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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Steuerschaltung zum Erzeugen
von Steuersignalen für den
Betrieb mindestens einer Lampe, insbesondere einer Gasentladungslampe.
Des weiteren betrifft die vorliegende Erfindung ein elektronisches
Vorschaltgerät
zum Betreiben mindestens einer Gasentladungslampe, bei dem eine
derartige Steuerschaltung zum Einsatz kommt.
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Die
vorliegende Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf den
Einsatz in einem elektronischen Vorschaltgerät zum Betreiben von Gasentladungslampen
erläutert.
Es wird jedoch darauf hingewiesen, daß die erfindungsgemäße Steuerschaltung keineswegs
auf derartige elektronische Vorschaltgeräte beschränkt ist, sondern auch in anderen
Betriebsgeräten
für Lampen,
beispielsweise in elektronischen Transformatoren, eingesetzt werden
kann.
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2 zeigt ein bekanntes elektronisches Vorschaltgerät zum Betreiben
einer Gasentladungslampe 10 mit einer zentralen Steuereinheit 3.
Des weiteren umfaßt
das in 2 gezeigte elektronische Vorschaltgerät im wesentlichen
einen Gleichrichter 1 und einen Wechselrichter 2,
in dessen Lastkreis die Gasentladungslampe 10 angeordnet
ist. Der Gleichrichter 1 wandelt die von einer Versorgungsspannungsquelle,
z.B. einer Neztspannungsquelle, gelieferte Wechselspannung in eine
gleichgerichtete Zwischenkreisspannung um, die dem Wechselrichter 2 zugeführt wird.
Der Wechselrichter umfaßt
in der Regel zwei (nicht gezeigte) in Serie geschaltete steuerbare
Schalter, z.B. MOS-Feldeffekttransistoren, die von der gleichgerichteten
Zwischenkreisspannung abwechselnd angesteuert werden, so daß stets
einer der Schalter eingeschaltet ist, wenn der andere Schalter ausgeschaltet
ist. Ein Ausgangsanschluß des
Wechselrichters 2 ist einerseits mit dem Verbindungspunkt
zwischen diesen beiden alternierend angesteuerten Schaltern und
andererseits mit einem aus einer Spule 4 und einem Kondensator 5 bestehenden
Serienresonanzkreis verbunden, wobei der Kondensator 5 des
Serienresonanzkreises über
einen Koppelkondensator 6 parallel zu der Gasentladungslampe 10 geschaltet
ist.
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Durch
das alternierende Ansteuern der Schalter des Wechselrichters 2 wird
ausgangsseitig des Wechselrichters 2 eine getaktete, d.h. „zerhackte", hochfrequente Wechselspannung
erzeugt, die als Betriebsspannung für die Gasentladungslampe 10 dient.
Zum Zünden
der Gasentladungslampe 10 wird die Ausgangsfrequenz des
Wechselrichters 2 in die Nähe der Resonanzfrequenz des
Serienresonanzkreises mit der Spule 4 und dem Kondensator 5 verschoben,
so daß an
dem Kondensator 5 eine Spannungsüberhöhung auftritt, die schließlich zum Zünden der
Gasentladungslampe 10 führt.
Um die Lebensdauer der Gasentladungslampe 10 zu verlängern ist
es wünschenswert,
die beiden Lampenwendeln der Gasentladungslampe 10 vor
dem Zünden vorzuheizen.
Zu diesem Zweck ist ein Heiztransformator mit einer Primärwicklung 7A und
Sekundärwicklungen 7B und 7C vorgesehen,
wobei die Primärwicklung 7A mit
dem Serienresonanzkreis verbunden ist, während die Sekundärwicklungen 7B und 7C jeweils
zu einer der Lampenwendeln parallel geschaltet sind. Durch den Anschluß der Sekundärwicklungen 7B und 7C an
die Lampenwendeln der Gasentladungslampe 10 ist es möglich, auch
im gezündeten
Betrieb der Gasentladungslampe 10 die Lampenwendeln mit
Energie zu versorgen.
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Die
in 2 gezeigte zentrale
Steuereinheit dient zum Erzeugen von Steuersignalen für den Betrieb
der Gasentladungslampe 10, wobei die Steuersignale der
zentralen Steuereinheit 3 abhängig von internen und externen
Betriebszustands- bzw. Steuerinformationen erzeugt werden. So überwacht
beispielsweise die zentrale Steuereinheit 3 den über die Primärwicklung 7A des
Heiztransformators fließenden
Heizstrom iH, in dem die über einen
Widerstand 8 abfallende Spannung der zentralen Steuereinheit 3 zugeführt wird.
