DE19706263C1 - Axialkolbenmaschine mit drehzahlabhängiger Anpressung der Zylindertrommel - Google Patents
Axialkolbenmaschine mit drehzahlabhängiger Anpressung der ZylindertrommelInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Axialkolbenmaschine nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Eine Axialkolbenmaschine nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist z. B. aus der
DE 195 22 168 A1 bekannt. Die dort offenbarte Axialkolbenmaschine besteht aus einer in einem
Gehäuse um eine Triebwellenachse drehbar gelagerten Triebwelle, einer mit der
Triebwelle drehfest verbundenen Zylindertrommel, in welcher Zylinder zur Aufnahme von
axial beweglichen Kolben ausgebildet sind, und einer Steuerplatte mit Steueröffnungen zur
zyklischen Verbindung der Zylinder mit einer Hoch- und einer Niederdruckleitung. Des
weiteren ist eine Anpreßeinrichtung vorgesehen, um die Zylindertrommel gegen die
Steuerplatte zu pressen und somit gegen die Steuerplatte vorzuspannen. Diese
Vorspannung der rotierenden Zylindertrommel gegenüber der stationären Steuerplatte ist
erforderlich, um einen dichtenden Abschluß zwischen der Zylindertrommel und der
Steuerplatte zu gewährleisten und um einem Abheben der Zylindertrommel von der
Steuerplatte bei hohen Drehzahlen entgegenzuwirken. Insbesondere muß ein nicht
zentrisches Auswandern der Zylindertrommel bei hohen Drehzahlen sicher verhindert
werden.
Die aus der DE 195 22 168 A1 bekannte Anpreßeinrichtung besteht im wesentlichen aus
einer in dem Hohlraum zwischen der Triebwelle und der Zylindertrommel vorgesehenen
Anpreßfeder, die sich an ihrem einen Ende an der Triebwelle und an ihrem anderen Ende
an der Zylindertrommel abstützt und somit die Zylindertrommel gegenüber einem
Anschlußblock, an welchem die Triebwelle gelagert ist und in welchem die
Steueröffnungen vorgesehen sind, vorspannt. Durch die Anpreßfeder wird jedoch eine von
der Drehzahl unabhängige, konstante Anpreßkraft auf die Zylindertrommel ausgeübt. Dies
ist insofern nachteilig, als die erforderliche Anpreßkraft durch die von den Kolben
ausgeübten Massenträgheitskräfte vorgegeben ist, die mit dem Quadrat der
Betriebsdrehzahl der Zylindertrommel ansteigen. Die von der Anpreßfeder ausgeübte
Anpreßkraft muß daher auf die Maximaldrehzahl der Zylindertrommel ausgelegt werden
und entsprechend groß bemessen sein. Dies hat jedoch notwendigerweise zur Folge, daß
die von der Anpreßfeder ausgeübte Anpreßkraft auch bei kleinen Drehzahlen in gleicher
Weise wirksam ist. Dies führt zu mechanischen Reibungsverlusten und zu einem erhöhten
Verschleiß der aus der Zylindertrommel und der Steuerplatte bestehenden Gleitpartner. Bei
einer Steigerung der maximalen Betriebsdrehzahl muß gleichzeitig auch die von der
Anpreßfeder ausgeübte Federvorspannung erhöht werden, was nur in gewissen Grenzen
möglich ist.
In der EP 0 162 238 B1 wird daher vorgeschlagen, an der Zylindertrommel umfänglich
verteilte Hydraulik-Hilfszylinder anzuordnen, deren Arbeitsräume mit den
Zylinderbohrungen der Hauptzylinder verbunden sind. Mittels des Hilfszylinders wird eine
arbeitsdruck- und damit drehzahlabhängige Anpressung der Zylindertrommel erzielt.
Nachteilig bei dieser Lösung ist jedoch der relativ hohe Aufwand zur Ausbildung der
zusätzlichen Hydraulikzylinder, was zu relativ hohen Fertigungskosten führt. Ferner wird
der benötigte Bauraum für die Axialkolbenmaschine vergrößert.
In der DE 195 22 168 A1 wird noch vorgeschlagen, eine sich mit zunehmender Drehzahl
erhöhende Zusatzanpressung dadurch zu erzielen, daß der Leckraum des Gehäuses
gedrosselt mit der Leckölabflußleitung verbunden wird. Der sich dadurch in dem
Leckölraum des Axialkolbenmaschinengehäuses einstellende Staudruck bewirkt eine
zusätzliche geringfügige axiale Kraftkomponente, mit welcher die Zylindertrommel in
Richtung auf den Anschlußblock gedrückt wird. Diese zusätzliche Kraftkomponente ist
jedoch vergleichsweise gering, da die Gehäusewandung einer konventionellen
Axialkolbenmaschine nur einem relativ geringen Innendruck standhält. Ferner ergibt sich
das Problem, daß bei einem hohen Füllstand des Lecköls Planschverluste oder
Verwirbelungsverluste auftreten, wenn das Triebwerk in das Lecköl eintaucht.
