- Betätigungssteg
14
- Führungsdurchbruch
15
- Abgreifanschluß
16
- Zugfeder Prüfstecker
17
- Zentrierelement
18
- Zentrieraufnahme
19
- Kulisse
20
- Kulissenführung
21
- Klemmenfeder
22
- Anschlag
23
- Reihenklemme.
Claims (9)
1. Prüfstecker für das Einstecken in Zugangsöffnungen von Zugfederanschlüs
sen (6) eines Reihenklemmengehäuses (8), bei denen die Zugfederan
schlüsse (6) jeweils aus einer in sich zurückgebogenen Klemmenfeder (21)
grundsätzlich bekannter Bauart mit einem buckelartig ausgeprägten Abschnitt
(7) zur Öffnung der Klemmenfeder (21) durch ein Einsteckwerkzeug für das
Einstecken eines Leiters in den Zugfederanschluß (6) bestehen,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - der Prüfstecker aus einem Steckergehäuse (2), einer in dem Stecker gehäuse (2) einseitig festgelegten Stromschiene (1) und einem in dem Steckergehäuse (2) verschiebbar geführten Betätigungswerkzeug (3) gebildet ist,
- - durch Verschieben des Betätigungswerkzeuges (3) die Klemmenfeder (21) des Zugfederanschlusses (6) derart öffenbar ist, daß die Strom schiene (1) in die Klemmstelle (11) des Zugfederanschlusses (6) ein steckbar und nach Rückziehen des Betätigungswerkzeuges (3) in der Klemmstelle (11) festgelegt ist.
2. Prüfstecker gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Steckergehäuse (2) so gestaltet ist, daß das Betätigungswerkzeug (3) nach
dem bestimmungsgemäßen Klemmen der Stromschiene (1) in dem
Klemmfenster (10) des Zugfederanschlusses (6) dem Steckergehäuse (2)
entnehmbar ist.
3. Prüfstecker gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Betäti
gungswerkzeug (3) in dem Steckergehäuse (2) unverlierbar gehalten ist.
4. Prüfstecker gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Stromschiene (1) aus einem geraden, flachen Blechstreifen
besteht.
5. Prüfstecker gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Steckergehäuse (2) des Prüfsteckers die zum Einstecken
bestimmte Stromschiene (1) an ihrem einem Ende elektrisch isolierend auf
nimmt und mechanisch festlegt.
6. Prüfstecker gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß innerhalb des Prüfsteckers eine bestimmte Anschlußcharakte
ristik vorgesehen ist als Ersatz für an dem Zugfederanschluß (6) bestim
mungsgemäß angeschlossene externe Geräte.
7. Prüfstecker gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß daß mehrere
Prüfstecker in einem gemeinsamen Gehäuse oder in gemeinsam aneinander
gereihten Gehäusen gleichzeitig in zugeordnete Zugfederanschlüsse (6) ein
steckbar sind.
8. Prüfstecker gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß daß einzelne
Prüfstecker zu einer mehrpoligen und/oder mehrzeiligen Anordnung von Prüf
steckersätzen zusammenfaßbar sind.
9. Prüfstecker gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß an dem Steckergehäuse (2) des Prüfsteckers und dem Reihen
klemmengehäuse (8) gegengleiche Gehäusekonturen (17, 18) vorgesehen
sind, mit denen der Prüfstecker vor und/oder beim Aufstecken des Prüf
steckers auf das Reihenklemmengehäuse (8) an dem Reihenklemmenge
häuse (8) festlegbar ist.
Priority Applications (1)
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| DE1997109054 DE19709054C1 (de) | 1997-03-06 | 1997-03-06 | Prüfstecker mit Betätigungswerkzeug |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1997109054 DE19709054C1 (de) | 1997-03-06 | 1997-03-06 | Prüfstecker mit Betätigungswerkzeug |
Publications (1)
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