Des weiteren empfängt
die zentrale Steuereinheit 3 eine dem über die Gasentladungslampestrecke
der Gasentladungslampe 10 fließenden Lampenstrom iL entsprechende Größe, indem die über einen
Widerstand 9 abfallende Spannung der zentralen Steuereinheit 3 zugeführt wird.
Wie nachfolgend noch näher
beschrieben wird, ist es auch wünschenswert,
den Impendanzwinkel des an den Wechselrichter 2 angeschlossenen
Lastkreises der zentralen Steuereinheit 3 zuzuführen. Zu
diesem Zweck ermittelt eine Phasenkomparator 12 den Phasenwinkel
zwischen der Lamplenspannung uL und dem
Lampenstrom iL. Die Lampenspannung uL liegt zudem direkt an der zentralen Steuereinheit 3 als
eigene Betriebszustandsinformation an. Wie in 2 gezeigt, überwacht die zentrale Steuereinheit 3 auch die
Netzspannung uN sowie die von dem Gleichrichter 1 gelieferte
gleichgerichtete Zwischenkreisspannung uG.
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Neben
diesen internen Betriebszustandsinformationen wertet jedoch die
zentrale Steuereinheit 3 auch externe Steuerinformationen
Iextern aus, die beispielsweise als Sollwertinformationen
(z.B. für
die Dimmung der Gasentladungslampe 10) oder als von einem
Lichtsensor erfaßte
Beleuchtungsistwertinformationen der zentralen Steuereinheit 3 über eine
(serielle) Schnittstelle zugeführt
werden.
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Es
ist bekannt, die zentrale Steuereinheit 3 oder zumindest
Teile davon in der Form eines Mikrocontrollers, d.h. Mikroprozessors,
auszuführen,
der zentral sämtliche
internen sowie externen Informationen empfängt, auswertet und entsprechende Steuersignale
für den
Betrieb der Gasentladungslampe 10 ausgibt. Diese Steuersignale
können
beispielsweise den Wechselrichter 2 ein- bzw. ausschalten
oder die Frequenz f bzw. das Tastverhältnis d der von dem Wechselrichter 2 gelieferten
Wechselspannung verändern.
Da durch eine entsprechende Programmierung das Verhalten einer solchen
software-gesteuerten Steuereinheit sehr einfach verändert werden kann,
können
derartige Vorschaltgeräte
sehr flexibel eingesetzt werden und dabei die unterschiedlichsten Aufgaben
erfüllen.
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Ein
in der
EP 0 708 579
A1 beschriebenes Vorschaltgerät führt beispielsweise zu Beginn
des Lampenbetriebs programmgesteuert eine spezielle Testphase durch,
um einen für
einen stabilen Lampenbetrieb günstigen
Frequenzbereich zu ermitteln. Mit Hilfe eines Mikroprozessors wird
bei einem in der
DE
195 30 485 A1 beschriebenen Vorschaltgerät das Verhalten
der Lampe erfaßt
und aufgrund eines Vergleichs mit Referenzdaten der Lampentyp festgestellt.
Die progammierbare Steuereinheit eines Vorschaltgeräts in der
EP 0 582 287 A2 ist
in erster Linie für
die Kommunikation mit einem zentralen Steuergerät zuständig, das an die verteilt angeordneten
Lampen Beleuchtungsbefehle übermittelt.
Oftmals werden mit Hilfe des Mikroprozessors aber auch spezielle
Beleuchtungssequenzen oder Beleuchtungsprogramme erzeugt, wie dies
beispielsweise in der
EP
0 449 667 A2 beschrieben ist. Fällen wird der Vorteil ausgenützt, daß eine software-gesteuerte
Einheit wesentlich vielseitiger auf unterschiedliche Betriebszustände reagieren
kann.
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Die
im Stand der Technik verwendeten Mikrocontroller führen jedoch
ihre Steuerfunktionen, d.h. die Erzeugung der Steuersignale, ausschließlich aufgrund
einer entsprechenden Software-Programmierung
durch, so daß die
allein durch einen Mikrocontroller gebildete zentrale Steuereinheit 3 bei
dem Vorschaltgerät
von 2 nicht für schnelle
Steuervorgänge
geeignet ist, da der Mikrocontroller vor Erzeugung eines entsprechenden
Steuersignals stets zunächst
das entsprechende Software-Programm durchlaufen muß.
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Des
weiteren ist bekannt, die zentrale Steuereinheit 3 ausschließlich durch
Kombination vorgegebener Standardschaltungen, beispielsweise in Form
einer integrierten Schaltung, zu realisieren. In diesem Fall ist
die zentrale Steuereinheit 3 ausschließlich hardwaremäßig aufgebaut.
