DE19705641A1 - Einrichtung zum Dämpfen von Stoßbewegungen und Eigenschwingungen eines in Gabelgehäusen einer Kreuzgelenkkupplung o. dgl. gelagerten Kreuzstückes - Google Patents
Einrichtung zum Dämpfen von Stoßbewegungen und Eigenschwingungen eines in Gabelgehäusen einer Kreuzgelenkkupplung o. dgl. gelagerten KreuzstückesInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Dämpfen von
Stoßbewegungen und Eigenschwingungen eines in Gabelgehäusen einer
Kreuzgelenkkupplung oder dgl. gelagerten Kreuzstückes gemäß dem
Oberbegriff des Anspruches 1.
Es ist eine Kreuzgelenkkupplung bekannt, bei der die Einrichtung zum
Abfangen und Dämpfen von Stoßbewegungen und Eigenschwingungen
am Kreuzstück durch Federzungen an Gehäusebüchsen oder an
Wellenbüchsen gebildet ist, die an der Stirnfläche des betreffenden
Wellenabschnitts bzw. an der Innenfläche der zugehörigen Gehäuse
büchse elastisch angreifen und axiale Stoßbewegungen biegeweich
abfangen (US Patent 1 570 029). Dazu kann auch zwischen Stirnfläche
und Innenfläche ein elastisches Dämpfungskissen eingebaut sein.
Bei dieser bekannten Einrichtung kann aber ein unzulässig großer Reib
verschleiß der Federzungen an den Angriffsflächen auf der Stirnfläche
bzw. Innenfläche entstehen, wenn die Kreuzgelenkkupplung hohen
Antriebs- und Fahrstößen ausgesetzt ist, wie sie bei Kreuzgelenk
kupplungen in Kraftfahrzeugen häufig vorkommen.
Hinzu kommt, daß durch das elastische Ausbiegen der Federzungen
und des elastischen Dämpfungskissens im Betrieb gefährliche Eigen
schwingungen am Kreuzstück angefacht werden, die Reibverschleiß
verursachen und die manchmal sogar einen katastrophalen Dauerbruch
an den Zungen zur Folge haben können. Schließlich ist die bekannte
Einrichtung aber auch kompliziert gebaut und deswegen aufwendig
und teuer.
Der in Anspruch 1 gekennzeichneten Erfindung liegt daher die Aufgabe
zugrunde, eine Einrichtung zum Dämpfen von Stoßbewegungen und
Eigenschwingungen eines in Gabelgehäusen einer Kreuzgelenkkupplung
oder dgl. eingebauten Kreuzstückes der genannten Art zu schaffen,
mit der die Bewegungen und Schwingungen des Kreuzstückes
besonders wirkungsvoll gedämpft werden können. Dabei soll im Betrieb
an den axialen Stütz- und Gleitkontakten der Wellenabschnitte des
Kreuzstückes ein zulässig kleiner Berührungsverschleiß entstehen.
Überdies soll es möglich sein, diese Einrichtung besonders einfach und
wirtschaftlich herzustellen.
Mit der Einrichtung der Erfindung wird erreicht, daß bei betriebsmäßiger
Stoßkraft an einem der beiden Wellenabschnitte des Kreuzstückes und
entsprechender axialer Bewegung dieses Wellenabschnittes zu einer
seiner beiden Seiten hin, der Dichtring zwischen der Stirnfläche der
einen Seite und der gegenüberstehenden Innenfläche des betreffenden
Gabelgehäuses eingeklemmt und zusammengedrückt wird. Während
dieser Bewegung wird das gasförmige oder flüssige Strömungsmittel im
durch den Dichtring radial nach außen geschlossenen, sich axial
verengenden Spaltraum durch den bzw. die engen Kanäle des betreffen
den Wellenabschnittes hindurch in den sich verbreiternden Spaltraum auf
der axial gegenüberliegenden Seite des Wellenabschnittes gepumpt.
Die axiale Bewegung des Wellenabschnittes wird dabei in vorteilhafter
Weise sowohl durch den Strömungswiderstand des Strömungsmittels
in dem bzw. den engen Kanälen des Wellenabschnitts als auch
durch den Zusammendrückwiderstand des Dichtringes gebremst und
gedämpft.
