DE19709717C1 - Vorrichtung und Verfahren zum Ansteuern wenigstens eines kapazitiven Stellgliedes - Google Patents
Vorrichtung und Verfahren zum Ansteuern wenigstens eines kapazitiven StellgliedesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ansteuern wenig
stens eines kapazitiven Stellgliedes
(Patentanspruch 1) und Verfahren zum Be
treiben dieser Vorrichtung (Ansprüche 6 bis 8).
Die an ein kapazitives Stellglied, beispielsweise ein piezo
elektrisch gesteuertes Kräftstoffeinspritzventil einer Brenn
kraftmaschine, angelegte Spannung entspricht in etwa der me
chanischen Auslenkung des Stellgliedes. Diese Spannung darf
einen Grenzwert nicht überschreiten, da sonst das Stellglied
zerstört werden kann.
Aus der DE 44 35 832 A1 ist eine Schaltungsanordnung zur
schnellen und verlustfreien Ladung und Entladung kapazitiver
Lasten über eine elektrische Spule bekannt.
Eine Steuerschaltung zum Aufladen eines piezoelektrischen
Elements aus einer Spannungsquelle über einen Kondensator,
einen Lade- und einen Entladeschalter sowie eine Umladespule
(Transformator) ist aus der DE 24 31 148 C2 bekannt.
Aus DE-Z "Elektronik", 1979, Heft 26, Seiten 66 bis 68 ist
eine 'Integrierte Überspannungs-Schutzschaltung' bekannt,
welche empfindliche elektronische Schaltungen vor Überspan
nungsspitzen oder Spannungsreglerausfällen schützt, indem sie
einen Thyristor triggert, welcher den Ausgang des Netzteils
bzw. den Eingang der zu schützenden Schaltung kurzschließt.
Aus EP 0 173 108 A2, US 5,565,790 und US 5,086,365 schließ
lich sind Schutzeinrichtungen für integrierte Schaltungen ge
gen elektrostatische Entladungen bekannt, die ebenfalls bei
einer Überspannung jeweils den Eingang der zu schützenden
Schaltung kurzschließen.
Keiner der genannten Druckschriften ist die nachstehend ge
nannte Aufgabe oder deren Lösung zu entnehmen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
zum Ansteuern wenigstens eines kapazitiven Stellgliedes zu
schaffen, mittels welcher
- - eine Begrenzung der an das Stellglied anzulegenden Spannung ermöglicht wird,
- - ein Ansteuervorgang bei einem auftretenden Fehler sofort abgebrochen werden kann,
- - jedes Stellglied vor Aktivierung vollständig entladen wer den kann, und
- - die volle Ladespannung bereits vor der ersten Stellgliedbe tätigung aufgebaut werden kann.
Der Erfindung liegt auch die Aufgabe zugrunde, Verfahren
zum Betreiben dieser Vorrichtung anzugeben.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Pa
tentanspruchs 1 gelöst. Die erfindungsgemäße Vorrichtung hat
neben der Schutzfunktion für das oder die Stellglieder hin
sichtlich der Spannungsbegrenzung weitere Vorteile, die am
Beispiel piezoelektrisch betriebener Kraftstoffeinspritzven
tile einer Brennkraftmaschine beschrieben werden.
So kann bei einem in der Brennkraftmaschine bis hin zu den
Leistungsendstufen der Einspritzventile auftretenden Fehler
ein Einspritzvorgang auch beim Laden der Stellglieder sofort
abgebrochen werden.
Da die Ausdehnung eines piezoelektrischen Stellgliedes ver
lustbehaftet ist und das Stellglied bei mechanischer Bean
spruchung als Sensor arbeitet (Strom erzeugt), verbleibt un
mittelbar nach seinem Entladen an ihm eine Restspannung. Für
eine vollständige Ausnutzung des Stellgliedhubes muß deshalb
gewährleistet sein, daß an den zu aktivierenden Stellgliedern
keine Restspannung anliegt. Mittels der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ist es möglich, jedes Stellglied vollständig zu
entladen.
