DE19705506C1 - Kontaktfederanordnung zur Betätigung durch einen Wippanker - Google Patents
Kontaktfederanordnung zur Betätigung durch einen WippankerInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Kontaktfederanordnung zur Betäti
gung durch einen Wippanker in einem Miniaturrelais, mit einem
Träger aus Kunststoff, in welchem zwei Kontaktfedern jeweils
mit ihrem Mittelabschnitt in einer Ebene nebeneinander iso
liert verankert sind, deren frei bewegliche Endabschnitte je
weils nach zwei entgegengesetzten Seiten aus dem Träger vor
stehen und von deren Mittelabschnitten jeweils seitlich quer
zu ihrer Längserstreckung Anschlußelemente aus dem Träger
herausgeführt sind.
Eine derartige Kontaktfederanordnung fin
det Verwendung beispielsweise bei einem Relaisaufbau, wie er
im einzelnen in dem Dokument EP 0691030 B1 beschrieben ist.
Bei diesem Aufbau dienen die mit dem Anker verbundenen Kon
taktfedern als Mittelkontaktelemente, die entsprechend der
Ankerbewegung wahlweise mit jeweils einem ihrer Endabschnitte
Kontakt mit einem darunter angeordneten Festkontaktelement
geben. Die von den Mittelkontaktfedern jeweils seitlich
- nach entgegengesetzten Seiten - annähernd im Bereich der
Ankerdrehachse herausgeführten Anschlußelemente dienen dabei
sowohl zur mechanischen Ankeraufhängung bzw. -lagerung als
auch zu elektrischen Stromzuführung für die Mittelkontaktfe
dern.
Bei Relais mit derartigem Aufbau ist es üblich, die Kontakt
federn in den Träger durch Umspritzen einzubetten, wobei der
Träger dann nachträglich über Befestigungszapfen oder der
gleichen mit dem Anker verbunden werden kann; denkbar ist
aber auch eine getrennte Aufhängung von Anker und Kontaktfe
deranordnung, wobei die Ankerbewegung über Schieber oder dgl.
auf letztere übertragen wird. Da die Endabschnitte der Kon
taktfedern aus fertigungstechnischen Gründen bereits vor dem
Umspritzen mit ihren beweglichen Kontakten bzw. den Edelme
tall-Kontaktoberflächen versehen werden müssen, muß beim Um
spritzen durch entsprechende Vorkehrungen besonders darauf
geachtet werden, daß die Kontaktoberflächen im Spritzwerkzeug
nicht verunreinigt oder beschädigt werden.
In DE 26 14 942 A1 ist ein Kleinschaltrelais mit einem Iso
lierstoffgrundkörper zur Aufnahme und Befestigung von Relais
bauteilen beschrieben. Der Isolierstoffgrundkörper weist meh
rere Kammern zur gegenseitigen Isolation von Magnetsystem und
Kontaktsystemen auf. Die Kontaktfedern sind dabei in Steck
schlitzen am Isolierstoffgrundkörper befestigt. Aus DE 40 34
714 A1 ist ferner ein Kontaktträger für ein Relais mit Auf
nahmen für Kontaktzungen bekannt. Die Kontaktzungen sind in
die Aufnahmen am Kontaktträger eingesteckt und die Übertra
gung der Ankerbewegung auf den Kontaktträger erfolgt über ei
nen Schieber. In DE 28 08 521 A1 ist ein Relais und ein Ver
fahren zu dessen Herstellung beschrieben. Ein bewegliches
Kontaktelement ist in einen Schlitz an einem Grundkörper des
Relais eingebracht und dort fixiert. Zur Übertragung der An
kerbewegung auf das bewegliche Kontaktelement ist ein Schie
ber vorgesehen.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, eine Kontaktfederan
ordnung für ein derartiges Miniaturrelais mit Wippanker anzu
geben, die besonders einfach zu fertigen ist und bei der die
Kontaktoberflächen nicht durch das Spritzwerkzeug gefährdet
werden.