Die axiale Bewegung des Wellenabschnitts des Kreuzstückes zur einen
Seite hin wird durch den Reibungswiderstand der Strömung in den
mit einem engen Querschnitt versehenen Kanälen umso wirkungsvoller
gedämpft, je schneller und stoßartiger die axiale Bewegung des
betreffenden Wellenabschnitts erfolgt. Daher klingen auch gefährliche
axiale Eigenschwingungen des in den Gabelgehäusen axial verschieblich
gelagerten Kreuzstückes rasch ab.
An den Stütz- und Gleitkontakten von Stirnfläche und Innenfläche werden
übermäßig hohe Flächenbelastungen auch dann vermieden,
wenn die Kreuzgelenkkupplung großen Massenkräften, also Drehmoment
stößen und Verlagerungsstößen, ausgesetzt ist.
Solche Massenkräfte können entstehen, wenn die Kreuzgelenk
kupplung als Triebwellenkupplung im Kraftfahrzeug oder im Walzwerk
dient.
Schließlich ist auch von Vorteil, daß entlang dem äußeren Rand
jeder Stirnfläche ein Dichtring vorhanden ist, der verhindert, daß
Schmutzpartikel der Umgebung in den Spalt zwischen Stirnfläche
und Innenfläche vordringen und dort an den axialen Stütz- und
Gleitkontaktflächen einen größeren Gleitreibungsverschleiß verursachen.
Gleichzeitig ist auch die Gefahr abgewendet, daß die Kanäle des
Kreuzstückes durch im Strömungsmittel mitgeführte Verschleiß- oder
Schmutzpartikel verstopft werden.
Die Einrichtung der Erfindung kann durch einfaches Einarbeiten von
Kanälen in das Kreuzstück sowie durch Einbauen an sich
bekannter Dichtringe aus Gleitlagerwerkstoff äußerst wirtschaftlich
hergestellt werden. Das Einarbeiten der Kanäle kann zum Beispiel
durch Umgießen von Fäden oder dünnen Drähten in einer Gießform des
Kreuzstückes aus Gußeisen erfolgen, die beim Guß verdampfen oder
nach dem Guß aus dem Kreuzstück herausgezogen werden.
Weitere vorteilhafte Merkmale der Erfindung sind in den Unter
ansprüchen 2 bis 10 gekennzeichnet.
Das Merkmal nach Anspruch 2 bewirkt, daß zumindest zu Anfang der
axialen Bewegung des Wellenabschnitts des Kreuzstückes ein radial
nach außen geschlossener Spaltraum auch auf der anderen Seite des
Wellenabschnitts gebildet ist. Auf diese Weise entsteht gleich zu Anfang
der axialen Bewegung und der entsprechenden Verbreiterung des
Spaltraumes auf der anderen Seite ein Unterdruck des Strömungsmittels,
der die Bewegung des Wellenabschnittes zur einen Seite hin zusätzlich
bremst.
Gleichzeitig bewirkt dieser Unterdruck, daß das in den kapillaren
Kanälen befindliche Strömungsmittel in den sich verbreiternden
Spaltraum der anderen Seite gesaugt wird, so daß selbst kleine
Axialbewegungen und Eigenschwingungen des Wellenabschnitts des
Kreuzstückes infolge des sich sofort einstellenden größeren Strömungs
widerstandes des Strömungsmittels zum Abklingen gebracht werden.
Das Merkmal nach Anspruch 3 hat zur Folge, daß die Stirnfläche des
Wellenabschnitts der einen Seite am Ende seiner axialen Bewegung
mit der dieser gegenüberstehenden Innenfläche des Gabelgehäuses
in direkt abstützende Berührung kommt, wenn die Axialkraft am
Wellenabschnitt so groß ist, daß sie den elastischen Zusammendrück
widerstand des Dichtringes auf einem bestimmten Zusammendrückweg,
der ungefähr der ursprünglichen axialen Breite des Spaltes dieser Seite
entspricht, überwindet.