Bei bisherigen Schaltungen zum Ansteuern kapazitiver Stell
glieder (Schaltung nach Fig. 1 ohne Zusatzschaltung Z und
Power-MOSFET-Schalter Mp) sind mehrere Einschwingvorgänge er
forderlich, bis die volle Ladespannung auf die Stellglieder
übertragen werden kann. Bei der Kraftstoffeinspritzung wird
aber gefordert, daß bereits beim ersten Einspritzvorgang die
volle Kraftstoffmenge eingespritzt werden kann. Dies wird mit
Hilfe der erfindungsgemäßen Vorrichtung ermöglicht.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind im folgenden unter
Bezugnahme auf die schematische Zeichnung näher erläutert. Es
zeigen:
Fig. 1: ein schematisches Schaltbild einer Ansteuervorrich
tung für wenigstens ein kapazitives Stellglied,
Fig. 2: ein erstes Ausführungsbeispiel nach der Erfindung,
und
Fig. 3: ein zweites Ausführungsbeispiel nach der Erfindung.
Fig. 1 zeigt ein schematisches Schaltbild einer Vorrichtung
zum Ansteuern von weiter nicht dargestellten n Kraftstoffein
spritzventilen einer Brennkraftmaschine über piezoelektrische
Stellglieder P1 bis Pn mittels einer Steuerschaltung ST, die
Teil eines weiter nicht dargestellten mikroprozessor-gesteu
erten Motorsteuergerätes ist.
Zwischen dem Pluspol +SNT und dem Minuspol GND einer geregel
ten Spannungsquelle SNT, vorzugsweise eines Schaltnetzteils,
ist ein Ladekondensator C1 angeschlossen. Parallel zum Lade
kondensator C1 ist eine Reihenschaltung aus einem mit dem
Pluspol +SNT verbundenen, von ihm weg stromdurchlässigen La
deschalter X1 und einem mit dem Minuspol GND verbundenen, zu
ihm hin stromdurchlässigen Entladeschalter X2 angeordnet.
Bei den Schaltern X1 und X2 handelt es sich um elektronische,
nur in einer Richtung stromdurchlässige, aus wenigstens einem
Halbleiterelement bestehende Schalter, vorzugsweise Thyri
storschalter, die von der Steuerschaltung leitend gesteuert
werden.
Zwischen dem Verbindungspunkt von Ladeschalter X1 und Entla
deschalter X2 und dem Masseanschluß GND liegt eine Reihen
schaltung aus einem Umladekondensator C2, einer mit dem Lade
schalter X1 verbundenen Umschwingspule L, einem ersten Stell
glied P1 und einem ersten, gesteuerten Power-MOSFET-Schalter
T1.
Parallel zur Reihenschaltung aus dem Stellglied P1 und dem
Power-MOSFET-Schalter T1 ist eine vom Masseanschluß GND zur
Umschwingspule L hin stromdurchlässige Diode D angeordnet.
Für jedes weitere Stellglied P2 bis Pn ist eine Reihenschal
tung aus diesem Stellglied und einem weiteren Power-MOSFET-
Schalter T2 bis Tn der Reihenschaltung aus dem ersten Stell
glied P1 und dem ersten Power-MOSFET-Schalter T1 parallel ge
schaltet. Power-MOSFET-Schalter enthalten üblicherweise In
versdioden, deren Funktion hier mitbenutzt wird.
Die Schalter X1, X2 und T1 bis Tn werden von der Steuerschal
tung ST, abhängig von Steuersignalen st des Motorsteuergerä
tes, von einem in diesem Ausführungsbeispiel in der Steuer
schaltung ST gespeicherten oder ihr vom Motorsteuergerät zu
geführten Sollwert US für die Spannung, mit welcher die
Stellglieder P1 bis Pn aufgeladen werden sollen, und vom Ist
wert UC2 der Spannung am Umladekondensator C2 gesteuert. Der
Ladekondensator C1 kann als Ausgangskondensator des Schalt
netzteils SNT betrachtet werden.
Ausgehend von einem Zustand, in welchem beispielsweise der
Ladekondensator C1 auf UC1 = +60 V und der Umladekondensator
C2 auf UC2 = +100 V, zusammen in Reihenschaltung also auf
eine Sollspannung US = +160 V aufgeladen sind, die Umschwing
spule L stromlos ist, alle Schalter X1, X2 und T1 bis Tn
nichtleitend (hochohmig) und alle Stellglieder P1 bis Pn ent
laden sind, soll das Stellglied P1 betätigt werden, um über
das zugeordnete Einspritzventil Kraftstoff in einen Zylinder
einzuspritzen. Der Wert der Sollspannung US ist in der Steu
erschaltung ST gespeichert oder wird ihr vom nicht darge
stellten Motorsteuergerät vorgegeben.
