DE19709844A1 - Sensor, insbesondere Radsensor - Google Patents
Sensor, insbesondere RadsensorInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Sensor nach dem Oberbe
griff des Patentanspruches 1. Ein derartiger Sensor ist bei
spielsweise aus der Siemens Zeitschrift, 39. Jahrgang, 1965,
Heft 4, Seiten 394-396 bekannt. Dort wird über einen im oder
am Schienenkopf angeordneten Radsensor zum Erfassen von auf
der Schiene vorüberlaufenden Fahrzeugrädern berichtet. Dieser
Radsensor weist einen LC-Schwingkreis auf, der von einem sen
soreigenen Oszillator in Resonanz betrieben wird. Die Induk
tivität dieses Schwingkreises besteht aus einer in einen
Topfkreis eingebrachten Wicklung zum Erzeugen eines in den
Laufbereich vorüberlaufender Fahrzeugräder hineinragenden Ma
gnetfeldes. Dieses Magnetfeld koppelt mit der Eisenmasse je
des am Sensor vorüberlaufenden Fahrzeugrades, wobei das Fahr
zeugrad beim Passieren des Magnetfeldes durch Wirbelstrombe
dämpfung die Güte des Schwingkreises vorübergehend verändert.
Die dadurch bewirkte Änderung der Stromaufnahme des Sensors
oder der am Schwingkreis anstehenden Schwingspannung läßt
sich detektieren und in nachgeschalteten Auswerteeinrichtun
gen in Radsignale und gegebenenfalls Zählimpulse umsetzen.
Die nach dem vorstehenden Prinzip arbeitenden Radsensoren
sprechen nicht nur auf die Eisenmasse vorüberlaufender Fahr
zeugräder an sondern mindestens gelegentlich auch auf vorbei
bewegte fahrzeugseitige Wirbelstrombremsen sowie auch auf
Schienenströme mit Frequenzanteilen im Bereich der Schwing
frequenz der Sensoren. Um solche unerwünschten Senorbeein
flussungen möglichst zu vermeiden, gibt es verschiedene Lö
sungsansätze, so z. B. bestimmte Abschirmungen an den Fahr
schienen, den Sensoren und/oder den Fahrzeugbremsen.
Aus der DE 37 20 576 A1 ist eine Einrichtung an einem elek
tronischen Doppelschienenkontakt bekannt, die in der Nähe des
Doppelschienenkontaktes eine vom Magnetfeld vorüberlaufender
Fahrzeugbremsen schaltbare Zusatzinduktivität aufweist. Diese
Zusatzinduktivität wird durch die überwiegend niederfrequen
ten Erregerfelder eingeschalteter und abgesenkter Fahrzeug
bremsen in die Sättigung gesteuert und schließt dabei inter
mittierend die beiden Sende- oder Empfangsspulen des Doppel
schienenkontaktes kurz. Durch das zeitgleiche intermittieren
de Kurzschließen beider Sende- bzw. Empfangsspulen des Dop
pelschienenkontaktes fehlt es den beim Vorüberlaufen einer
Fahrzeugbremse in den Empfangsspulen induzierten Radsignalen
an dem für das Bilden von Zählsignalen erforderlichen Über
lappungseffekt, so daß es trotz des Ansprechens der beiden
Empfangsspulen nicht zu einem Zählvorgang kommt. Die zum Aus
blenden von Bremsenbeeinflussungen vorgesehene Zusatzindukti
vität ist so auszubilden und anzuordnen, daß sie während der
gesamten möglichen Schienenkontaktbeeinflussung durch eine
Fahrzeugbremse in die Sättigung gesteuert ist. Hierzu ist die
Zusatzinduktivität nicht direkt am Gleis, sondern neben die
sem anzuordnen und durch ein zusätzliches Gehäuse gegen me
chanische Beeinflussungen zu schützen. Auch ist die Zusatzin
duktivität durch zusätzliche Kabel mit den Schienenkontakten
bzw. dem speisenden Generator zu verbinden.