Wegen dieser Übernahme der axialen Belastung kann der Dichtring
nur mit einer bestimmten, gerade noch zulässigen Höchstlast axial
zusammengedrückt und belastet werden, das heißt, es ist somit
verhindert, daß der zumeist empfindliche Gleitlagenwerkstoff des
Dichtringes durch zu hohe axiale Berührungs- und Zusammendrückkräfte
auf der Stirnfläche des Wellenabschnitts bzw. der Innenfläche des Gabel
gehäuses beschädigt wird.
Das zusätzliche Merkmal nach Anspruch 4 bewirkt, daß Stirnfläche und
gegenüberstehende Innenfläche der Kreuzgelenkkupplung sich bei
gegenseitiger Belastung auf einer verhältnismäßig großen ebenen
Kontaktfläche berühren, so daß auch bei hoher Belastung eine
vorteilhaft kleine Flächenpressung im Kontakt dieser beiden Flächen
vorhanden ist.
Das weitere zusätzliche Merkmal nach Anspruches 5 kennzeichnet
einen Dichtring, der mit einfachen Mitteln in die Kreuzgelenkkupplung
eingebaut werden kann.
Gemäß dem zusätzlichen Merkmal nach Anspruch 6 werden Stirnfläche
und mit dieser zusammenwirkende Innenfläche von einem Schmiermittel
als Strömungsmittel, zum Beispiel einem Schmierfett, benetzt und
geschmiert. An den Stütz- und Gleitkontakten von Dichtring, Stirnfläche
und Innenfläche wird die Gleitreibung somit vorteilhaft klein gehalten.
Hinzu kommt, daß kleine Mengen des Schmiermittels in den radial
nach außen und innen offenen Spalt zwischen der stirnseitigen Stütz- und
Gleitfläche des Dichtringes und der gegenüberstehenden Stirnfläche
bzw. Innenfläche eindringen können, wenn dieser während der
Axialbewegung des betreffenden Wellenabschnitts kurzzeitig offen ist.
Die Gleitfläche des Dichtringes wird durch das eindringende Schmier
mittel geschmiert. Dabei kann ein kleiner Teil des Schmiermittels vom
Spaltraum in den Lagerraum des betreffenden Radiallagers des
Wellenabschnitts radial nach außen dringen und das Radiallager
schmieren. Umgekehrt kann auch ein kleiner Teil des im Radiallager
vorhandenen Schmiermittels in den Spaltraum gesaugt werden,
nämlich dann, wenn sich der Spaltraum gerade axial erweitert.
Somit wird das Schmiermittel im Spaltraum und im Lagerraum
selbsttätig umgewälzt und gegenseitig ausgetauscht.
Weitere zweckmäßige, jedoch nicht selbstverständliche Merkmale der
Erfindung sind in den Ansprüchen 7 bis 10 gekennzeichnet.
Die erfindungsgemäße Einrichtung zum Dämpfen von Stoßbewegungen
und Eigenschwingungen eines in Gabelgehäusen einer Kreuzgelenk
kupplung oder dgl. gelagerten Kreuzstückes wird nachfolgend anhand
der Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen
Fig. 1 die teilweise geschnittene Draufsicht auf eine
Kreuzgelenkkupplung der Erfindung,
Fig. 2 die Ansicht entlang der Linie A-A in Fig. 1,
Fig. 3 die teilweise geschnittene Draufsicht auf eine abgeänderte
Kreuzgelenkkupplung der Erfindung und
Fig. 4 die Ansicht entlang der Linie B-B in Fig. 3.
Mit 1 ist in Fig. 1 eine Kreuzgelenkkupplung bezeichnet, welche
aus zwei Gabelgehäusen 2, 3 einer Antriebswelle (nicht gezeigt), zwei
Gabelgehäusen 4, 5 einer Abtriebswelle (nicht gezeigt) und einem
dazwischen eingebauten Kreuzstück 6 besteht. Jedes Gabelgehäuse
2, 3, 4 und 5 ist über eine Gabelwange 7 mit der Antriebswelle bzw.