Zunächst wählt die Steuerschaltung das entsprechende Stell
glied aus, indem sie den ihm zugeordneten Power-MOSFET-Schal
ter T1 leitend steuert.
Bei Einspritzbeginn, der durch den Beginn eines Steuersignals
st vorgegeben wird, wird von der Steuerschaltung ST der Lade
schalter X1 gezündet. Dadurch entlädt sich die an der Reihen
schaltung aus C1 und C2 liegende Spannung US = +160 V während
einer kompletten Sinushalbschwingung über die Umschwingspule
L in das Stellglied P1 und dieses öffnet das nicht darge
stellte Einspritzventil. Das Schaltnetzteil SNT bleibt mit
dem Ladekondensator C1 verbunden, so daß es auch Energie in
den Umschwingkreis mit einspeist.
Nach dem Umschwingen verlischt der Ladeschalter X1, das
Stellglied P1 bleibt geladen. Zum Entladen des Stellgliedes
am Ende eines Steuersignals st wird der Entladeschalter X2
gezündet. Der Entladestromkreis schließt sich über die In
versdiode des Power-MOSFET-Schalters T1. Die im Stellglied
gespeicherte Energie schwingt über die Umschwingspule L in
den Kondensator C2 zurück, der beispielsweise wieder auf
UC2 = +100 V geladen wird, und kann für den folgenden Zyklus
genutzt werden. Sobald das Stellglied auf die Schwellspannung
der dem "aktiven" Kanal parallel liegenden Diode D entladen
ist, setzt sich der noch fließende Strom über diese Diode
fort, wodurch ein Aufladen des Stellgliedes auf eine negative
Spannung verhindert wird. Anschließend verlischt der Entlade
schalter X2.
Für den Ladezyklus des nächsten Stellgliedes müssen zunächst
die entstandenen Verluste ausgeglichen werden. Dazu wird die
Spannung UC2 des Umladekondensators C2 gemessen und anschlie
ßend das Schaltnetzteil SNT auf einen Ausgangsspannungswert
eingestellt (geregelt), der der Differenz (60 V) zwischen
Sollwert US = +160 V und gemessener Spannung UC2 = +100 V ent
spricht. Auf diese Spannung UC1 wird der mit dem Schaltnetz
teil verbundene Ladekondensator C1 dementsprechend nachgela
den. Damit steht für den nächsten Ladevorgang an der Reihen
schaltung der Kondensatoren C1 und C2 wieder die volle Span
nung US = +160 V zur Verfügung.
Wird die Vorrichtung nach längerer Pause in Betrieb genommen,
so ist zunächst der Umladekondensator C2 entladen und der La
dekondensator C1 wird auf die Ausgangsspannung des Schalt
netzteils SNT aufgeladen, beispielsweise +60 V. Es finden ei
nige Einschwingvorgänge statt (einige Ladezyklen), bis die
beim Entladen des Stellgliedes rückgelieferte Spannung am Um
schwingkondensator C2 nach jedem Umschwingvorgang den ange
nommenen "stationären" Wert UC2 = +90 V erreicht.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung besteht nun darin, daß par
allel zu der wenigstens einen Reihenschaltung R aus Stell
glied P1 und zugeordnetem Stellgliedschalter T1 ein gesteuer
ter Power-MOSFET-Schalter Mp angeordnet ist, und daß eine Zu
satzschaltung Z vorgesehen ist, von welcher der Power-MOSFET-
Schalter Mp in den leitenden Zustand steuerbar ist.
Fig. 2 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel der in Fig. 1
schematisch dargestellten Zusatzschaltung Z. Diese weist ei
nen Transistor Ta auf, dessen Basisanschluß mit dem Abgriff
eines an einem Bezugspotential von beispielsweise +5 V liegen
den Spannungsteilers aus den Widerständen R3 und R4 verbunden
ist, und dessen Emitteranschluß über einen Widerstand R2 mit
dem Minuspol GND verbunden ist. Der Kollektoranschluß des
Transistors Ta ist einerseits mit dem Gateanschluß G des Po
wer-MOSFET-Schalters Mp und andererseits über einen Wider
stand R5 mit einem Bezugspotential von beispielsweise +12 V
verbunden.
Der Transistor Ta ist als Konstantstromsenke beschaltet, und
zwischen dem Gateanschluß G und dem an der Stellgliedspannung
Up liegenden Anschluß des Power-MOSFET-Schalters Mp ist ein
Widerstand R1 vorgesehen.
