DE19707170A1 - Stufenschalter - Google Patents
StufenschalterInfo
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- H01H19/10—Movable parts; Contacts mounted thereon
- H01H19/11—Movable parts; Contacts mounted thereon with indexing means
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Description
Die Erfindung betrifft einen Schalter mit mindestens zwei
rastenden Schaltstellungen der einen Kontaktträger und ein
Überbrückungselement aufweist, wobei mit dem
Überbrückungselement ein elektrischer Kontakt zwischen
einem Paar von einander zugeordneten und auf dem
Kontaktträger angeordneten Kontaktelementen herstellbar
ist.
Derartige Schalter werden zur Einstellung von Gebläsestufen
in Kraftfahrzeugheizungen oder -klimaanlagen eingesetzt. Da
die Lüfter dieser Aggregate Leistungen von bis zu 500 Watt
haben, müssen die Schalter so ausgelegt sein, daß sie
entsprechend große Stromstärken schalten können. Bekannte
Schalter weisen daher zwei separate Baugruppen auf, wobei
die eine Baugruppe den mechanischen Rastvorgang realisiert
und die andere Baugruppe den elektrischen Schaltvorgang
bewerkstelligt. So bildet beispielsweise ein Zahnrad einen
Teil eines Rastgehemmes während Federschleifkontakte, die
auf der Stirnfläche eines auf derselben Welle angeordneten
scheibenförmigen Kontaktträgers angebracht sind, für die
Kontaktierung zwischen den Kontakten einer Leiterplatte
sorgen.
In einer anderen bekannten Ausführungsform werden
Federkontakte durch eine Nockenwelle gesteuert, wobei die
Federkontakte durch zusätzliche Schraubenfedern an die
Gegenkontakte gepreßt werden. Die Rastung wird wiederum
mittels einer separaten Baugruppe bewerkstelligt.
Nachteilig an den bekannten Schaltern ist, daß zwischen den
rastenden Schaltstellungen Zwischenstellungen möglich sind,
die versehentlich durch die Bedienperson eingestellt werden
können. Bei diesen Zwischenstellungen liegen die
Schleifkontakte nur teilweise auf den entsprechenden
Gegenkontakten, so daß es durch die Verminderung des
Leitungsquerschnittes zu einem erhöhten Widerstand kommt.
Dabei fließen entsprechend hohe Ströme, die zu einer
starken Erwärmung führen. Durch die Überhitzung kommt es in
extremen Fällen zur Funkenbildung und zum Abbrand. Zudem
verursachen die unregelmäßigen Ströme Störfelder, die sich
nachteilig auf die Elektronik auswirken.
Ein weiterer Nachteil ist, daß die Federkraft der
Federkontakte wegen der Materialbeanspruchung durch die
hohen Ströme nachläßt, so daß die oben genannten Nachteile
wegen des sich verringernden Leitungsquerschnittes
verstärkt werden. Außerdem weisen die bekannten Schalter
viele Teile auf und sind dementsprechend störanfällig.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Schalter
mit rastenden Schaltstellungen zu schaffen, der bei
einfacher Bauart hohe Stromstärken (bis etwa 40 Ampere)
zuverlässig und mit großem Bedienkomfort schaltet.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Schalter nach
dem Anspruch 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen
Schalters sind in den Unteransprüchen aufgeführt.
Wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Schalters ist,
daß die mechanische Rastung und die elektrischen
Schaltvorgänge in einer gemeinsamen Baugruppe realisiert
sind. So bildet der Kontaktträger, der als Zahnrad oder
Zahnstange ausgebildet ist und auf dessen Zahnleiste die
elektrischen Kontaktelemente aufgebracht sind, das
gesperrte Teil und das Überbrückungselement das sperrende
(Sperr)teil eines Rastgehemmes. Mit dieser einfachen
Konstruktion ist der Schalter besonders robust und
preiswert in der Herstellung. Er zeichnet sich zudem durch
seine hohe Zuverlässigkeit aus. Vorteilhaferweise wird der
erfindungsgemäße Schaltmechanismus für die Beschaltung von
Ventilatoren von Heiz- oder Klimaanlagen in Kraftfahrzeugen
eingesetzt. Der Einsatz des Rastgehemmes bietet dabei eine
große Zahl von konstruktiven Möglichkeiten. So läßt sich
ein Rastgehemme beispielsweise in einer drehbaren oder
einer linear verschieblichen Form verwirklichen und dadurch
den entsprechenden Gegebenheiten des Kraftfahrzeuges
anpassen.