Abtriebswelle fest verbunden.
Das Kreuzstück 6 hat zwei identisch ausgebildete, im rechten Winkel
zueinander gekreuzt angeordnete Wellenabschnitte 8, 9. Beide Wellen
abschnitte 8, 9 besitzen an ihrem einen und an ihrem gegenüberliegenden
anderen Ende einen Zapfen 10.
Jeder Zapfen 10 ist über ein Radiallager 11, im vorliegenden Fall ein
vollrolliges Zylinderrollenlager, im zugehörigen Gabelgehäuse 2, 3, 4
bzw. 5 axial verschieblich gelagert (Fig. 2).
Mit einem Gummiring 12 ist das Radiallager 11 nach außen abgedichtet.
Jeder Wellenabschnitt 8, 9 besitzt an seinen beiden Enden je eine
Stirnfläche 13, 14. Die Stirnflächen 13, 14 eines jeden Wellen
abschnitts 8, 9 sind radial verlaufend, eben ausgebildet und weisen
gegenseitig voneinander axial nach außen. Außerdem hat jeder Wellen
abschnitt 8, 9 mindestens einen von seiner Stirnfläche 13 der
einen Seite zu seiner gegenüberliegenden Stirnseite 14 der anderen
Seite axial durchgehenden Kanal 15, 16, 17, 18.
Beide Stirnflächen 13, 14 eines Wellenabschnitts 8 bzw. 9 sind mit
einem bestimmten Axialspiel 19 zwischen zwei direkt gegenüber
stehenden, nach innen weisenden Innenflächen 20 eines
Gehäusedeckels 21 zweier zugehöriger Gabelgehäuse 2, 3 bzw. 4, 5
eingebaut. Durch Schrauben 22 mit zugehörigen Verdrehsicherungs
scheiben 23 ist jeder Gehäusedeckel 21 am Gabelgehäuse 2, 3, 4
bzw. 5 befestigt.
Die Innenfläche 20 ist ebenfalls radial verlaufend, eben ausgebildet,
sie verläuft also parallel zur gegenüberstehenden Stirnfläche 13 bzw. 14.
Dadurch wird ein radial verlaufender enger Spalt 24 zwischen
Stirnfläche 13 bzw. 14 und der dieser gegenüberstehenden Innen
fläche 20 gebildet. Der Spalt 24 ist mit einem gasförmigen oder
flüssigen Strömungsmittel gefüllt, im vorliegenden Fall mit einem für
die Schmierung der Stirnflächen 13, 14 des Kreuzstückes 6 und für die
Schmierung des Radiallagers 11 geeigneten Schmierfett.
Zur Schaffung einer Durchströmungsdrossel für das Strömungsmittel
ist jeder Kanal 15, 16, 17, 18 mit einem entsprechend kleinen
Querschnitt (ungefähr 1 mm²) versehen. Die Kanäle 15, 16, 17, 18
haben im vorliegenden Fall entlang einem Großteil ihrer Länge einen
konstanten kreisförmigen Querschnitt und die Oberflächen dieser
Kanäle 15, 16, 17, 18 sind zur Vergrößerung eines kapillaren
Strömungswiderstandes mittels einer Ätzflüssigkeit aufgerauht.
Außerdem haben die Kanäle (15, 16, 17, 18) auf ihren beiden Seiten
je ein kegelig nach außen vergrößertes Mündungsende.
Der Spalt 24 ist zum Teil mit einem elastischen Dämpfungskissen aus
Gleitlagerwerkstoff gefüllt. Dieses Dämpfungskissen ist durch ein radial
schmalen, entlang dem radial äußeren Rand jeder Stirnfläche 13, 14
verlaufenden Dichtring 25 gebildet, der zwischen der Stirnfläche 13
bzw. 14 und der dieser gegenüberstehenden Innenfläche 20 des
betreffenden Gabelgehäuses 2, 3, 4, 5 angeordnet ist. Der Dichtring 25
ist aus einem mit Graphit und/oder Molybdändisulfid gefüllten,
elastisch kompressiblen und/oder flexiblen Weich-Polymer als
Gleitlagerwerkstoff hergestellt und besitzt einen U-förmigen Querschnitt.
