DE19703181A1 - Verfahren zum Betreiben einer im wesentlichen automatischen Fütterungsanlage sowie eine nach dem Verfahren arbeitende Fütterungsanlage - Google Patents
Verfahren zum Betreiben einer im wesentlichen automatischen Fütterungsanlage sowie eine nach dem Verfahren arbeitende FütterungsanlageInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer im wesentlichen automatischen Füt
terungsanlage für in Großbuchten gehaltene Absatzferkel, bei dem das Futter aus einem Vor
ratsbehälter mittels eines horizontalen Förderers portioniert in einen Trog eingebracht wird.
Als Absatzferkel werden die Ferkel bezeichnet, die von Muttertieren abgesetzt und ausschließ
lich durch geeignetes Futter ernährt werden. Nach der sogenannten Absetzzeit werden sie
dann in einem Maststall gehalten.
Die Zeit nach dem Absetzen der Ferkel von den Muttertieren ist eine besonders kritische Zeit,
insbesondere bedingt durch die Umstellung der Ernährung. Es ist durch Versuche festgestellt
worden, daß die Verluste minimiert werden können, wenn die Absatzferkel in relativ kurzen
Zeitabständen mit exakt dosierten Futtermengen gefüttert werden. So ist es vorteilhaft, wenn
die Fütterung über den Tag verteilt 9 bis 10 mal erfolgt mit einer Ruhezeit während der Nacht.
Da heutzutage große Mengen von Schweinen von einem Mäster gehalten werden, ergibt sich,
daß bei einem Ferkelzüchter die Würfe mehrerer Elterntiere in einem Stall nach dem Absetzen
gehalten werden. Es ist dann vorteilhaft, wenn die Fütterungsanlage so ausgelegt ist, daß jedes
Ferkel einen eigenen Freßplatz erhält, so daß alle Ferkel gleichzeitig fressen können. Daraus
ergibt sich eine relativ große Länge des Troges.
Bislang sind zwei mechanisierte Fütterungssysteme bekannt, nämlich das sogenannte Caras-
System und das Dorset-System (Zeitschrift top Agrar, Heft 11, November 1996 und Zeit
schrift Schweinezucht und Schweinemast 44. Jahrgang 6. November 1996. Bei dem
Caras-System wird mit Hilfe einer Schnecke ein umgebendes Rohr mit Futter gefüllt, welches
an der Oberseite gelocht ist. Sobald das volle Rohr gefüllt ist, wird die Zuführung aus einem
Vorratsbehälter unterbrochen und das volle Rohr wird umgedreht, so daß das Futter heraus
rieseln kann. Bei dem Dorset-System füllt die Schnecke kleine Futterkammern, die waagerecht
zwischen zwei Blechen liegen. Zum Herausrieseln des Futters wird ein unteres Blech, welches
Löcher in Größe der Futterkammern hat, verschoben, so daß das Futter aus den Kammern in
der Trog fällt.