Vorteilhaft an dem erfindungsgemäßen Schalter ist, daß er
insbesondere wegen der V-Form einen guten mechanischen
Kontakt mit günstiger Kontaktfläche und hohem Anpreßdruck
bewirkt, der auf zwei Seiten anliegt. Darüber hinaus ist er
präzise ohne Zwischenstellungen einstellbar. Beim Betätigen
des Schalters kommt es nur zu kurzzeitigen Verringerungen
des Leitungsquerschnittes, so daß die Gefahr der
Überhitzung durch erhöhten Stromfluß gebannt und die
Entstehung von Störfeldern ausgeschlossen ist. Weiterhin
vorteilhaft ist, daß die federnden Teile nicht stromführend
sind und somit keiner zusätzlichen Materialermüdung
unterliegen. Die Federkraft bleibt über eine lange Dauer
erhalten. Der erfindungsgemäße Schalter zeichnet sich
außerdem durch eine hohe Lebensdauer aus.
In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform weist der
Schalter zwei Überbrückungselemente auf, die in
gegenüberliegende Eingriffe des Zahnrades bzw. der
Zahnstange eingreifen und die derselben Schaltstellung
zugeordnet sind. Dadurch ist eine Stromteilung durch
Parallelschaltung zweier Stromkreise möglich, so daß der
Widerstand des Kontaktes halbiert und damit die Gefahr
einer Überhitzung durch Stromspitzen weiter gemindert ist.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Überbrückungselement
gegenüber dem feststehenden Kontaktträger bewegt wird.
Vorteilhafterweise ist das Überbrückungselement als in
seiner Grundfläche dreieckiger Zylinder (bzw. zylindrisches
Profil) ausgebildet ist, der formschlüssig in eine
Ausnehmung (Eingriff) zwischen den Zähnen eingreift. Durch
einen solchen Querschnitt wird eine große Kontaktfläche mit
einem entsprechend geringen Widerstand geschaffen, über die
eine gute Kontaktierung möglich ist. Wenn zudem das
Überbrückungselement drehbar in Bewegungsrichtung gelagert
ist, so daß es über die Köpfe der Zähne abrollt, wird die
mechanische Reibung im Schalter verringert, so daß weniger
Abrieb an den Kontaktflächen entsteht. Der verbleibende
Abrieb reicht jedoch aus, die Kontakte durch den Gebrauch
zu reinigen.
Durch den erfindungsgemäßen Schalter ist ein besonders
hoher Bedienkomfort gegeben, da der Schalter sich weich und
feinfühlig einstellen läßt.
Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Schalters werden
im folgenden anhand der Zeichnungen näher beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Drehschalter mit Zahnrad,
Fig. 2 einen Schiebeschalter mit Zahnstange und
Fig. 3 einen Drehschalter mit Innenverzahnung.
In den Figuren sind lediglich die erfindungswesentlichen
Teile des Schaltmechanismus für die jeweilige Schalterart
dargestellt. Das Gehäuse, die elektrischen Anschlüsse und
das Betätigungsorgan sind nicht gezeigt.
Fig. 1 zeigt den Schaltmechanismus für einen Drehschalter.
Dieser weist einen Kontaktträger 1 auf, der die Form eines
Zahnrades hat und aus Kunststoff gefertigt ist. Auf die
Lauffläche des Zahnrades sind Kontaktelemente 2 und 3 aus
Blech derart aufgebracht, daß in den Zahnzwischenräumen 4
jeweils ein Paar von Kontaktelementen 2 und 3 in axialer
Richtung elektrisch isoliert nebeneinander liegen. Dabei
bildet ein Kontaktelement 2 einen Pol, der auf Erdpotential
5 liegt, während an dem anderen Kontaktelement 3 eine
positive Spannung 6 anliegt.
