DE19705518C2 - Manipulationsgeschütztes elektrisches Gerät - Google Patents
Manipulationsgeschütztes elektrisches GerätInfo
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Description
Bei elektronischen Schaltkreisen, insbesondere solchen, wel
che zur Bearbeitung von sicherheitsrelevanten Informationen
vorgesehen sind, besteht das Problem, daß diese durch Unbe
fugte ausgelesen werden könnten. Insbesondere besteht die Ge
fahr, daß Unbefugte mittels manueller Eingriffe in den elek
tronischen Schaltkreis oder dessen Gehäuse an sicherheitsre
levante Daten gelangen könnten. So behält ein flüchtiges
elektronisches Speicherelement, wie beispielsweise ein RAM,
die darin gespeicherten Daten auch bei kurzzeitiger Unterbre
chung der Spannungsversorgung, wie dies beispielsweise beim
Ausstecken des Speicherelements und beim raschen Wiederein
stecken in einen anderen, für Spionagezwecke vorgesehenen
elektronischen Schaltkreis der Fall sein kann. Beispielsweise
besteht die Gefahr, daß durch Messen oder auch durch Über
brücken oder Unterbrechen von elektronischen Leitungen si
cherheitsrelevante Daten aus dem elektronischen Schaltkreis
gelesen werden könnten.
Aus der DE 43 12 905 A1 ist eine Schutzeinrichtung zur Siche
rung von gespeicherten Daten vor Manipulation und Auslesen
bekannt. Dabei umgibt eine doppelseitig kupferkaschierte
Durchbohrschutzfolie gehäuseförmig die für die Datenspeiche
rung und die Dateneingabe wichtigen elektronischen Komponen
ten. Die gehäuseförmige Durchbohrschutzfolie der Schutzein
richtung bietet allerdings nur eine begrenzte Schutzwirkung
gegen betrügerische Eingriffe. Insbesondere besteht das Pro
blem, daß die äußere Kupferbeschichtung der Durchbohrschutz
folie abgetragen und somit der Verlauf der darunterliegenden
Schutzleiterbahnen erspäht und insbesondere überbrückt werden
kann. Nachteilig ist desweiteren, daß aufgrund der undurch
sichtigen Kupferbeschichtung innerhalb des durch die Durch
bohrschutzfolie geschützten Bereiches keine von außen ables
bare optische Anzeige anordenbar ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen elektroni
schen Schaltkreis vorteilhafter gegen Eingriffe abzusichern.
Die Aufgabe wird gelöst mit dem im Anspruch 1 angegebenen ma
nipulationsgeschützten elektrischen Gerät und dessen in An
spruch 10 angegebenen Verwendung als Ein-/Ausgabeeinheit.
Vorteil der Erfindung ist es, daß zumindest alle sicherheits
relevanten Bauelemente eines abzusichernden elektronischen
Schaltkreises in einem elektronischen Käfig untergebracht
sind, welcher mittels einer Sicherheitslogik ständig über
wachbar ist. Die Überwachung betrifft dabei insbesondere den
Innenwiderstand der den elektronischen Käfig bildenden
Schutzleiterbahnen, wodurch deren Manipulation, Überbrückung
und Unterbrechung feststellbar ist.
Desweiteren können in dem erfindungsgemäßen manipulationsge
schützten elektrischen Gerät beispielsweise zusätzlich die
Temperatur und bestimmte Spannungen des elektronischen
Schaltkreises einer ständigen Überprüfung unterliegen. Da
durch ist vorteilhaft verhinderbar, daß selbst Maßnahmen wie
Schockgefrieren der Vorrichtung oder von außen aufgebrachte
Überspannungen die Sicherheitslogik deaktivieren könnten und
somit ein manueller Eingriff den Zugang zu sicherheitsrele
vanten Daten freigeben könnte.