Ähnliches gilt für eine aus der DE 43 16 980 A1 bekannte Vor
richtung zum Erfassen eines schienengebundenen Rades, bei der
neben einer für die Sensorfunktion unerläßlichen Sende- und
Empfangsspule eine zusätzliche Spule vorgesehen ist, die mit
der Empfangsspule in Reihe geschaltet oder ihr parallel ge
schaltet ist und wie diese vom Sendemagnetfeld durchsetzt
wird. Das Sendemagnetfeld induziert in der Empfängerwicklung
und in der Zusatzwicklung abhängig von ihrer geometrischen
Anordnung entweder gleichsinnige oder gegensinnige Spannun
gen, die im Falle einer Sensorbeeinflussung durch ein Fahr
zeugrad zu einer entsprechenden Sensormeldung führen. Werden
über ein elektromagnetisches Störfeld, das sich über beide
Wicklungen erstreckt, in beiden Spulen Störspannungen indu
ziert, so heben sich diese Störspannungen wegen des unter
schiedlichen Wicklungssinnes der Wicklungen bzw. der gleich
sinnigen Beeinflussung beider Wicklungen gegenseitig auf, so
daß derartige Störfelder wie sie z. B. von fahrzeugseitigen
Wirbelstrombremsen hervorgerufen werden können, nicht zu
Zählvorgängen führen. Auch bei dieser bekannten Vorrichtung
wird eine Zusatzinduktivität in Form einer zusätzlichen Spule
benötigt, die getrennt von den übrigen Wicklungen anzuordnen
ist. Eine Störfeldkompension ist nur bei nach dem Sender-
Empfängerprinzip arbeitenden Radsensoren bekannt, nicht aber
bei nach dem Oszillatorprinzip arbeitenden Radsensoren.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen nach dem Oberbegriff des
Patentanspruches 1 ausgebildeten Sensor so auszugestalten,
daß die die Sensorinduktivität durchflutenden Störfelder ganz
oder zumindestens überwiegend kompensiert werden, ohne daß es
erforderlich ist, eine von der Sensorinduktivität separierte
Zusatzinduktivität vorzusehen, die getrennt von den übrigen
Wicklungen im Sensorgehäuse festzulegen wäre.
Die Erfindung löst diese Aufgabe durch die kennzeichnenden
Merkmale des Patentanspruches 1. Die Mantelfläche des Spulen
körpers für die Schwingkreisinduktivität bildet dabei den
Spulenkörper für die Zusatzinduktivität, fixiert sie und
richtet sie zusammen mit der Schwingkreisinduktivität aus.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen des erfin
dungsgemäßen Sensors sind in den Unteransprüchen angegeben.
Die Erfindung ist nachstehend anhand eines in der Zeichnung
schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläu
tert. Die Zeichnung zeigt in
Fig. 1 in Form einer Schnittdarstellung die Wicklungsanord
nung des erfindungsgemäßen Sensors, in
Fig. 2 die elektrische Beschaltung der Sensorwicklungen und
in
Fig. 3 ein durch einen Schienenstrom verursachtes, die Sen
sorwicklungen durchsetzendes Störmagnetfeld.
Die Sensorspulenanordnung gemäß Fig. 1 besteht aus zwei kon
zentrischen Wicklungen 1 und 2, von denen die innere auf den
Kern 3 und die äußere auf den Mantel 4 eines zu den erfassen
den Rädern offenen topfförmigen Schalenkernes 5 aufgebracht
ist. Das Material dieses Schalenkernes besteht vorzugsweise
aus einem Ferrit. Die beiden Wicklungen 1 und 2 sind in Reihe
geschaltet und bilden gemeinsam die Induktivität des in Fig.
2 dargestellten Sensorschwingkreise 6. Dieser umfaßt neben
den beiden Wicklungen 1 und 2 noch mindestens einen Kondensa
tor 7 und ist über Anschlußleitungen an eine Sensorelektronik
8 angeschlossen. Die beiden Wicklungen 1 und 2 sind so ge
schaltet, daß der in ihnen fließende Resonanzstrom um beide
Wicklungen 1, 2 einander entgegengerichtete Magnetfelder 9,
10 aufbaut. Hierzu sind die Wicklungen 1, 2, wie in Fig. 2
dargestellt, entweder gegensinnig gewickelt und über ihre
einander nicht entsprechenden Anschlüsse gleichsinnig in Rei
he geschaltet oder aber die Wicklungen sind gleichsinnig ge
wickelt und über ihre einander entsprechenden Anschlüsse ge
gensinnig in Reihe geschaltet. Durch die Anordnung und Be
schaltung der zusätzlichen, äußeren Wicklung 2 ändert sich
der Verlauf des durch die innere Wicklung 1 aufgebauten Sen
sormagnetfeldes gegenüber der üblichen Anordnung mit aus
schließlich innerer Wicklung 1 prinzipiell nichts; allerdings
kann die innere Wicklung 1 nunmehr weniger Windungen aufwei
sen als bei einer Anordnung ohne Zusatzwicklung. Ein den Sen
sor befahrendes Fahrzeugrad bedämpft mit seiner Eisenmasse
die Güte des aus den beiden Wicklungen 1 und 2 und dem Kon
densator 7 gebildeten Sensorschwingkreises 6 und veranlaßt
damit eine Sensormeldung in gleicher Weise wie bei einem Sen
sor ohne Zusatzinduktivität.