Eine derart rein hardwaremäßig realisierte
zentrale Steuereinheit 3 weist jedoch den Nachteil auf,
daß die
Steuerschaltung nur schwer an beispielsweise die zu erfassenden
Steuer- bzw. Betriebszustandsinformationen betreffende Änderungen
angepaßt
werden kann. D.h., bei einer rein hardwaremäßigen Realisierung der zentralen
Steuereinheit 3 ist die Flexibilität stark eingeschränkt.
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Wie
bereits eingangs erwähnt,
ist diese der Ausgestaltung der zentralen Steuereinheit 3 zugrunde
liegende Problematik keineswegs auf die Anwendung einer zentralen
Steuereinheit in elektronischen Vorschaltgeräten zum Betreiben von Gasentladungslampen 10 beschränkt. Vielmehr
tritt diese Problematik stets dann auf, wenn mit Hilfe einer zentralen Steuereinheit 3 abhängig von
internen Betriebszustandsinformationen sowie externen Steuerinformationen
Steuersignale für
das Betreiben einer Gasentladungslampe erzeugt werden sollen. Wird
die zentrale Steuereinheit als softwaremäßig gesteuerter Mikrocontroller
aufgebaut, kann die zentrale Steuereinheit zwar auf einfache Art
und Weise an Schaltungsänderungen
etc. angepaßt
werden, d.h. die Flexibilität
ist hoch, andererseits ist – wie
bereits oben beschrieben worden ist – die zentrale Steuereinheit
in diesem Fall nicht für
schnelle Vorgänge
geeignet. Wird hingegen die zentrale Steuereinheit 3 rein
hardwaremäßig realisiert,
ist zwar die zentrale Steuereinheit aufgrund der hohen Verarbeitungsgeschwindigkeit
für schnelle Steuervorgänge geeignet,
jedoch ist die Flexibilität der
Steuerschaltung bezüglich
einer Anpassung der Steuerschaltung an schaltungstechnische Änderungen
etc. stark eingeschränkt.
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Aus
der US-A-5,107,184 ist eine Steuerschaltung bekannt, welche in elektronischen
Vorschaltgeräten
zum Betreiben von Gasentladungslampen eingesetzt wird. Dabei werden
mit Hilfe einer integrierten Schaltung mehrere interne Betriebszustandsinformationen
des elektronischen Vorschaltgeräts,
wie z.B die Amplitude der Eingangsspannung, die von dem Gleichrichter
des elektronischen Vorschaltgeräts
gelieferte Gleichspannung, der Eingangsstrom usw., überwacht
und davon abhängig
ein Ausgangssignal für
einen MOSFET erzeugt, um diesen davon abhängig ein-/auszuschalten. An
den MOSFET ist der Wechselrichter mit dem damit gekoppelten Lastkreis
sowie der Gasentladungslampe angeschlossen. Zudem ist ein Mikrocomputer
vorgesehen, der ein über
den Gleichrichter mit der Versorgungsspannung übertragenes externes Steuersignal empfängt und
davon abhängig
einen variablen Spannungspegel an einem Knotenpunkt der Schaltung
erzeugt, wobei die von dem Mikrocomputer erzeugte Spannung zugleich
eine Eingangsspannung der integrierten Schaltung ist.
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Des
weiteren ist aus der
DE
296 01 289 U1 ein elektronisches Vorschaltgerät zum Betreiben
von Hochdruck-Gasentladungslampe bekannt, wobei das elektronische
Vorschaltgerät
eine Steuervorrichtung zum Erzeugen von Steuersignalen für den Betrieb des
elektronischen Vorschaltgeräts
aufweist. Eine Steuereinheit überwacht
Ist-Werte verschiedener Meßgeber
des elektronischen Vorschaltgeräts,
so daß beispielsweise
der Lampenstrom oder die Lampenspannung als interne Bertiebszustandsinformationen
erfaßt
werden. Des weiteren ist eine CPU vorgesehen, die über die
Steuereinheit ebenfalls bestimmte Schaltungsparameter des elektronischen Vorschaltgeräts überwacht,
d.h. interne Betriebszustandsinformationen empfängt und auswertet, und über eine
Schnittstelle mit einer Prozeßsteuerung kommuniziert,
wobei weder der Aufbau der Steuereinheit noch der Aufbau der CPU
detailliert beschrieben sind.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt allgemein die Aufgabe zugrunde, eine
Steuervorrichtung vorzuschlagen, die einerseits für schnelle
Steuervorgänge geeignet
ist und andererseits eine ausreichende Flexibilität für schaltungstechnische Änderungen
etc. besitzt.