Es ist außerdem eine selbsttätige Einrichtung zur rationierten Fütterung von Schweinen be
kannt, bei der als Horizontalförderer ebenfalls ein Schneckenförderer verwendet wird, dessen
Gehäuse aus zwei gelenkig miteinander verbundenen Gehäusehälften besteht. Die dem Trog
zugewandte Gehäusehälfte kann um eine zur Drehachse der Schnecke parallele Achse ver
schwenkt werden, so daß sich der Querschnitt und demzufolge das aufzunehmende Volumen
bzw. die Futtermenge verändert werden kann. Besteht der Stall aus mehreren Buchten über
die sich die Förderschnecke erstreckt, ist die schwenkbare Gehäusehälfte noch entsprechend
der Anzahl der Buchten unterteilt, so daß die Futtermengen in den Buchten unterschiedlich
sein können. Bei allen Ausführungen ist der Horizontalförderer bzw. der Schneckenförderer
ein Dosierförderer, mit dem einstellbare Mengen des Futters in den Trog gebracht werden
können. Damit sichergestellt ist, daß auch die gewünschte Menge in den Trog fällt, ist es not
wendig, daß das gesamte Gehäuse vollkommen entleert wird. Da jedoch während des För
derns des Futters aus dem Vorratsbehälter heraus aus dem Gehäuse bei allen Ausführungen
kein Futter austreten kann, ist es unvermeidbar, daß das Futter verdichtet wird, da nicht si
chergestellt werden kann, daß bei jeder Fütterung eine gleichbleibende Verdichtung erzielt
wird, ergeben sich daraus Schwankungen, die zwar bei Mastschweinen unerheblich sind, nicht
jedoch aber für die Absatzferkel in der empfindlichen Phase nach dem Absetzen von den Mut
tertieren. Bei den Fütterungseinrichtungen wird die Fütterung über eine Steuereinheit gesteu
ert. Sie erfolgt demzufolge unbeobachtet. Selbst wenn der Ferkelzüchter jede Fütterung beob
achten oder kontrollieren würde kann er nicht erkennen, ob das Gehäuse des Schneckenförde
rers vollständig entleert ist, so daß es auch noch dadurch zu erheblichen Schwankungen in der
Futtermenge kommen kann. Mit den zuvor beschriebenen Anlagen lassen sich die geforderten
Genauigkeiten an die Menge des Futters während jeder Fütterung für Absatzferkel nicht
erreichen.
Der vorliegenden Erfindung liegt von daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Betrei
ben einer im wesentlichen automatischen Fütterungsanlage der eingangs näher beschriebenen
Art so auszubilden, daß während jeder Fütterung eine stets gleichbleibende und äußerst ge
naue Menge den Absatzferkeln gereicht wird, wobei sichergestellt sein muß, daß die Menge
den Erfordernissen äußerst genau angepaßt werden kann. Der Erfindung liegt außerdem die
Aufgabe zugrunde, eine im wesentlichen selbsttätig arbeitende Fütterungsanlage aufzuzeigen,
die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren arbeitet und konstruktiv einfach ist und betriebssi
cher arbeitet.
Die auf das Verfahren gerichtete Aufgabe wird gelöst, indem mittels einer unterhalb des Hori
zontalförderers angeordneten Dosiereinrichtung das aus dem Horizontalförderer auslaufende
Futter aufgefangen wird, und daß der Futterstrom abgeschaltet wird, sobald eine vorgegebene
Futtermenge erreicht ist, und daß die jeweilige Futtermenge aus der Dosiereinrichtung in den
Trog geschüttet wird, wobei die Futtermenge variabel und an die Bedürfnisse und dem Alter
der Absatzferkel angepaßt ist.
Durch die Dosiereinrichtung außerhalb des Horizontalförderers ist es nunmehr möglich, daß
unabhängig von dem Zustand eine stets gleichbleibende Menge in den Futtertrog geschüttet
wird, da der Horizontalförderer von der Dosiereinrichtung gesteuert wird. Im Gegensatz zu
den bekannten Ausführungen wird nicht das Gehäuse oder werden Kammern während des Be
triebes des Horizontalförderers gefüllt, sondern die freigängliche Dosiereinrichtung. Da das
Futter im freien Fall in die Dosiereinrichtung gelangt, findet keine Verdichtung statt, so daß
sich auch daraus keine Schwankungen ergeben können. Ferner ist es unbedeutend, ob sich im
Gehäuse des Horizontalförderers Ablagerungen gebildet haben. Üblicherweise führt der Fer
kelzüchter Kontrollgänge durch. Er kann dann auch gezielt die Fütterung insbesondere im
Hinblick auf die Dosierung kontrollieren. Die Dosiereinrichtung ermittelt nicht das Gewicht
des Futters, sondern das Volumen, welches in einem Verhältnis zum Gewicht steht.
