DE19703257A1 - Vorrichtung zum Absaugen und Transportieren von staub- und/oder spanförmigen Abfällen, Granulat oder dergleichen - Google Patents
Vorrichtung zum Absaugen und Transportieren von staub- und/oder spanförmigen Abfällen, Granulat oder dergleichenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Absaugen
und Transportieren von staub- und/oder spanförmigen
Abfällen, Granulat oder dergleichen, insbesondere zur
Entsorgung an Holzbearbeitungsmaschinen oder
Kunststoffrecyclinganlagen mit wenigstens zwei Absaug
stellen, wenigstens je einer Transportleitung zwischen
jeder Absaugstelle und Verriegelung, einem sich
anschließenden Sammelbehälter sowie einem Filter
abscheider, über welchen die Transportluft als Umluft
und/oder Fortluft ableitbar ist.
Aus der DE 38 33 860 C1 ist eine Absaugvorrichtung
bekannt, die mit wenigstens einem das abzusaugende
Material ansaugenden Entsorgungsgebläse ausgerüstet
und von den aus ein stationärer Zwischenlagerraum
beaufschlagbar ist. Am Zwischenlagerraum geht eine
mittels eines Fördergebläses aktivierbare Absaugleitung
ab, an die sich eine Filtereinrichtung anschließt, über
die die Transportluft abgeleitet wird. Dabei ist das
Entsorgungsgebläse und das unabhängig vom Entsorgungs
gebläse aktivierbare Fördergebläse in einen
gemeinsamen sogenannten Maschinenraum angeordnet.
Dieser Maschinenraum befindet sich unterhalb des
mittels des Entsorgungsgebläses absaugbaren Ansaug
raums, wobei in diesen wenigstens eine Entsorgungs
leitung mündet. Desweiteren befindet sich neben dem
Entsorgungsgebläse ein druckseitig nachgeordneter
weiterer Zwischenraum, aus dem ein an das Fördergebläse
angeschlossener Saugstutzen herausführt.
Ein wesentlicher Nachteil dieser vorgenannten Absaug
vorrichtung besteht darin, daß die Abfallaufnahmeein
richtung als stationärer Zwischenlagerraum ausgebildet
ist und dadurch nur ein begrenztes Speichervolumen
besitzt. Deshalb ist der Aufwand für ein zusätzliches
Fördergebläse notwendig. Ein weiterer Nachteil ist
darin zu sehen, daß bei einer Erweiterung des
Maschinenparks, z. B. einer Schreinerei, zusätzliche
Investitionen notwendig sind, da weitere Absauggeräte
benötigt werden.
Bei einer anderen bekannten Schadstoffabsaugeinrichtung
nach DE 38 07 279 A1 ist vorgesehen, daß für das
Absaugen von Schadstoffen an mehreren
Schadstofferfassungsstellen die Einrichtung hierfür
aus Ventilator, Schadstoffilter und Schadstoff
sammelbehälter eine Baueinheit bildet.
Dabei besitzt die Schadstoffansaugeinrichtung mehrere
Leitungsanschlüsse, an die die zugeordneten
Erfassungsstellen mit jeweils einzeln zugeordneten
Verbindungsleitungen unmittelbar verbunden sind.
Ein Nachteil einer derartigen Absaugeinrichtung
besteht ganz offensichtlich darin, daß bei Erreichen
der in Abhängigkeit von der Art des abzusaugenden
Schadstoffes maximal zulässigen Aufbewahrungsmenge
ein Abschalten der Absaugeinrichtung mit Stillsetzen
der daran angeschlossenen Schadstofferfasssungsstellen
erfolgen muß.
Der Grund hierfür besteht darin, daß der Schadstoff
sammelbehälter in Verbindung mit dem Schadstoffilter
in dem gemeinsamen Gehäuse angeordnet ist, damit eine
begrenzte Größe aufweist und somit nicht durchgängig
betreibbar ist. Der am Sammelbehälter angeordnete
Ventilator und der dahinter angeordnete Vorabscheider
sind unmittelbar aneinander gekoppelt. Im Falle einer
Staubexplosion im Vorabscheider oder Schadstoffsammel
behälter ist durch diese unmittelbare Anbindung eine
direkte Verbindung zwischen Explosionsherd und
Schadstofferfassungsstellen gegeben.