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Erfindungsgemäß wird diese
Aufgabe durch eine Steuervorrichtung nach Anspruch 1 gelöst. Die erfindungsgemäße Steuervorrichtung
findet insbesondere in einem elektronischen Vorschaltgerät nach Anspruch
9 Anwendung. Die Unteransprüche
beschreiben jeweils vorteilhafte und bevorzugte Ausführungsbeispiele
der vorliegenden Erfindung.
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Die
Steuervorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung besteht insbesondere aus einer Serienschaltung zweier
Steuereinheiten, wobei die eine Steuereinheit rein softwaremäßig und
die andere Steuereinheit rein hardwaremäßig realisiert ist. D. h., die
rein softweremäßig gesteuerte
Steuereinheit kann beispielsweise in der Form eines Mikrocontrollers,
z. B. eines Mikroprozessors, vorliegen, während die rein hardwaremäßig realisierte
Steuereinheit in der Form einer anwenderspezifischen integrierten Schaltung
(ASIC, Application Specific Integrated Circuit) vorliegen kann.
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Die
beiden Steuereinheiten sind über
eine Schnittstelle mit Hilfe einer bidirektionalen Verbindungsleitung
zum Austausch von Informationen zwischen den Steuereinheiten verbunden.
Die softwaremäßig gesteuerte
Steuereinheit nimmt zunächst
ausschließlich
externe Steuerinformationen, d. h. von außen zugeführte Steuerinformationen auf,
die beispielsweise von einer zentralen Station der Steuervorrichtung über eine
Busleitung oder eine serielle Schnittstelle zugeführt werden.
Bei diesen externen Steuerinformationen kann es sich um Sollwertvorgaben
für bestimmt
Steuergrößen oder
externe Zustandsinformationen handeln. Im Falle der Steuerung einer
Gasentladungslampe können
die Sollwertinformationen beispielsweise Dimminformationen und die externen
Zustandsinformationen beispielsweise Helligkeitsinformationen in
einem Raum, in dem die Gasentladungslampe angeordnet ist, betreffen.
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Die
rein hardwaremäßig realisierte
zweite Steuereinheit überwacht
ausschließlich
interne Betriebszustandsinformationen, die die zu steuernde Last
betreffen. Diese Betriebszustandsinformationen umfassen auch Fehlerinformationen über bei
der Steuerung der Last gegebenenfalls auftretende Fehlerfälle. Diese
Betriebszustandsinformationen können
bei der Steuerung einer Gasentladungslampe beispielsweise die Lampenspannung,
der Lampenstrom oder der Heizstrom sein. Die Fehlerzustandsinformationen
können
beispielsweise das Vorliegen des sogenannten Gleichrichtereffekts,
einer überhöhten Lampenspannung
oder eines überhöhten Lampenstroms
bezüglich
der anzusteuernden Gasentladungslampe sein.
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Diese
Betriebszustandsinformationen werden von der rein softwaremäßigrealisierien
ersten Steuereinheit über
die bidirektionale Verbindungsleitung abgefragt, so daß die erste
Steuereinheit aufgrund der nunmehr vorliegenden externen Steuerinformationen
sowie internen Betriebszustandsinformationen die eigentlichen Betriebssteuerinformationen
für die
Steuerung der entsprechenden Last, beispielsweise der Gasentladungslampe,
gemäß dem entsprechend
vorgegebenen Software-Programm erzeugen kann. Diese Betriebssteuerinformationen werden
der rein hardwaremäßig realisierten
zweiten Steuereinheit zugeführt,
die abhängig
von diesen Betriebssteuerinformationen die eigentlichen Steuersignale
zur Steuerung der angeschlossenen Last erzeugt. So kann beispielsweise
im Falle des Betriebs einer Gasentladungslampe die Zündspannung,
die Vorheizspannung, die Vorheizzeit, die Zündwiederholungszeit. oder sonstige
Reglerwerte eingestellt werden.
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Die
rein hardwaremäßig realisierte
zweite Steuereinheit weist Speichermittel in Form eines Schreib-Lese-Speichers
(RAM) auf, in denen die von der zweiten Steuereinheit erfaßten internen
Betriebszustandsinformationen und/oder die von der ersten Steuereinheit
erzeugten und an die zweite Steuereinheit übertragenen eigentlichen Betriebssteuerinformationen
gespeichert werdcn, so daß jederzeit
diese Informationen aus dem Speicher wieder abgerufen oder neue
Informationen in dem Speicher wieder abgelegt werden können.