Die auf die Fütterungsanlage gerichtete Aufgabe wird gelöst, indem die Dosiereinrichtung aus
einer ebenen oder im wesentlichen ebenen Platte oder einer Schale besteht, die an einer Hub
einrichtung angelenkt mit der der Abstand zum Horizontalförderer stufenlos innerhalb des
Hubes einstellbar ist. Dadurch wird auch eine äußerst kostengünstige Lösung geschaffen, da
eine Platte oder eine Schale relativ einfach herzustellen ist. Die Hubeinrichtung ist ebenfalls
eine konstruktiv einfache Einheit, die an einer Stelle, beispielsweise an einem Stirnende der
Dosiereinrichtung zu installieren ist. Da der Abstand zwischen dem Horizontalförderer und der
Dosiereinrichtung stufenlos einstellbar ist, ergibt sich mit größer werdendem Abstand auch ei
ne entsprechende größere Menge des Futters, die die Dosiereinrichtung aufnehmen kann.
Demzufolge können die Mengen äußerst genau und stets gleichbleibend eingestellt werden.
Die Betätigung der Hubeinrichtung kann manuell oder auch mittels eines gesteuerten Antrie
bes nach einem Fütterprogramm erfolgen. Der Horizontalförderer ist zweckmäßigerweise wie
derum ein Schneckenförderer, wobei die um den Kern herumgeführten Windungen nicht end
los sein müssen, sondern auch aus einzelnen schrägstehenden Scheiben gebildet sein können.
Es kann jedoch auch ein Schleppförderer Verwendung finden. Der Horizontalförderer weist
zweckmäßigerweise ein äußeres, festes Gehäuse auf, welches an der der Dosiereinrichtung zu
gewandten Seite mit sich über die Länge der Dosiereinrichtung erstreckende, im Abstand zu
einander angeordnete Ausströmöffnungen oder mit einem durchgehenden Schlitz versehen ist.
Die Steuerung des Horizontalförderers ist dann so ausgelegt, daß der Fördervorgang unter
brochen wird, sobald die durch das ausströmende Futter sich bildenden Kegel den Raum zwi
schen der Platte bzw. der Schale und dem Gehäuse ausfüllen.
In weiterer Ausgestaltung ist vorgesehen, daß die Dosiereinrichtung mittels eines angeschlos
senen Schwenkantriebes um eine Horizontalachse schwenkbar ist. Nachdem die Dosiereinrich
tung die gewünschte Menge aufgenommen hat, wird dieser Schwenkantrieb eingeschaltet, so
daß das Futter in den darunter stehenden Trog fällt. Dabei ist es dann zweckmäßig, wenn der
Schwenkantrieb ein steuerbarer Linearantrieb ist, der zwangsgeführt der Verstellbewegung der
Dosiereinrichtung folgt. Derartige Linearantriebe sind in vielen Ausführungen üblich, demzu
folge preiswert zu beziehen. Durch die Zwangsführung während der Einstellung der Dosierein
richtung bildet er außerdem eine Geradführung, so daß sichergestellt ist, daß sich die Stellung
der Dosiereinrichtung bzw. der Platte nicht ändert. Dies läßt sich konstruktiv besonders ein
fach umsetzen, wenn der Linearantrieb in einer am Hubgestänge angelenkten Schwinge aufge
hängt ist, wobei sich die Schwinge und/oder der Linearantrieb an einer ortsfesten Führungsflä
che abstützt. Anstelle der Führungsfläche könnte auch eine geeignete Führung verwendet wer
den. Der Linearantrieb ist vorzugsweise mit dem der Dosiereinrichtung abgewandten Ende mit
der Schwinge gelenkig verbunden. Die Einstellung der Dosiereinrichtung zum Horizontalför
derer wird besonders einfach und exakt, wenn die Hubeinrichtung einen auf einer ortsfesten
Achse schwenkbar gelagerten, zweiarmigen Hebel aufweist, der mit dem der
Dosiereinrichtung zugeordneten Ende an einer sich über die Länge der Dosiereinrichtung er
streckenden Hubstange angelenkt ist, und daß gegenüberliegende freie Ende eine Spindelmut
ter trägt, in die eine Stellspindel eingedreht ist, deren gegenüberliegendes, unteres Ende in ei
nem Festlager gelagert ist. Durch Verdrehen der Stellspindel wird der Hebel auf der ortsfesten
Achse verdreht, so daß je nach Drehrichtung der Stellspindel der Abstand der Dosiereinrich
tung zum Horizontalförderer vergrößert oder verkleinert wird. Da die Einstellung der Do
siereinrichtung nicht laufend geändert wird, ist es ausreichend, wenn die Stellspindel von Hand
beispielsweise mittels einer Kurbel betätigt werden kann. Für eine vollautomatisch arbeitende
Anlage, könnte jedoch auch ein Stelltrieb eingesetzt werden. Damit eine ausreichende Halte
rung der Dosiereinrichtung über die Länge des Horizontalförderer sichergestellt ist, ist vorge
sehen, daß die ortsfeste Achse parallel und im Abstand zur Hubstange verläuft, und daß die
Hubstange über mehrere im Abstand zueinander angeordnete Lagerlaschen mit der ortsfesten
Achse verbunden ist. Damit die ortsfeste Achse sich nicht verbiegen kann, ist die in mehreren
im Abstand zueinander angeordneten ortsfesten Lagern gelagert. Diese Lager könnten über
Stangen beispielsweise mit der Decke oder dem Boden des Stalles verbunden sein. Zweckmä
ßigerweise liegen die Lagerlaschen direkt neben diesen ortsfesten Lagern.
