DE19705713A1 - Pfeilersack - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Pfeilersack, wie er beim
Untergrundausbruch verwendet wird, um eine Stütze zwischen
dem Hangenden und dem Liegenden zu formen. Der Pfeiler ist
derart angeordnet, daß er eine in geeigneter Weise
stützende Form bildet und wird dann mit zementartigem
Material oder anderem härtbarem Material, welches aushärten
kann, aufgefüllt.
Vorzugsweise wird bei dieser Art von Pfeiler irgendeine
Form von Bewehrung verwendet, um eine Ringfestigkeit zu
bewirken. Es ist weiterhin erstrebenswert, die Bewehrung
vor den Auswirkungen von Explosionen zu schützen welche
während der Grubenarbeiten auftreten können.
Die Erfindung sieht einen Pfeilersack vor, der aus einem
geeigneten Gewebe besteht und welcher wenigstens einen
Bewehrungsring einschließt, welcher von wenigstens einer
geschlossenen Schleife aus langgestrecktem Material
gebildet wird.
Die geschlossene Schleife kann aus einem flexiblen Material
geformt werden, wie ein Seil, das auf sich selbst
verspleißt werden kann, aus einem Seil oder einem Tau mit
hohlem Kern, welches in sich selbst gesteckt wird, aus
einem langgestreckten Stahlglied, das z. B. Rundmaterial
oder Flachmaterial sein kann, das geschlossen und gesichert
wird, indem es auf sich selbst geschweißt wird oder auf
irgend eine andere geeignete Art und Weise.
Die geschlossene Schleife aus langgestrecktem Material kann
in einem vorgeformten Hülle angeordnet werden, welche mit
dem Gewebe verbunden ist. Um die Schleife vor den
Auswirkungen einer Explosion oder irgendwelchen anderen
schädlichen äußeren Einflüssen zu schützen, wird die
Schleife und folglich die Hülle günstigerweise innerhalb
des Sacks angebracht.
Wenn die Schleife jedoch aus Stahl oder irgendeinem anderen
Material, welches den Auswirkungen einer Explosion
standhalten kann, besteht dann ist es möglich, die Hülle
außerhalb des Sacks anzubringen.
Die Hülle kann aus irgendeinem geeigneten Gewebe oder
Material, welches z. B. an den Sack angeheftet ist,
bestehen.
In einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung wird die
geschlossene Schleife aus langgestrecktem Material in einer
Hülle eingeschlossen, welche aus dem Gewebe, aus dem der
Sack besteht, gebildet wird. Die Hülle kann dadurch
gebildet werden, daß das Sackgewebe entsprechend gefaltet
wird, die Schleife zwischen zwei gegenüberliegenden
Abschnitten der Faltung angeordnet und angeheftet wird oder
auf andere Weise die Abschnitte gegeneinander sichert.
Bei diesem Ausführungsbeispiel der Erfindung kann die Hülle
innerhalb oder außerhalb des Sacks gebildet werden.
Der Sack kann eine Vielzahl von Schleifen mit Abstand
voneinander entlang der Höhe des Sacks beeinhalten. Die
Anzahl der Schleifen, ihr Abstand, das Material aus dem sie
bestehen, und die Festigkeit der Schleifen werden im
wesentlichen empirisch durch Versuche und Experimente
bestimmt, je nachdem, wie es das Design erfordert.
Die Erfindung sieht außerdem einen Pfeilersack vor, der
aus einem geeigneten Gewebe besteht und welcher wenigstens
eine Hülle, welches aus einer Faltung des Gewebes besteht,
und wenigstens einen Bewehrungsring, welcher in der Hülle
angeordnet ist, mit einschließt.
Die Hülle kann sich innerhalb oder außerhalb des Sacks
befinden.
Der Sack kann eine Vielzahl von Hüllen mit Abstand
voneinander beinhalten, wobei jede Hülle einen geeigneten
Bewehrungsring einschließt.
Der Bewehrungsring kann flexibel sein und aus irgendeinem
geeigneten Material wie Nylon oder Polypropylen bestehen,
oder er kann auch aus metallischem Material, wie Stahl
hergestellt werden, in welchem Fall es beispielsweise
Rundmaterial oder Flachmaterial sein kann.