Bei einem durch Massenkräfte oder durch Lagerkräfte in den
Radiallagern 11 hervorgerufenen axialen Stoß F an einem der
Wellenabschnitte 8 bzw. 9 und entsprechender axialer Verschiebung
dieses Wellenabschnitts 8 bzw. 9 in den Radiallagern 11 zu einer
seiner beiden Seiten hin wird der Dichtring 25 dieser Seite
zwischen Stirnfläche 13 und Innenfläche 20 dicht eingeklemmt und
axial etwas elastisch zusammengedrückt.
Dabei wird ein durch den Dichtring 25 radial nach außen abgedichteter
Spaltraum 26, der bereits vor dieser Verschiebung bestand oder
während der Verschiebung gebildet wird, axial verengt. Das Strömungs
mittel dieses Spaltraumes 26 wird dementsprechend durch die
kapillaren Kanäle 15, 16, bzw. 17, 18 der Stirnfläche 13 hindurch zur
gegenüberliegenden Stirnfläche 14 und in den sich entsprechend axial
verbreiternden Spalt 26A gedrängt. Der axiale Stoß F des Wellen
abschnittes 8 bzw. 9 zur Innenfläche 20 wird durch den Strömungs
widerstand des Strömungsmittels in den Kanälen 15, 16 bzw. 17, 18
gedämpft, und zwar umso stärker, je höher die Geschwindigkeit der
durch den Stoß hervorgerufenen Axialverschiebung des Wellen
abschnitts 8 bzw. 9 ist.
Analog dazu wird ein axialer Stoß in entgegengesetzter Richtung,
also zur anderen Seite hin, durch den Strömungswiderstand des
dann durch die Bohrungen 15, 16 bzw. 17, 18 zur einen Seite
hindurchgedrängten Strömungsmittels gedämpft.
Im vorliegenden Fall ist jeder Dichtring 25 in einer Ringnut 27
der Innenfläche 20 des Gehäusedeckels 21 des zugehörigen
Gabelgehäuses 2, 3, 4, 5 eingebaut. Der Dichtring 25 besitzt
einen von der Ringnut 27 aus in den Spalt 24 axial hinein
ragenden, in axialer Richtung elastisch zusammendrückbaren,
radial schmalen ringförmigen Vorsprung 28 mit einer umlaufenden
stirnseitigen ebenen Gleitfläche 29.
Die Größe des Axialspieles 19 und die axiale Dicke des Vor
sprunges 28 können derart aufeinander abgestimmt sein, daß nur bei
gerade direkter Abstützung der Stirnfläche 13 bzw. 14 der einen
Seite auf der gegenüberstehenden Innenfläche 20 des betreffenden
Gabelgehäuses 2, 3, 4 oder 5 ein sehr enger, radial nach außen
offener Spalt zwischen der Gleitfläche 29 des Dichtringes 25 der
anderen Seite des Wellenabschnitts 8 bzw. 9 und der dieser
gegenüberstehenden Stirnfläche 14 bzw. 13 gebildet ist.
In Fig. 3 und 4 ist eine abgeänderte Einrichtung zum Dämpfen
von Stoßbewegungen und Eigenschwingungen eines in
Gabelgehäusen 2, 3, 4 und 5 einer Kreuzgelenkkupplung 31
gelagerten Kreuzstückes 30 dargestellt, welche ähnlich wie die im
vorangegangenen Ausführungsbeispiel beschriebene Einrichtung
gestaltet ist.
Das Kreuzstück 30 besitzt also wiederum zwei gekreuzt
zueinander angeordnete Wellenabschnitte 8, 9, die in Radiallagern 11
der Gabelgehäuse 2, 3, 4, 5 axial verschieblich gelagert sind.
Auch haben die beiden Wellenabschnitte 8, 9 zwei gegenseitig
voneinander weg nach außen weisende Stirnflächen 13, 14, die
mit Axialspiel 19 zwischen zwei nach innen weisende Innenflächen 20
der Gehäusedeckel 21 eingebaut sind.
Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der Dichtring 32 jedoch
als ein Rundschnurring ausgebildet und aus einem gummielastisch
vernetzenden Polyurethan gefertigt. Die zugehörige Ringnut 33
ist in den Stirnflächen 13, 14 der Wellenabschnitte 8 und 9
eingearbeitet. Zu ihrem Grund hin erweitert sich die Ringnut 33,
so daß der Dichtring 32 in die Ringnut 33 selbsthaltend
eingeschnappt werden kann. Der Dichtring 32 besitzt einen von
der Ringnut 33 aus in den Spalt 24 axial hineinragenden, in
axialer Richtung elastisch zusammendrückbaren, ringförmigen
Vorsprung 34 mit einer umlaufenden gewölbten stirnseitigen
Gleitfläche 35. Die Gleitfläche 35 jedes Dichtringes 32 kann
die gegenüberstehende Innenfläche 20 des Gehäusedeckels 21 mit
elastischer Vorspannung gleitend und abstützend berühren.
Die Innenfläche 20 ist mit einem gleitreibungsmindernden Kunstoff
und/oder Festschmierstoff, zum Beispiel Molybdändisulfid, beschichtet.
Als Strömungsmittel dient hier eine mit Schmierstoff, zum Beispiel
Öltröpfchen, versetzte Luft, die bei der Montage der Kreuzgelenk
kupplung 31 eingebracht werden kann.
Der Wellenabschnitt 8 besitzt zwei außermittig angeordnete axial
durchgehende Kanäle 17, 18, die zur Schaffung einer kapillaren
Durchströmungsdrossel für das Strömungsmittel auf ihrer gesamte
Länge einen kreisrunden Querschnitt mit einem konstanten, relativ
kleinen Durchmesser haben. Der Wellenabschnitt 9 hat eine einzige,
zentrisch im Wellenabschnitt 9 angeordnete, axial durchgehende
Bohrung 36 mit einem ebenfalls sehr kleinen Durchmesser.
Bei axialem Stoß F am Wellenabschnitt 8 und entsprechender
axialer Verschiebung des Wellenabschnitts 8 zu seiner in der
Zeichnung (Fig. 3) oberen Seite hin wird der Dichtring 32 zwischen
der Stirnfläche 13 und der Innenfläche 20 dieser Seite dicht
eingeklemmt und axial elastisch verengt. Auf diese Weise
wird ein radial nach außen abgedichteter, sich axial verengender
Spaltraum 26 zwischen Stirnfläche 13 und Innenfläche 20 gebildet.
Das Strömungsmittel dieses Spaltraums 26 wird durch die
kapillare Bohrung 36 hindurch in den sich entsprechend axial
verbreiternden Spalt 26A der gegenüberliegenden unteren
unteren Seite gedrängt. Dabei wird der Stoß F der
Axialverschiebung des Wellenabschnitts 8 zur Innenfläche 20
der oberen Seite hin wegen des hohen Durchströmungswiderstandes
des Strömungsmittels in der Bohrung 36 gedämpft.
Analoge Verhältnisse herrschen, wenn der andere Wellenabschnitt 9
im Betrieb einen axialen Stoß erhält und somit zu einer
seiner beiden Seiten hin axial verschoben wird. Das
Strömungsmittel wird dann durch die beiden Kanäle 17 und 18
des Wellenabschnitts 9 hindurchgedrückt und der Stoß wird
dementsprechend gedämpft.
Die vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele lassen sich
im Rahmen der Erfindung weitgehend abändern. So kann zum
Beispiel in beiden Wellenabschnitten des Kreuzstückes je ein
einziger, zentrisch verlaufender Kanal eingearbeitet sein.
In diesem Fall kreuzen sich die beiden Kanäle in der Mitte des
Kreuzstückes und es ist eine kommunizierende Verbindung zwischen
den vier Spalten bzw. Spalträumen der Kreuzgelenkkupplung geschaffen.