Ergänzend wird noch auf die DE-OS 24 46 535 hingewiesen, aus welcher es bekannt ist,
mittels einer Fliehkrafteinrichtung auf die Niederhaltevorrichtung zum Andrücken der
Gleitschuhe auf die Schrägscheibe einzuwirken. Dazu sind Fliehgewichte am Umfang der
Zylindertrommel angeordnet, die über ein Gestänge und einen Andruckteller auf die
Rückzugkugel der Niederhaltevorrichtung einwirken. Diese Fliehkraftvorrichtung dient
jedoch lediglich zum Andrücken der Gleitschuhe an die Schrägscheibe der
Axialkolbenmaschine, wozu vergleichsweise wesentlich geringere Kräfte notwendig sind
als zum Anpressen der Zylindertrommel an die Steuerplatte. Ferner hat die
Fliehkraftvorrichtung einen relativ geringen Wirkungsgrad, da das die Zylindertrommel
durchdringende Gestänge in radialer Richtung geneigt ist und daher nur eine relativ kleine
axiale Kraftkomponente auf die Niederhaltevorrichtung übertragen wird. Durch die
zusätzlichen Konstruktionselemente des Gestänges und des Andrucktellers ist die
Konstruktion relativ aufwendig und kostenintensiv. Die Anordnung der Fliehgewichte im
Außendurchmesser führt ferner zu einer unerwünschten Vergrößerung des Bauraums der
Axialkolbenmaschine. Ferner wird das Montagespiel in den Fliehgewichten von den
umgebenden Hilfs- bzw. Druckelementen nicht ausgeglichen. Daher ist bei relativ
geringen Drehzahlen und bei Beschleunigungsvorgängen aus dem Stillstand die Anlage der
Fliehgewichte an den Stützelementen bzw. Druckelementen und somit eine Einwirkung der
Fliehgewichte auf die Vorrichtung nicht sicher gewährleistet. Die Folge ist eine
unzureichende Anpressung der Gleitschuhe im niedrigen Drehzahlbereich.
Aus der DE-PS 12 26 418 ist es bekannt, zum Andrücken der Gleitschuhe an die
Schrägscheibe eine mit einem Hebelarm versehene Fliehkraftvorrichtung vorzusehen, die
ebenfalls Fliehgewichte am Außendurchmesser der Zylindertrommel aufweist. Die
Krafteinleitung ist auch bei dieser Vorrichtung sehr aufwendig. Für das drehzahlabhängige
Anpressen der Zylindertrommel an die Steuerplatte ergeben sich vollkommen andere
Kräftebereiche als sie bei Niederhaltevorrichtungen gegeben sind, die dem Andrücken der
Gleitschuhe auf die Schrägscheibe dienen. Die aus den vorstehenden Druckschriften
bekannten Fliehkraftvorrichtungen sind daher zur Lösung des der Erfindung zugrunde
liegenden Problems in keinster Weise geeignet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Axialkolbenmaschine mit einer
Anpreßeinrichtung zum Anpressen der Zylindertrommel an die Steuerplatte anzugeben, bei
welcher eine unnötig hohe Anpressung im niedrigen Drehzahlbereich vermieden ist und
die konstruktiv einfach ausgestaltet ist.
Die Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 in Verbindung
mit den gattungsbildenden Merkmalen gelöst.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß eine Anpreßeinrichtung mit einer
drehzahlabhängigen Anpreßkraft zum Anpressen der Zylindertrommel gegen die
Steuerplatte in einfacher Weise durch Verwendung von Fliehkörpern realisiert werden
kann, die über eine Kraftumlenkeinrichtung die Fliehkraft in eine an der Zylindertrommel
angreifende Anpreßkraft mit einer in Richtung auf die Steuerplatte gerichteten und
bezüglich der Triebwellenachse axialen Kraftkomponente umsetzen. Dadurch wird eine
unnötig hohe Anpreßkraft im niedrigen Drehzahlbereich vermieden und die
Reibungsverluste minimiert. Ferner ergibt sich ein geringer Verschleiß an den Dicht- und
Gleitstellen. Im Gegensatz zum Anpressen mittels einer konstanten Federkraft ergibt sich
keine durch die Anpreßeinrichtung bedingte Begrenzung der Maximaldrehzahl, da die
Anpreßkraft mit ansteigender Drehzahl fortwährend steigt.
Die Ansprüche 2 bis 14 beinhalten vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung.
Entsprechend Anspruch 2 kann sich die Kraftumlenkeinrichtung an der Triebwelle
abstützen und ggfs. zusammen mit den Fliehkörpern in einem Hohlraum zwischen der
Zylindertrommel und der Triebwelle angeordnet sein, was zu einer besonders kompakten
Bauform führt. Entsprechend Anspruch 3 ist es jedoch auch denkbar, daß sich die
Kraftumlenkeinrichtung an dem Gehäuse der Axialkolbenmaschine abstützt.
Entsprechend Anspruch 4 kann an dem Fliehkörper oder einem mit dem Fliehkörper
verbundenen Stemmelement eine Schrägfläche vorgesehen sein, deren Flächennormale
gegenüber der Triebwellenachse mit einem vorgegebenen Neigungswinkel geneigt ist. In
entsprechender Weise kann nach Anspruch 5 die Schrägfläche auch an einem mit dem
Fliehkörper bzw. dem Stemmelement in Wirkverbindung stehenden Gegenstück
vorgesehen sein. Durch die aufgrund des Neigungswinkels der Schrägfläche auftretende
Keilwirkung wird die in radiale Richtung gerichtete Fliehkraft in eine axiale
Kraftkomponente umgesetzt. Entsprechend Anspruch 6 liegt der Neigungswinkel, den die
Flächennormale der Schrägfläche mit der Triebwellenachse bildet, vorzugsweise im
Bereich zwischen 5° und 25°. Ein bevorzugter Wert ist 15°.