Je nach Material, das in den Sack eingebracht wird, kann
das Material, aus dem der Sack besteht, wasserdurchlässig
sein, um eine Entwässerung des Sacks zu erlauben, oder
undurchlässig. Im letzteren Fall kann der Sack mit
aushärtbarem Kitt, der ein Geliermittel enthalten kann,
gefüllt werden um die Wasserversickerung zu reduzieren. Das
Sackmaterial kann synthetisch sein, also aus verbundenem
Polyethylen oder Polypropylenfasern bestehen.
Die Erfindung ist anhand von Ausführungsbeispielen
nachstehend unter Bezugnahme auf die zugehörigen
Zeichnungen näher erläutert.
Fig. 1 stellt einen Bewehrungsring zur Verwendung in
einem Pfeilersack der Erfindung entsprechend einem
Ausführungsbeispiel dar.
Fig. 2 ist ein Querschnitt durch das Material, aus dem
der Bewehrungsring aus Fig. 1 hergestellt ist.
Fig. 3 und Fig. 4 stellen jeweils alternative Bewehrungsringe
dar, die in einem Pfeilersack der Erfindung
verwendet werden.
Fig. 5 ist eine Querschnittsansicht durch einen Abschnitt
eines Pfeilersacks entsprechend einem
Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Fig. 6 ist eine Querschnittsansicht durch einen Abschnitt
eines Pfeilersacks entsprechend einem anderen
Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Fig. 7 stellt eine Seitenwand eines Pfeilersacks
entsprechend einem weiteren Ausführungsbeispiel
der Erfindung dar.
Fig. 8 beschreibt einen Pfeilersack mit einer wahlweisen
Eigenschaft entsprechend der Erfindung.
Fig. 9 und Fig. 10 sind Graphen der Belastung aufgetragen
über die Verschiebung, gemessen unter
Testbedingungen für die Pfeilersäcke aus den
entsprechenden Fig. 5 und 6.
Fig. 1 und 2 der Zeichnungen zeigen ein geflochtenes
Polypropylen-Seil 10, welches einen hohlen Kern 12 aufweist
und in sich selbst hineingebogen wird, so daß eine
komplette Schleife entsteht, wie es in Fig. 1 dargestellt
ist. Das vordere Ende 14 des Seils wird dann transversal
durch das Seil hindurchgewunden. Bei dieser einfachen Form
der Konstruktion wird eine signifikante Festigkeit
erreicht. In Fig. 1 wurden die Proportionen der Schleife
verfälscht, um eine gute Deutlichkeit bei der Darstellung
zu erreichen. In der Praxis liegt ein erheblich größeres
Verhältnis von Schleifendurchmesser zum Seildurchmesser
vor, als es hier dargestellt ist.
Fig. 3 stellt eine andere Art den Bewehrungsring 16
herzustellen dar, bei dem ein flexibles Seil 18 zu einer
Schleife geschlossen wird, indem die aneinanderliegenden
Enden des Seils miteinander verspleißt werden.
Fig. 4 stellt eine dritte Form von Bewehrungsring 22 dar,
der aus einer Länge 24 aus Stahl-Rundmaterial oder
Flachmaterial besteht, welche zu einem Ring geformt wird,
wobei die aneinanderliegenden Enden an einer Stelle 26
miteinander verschweißt werden.
Fig. 5 beschreibt einen Querschnitt durch einen Pfeilersack
28 entsprechend der ersten Form der Erfindung. Bevor die
oberen und unteren Enden an den Sack geheftet werden, wird
das Sackgewebe an einigen Punkten 30, von denen nur einer
in der Zeichnung dargestellt ist, einwärts gefaltet. Auf
diese Weise werden zwei gegenüberliegende Gewebeabschnitte
32 und 34 gebildet und ein Bewehrungsring 36, der wie
irgendeiner derjenigen aus den Fig. 1, 3 oder 4 sein
kann, wird zwischen den beiden Abschnitten 32 und 43
angeordnet. Diese Abschnitte werden dann entlang den Linien
38 und 40 aneinandergenäht.