Besonders vorteilhaft ist es, daß die Schutzfolie die flexi
ble Leiterplatte mit den darauf angeordneten, zu schützenden
elektronischen Bauelementen der elektrischen Schaltung des
manipulationsgeschützten elektrischen Geräts überzieht und
nicht lösbar auf die flexible Leiterplatte aufgebracht ist.
Das nicht lösbare Aufbringen der Schutzfolie erfolgt bei
spielsweise durch deren Verklebung oder Verschmelzung mit der
flexiblen Leiterplatte. Die zur Bildung eines elektronischen
Käfigs mit dicht nebeneinanderliegenden Schutzleiterbahnen
überzogene Schutzfolie ist somit insbesondere auch durch de
ren schichtweises Abtragen nicht zerstörungslos zu öffnen. Da
die Schutzfolie nicht lösbar auf der Leiterplatte aufgebracht
ist, würden die Schutzleiterbahnen durch den Versuch die
Schutzfolie abzulösen zwangsweise zerstört. Eine Unterbre
chung der Schutzleiterbahnen oder auch Widerstandsänderungen
der Schutzleiterbahnen, die beispielsweise durch deren Über
brückung entstehen könnten, sind durch die Sicherheitslogik
detektierbar. Die Sicherheitslogik kann somit bei dem Versuch
der Manipulation der erfindungsgemäßen Ein-/Ausgabeeinheit
eine vollständige Löschung von im elektronischen Schaltkreis
gespeicherten sicherheitsrelevanten Informationen herbeifüh
ren.
Durch die Aufbringung, wie insbesondere durch Verklebung der
Schutzfolien mit der die elektronischen Bauteile tragenden,
flexiblen Leiterplatte würde somit vorteilhaft auch der Ver
such eines schichtweise Abtragens der Schutzfolie zur Zerstö
rung der Schutzleiterbahnen führen. Durch eine bevorzugt far
bige Beschichtung der Schutzfolien ist ein Ausspähen des Ver
laufs der Schutzleiterbahnen auf den Schutzfolien und darun
terliegender sicherheitsrelevanter Bauelemente auf der Lei
terplatte zusätzlich nahezu unmöglich. Der Versuch des Ablö
sens, insbesondere des Abkratzens der Beschichtung führt
ebenfalls vorteilhaft zur Zerstörung der Schutzleiterbahnen.
Dies ist gemäß der Erfindung von der bevorzugt innerhalb des
Schutzbereiches befindlichen Sicherheitslogik detektierbar,
welche die vollständige Löschung der in dem manipulationsge
schützten elektrischen Gerät gespeicherten sicherheitsrele
vanten Daten bewirkt. Eine weitere Verbesserung ist dabei
insbesondere durch einen nur schwer zu verfolgenden, bei
spielsweise mäanderförmigen Verlauf der Schutzleiterbahnen
bewirkbar.
Desweiteren vorteilhaft ist es, daß in dem erfindungsgemäßen
manipulationsgeschützten elektrischen Gerät beispielsweise
eine Tastatur und/oder optische Anzeige anordenbar ist, wel
che sich innerhalb des von der Schutzfolie gebildeten Schutz
bereichs befinden. Das manipulationsgeschützte elektrische
Gerät ist somit insbesondere als Ein-/Ausgabeeinheit für Da
ten verwendbar. Tastatur und/oder optische Anzeige sind be
vorzugt auf der flexiblen Leiterplatte angeordnet, wobei die
Schutzfolie diese nicht lösbar als elektronischer Käfig über
zieht. Bei einer optischen Anzeige wird als nicht lösbar
überziehende Schutzfolie bevorzugt eine transparente Schutz
folie verwendet, welche mit ebenfalls transparenten Schutz
leiterbahnen, beispielsweise aus Silberleitlack beschichtet
ist. Eine farbige Beschichtung der Schutzleiterbahnen und
Schutzfolie bleibt dann im Bereich der optischen Anzeige aus,
so daß die anzuzeigenden Informationen von außen durch die
Schutzfolie hindurch ablesbar sind.