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Aus
der vorhergehenden Beschreibung ist offensichtlich, daß erfindungsgemäß die softwaremäßig gesteuerte
Steuereinheit die langsamen Steuervorgänge und die rein hardwaremäßig realisierte Steuereinheit
die schnellen Steuervorgänge übernimmt.
Durch die erfindungsgemäße Aufteilung
der Steuervorrichtung in eine softwaremäßig gesteuerte Steuereinheit
und eine damit verbundene rein hardwaremäßig realisierte Steuereinheit
wird einerseits eine ausreichend hohe Flexibilität durch die Verwendung der
softwaremäßig gesteuerten
Steuereinheit und andererseits eine ausreichend große Schnelligkeit
für schnelle
Steuervorgänge
durch die Verwendung der rein hardwaremäßig realisierten Steuerein heit
gewährleistet.
Die Verwendung dieser beiden Steuereinheiten stellt somit eine optimale
Kompromißlösung hinsichtlich
der Flexibilität,
der Betriebsschnelligkeit und des Herstellungspreises der gesamten
Schaltung dar.
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Ein
weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung ist darin zu sehen,
daß die
softwaremäßig gesteuerte
Steuereinheit zumindest in gewissen Grenzen ermöglicht, daß ein elektronisches Vorschaltgerät bzw. Lampenbetriebsgerät für verschiedene
Lampentypen bzw. Wattagen verwendet werden kann, da mit Hilfe der
softwaremäßig gesteuerten
Steuereinheit lampenspezifische Steuerinformationen vorgegeben werden
können.
Das Vorsehen eines Schreib-Lese-Speichers zum Zwischenspeichern
der Betriebssteuerinformationen und/oder der interen Betriebszustandsinformationen
ist hierfür
wichtig, da bei jedem Einschalten des elektronischen Vorschaltgeräts ein Initialisierungsvorgang
der hardwaremäßig gesteuerten
zweiten Steuereinheit notwendig ist. Damit der Betrieb unterschiedlicher
Lasttypen, d. h. insbesondere unterschiedlicher Lampentypen, möglich ist,
müssen
in der hardwaremäßig gesteuerten Steuereinheit
enthaltene Register mit den vom jeweils zu betreibenden Lasttyp
(Lampentyp) abhängigen
Betriebssteuerinformationen der softwaremäßig gesteuerten Steuereinheit
belegt werden, was dem zuvor erwähnten
Initialisierungsvorgang entspricht und somit durch den zuvor erläuterten
Schreib-Lese-Speicher unterstützt
wird.
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Des
weiteren erlaubt der erfindungsgemäß vorgeschlagene Schreib-Lese-Speicher
durch das Zwischenspeichern der internen Betriebszustandsinformationen
auch ein nachfolgendes externes Abfragen sowie gegebenenfalls ein
Ausdrucken der zurückliegenden
Betriebszustandsinformationen, um beispielsweise Auskunft über defekte
Lampen, Betriebszeiten oder die Wirtschaftlichkeit der angesteuerten
Beleuchtungsanlage zu erhalten.
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Vorteilhafterweise
ist schließlich
auch vorgesehen, daß die
der softwaremäßig gesteuerten
Steuereinheit vorliegenden Informationen auch extern über eine
entsprechende Schnittstelle dieser Steuereinheit abgefragt werden
können,
so daß beispielsweise
auch die von der rein hardwaremäßig realisierten
Steuereinheit an die softwaremäßig gesteuerte Steuereinheit übertragenen
internen Betriebszustandsinformationen extern abfragbar sind.
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Die
Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnung anhand
eines bevorzugten Ausführungsbeispiels
näher beschrieben.
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1 zeigt ein bevorzugtes
Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Steuerschaltung,
die in einem elektronischen Vorschaltgerät zum Betreiben zweier Gasentladungslampen
eingesetzt ist, und
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2 zeigt die Verwendung einer
bekannten Steuerschaltung in einem bekannten elektronischen Vorschaltgerät zum Betreiben
einer Gasentladungslampe.
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Wie
bereits anhand 2 erläutert, umfaßt das elektronische
Vorschaltgerät
einen Gleichrichter 1, einen Wechselrichter 2,
einen an den Wechselrichter 2 angeschlossenen Serienresonanzkreis
mit einer Spule 4 und einem Kondensator 5 sowie
einen Koppelkondensator 6, über den zwei Gasentladungslampen 10 und 15 an
den Serienresonanzkreis angeschlossen sind. Für jede dieser Gasentladungslampen
ist ein Heiztransformator mit einer Primärwicklung 7A bzw. 11A sowie
parallel zu den Lampenwendeln angeschlossenen Sekundärwicklungen 7B, 7C bzw. 11B, 11C vorhanden.