Erfindungsgemäß wird dieses Ziel dadurch erreicht, daß die
Kontaktfedern in zueinander entgegengesetzt seitlich offenen
Steckschlitzen des Trägers befestigt sind, daß die Steck
schlitze auf beiden Seiten des Trägers durch oberhalb der
Kontaktfedern und unterhalb der Kontaktfedern senkrecht zu
Längsachse der Kontaktfedern nach außen vorspringende Stege
gebildet sind und daß die oberhalb der Kontaktfedern angeord
neten Haltestege gegenüber den unterhalb der Kontaktfedern
angeordneten Haltestegen in Längsrichtung der Kontaktfedern
versetzt sind.
Bei der Erfindung werden also die Kontaktfedern nicht mit dem
Material des Trägers umspritzt, sondern erst nachträglich in
die offenen Steckschlitze eingesteckt bzw. durch Einklemmen
befestigt, so daß die mit den Enden der Kontaktfedern verbun
denen beweglichen Kontakte überhaupt nicht in das Spritzwerk
zeug gelangen. Die vorgefertigten Kontaktfedern werden also
in den vorgefertigten Träger mit Preßsitz eingesteckt. Zu
sätzlich kann eine Sicherung dadurch erfolgen, daß vorstehen
de Zapfen des Trägers in Ausschnitte der Federn eingreifen.
Es ist aber auch möglich, seitlich über die Steckschlitze
überstehende Haltestege nachträglich zu verprägen und auf
diese Weise die Kontaktfedern in den Schlitzen zu sichern.
Durch die Versetzung der Haltestege oberhalb der Kontaktfeder
gegenüber denen unterhalb der Kontaktfeder in Längsrichtung
der Kontaktfeder erreicht man in den jeweiligen Schaltrich
tungen unterschiedliche federnde Längen und dadurch unter
schiedliche Federkonstanten. So kann es beispielsweise er
wünscht sein, beim Abheben der Kontaktfedern von ihrem Fest
kontakt eine höhere Federkonstante zur
Wirkung zu bringen, um verschweißte Kontakte besser aufreißen
zu können.
Besonders günstig ist der Träger mit den Haltestegen dann
herzustellen, wenn die Haltestege mit den zwischenliegenden
Lücken derart abgestimmt sind, daß die Breite der Lücken zwi
schen den unteren Haltestegen jeweils mindestens der Breite
der gegenüberliegenden oberen Haltestege und umgekehrt ent
spricht. In diesem Fall kann die Formteilung beim Spritzgie
ßen des Trägers so gestaltet werden, daß dieser in einer
zweiteiligen Form ohne Querschieber gebildet werden kann.
Die Erfindung wird nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel
anhand der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 einen Wippanker mit einer erfindungsgemäß gestalteten
Kontaktfederanordnung in perspektivischer Darstellung,
Fig. 2 einen Federträger von Fig. 1 in leicht abgewandelter
Gestaltung und
Fig. 3 einen Schnitt III-III durch die Haltestege des Feder
trägers von Fig. 2 mit ausschnittweise angedeuteten Form
hälften einer Spritzgußform.
Die Fig. 1 zeigt einen Wippanker 1 mit einem Federträger 2,
in den zwei parallele Kontaktfedern 3 und 4 mit an jeweils
beiden Enden angeordneten beweglichen Kontakten 14 von entge
gengesetzten Seiten her eingesteckt sind. Dieser Anker mit
der Kontaktfederanordnung ist ansonsten Teil eines Relaisauf
baus, wie er in der EP 0691030 B1 gezeigt ist. Insoweit wird
auf diese Schrift Bezug genommen.