Damit beim Entleeren der Dosiereinrichtung kein Futter in den Stall gelangt, ist unterhalb des
Horizontalförderers ein Einfülltrichter vorgesehen, der in den Trog einmündet. Die Dosierein
richtung liegt dann im oberen Bereich. In konstruktiv einfacher Weise ist die ortsfeste Achse
dann zweckmäßigerweise an einer Seitenwand des Einfülltrichters gelagert.
Die zuvor beschriebene Hubeinrichtung ist beispielsweise zu sehen. Es können prinzipiell alle
gängigen Hubeinrichtungen, wie z. B. Hubscheeren verwendet werden. Voraussetzung ist je
doch die stufenlose, feinfühlige Verstellung. Die Hubeinrichtung muß auch nicht am Einfüll
trichter gelagert werden, sondern könnte auch beispielsweise an einem Gestänge oder sonsti
gen Streben aufgehängt werden, die an der Decke des Stalles befestigt sind.
Anhand der beiliegenden Zeichnungen wird die Erfindung noch näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren arbeitende Fütterungseinrichtung
in einer Stirnansicht, bei der die als Dosierplatte ausgebildete Dosiereinrichtung
in einem geringsten Abstand zum Horizontalförderer steht,
Fig. 2 eine der Fig. 1 entsprechende Stirnansicht, jedoch steht die Dosierplatte im
größten Abstand zum Horizontalförderer,
Fig. 3 eine der Fig. 2 entsprechende Stirnansicht, jedoch mit geschwenkter
Dosierplatte,
Fig. 4 die Fütterungseinrichtung in einer Seitenansicht, stark schematisiert und
Fig. 5 die Dosierplatte gemäß den Fig. 1 bis 4 in einer Draufsicht.
Die in den Fig. 1 bis 5 dargestellte Fütterungseinrichtung ist mit einem Horizontalförderer
10 ausgerüstet, der im dargestellten Ausführungsbeispiel ein Schneckenförderer ist. Dieser
Horizontalförderer 10 erstreckt sich über die Länge einer Großbucht, in der beispielsweise
hundert und mehr Absatzferkel gehalten werden. Die konkrete Ausführung des Horizontalför
derers richtet sich nach der Bauart des Stalles. Unterhalb des Horizontalförderers 10 ist ein et
wa gleich langer Trog 11 auf dem Boden des Stalles angeordnet. Demzufolge wird die Groß
bucht in zwei Einzelbuchten unterteilt. Das Gehäuse 12 des Horizontalförderers 10 ist an der
dem Trog 11 zugewandten Seite mit Auslauföffnungen 13 für das antransportierte Futter ver
sehen. Die Auslauföffnungen 13 liegen im Abstand zueinander. Direkt unterhalb des Horizon
talförderers 10 ist eine Dosiereinrichtung installiert, mit der das durch die Auslauföffnungen 13
ausrieselnde Futter aufgefangen wird. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Dosierein
richtung eine einfache Dosierplatte 14, die an einer Hubeinrichtung 15 schwenkbar gelagert
ist. Wie ein Vergleich der Fig. 1 mit der Fig. 2 zeigt, kann die Dosierplatte 14 mittels der
Hubeinrichtung 15 innerhalb des Verstellbereiches stufenlos verstellt werden. Gemäß den Fig.