Die jeweils eine Gasentladungslampe und den entsprechenden Heiztransformator
umfassenden Teilschaltungen sind jeweils identisch an den Serienresonanzkreis
angeschlossen.
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Eine
zentrale Steuervorrichtung 3 überwacht eine Vielzahl von
verschiedenen Betriebszustandsgrößen des
elektronischen Vorschaltgeräts
und empfängt
zudem externe Steuerinformationen, wie beispielsweise Sollwertvorgaben
oder Istwerte. Die Steuervorrichtung 3 regelt bzw. steuert
abhängig
von diesen Informationen die für
das Betreiben der Gasentladungslampen 10 und 15 wichtigen
Betriebsgrößen, wie
beispielsweise die Frequenz f oder das Tastverhältnis d der von dem Wechselrichter 2 gelieferten hochfrequenten
getakteten Wechselspannung, die Zündspannung, die Vorheizspannung,
die Vorheizzeit oder die Zündwiederholungszeit
der betriebenen Gasentladungslampen 10 und 15.
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Als
interne Betriebszustandsinformationen Iintern werden
beispielsweise die über
die Gasentladungsstrecken der beiden Gasentladungslampen 10 und 15 fließenden Lampenströme iL1, und iL2 erfaßt. Zu diesem
Zweck ist mit der Gasentladungslampe 10 bzw. 15 ein
Widerstand 9 bzw. 14 in Serie gestaltet, so daß die an
diesem Widerstand abfallende Spannung als Größe für den entsprechenden Lampenstrom
iL1, bzw. iL2 ausgewertet
werden kann. Des weiteren wird die für die beiden Gasentladungslampen 10 und 15 geltende
Lampenspannung UL1,2 erfaßt und ausgewertet.
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Um
den Heizstrom bzw. die Heizspannung der beiden Gasentladungslampen 10 und 15 überwachen
zu können
ist jeweils in Serie mit der Primärwicklung 7A bzw. 11A des
entsprechenden Heiztransformators der Gasentladungslampe 10 bzw. 15 ein
Widerstand 8 bzw. 13 geschaltet, so daß die an diesen
Widerständen
abfallende Spannung jeweils als Maß für den entsprechenden Heizstrom
iH1, bzw. iH2 ausgewertet
werden kann.
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Wünschenswert
ist auch eine Überwachung der
Netzspannung uN bzw. der von dem Gleichrichter 1 gelieferten
gleichgerichteten Zwischenkreisspannung uG,
da beispielsweise die Frequenz des Wechselrichters 2 auf
den Wert einer Leerlauffrequenz gesetzt werden kann, wenn die Spannungen
uN bzw. uG einen
zum Zünden
bzw. Starten der Gasentladungslampen 10 und 15 notwendigen
Mindestspannungswert nicht erreichen. Auf diese Weise können die Gasentladungslampen 10 und 15 geschont
werden.
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Durch
Ermitteln des Phasenunterschieds zwischen der Lampenspannung uL1,2 und den entsprechenden Lampenströmen iL1 bzw. iL2 kann
die Steuervorrichtung feststellen, ob der an den Wechselrichter 2 angeschlossene
Lastkreis mit den Gasentladungslampen 10 und 15 als
kapazitive Last wirkt. Dieser Fall kann insbesondere dann auftreten, wenn
anstelle der in 1 gezeigten
Heiztransformatoren 7A–C und 11A–C jeweils
ein Heizkondensator parallel zu den Lampenwendeln der Gasentladungslampen 10 und 15 geschaltet
ist und der Wechselrichter 2 mit einer geringen Ausgangsfrequenz
betrieben wird. Eine derartige kapazitive Belastung des Wechselrichters 2 kann
gegebenenfalls zu einer Zerstörung
der als Feldeffekttransistoren ausgebildeten Schalter des Wechselrichters 2 führen. Die
der Steuervorrichtung 3 zugeführten internen Betriebszustandsinformationen
umfassen auch Fehlerinformationen, d. h. Informationen über das
Vorliegen oder Nichtvorliegen eines Fehlers in dem elektronischen Vorschaltgerät. So kann
durch Erfassen und Überwachen
der Lampenspannung uL1,2 eine überhöhte Lampenspannung
sowie durch Überwachen
der Lampenströme
iL1 bzw. iL2 ein überhöhter Lampenstrom
erfaßt
und gegebenenfalls korrigiert werden. Des weiteren kann durch Überwachung
der Lampenspannung uL1,2 das Zünden bzw.