Vorteilhaft ist zwischen der die elektronischen Bauteile tra
genden flexiblen Leiterplatte und der Schutzfolie eine Ab
standsfolie anordenbar. Diese dient insbesondere als Ab
standhalter zum Ausgleich der unterschiedlichen Bauhöhen von
auf der Leiterplatte angeordneten Bauelementen, sowie insbe
sondere der optischen Anzeige. Dadurch ergibt sich vorteil
haft ein völlig ebener Verlauf der Schutzfolie, wodurch auch
der Versuch eines von außen erfolgenden Ortens von den auf
der Leiterplatte angeordneten Bauelementen erschwert wird.
Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen, manipulationsge
schützten elektrischen Geräts besteht in dessen insgesamt fo
lienartigen Aufbau. Das Gerät ist dadurch flach und biegbar
und ist beispielsweise auch an unebene Oberflächen aufweisen
den Vorrichtungen aufklebbar, da kein zusätzliches, das mani
pulationsgeschützte elektrische Gerät umgebendes Gehäuse be
nötigt wird. Durch den vorteilhaft schichtartigen, "sandwich
artigen" Aufbau von flexibler Leiterplatte, Abstandsfolie und
Schutzfolien, brauchen bei Verwendung einer oberen und einer
unteren Schutzfolie diese die Ränder der Leiterplatte nicht
zu überlappen. Dies ist insbesondere vorteilhaft für die Fer
tigung des erfindungsgemäßen manipulationsgeschützten elek
trischen Geräts in großen Stückzahlen, da die einzelnen
Schichten nach Bestückung der Leiterplatte auf diese ohne ge
faltet zu werden aufgebracht werden können.
Vorteilhaft eignet sich das erfindungsgemäße manipulationsge
schützte elektrische Gerät zur Verwendung als Ein-/Ausgabe
einheit für Daten beispielsweise in bzw. als Kartenlesegerä
te, sogenannten PIN-PADs. Bei bargeldlosem Geldtransfer die
nen insbesondere Kartenlesegeräte der Eingabe einer persönli
chen Indentifikationsnummer (PIN) über eine Tastatur, deren
Verarbeitung mittels Verschlüsselungsalgorithmen und einer
Ausgabe über eine Anzeige.
Weitere vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in
den entsprechenden Unteransprüchen angegeben.
Die Erfindung wird desweiteren anhand des in der nachfolgend
kurz angeführten Figur dargestellten Ausführungsbeispieles
weiter erläutert. Dabei zeigt die Figur den beispielhaften
Aufbau der Folienschichten eines Ausführungsbeispiels des er
findungsgemäßen manipulationsgeschützten elektrischen Geräts.
In der Figur ist beispielhaft ein Ausführungsbeispiel des er
findungsgemäßen, manipulationsgeschützten elektrischen Geräts
dargestellt. Diese weist eine flexible Leiterplatte 1 auf,
welche als Träger für eine mit Bezugszeichen 8, 13, 14 be
zeichnete elektronische Bauelemente aufweisende elektronische
Schaltung dient. Die flexible Leiterplatte 1 ist folienartig
und ist insbesondere als flexible Mehrschicht-Leiterplatte,
wie beispielsweise eine flexible Multilayerplatine ausführ
bar. Eine mit den Bezugszeichen 31 und 32 bezeichnete Schutz
folie umgibt dabei die flexible Leiterplatte 1 derartig, daß
die Schutzfolie die elektronischen Bauelemente überzieht und
nicht lösbar auf die flexible Leiterplatte aufgebracht ist.