4 und 5 ist die Hubeinrichtung an einem Stirnende der Dosierplatte 14 montiert. An die
ser Seite ist im dargestellten Ausführungsbeispiel auch ein Vorratsbehälter 16 in Form eines
Trichters vorgesehen, aus dem das Futter mittels des Horizontalförderers 10 abgezogen wird.
Zur Abgabe des von der Dosierplatte 14 aufgefangenen Futters in den Trog 11 kann die
Dosierplatte 14 um eine Horizontalachse 17 geschwenkt werden, die als Rohr ausgebildet ist
und sich unterhalb der Dosierplatte 14 über die gesamte Länge erstreckt, und die außerdem
gegenüber der Mittelachse der Dosierplatte 14 in Richtung zur Hubeinrichtung 15 versetzt ist.
Zum Schwenken der Dosierplatte 14 ist ein Stelltrieb in Form eines Linearantriebes 18 vorge
sehen, der entweder direkt an die Dosierplatte 14 angeschlossen sein kann, oder aber mittels
eines Auslegers an die Horizontalachse 17 angelenkt sein kann. Im dargestellten Ausführungs
beispiel ist der Linearantrieb 18 mit seinem der Horizontalachse 17 abgewandten Bereich in ei
ner Schwinge 19 gelagert. Die Schwinge 19 ist gemäß der Fig. 5 drehbar auf der Horizon
talachse 17 gelagert. Bei einer Verstellung der Dosierplatte 14 folgt der Linearantrieb 18 der
Verstellbewegung der Dosierplatte 14. Dabei stützt sich das der Horizontalachse 17 abge
wandte Ende an einer ortsfesten Führungsfläche 20 ab. Die Hubeinrichtung 15 bildet demzu
folge in Verbindung mit dem Linearantrieb 18, der Schwinge 19 und der Führungsfläche 20 ei
ne Parallelführung, damit die Dosierplatte 14 in jeder ihrer einstellbaren Höhenlagen stets hori
zontal steht.
Die Hubeinrichtung 15 besteht im dargestellten Ausführungsbeispiel im wesentlichen aus ei
nem zweiarmigen Hebel 21, der etwa mittig auf einer parallel und im Abstand zur Horizon
talachse 17 verlaufenden ortsfesten Achse 22 drehfest aufgesetzt ist. Diese ortsfeste Achse er
streckt sich ebenfalls über die Länge der Dosierplatte 14 und läuft benachbart des der Hubein
richtung 15 zugeordneten Randes. Erst das freie äußere, der Dosierplatte 14 abgewandt lie
gende Ende des zweiarmigen Hebels 21 trägt eine Spindelmuffer 23. In diese Spindelmutter 23
ist eine Spindel 24 eingedreht. Das untere, dem Trog 11 zugewandte Ende der Spindel 24 ist
in einem ortsfesten Lager 25 drehbar gelagert. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist das
ortsfeste Lager 25 an einer Seitenwand 26 eines Einfülltrichters 27 festgelegt, der sich vom
Horizontalförderer 10 bis in den Trog 11 erstreckt. Die zweite Wand des Einfülltrichters 27 ist
durch das Bezugszeichen 28 gekennzeichnet. Die Spindel 24 kann durch eine Handkurbel 29
betätigt werden. Aus der Fig. 5 ist zu entnehmen, daß der zweiarmige Hebel 21 aus zwei
Einzelhebeln besteht, wobei die einander zugewandten Enden beide drehfest auf die ortsfeste
Achse 22 aufgesetzt sind. Diese Achse 22 ist in mehreren über die Länge verteilten ortsfesten
Lagern 30 gehalten. Benachbart dieser Lager 30 sind auf diese ortsfeste Achse 22 Lagerla
schen 31 aufgesetzt, die die Verbindung zur verstellbaren Horizontalachse 17 schaffen. Der
Antrieb des Horizontalförderers 10 erfolgt durch einen Getriebemotor 32, der von einer Steue
rungselektronik 33 gesteuert wird.