Nichtzünden
der Gasentladungslampen 10 und 15 überwacht
werden. Schließlich
kann mit der Steuervorrichtung 3 auch der insbesondere
bei gealterten Gasentladungslampen auftretende sogenannte "Gleichrichtereffekt" überwacht werden. Dieser Gleichrichtereffekt
entsteht durch eine im Laufe der Zeit ungleichmäßige Abnutzung, d. h. Abtragung
der Lampenelektroden, so daß wegen
der ungleichmäßigen Emissionsflächen der
beiden Lampenelektroden der über
die Gasentladungsstrecke der betroffenen Gasentladungslampe fließende Lampenstrom
in einer Richtung höher
ist als in der anderen, d. h. die positiven Halbwellen des Lampenstroms übersteigen
die negativen Halbwellen oder umgekehrt. Im Extremfall verschwinden
die positiven bzw. negativen Halbwellen vollständig, so daß die betroffene Gasentladungslampe
gleichsam als Gleichrichter wirkt. Die aufgrund des Gleichrichtereffekts
auftretenden Unsymmetrien im Lampenstrom werden unmittelbar auf
den über
die Primärwicklung
des entsprechenden Heiztransformakors fließenden Heizstrom übertragen.
Daher kann der Gleichrichtereffekt vorteilhafterweise durch Überwachung
dieses über
die Primärwicklung 7A bzw. 11A fließenden Stromes überwacht
werden. Daher wird der Heizstrom über Widerstände 16 bzw. 17 nach
der entsprechenden Primärwicklung 7A bzw. 11A abgezweigt
und der Steuervorrichtung 3 zugeführt.
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Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen,
die Steuervorrichtung 3 in zwei Steuereinheiten 3a und 3b aufzuteilen.
Die erste Steuereinheit 3a wird gemäß der vorliegenden Erfindung
rein softwaremäßig gesteuert
und liegt insbesondere in Form eines programmierten bzw. programmierbaren
Mikrocontrollers, d. h. Mikroprozessors vor. Die zweite Steuereinheit 3b ist
rein hardwaremäßig realisiert,
d. h. umfaßt Kombinationen
von vorgegebenen Standardschaltungen, und ist insbesondere als anwenderspezifische
integrierte Schaltung (ASIC) ausgestaltet. Ein ASIC ist eine integrierte
Schaltung, die für
eine spezielle Anwendung konzepiert und entwickelt worden ist, jedoch
in großen
Mengen in entsprechenden Geräten,
beispielsweise elektronischen Vorschaltgeräten, eingebaut wird. Die beiden
Steuereinheiten 3a und 3b sind über insbesondere
serielle Schnittstellen mittels einer bidirektionalen Datenübertragungsleitung 19 miteinander
verbunden.
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Die
erfindungsgemäße Aufteilung
der Steuervorrichtung 3 in die rein softwaremäßig gesteuerte Steuereinheit 3a und
die rein hardwaremäßig aufgebaute
Steuereinheit 3b bezweckt, daß die internen Betriebszustandsinformationen
des in 1 gezeigten elektronischen
Vorschaltgeräts
ausschließlich der
hardwaremäßig realisierten
zweiten Steuereinheit 3b zugeführt werden. Externe Steuerinformationen
Iextern werden hingegen ausschließlich der
Software-Steuereinheit 3a zugeführt. Diese externen Steuerinformationen
können
beispielsweise Sollwertvorgaben für bestimmte Regel- bzw. Steuergrößen des
elektronischen Vorschaltgeräts
sein, die von einer zentralen Station über eine Busleitung oder eine serielle
Schnittstelle an die Software-Steuereinheit 3a übertragen
werden. So kann beispielsweise mit der Software-Steuereinheit 3a ein
Lichtsensor verbunden sein, der die Außenbeleuchtung oder Innenbeleuchtung
eines Raumes erfaßt,
in dem zumindest eine der Gasentladungslampen 10 und 15 angeordnet
ist. Dieser Sensor überträgt abhängig von
der erfaßten
Beleuchtungsstärke
entsprechende Dimminformationen an die Software-Steuereinheit 3a,
um die beleuchtungsgerechte Dimmung der Gasentladungslampen 10 und 15 zu
bewirken.
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Die
softwaremäßig gesteuerte
Steuereinheit 3a fragt die hardwaremäßig realisierte Steuereinheit 3b über die
bidirektionale Datenübertragungsleitung 19 ab
und erhält
von der Steuereinheit 3b die dort anliegenden und in einem
Speicher 1R abgelegten internen Betriebszustandsinformationen.
Der Speicher 18 ist vorteilhafterweise als Schreib-Lese-Speicher (RAM)
ausgestaltet, so daß Informationen
beliebig aus diesem Speicher ausgelesen sowie in den Speicher eingeschrieben
werden können.