Dies kann beispielsweise durch Verklebung, Verschmelzung oder
Vulkanisierung erfolgen. Bevorzugt ist beidseitig der Leiter
platte 1, d. h. auf deren oberen O bzw. unteren Seite U die
elektronischen Bauelemente 8, 13, 14 überziehend wenigstens
eine mit den Bezugszeichen 31 und 32 bezeichnete obere und
untere Schutzfolie nicht lösbar aufgebracht. Bevorzugt sind
die obere und untere Schutzfolie 31 und 32 ohne Umlappung
der seitlichen Ränder R der Leiterplatte 1 auf diese aufge
bracht, wodurch ein sandwichartiger Aufbau entsteht. Auf der
Schutzfolie 31 und 32 sind dabei dicht nebeneinanderliegende
Schutzleiterbahnen 6 zur Bildung eines elektronischen Käfigs
nicht lösbar aufgebracht. Dabei befinden sich die Schutzlei
terbahnen 6 bevorzugt auf den der Leiterplatte 1 zugewandten
Seiten der Schutzfolie 31 und 32.
Desweiteren weist das erfindungsgemäße manipulationsgeschütz
te elektrische Gerät einen eine Sicherheitslogik aufweisenden
elektronischen Schaltkreis 14 auf, durch welchen eine elek
tronische Überprüfung zumindest der Schutzleiterbahnen 6 auf
Manipulation bzw. Zerstörung erfolgt. Bevorzugt ist dieser
die Sicherheitslogik aufweisende elektronische Schaltkreis 14
auf der Leiterplatte 1 innerhalb des von der Schutzfolie 31
und 32 gebildeten Schutzbereiches angeordnet.
In einer vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen
manipulationsgeschützten elektrischen Geräts weist dieses mit
den Bezugszeichen 10 und 11 bezeichnete Kontaktmittel auf,
welche im Randbereich der flexiblen Leiterplatte 1 rundum
verlaufend angeordnet sind und zur elektrischen Kontaktierung
der Schutzleiterbahnen 6 dienen. Beispielsweise weisen die
seitlichen Kontaktmittel 10 und 11 im Randbereich der Leiter
platte 1 dicht nebeneinanderliegende Kontaktpunkte 11 zur
elektrischen Kontaktierung der Schutzleiterbahnen 6 auf. Die
mit den Bezugszeichen 10 und 11 bezeichneten Kontaktmittel
können desweiteren insbesondere zur elektrischen Kontaktie
rung der Schutzleiterbahnen 6 mit dem die Sicherheitslogik
aufweisenden elektronischen Schaltkreis 14 dienen.
Der die Sicherheitslogik aufweisende elektronische Schalt
kreis 14 dient insbesondere zur Überwachung des mittels der
Schutzleiterbahnen 6 und der seitlichen Kontaktmittel 10 und
11 gebildeten elektronischen Käfigs. Durch ständiges Überprü
fen beispielsweise des Leitungswiderstands der Schutzleiter
bahnen 6 kann somit eine Beschädigung oder Unterbrechung der
Schutzleiterbahnen 6 bzw. der seitlichen Kontaktmittel 10 und
11 festgestellt werden. Der Abstand der Schutzleiterbahnen 6
untereinander auf der oberen bzw. der unteren Schutzfolie 31
und 32, sowie der Kontaktpunkte 11 ist deshalb möglichst
klein und weist einen verwundenen, beispielsweise mäanderför
migen Verlauf auf, um insbesondere ein Eindringen von außen,
insbesondere durch Spähsonden, wie beispielsweise Meßgeräte
spitzen zu verhindern.