Entsprechend Anspruch 7 kann das Stemmelement in dem Hohlraum zwischen der
Zylindertrommel und der Triebwelle integriert sein und über ein radiales
Verbindungselement mit dem Fliehkörper verbunden sein. Der Fliehkörper kann dabei am
Außenumfang der Zylindertrommel angeordnet sein, so daß auf den Fliehkörper aufgrund
der großen radialen Beabstandung von der Triebwellenachse eine besonders große
Fliehkraft einwirkt. Der Fliehkörper kann dabei auch innerhalb der Zylindertrommel
integriert sein und insbesondere mit der Zylindertrommel radial bündig abschließen.
Das Gegenstück, mit welchem der Fliehkörper oder das mit dem Fliehkörper verbundene
Stemmelement zusammenwirkt, kann aus zwei Stützringen bestehen, wobei sich ein erster
Stützring entsprechend Anspruch 8 an der Triebwelle und ein zweiter Stützring an der
Zylindertrommel abstützt. In besonders vorteilhafter Weise kann entsprechend Anspruch 9
zumindest einer der Stützringe mittels eines Federelements, z. B. einer Tellerfeder, gegen
den Fliehkörper bzw. das Stemmelement vorgespannt sein. Dadurch ergibt sich eine
spielfreie Anlage des Fliehkörpers bzw. des Stemmelements an den als Gegenstück
wirkenden Stützringen, so daß die erfindungsgemäße fliehkraftabhängige Anpreßkraft auch
schon im niedrigen Drehzahlbereich und bei Beschleunigungen aus dem Stillstand heraus
wirksam ist.
Entsprechend Anspruch 10 kann der Fliehkörper einseitig an der Zylindertrommel gelagert
sein und ein Vorsprung des Fliehkörpers an einem Absatz der Triebwelle so angreifen, daß
durch die einsetzende Hebelwirkung die axiale Kraftkomponente der Anpreßkraft auf die
Zylindertrommel ausgeübt wird. In umgekehrter Weise ist es auch denkbar, den
Fliehkörper statt an der Zylindertrommel entsprechend Anspruch 11 an der Triebwelle zu
lagern.
Die erfindungsgemaße Fliehkraftvorrichtung kann auch gleichzeitig zu einer
drehzahlabhängigen Erhöhung der Anpreßkraft der Niederhaltevorrichtung zum Andrücken
der Gleitschuhe an die Schrägscheibe entsprechend Anspruch 12 eingesetzt werden.
Dadurch wird sichergestellt, daß auch bei hohen Drehzahlen ein Abheben der Gleitschuhe
von der Gleitfläche der Schrägscheibe sicher vermieden wird. Entsprechend den
Ansprüchen 13 und 14 kann die Anpreßkraft für die Niederhaltevorrichtung insbesondere
durch ein zwischen der Rückzugkugel der Niederhaltevorrichtung und der
Kraftumlenkeinrichtung, insbesondere einem der Stützringe, angeordnetes
Verbindungsglied, insbesondere einen axial ausgerichteten Verbindungsstift, vermittelt
werden.
Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher beschrieben. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 einen axialen Schnitt durch ein erstes Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Axialkolbenmaschine,
Fig. 2 einen Schnitt entlang der Linie A-A in Fig. 1,
Fig. 3 einen axialen Schnitt durch ein zweites Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Axialkolbenmaschine,
Fig. 4 einen axialen Schnitt durch ein drittes Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Axialkolbenmaschine,
Fig. 5 einen Schnitt durch ein viertes Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Axialkolbenmaschine,
Fig. 6 ein Diagramm zur Erläuterung der von den Kolben ausgeübten
Massenträgheitskraft und der Anpreßkraft bei Verwendung einer
konventionellen Federanpressung und
Fig. 7 ein Diagramm zur Erläuterung der Anpreßkraft bei einer erfindungsgemäß
weitergebildeten Axialkolbenmaschine.
Fig. 1 zeigt einen axialen Schnitt durch ein erstes Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäß weitergebildeten Axialkolbenmaschine. Die nur auszugsweise dargestellte
Axialkolbenmaschine weist eine Triebwelle 3 auf, mit welcher eine Zylindertrommel 2
beispielsweise mittels einer Keil-Nutverbindung 4 in drehfester, jedoch axial
verschieblicher Verbindung steht. Die Zylindertrommel 2 weist auf einem gemeinsamen
Umfangskreis gleichmäßig radial verteilte Zylinderbohrungen 5 auf, in welchen Kolben 6
axial verschiebbar geführt sind. Die Kolben 6 weisen jeweils einen Kugelkopf 7 auf, der in
einer sphärischen Ausnehmung 8 des zugehörigen Gleitschuhs 9 schwenkbar gelagert ist.