Von dieser Steuerungselektronik 33 wird die Fütterung in vorgegebenen zeitlichen Abständen
ausgelöst. Durch Einschalten des Horizontalförderers 10 wird das Futter aus dem Einfülltrich
ter 16 abgezogen. Durch die Auslauföffnungen 13 des Gehäuses 12 hindurch fällt es auf die
Dosierplatte 14. Über einen Taster 34, der vorzugsweise ein berührungsloser Taster ist, wird
ermittelt, wann die letzte Spitze des sich bildenden Schüttkegels des Futters das Gehäuse 12
bzw. die Auslauföffnungen 13 erreicht haben, in diesem Moment wird ein Signal in die Steue
rungselektronik 33 eingespeist, die den Getriebemotor 32 abschaltet. Die Schüttkegel bilden
sich fortlaufend in Nähe des Trichters 16 beginnend über die gesamte Länge der Fütterungsan
lage, wobei die einzelnen ansteigenden Schüttkegel mit zunehmenden Ausmaß die jeweilige
Austrittsöffnung 13 verschließt. Anschließend wird dann der Linearantrieb 18 angesteuert,
wodurch die Dosierplatte 14 in die in der Fig. 3 dargestellte Schrägstellung verschwenkt
wird, so daß das Futter in den Trog 11 fällt. Nach Erreichen seiner Endlage wird der Linearan
trieb 18 automatisch umgeschaltet, wonach die Dosierplatte 14 in ihre waagerechte Ausgangs
position zurückgebracht wird.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Horizontalförderer 10 ein Schneckenförderer. Die
Schnecke muß nicht mit wendelförmigen, durchgehenden Windungen versehen sein, sondern
es könnten auch schrägstehende Scheiben sein. Anstelle des Horizontalförderers 10 könnte
auch beispielsweise ein Schleppförderer sein. Die Hubeinrichtung 15 könnte konstruktiv voll
kommen anderes gestaltet sein. Es lassen sich alle bekannten Hubeinrichtungen, beispielsweise
Hubscheeren, Parallelführungsgestänge und ähnliche Konstruktionen verwenden. Die Einstel
lung der Dosierplatte 14 kann in einfachster Weise durch die Einstellung von Hand vorgenom
men werden, doch könnte dies auch durch einen von der Steuerungselektronik angesteuerten
Antrieb erfolgen. Vorteilhaft ist bei der dargestellten Fütterungsanlage, daß eine zwar verän
derliche, aber während einer Einstellung stets gleichbleibende Menge in den Trog 11 geschüt
tet wird. Außerdem kann das Ausrieseln des Futters aus dem Gehäuse 12 bei Kontrollgängen
visuell wahrgenommen werden. Obwohl in der einleitenden Beschreibung und in den Ansprü
chen die Verwendung bei der Fütterung von Jungferkeln hervorgehoben wurde, ist der Erfin
dungsgegenstand bei entsprechender Dimensionierung für Großvieh ebenso geeignet.
10
Horizontalförderer
11
Trog
12
Gehäuse
13
Auslautöffnungen
14
Dosierplatte
15
Hubeinrichtung
16
Vorratsbehälter
17
Horizontalachse
18
Linearantrieb
19
Schwinge
20
Führungsfläche
21
zweiarmiger Hebel
22
ortsfeste Achse
23
Spindelmutter
24
Spindel
25
Lager
26
Seitenwände
27
Einfülltrichter
28
Seitenwand
29
Handkurbel
30
Lager
31
Lagerlaschen
32
Getriebemotor
33
Steuerungselektronik
34
Taster
Claims (10)
1. Verfahren zum Betreiben einer im wesentlichen automatischen Fütterungsanla
ge für in Großbuchten gehaltene Absatzferkel, bei dem das Futter aus einem
Vorratsbehälter mittels eines Horizontalförderers portioniert in einen Trog ein
gebracht wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß mittels des unterhalb des Horizontalförderers (10) angeordneten Do
siereinrichtung das aus dem Horizontalförderer (10) auslaufende Futter aufge
fangen wird, und daß der Futterstrom abgeschaltet wird, sobald eine vorgege
bene Futtermenge über die gesamte Länge der Fütterungseinrichtung erreicht
ist, und daß die jeweilige Futtermenge aus der Dosiereinrichtung in den Trog
geschüttet wird, wobei die Futtermenge variabel und an die Bedürfnisse und
dem Alter der Absatzferkel angepaßt ist.