Bei Feststellung eines manuellen Eindringens von außen in die
erfindungsgemäße Vorrichtung, wie beispielsweise einer Be
schädigung, Unterbrechung oder Überbrückung des durch die
Schutzleiterbahnen 6 und die seitlichen Kontaktmittel 10 und
11 gebildeten elektronischen Käfigs ist somit mittels des
elektronischen Schaltkreises 14 die vollständige Löschung al
ler in dem erfindungsgemäßen Gerät gespeicherten sicherheits
relevanten Daten, wie beispielsweise Verschlüsselungsalgo
rithmen oder PIN-Codes bewirkbar. Der die Sicherheitslogik
aufweisende elektronische Schaltkreis 14 ist hierzu bei
spielsweise durch eine auf der Leiterplatte 1 angeordnete
Batterie oder einen Kondensator gepuffert. Desweiteren können
in dem erfindungsgemäßen manipulationsgeschützten elektri
schen Gerät beispielsweise zusätzlich Temperatur und bestimm
te Spannungen des elektronischen Schaltkreises 14 einer stän
digen Überprüfung unterliegen. Dadurch ist vorteilhaft ver
hinderbar, daß selbst Maßnahmen wie Schockgefrieren der Vor
richtung oder von außen aufgebrachte Überspannungen die Si
cherheitslogik deaktivieren könnten und somit ein manueller
Eingriff den Zugang zu sicherheitsrelevanten Daten freigeben
könnte.
Um gemäß der Erfindung ein zerstörungsfreies Ablösen der
Schutzfolien 31 und 32 zu verhindern sind diese mit der Lei
terplatte 1 bevorzugt fest verklebt oder verschmelzt. Somit
führt auch der Versuch eines schichtweise Abtragens der
Schutzfolien 31 und 32 zumindest zur Beschädigung der Schutz
leiterbahnen 6.
In einer vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen
manipulationsgeschützten elektrischen Geräts ist zwischen der
Leiterplatte 1 und der Schutzfolie, d. h. insbesondere der
oberen bzw. der unteren Schutzfolie 31 oder 32 nicht lösbar
mit diesen verbunden wenigstens eine Abstandsfolie 2 angeord
net. In der Abstandsfolie 2 sind dabei Aussparungen 7 vorge
sehen, welche insbesondere zur Aufnahme von auf der Leiter
platte 1 angeordneten, mit den Bezugszeichen 8, 13 und 14 be
zeichneten Bauelementen dienen. Dabei ist die Dicke D der Ab
standsfolie 2 bevorzugt so groß gewählt, daß die Bauhöhe der
Bauelemente 8, 13 und 14 ausgleichbar ist. Um eine seitliche
Kontaktierung insbesondere zwischen auf der Leiterplatte 1
angeordneten Kontaktpunkten 11 und den Schutzleiterbahnen 6
der Schutzfolie 31 bzw. 32 zu bewirken, sind im Beispiel der
Figur zusätzlich im Randbereich der Abstandsfolie 2 rundum
verlaufende Durchkontaktierungen 10 vorgesehen. Vorteilhaft
ist es, elektronische Bauteile 14 in Form von sogenannten
"Die"s auszuführen, bei denen ein Siliziumchip direkt auf der
Leiterplatte kontaktiert und mittels einer den Chip überdec
kenden Kunststoffhaube aufgeklebt ist.
Vorteilhaft sind in dem erfindungsgemäßen manipulationsge
schützten elektrischen Gerät Ein- bzw. Ausgabeelemente ange
ordnet, welche von der Schutzfolie 31 bzw. 32 überzogen und
nicht lösbar mit dieser verbunden sind, wie beispielsweise
eine optische Anzeige 8 oder Tastenkontakte 13, bzw. eine Ta
staturmatte. Diese liegen dabei innerhalb des mittels der
Schutzleiterbahnen 6 und der seitlichen Kontaktmittel 10 und
11 gebildeten, ausspähsicheren elektronischen Käfigs. Damit
ist vorteilhaft auch ein Aufbohren der Anzeige 8 oder von Ta
stenkontakten 13 durch eine im elektronischen Schaltkreis 14
implementierte Sicherheitslogik feststellbar. Die Tastenkon
takte 13 können insbesondere eine Tastatur bilden und liegen
beispielsweise in Form von Kontaktfedern oder sogenannten
"Knackfröschen" vor. Die optische Anzeige 8 liegt insbesonde
re in Form von Leuchtdioden oder einer flachen Flüssigkeits
kristallanzeige vor, welche beispielsweise über sogenannte
Gummikontakte 81 über auf der Leiterplatte 1 angeordnete Kon
taktanschlüsse 9 kontaktierbar ist.