Über die Gleitschuhe 9 stützen sich die Kolben 6 gegen eine nicht rotierende
Schrägscheibe 10 ab, wobei der Schwenkwinkel β, den die Flächennormale der Gleitfläche
11 der Schrägscheibe 10 mit der Triebwellenachse 12 bildet, den Kolbenhub festlegt. Die
Kolben weisen eine Axiallängsbohrung 13 auf, die über eine in den Gleitschuhen 9
ausgebildete Bohrung 14 zur hydrostatischen Entlastung der Gleitschuhe mit einer
Drucktasche 15 an der Gleitschuhsohle verbunden ist. Die Gleitschuhe sind in einer
ringförmigen Rückzugplatte 16 geführt, die jeweils an einer schulterartigen Anlagefläche
17 der Gleitschuhe 15 anliegt. In eine zentrische Bohrung 18 der Rückzugplatte 16 ist eine
teilkugelförmige Rückzugkugel 19 eingesetzt, die an einer sphärischen Außenfläche 20 bei
jedem Schwenkwinkel β der Schrägscheibe 10 mit der Rückzugplatte 16 in Verbindung
steht.
Die aus der Rückzugplatte 16 und der Rückzugkugel 19 bestehende Niederhaltevorrichtung
16, 19 wird über eine oder mehrere in eine Ausnehmung 21 der Rückzugkugel eingesetzte
Federn 22 in axialer Richtung gegen die Schrägscheibe 10 beaufschlagt, so daß die
Gleitschuhe 9 fortwährend auf der Gleitfläche 11 der Schrägscheibe 10 in Anlage gehalten
werden und die Gleitschuhe 9 insbesondere bei einem Saughub nicht von der Gleitfläche
11 abheben.
Die Zylinderbohrungen 9 stehen über Verbindungskanäle mit nierenförmigen
Steueröffnungen 24 und 25 in Verbindung, die in der Steuerplatte 26 ausgebildet sind, um
die Zylinderbohrungen 5 bei jeder Umdrehung der Zylindertrommel 2 zyklisch mit einer
nicht mehr dargestellten Hoch- und Niederdruckleitung zu verbinden.
Die erfindungsgemäße Weiterbildung betrifft eine Verbesserung der Anpressung der
Zylindertrommel 2 an die Steuerplatte 26. Erfindungsgemäß sind ein oder mehrere, im
Ausführungsbeispiel sechs, radial verteilte Fliehkörper 30a bis 30f vorgesehen. Die
Fliehkörper 30a bis 30f befinden sich in dem in Fig. 1 dargestellten, ersten
Ausführungsbeispiel innerhalb eines zwischen der Zylindertrommel 2 und der Triebwelle 3
ausgebildeten, ringförmigen Hohlraums 31. Die Fliehkörper 30a bis 30f sind zwischen
zwei als Gegenstücke wirkenden Stützringen 32 und 33 eingeklemmt. Der erste Stützring
32 stützt sich über einen Anlagering 28 an einem Absatz 34 der Triebwelle 3 ab. Der
zweite Stützring 33 stützt sich über einen weiteren Anlagering 34 an der Zylindertrommel
2 ab. Vorzugsweise ist zumindest einer der Stützringe, im in Fig. 1 dargestellten
Ausführungsbeispiel der Stützring 32, mittels eines Federelementes 35, z. B. einer
Tellerfeder, axial federnd abgestützt, so daß ein Montagespiel zwischen den Fliehkörpern
30a bis 30f und den Stützringen 32 und 33 ausgeglichen ist und die Fliehkörper 30a bis
30f auch bei niedrigen Drehzahlen bzw. im Stillstand an den Stützringen 32 und 33
anliegen.
Fig. 2 zeigt zur besseren Verdeutlichung der Anordnung der Fliehkörper 30a bis 30f einen
auszugsweisen Schnitt entlang der Linie A-A in Fig. 1. Die Fliehkörper 30a bis 30f bilden
in dem in den Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel jeweils ein Ringsegment. Im
Ruhezustand können die Fliehkörper 30a bis 30f an dem Außenumfang 36 der Triebwelle
3 anliegen. Die Endflächen der Fliehkörper 30a bis 30f sind jeweils als sich radial nach
außen konisch verengende Schrägflächen 38 und 39 ausgebildet, die an entsprechenden an
den Stützringen 32 und 33 ausgebildeten, ebenfalls sich radial nach außen konisch
verengenden zweiten Schrägflächen 38 und 39 bündig anliegen.
Mit zunehmender Drehzahl der Triebwelle 3 und der Zylindertrommel 2 wirkt auf jeden
der Fliehkörper 30a bis 30f eine Fliehkraft FF ein, die den Fliehkörper 30a bis 30f radial
nach außen drängt. Die Fliehkraft FF ist dabei dem Quadrat der Drehzahl n der
Triebwelle 3 bzw. der Zylindertrommel 2 proportional. An den geneigten Schrägflächen
38, 39 bzw. 36, 37 wird dabei eine Normalkraft FN in die Stützringe 32 und 33
eingeleitet, die senkrecht zur Flächennormalen der Schrägflächen 36, 37 bzw. 38, 39
steht. In Abhängigkeit von dem Neigungswinkel α, den die Flächennormale n der
Schrägflächen 36, 37 bzw. 38, 39 mit der Triebwellenachse 12 bildet, teilt sich die
Normalkraft FN in eine radiale Komponente FR und eine axiale Komponente FA auf. Bei
symmetrischer Ausbildung der Fliehkörper 30a bis 30f bilden die radialen
Kraftkomponenten FR lediglich innere Kräfte in den Stützringen 32 und 33. Die axiale
Komponente FA führt zu der gewünschten Anpressung der Zylindertrommel 2 an der
Steuerplatte 26.