In dem Pfeilersack 42, der in Fig. 6 dargestellt ist, wird
eine ähnliche Technik verwendet, in diesem Fall wird jedoch
die Hülle 44 geformt, indem das Sackgewebe aufwärts
gefaltet wird um die Abschnitte 46 und 48 zu bilden. Ein
Bewehrungsring 50 wird zwischen den gefalteten
Gewebeabschnitten angeordnet, die dann entlang der Linien
52 und 54 zusammengeheftet werden.
Fig. 9 und Fig. 10 zeigen Graphen der Belastung aufgetragen
über die Verschiebung für Pfeilersäcke 28 und 42, wie sie
jeweils in den Fig. 5 und 6 gezeigt werden. Eine hohe
anfängliche Lasttragfähigkeit von wenigstens 200 Tonnen
wird sehr schnell mit geringer Verschiebung in der
Größenordnung von 70 mm erreicht und danach haben die
Säcke eine signifikante Lasttragrate bei der sie bis zu 280
mm im ersten Fall und 350 mm im letzteren Fall erreichen.
Fig. 7 stellt eine Wand 56 eines Pfeilersacks 58 dar, an den
an der Außen- oder Innenfläche, je nach Fall, eine
vorgeformte Hülle 60, welche einen Bewehrungsring 62
enthält, angebracht ist. In diesem Fall wird die Hülle 60
von zwei überlappenden Materiallängen gebildet und der Ring
62 wird durch Anheften in seiner Position gehalten.
Nacheinander wird die Hülle durch Anheften 66 an das Gewebe
des Sackes angebracht.
Mit der in Fig. 5 gezeigten Anordnung ist es möglich
Bewehrungsringe zu verwenden, die aus relativ weichem
Material hergestellt wurden, wie z. B. Polypropylen, Nylon
oder dergleichen. Wenn der Sack mit Schlamm gefüllt wird,
d. h. mit einer schleimartigen Mischung oder einer
zementartigen Mischung, dann werden die Bewehrungsringe 36
in der Mischung eingebettet und demzufolge vor den
Einwirkungen einer Explosion, wie sie bei
Untergrundbedingungen vorkommen kann, geschützt, während
eine solche Explosion sonst die Bewehrungsringe beschädigen
könnte. Die Unversehrtheit des Sacks ist also weitestgehend
gesichert.
Bei der Anordnung aus Fig. 6 ist der Bewehrungsring 50
normalerweise aus Stahl, da er sich auf der freien
Außenseite des Sacks befindet, nachdem der Sack mit einer
zementartigen Mischung gefüllt wird. Der Stahl, der
Rundmaterial oder Flachmaterial sein kann, kann den
Auswirkungen einer Explosion standhalten.
Bei der Anordnung aus Fig. 7 kann der Bewehrungsring 62
irgendeiner der in den Fig. 1, 3, oder 4 dargestellten
Art sein, oder auf eine geeignete Art aus einer Länge von
langgestrecktem Material geformt werden, welche in sich
selbst geschlossen wird. Wie bereits festgestellt, sollte
der Ring 62, wenn er aus relativ weichem Material besteht,
innerhalb des Sacks angebracht werden, während die Hülle
und damit auch der Ring auf der Außenseite des Sacks
angebracht werden kann, falls der Ring 62 aus einem
Material wie z. B. Stahl hergestellt ist, das den
Auswirkungen einer Explosion widerstehen kann.
In Fig. 8 ist ein vollständiger Pfeilersack 70 dargestellt,
der mehrere Bewehrungsringe 72 im Abstand voneinander
entlang seiner Länge aufweist. Der Sack hat Bänder 74, die
an geeigneten Stellen angebracht sind, um den Sack
aufzurichten und unter ungünstigen, d. h. abfallenden
Bedingungen den Sack an Stützen anzubinden.