Mit dieser Schaltung wird durch den über die Widerstände R1
und R2 fließenden Konstantstrom der Gateanschluß G des Power-
MOSFET-Schalters Mp auf <+0,5 V gehalten, solange die Stell
gliedspannung Up unterhalb eines vorgegebenen Grenzwertes Ug
bleibt.
Wenn die Stellgliedspannung Up beim Überschreiten des vorge
gebenen Grenzwertes Ug so groß wird, daß der Strom durch den
widerstand R1 größer als der Konstantstrom wird, beginnt
Transistor Ta zu sperren: der Power-MOSFET-Schalter Mp wird
über seine Gatespannung leitend gesteuert und begrenzt damit
die Stellgliedspannung.
Die Höhe des Konstantstromes bestimmt die Reaktionszeit des
Power-MOSFET-Schalter Mp. Wenn eine kurze Reaktionszeit ge
fordert wird, werden die Verluste im Widerstand R1 groß.
Dieser Nachteil kann durch die in Fig. 3 dargestellte Schal
tung eines zweiten Ausführungsbeispiels der Zusatzschaltung Z
vermieden werden, welche neben der um den Transistor Ta und
den Widerständen R2 bis R4 gebildeten Konstantstromsenke eine
Stromspiegelschaltung mit den Transistoren Tb und Tc und den
Widerständen R8 bis R10 aufweist.
Der Eingangsstrom Ie dieser Stromspiegelschaltung wird durch
einen parallel zur Schaltstrecke des Power-MOSFET-Schalters
Mp angeordneten Spannungsteiler aus den Widerständen R6 und
R7 bestimmt, die entsprechend hochohmig ausgelegt werden kön
nen und deshalb auch bei kurzen Reaktionszeiten des Power-
MOSFET-Schalter Mp geringe Verluste verursachen. Der Aus
gangsstrom Ia dieser Stromspiegelschaltung, in bekannter Wei
se durch den Spiegelfaktor der Stromspiegelschaltung be
stimmt, wird dem Kollektoranschluß des Transistors Ta zuge
führt.
Mit dem Ausgangsstrom Ia der Stromspiegelschaltung wird, wie
beim ersten Ausführungsbeispiel nach Fig. 2, der Gatean
schluß G des Power-MOSFET-Schalters Mp auf <+0,5 V gehalten,
solange die Stellgliedspannung Up unterhalb des vorgegebenen
Grenzwertes Ug bleibt.
Wird die Stellgliedspannung Up und damit der Ausgangsstrom Ia
der Stromspiegelschaltung größer, so beginnt Transistor Ta zu
sperren: der Power-MOSFET-Schalter Mp wird wieder über seine
Gatespannung leitend gesteuert und begrenzt damit die Stell
gliedspannung.
Durch einen in Fig. 2 dargestellten zusätzlichen Schalter,
der durch einen Transistor Td realisiert ist, dessen Kollek
tor-Emitterstrecke zwischen Basisanschluß des Transistors Ta
und dem Minuspol GND geschaltet ist, kann der Power-MOSFET-
Schalter Mp von Steuersignalen z der Steuerschaltung ST, die
dem Basisanschluß dieses zusätzlichen Transistors Td zuge
führt werden, leitend gesteuert werden.
Damit ist es auf einfache Weise möglich, beispielsweise bei
Erkennen eines in der Brennkraftmaschine bis hin zu den Lei
stungsendstufen der Einspritzventile auftretenden Fehlers,
der eine sofortige Abschaltung der Kraftstoffeinspritzung er
fordert, dies über ein Steuersignal z der Steuerschaltung ST
durchzuführen. Für die Dauer dieses Steuersignals z wird der
Power-MOSFET-Schalter Mp leitend; über ihn und die Inversdi
oden der Schalter T1 bis Tn werden die Stellglieder P1 bis Pn
kurzschlußartig entladen, selbst dann, wenn gerade eine Auf
ladung eines Stellgliedes stattfinden sollte.
Auf gleiche Weise kann eine durch mechanische Beanspruchung
hervorgerufene Aufladung der Stellglieder bzw. eine nach dem
Entladen verbliebene, für eine vollständige Ausnutzung des
Stellgliedhubes schädliche Restspannung beseitigt werden, in
dem zwischen den einzelnen Stellgliedbetätigungen mittels ei
nes Steuersignals z der Power-MOSFET-Schalter Mp leitend ge
schaltet wird und damit alle Stellglieder P1 bis Pn vollstän
dig entladen werden.