Der Erfindung liegt demnach die Aufgabe zugrunde,
eine Vorrichtung der eingangs aufgeführten Gattung
zu schaffen, der die vorgenannten Nachteile der
bekannten Entsorgungstechniken ausschließt und
insbesondere Anpassungsfähigkeit bei niedrigem
Energieverbrauch und hoher Sicherheit aufweist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
zwischen dem Sammelbehälter und dem Filterabscheider
wenigstens zwei separate, einzeln mittels
Verriegelungen absperrbare Transportleitungen
vorgesehen sind, wobei die Leitungsquerschnitte der
Transportleitungen vorzugsweise das Verhältnis 1 : 2
aufweisen und die Lüftereinheit reinraumseitig
außerhalb des Filterabscheiders angeordnet ist.
Eine derartige Anordnung und Ausbildung der
Transportleitungen ermöglicht es, auf relativ einfache
Weise, zwischen dem Sammelbehälter und dem Filterab
scheider mehrere Schaltstufen einzuführen, je nach
Erfordernis. Desweiteren kann infolge der einzeln,
mittels Verriegelungen absperrbaren Transportleitungen
bei einer eintretenden Gefahrensituation das System
zwischen Sammelbehälter und Filtereinrichtung auf
einfache Weise unterbrochen werden.
Denkbar ist auch eine räumliche Trennung von
Sammelbehälter und Filterabscheider innerhalb eines
Gebäudes bzw. wird eine Außenaufstellung des
Filterabscheiders möglich, mit der Folge einer
geringeren Lärmbelastung in den Arbeitsbereichen.
Eine Ausbildung der Erfindung wird darin gesehen, daß
zwischen Sammelbehälter und Filterabscheider drei
Transportleitungen mit einem Größenverhältnis der
Leitungsquerschnitte im Verhältnis von 1 : 2:4 angeordnet
sind. Infolge der Ausbildung von drei Transport
leitungen zwischen dem Sammelbehälter und dem Filter
abscheider ergeben sich sieben Schaltstufen. Damit
können auf einfache Weise die geforderten Transport
geschwindigkeiten in den Transportleitungen realisiert
werden.
Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung besteht
darin, daß die Verriegelungen unmittelbar am Ausgang
des Sammelbehälters vorgesehen sind und eine Absperr
einheit bilden. Mit einer einzigen Absperreinheit
wird lediglich ein Gehäuse notwendig, in dem mehrere
Verriegelungen untergebracht sind. Dies ergibt
geringeren Platzbedarf, d. h. bei weniger Material
aufwand preiswertere Herstellung. Es bietet sich eine
Vorfertigung mit Lagerhaltung für Absperreinheiten an.
Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung wird auch
darin gesehen, daß die in den Transportleitungen
integrierten Verriegelungen eine Brandschutz- und
Schnellschlußfunktion aufweisen.
Hierdurch werden brandschutztechnische Forderungen
erfüllt, d. h. die Abtrennung der Transportleitungen
von dem Filterabscheider im Havariefall.
Auch eine Transportleitungsdurchführung durch Brand
wände wird mit dieser Ausgestaltung der Erfindung
ermöglicht.
Eine weitere Fortbildung der Erfindung besteht darin,
daß sich die Anzahl der zur Verfügung stehenden
Transportluftmengenstufen in den Transportleitungen
nach der Formel 2n - 1 = x berechnet, wobei x die
Anzahl der Transportluftmengenstufen und n die Anzahl
der Transportleitungen bedeuten.
Ein Hinzufügen einer weiteren Transportleitung ergibt
eine Erweiterung der Anzahl der zur Verfügung stehenden
Transportluftmengenstufen durch Kombination der unter
schiedlich großen Leitungsquerschnitte (nahezu
potentieller Anstieg). Mit wenigen Transportleitungen
erhält man somit viele mögliche Schaltstufen und kann
damit die notwendige Transportgeschwindigkeit optimal
erreichen.