2. Fütterungsanlage zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dosiereinrichtung aus einer ebenen oder im wesentlichen ebenen Do
sierplatte (14) oder einer Schale besteht, die an einer Hubeinrichtung (15) an
gelenkt und mit der der Abstand zum Horizontalförderer (10) stufenlos inner
halb des Hubes einstellbar ist.
3. Fütterungsanlage nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Horizontalförderer (10) ein äußeres festes Gehäuse (12) aufweist,
welches an der der Dosiereinrichtung zugewandten Seite mit sich über die
Länge der Dosiereinrichtung erstreckende, im Abstand zueinander angeordne
te Ausströmöffnungen (13) versehen ist.
4. Fütterungsanlage nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dosiereinrichtung mittels eines angeschlossenen Schwenkantriebes um
eine Horizontalachse (17) schwenkbar ist.
5. Fütterungsanlage nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schwenkantrieb ein steuerbarer Linearantrieb (18) ist, der zwangsge
führt der Verstellbewegung der Dosiereinrichtung folgt.
6. Fütterungsanlage nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Linearantrieb (18) in einer an der Hubeinrichtung (15) gelagerten
Schwinge (19) aufgehängt ist, wobei sich die Schwinge (19) und/oder der Li
nearantrieb (18) an einer ortsfesten Führungsfläche (20) abstützt.
7. Fütterungsanlage nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Führungsfläche (20) dem der Dosiereinrichtung abgewandten Ende
des Linearantriebes (18) zugeordnet ist.
8. Fütterungsanlage nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Hubeinrichtung (15) einen auf einer ortsfesten Achse (22) schwenkbar
gelagerten zweiarmigen Hebel (21) aufweist, der mit dem der Dosiereinrich
tung zugeordneten Ende an einer sich über die Länge der Dosiereinrichtung
erstreckenden Horizontalachse (17) angelenkt ist, und daß das gegenüberlie
gende freie Ende eine Spindelmutter (23) trägt, in die eine Stellspindel (24)
eingedreht ist und deren gegenüberliegendes unteres Ende in einem ortsfesten
Lager (25) gelagert ist.
9. Fütterungsanlage nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die ortsfeste Achse (22) parallel und im Abstand zur Horizontalachse (17)
verläuft und daß die bewegliche Horizontalachse (17) über mehrere Lagerla
schen (31) mit der ortsfesten Achse (22) verbunden ist.
10. Fütterungsanlage nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die ortsfeste Achse (22) in mehreren Lagern (30) gelagert ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997103181 DE19703181A1 (de) | 1997-01-29 | 1997-01-29 | Verfahren zum Betreiben einer im wesentlichen automatischen Fütterungsanlage sowie eine nach dem Verfahren arbeitende Fütterungsanlage |
| EP98101240A EP0856252A3 (de) | 1997-01-29 | 1998-01-24 | Verfahren und Einrichtung zum Betreiben einer im wesentlichen automatischen Fütterungsanlage |
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|---|---|---|---|
| DE1997103181 DE19703181A1 (de) | 1997-01-29 | 1997-01-29 | Verfahren zum Betreiben einer im wesentlichen automatischen Fütterungsanlage sowie eine nach dem Verfahren arbeitende Fütterungsanlage |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19703181A1 true DE19703181A1 (de) | 1998-07-30 |
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ID=7818669
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997103181 Withdrawn DE19703181A1 (de) | 1997-01-29 | 1997-01-29 | Verfahren zum Betreiben einer im wesentlichen automatischen Fütterungsanlage sowie eine nach dem Verfahren arbeitende Fütterungsanlage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19703181A1 (de) |
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1997
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