Der Neigungswinkel α, den die Flächennormale der Schrägflächen 36, 37 bzw. 38, 39 mit
der Triebwellenachse 12 bildet, liegt vorzugsweise zwischen 5° und 25°. Ein besonders
bevorzugter Neigungswinkel α ist 15°.
Das in Fig. 1 dargestellte Ausführungsbeispiel hat den Vorteil einer besonders kompakten
Bauweise, da der zwischen der Zylindertrommel 2 und der Triebwelle 3 vorhandene
Hohlraum 31 zur Aufnahme der erfindungsgemäßen Fliehkraftvorrichtung Verwendung
findet.
Die Schrägflächen 38, 39 der Fliehkörper 30a bis 30f wirken mit den Schrägflächen 36,
37 der Stützringe 32 und 33 zu einer Kraftumlenkeinrichtung zusammen, die die auf die
Fliehkörper 30a bis 30d einwirkende Fliehkraft FF in eine an der Zylindertrommel 2
angreifende Anpreßkraft mit einer in Richtung auf die Steuerplatte 26 gerichteten und
bezüglich der Triebwellenachse 12 axialen Komponente FA umsetzt.
Fig. 3 zeigt einen axialen Schnitt einer Axialkolbenmaschine mit einem zweiten
Ausführungsbeispiel der erfindungsgemaßen Weiterbildung. Bereits beschriebene Elemente
sind mit übereinstimmenden Bezugszeichen bezeichnet.
Bei dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Fliehkörper 30a bis 30d
ebenfalls in dem zwischen der Zylindertrommel 2 und der Triebwelle 3 ausgebildeten
Hohlraum 31 angeordnet und als Segmente ausgebildet, die sich zu einem Ring ergänzen.
Die Fliehkörper 30a bis 30f sind jeweils in einer im Ausführungsbeispiel als Kugellager
ausgebildeten Fliehkörperlagerung 40a bis 40f an einem Ende einseitig in einem Stützring 33
gelagert. Der Stützring 33 stützt sich über einen Anlagering 34 an der Zylindertrommel
2 ab bzw. ist an dieser befestigt. Jeder Fliehkörper 30a bis 30f weist einen Vorsprung 41a
bis 41f auf, der an einer Stufe oder einem Absatz 42 der Triebwelle 3 angreift. Wenn die
Triebwelle 3 und die Zylindertrommel 2 in Rotation versetzt werden, spreizen die
Fliehkörper 30a bis 30f radial nach außen auf, indem die Fliehkörper 30a bis 30f in den
zugehörigen Fliehkörperlagerungen 40a bis 40f um kleine Schwenkwinkel geringfügig
ausschwenken. Die Fliehkörper 30a bis 30f stoßen sich dabei mit ihren Vorsprüngen 41a
bis 41f an dem Absatz 42 der Triebwelle 3 ab, so daß aufgrund der einsetzenden
Hebelwirkung die Fliehkörperlagerung 40a bis 40f mit einer in axialer Richtung wirkenden
Kraftkomponente beaufschlagt wird, die über den Stützring 33 und den Anlagering 34 auf
die Zylindertrommel 2 übertragen wird. Auf diese Weise wird die gewünschte
drehzahlabhängige, axiale Anpreßkraft bewirkt. Als Kraftumlenkeinrichtung dient dabei
die Fliehkörperlagerung 40a bis 40f bzw. der an dem Absatz 42 der Triebwelle 3
angreifende Vorsprung 41a bis 41f.
Auch bei dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel ergibt sich der besondere Vorteil
einer äußerst kompakten Bauweise.
Fig. 4 zeigt einen Schnitt durch eine Axialkolbenmaschine 1 mit einem dritten
Ausführungsbeispiel und einem vierten Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Weiterbildung. Bereits beschriebene Elemente sind mit übereinstimmenden Bezugszeichen
versehen, so daß sich eine wiederholende Beschreibung erübrigt.
Entsprechend einem in der oberen Hälfte der Fig. 4 dargestellten dritten
Ausführungsbeispiel der Erfindung stützt sich zumindest ein Fliehkörper 30a,
vorzugsweise jedoch mehrere radial verteilte Fliehkörper 30a bis 30f, an dem Gehäuse 50
der Axialkolbenmaschine 1 ab. Jeder Fliehkörper 30a weist dabei erste sich radial konisch
nach außen verjüngende Schrägflächen 38 und 39 auf. Das Gehäuse 50 weist eine an die
Schrägfläche 38 des Fliehkörpers 30a angepaßte Schrägfläche 51 auf, während an der
Zylindertrommel 2 eine an die Schrägfläche 39 des Fliehkörpers 30a angepaßte weitere
Schrägfläche 52 ausgebildet ist. Die Schrägflächen 38, 39 und 51, 52 sind entsprechend
dem bereits anhand von Fig. 1 beschriebenen Ausführungsbeispiel gegenüber der
Triebwellenachse 12 geneigt, so daß aufgrund der bereits beschriebenen Keilwirkung die
auf den Fliehkörper 30a einwirkende Fliehkraft in eine Anpreßkraft mit einer axialen
Kraftkomponente umgesetzt wird, die die Zylindertrommel 2 gegen die Steuerplatte 26
preßt. Die Anpreßkraft nimmt auch bei diesem Ausführungsbeispiel mit dem Quadrat der
Drehzahl der Zylindertrommel 2 zu.