Vorzugsweise besteht der Sack aus einem Material, das mit
integrierter Bewehrung gebildet wird, wobei die Bewehrung
sich longitudinal in vertikaler Richtung 76 des Sacks
erstreckt, wie es durch den Pfeil in Fig. 5 veranschaulicht
ist. Dadurch wird eine Bewehrung des Sacks in vertikaler
Richtung durch die Bewehrung 76 erreicht und in Richtung
des Umfangs durch die Bewehrungsringe.
Anzahl, Abstand und Stärke der Bewehrungsringe hängen
weitgehend von der einzelnen Anwendung ab.
Claims (17)
1. Pfeilersack (28, 42, 58, 70) aus einem geeigneten
Gewebe mit wenigstens einem Bewehrungsring, dadurch
gekennzeichnet, daß der Ring (36, 50, 62, 72) aus
wenigstens einer geschlossenen Schleife aus
langgestrecktem Material gebildet ist.
2. Pfeilersack (28, 42, 58, 70) nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die geschlossene Schleife aus
einem Seil (10) besteht, welches auf sich selbst
verspleißt ist.
3. Pfeilersack (28, 42, 58, 70) nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die geschlossene Schleife aus
einem Seil mit hohlem Kern (18) oder einem Tau besteht,
welches in sich selbst gesteckt wird.
4. Pfeilersack (28, 42, 58, 70) nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die geschlossene Schleife aus
einem langgestreckten Stahlglied (24) besteht, das eine
geschlossene Schleife bildet und auf sich selbst
gesichert wird.
5. Pfeilersack (58) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schleife in einer
vorgeformten Hülle (60) angeordnet ist, die an das
Gewebe anschließt.
6. Pfeilersack (28, 42, 70) nach einem der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schleife in einer
Hülle (44) angeordnet ist, die von dem Gewebe gebildet
wird.
7. Pfeilersack (28, 42, 70) nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Hülle (44) aus einer Faltung
des Gewebes gebildet ist, wobei die Schleife zwischen
zwei gegenüberliegenden Abschnitten der Faltung
angeordnet ist und die Abschnitte gegeneinander
gesichert sind.
8. Pfeilersack (28) nach einem der Ansprüche 5, 6, oder 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hülle (44) da
angeordnet ist, wo bei Gebrauch die Innenseite des
Gewebes ist.
9. Pfeilersack (42) nach einem der Ansprüche 5, 6, oder 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hülle (44) da
angeordnet ist, wo bei Gebrauch die Außenseite des
Gewebes ist.
10. Pfeilersack (28, 42, 70) nach einem der Ansprüche 1 bis
9, dadurch gekennzeichnet, daß der Pfeilersack eine
Vielzahl von Schleifen (72) mit vertikalen Abständen
zueinander aufweist.
11. Pfeilersack (28, 42, 70), der aus einem geeigneten
Gewebe besteht und wenigstens eine Hülle (44) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hülle (44) durch
geeignete Faltung des Gewebes gebildet ist, und
wenigstens ein Bewehrungsring (36) in der Hülle
angeordnet ist.
12. Pfeilersack (28, 42, 70) nach Anspruch 11, dadurch
gekennzeichnet, daß der Ring (36) aus einem flexiblen
Material (10) besteht.
13. Pfeilersack (28, 42, 70) nach Anspruch 11, dadurch
gekennzeichnet, daß der Ring (36) aus einem
metallischen Material (24) besteht.
14. Pfeilersack (28) nach einem der Ansprüche 11 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hülle (44) da
angeordnet ist, wo bei Gebrauch die Innenseite des
Gewebes ist.
15. Pfeilersack (42) nach einem der Ansprüche 11 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hülle (44) da
angeordnet ist, wo bei Gebrauch die Außenseite des
Gewebes ist.
16. Pfeilersack (70) nach einem der Ansprüche 11 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, daß der Pfeilersack eine
Vielzahl von Hüllen mit Abständen zueinander aufweist
und jede Hülle jeweils einen geeigneten Bewehrungsring
(62) aufnimmt.
17. Pfeilersack (70) aus synthetischem Gewebe, dadurch
gekennzeichnet, daß das Gewebe in vertikalen Abständen
gefaltet ist und eine Anzahl von Hüllen (44, 69) bildet,
wobei jede Hülle einen Bewehrungsring (72) aufnimmt.
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