Mit Hilfe der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird es auch er
möglicht, daß bereits beim ersten Einspritzvorgang die volle
Kraftstoffmenge eingespritzt werden kann. Bisher waren, wie
oben beschrieben, mehrere Einschwingvorgänge über die Stell
glieder erforderlich, bis der Umladekondensator C2 geladen
und die volle Ladespannung auf die Stellglieder übertragen
werden konnte, wodurch zu Beginn nur Kraftstoff-Teilmengen
eingespritzt werden konnten.
Werden nun beispielsweise sofort nach dem Einschalten der
Spannungsversorgung der Steuerschaltung ST gleichzeitig der
Ladeschalter X1 und der Power-MOSFET-Schalter Mp und an
schließend der Entladeschalter X2 in dieser Reihenfolge ein-
oder mehrmals (abhängig von der Dimensionierung der Kondensa
toren C1 und C2) betätigt, so ist durch diese Vorgehensweise
der Umladekondensator C2 bereits voll geladen, bevor der er
ste Kraftstoffeinspritzvorgang gestartet wird.
Claims (8)
1. Vorrichtung zum Ansteuern wenigstens eines kapazitiven
Stellgliedes (P1 bis Pn), insbesondere eines piezoelektrisch
betriebenen Kraftstoffeinspritzventils einer Brennkraftma
schine, mittels einer Steuerschaltung, (ST),
- 1. mit einem zwischen Pluspol (+SNT) und Minuspol (GND) einer Spannungsquelle (SNT) angeordneten Ladekondensator (C1),
- 2. mit einer parallel zum Ladekondensator (C1) angeordneten Reihenschaltung aus einem mit dem Pluspol (+SNT) verbundenen, von ihm weg stromdurchlässigen Ladeschalter (X1) und einem mit dem Minuspol (GND) verbundenen, zu ihm hin stromdurchläs sigen Entladeschalter (X2),
- 3. mit einer zwischen dem Verbindungspunkt von Ladeschalter (X1) und Entladeschalter (X2) und dem Masseanschluß (GND) liegenden Reihenschaltung aus einem Umladekondensator (C2), einer Umschwingspule (L), einem ersten Stellglied (P1) und einem ersten, gesteuerten Power-MOSFET-Schalter (T1),
- 4. mit einer der Reihenschaltung des ersten Stellgliedes (P1) und des ersten Power-MOSFET-Schalters (T1) parallel geschal teten, für jedes weitere Stellglied vorgesehenen Reihenschal tung aus diesem Stellglied (P2 bis Pn) und einem weiteren Po wer-MOSFET-Schalter (T2 bis Tn),
- 5. mit einer parallel zu allen Reihenschaltungen aus Stell glied und Power-MOSFET-Schalter angeordneten, vom Massean schluß (GND) zur Umschwingspule (L) hin stromdurchlässigen Diode (D),
- 6. mit einem zusätzlichen, gesteuerten Power-MOSFET-Schalter (Mp), der parallel zu der wenigstens einen Reihenschaltung (R) aus Stellglied (P1 bis Pn) und zugeordnetem Power-MOSFET-Schalter (T1 bis Tn) angeordnet ist, und
- 7. mit einer Zusatzschaltung (Z), von welcher der zusätzliche Power-MOSFET-Schalter (Mp) in den leitenden Zustand steuerbar ist (Fig. 1).
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Zusatzschaltung (Z)
einen als Konstantstromsenke beschalteten Transistor (Ta)
aufweist,
dessen Kollektoranschluß mit dem Gateanschluß (G) des zusätzlichen Power-MOSFET-Schalters (Mp) verbunden ist,
dessen Basisanschluß mit dem Abgriff eines Spannungsteilers (R3, R4, D1) verbunden ist, und
dessen Emitteranschluß über einen Widerstand (R2) mit dem ge meinsamen Minuspol (GND) der Bezugsspannungen verbunden ist (Fig. 2).
dessen Kollektoranschluß mit dem Gateanschluß (G) des zusätzlichen Power-MOSFET-Schalters (Mp) verbunden ist,
dessen Basisanschluß mit dem Abgriff eines Spannungsteilers (R3, R4, D1) verbunden ist, und
dessen Emitteranschluß über einen Widerstand (R2) mit dem ge meinsamen Minuspol (GND) der Bezugsspannungen verbunden ist (Fig. 2).