Das in der unteren Hälfte der Fig. 4 dargestellte vierte Ausführungsbeispiel der Erfindung
unterscheidet sich von dem bereits anhand von Fig. 1 beschriebenen Ausführungsbeispiel
dadurch, daß nicht unmittelbar die Fliehkörper 30a bis 30f zwischen den Stützringen 32
und 33 eingespannt sind, sondern daß von den Fliehkörpern 30a bis 30f separierte
Stemmkörper 60a bis 60f zwischen den Stützringen 32 und 33 vorgesehen sind. In Fig. 4
ist lediglich der Fliehkörper 30d und der Stemmkörper 60d dargestellt. Der erste Stützring
32 stützt sich wie bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel an dem Absatz 34
der Triebwelle 3 ab, während sich der zweite Stützring 33 über den Anlagering 34 an der
Zylindertrommel 2 abstützt. In ähnlicher Weise wie die Fliehkörper 30a bis 30f in Fig. 1
weisen die Stemmelemente 60a bis 60f in Fig. 4 endseitig erste Schrägflächen 38, 39 auf,
die mit an den Stützringen 32 und 33 vorgesehenen zweiten Schrägflächen 36, 37 in der
bereits beschriebenen Weise zusammenwirken. Dabei sind die Flächennormalen der
Schrägflächen 36, 37 und 38, 39 entsprechend einem vorgegebenen Neigungswinkel
gegenüber der Triebwellenachse 12 geneigt. Der Neigungswinkel liegt auch bei diesem
Ausführungsbeispiel vorzugsweise zwischen 5° und 25° und beträgt in besonders
vorteilhafter Weise 15°.
Die Fliehkörper 30a bis 30f sind an dem Außenumfang 61 der Zylindertrommel 2
angeordnet. Dies hat gegenüber dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel den
Vorteil einer größeren Radialbeabstandung der Fliehkörper 30a bis 30f gegenüber der
Triebwellenachse 12, so daß die auf die Fliehkörper 30a bis 30f ausgeübte Fliehkraft FF
entsprechend größer ist. Die Fliehkörper 30a bis 30f sind mit den Stemmelementen 60a bis
60f über radiale Verbindungselemente 62a bis 62f verbunden, wobei in Fig. 4 lediglich
das Verbindungselement 62d dargestellt ist. Die Verbindungselemente 62a bis 62f können
z. B. stiftartige Bolzenelemente sein, die sich in Radialbohrungen 63a bis 63f der
Zylindertrommel 2 erstrecken, welche zwischen den Zylinderbohrungen 5 hindurchgeführt
sind. Die Fliehkörper 30a bis 30f können auch in der Zylindertrommel 2 integriert bzw. in
diese versenkt sein. Besonders vorteilhaft schließen die Fliehkörper 30a bis 30f mit dem
Außendurchmesser 61 der Zylindertrommel 2 radial bündig ab, so daß der benötigte
Bauraum durch die erfindungsgemäße Maßnahme nicht vergrößert wird.
Fig. 5 zeigt einen axialen Schnitt durch eine Axialkolbenmaschine 1 mit einem fünften
Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Weiterbildung. Das Ausführungsbeispiel
entspricht weitgehend dem bereits anhand von Fig. 1 beschriebenen Ausführungsbeispiel.
Bereits beschriebene Elemente sind mit übereinstimmenden Bezugszeichen versehen, so
daß sich eine diesbezügliche wiederholende Beschreibung erübrigt.
Das in Fig. 5 dargestellte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem in Fig. 1
dargestellten Ausführungsbeispiel dadurch, daß der erste Stützring 32 sich über den ersten
Anlagering 28 nicht an einem Absatz 34 der Triebwelle 3 abstützt, sondern über ein
Verbindungsglied an der aus der Rückzugplatte 16 und der Rückzugkugel 19 bestehenden
Niederhaltevorrichtung 16, 19. Im in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel besteht das
Verbindungsglied aus zumindest einem, vorzugsweise mehreren, radial verteilten
Verbindungsstiften 70, die zwischen dem Stützring 32 bzw. dem Anlagering 28 und der
Rückzugkugel 19 angeordnet sind.
Durch die in Fig. 5 dargestellte Weiterbildung läßt sich erreichen, daß auch die
Andrückkraft, mit welcher die Gleitschuhe 9 gegen die Gleitfläche 11 der Schrägscheibe
10 gedrückt werden, mit zunehmender Drehzahl der Triebwelle 3 bzw. der
Zylindertrommel 2 ansteigt. Dadurch wird ein sicheres Anliegen der Gleitschuhe 9 an der
Gleitfläche 11 der Schrägscheibe 10 auch bei hoher Drehzahl der Zylindertrommel 2
sichergestellt und ein Abheben der Gleitschuhe 9 von der Gleitfläche 11 sicher vermieden.