Desweiteren können die Verriegelungen am Sammel
behälterausgang in Abhängigkeit vom im Sammelbehälter
herrschenden Druck ansteuerbar sein.
Diese druckabhängige Steuerung der Verriegelungen
bringt einen konstanten Unterdruck im Sammelbehälter
und letztlich relativ konstante Fördergeschwindigkeiten
in den Absaugleitungen.
Desweiteren kann die Erfindung auch darin gesehen
werden, daß die Lüftereinheit in Abhängigkeit von der
im Filterabscheider herrschenden Druck ansteuerbar
und diese Steuerung der der Verriegelungen übergeordnet
ist. Hierdurch ergibt sich ein konstanter Unterdruck
im Filterabscheider bzw. eine konstante Fördergeschwin
digkeit in den Transportleitungen.
Desweiteren können die eingangsseitig am Sammelbehälter
mündenden Absaugleitungen mehrere voneinander
unabhängig regelbare, dichtschließende Verriegelungen
aufweisen. Mit dieser Maßnahme ist ein optimaler
Wirkungsgrad bei geringen Verlustmöglichkeiten
verbunden.
Eine weitere vorteilhafte Maßnahme kann darin bestehen,
daß eingangsseitig am Sammelbehälter mehrere Ver
riegelungen in einem gemeinsamen Gehäuse untergebracht
sind und diese eine Absperreinheit bilden. Hiermit
ist ein Wandeinbau am Sammelbehälter auf einfache Art
ermöglicht. Auch eine zentrale Zuführung von
Zuleitungen, wie Elektro-, Steuer- oder Luftleitungen
wird einfacher.
Eine Ausgestaltungsmaßnahme wird auch darin gesehen,
daß im Inneren des Sammelbehälters ein Vorabscheider
vorgesehen ist. Dieser Vorabscheider scheidet
insbesondere größere Abfallteile aus, wobei nach
folgende Transportleitungen und andere Bauteile, wie
Klappen oder Schieber vor vorzeitigen Verschleiß
geschützt werden.
Der Vorabscheider kann auch von außerhalb des Sammel
behälters über verschließbare Öffnungen erreichbar
oder mit einer Austragung versehen sein.
Schließlich kann die Lüftereinheit auch über wenigstens
zwei regelbare Lüfterstufen verfügen.
Weiterhin kann im Sammelbehälter ein Funkenmelder
als auch ein Rauchmelder zur Überwachung integriert
sein.
Diese Maßnahmen ermöglichen letztlich eine schnelle
Ansteuerung der Verriegelungen zwischen Sammelbehälter,
Filtereinrichtung und Leitungssystemen sowie eine
frühzeitige Gefahrenerkennung.
Desweiteren kann es vorteilhaft sein, wenn im Sammel
behälter ein Thermostat zur Temperaturüberwachung
integriert ist, da bei nicht arbeitender Anlage
infolge von Späne- oder Granualtansammlungen die
Gefahr einer Selbstentzündung nicht ausgeschlossen
werden kann. Auch können im Sammelbehälter
Berstscheiben oder Druckentlastungsflächen als
Explosionsschutz integriert sein.
Diese Maßnahmen schützen die Gesamtanlage infolge zu
hoher Drücke bei Staubexplosionen im Sammelbehälter.
Erweiterungsmöglichkeiten der Anlage sind auch
dadurch gegeben, daß auch einzelne, baulich voneinander
getrennte Verriegelungen an bereits vorhandene
Verriegelungen, die zu Absperreinheiten zusammengefaßt
sind, ankoppelbar und zu einem Modul zusammengefügt
werden können.
Schließlich ist es auch noch möglich, daß in die
Transportleitungen zwischen Sammelbehälter und
Filterabscheider jeweils ein Materialtransportlüfter
anstelle der reinraumseitig angebrachten Lüftereinheit
integriert ist.
Hiermit kann der Förderstrom durch Einbindung eines
Materialtransportlüfters abgezweigt und zu anderen
Erfassungsstellen geleitet werden.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines
Ausführungsbeispieles näher beschrieben.