In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung
weisen die auf der oberen und unteren Schutzfolie 31 und 32
angeordneten Schutzleiterbahnen 6 einen schwer zurückzuver
folgenden, beispielsweise mäanderförmigen Verlauf auf. Vor
teilhaft sind die durchsichtigen Schutzfolien 31 und 32 aus
einem transparenten Folienmaterial, welches die Sicht von au
ßen auf die optische Anzeige 8 ermöglicht. Die Schutzfolien
31 und 32 sind dann ebenfalls bevorzugt mit durchsichtigen
Schutzleiterbahnen 6, beispielsweise aus Silberleitlack be
schichtet. Zusätzlich kann eine Farbbeschichtung der Schutz
folien 31 und 32 erfolgen. Dies verhindert die Durchsicht von
außen. Somit wird ein Ausspähen des Verlaufs der Schutzlei
terbahnen auf den Schutzfolien und darunterliegender sicher
heitsrelevanter Bauelemente auf der Leiterplatte zusätzlich
erschwert. Desweiteren bewirkt eine Beschichtung der Schutz
folien 31 und 32 insbesondere auf der die Schutzleiterbahnen
6 aufweisenden Seite einen weiteren Schutz, welcher ein Ablö
sen der Schutzfolien 31 und 32 ohne Beschädigung der Schutz
leiterbahnen 6 erschwert.
In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung
sind auf der Außenseite der Schutzfolien 31 und 32 zusätzlich
mit den Bezugszeichen 4 und 5 bezeichnete äußere Abdeckfolien
nicht lösbar aufgebracht. Diese Abdeckfolien sind vorteilhaft
mit den Schutzfolien 31 und 32 fest verklebt und weisen be
vorzugt eine farbige Beschichtung auf. Dabei kann beispiels
weise eine obere Abdeckfolie 4 ein durch eine entsprechende
Farbgebung gebildetes Tastaturfeld 12 aufweisen. Desweiteren
können durch unterbliebene Farbbeschichtung bewirkte transpa
rente Fensterbereiche 16 und 15 die Durchsicht auf eine ins
besondere hinter der oberen Schutzfolie 31 liegende optische
Anzeige 8, wie beispielsweise Leuchtdioden oder eine Flüssig
keitskristallanzeige (LED) ermöglichen.
In einer weiteren, vorteilhaften Ausführungsform der Erfin
dung weist diese eine Durchführung 18 von elektrischen Lei
tern der Leiterplatte 1 aus dem durch die Schutzleiterbahnen
6 und die seitlichen Kontaktmittel 10 und 11 gebildeten elek
tronischen Käfigs auf. Die Durchführung 18 liegt beispiels
weise in Form eines in der Figur dargestellten, durch die Fo
lienschichten durchgeführten Kontaktanschlusses oder in Form
eines Folienanschlusses vor, welcher durch die Schutzfolie 31
bzw. 32 oder die flexible Leiterplatte 1 gebildet wird. Inbe
sondere kann eine derartige Durchführung 18 zum Anschluß des
erfindungsgemäßen manipulationsgeschützten elektrischen Ge
räts an eine elektronische Datenverarbeitungsanlage oder an
externe Ein- und Ausgabegeräte, wie beispielsweise eine Kar
tenleseeinrichtung dienen.