Das Kontaktelement 2 ist als durchgängiges Metallband um
den Gesamtumfang des Zahnrades gelegt. Die Kontaktelemente
3 sind als einzelne V-förmige Bleche in die Ausnehmungen
der Zahnzwischenräume 4 eingebracht. Die V-förmigen Bleche
bedecken die Zahnflanken und den Zahnboden. An den Köpfen 7
der Zähne sind die V-förmigen Bleche beabstandet, so daß
zwei in benachbarten Zahnzwischenräumen 4 einliegende
Kontaktelemente 3 gegeneinander isoliert sind. Die
einzelnen Kontaktelemente 3 sind über nicht dargestellte
Kontaktzungen mit den entsprechenden Schaltkreisen
verbunden. Dabei bildet in einem Zahnzwischenraum 4
angeordnetes Polpaar eine Schaltstufe das Schalters.
Die Verbindung eines Polpaares geschieht durch
Überbrückungselemente 8 die eine leitende Oberfläche
aufweisen und in Zahnzwischenräumen 4 einliegen. Die
Überbrückungselemente 8 sind zylinderförmige Profile und
haben entsprechend der Form der Zahnzwischenräume 4 einen
etwa dreieckigen Querschnitt. Damit liegen sie auf einer
großen Fläche an den Kontaktelemente 2 und 3 an und
gewährleisten einen guten elektrischen Kontakt.
Die Überbrückungselemente 8 sind drehbar zwischen zwei
Blattfedern 9 gelagert. Die Blattfedern 9 beaufschlagen die
Überbrückungselemente 8 in Richtung Zahnradachse (Pfeil A),
so daß durch den Anpreßdruck ein guter elektrischer Kontakt
hergestellt wird. In diesem Ausführungsbeispiel werden die
Überbrückungselemente 8 um den feststehenden Kontaktträger
bewegt (Pfeil B) . Dabei rollen die Überbrückungselemente 8
unter Kraftbeaufschlagung durch die Federelemente 9 über
den Kopf des angrenzenden Zahnes ab und liegen nach dem
Schaltvorgang in der nächsten Ausnehmung 10 ein.
Der Drehschalter weist zwei Überbrückungselemente 8 auf,
die jeweils in gegenüberliegenden Zahnzwischenräumen des
Zahnrades einliegen. Die jeweils geschlossenen Kontakte
sind parallel geschaltet, so daß sich mit dem dargestellten
Drehschalter sechs Schaltstufen realisieren lassen.
Fig. 2 zeigt den Schaltmechanismus eines Schiebeschalters,
der zwei einander gegenüberliegende als Zahnstangen
ausgebildete Kontaktträger 11 aufweist. Auf die einander
zugerichteten Verzahnungen der Kontaktträger 11 sind
Kontaktelemente 2 und 3 aufgebracht. Wie im beschriebenen
Ausführungsbeispiel ist das Kontaktelement 2 ein auf
Erdpotential (oder Minus) liegendes durchgängiges Blech,
während die Kontaktelemente 3 von V-förmigen Einzelblechen
gebildet sind, die, elektrisch gegeneinander isoliert, die
Zahnzwischenräume auskleiden. Die Überbrückungselemente 8
sind wiederum Profile, die drehbar an Blattfedern 9
gelagert sind. Beim Schaltvorgang werden die Kontaktträger
11 gegenüber den Überbrückungselementen 8 verschoben
(Pfeil C).
In Fig. 3 ist der Schaltmechanismus eines Drehschalters
gezeigt. Der Kontaktträger 12 ist ein auf eine Platte 13
aufgebrachtes bogenförmiges Element, mit einer
Innenverzahnung. Die Kontaktelemente 2 und 3 sind auf die
Oberfläche der Innenverzahnung aufgebracht. Das
Überbrückungselement 8 ist zwischen zwei Federbeinen 14
gelagert, die an einer drehbaren Welle 15 angebracht sind.
Die Welle 15 ist mit einem (nicht dargestellten)
Betätigungsorgan verbunden. Die Schaltbewegung erfolgt
durch Drehung in Richtung des Pfeiles D.