Die Figur zeigt eine schematische Darstellung
einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Absaugen
und Transportieren von staub- und/oder span
förmigen Abfällen. Das Ausführungsbeispiel
bezieht sich dabei auf eine Werkstattabsaugung
bzw. einen Erfassungsraum 20 eines holzver
arbeitenden Betriebes mit zwanzig Absaugplätzen.
Die von den nicht dargestellten Absaugplätzen im
Erfassungsraum 20 einzeln angeordneten Absaug
leitungen 1 münden, durch jeweils eine Ver
riegelung 3 druckdicht absperrbar, waagerecht in
einen Sammelbehälter 4, wobei jeweils fünf Ver
riegelungen 3 in einem Gehäuse zu einer Absperr
einheit 2 zusammengefaßt sind. Die Zusammen
fassung von mehreren Verriegelungen 3 zur
Absperreinheit 2 hat die Vorteile, daß eine
relativ leichte Abdichtung zwischen Absperrein
heitsgehäuse 2 und Sammelbehälter 4 möglich ist,
daß diese Absperreinheit 2 eine Brandschutz
funktion übernehmen kann und insbesondere
schützt diese Absperreinheit 2 die Ver
riegelungen 3 vor äußeren Verunreinigungen. Die
Verriegelungen 3, die in Form von beispielsweise
Absperrschiebern (nicht dargestellt) ausgeführt
sein können, sind in der Lage, dabei unabhängig
voneinander pneumatisch geöffnet oder geschlos
sen zu werden. Bei Aktivierung weisen sie dabei
einen freien Durchgang, bei Deaktivierung eine
druckdicht verschlossene Absperrung auf.
Sämtliche Verriegelungen 3 münden an ihrer
Rückseite in den Sammelbehälter 4, wobei eine
Anordnung im oberen Teil des Sammelbehälters 4
von Vorteil ist. Falls der Sammelbehälter 4
z. B. in einem anderen Raum als dem Erfassungs
raum 20 zur Aufstellung kommt und diese beiden
verschiedenen Räume durch eine Wand mit Feuer
schutzfunktion getrennt sind, ist es von
Vorteil, die zur Absperrung der Absaugleitung 1
genutzten Verriegelungen 3 in diese Wand so zu
integrieren, daß von diesen Verriegelungen 3
eine Brandschutzfunktion übernommen wird.
Weiterhin ist es sinnvoll, diese Verriegelungen
3 mit einer Schnellschlußfunktion auszustatten,
um Staubexplosionen oder Brände infolge
Funkenbildung mittels eingebauter Sensortechnik
und deren Regelung wirkungsvoll abzuriegeln.
Dabei ist zu beachten, daß zwischen Verriegelung
3 und Leistungssystem ein Dehnungsausgleicher
angebracht wird. Der Sammelbehälter 4 ist
drucksteif und -dicht aufgebaut, so daß er dem
Förderdruck standhalten kann und nur geringste
Leckverluste aufweist. Im unteren Teil des
Sammelbehälters 4, unterhalb der einmündenden
Absaugleitungen 1 befindet sich ein gitter
förmiger Grobteil- oder Vorabscheider 5. Dieser
Vorabscheider 5 erstreckt sich über den gesamten
horizontalen Querschnitt des Sammelbehälters 4
und kann mit leichter Neigung angeordnet werden.
In der Sammelbehälterwandung, oberhalb der
untersten Stelle des Grobteil- oder Vorabschei
ders 5 sind verschließbare Inspektionsöffnungen
(in der Figur nicht dargestellt) so angebracht,
daß eine Reinigung dieses Vorabscheiders 5
leicht möglich ist. An der Oberseite des Sammel
behälters 4 ist, wie in der Figur schematisch
dargestellt, eine Explosionsschutzeinrichtung 21
vorgesehen. Diese Explosionsschutzeinrichtung 21
würde eine Druckentlastung bei einer Explosion
oder Verpuffung im Sammelbehälter 4 erbringen.