Die von der Hardware-Steuereinheit 3b an die Software-Steuereinheit 3a übertragenen
internen Betriebszustandsinformationen umfassen – wie bereits erwähnt – auch Informationen über in dem
elektronischen Vorschaltgerät
möglicherweise
vorliegende Fehler, wie beispielsweise das Auftreten eines Gleichrichtereffekts, eines
Gasdefekts, eines Wendelbruchs oder einer Nichtzündung einer der Gasentladungslampen 10 und 15.
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Die
Steuereinheit 3a ist rein softwaremäßig gesteuert, d. h. verarbeitet
die an ihr anliegenden Informationen gemäß einem vorgegebenen und veränderbaren
Programm, welches insbesondere auf einfache und schnelle Art und
Weise an schaltungstechnische Änderungen
des elektronischen Vorschaltgeräts
etc. angepaßt
werden kann. Aufgrund der an der Steuereinheit 3a anliegenden
externen Steuerinformationen sowie den von der Steuereinheit 3b übertragenen
internen Betriebszustandsinformationen ermittelt die Steuereinheit 3a entsprechend
des gespeicherten Software-Programms die eigentlichen Betriebssteuerinformationen
für das
elektronische Vorschaltgerät.
Diese Betriebssteuerinformationen können beispielsweise die Zündspannung,
die Vorheizspannung, die Vorheizzeit, die Zündwiederholungszeit oder sonstige
Reglerwerte der Gasentladungslampen 10 und 15 betreffen.
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Nach
Ermitteln der Betriebssteuerinformationen überträgt die Software-Steuereinheit 3a diese
Informationen über
die bidirektionale Datenübertragungsleitung 19 an
die Steuereinheit 3b, wo die Betriebssteuerinformationen
zusammen mit den an der Steuereinheit 3b anliegenden internen
Betriebszustandsinformationen in dem Speicher 18 gespeichert werden.
Die hardwaremäßig realisierte
Steuereinheit 3b erzeugt nun abhängig von den von der Software-Steuereinheit 3a übertragenen
Beriebssteuerinformationen die entsprechenden Steuersignale für den Betrieb
des elektronischen Vorschaltgeräts
bzw. der Gasentladungslampen 10 und 15, die beispielsweise das
Ein- oder Ausschalten des Wechselrichters 2 oder eine Veränderung
der Frequenz f bzw. des Tastverhältnisses
d der von der Wechselrichtung 2 gelieferten Wechselspannung
bewirken können.
Die Steuereinheit 3b setzt somit die (digitalen) Betriebsinformationen
der Steuereinheit 3a in (analoge) Steuersignale um. Selbstverständlich kann
jedoch auch vorgesehen sein, daß die
beispielsweise als ASIC ausgebildete rein hardwaremäßig realisierte
Steuereinheit 3b Steuersignale für andere Betriebsgrößen der in 1 gezeigten Schaltung erzeugt.
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Vorteilhafterweise
weist die softwaremäßig gesteuerte
Steuereinheit 3a eine Schnittstelle auf, über die
die in der Steuereinheit 3a verfügbaren Informationen extern
abgefragt bzw. ausgegeben werden können. Da die zunächst ausschließlich an
der Steuereinheit 3b anliegenden internen Betriebszustandsinformationen über die
bidirektionale Busleitung 19 an die Steuereinheit 3a übertragen
werden, können somit
auch die internen Betriebszustandsinformationen, wie beispielsweise
die Heizströme,
die Lampenspannung oder die Lampenströme, über diese Schnittstelle abgefragt
und extern überwacht
werden.
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Durch
die erfindungsgemäße Aufteilung
der Steuervorrichtung 3 in eine rein softwaremäßig gesteuerte
Steuereinheit 3a und eine hardwaremäßig realisierte Steuereinheit 3b wird
gewährleistet,
daß die
beispielsweise als Mikrocontroller ausgebildete Software-Steuereinheit 3a die
langsamen Steuervorgänge
und die beispielsweise als ASIC ausgebildete Hardware-Steuereinheit 3b die
schnellen Steuervorgänge übernimmt,
so daß der
Vorteil der großen
Flexibilität
der Software-Steuereinheit 3a zu tragen kommt, ohne die
Steuergeschwindigkeit der gesamten Steuervorrichtung 3 zu
beeinträchtigen.
Andererseits besitzt die Steuervorrichtung 3 den Vorteil
der großen
Schnelligkeit der Hardware-Steuereinheit 3b, ohne daß die mangelnde
Flexibillät
der Steuereinheit 3b zu tragen kommt.