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, wobei ein Widerstand (R1)
zwischen dem Gateanschluß (G) und dem an der Stellgliedspan
nung (Up) liegenden Anschluß des zusätzlichen Power-MOSFET-Schalters (Mp)
vorgesehen ist (Fig. 2).
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, wobei die Zusatzschaltung (Z)
eine Stromspiegelschaltung (Tb, Tc) aufweist,
deren Eingangsstrom (Ie) durch einen parallel zur Schalt strecke des zusätzlichen Power-MOSFET-Schalters (Mp) angeordneten Spannungsteiler (R6, R7) bestimmt ist, deren Ausgangsstrom, (Ia) durch den Spiegelfaktor der Stromspiegelschaltung (Tb, Tc) bestimmt ist, und
daß der Ausgangsstrom (Ia) der Stromspiegelschaltung (Tb, Tc) der Konstantstromsenke über den Kollektoranschluß des Transi stors (Ta) zugeführt wird (Fig. 3).
deren Eingangsstrom (Ie) durch einen parallel zur Schalt strecke des zusätzlichen Power-MOSFET-Schalters (Mp) angeordneten Spannungsteiler (R6, R7) bestimmt ist, deren Ausgangsstrom, (Ia) durch den Spiegelfaktor der Stromspiegelschaltung (Tb, Tc) bestimmt ist, und
daß der Ausgangsstrom (Ia) der Stromspiegelschaltung (Tb, Tc) der Konstantstromsenke über den Kollektoranschluß des Transi stors (Ta) zugeführt wird (Fig. 3).
5. Vorrichtung nach Anspruch 2, wobei ein zusätzlicher Tran
sistor (Td) vorgesehen ist, dessen Basisanschluß von Steuer
signalen (st) der Steuerschaltung (ST) leitend gesteuert
wird, und
dessen Kollektor-Emitterstrecke im leitenden Zustand den Ba sisanschluß des Transistors (Ta) mit dem Minuspol (GND) ver bindet und damit den zusätzlichen Power-MOSFET-Schalter (Mp) leitend steu ert.
dessen Kollektor-Emitterstrecke im leitenden Zustand den Ba sisanschluß des Transistors (Ta) mit dem Minuspol (GND) ver bindet und damit den zusätzlichen Power-MOSFET-Schalter (Mp) leitend steu ert.
6. Verfahren zum Betätigen der Vorrichtung nach einem der An
sprüche 1 bis 5, wobei die Zusatzschaltung (Z) den zusätzlichen
Power-MOSFET-Schalter (Mp) in den leitenden Zustand steuert,
wenn die Stellgliedspannung (Up) einen vorgegebenen Grenzwert
(Ug) überschreitet.
7. Verfahren zum Betätigen der Vorrichtung nach einem der An
sprüche 1 bis 5, wobei die Zusatzschaltung (Z) bei Empfang
eines Steuersignals (z) der Steuerschaltung (ST) den zusätzlichen
Power-MOSFET-Schalter (Mp) in den leitenden Zustand steuert.
8. Verfahren zum Betätigen der Vorrichtung nach einem der An
sprüche 1 bis 5, wobei sofort nach dem Einschalten der Span
nungsversorgung der Steuerschaltung (ST) oder der Spannungs
quelle (SNT) und vor der ersten Stellgliedbetätigung gleich
zeitig der Ladeschalter (X1) und der zusätzliche Power-MOSFET-
Schalter (Mp) und anschließend der Entladeschalter (X2) in
dieser Reihenfolge wenigstens einmal betätigt werden.
Priority Applications (3)
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| DE19709717A DE19709717C1 (de) | 1997-03-10 | 1997-03-10 | Vorrichtung und Verfahren zum Ansteuern wenigstens eines kapazitiven Stellgliedes |
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| FR9802904A FR2760489B1 (fr) | 1997-03-10 | 1998-03-10 | Dispositif et procede de commande d'au moins un organe de reglage capacitif, notamment pour soupape d'injection |
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| DE19709717A DE19709717C1 (de) | 1997-03-10 | 1997-03-10 | Vorrichtung und Verfahren zum Ansteuern wenigstens eines kapazitiven Stellgliedes |
Publications (1)
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