Diese Explosionsschutzeinrichtung 21 muß ins
Freie münden, d. h. sie darf nicht in einem
geschlossenen Raum enden. Erst dadurch ist ein
aktiver Schutz der Anlage gegen Zerstörung bei
Staubexplosionen gegeben. Desweiteren sollte im
oberen Teil des Sammelbehälters 4 (ebenfalls
nicht dargestellt) ein geeigneter Rauchmelder
integriert sein, der bei Stillstand der Anlage
eine Alarmfunktion übernehmen kann. Im unteren
Teil 7 des Sammelbehälters 4 sind außerdem
sogenannte Feldgeräte 6 wie Funkenmelder, Druck
sensor und Thermostat vorgesehen. Dieser untere
Teil 7 des Sammelbehälters 4 mündet in ein
bogenförmiges Endstück, an dem das sich zur
Absperrung der drei Transportleitungen 9 und zu
einer Absperreinheit 22 zusammengefaßten Verrie
gelungen 8 anschließen. Diese Verriegelungen 8
sind als Absperrorgane derart ausgeführt, daß
sie eine Brandschutz- und Schnellschlußfunktion
übernehmen und somit den Sammelbehälter 4 von
den nachfolgenden Transportleitungen 9 und dem
Filterabscheider 11 trennen können. Die drei
Transportleitungen 9 werden in Abhängigkeit von
dem im Sammelbehälter 4 herrschenden Unterdruck
durch Öffnen oder Schließen der drei eingebauten
Verriegelungen 8 für den Fördervorgang frei
gegeben. Das Größenverhältnis der Leitungs
querschnitte untereinander beträgt 1 : 2, d. h.
jede weitere hinzukommende Transportleitung ist
doppelt so groß wie die nächst kleinere. Durch
Einzel- oder Gruppenzuschaltung dieser Trans
portleitungen 9 ist eine Volumenstromabstufung
möglich, die sich mit der Formel 2n - 1 = x aus
drücken läßt, wobei x die Anzahl der möglichen
Transportluftmengenstufen und n die Anzahl der
verwendeten Transportleitungen 9 bedeuten. Die
drei mit einem Maximalvolumenstromanteil von
1/7 : 2/7 : 4/7 angeordneten Transportleitungen 9,
welche in Abhängigkeit vom im Sammelbehälter 4
herrschenden Druck zu- oder abgeschaltet werden,
realisieren schließlich sieben unterschiedliche
Schaltstufen. Die kleinste der Material
transportleitungen 9 weist dabei einen Volumen
strom von 3.000 m3/h, die mittlere Materialtrans
portleitung einen Volumenstrom von 6.000 m3/h und
die größte Materialtransportleitung einen
solchen von 12.000 m3/h bei jeweils optimaler
Transportgeschwindigkeit (im Bereich von
20-30 m/s) auf.
Damit ergeben sich bei entsprechender Zusammen
schaltung der möglichen sieben Schaltstufen
Materialvolumenströme, nämlich von 3.000 m3/h bis
21.000 m3/h mit Abstufungen von jeweils
3.000 m3/h.