In diesem Ausführungsbeispiel ist die Nullstellung des
Schalters, zu erkennen. In dem entsprechenden
Zahnzwischenraum 16 ist lediglich ein Kontaktelement 2
vorhanden.
Claims (17)
1. Schalter mit mindestens zwei rastenden Schaltstellungen
der einen Kontaktträger (1) und ein
Überbrückungselement (8) aufweist, wobei mit dem
Überbrückungselement (8) ein elektrischer Kontakt
zwischen einem Paar von einander zugeordneten und auf
dem Kontaktträger angeordneten Kontaktelementen (2, 3)
herstellbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß der Kontaktträger (1) und das Überbrückungselement (8) ein Rastgehemme bilden, wobei das Überbrückungselement (8) als Sperrteil die relative Bewegung der zwei Teile (1, 8) zueinander hemmt,
- - daß das Überbrückungselement (8) formschlüssig in einer Ausnehmung des Kontaktträgers (10) einliegt und
- - daß das Überbrückungselement (8) in der sperrenden Stellung in Berührung mit einem Paar von Kontaktelementen (2, 3) ist.
2. Schalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das
Überbrückungselement (8) gegenüber dem Kontaktträger
(1) verschiebbar ist.
3. Schalter nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß das
Überbrückungselement (8) senkrecht zur
Bewegungsrichtung durch ein Federelement (9)
beaufschlagt ist.
4. Schalter einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das
Überbrückungselement (8) ein Profil mit etwa
dreieckigem Querschnitt ist.
5. Schalter nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das
Überbrückungselement (8) in axialer Richtung der
Ausnehmung (10) drehbar gelagert ist.
6. Schalter nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Federelement
(9) zwei Blattfedern aufweist, zwischen denen das
Überbrückungselement (8) drehbar gehalten ist.
7. Schalter nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Rastgehemme
in beiden Richtungen einer Drehbewegung (B) wirkt
8. Schalter nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß der Kontaktträger
(1) als Zahnrad ausgebildet ist, das über eine Welle
mit einem Betätigungsorgan verbunden ist
9. Schalter nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, daß zwei
Überbrückungselemente (8) vorgesehen sind, die, jeweils
durch Federelemente (9) beaufschlagt, in diametral
gegenüberliegende Eingriffe (10) des Zahnrades
eingreifen
10. Schalter nach einem der Ansprüche 7 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß beide Pole eines
Polpaares durch einen Isolator getrennt in demselben
Eingriff eines einzigen Zahnrades angeordnet sind.
11. Schalter nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Rastgehemme
in beiden Richtungen einer Schubbewegung (C) wirkt.
12. Schalter nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, daß der Kontaktträger
(11) als Zahnstange ausgebildet ist.
13. Schalter nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet, daß zwei
Überbrückungselemente (8) vorgesehen sind, die, jeweils
durch Federelemente (9) beaufschlagt, in
gegenüberliegende Eingriffe zweier mit den Zähnen
zugewandter Zahnstangen (11) eingreifen.
14. Schalter nach einem der Ansprüche 11 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß beide Pole eines
Polpaares durch einen Isolator getrennt in demselben
Eingriff einer einzigen Zahnstange (11) angeordnet
sind.
15. Schalter nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die den beiden
Überbrückungselementen (8) zugeordneten Polpaare
elektrisch parallel geschaltet sind.
16. Schalter nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Kontaktelemente (2, 3) an den Zahnflanken und/oder den
Zahngründen des Eingriffes angeordnet ist.
17. Verwendung des Schalters nach den vorherigen Ansprüchen
für die Einstellung der Gebläsestufen eines Ventilators
einer Heizung und/oder Klimaanlage in einem
Kraftfahrzeug.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997107170 DE19707170B4 (de) | 1997-02-22 | 1997-02-22 | Stufenschalter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997107170 DE19707170B4 (de) | 1997-02-22 | 1997-02-22 | Stufenschalter |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19707170A1 true DE19707170A1 (de) | 1998-08-27 |
| DE19707170B4 DE19707170B4 (de) | 2006-12-28 |
Family
ID=7821207
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997107170 Expired - Fee Related DE19707170B4 (de) | 1997-02-22 | 1997-02-22 | Stufenschalter |
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