In den Fig. 6 und 7 ist sowohl die von den Kolben 6 ausgeübte Massenkraft FM als auch
die auf die Zylindertrommel 2 gegen die Steuerplatte 26 ausgeübte Anpreßkraft FA bzw.
FFe als Funktion der Drehzahl in der Zylindertrommel 2 dargestellt. Dabei zeigt Fig. 6
eine konventionelle Ausbildung der Anpreßeinrichtung mit einer Anpreßfeder. Die von der
Anpreßfeder ausgeübte Anpreßkraft bzw. Triebwerksvorspannung FFe ist konstant und
unabhängig von der Drehzahl n. Die von den Kolben 6 auf die Zylindertrommel 2
ausgeübte Massenkraft FM wächst jedoch mit dem Quadrat der Drehzahl n an. Spätestens
wenn die von den Kolben ausgeübte Massenkraft FM die von der Anpreßeinrichtung
ausgeübte konstante Federkraft FFe überschreitet, ist die maximale Drehzahl nmax erreicht.
Fig. 7 zeigt vergleichsweise die drehzahlabhängige Triebwerksvorspannung FA der
erfindungsgemäßen Anpreßeinrichtung, die der axialen Komponente FA der Anpreßkraft
entspricht. Da die Fliehkraft FF ebenfalls proportional zum Quadrat der Drehzahl n der
Zylindertrommel 2 ist, läßt sich bei entsprechender Auslegung der erfindungsgemäßen
Anpreßeinrichtung erreichen, daß die von der erfindungsgemäßen Anpreßeinrichtung
ausgeübte Anpreßkraft FA stets größer ist als die von den Kolben 6 ausgeübte Massenkraft
FM. Eine durch die Anpreßeinrichtung systembedingte Begrenzung der maximalen
Drehzahl nmax besteht daher nicht.
Claims (14)
1. Axialkolbenmaschine (1) mit
einem Gehäuse (50),
einer in dem Gehäuse (50) um eine Triebwellenachse (12) drehbar gelagerten Triebwelle (3),
einer mit der Triebwelle (3) drehfest verbundenen Zylindertrommel (2), in welcher Zylinder (5) zur Aufnahme von axial bewegbaren Kolben (6) ausgebildet sind,
einer Steuerplatte (26) mit Steueröffnungen (24, 25) zur zyklischen Verbindung der Zylinder (5) mit einer Hoch- und einer Niederdruckleitung, und
einer Anpreßeinrichtung, um die Zylindertrommel (2) gegen die Steuerplatte (26) vorzuspannen,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anpreßeinrichtung zumindest einen Fliehkörper (30a-30f) umfaßt, der mit zunehmender Drehzahl (n) der Zylindertrommel (2) mit einer zunehmenden Fliehkraft (FF) beaufschlagt ist, und
daß zumindest eine Kraftumlenkeinrichtung (36-39; 40a-40f, 41a-41f) vorgesehen ist, um die auf den Fliehkörper (30a-30f) einwirkende Fliehkraft (FF) in eine an der Zylindertrommel (2) angreifende Anpreßkraft mit einer in Richtung auf die Steuerplatte (26) gerichteten und bezüglich der Triebwellenachse (12) axialen Komponente (FA) umzusetzen.
einem Gehäuse (50),
einer in dem Gehäuse (50) um eine Triebwellenachse (12) drehbar gelagerten Triebwelle (3),
einer mit der Triebwelle (3) drehfest verbundenen Zylindertrommel (2), in welcher Zylinder (5) zur Aufnahme von axial bewegbaren Kolben (6) ausgebildet sind,
einer Steuerplatte (26) mit Steueröffnungen (24, 25) zur zyklischen Verbindung der Zylinder (5) mit einer Hoch- und einer Niederdruckleitung, und
einer Anpreßeinrichtung, um die Zylindertrommel (2) gegen die Steuerplatte (26) vorzuspannen,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anpreßeinrichtung zumindest einen Fliehkörper (30a-30f) umfaßt, der mit zunehmender Drehzahl (n) der Zylindertrommel (2) mit einer zunehmenden Fliehkraft (FF) beaufschlagt ist, und
daß zumindest eine Kraftumlenkeinrichtung (36-39; 40a-40f, 41a-41f) vorgesehen ist, um die auf den Fliehkörper (30a-30f) einwirkende Fliehkraft (FF) in eine an der Zylindertrommel (2) angreifende Anpreßkraft mit einer in Richtung auf die Steuerplatte (26) gerichteten und bezüglich der Triebwellenachse (12) axialen Komponente (FA) umzusetzen.
2. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich die Kraftumlenkeinrichtungen (36-39) an der Triebwelle (3) und der
Zylindertrommel (2) abstützen und in einem Hohlraum (31) zwischen der Zylindertrommel
(2) und der Triebwelle (3) angeordnet sind.
3. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich die Kraftumlenkeinrichtungen (37, 38, 51, 52) am Gehäuse (50) und der
Zylindertrommel (2) abstützen.
4. Axialkolbenmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß jede Kraftumlenkeinrichtung (37-39) zumindest eine Schrägfläche (38, 39) aufweist,
die an dem Fliehkörper (30a-30f) oder einem mit dem Fliehkörper (30a-30f)
verbundenen Stemmelement (60a-60f) vorgesehen ist und deren Flächennormale
gegenüber der Triebwellenachse (12) mit einem vorgegebenen Neigungswinkel (α) geneigt
ist.
5. Axialkolbenmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß jede Kraftumlenkeinrichtung (37-39) zumindest eine Schrägfläche (36, 37) aufweist,
die an einem mit dem Fliehkörper (30a-30f) oder dem Stemmelement (60a-60f) in
Wirkverbindung stehenden Gegenstück (32, 33) vorgesehen ist und deren Flächennormale
gegenüber der Triebwellenachse (12) mit einem vorgegebenen Neigungswinkel (α) geneigt
ist.
6. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Neigungswinkel (α), den die Flächennormale (n) der Schrägfläche(n) mit der
Triebwellenachse (12) bildet, im Bereich zwischen 5° und 25° liegt und vorzugsweise 15°
beträgt.
7. Axialkolbenmaschine nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß das bzw. jedes Stemmelement (60a-60f) in einem Hohlraum (31) zwischen der
Zylindertrommel (2) und der Triebwelle (3) angeordnet ist und über ein radiales
Verbindungselement (62a-62f) mit zumindest einem zugeordneten Fliehkörper (30a-30f)
verbunden ist.
8. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Gegenstück (32, 33) durch einen sich an der Triebwelle (3) abstützenden ersten
Stützring (32) und einen sich an der Zylindertrommel (2) abstützenden zweiten Stützring
(33) gebildet ist.
9. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest einer (32) der Stützringe (32, 33) mittels eines Federelementes (35) gegen
den Fliehkörper (30a-30f) bzw. gegen das Stemmelement (60a-60f) vorgespannt ist.
10. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest einer der Fliehkörper (30a-30f) einseitig an der Zylindertrommel (2) in
einer Fliehkörperlagerung (40a-40f) gelagert ist und ein Vorsprung (41a-41f) des
Fliehkörpers (30a-30f) an einem Absatz (42) der Triebwelle (3) so angreift, daß bei
einem Ausschwenken des Fliehkörpers (30a-30f) infolge der auf diesen einwirkenden
Fliehkraft (FF) auf die als Kraftumlenkeinrichtung wirkende Fliehkörperlagerung (40a-40f)
die axiale Komponente (FA) der Anpreßkraft ausgeübt wird.
11. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest einer der Fliehkörper (30a-30f) einseitig an der Triebwelle (3) in einer
Fliehkörperlagerung gelagert ist und ein Vorsprung des Fliehkörpers an einem Absatz der
Zylindertrommel so angreift, daß bei einem Ausschwenken des Fliehkörpers (30a-30f)
infolge der auf diesen einwirkenden Fliehkraft (FF) auf den als Kraftumlenkeinrichtung
wirkenden Absatz der Zylindertrommel (2) die axiale Komponente (FA) der Anpreßkraft
ausgeübt wird.
12. Axialkolbenmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich die Kolben (6) über Gleitschuhe (9) an einer Schrägscheibe (10) abstützen,
daß eine Niederhaltevorrichtung (16, 19) vorgesehen ist, um die Gleitschuhe (9) in Anlage
an der Schrägscheibe (11) zu halten, und daß die axiale Komponente (FA) der Anpreßkraft
zusätzlich auf die Niederhaltevorrichtung (16, 19) einwirkt.
13. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Niederhaltevorrichtung (16,19) eine an den Gleitschuhen (9) anliegende Rückzugplatte (16) und eine in jeder Schwenkstellung der Schrägscheibe (10) an der Rückzugplatte (16) anliegende Rückzugkugel (19) aufweist, und
daß die axiale Komponente (FA) der Anpreßkraft über ein zwischen der Kraftumlenkeinrichtung (36-39; 40a bis 40f, 41a-41f) und der Rückzugkugel (19) angeordnetes Verbindungsglied (70) an der Niederhaltevorrichtung (16, 19) angreift.
daß die Niederhaltevorrichtung (16,19) eine an den Gleitschuhen (9) anliegende Rückzugplatte (16) und eine in jeder Schwenkstellung der Schrägscheibe (10) an der Rückzugplatte (16) anliegende Rückzugkugel (19) aufweist, und
daß die axiale Komponente (FA) der Anpreßkraft über ein zwischen der Kraftumlenkeinrichtung (36-39; 40a bis 40f, 41a-41f) und der Rückzugkugel (19) angeordnetes Verbindungsglied (70) an der Niederhaltevorrichtung (16, 19) angreift.
14. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 13 und Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß jedes Verbindungsglied aus zumindest einem Verbindungsstift (70) besteht, der
achsparallel zur Triebwellenachse (12) zwischen einem der Stützringe (32) und der
Rückzugkugel (19) angeordnet ist.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8100 | Publication of the examined application without publication of unexamined application | ||
| D1 | Grant (no unexamined application published) patent law 81 | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| R119 | Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee |
Effective date: 20110901 |