Claims (10)
1. Manipulationsgeschützes elektrisches Gerät mit
- a) mindestens einer Leiterplatte (1), welche als Träger für eine elektronische Bauelemente (8, 13, 14) aufweisende elektrische Schaltung des manipulationsgeschützen elektri schen Geräts dient,
- b) mindestens einer Schutzfolie (31, 32), welche die Leiter platte (1) umgibt und dicht nebeneinanderliegende, nicht lösbar aufgebrachte Schutzleiterbahnen (6) aufweist,
- c) einem eine Sicherheitslogik aufweisenden elektronischen Schaltkreis (14), durch welchen eine elektronische Über prüfung zumindest der Schutzleiterbahnen (6) auf Manipula tion erfolgt,
- a) die Leiterplatte (1) flexibel ausgebildet ist, und
- b) die Schutzfolie (31, 32) die elektronische Bauelemente (8, 13, 14) aufweisende elektrische Schaltung vollständig überzieht und nicht lösbar auf die flexible Leiterplatte (1) aufgebracht ist.
2. Manipulationsgeschützes elektrisches Gerät nach Anspruch
1, mit zumindest einer oberen und einer unteren Schutzfolie
(31, 32), welche
- a) die elektronische Bauelemente (8, 13, 14) aufweisende elektrische Schaltung überzieht, und
- b) auf der oberen (O) bzw. unteren Seite (U) der flexiblen Leiterplatte (1) ohne Umlappung deren Ränder (R) aufge bracht sind.
3. Manipulationsgeschützes elektrisches Gerät nach einem der
vorangegangenen Ansprüche, mit Kontaktmitteln (10, 11), wel
che im Randbereich der flexiblen Leiterplatte (1) angeordnet
sind und zur elektrischen Kontaktierung der Schutzleiterbah
nen (6) dienen.
4. Manipulationsgeschützes elektrisches Gerät nach einem der
vorangegangenen Ansprüche, wobei wenigstens eine Abstandsfo
lie (2) zwischen der flexiblen Leiterplatte (1) und der
Schutzfolie (31, 32) nicht lösbar mit diesen verbunden ange
ordnet ist, in welcher Aussparungen (7) für die auf der fle
xiblen Leiterplatte (1) angeordneten Bauelemente (8, 13, 14)
vorgesehen sind.
5. Manipulationsgeschützes elektrisches Gerät nach einem der
vorangegangenen Ansprüche, mit wenigstens einem Tastenkontakt
(13), welcher auf der flexiblen Leiterplatte (1) angeordnet
ist und von der Schutzfolie (31, 32) nicht lösbar überzogen
ist.
6. Manipulationsgeschützes elektrisches Gerät nach einem der
vorangegangenen Ansprüche, mit einer optischen Anzeige (8),
welche mit der flexiblen Leiterplatte (1) elektrisch verbun
den und von der Schutzfolie (31, 32) nicht lösbar überzogen
ist.
7. Manipulationsgeschützes elektrisches Gerät nach einem der
vorangegangenen Ansprüche, wobei die Schutzfolie (31, 32) ei
ne die Schutzleiterbahnen (6) zumindest bereichsweise über
ziehende, bevorzugt farbige Beschichtung aufweist.
8. Manipulationsgeschützes elektrisches Gerät nach einem der
vorangegangenen Ansprüche, wobei die Schutzleiterbahnen (6)
aus insbesondere transparentem Leitlack bestehen.
9. Manipulationsgeschützes elektrisches Gerät nach einem der
vorangegangenen Ansprüche, mit wenigstens einer zusätzlichen
äußeren Abdeckfolie (4, 5), welche nicht lösbar auf der Au
ßenseite der Schutzfolie (3) aufgebracht ist.
10. Verwendung eines manipulationsgeschützen elektrischen Ge
räts nach einem der vorangegangenen Ansprüche als Ein-/Aus
gabeeinheit für Daten.
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| DE19705518A DE19705518C2 (de) | 1997-02-13 | 1997-02-13 | Manipulationsgeschütztes elektrisches Gerät |
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| DE19705518A Expired - Fee Related DE19705518C2 (de) | 1997-02-13 | 1997-02-13 | Manipulationsgeschütztes elektrisches Gerät |
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1997
- 1997-02-13 DE DE19705518A patent/DE19705518C2/de not_active Expired - Fee Related
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19705518A1 (de) | 1998-08-27 |
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