Die drei Transportleitungen 9 münden schließlich
in den Filterabscheider 11. Dabei ist es von
Vorteil, wenn die Transportleitungen 9 so ange
ordnet sind, daß bereits beim Eintreten des
Förderstromes in den Filterabscheiders 11 eine
Schwerkraftabscheidung stattfindet. Diese Maß
nahme schützt das im Filterabscheider 11 ange
ordnete Filtermaterial vor vorzeitigem Ver
schleiß. Der Filterabscheider 11 besteht aus den
in der Figur nicht dargestellten Elementen
Filterkammer mit Schlauch- oder Patronenfiltern,
Sammelbehälter oder Austragung sowie einer
Reingaskammer oberhalb der Filterkammer, in der
die Druckluftabreinigung angeordnet ist. An den
Filterabscheider 11 schließt sich die reingas
seitig angeordnete Lüftereinheit 10 an. Diese
Lüftereinheit 10 besteht aus einem drehzahl
regelbarem Lüfter, der die Aufgabe hat, bei
Betrieb der Einrichtung den Druck im Filter mit
Hilfe von Feldgeräten wie Drucksensoren 6a
konstant zu halten. Bei einem anderen Anwen
dungsfall kann diese Lüftereinheit 10 auch aus
mehreren in Reihe oder parallel geschalteten
Ventilatoren bestehen. Dadurch ergibt sich die
Möglichkeit, höhere Drücke oder Volumenströme
durch Zuschaltung weiterer Ventilatoren zu
erzielen. Die gereinigte Luft wird über die
Austrittsöffnung des Filterabscheiders 11 und
die Lüftereinheit 10 nach Außen geführt. Dabei
besteht die Möglichkeit entweder Fortluft FO
oder eine Abluftrückführung in Form von Umluft
UM vorzusehen. Die Steuerung kann dabei abhängig
von der Abluftqualität und -temperatur auto
matisch oder manuell über jeweils eine Klappe 12
oder Klappe 13 für Fortluft oder für Umluft
erfolgen, die in ihrer Summe immer den gleichen
Volumenstrom ergeben. Zusammen mit einem durch
manuelle oder automatische Vorgabewerte
ermittelten Außenluftanteil AU, der über eine
regelbare Klappe 14 beigemischt wird, gelangt
die Mischluft MI über die Mischluftleitung 15 in
das Zuluftgerät, das mindestens aus den Kompo
nenten Polizei- und Außenluftfilter 16, Lufter
hitzer 17 sowie Zuluftventilator 18 besteht, und
wird dort aufbereitet. Der Polizei- und Außen
luftfilter 16 reinigt den Außenluftanteil AU der
Mischluft MI und übernimmt auch die Nachreini
gung bei einem Abscheidedefekt des Filterab
scheiders 11 am Umluftanteil UM. Er erreicht
dann aufgrund seines geringen Staubspeicher
vermögens vorzeitig seinen Endwiderstand, der
regelungstechnisch erfaßt und als Störung
ausgewertet wird. Die Steuerung des Zuluft
ventilators 18 hängt wiederum von der jeweiligen
Schaltstufe des Abluftventilators 10 ab. Dadurch
wird bei Luftrückführung über die Zuluftleitung
19 ein nahezu konstanter Druckausgleich im
Erfassungsraum 20 herbeigeführt.
Claims (18)
1. Vorrichtung zum Absaugen und Transportieren
von staub- und/oder spanförmigen Abfällen,
Granulat oder dergleichen, insbesondere zur
Entsorgung an Holzbearbeitungsmaschinen oder
Kunststoffrecyclinganlagen mit wenigstens zwei
Absaugstellen, wenigstens einer separaten
Transportleitung zwischen jeder Absaugstelle
und Verriegelung, einem sich anschließenden
Sammelbehälter sowie eines Filterabscheiders,
über welchen die Transportluft als Umluft
und/oder Fortluft ableitbar ist, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen dem Sammelbehälter (4)
und dem Filterabscheider (11) wenigstens zwei
separate, einzeln mittels Verriegelungen (8)
absperrbare Transportleitungen (9) vorgesehen
sind, wobei die Leitungsquerschnitte der
Transportleitungen (9) vorzugsweise das
Verhältnis 1 : 2 aufweisen und die Lüftereinheit
(10) reinraumseitig außerhalb des
Filterabscheiders (11) angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen Sammelbehälter (4)
und Filterabscheider (11) drei Transport
leitungen (9) mit einem Größenverhältnis der
Leitungsquerschnitte im Verhältnis von 1 : 2 : 4
angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verriegelungen (8)
unmittelbar am Ausgang des Sammelbehälters (4)
vorgesehen sind und eine Absperreinheit (22)
bilden.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die in den Transportleitungen