Der Federträger 2 besitzt zwei voneinander beabstandete Mit
telstege 5 und 6, welche den Träger mit relativ geringer Mas
se bilden und die beiden Kontaktfedern 3 und 4 über ihre ge
samte Länge voneinander isolieren. Senkrecht zu ihrer Längs
erstreckung sind von den Mittelstegen 5 und 6 jeweils seitli
che Haltestege angeformt, und zwar Haltestege 7 und 8 jeweils
oberhalb der Kontaktfedern 3 bzw. 4 und Haltestege 9, 10 und
20 unterhalb der Kontaktfedern. Zwischen den oberen Halteste
gen 7 und 8 und den unteren Haltestegen 9, 10 und 20 anderer
seits sind Steckschlitze 11 gebildet, in die die Kontaktfe
dern 3 bzw. 4 von der Seite, also entgegengesetzt zueinander,
eingesteckt werden können. Im Bereich der Haltestege können
die Kontaktfedern nicht gezeigte Ausnehmungen besitzen, in
welche Sicherungsnasen 12 (nur angedeutet) einrasten können.
Dadurch ist insbesondere eine Positionierung und Sicherung
der Kontaktfedern in ihrer Längsrichtung möglich. Auch ist es
möglich, seitlich überstehende Stegenden 13 nach der Montage
der Kontaktfedern 3 bzw. 4 zu verprägen und so die Federn in
dem Steckschlitz zu sichern. Anstelle dieser Maßnahmen oder
zusätzlich können die Kontaktfedern in den Schlitzen 11 auch
verklebt werden.
Wie sich aus der Zeichnung ersehen läßt, sind die Haltestege
7 und 8 bzw. 9, 10 und 20 in Längsrichtung der Kontaktfedern
gegeneinander versetzt angeordnet. Die Haltestege 9 und 10
liegen näher an den Federenden und verkürzen so deren federn
de Länge beim Abheben ihrer beweglichen Kontakte 14 von den
zugehörigen, nicht dargestellten Festkontakten. Dadurch er
gibt sich eine höhere Federkonstante, die beim Öffnen von
eventuell verschweißten Kontakten erwünscht ist. Die Halte
stege 7 und 8 oberhalb der Kontaktfedern 3 bzw. 4 liegen da
gegen weiter von den Enden und damit von den beweglichen Kon
takten 14 entfernt. Sie geben beim Schließen der Kontakte ei
ne geringere Federkonstante für die Kontaktierungskraft beim
Aufbau des Überhubes.
Im Mittelbereich der Kontaktfedern 3 bzw. 4 sind seitlich
freigeschnittene Anschlußlappen 15 vorgesehen, die in der
gleichen Ebene wie die Kontaktfedern selbst liegen. Sie gehen
in seitlich nach unten gebogene Befestigungslappen 16 über,
die an nicht dargestellten Anschlußelementen in einem Sockel
des Relais befestigt, beispielsweise verschweißt, werden. Zur
Verbindung des Trägers 2 mit dem Anker 1 sind am Träger Befe
stigungszapfen 17 angeformt, die in entsprechenden Öffnungen
18 des Ankers 1 verprägt werden können.
Es ist aber auch eine Ausführungsform denkbar, bei der der
Träger 2 nicht unmittelbar mit dem Anker 1 verbunden ist; in
diesem Fall entfallen die Zapfen 17. Dann wird die Kontaktfe
deranordnung allein über die nach oben oder unten gebogenen
Lappen 16 befestigt, während der Anker 1 unabhängig davon in
mehr oder weniger großer Entfernung gelagert wird. Die Betä
tigung erfolgt dann über Schieberelemente, die mit den An
kerenden 1a verbunden oder lose gekoppelt sind und auf die
Enden der Stege 5 und 6 oder auch direkt auf die Kontaktfe
dern 3 und 4 wirken.