Werden die beiden Sensorwicklungen 1 und 2 jedoch von einem
Störfeld beeinflußt, so induziert dieses Störfeld in den bei
den Wicklungen Störspannungen, die sich infolge des unter
schiedlichen Wicklungssinnes der beiden Spulen bzw. der ge
gensinnigen Reihenschaltung mindestens zum Teil kompensieren.
Beide Störspannungen kompensieren sich auch bei gleicher Win
dungszahl im ersten Ansatz nur zum Teil, da beide Spulen dem
magnetischen Störfeld eine unterschiedlich große Durchflu
tungsfläche bieten. Der Kompensationseffekt läßt sich opti
mieren, indem man die Außenwicklung 2 durch eine entsprechen
de Ausformung nach Höhe und Höhenlage auf dem Kern und/oder
eine entsprechende Anzahl von Windungen so an die Innenspule
anpaßt, daß Störfelder in beiden Spulen gleichgroße Störspan
nungen induzieren; dieser Kompensationseffekt ist unabhängig
von der Größe und der Frequenz der Störfelder. Fig. 3 zeigt
ein schematisch angedeutetes, auf einem Schienenstrom beru
hendes Störfeld 11, welches die innere und die äußere Spule
1, 2 einer Sensorspulenanordnung gleichsinnig durchsetzt.
Durch den unterschiedlichen Wicklungssinn der beiden Wicklun
gen bzw. ihre gegensinnige Verschaltung kompensieren sich die
vom Störfeld in den beiden Wicklungen 1, 2 induzierten Stör
spannungen gegenseitig, so daß es nicht zum Auslösen einer
Sensormeldung kommt. Was für das in Fig. 3 dargestellte
schienenstrombedingte Störfeld 6 gilt, gilt in entsprechender
Weise auch für ein Störfeld, das von einer fahrzeugseitigen
Schienenbremse oder von sonstigen magnetischen Fahrzeugein
richtungen stammt.
Die Erfindung ist mit Vorteil auch bei Doppelsensorsystemen
aus zwei benachbarten Einzelsensoren anwendbar. Dort ist je
dem Einzelsensor eine eigene Zusatzwicklung zuzuordnen. Durch
geeignete Maßnahmen ist eine ausreichende magnetische Ent
kopplung der beiden Einzelsensoren sicherzustellen.
Claims (6)
1. Sensor mit mindestens einer auf einen Kern aufgebrachten
Wicklung als Teil eines durch vorbeibewegte ferromagnetische
Körper induktiv beeinflußbaren LC-Schwingkreises, insbesonde
re Radsensor zum Erfassen von auf einer Schiene vorüberlau
senden Fahrzeugrädern im Bahnbetrieb,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf die mindestens eine Wicklung (1) über eine magnetisch
leitfähige Zwischenlage (4) mindestens eine mit dieser Wick
lung in Reihe geschaltete Zusatzwicklung (2) aufgebracht ist,
in der der über die Wicklungen fließende Resonanzstrom ein
dem Feld (9) der anderen Wicklung (1) entgegengerichtetes
Feld (9) aufbaut.
2. Sensor nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kern (5) als einseitig zum beeinflussenden ferromagne
tischen Körper offener Schalenkern mit wenigstens im wesent
lichen senkrechter Mittelachse ausgebildet ist mit der im
Schalenkern angeordneten Wicklung (1) und der auf den Scha
lenkernmantel (4) aufgebrachten Zusatzwicklung (2).
3. Sensor nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kern (5) als Ferritschalenkern ausgebildet ist.
4. Sensor nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wicklungen (1, 2) gleichsinnig gewickelt und über ih
re einander entsprechenden Anschlüsse gegensinnig in Reihe
geschaltet sind.
5. Sensor nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wicklungen (1, 2) gegensinnig gewickelt und über ihre
einander nicht entsprechenden Anschlüsse gleichsinnig in Rei
he geschaltet sind.
6. Sensor nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausformung der Zusatzwicklung (2) hinsichtlich der
Anzahl der Windungen, ihrer Anordnung und ihrer Abmessung so
gewählt ist, daß etwaige die Wicklungen (1, 2) gemeinsam be
einflussende Störfelder in beiden Wicklungen mindestens in
etwa gleichgroße Störspannungen induzieren.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997109844 DE19709844A1 (de) | 1997-02-28 | 1997-02-28 | Sensor, insbesondere Radsensor |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1997109844 DE19709844A1 (de) | 1997-02-28 | 1997-02-28 | Sensor, insbesondere Radsensor |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19709844A1 true DE19709844A1 (de) | 1998-09-03 |
Family
ID=7822880
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997109844 Withdrawn DE19709844A1 (de) | 1997-02-28 | 1997-02-28 | Sensor, insbesondere Radsensor |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19709844A1 (de) |
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-
1997
- 1997-02-28 DE DE1997109844 patent/DE19709844A1/de not_active Withdrawn
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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