(9) integrierten Verriegelungen (8) eine
Brandschutz- und Schnellschlußfunktion aufweisen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 und 4, dadurch
gekennzeichnet, daß sich die Anzahl der zur
Verfügung stehenden Transportluftmengenstufen in
den Transportleitungen (9) nach der Formel
2n - 1 = x berechnet, wobei x die Anzahl
der Transportluftmengenstufen und n die
Anzahl der Transportleitungen (9)
bedeuten.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verriegelungen (8)
in Abhängigkeit vom im Sammelbehälter (4)
herrschenden Druck ansteuerbar sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Lüftereinheit (10)
in Abhängigkeit von der im Filterabscheider (11)
herrschenden Druck ansteuerbar und diese Steuerung
der der Verriegelungen (8) übergeordnet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die eingangsseitig am
Sammelbehälter (4) mündenden Absaugleitungen (1)
mehrere voneinander unabhängig regelbare,
dichtschließende Verriegelungen (3) aufweisen.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß eingangsseitig am
Sammelbehälter (4) mehrere Verriegelungen (3)
in einem gemeinsamen Gehäuse untergebracht sind
und diese eine Absperreinheit (2) bilden.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß im Inneren des Sammel
behälters (4) ein Vorabscheider (5) vorgesehen
ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß der Vorabscheider (5) von
außerhalb des Sammelbehälters (4) über
verschließbare Öffnungen erreichbar oder mit
einer Austragung versehen ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Lüftereinheit (10)
wenigstens zwei regelbare Lüfterstufen aufweist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß im Sammelbehälter (4)
ein Funkenmelder zur Überwachung integriert ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß im Sammelbehälter (4) ein
geeigneter Rauchmelder zur Überwachung
integriert ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß im Sammelbehälter (4) ein
Thermostat zur Temperaturüberwachung integriert
ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß im Sammelbehälter (4)
Berstscheiben oder Druckentlastungsflächen
(21) als Explosionsschutz integriert sind.
17. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch
gekennzeichnet, daß auch einzelne, baulich
voneinander getrennte Verriegelungen (3)
an bereits vorhandene Verriegelungen, die zu
Absperreinheiten (2) zusammengefaßt sind,
ankoppelbar und zu einem Modul zusammenfügbar
sind.
18. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß in die Transportleitungen (9),
zwischen Sammelbehälter (4) und Filterabscheider
(11) jeweils ein Materialtransportlüfter anstelle
der reinraumseitig angebrachten Lüftereinheit (10)
integriert ist.
Priority Applications (1)
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997103257 Withdrawn DE19703257A1 (de) | 1997-01-30 | 1997-01-30 | Vorrichtung zum Absaugen und Transportieren von staub- und/oder spanförmigen Abfällen, Granulat oder dergleichen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19703257A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN110842636A (zh) * | 2019-12-04 | 2020-02-28 | 嘉兴求精机械有限公司 | 一种车床用废屑清除装置 |
| CN112548663A (zh) * | 2020-12-04 | 2021-03-26 | 枣阳市恩帝基汽车零部件有限公司 | 一种带有循环冷却结构的数控车床 |
| CN112973347A (zh) * | 2019-12-17 | 2021-06-18 | 山富机械厂有限公司 | 直列式二次集尘机 |
| CN116372739A (zh) * | 2023-05-26 | 2023-07-04 | 福建省银象电器有限公司 | 一种水泵构件磨削设备 |
-
1997
- 1997-01-30 DE DE1997103257 patent/DE19703257A1/de not_active Withdrawn
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN110842636A (zh) * | 2019-12-04 | 2020-02-28 | 嘉兴求精机械有限公司 | 一种车床用废屑清除装置 |
| CN112973347A (zh) * | 2019-12-17 | 2021-06-18 | 山富机械厂有限公司 | 直列式二次集尘机 |
| CN112548663A (zh) * | 2020-12-04 | 2021-03-26 | 枣阳市恩帝基汽车零部件有限公司 | 一种带有循环冷却结构的数控车床 |
| CN116372739A (zh) * | 2023-05-26 | 2023-07-04 | 福建省银象电器有限公司 | 一种水泵构件磨削设备 |
| CN116372739B (zh) * | 2023-05-26 | 2023-08-15 | 福建省银象电器有限公司 | 一种水泵构件磨削设备 |
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