Damit ist im Betrieb ein selbsttätiger Austausch des Strömungsmittels
des einen Wellenabschnitts mit dem des anderen Wellenabschnitts des
Kreuzstückes gegeben, was für die angestrebte gleichmäßige Verteilung
der Menge des Strömungsmittels, zum Beispiel ein Schmiermittel, auf
die vier Gabelgehäuse der Kreuzgelenkkupplung von Vorteil sein kann.
Claims (10)
1. Einrichtung zum Dämpfen von Stoßbewegungen und Eigen
schwingungen eines Kreuzstückes in einer Kreuzgelenkkupplung
oder dgl. mit zwei gekreuzt zueinander angeordneten, in Radiallagern
von Gabelgehäusen der Kreuzgelenkkupplung axial verschieblich
gelagerten Wellenabschnitten, welche jeweils zwei gegenseitig
axial nach außen weisende Stirnflächen aufweisen,
die mit Axialspiel zwischen direkt gegenüberstehenden, nach
innen weisenden Innenflächen der Gabelgehäuse eingebaut sind,
wobei jede Stirnfläche mit der dieser gegenüberstehenden Innen
fläche einen durch das Axialspiel hervorgerufenen, mit einem
Strömungsmittel und einem elastischen Dämpfungskissen aus
Gleitlagerwerkstoff gefüllten, radial verlaufenden Spalt bildet und
jeder Wellenabschnitt mindestens einen von seiner Stirnfläche
der einen Seite zu seiner gegenüberliegenden Stirnfläche der
anderen Seite axial durchgehenden Kanal aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß jeder Kanal (15, 16, 17, 18, 36) der beiden Wellen abschnitte (8, 9) zur Schaffung einer Durchströmungsdrossel für das Strömungsmittel mit einem entsprechend kleinen Querschnitt ausgebildet ist und
- - daß das Dämpfungskissen durch ein radial schmalen, entlang dem radial äußeren Rand jeder Stirnfläche (13, 14) der zwei Wellenabschnitte (8, 9) angeordneten Dichtring (25, 32) gebildet ist, der bei axialem Stoß (F) an einer der beiden Wellenabschnitte (8 bzw. 9) und entsprechender axialer Verschiebung des Wellenabschnitts (8, 9) nach einer Seite zwischen Stirnfläche (13 bzw. 14) und Innenfläche (20) dieser Seite dicht eingeklemmt und axial elastisch verengt wird, so daß ein radial nach außen abgedichteter, sich axial verengender Spaltraum (26) zwischen Stirnfläche (13 bzw. 14) und Innenfläche (20) gebildet wird und das Strömungsmittel dieses Spaltraumes (26) durch den bzw. die Kanäle (15, 16 bzw. 17, 18 bzw. 36) des Wellenabschnitts (8 bzw. 9) hindurch in den sich entsprechend axial verbreiternden Spalt (26A) der gegenüber liegenden anderen Seite, den Stoß der Axialverschiebung des Wellenabschnittes (8 bzw. 9) zur Innenfläche (20) der einen Seite hin dämpfend, gedrängt wird.
2. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Dichtringe (25, 32) jedes Wellenabschnittes (8, 9)
des Kreuzstückes (6) mit gegenseitiger elastischer axialer
Vorspannung zwischen der Stirnfläche (13, 14) des
Wellenabschnitts (8, 9) und der Innenfläche (20) des zugehörigen
Gabelgehäuses (2, 3, 4, 5) eingebaut sind.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß jeder Dichtring (25, 32) der Kreuzgelenkkupplung (1, 31) derart
axial elastisch kompressibel und/oder elastisch biegsam ausgebildet
ist, daß dieser bei genügend großer Axialkraft (F) des
Wellenabschnitts (8 bzw. 9), das Axialspiel (19) überbrückend,
sich zusammendrückt, so daß die Stirnfläche (13 bzw. 14) der
einen Seite auf der dieser gegenüberstehenden Innenfläche (20)
des betreffenden Gabelgehäuses (2, 3, 4 bzw. 5) zur abstützenden
Anlage kommt.
4. Einrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß jede Stirnfläche (13, 14) der beiden Wellenabschnitte (8, 9)
als auch die jeder Stirnfläche (13, 14) gegenüberstehende
Innenfläche (20) des betreffenden Gabelgehäuses (2, 3, 4, 5) radial
verlaufend eben ausgebildet sind, so daß die Stirnfläche (13, 14)
der einen Seite jedes Wellenabschnitts (8, 9) bei genügend
großer Axialkraft (F) in Richtung der dieser gegenüberstehenden
Innenfläche (20) des betreffenden Gabelgehäuses (2, 3, 4, 5) und
entsprechender axialer Verschiebung des betreffenden
Wellenabschnittes (8, 9) zur Innenfläche (20) hin flächig abgestützt
wird.
5. Einrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Dichtring (25 bzw. 32) in einer Ringnut (27 bzw. 33)
der Stirnfläche (13, 14) des betreffenden Wellenabschnitts (8, 9)
des Kreuzstücks (6) oder der Innenfläche (20) des Gabel
gehäuses (2, 3, 4; 5) eingebaut ist und einen von der
Ringnut (27, 33) aus in den Spalt (24) axial hineinragenden,
in axialer Richtung zusammendrückbaren, ringförmigen
Vorsprung (28, 34) mit einer umlaufenden stirnseitigen
Gleitfläche (29, 35) aufweist.
6. Einrichtung nach Anspruch 5 mit einem Schmiermittel,
zum Beispiel Schmierfett, als Strömungsmittel im radial
verlaufenden Spalt (24, 26, 26A) zwischen jeder Stirnfläche (13, 14)
der Wellenabschnitte (8, 9) und der gegenüberstehenden
Innenfläche (20) des betreffenden Gabelgehäuses (2, 3, 4, 5),
dadurch gekennzeichnet,
daß die Größe des Axialspieles (19) an den Stirnflächen (13, 14)
jedes Wellenabschnittes (8, 9) und die axiale Größe der
zugehörigen Dichtringe (25, 32) derart aufeinander abgestimmt sind,
daß nur bei gerade direkter Abstützung der Stirnfläche (13, 14) des
Wellenabschnitts (8, 9) der einen Seite auf der gegenüberstehenden
Innenfläche (20) des betreffenden Gabelgehäuses (2, 3, 4, 5) ein
sehr enger radial nach außen und innen offener Spalt zwischen
der stirnseitigen Gleitfläche (29, 35) des Dichtringes (25, 32) der
anderen Seite des Wellenabschnitts (8, 9) und der dieser axial
gegenüberstehenden Stirnfläche (13, 14) und/oder Innenfläche (20)
gebildet ist.
7. Einrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Gleitlagerwerkstoff der Dichtringe (25, 32) ein mit Graphit
und/oder Molybdändisulfid gefüllter Weich-Polymer-Kunststoff ist.
8. Einrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die kapillar wirksamen Kanäle (15, 16, 17, 18, 36) der beiden
Wellenabschnitte (8, 9) auf einem Großteil ihrer Länge einen
konstanten Querschnitt aufweisen.
9. Einrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Oberfläche mindestens eines Kanals (15, 16, 17, 18, 36)
der Wellenabschnitte (8, 9) aufgerauht ist.
10. Einrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kanäle (15, 16, 17, 18, 36) Mündungsenden mit zum
Spalt (24, 26, 26A) hin kegelig vergrößertem Querschnitt aufweisen.
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|---|---|---|---|
| DE1997105641 DE19705641C2 (de) | 1997-02-14 | 1997-02-14 | Einrichtung zum Dämpfen von Stoßbewegungen und Eigenschwingungen eines in Gabelgehäusen einer Kreuzgelenkkupplung gelagerten Kreuzstückes |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997105641 DE19705641C2 (de) | 1997-02-14 | 1997-02-14 | Einrichtung zum Dämpfen von Stoßbewegungen und Eigenschwingungen eines in Gabelgehäusen einer Kreuzgelenkkupplung gelagerten Kreuzstückes |
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Family Applications (1)
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1997
- 1997-02-14 DE DE1997105641 patent/DE19705641C2/de not_active Expired - Fee Related
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