Fig. 2 zeigt den Federträger 2 von Fig. 1 in leicht abge
wandelter Form. Dabei sind die Haltestege 7 und 8 sowie 9, 10
und 20 jeweils in ihrer Breite und in ihren Abständen so auf
einander abgestimmt, daß sowohl die Haltestege 7, 8, 9, 10 und
20 ebenso wie die Lücken 21 alle die gleiche Breite b aufwei
sen. Somit kann der Träger als sog. Naturteil mit einer
zweiteiligen Spritzgießform 22, 23 (Fig. 3) ohne Querschieber
hergestellt werden, da die Haltestege ebenso wie der Schlitz
11 durch die ineinandergreifenden Formausnehmungen 24 bzw. 25
sowie Vorsprünge 26 bzw. 27 ohne Hinterschneidungen gebildet
werden können. Natürlich könnten anstelle der zwei oberen und
drei unteren Haltestege auch andere Zahlen von Haltestegen
gebildet werden. Wesentlich ist dabei, daß jeweils die oberen
Haltestege den Lücken zwischen den unteren Haltestegen und
umgekehrt gegenüberstehen und daß die Lücken jeweils minde
stens so breit sind wie die gegenüberstehenden Haltestege.
Die Lücken könnten aber auch breiter sein als die Haltestege.
Claims (7)
1. Kontaktfederanordnung zur Betätigung durch einen Wippanker
in einem Miniaturrelais, mit einem Träger (2) aus Kunststoff,
in welchem zwei Kontaktfedern (3, 4) jeweils mit ihrem Mit
telabschnitt in einer Ebene nebeneinander isoliert verankert
sind, deren frei bewegliche Endabschnitte jeweils nach zwei
Seiten aus dem Träger (2) vorstehen und von deren Mittelab
schnitten jeweils seitlich quer zu ihrer Längserstreckung An
schlußabschnitte (15) aus dem Träger (2) herausgeführt sind,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kon
taktfedern (3, 4) in zueinander entgegengesetzt seitlich offe
nen Steckschlitzen (11) des Trägers (2) befestigt sind, daß
die Steckschlitze (11) auf beiden Seiten des Trägers durch
oberhalb der Kontaktfedern (3, 4) und unterhalb der Kontaktfe
dern senkrecht zu Längsachse der Kontaktfedern nach außen
vorspringende Stege (7, 8, 9, 10) gebildet sind und daß die
oberhalb der Kontaktfedern angeordneten Haltestege (7, 8) ge
genüber den unterhalb der Kontaktfedern angeordneten Halte
stegen (9, 10) in Längsrichtung der Kontaktfedern (3, 4) ver
setzt sind.
2. Kontaktfederanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
den in einer Reihe oberhalb bzw. unterhalb eines Steckschlit
zes (11) angeordneten Haltestegen (7, 8; 9, 10, 20) jeweils Lüc
ken (21) ausgebildet sind, deren Breite (b) mindestens der
Breite eines jeweils unterhalb bzw. oberhalb gegenüberliegen
den Haltesteges (9, 10, 20; 7, 8) entspricht.
3. Kontaktfederanordnung nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Träger
(2) zwischen beiden Kontaktfedern (3, 4) eine in Längsrichtung
verlaufende Isolierwand (5, 6) bildet.
4. Kontaktfederanordnung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Iso
lierwand durch zwei parallele, über die Länge der Kontaktfe
dern sich erstreckende Isolierstege (5, 6) gebildet ist.
5. Kontaktfederanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kon
taktfedern (3, 4) in die Steckschlitze (11) eingeklebt sind.
6. Kontaktfederanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kon
taktfedern (3, 4) in den Steckschlitzen (11) durch Ausnehmun
gen, in welche Zapfen (12) des Trägers (2) eingreifen, gesi
chert sind.
7. Kontaktfederanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kon
taktfedern (3, 4) in den Steckschlitzen (11) durch überstehen
de, an der Außenseite der Steckschlitze verprägte Stegab
schnitte (13) gesichert sind.
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- 1998-01-29 EP EP19980101567 patent/EP0859392A2/de not_active Withdrawn
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